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Rezensionen verfasst von
Stephan Drewianka "musicalworld"
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Baraka  [Blu-ray] [Collector's Edition]
Baraka [Blu-ray] [Collector's Edition]
DVD ~ Ron Fricke

17 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Digipack = Pappschachtel, 12. Dezember 2008
Ich habe grade die "Collectors Edition im Digipack" per Post erhalten und bin mehr als enttäuscht: Statt hochwertiger Verpackung rutscht (durch das mitbestellte Buch platt gedrückt) ein dünner Pappkarton aus der Amazon-Box. Die Blu-ray benfindet sich in einem einfachen Pappeinschub und ist jetzt schon staubig. Was haben die sich denn dabei gedacht? Zwar ist es schön, bei so einem Film auch an die Umwelt zu denken, einen qualitativ so wertiger Film jedoch in einer derart billigen und unsicheren Verpackung zu präsentieren ist (selbt bei dem recht günstgen Preis) eher eine Frechheit. Gesehen habe ich den Film noch nicht, aber die Verpackung hat maximal 2 Sterne verdient und gehört eigentlich verboten. Zur Lagerung und erst recht zum Versand ungeeignet.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 13, 2008 12:16 PM CET


Ost/Band of Brothers
Ost/Band of Brothers
Preis: EUR 7,87

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Beste der letzten Jahre!, 14. März 2006
Rezension bezieht sich auf: Ost/Band of Brothers (Audio CD)
Ich bin ein Fan grosser orchestraler Filmsoundtracks. Leider ist das letzte Jahr wirklich mager ausgefallen, nicht mal Altmeister wie John Williams konnten mich mit MÜNCHEN oder GEISHA wirklich vom Hocker hauen. Mehr durch Zufall bin ich auf die DVD-Version der Fernsehserie BAND OF BROTHERS gestossen. Wer die Serie gesehen hat, wird nur schwer den Ohrwurm der Titelmusik wieder los, die es auf der CD gleich in zwei Versionen (einmal als gesummter Bonus-Track) zu hören. Streicher-gewaltig und Trompeten-bomastisch kommt besonders die Band Of Brothers Suite daher (Track 2 und 3), die mit über 6 und 9 Minuten einen Melodieaufbau der zwei Titelthemen präsentieren, die mir selbst nach mehrmaligem Hören immer noch eine Gänsehaut verschaffen.
Sie denken beim Thema 2. Weltkrieg an Dissonanzen? Michal Kamen belehrt Sie eines Besseren! Nie hat sich das Thema Krieg so gefühlvoll heroisch angehört wie bei Band of Brothers. Bei dem zugegebenermassen stark vorhandenen Pathos kann selbst John Williams SUPERMAN sein Heldenkostüm getrost zur Reinigung bringen...
Fazit: Ein echter Geheimtipp!


Wicked
Wicked
Preis: EUR 34,99

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tony gekrönter Broadway-Hit, 9. September 2004
Rezension bezieht sich auf: Wicked (Audio CD)
Mit dem Prequal zum legendären Musical "Der Zauberer von Oz" ist Komponist und Texter Stepen Schwartz, der schon für seine Werke Godspell, Pippin und Gepetto berühmt war, endlich der Broadway-Erfolg gelungen, den das krisengeschüttelte New York nach dem 11. September bitter nötig hatte. Vor kurzem wurde Susan Hilferty für die besten Kostüme, Eugene Lee für die beste Bühne und Idina Menzel als beste Hauptdarstellerin (Elphaba) mit den begehrten Tony Awards 2004 in gleich drei Kategorien geehrt. Und das sicherlich zu Recht!
Leider ging die musikalische Seite des Stücks bei dieser Preisverleihung leer aus, was nach dem Genuss der CD-Einspielung des original Broadway Casts beinahe unverständlich ist, denn Stephen Schwartz hat hier ein echtes Juwel abgeliefert: ein Hit reiht sich an den nächsten, eine Ballade nach dem nächsten gute Laune-up-Tempo-Hit können den Hörer für sich einnehmen. Nicht eine Minute des ausgezeichneten Scores sind verschwendete Zeit auf der glänzend produzierten Silberscheibe! Und das, obwohl (oder gerade weil) einige Stücke mit mehr als sechs Minuten Spielzeit genug Zeit für interessante Entwicklungen geben.
Ganz zu Schweigen von den phantastischen Stimmen der beiden Hauptdarstellerinnen Idina Menzel (Elphaba) und Kristin Chenoweth (Galinda), die in den harmonischen Duetten und bewegenden Kanons mit dem restlichen Ensemble immer wieder zu begeistern wissen. Und Altstar Joel Gray als Zauberer zeigt, dass er nach einer langen Karriere (Cabaret) immer noch gut bei Stimme ist.
Erfreulich ist das grosse Orchester, das für die CD-Einspielung noch durch einige Zusatzmusiker aufgestockt wurde und nach den letzten Synthesizer-Sparmaßnahmen in der Musical-Welt endlich mal wieder für einen ausgewogen vollen Klang sorgen kann.
Es ist praktisch unmöglich, einen der 19 Titel als Anspieltipp zu nennen, da alle Stücke auf hohem Niveau für sich einnehmen können und trotzdem will ich erwähnen, dass "Popular", "Defying Gravity" und die Ballade "I'm Not That Girl" gleich beim ersten Hören einen festen Platz in jedem Musicalherz finden werden!
Fazit: WICKED sind gleich 19 gelungene Nummer 1 Hits in Folge und bezaubert von der ersten bis zur letzten Minute!


