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Rezensionen verfasst von
lancelot

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Rigoletto
Rigoletto

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Glänzende Aufnahme mit technischen Schwächen, 3. März 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Rigoletto (Audio CD)
Die ist sicherlich die beste Rigoletto-Aufnahme in Stereo. Das liegt zum einen am packenden, energiegeladenen Dirigat Soltis, der allerdings die lyrischen und verhaltenen Momente des Werkes ein wenig kalt und trocken präsentiert. Zum anderen rechtfertigt sich der Rang der Produktion durch die durchweg exzellente Sängerschar. Alfredo Kraus singt einen herrlichen Duca - sein kühler Tenor passt hervorragend zum leichtfertigen Charakter der Figur. Außerdem weiß er die Rolle mit ihren extremen Schwierigkeiten wirklich zu singen (im Unterschied zu del Monaco, der einfach monoton in stets gleicher Lautstärke presst und grölt). Auch di Stefano und dem etwas an Höhenschwierigkeiten leidenden Domingo ist Kraus klar überlegen.
Robert Merrill ist, nach Gobbi und Warren, der wohl profilierteste Rollenvertreter des Titelhelden. Seine großartige Stimme läßt einige (minimale Schwächen) in der dramatischen Konzeption der Partie vergessen.
Die Überraschung schlechthin war in dieser Aufnahme für mich Anna Moffo. Hier ist sie noch vollkommen auf der Höhe ihrer Kunst, die sie einige Jahre später schon schmerzhaft einbüßen sollte. Zwar singt Callas viel differenzierter und auch musikalisch genauer und Joan Sutherland hat den Vorzug einer strahlender und breiter sich entfaltender Höhe - ansonsten aber ist Anna Moffo erste Wahl und Kolleginnen wie Renata Scotto, Ileana Cotrubas oder Hilde Güden klar vorzuziehen.
Die Nebenrollen sind ausgewogen und charakteristisch besetzt.
Sehr störend allerdings ist die Tonqualität, an einigen Stellen, vor allem in den Ensembles scheppert es gewaltig, das Ende etwa des Duettes Duca-Gilda im ersten Akt ist extrem verzerrt. Das führt bei mir zur Abwertung dieser ansonsten herausragenden Produktion.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 8, 2011 12:07 PM MEST


Puccini Great Opera Collection
Puccini Great Opera Collection
Wird angeboten von Music-Shop
Preis: EUR 149,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Beeindruckend, aber nicht überragend, 1. März 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Puccini Great Opera Collection (Audio CD)
Ein eindrucksvolles Zeugnis einer der großen Puccini-Interpretinnen des letzten Jahrhunderts. Dennoch kommen beim Wiederhören Zweifel, ob Renata Tebaldi tatsächlich den solitären Rang verdient, der ihr allgemein zugesprochen wird. In keiner einzigen Rolle dieser Sammlung nämlich steht sie konkurrenzlos da. Dabei braucht man nicht einmal Caballé oder Mirella Freni heranzuziehen, auch die Zeitgenossinnen Tebaldis haben Puccinis Musik oftmals schöner, differenzierter und eindrucksvoller gesungen:
Als Manon Lescaut begegnet ihr die legendäre Licia Albanese, eine Favoritin Toscaninis, mindestens auf Augenhöhe. Albaneses leicht rauhe und mädchenhaft-zartere Stimme passt meiner Ansicht nach glaubhafter zum Verführungscharakter Manons.
Auch als Butterfly hat sie enorme Konkurrenz: Victoria de los Angeles hat die Rolle unter Gavazzeni viel glaubhafter, weil naiver und mädchenhafter gesungen, gleiches gilt für die Mimi in La Bohème (die Aufnahme unter Beecham mit Björling, Merrill und de los Angeles ist ohnehin Referenz).
Tosca war sicher (neben Leonora in Verdis "Forza del Destino" und Desdemona) Tebaldis größte Rolle, und hier kann sie punkten, was Stimmglanz und vokale Sicherheit betrifft. Doch Leontyne Price singt die Partie noch strömender und prächtiger, und dramatisch überragt Callas die italienische Kollegin bei weitem.
Als Liù finde ich sie merkwürdig blass, auch hier ist Price (im Wiener Mitschnitt und Molinari-Pradelli neben Nilsson und di Stefano) viel beeindruckender.
Dennoch singt Tebaldi Puccinis Heroinen oftmals berückend schön und glanzvoll, und Anhänger des Komponisten sollten hier unbedingt zugreifen.


