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Beiträge von Katrina
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Rezensionen verfasst von
Katrina
(TOP 500 REZENSENT)   

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Takla Makan, Schätze unter glühendem Sand, 1 Audio-CD (Abenteuer & Wissen)
Takla Makan, Schätze unter glühendem Sand, 1 Audio-CD (Abenteuer & Wissen)
von Maja Nielsen
  Audio CD

5.0 von 5 Sternen Spannend und lehrreich..., 11. April 2014
... was will man mehr? Das ist eine wirklich richtig gute CD für Kinder, bei der auch Erwachsene mit Gewinn mithören. Und was lernen. Ich wusste bis dahin von Sven Hedin nur, dass er ein schwedischer Forscher war. Die Berichte von seiner Durchquerung der Wüste Takla Makan und die Parallelerzählung von dem Forscher Bruno Baumann, der die Expedition 100 Jahre später wiederholt. Die Soundeffekte sind gut und passend, die Geschichte ist spannend und gut verständlich erzählt.
Es ist schon ein bisschen grausig zu hören, wie die Expeditionsteilnehmer und die Kamele in der Wüste verdursten und die letzten Überlebenden die Tiere schlachten, um wenigstens das Blut zum Trinken zu haben. Für zartbesaitete Kinder ist das deshalb eher nichts - das sollte man schon wissen, bevor man diese CD verschenkt.
Für ältere Kinder ist das aber ein tolles Geschenk.


Die Katze mit der Brille. Die schönsten Gutenachtgeschichten. DIE ZEIT Kinder Edition 03
Die Katze mit der Brille. Die schönsten Gutenachtgeschichten. DIE ZEIT Kinder Edition 03
von Jella Lepman
  Gebundene Ausgabe

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht zeitgemäß, rassistische Geschichte, 7. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dass ich als Verfechterin der "alten" Kinderliteratur, ich, die totale Retro-Leserin mal ein Buch als "nicht zeitgemäß" bewerten würden, hätte ich nie gedacht. Aber so ist es.
Wenn man die Debatte über Rassismus in der Kinderliteratur der letzten ein, zwei Jahre aufmerksam verfolgt hat, ist man schon noch mal stärker sensibilisiert für das Thema. Und während ich nach wie vor finde, dass es nicht schlimm ist, wenn bei der "Kleinen Hexe" von Otfried Preußler Kinder als "Chinesenmädchen und Eskimo" verkleidet zum Fasching gehen, finde ich das, was ich hier lese, richtig krass.
Also, "Vom Löwen der eine Kaffeegesellschaft geben wollte": "Und Mohrenköpfe? Ganz schnell telefonierte sie ins Dorf, dort waren nämlich gerade ein paar Negerkinder zu Besuch. Die kamen gern und dachten 'Auf dem Schloss wird es wohl sicher etwas Gutes zu essen geben.' Jedes Mohrenkind musste in die Küche kommen. Madame Nilpferd gab jedem ein Stück Kuchen und kleckste ihm eine große Portion Schlagsahne auf die schwarzen Kraushaare. Als die Gäste angekommen waren und auf den Kaffee warteten, da schickte Madame Nilpferd alle Negerkinder mit der Schlagsahne im Haar hinein. Gräfin Löwe war ganz entsetzt, denn natürlich wollte sie für ihre Gäste Kuchenmohrenköpfe haben und nicht kleine Negerjungen und kleine Negermädchen mit einer Perücke aus weißer Schlagsahne."

Die Idee, dass man Kindern (welcher Hautfarbe auch immer) widerspruchslos Schlagsahne ins Haar schmiert und sie als Kuchenstücke ausstaffiert, finde ich schon überhaupt nicht witzig. (Ich hab's probiert, aber ich konnte nicht lachen. Ich fand das komplett entwürdigend). Dass es aber auch noch kleine "Negerkinder" sind, macht das ganze nicht besser. Das ist ein Wort, das echt nicht mehr in Kinderbüchern auftauchen sollte. Und dann schon gar nicht so! Mit Negerkindern kann man so was machen...

Abgesehen davon glaube ich, dass die allerwenigsten Kinder wissen, was "Mohrenköpfe" sind. Und darum geht der ganze Witz - selbst wenn man Kinder mit Schlagsahne verschmiert lustig findet - an Kindern einfach vorbei. Diese Geschichte hätte man echt weglassen sollen. Das ist das erste.
Aber auch die meisten anderen Geschichten finde ich sehr betulich und häufig einfach langweilig.