Wicked Musical Tie-in Edition: The Life and Times of the Wicked Witch of the West (Wicked Years)
Wicked Musical Tie-in Edition: The Life and Times of the Wicked Witch of the West (Wicked Years)
von Gregory Maguire
  Taschenbuch
Preis: EUR 11,60

17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Vorgeschichte zum ZAUBERER VON OZ, 7. September 2004
Nach dem Terroranschlag des 11. September wurde es Zeit für einen echten neuen Broadway-Hit in New York und den konnte das Stück "Wicked" mit der bezaubernden Musik von Stephen Schwartz verzeichnen. Doch nicht nur die Musik allein macht einen handfesten Broadway-Hit aus, sondern natürlich auch die Handlung: Gregory Maguire lieferte die Romanvorlage zu "Wicked" mit dem Untertitel "The Life And Times Of The Wicked Witch Of The West".
Erfahrene Musicalveteranen werden bei der bösen Hexe des Westens natürlich sofort an das grüne Monster mit ihren fliegenden Affen aus dem Klassiker "Der Zauberer von Oz" denken, die durch Dorothys Eingreifen mit einem Eimer Wasser buchstäblich dahingeschmolzen ist.
Doch war die böse Hexe wirklich so böse wie der Zauberer von Oz immer behauptet hat?
Warum war sie so versessen auf Dorothys rote Slipper, die sie von G(a)linda, der guten Fee des Nordens , geschenkt bekam, nachdem Dorothys Haus auf die Hexe des Ostens - der Schwester der Hexe des Westens - gefallen war und so die unterdrückten(?) Munschkin-Zwerge befreit hat?
Denn wie im richtigen Leben trügt der äussere Schein so oft: Elphaba oder Elfie - so der Name der nach dem Genuss eines zwielichtigen Liebeselexiers von Mamma Melana leider mit grüner Hautfarbe geborene Mädchen, hat es nicht leicht auf der Hochschule von Shiz, weil sie nun mal anders ist und auf gruftig-schwarze Klamotten steht. Ihre Zimmerpartnerin Galinda, versnopt und mit Barbiekleidern immer im Mittelpunkt des (männlichen) Interesses, hat es anfangs auch nicht leicht, ihren guten Ruf in Elfies Anwesenheit zu wahren. Doch die erste Liebe schweisst die Mädels schnell als beste Freundinnen zusammen, selbst als Elfies Schwester Nessarose ebenfalls an der Schule aufgenommen wird, die ohne Arme geboren auch nicht gerade unter die Kategorie "normal" fällt.
Aber Elfie hat gar nicht so sehr die jungen Männer im Sinn, sondern interessiert sich vielmehr für die Naturwissenschaften und ihr Biologie-Lehrer, Doktor Dillamond (seines Zeichens ein ZIEGENBOCK) hat interessante Theorien zum Unterschied von TIEREN (die sprechenden Exemplare mit Seele) und Tieren (den dummen Schafen, die auch schon mal für ein Festbankett geschlachtet eine nette Mahlzeit abgeben) aufgestellt. Doch die TIERE verschwinden langsam unter der neuen Herrschaft des tyrannischen Zauberers von Oz, der die kindliche Kaiserin mit seinem Ballon glatt vom Thron verstossen hat.
Kurz vor seinem Durchbruch wird Doktor Dillamond plötzlich brutal ermordet. Galindas Nanny war Zeuge des Verbrechens, doch faselt sie nur noch unverständliches Zeug zu unbelebten Gegenständen. Und so machen sich Elfie und & Co. daran, die verschwörerischen Machenschaften im Lande Oz aufzuklären: was hat Schulleiterin Madame Morrible mit ihrem unbeseelten mechanischen Tick-Tock Diener mit dem Mord zu tun? Oder geht es sogar um weiterreichende politische Intrigen, die Elfie als Freiheitskämpferin erst viele Jahre später aufdecken kann?
Was zunächst wie ein neuer Harry-Potter-Roman beginnen mag, ist alles andere als ein leicht zu lesender Kinderroman. Autor Gregory Maguire wurde nicht umsonst von Kritikern zu seinem "Fantasy-Politik-Thriller mit Psychologiestudie" beglückwünscht, der "seinen Platz zwischen "Der Hobbit" und "Alice im Wunderland" redlich verdient hat. Ohne von der Urgeschichte von Oz abzuschweifen, erzählt Maguire eine faszinierende Vorgeschichte voller Magie und überraschender Wendungen, gewürzt mit einer gehörigen Portion Humor und Sex.
Doch als leichte Kost für den kleinen Lesehunger zwischendurch ist "Wicked" eben nicht geeignet: durch das hohe Niveau des Stoffes und die blumige Erzählweise ist der 406 seitige englische Roman mit seinen vielen ausschmückenden, ungewöhnlichen Vokabeln für den Durchschnittsdeutschen mit Schulenglischkenntnissen ohne Wörterbuch nur schleppend zu verstehen.
Trotzdem sollte man sich den Lesespass nicht verderben lassen: "Wicked" im Original hat wesentlich mehr Tiefganz zu bieten als das Broadway-Musical, für das der Stoff wesentlich vereinfacht werden musste.