Madama Butterfly (Ga)
Madama Butterfly (Ga)
Preis: EUR 19,82

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gut, aber nicht großartig, 28. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: Madama Butterfly (Ga) (Audio CD)
Auf den ersten Blick scheint dies eine wirklich grandiose Aufnahme zu sein, auf den zweiten hat sie jedoch geradezu übermächtige Konkurrenz. Zwar harmonieren die Stimmen von Tebaldi und Bergonzi perfekt, aber so ganz kann ich mich mit der Interpretation der Butterfly nicht anfreunden. Im Vergleich zu Renata Scotto oder Maria Callas ist Tebaldi eine wenig dramatische und etwas statuarische Geisha, deren mütterliches Glucksen mich irritiert. Zwar produziert Tebaldi oft großen Wohlklang, aber ich finde die Stimmen von Victoria de los Angeles (unter Gavazzeni und Santini), Mirella Freni und Leontyne Price einfach schöner. Auch Tebaldi selbst klingt in der etwas hölzernen Aufnahme unter Erede aus dem Jahr 1951 frischer und glanzvoller.
Bergonzi kann man zudem in der grandiosen Aufnahme unter Barbirolli neben einer (wie gesagt) wesentlich differenzierteren und dramatischeren Butterfly (Scotto) hören. Zudem sind dort die Nebenrollen besser besetzt (Panerai als Sharpless).
Tullio Serafin dirigiert allerdings uneingeschränkt großartig, hätte er nur ein besseres Orchester zur Verfügung. Ansonsten ziehe ich die Produktionen unter Santini, Leinsdorf, Barbirolli und Karajan vor.


Verdi: Rigoletto (Gesamtaufnahme)
Verdi: Rigoletto (Gesamtaufnahme)
Wird angeboten von FastMedia "Versenden von USA"
Preis: EUR 39,95

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Schlechteste Gesamtaufnahme, 28. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: Verdi: Rigoletto (Gesamtaufnahme) (Audio CD)
Die wohl schlechteste Gesamtaufnahme des Rigoletto, die merkwürdigerweise neu aufgelegt wurde. Del Monaco gröhlt sich unerträglich laut und spröde durch seine Partie, die eines eleganten Tenors vom Schlage eines Bergonzi (unter Kubelik) oder Alfredo Kraus (unter Solti) oder zumindest Domingo (unter Giulini) bedarf. Protti ist nicht besser in der Titelrolle, grob, laut, unintelligent. Man vergleiche ihn mit einem Sänger wie Merrill oder einem Darsteller wie Gobbi. Hilde Güdens Gilda ist unidiomatisch, ein süßes Wiener Mädel, kein dramatisch geformter Charakter, der Hoffnungen, Begehren, Verzweiflung, Scham, Aufopferung, Liebe empfindet. Neben Maria Callas oder auch Joan Sutherland wirkt Güden unsicher und blaß. Das Orchesterspiel unter Erede ist stumpf und glanzlos. Einziger Lichtblick: Giulietta Simionato und Cesare Siepi als Banditenpaar (dafür einen Punkt).
Wer eine gute Aufnahme hören will, sollte zur alten, aber konkurrenzlosen Serafin-Aufnahme greifen mit Callas, Gobbi, di Stefano (der allerdings die Stretta im 2. Akt auslässt) oder zur Solti-Einspielung (mit Moffo, Merrill, Kraus). Mit Abstrichen sind auch die Aufnahmen unter Sanzogno (MacNeill, Sutherland, Cioni), Kubelik (Fischer-Dieskau, Scotto, Bergonzi) und Bonynge (Sutherland, Pavarotti, Milnes) oder Giulini (Cotrubas, Cappuccilli, Domingo) zu empfehlen.
Kommentar Kommentare (10) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 8, 2012 12:10 AM MEST


Giuseppe Verdi - Il Trovatore (Opern-Gesamtaufnahme)
Giuseppe Verdi - Il Trovatore (Opern-Gesamtaufnahme)
Wird angeboten von thebookcommunity
Preis: EUR 95,20