Das ist traurig! Denn dieses Buch ist der zweite Band von Jella Lepmans Gute-Nacht-Geschichten-Sammlungen. Nach dem ersten Band "Die schönsten Gute-Nacht-Geschichten" suchen immer wieder Leute in den Diskussionsforen hier. Der ist traumhaft schön, obwohl mindestens genau so altmodisch. Die Geschichten sind süß zu lesen, machen auch Erwachsenen Spaß und sind frei von zweifelhaften Späßen. Warum es also ausgerechnet dieser zweite Band(es gibt auch noch einen dritte und vierten!) 2006 in die Zeit-Edition geschafft hat und nicht der erste, bleibt mir ein Rätsel. Ich wollte dieses Buch verschenken. Ich glaub, das lass ich lieber. Und wenn, dann nur mit der Bitte, die o.erwähnte Geschichte beim Vorlesen auszulassen. Ist aber auch blöde, oder?

Ich rate: lieber den ersten Band kaufen, wenn es ihn mal zu einem halbwegs akzeptablen Preis antiquarisch gibt.


Linnéa und die schnellste Bohne der Stadt
Linnéa und die schnellste Bohne der Stadt
von Christina Björk
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 12,45

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Perfektes Gärtner-Einsteigerbuch, 4. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die schnellste Bohne der Stadt habe ich als Kind mal zum Geburtstag bekommen. Es hat den Grundstein gelegt für eine seit Jahrzehnten anhaltende Gartenbegeisterung und eine intensive Beziehung zu Zimmerpflanzen. Es hat auch dazu geführt, dass ich viele weitere Gartenbücher gelesen habe, sehr viel weiß über Ableger, Keimlinge, Samen - über Dünger, Ungeziefer, das Gießen und und und.
Linnéa lebt mitten in Stockholm. Mit ihrem Nachbarn, dem pensionierten Gärtner Blümle, zieht sie Pflanzen aus Ablegern, Samen und Kernen. Alles ist so beschrieben, dass es Kinder ab 7-8 ganz gut selber lesen und nachmachen können. Für manche Dinge brauchen sie vielleicht etwas Hilfe.
Es gibt auch Kapitel mit Hintergrundwissen. Und solche, in denen man z.B. mit Kresse etwas zubereitet, aus Kernen ein Spiel bastelt oder eine "Erbsenolympiade" veranstaltet - und dabei lernt, wie das Keimen funktioniert.
Das Buch ist wunderhübsch illustriert, die Texte sind klug, und trotzdem kindgerecht. Es macht Spaß zu lesen. Es ist lehrreich und nicht langweilig. Es animiert zum Mit- und Nachmachen. Kurz: es vereint alles in sich, was ein gutes Kinder-Sachbuch ausmacht.
Mehr als dreißig Jahre nachdem ich es damals geschenkt bekam, habe ich jetzt ein neues Exemplar einer 8jährigen zum Geburtstag geschenkt. Die Freude und die Begeisterung scheinen ähnlich zu sein wie früher bei mir.
Das Buch ist heute so gut zu lesen und schön anzusehen wie vor dreißig Jahren. Ich empfehle es mit Nachdruck weiter.
Ein tolles, tolles Buch!
(die weiteren Bücher von Christina Björk und Lena Andersson sind übrigens genau so toll) Mehr von Linnéa und Blümle in "Linnéa im Garten des Malers" - hier fährt sie mit Blümle auf den Spuren von Claude Monet nach Paris.


Leserabe - Schulausgabe in Broschur: Nick Nase und der verschwundene Schlüssel
Leserabe - Schulausgabe in Broschur: Nick Nase und der verschwundene Schlüssel
von Marjorie Weinman Sharmat
  Broschiert
Preis: EUR 3,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erfolgreich lesen - mit Nick Nase, 4. April 2014
Mein Sohn ist in der zweiten Klasse und lehnt lesen mit der Begründung "zu anstrengend" ab. Ich probiere es immer mal wieder erfolglos mit Büchern, Comics und anderen gedruckten Texten. Heute war ich erfolgreich - mit Nick Nase. "Das ist nicht anstrengend, das macht Spaß" war die bahnbrechende Erkenntnis und er las mit Freude zehn Seiten am Stück. Wir bleiben dran!
Empfehlenswert, weil süß geschrieben, mit angenehmer Spannung, einfachen Wörtern aber trotzdem nicht blöden Texten. Das ist viel für ein Erstlesebuch!


Die Rettung der Wolfskinder
Die Rettung der Wolfskinder
von Linde von Keyserlingk
  Gebundene Ausgabe

4.0 von 5 Sternen Gutes Buch, aber, 24. März 2014
Das Buch handelt von einer Gruppe von acht Kindern aus verschiedenen Ländern Osteuropas. die nach dem 2. Weltkrieg zwei Jahre durch Europa vagabundieren, als Gruppe zusammenhalten, aus verschiedenen Gründen ihre Eltern verloren haben und die zu Beginn dieses Buches im rumänischen Donaudelta stranden.
Auf recht abenteuerlichem Weg kommen 5 von ihnen nach Amerika - ihr neues Leben gestaltet sich schwierig.