Xanadu
Xanadu
DVD ~ Olivia Newton-John
Preis: EUR 5,97

18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Träume werden wahr, 11. Juli 2004
Rezension bezieht sich auf: Xanadu (DVD)
Xanadu - ein mystischer Freudentempel, den Kublai-Kahn errichten liess. Xanadu - der Traum von einem modernen Tanzpalast, den der brotlose Künstler Sonny mit dem Ex-Klarinettisten Danny teilt. Xanadu - die romantische Musicalikone der 80er Jahre mit der Musik von E.L.O., die sich stolze 4 Monate in den Top 20 halten konnte, und einer im wahrsten Sinne bezaubernden Oliva Newton-John, die als Muse Kira bei der Erfüllung von Träumen behilflich ist.
Titel wie "Magic", "All Over The World", "Whenever You're Away From Me", "Suddenly" und natürlich der Titelsong "Xanadu" schaffen es damals wie heute, völlig unterschiedliche Musikrichtungen zu vereinen und somit einem Publikum von Jung bis Alt gleich mehrere Ohrwürmer schmackhaft zu machen. So brachte mich dieser Film damals mehr als "Grease", "Saturday Night Fever" oder "Flashdance" zum Musical. Vielleicht war es nicht nur die abwechslungsreiche Musik, die ich nach all den Jahren immer noch problemlos mitsingen kann, oder die herrlich choreographierten Tanzszenen mit einem gealterten, aber immer noch nicht alten Gene Kelly, der immer noch sein unvergessliches "Singin'In The Rain"-Lächeln spielen lässt, sondern auch die sehr simple Liebesgeschichte zwischen einem Träumer und seiner inspirierenden Muse, die diesen Film zu einem unvergesslichen Meisterwerk werden lassen.
Eigentlich ist die Handlung schnell erzählt: Die Muse Kira (Olivia Newton-John) kommt mit ihren Schwestern auf die Erde, um zwei völlig unterschiedliche Männer zu inspirieren. Da ist der Maler Sonny (Michael Beck), der Plattencover zu Werbezwecken vergrössert, aber eigentlich etwas wirklich "Grosses" erschaffen möchte. Und ein ewig trauriger Klarinettenspieler Danny (Gene Kelly), der einmal unglücklich verliebt war und danach seine erfolgreiche Karriere an den Nagel gehängt hat. Beide werden durch Muse Kira zusammengebracht und entwickeln einen Traum von einer Disco. Und auch wenn der Eine an E-Gitarren und Hardrock, der Andere an Steppschuhe und Big Band denkt, verschmelzen mit Kiras Hilfe beide Ideen zu einem innovativen Rollschuh-Tanzpalast. Danny erinnert Kira an seine längst vergessene Liebe, während Sonny sich im Jetzt in die göttliche Muse verliebt. Doch Pappa Zeus beordert Kira nach getaner Arbeit in den flirrenden Olymp zurück, oder kann Gattin Hera ihn doch noch überreden, Kira zur Eröffnungsfeier von Xanadu auftreten zu lassen - nur für einen Augenblick oder für die Ewigkeit...?
Endlich ist dieser verrückte Musicalklassiker im typisch-schrill-glamurös-kitschigen Neon-Look der 80er Jahre auf DVD erschienen und das ist für viele Fans sicherlich ein Gewinn. Leider sieht man dem kunterbunten Bild manchmal mit Fusseln und kleinen Kratzern durchaus sein Alter an. Auch der Ton bleibt im Original in Dolby Surround, in den deutschen und französischen Synchronfassungen leider nur in flachem Stereo echt "antik". Doch auch wenn nicht alles in modern-brillanter DVD-Qualität erstrahlt und sich das Bonusmaterial auf einen Kinotrailer reduziert, kann dieser Klassiker immer noch - und immer wieder - für sich einnehmen.
Es lebe Xanadu!