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Mangelhafte Aufnahme einer grandiosen Oper, 13. Januar 2011
Eine Aufnahme, die wohl nur hartnäckigsten Fans von del Monaco oder Tebaldi wirklich gefallen kann.
Del Monaco, bekanntlich ein Verächter des sogenannten Belcanto, schmettert und greint sich wie üblich heiser und grob durch seine Partie und ist meines Erachtens einer der schlechtesten Sänger der Partie aller Gesamtaufnahmen (neben Bonisolli). Seine Leistung, die die Studiotür nicht hätte passieren dürfen, fällt im Vergleich zu di Stefano (Karajan), Bergonzi (unter Serafin) und vor allem Richard Tucker (unter Basile, neben Leontyne Price) noch mehr ab. Del Monaco hat zwar die Kraft, die Partie vokal im Großen und Ganzen zu bewältigen, schafft aber kein ausdifferenziertes, interessantes Rollenporträt.
Ähnlich unbefriedigend bleibt hier Renata Tebaldi, die besser die Finger von der Leonora gelassen hätte, eine Rolle, die sie um ihre Schwächen wissend auf der Bühne niemals dargestellt hat. Selbst eine ansonsten eher zweitklassinge Sängerin wie Antonietta Stella ist ihr hier in Punkto Dramatik (und auch Intonationssicherheit) überlegen, ganz zu schweigen von Maria Callas in der erwähnten Karajan-Aufnahme. Auch sonst bietet die vorliegende Aufnahme wenig: ein drittklassiges Orchester unter einem mittelmäßigen Dirigenten, einen langweiligen Conte di Luna (Panerai unter Karajan, Warren unter Cellini und Milnes unter Mehta setzen Maßstäbe). Giulietta Simionato bietet eine routinierte Standardleistung und wirkt (auf mich) schon etwas matt und abgetakelt. Einzig in Tozzi hat die Aufnahme einen kompetenten Rollenvertreter, doch in der schon erwähnten Aufnahme unter Basile mit der blutjungen Leontyne Price bietet er eine noch eindringlichere Leistung. Ohnehin ist diese (leider momentan vergriffene) Aufnahme wärmstens zu empfehlen und dieser (überflüssigen) Produktion hier unbedingt vorzuziehen.
Kommentar Kommentare (18) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 9, 2014 3:41 PM MEST


Cosi Fan Tutte-Sony Opera House
Cosi Fan Tutte-Sony Opera House
Wird angeboten von Empor
Preis: EUR 21,99

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Guter Durchschnitt, 13. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Cosi Fan Tutte-Sony Opera House (Audio CD)
Nein, man muss diese Aufnahme nicht kennen. Aber es ist doch schön, dass sie (wieder) verfügbar ist. Zu den Spitzenproduktionen des Werkes hat sie nie gezählt, da wären Karajan, Böhm ('62) und auch Solti ('94) zu nennen. Leontyne Price als Fiordiligi ist sicherlich keine schlechte Wahl. Aber ich finde sie als Mozartinterpretin nicht unbedingt eindrucksvoll. Sicher hat sie vokal kaum Probleme, ihre Höhe ist glänzend und sie bewältigt die dramatischen Anforderungen der Partie insgesamt gut. Aber es fehlt die Durchdringung der Rolle, des Charakters der Partie. Hier sind ihr Schwarzkopf und Fleming haushoch überlegen.
Die übrige Besetzung (Troyanos, Milnes, Raskin, Flagello) und auch das Dirigat Leinsdorfs sind eher durchschnittlich. Wundervoll finde ich einzig das Duett Fiordiligi-Ferrando im zweiten Akt. Die Stimmfarben von Price und George Shirley ergänzen sich optimal, allein dafür lohnt die Anschaffung der Aufnahme.
Kommentar Kommentare (6) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 5, 2011 2:06 PM MEST


Un Ballo in Maschera-Sony Opera House
Un Ballo in Maschera-Sony Opera House
Preis: EUR 12,99

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hervorragend, 13. Januar 2011
Eine wirklich klassische und herausragende Aufnahme des Werkes. Sicher die beste Studioaufnahme. Es gibt keinen Schwachpunkt, Price, Bergonzi und Merrill sind erstklassig. Tatsächlich dirigiert Leinsdorf etwas matt und schlaff. Price singt ausladender und prächtiger als Callas, die allerdings stärker differenziert, Bergonzi ist genauer und subtiler als di Stefano und Pavarotti, die allerdings beschwingter und unbeschwerter agieren, was der Rolle zugute kommt. Für mich überragt diese Produktion die Aufnahmen Toscaninis, Mutis, Abbados, Soltis (beide) und Karajans weit und ist mit derjenigen Vottos in einem Atem zu nennen.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 26, 2011 6:54 PM CET