Das große ABER ist, wie dieses Buch gemacht ist. "Die Rettung der Wolfskinder" ist der zweite Band. Das habe ich nach der Lektüre hier bei amazon erfahren. Das erklärt vieles.
Ich habe mich die ersten hundert Seiten vor allem gefragt, wer diese Kinder genau sind und warum sie so wenig plastisch erscheinen. Ich konnte keins von ihnen richtig fassen bzw. mir irgendwie vorstellen. Sie waren immer nur "die Kinder".
Viel geholfen hätte ein kleines Personenverzeichnis am Anfang - wer ist wer, kommt woher, ist seit wann bei der Gruppe?
Fast noch hilfreicher wäre eine Landkarte gewesen, damit man nachvollziehen kann, welche Wege diese Kinder zurückgelegt haben und woher sie ursprünglich kamen.
Das hier ist ein Jugendbuch. Kein 12-14jähriger kann das geographisch problemlos nachvollziehen.
Auch wäre schon sehr hilfreich gewesen, die Sprachenfrage ein bisschen mehr zu erklären: wer spricht wie, warum? Warum sprechen die einen plötzlich deutsch? Warum spricht man in Rumänien auch Russisch? Und und und.
Ein Buch mit einer so schwierigen Thematik für Kinder und Jugendliche sollte auch erklären.
Im Internet habe ich auch gefunden, dass die Autorin Psychologin ist und mit Wolfskindern gearbeitet hat. Hätte es nicht auch ein paar biographische Angaben zu ihr ins Buch schaffen können?

In meiner Kindheit habe ich gerne Bücher von dtv gelesen. Die hatten immer ein paar Worte zum Autoren/zur Autorin vorne im Buch. Und in den Büchern mit Geschichtsbezug, z.B. von An Rutgers, gab es auch genau solche Erklärungen, die man hier wirklich vermisst.
Ich finde, vieles in diesem Buch erklärt sich in keinster Weise von selber und lässt sogar mich als erwachsenen Leser etwas ratlos zurück.

Und - weil das ja der zweite Band ist: hätte das nicht mal irgendwo im Buch erwähnt sein können? Wenigstens als kleiner Hinweis?
Noch schöner wäre ja eine kurze Zusammenfassung des ersten Bandes am Anfang gewesen.

Ach ja, zu diesem Buch: es ist, nach einem etwas schwierigen Einstieg, sehr spannend zu lesen. Und auch sehr berührend, wie die Kinder in Amerika erst komplett gegen die Wand fahren und wie es dann doch besser wird in ihrem Leben - und warum. Dass die Autorin Psychologin ist, merkt man jedenfalls immer wieder. Und ich finde, sie beschreibt und erklärt vieles, was den Erwachsenen an den Kinder merkwürdig vorkommt, sehr sehr gut und nachvollziehbar.

Also: schon ein gutes Buch. Aber den ersten Teil sollte man auf jeden Fall zuerst lesen. Dann versteht man sicher diesen hier auch besser.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 6, 2015 3:09 PM CET


Abenteuer & Wissen: Jack London. Der letzte Goldrausch
Abenteuer & Wissen: Jack London. Der letzte Goldrausch
von Maja Nielsen
  Audio CD
Preis: EUR 9,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannend, aber nicht ganz rund, 21. März 2014
Dies ist die erste Abenteuer&Wissen-CD, die ich gehört habe. Ich hatte sie der Thematik wegen ausgeliehen und auch, weil ich die vielen anderen spannenden Themen gesehen habe, die es noch zu hören gibt. Dies war also sozusagen der 1. Produkttest.

Die CD ist sehr gut gemacht, finde ich. Sie ist professionell und trotzdem kindgerecht erzählt. Man erfährt viel über Jack London und auch über die Goldgräber am Yukon in Alaska und den großen Goldrausch am Ende des 19. Jahrhunderts. Ich ziehen einen Stern ab, weil die immer wieder damit verknüpfte Geschichte der Hundeschlittenfahrerin Silvia Furtwängler aus dem Allgäu, die auch irgendwann an den Yukon kommt, um dort Husky-Rennen zu fahren, mich ehrlich gesagt nicht nur nicht interessiert, sondern eher genervt hat.
Waren hier die angenehmen Stimmen, der gut zu hörende Text über London und den Goldrausch, kamen mir diese Passagen über Furtwängler eher wie ein Hörbuch aus der Brigitte-Serie "Starke Frauen" vor: weder kindgerecht noch passend. Sondern vielmehr wie eine Unterbrechnung des Eigentlichen. Schade.
Das, was ich über Jack London erfahren habe, war interessant. Auch hier ein wenig schade, dass nur aus einem seiner vielen Werke immer wieder zitiert wurde. Hätte durchaus gepasst, hier wenigstens noch ein paar andere Bücher zu erwähnen.