Singin' in the Rain
Singin' in the Rain
DVD ~ Gene Kelly
Wird angeboten von Flohpreis
Preis: EUR 17,97

11 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Alles nur Mono-Ton, 21. Mai 2004
Rezension bezieht sich auf: Singin' in the Rain (DVD)
Der Musical-Klassiker "Singin' In The Rain" mit Gene Kelly wartet mit einer der bekanntesten Filmszenen der Kinogeschichte auf, denn wer kennt nicht den frischverliebten Traumtänzer, der in strömendem Regen putzmunter durch die tiefen Pfützen springt, mit seinem Schirm tanzt und ein Liedchen trällert?
Aber um was ging es denn noch gleich im restlichen Film? Hollywood feiert sein Traumpaar Lina Lamont und Don Lockwood. Doch der aufkommende Tonfilm macht den Stars einen Strich durch die Rechnung, ist die Stimme der verführerischen Lina statt erotisch-lasziv doch eher piepsig-schrill. Wie gut, daß es da noch die Tänzerin Kathy Selden gibt, die sich auf Umwegen in Don verliebt und nebenbei Lina ihre angenehme Stimme leiht und damit den neuen Film der Stars rettet. Erst eine Live-Präsentation der rivalisierenden Frauen vor Publikum rettet das glückliche Finale.
Die selbstironische Story ist trotz des betagten Films von 1952 immer noch unterhaltsam, Gene Kelly's Choreographie eine Augenweide und die Songs frisch und spritzig. Leider liegt der Film auch in der DVD-Fassung im Original vor, d.h. 4:3-Bild, leicht verwaschene Farben mit kleineren drop-outs und einem (grauenhaft schlechten) Mono-Ton! Hier wäre eine digitale Überarbeitung des Filmmaterials, wie bei "My Fair Lady" oder "Camelot" dringend erforderlich gewesen! Außer den 21 Untertiteln und 3 Sprachversionen bietet die DVD auch keine weiteren Extras. So wäre es doch nett gewesen, zu erfahren, daß Debbie Reynolds, die in der Filmhandlung Jean Hagen synchronisiert, von eben dieser real in der Schlüsselszene selbst synchronisiert wurde, da Debbies Stimme den "echten" Produzenten zu texanisch klang und Jean im wirklichen Leben eine natürlich- kultivierte Stimme besaß (aus gleichem Grunde lieh Betty Noyes auch Debbie Reynolds ihre Gesangsstimme) - Hooray For Hollywood!
Fazit: Ein großer Musical-Klassiker im antik-überholten Technik-Gewand ohne jegliche Extras.