Cosi Fan Tutte
Cosi Fan Tutte
Preis: EUR 22,17

2 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Guter Durchschnitt, 13. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Cosi Fan Tutte (Audio CD)
Nein, man muss diese Aufnahme nicht kennen. Aber es ist doch schön, dass sie (wieder) verfügbar ist. Zu den Spitzenproduktionen des Werkes hat sie nie gezählt, da wären Karajan, Böhm ('62) und auch Solti ('94) zu nennen. Leontyne Price als Fiordiligi ist sicherlich keine schlechte Wahl. Aber ich finde sie als Mozartinterpretin nicht unbedingt eindrucksvoll. Sicher hat sie vokal kaum Probleme, ihre Höhe ist glänzend und sie bewältigt die dramatischen Anforderungen der Partie insgesamt gut. Aber es fehlt die Durchdringung der Rolle, des Charakters der Partie. Hier sind ihr Schwarzkopf und Fleming haushoch überlegen.
Die übrige Besetzung (Troyanos, Milnes, Raskin, Flagello) und auch das Dirigat Leinsdorfs sind eher durchschnittlich. Wundervoll finde ich einzig das Duett Fiordiligi-Ferrando im zweiten Akt. Die Stimmfarben von Price und George Shirley ergänzen sich optimal, allein dafür lohnt die Anschaffung der Aufnahme.


Tosca (Ga)
Tosca (Ga)
Wird angeboten von Bessere_Musik
Preis: EUR 49,98

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Klassische Aufnahme einer berühmten Oper, 12. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Tosca (Ga) (Audio CD)
Diese Aufnahme ist, wie das Werk selbst, längst ein Klassiker. Für Renata Tebaldi war es die zweite Aufnahme der Tosca nach Eredes Einspielung 1951 (neben Campora, Mascherini, Corena).
Tebaldi singt die Rolle mit wunderbar strömendem Klang, nahezu perfekter Linie und strahlenden Spitzentönen (für die Fetischisten unter uns). In dieser Beziehung ist sie fast allen anderen Interpretinnen überlegen. Allerdings mangelt es ihr etwas an dramatischer Wahrhaftigkeit. All ihr Schluchzen und Seufzen, ihre erregten Klanggesten - es wirkt reichlich äußerlich, eben bloß gespielt, kaum empfunden. Maria Callas (und mit Abstrichen auch L. Price) bietet das wesentlich interessantere, weil glaubwürdigere Portrait, vor allem in ihrer ersten Aufnahme unter de Sabata (neben di Stefano, Gobbi).
Mario del Monaco gibt mit dem Cavaradossi für mein Empfinden seine beste Rolle. Er singt hier (vielleicht liegt es auch an der Aufnahmetechnik) viel sanfter, differenzierter, musikalischer als in allen anderen Aufnahmen, obwohl seine Stimme im Vergleich zu früheren Aufnahmen (Otello, Aida und Trovatore unter Erede) an Substanz und Kraft verloren zu haben scheint. Die Stimme klingt leichter und heller, was aber zur Rolle sehr gut passt.
George London singt den Scarpia bedrohlich finster und stimmlich souverän, ohne jedoch in seiner Gestaltung an Gobbi oder Taddei heranzureichen.
Das Dirigat Molinari-Pradellis ist ordentlich, wenn auch weniger differenziert und sorgfältig als de Sabatas, weniger klangreich als Karajans (erste Aufnahme mit den WP), weniger energiegeladen als Zubin Mehtas.
Insgesamt eine sehr gute Aufnahme mit der am schönsten singenden Tosca aller Zeiten und einem ordentlichen, homogenen Ensemble.


Meistersinger von Nürnberg (Gesamtaufnahme)
Meistersinger von Nürnberg (Gesamtaufnahme)
Wird angeboten von TEUCHTLER RECORDSHOP
Preis: EUR 59,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Referenz-Aufnahme, 22. März 2010
Trotz der gleichfalls sehr guten Kubelik-Aufnahme bleibt Karajans Meistersinger-Einspielung aus dem Jahr 1970 die Empfehlenswerteste. Kollo ist hier in seiner besten Aufnahme zu hören, Helen Donath gibt eine wunderbar mädchenhafte und empfindsam gesungene Eva und auch die übrigen Rollen sind gut besetzt (vor allem Schreier als David, Ridderbusch als Pogner und Kurt Moll als Nachtwächter). Die Staatskapelle Dresden spielt wundervoll, Karajans entschlacktes Dirigat kommt dem Werk sehr zugute.
Ein Ärgernis ist allerdings Theo Adams Hans Sachs. Zwar mag seine Interpretation darstellerisch klug und eindringlich sein - stimmlich ist sie bestenfalls unteres Mittelfeld. Sein Tremolo und die weißliche, rauhe Färbung des Timbres schmälern das Hörvergnügen doch erheblich. Adam wirkt oft angestrengt und musikalisch überfordert.
Noch ärgerlicher finde ich Geraint Evans krächzenden Beckmesser. Schlechter und oberflächlicher habe ich diese Partie nie gestaltet gehört. Trotzdem die gelungenste Version von Wagners einziger komischer Oper. Vor allem das Klangbild ist transparent und doch glanzvoll.


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