Die Frau in Weiß: Roman
Die Frau in Weiß: Roman
von Wilkie Collins
  Taschenbuch

3 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vorlage zum neusten Webber-Musical, 7. März 2004
Rezension bezieht sich auf: Die Frau in Weiß: Roman (Taschenbuch)
Im September 2004 wird Sir Andrew Lloyd Webbers neues Musical "The Woman In White" seine Londoner Premiere im Palace Theatre im West End feiern. 18 Jahre nach seinem sensationellen Erfolg als DAS "Phantom der Oper" kehrt (nach seinem katastrophalen Flop als Graf von Krolock in der amerikanischen Adaption vom "Tanz der Vampire" am Broadway) Michael Crawford als charismatischer, italienischer Lord Fosco zurück. An seiner Seite spielt Maria Friedman, die zuletzt ihren dritten Oliver-Award für ihre Rolle in "Ragtime" erhielt, die weibliche Heldin Marian.
Interessante Neuigkeiten für einen eingefleischten Musicalfan wie mich, der dann natürlich wissen wollte, worum es in dem neuen Webber-Musical eigentlich geht:
Der Zeichenlehrer Walter Hartright begegnet auf einem Spaziergang der geistig verwirrten Anne Catherick, deren Spleen weiße Gewänder sind. Er hilft ihr, sich vor ihren Verfolgern aus der Irrenanstalt zu verstecken, doch nach dem Ablenkungsmanöver ist die Frau in Weiß verschwunden.
Walters neue Anstellung führt ihn auf das Gut Limmeridge, wo er Laura Fairlie das Zeichnen beibringen soll. Laura sieht der Frau in Weiß extrem ähnlich und schon nach kurzer Zeit verlieben sich die beiden. Doch Laura ist bereits mit Sir Percifal Glyde verlobt, der sie - total verschuldet - nur wegen ihres Geldes heiraten will. Die Frau in Weiß erscheint auf Limmeridge und warnt zusammenhanglos vor Sir Percifal. Walter erträgt die Hochzeitsvorbereitungen nicht und reist schliesslich ab.
Nach der Heirat mit Sir Percifal gerät Laura mit ihrer Halbschwester Marian immer tiefer in die dunklen Machenschaften ihres neuen Gatten. Glydes Busenfreund, der fette Italiener Lord Fosco, schmiedet einen teuflischen Plan, um an Lauras Vermögen zu gelangen: ihm gelingt ein raffinierter Tausch der Identitäten von Anne Catherick und Laura Farlie. Als die geistesgestörte Anne als Laura in London an einem Herzanfall stirbt, wird sie als Lady Glyde beerdigt. Die wahre Laura ist längst ins Irrenhaus als Anne eingewiesen worden.
Die tatkräftige Marian will mit der Hilfe des zurückgekehrten Walters ihre Halbschwester befreien und das böse Komplott aufdecken. Doch es scheint so, als ob der raffinierte Lord Fosco jeden Schritt von Marian und Walter voraussieht und immer neue Pläne schiedet, um das Verbrechen zu vertuscheln...
Wilkie Collins (1824-1889) schrieb die Romanvorlage "Die Frau in Weiß" 1860 als Fortsetzungsgeschichte in Dickens Zeitschrift "All The Year Round" und galt damit neben Arthur Conan R Doyle als Erfinder des modernen englischen Detektivromans. Als gothische Novelle erzählt Collins in verschachtelter Tagebuchstruktur seine Geschichte gleich aus unterschiedlicher Sicht mehrerer Hauptcharaktere. Ohne allwissenden Erzähler erlebt der Leser das mysteriöse, verbrecherische Geschehen immer aus der Sicht einer bestimmten Person mit all ihren (manchmal sogar in die Irre führenden falschen) Schlüssen. Collins gibt jeder Figur sogar seine eigene Sprache - natürlich im angestaubten Stil des 19. Jahrhunderts, was zur heutigen Zeit unweigerlich zum Schmunzeln verleitet.
Die Story beruht aus einer "wahren" Begebenheit des Autors, der in Begleitung seines Bruders und des Malers John Millais 1858 einer Frau in weißem Kleid begegnete, die aus einer Villa geflüchtet war, in der sie mit magnetischen Kräften festgehalten wurde. Diese Frau - Caroline Graves war anschliessend für 30 Jahre die Lebensgefährtin des Autors...
Fazit: Ein spannender, mystischer Thriller - ich bin auf die Umsetzung für das Musical-Theater ebenso gespannt wie auf die Entlarvung von Fosco & Co.


Aida (Das Musical)
Aida (Das Musical)

4.0 von 5 Sternen Es fehlt "der letzte Kick"..., 22. Februar 2004
Rezension bezieht sich auf: Aida (Das Musical) (Audio CD)
Vier Monate nach dem Start der deutschen Version des Broadway-Hits im Essener Colosseum erschien nun die deutsche Cast-CD von Elton John's "AIDA". Und allen deutschen Musical-Fans, die die Show bisher noch nicht im Theater gesehen haben, sei gleich zu Beginn gesagt, dass die deutsche Aufnahme erst dann wirklich hörenswert wird, wenn man das Musical bereits gesehen hat. Ansonsten muss man sich die CD schon mehrmals anhören, um die ungewöhnliche Mischung aus Pop und Rock wirklich schätzen zu können. Anders als bei einem Webber-Musical, bei dem sich die eingängigen Ohrwürmer schon beim ersten Hören im Hirn einnisten, muss sich Elton John's Musik erst langsam einen Weg ins Musicalherz bahnen. Bei vielen Songs hat man das Gefühl, der Titel würde gleich richtig loslegen und seinen Höhepunkt erreichen, doch dann ist er vorher abrupt zu Ende.
Michael Kunze schrieb gleich zwei deutsche Übersetzungen: während sich die Erste peinlich genau an die amerikanische Vorlage hielt, war die Zweite eine freiere Interpretation der Story und eben diese Version wurde nach vielem Hin- und Herübersetzen schliesslich von Elton John und Tim Rice mit Begeisterung angenommen. Doch gerade diese Übersetzung ist es, die die deutsche "AIDA" zu einer interessanten Abwechslung im Musical-Allerlei macht, jedoch mit dem Nachteil, dass die deutschen Texte ungewöhnlich komplex wirken. Was der Storyline des Stückes im Theater sehr gut tut, ist dem heimischen Gebrauch nicht gerade zuträglich, denn oft ohne erkennbaren Refrain und gradlinigen Strophenaufbau eigen sich die Lieder eben nicht "mal eben zum Mitsingen", obwohl die gesamten Songtexte im reich bebilderten Booklet abgedruckt sind.
Hat man sich erst einmal in "AIDA" hineingehört, kann das Musical auch in der deutschen Version dann doch gefallen. Auch wenn der deutsche Cast hinter der amerikanischen Version zurückbleibt, kann man sich an die Stimmen der Darsteller schnell gewöhnen. Mit Maricel als Pharaohnentochter Amneris wird der Musicalfreak gleich zu Beginn keinerlei Probleme haben: wer einmal die gesungene Modenschau "Mein Sinn für Stil" gehört hat, wird die blonde Rockröhre gleich in sein Herz geschlossen haben. Florence Kasumba als Hauptakteur Aida hat es da schon schwerer, gegen die internationale, stimmstarke Konkurrenz anzusingen. Auch wenn nicht alle Töne ihrer schwierigen Partitur perfekt intoniert sind, passt der Stolz in Frau Kasumbas Stimme glänzend zur Rolle der versklavten Königstochter. An Mathias Edenborn Aussprache - insbesondere während der Dialogpassagen - wurde nach der Deutschlandpremiere viel gemeckert. Doch auf der CD wird nicht viel gesprochen und so kann man mit dem Akzent des Schweden als ägyptischer Thronfolger Radames durchaus leben. Überrascht hat mich mit seiner Hardrock-Stimme Kristian Vetter, der als böser Zoser seine Pläne ungeniert in die Tat umsetzt und dabei über Leichen geht.
Ähnlich wie bei den Darstellern, bleibt auch der Orchestersound etwas hinter den bisherigen Aufnahmen zurück, fehlt doch bei fast jedem Song "das gewisse Etwas" oder die imposante Fülle, die den Zuhörer eine Gänsehaut über den Rücken jagen würde. Wer eine Surroundanlage sein Eigen nennen kann, wird sich über die kristallklare Abmischung der Hauptakteure im Center-Lautsprecher freuen (was der Textverständlichkeit zu Gute kommt, das Orchester aber etwas flach klingen lässt), während die (viel zu seltenen) Chorsequenzen erfreulich räumlich erklingen (Gospel-Highlight "Die Sonne Nubiens" als Finale des ersten Aktes).
So wird die deutsche "AIDA" doch eine Bereicherung im CD-Regal, gerade weil das Genre Musical in Deutschland nach der Stella-Pleite immer noch ein gebranntes Kind ist und gute deutsche Musicalaufnahmen leider immer noch Mangelware sind...
Fazit: Erreicht nicht ganz internationales Niveau, kann sich aber nach Eingewöhnung hören lassen!


Poe: More Tales Of Mystery And Imagination
Poe: More Tales Of Mystery And Imagination
Preis: EUR 16,98

6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 1 Mio Euro für Poe und jeder Cent kann sich hören lassen, 23. November 2003
Musical-Diva Barbra Streisand entschuldigte sich einmal bei ihren Fans für die horrenden Eintrittspreise eines ihrer Wohltätigkeitskonzerte mit den Worten, dass jede Note, die sie singt, im Durchschnitt nur 50 Cent kosten würde und einige Noten sogar drei Dollar wert wären. Ob diese Rechnung auch für Eric Woolfsons neues Konzeptalbum "Poe" aufgeht, muss sich noch herausstellen, hat die Produktion dieser Musical-CD in den letzten sechs Jahren ein Budget von 1.000.000 Euro verschlungen.
Der ehemalige Kopf des Alan Parsons Project hat bereits langjährige Erfahrung im Bereich Musical und wer eins seiner Werke wie "Freudiana", "Gaudi" und "Gambler" bereits in Wien, Alsdorf, Köln oder Mönchengladbach auf der Bühne erleben konnte, der weiss, dass man sich bei Eric Woolfson auf hochwertige Qualität mit besonderem künstlerischen Anspruch freuen kann.
Die Idee, ein Musical über die Träume und Visionen des Dichters Edgar Allen Poe zu schreiben, existierte bereits in den 70`er Jahren in Woolfsons Kopf. 2 Jahre nach Gründung des "Alan Parsons Project" erschien 1976 das Album "Tales of Mystery and Imagination", an dem 300 Musiker teilnahmen und das sich weltweit über 8,5 Mio. Mal verkaufte. Kritiker wie Publikum waren gleichermassen von der perfekten Symbiose aus Rock und Sinfonie begeistert - technisch auf höchstem Niveau kam beim Grusel-Gothic-Song "The Raven" erstmals der digitale Vocoder zum Einsatz.
Und was damals begonnen wurde, wird jetzt konsequent weitergeführt: "Als ich vor fast 30 Jahren 'Tales of Mystery and Imagination' geschrieben und aufgenommen hatte, war mir sehr wohl bewusst, dass das Thema weit mehr hergibt, als ich zu dem damaligen Zeitpunkt erkundet hatte. Heute ist die Zeit reif, meinem alten Helden Edgar Allan Poe erneut einen Besuch abzustatten.", so Komponist Eric Woolfson. Er engagierte einen Chor von 80 Sängern, ein 40-köpfiges Orchester, den Musical-Star Steve Balsamo, der sich durch seine gefühlvolle Interpretation von Sir Andrew Lloyd Webbers "Jesus Christ Superstar" einen Namen gemacht hat, sowie exzellente Gastmusiker wie Laurena Cottle (Sting, Cher, Seal), Simon Chamberlain (Björk, Pet Shop Boys, Paul McCartney), Ralf Salmus (Madonna, Van Morrison, Mike Oldfield) und John Parricelli (Film "Corellis Mandoline"), um sein ehrgeiziges Projekt von damals fortzuführen.
„'Tales Of Mystery And Imagination' war der Anfang meiner musikalischen Karriere", sagt Woolfson, „trotzdem, oder vielleicht gerade deshalb, hatte ich oft das Gefühl, dass ich meine Idee zu einem Konzeptalbum über Edgar Allan Poe nicht konsequent zu Ende geführt habe und dass der beste Teil des Werkes noch aussteht. Diese Lücke habe ich nun, nach mehr als dreißig Jahren, mit diesem Album geschlossen. Es enthält drei von Poes Erzählungen und eines seiner Gedichte, aber auch Einblicke in Episoden seines Lebens. Ein Leben, das oft bizarrer und unheimlicher war als sein literarisches Werk."
Und musikalisch hat "Poe" einiges zu bieten: das opulente Werk ist irgendwo zwischen Musical und Rockoper angesiedelt, besticht durch die wogenden Klänge eines ganzen Symphonieorchesters, dem gewaltigen Chor und nicht zuletzt durch die schier unglaubliche Stimme von Ausnahmetalent Steve Balsamo, dessen Schlussakkorde sicherlich ebenfalls 3 Streisand-Dollar wert sind!
Nach instrumentaler Einführung "Angel Of The Odd" führt Steve Balsamo uns bei "Wings Of Eagles" gleich in die luftigen Höhe seiner Rock-Röhre, bevor es nach einer Überleitung, die direkt aus Dr. Chakov's Praxis bei "Freudiana" stammen könnte, hypnotisierend tickend in den souligen "Train Of Freedom" führt (da muss sich Poppa "Starlight Express" ernsthaft um Konkurrenz sorgen!). Wunderbar balladig und gefühlvoll geht es "Somewhere In The Audience" weiter, bis "The Bells" fast weihnachtliche Gefühle eines durch Schneegestöber rauschenden Schlittens erweckt. In bester Alan Parsons Manier geht es dann wesentlich härter im dreiteiligen "The Pit And The Pendulum" für die Freunde des Rocks weiter, das in "The Murders In The Rue Morgue" gipfelt, wobei sich Woolfson hier hörbar am reisserischen Ambiente von "Murder" in "Jekyll & Hyde" inspirieren liess. Der "Tiny Star" versöhnt dann erneut die Freunde lyrisch-leichter Balladen, bevor Woolfson bei "Goodbye To All That" alle Register bester Ohrwurm-Unterhaltung zieht: dieser Chor-Titel mit den überraschenden Country-Einlagen fesselte mich gleich von der ersten Note und kann nur vom Final-Song "Immortal" übertroffen werden, bei dem Steve Balsamo träumerisch-verschlafen im stimmigen Refrain erwacht und sich bis zur übermenschlichen Unsterblichkeit ins Herz des Zuhörers singt.
Tatsächlich ertappe ich mich immer wieder dabei, den CD-Player gleich mehrmals hintereinander mit den Titeln 11 und 12 zu programmieren!
Aufgenommen wurde "Poe - More Tales of Mystery and Imagination" im Studio 2 der legendären Abbey Road Studios, in dem auch schon die Beatles alle ihre Alben aufgenommen haben.
Für die Weltpremiere der Aufführung der CD am 5.-8. November 2003 hatten die Abbey Road Studios zum allerersten Mal in ihrer Geschichte zugestimmt, Studio One in eine Konzerthalle mit 300 Sitzen, Bühne, Licht und Soundsystem zu verwandeln.
Noch steht die Umsetzung für die Musicalbühne aus, doch nach diesem legendären Start kann man auf die "musical"ische Umsetzung gespannt sein!


Camelot [UK Import]
Camelot [UK Import]
DVD ~ Richard Harris
Wird angeboten von mecodu
Preis: EUR 4,38

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Klassischer Ritterstreifen mit netter Musik, 10. November 2003
Rezension bezieht sich auf: Camelot [UK Import] (DVD)
Vier Jahre nach dem sensationellen Erfolg von "My Fair Lady" brachten Frederik Loewe und Alan Jay Lerner 1960 das Musical "Camelot", basierend auf der Arthussage, am Broadway heraus. Das mit 4 Tony Awards ausgezeichnete Stück (u.a. für Richard Bruton als König Arthur) wurde 1967 mit Richard Harris, Vanessa Redgrave und Franco Nero opulent verfilmt (3 Oscars für Ausstattung, Kostüme und Musik). Das 3-Stunden-Epos wurde 1995 digital restauriert und mit neuem 5.1 Digitalton versehen.
Das in Deutschland relativ unbekannte Musical kann seine kompositorische Verwandtschaft zum Vorgänger "My Fair Lady" nicht verleugnen. Zwar gibt es nicht vergleichsweise viele Ohrwürmer, doch Songs, wie "Camelot", "The Simple Joy Of Maidenhood", "What Do The Simple Folk Do" oder "If Ever I Would Leave You" haben ein altmodisch-anheimelndes Flair, dem man sich nur schwer entziehen kann.
Grandios kann die digitale Bild- und Tonbearbeitung genannt werden. Der 5.1 AC3-Ton kommt in den Dialogen sauber und "lebhaft-frisch" herüber, wobei das Orchester in den Liedern detailreich und klar im ganzen Raum aufgelöst ist. Das anamamorphe 16.9 Bild ist scharf und farbenfroh braun.
Leider verfügt die DVD nur über den englischen Originalton mit englischen und arabischen (?) Untertiteln und weist ansonsten über keine weiteren Zusatzfunktionen auf.
Fazit: Klassisches Sagenepos mit gefälligen Songs a la "My Fair Lady" grandios restauriert ohne weiteren Schnickschnack (leider auch ohne deutsche Sprache bzw. Untertitel)


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