Alles in allem gut, spannend, interessant, aber nicht ganz rund. Ich geb der Serie aber noch viele Chancen und bin gespannt auf weitere Folgen.


Deutschland misshandelt seine Kinder
Deutschland misshandelt seine Kinder
von Michael Tsokos
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen wichtiges Buch, Elternsicht fehlt, 13. März 2014
Elternsicht fehlt? Bei Eltern, die ihre Kinder misshandeln????
Also: ich finde, dies ist ein wichtiges Buch. Weil es erklärt, dass Kindesmisshandlung viel, viel öfter vorkommt, als die allermeisten Menschen es sich vorstellen können. Weil es dazu aufruft, wachsam zu sein, nicht wegzusehen, sondern vielmehr sehr praktische Hinweise gibt, woran man Misshandlung erkennt und wohin man sich bei begründetem Verdacht wenden kann.
Es gibt sehr viele Beispiele aus der rechtsmedizinischen Praxis, klärt über die Zusammenarbeit von Kliniken, Ärzten, Jugendämtern, Familienhelfern und Justiz auf und und und.
Gerade dieses "Das kann ich mir nicht vorstellen, dass diese netten Menschen ihrem Kind so was antun", sollte einem sehr zu denken geben. Denn hier sieht man die eigenen Vorurteile: gebildete wohlhabende Menschen tun so etwas nicht, Es kann nicht sein, was nicht sein darf.
Ich finde es sehr gut, dass es klare Verhaltensregeln gibt: wohin wendet man sich, wenn man einen Verdacht hat? Warum ist es sinnvoll und wichtig, Anzeige zu erstatten? Wer sind die Akteure im Jugendschutz und wer tut eigentlich was?
Das Buch plädiert für häufigeres Herausnehmen von Kindern aus Problemfamilien und vertritt vehement die These, dass die leiblichen Eltern nicht in jedem Fall die besten Betreuer für ein Kind sind.
Die Sprache ist einfach, aber nicht dümmlich. Das Buch ist so geschrieben, dass auch Menschen, die nicht täglich Fachliteratur lesen, verstehen, was dort steht und nicht die Lust am Weiterlesen verlieren, weil das Buch zu kompliziert ist.

Was hat mich gestört? Mich hat gestört, dass das Buch nur sehr ansatzweise erklärt, was Eltern dazu bringt, ihre Kinder zu malträtieren. Es gibt diejenigen, die selber als Kind Gewalt erfahren haben und diese dann an ihre Kinder weiter geben. Es gibt aber nur sehr wenige Menschen in diesem Buch, die andere Gründe oder Motive haben. Die Eltern kommen hier wenig vor.
Und wenn, dann fast ausschließlich Unterschichteltern. Die wenigen anderen werden zwar auch als Beispiele gebracht, aber man erfährt wenig von ihnen, außer, dass sie das besser vertuschen können als die armen Leute. So bleibt vor allem hängen, dass es "die Unterschicht" ist, die so etwas tut. Und das finde ich schade, besser: eine vertane Chance. Denn eigentlich geht es ja genau darum in diesem Buch: dass Akademiker öfter freigesprochen bzw. gar nicht erst verklagt werden, weil alle Beteiligten sagen, bei "solchen Leuten" könne das doch gar nicht sein.
Doch, und darum wären ein paar mehr Beispiele gut gewesen. Und dann hätte man auch erklären müssen, warum Menschen, die vielleicht als Kind selber keine Gewalt erlebt haben, ihren Kinder so etwas antun. Dann würde man vielleicht selber auch noch mehr hinschauen - und nicht nur auf die Kinder, sondern auch eher erkennen, wenn Eltern am Limit sind - und wie und ob man ihnen helfen könnte, BEVOR sie ihren Kindern schlimmste Verletzungen zufügen.

Ansonsten bin ich sehr froh, dieses Buch gelesen zu haben, weil ich denke, dass ich dadurch deutlich sensibler für die Problematik geworden bin und sicher bei vielen Gelegenheiten einmal mehr hinsehen werde.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 7, 2014 8:30 AM MEST


Die Eisenbahnkinder (insel taschenbuch)
Die Eisenbahnkinder (insel taschenbuch)
von Edith Nesbit
  Taschenbuch

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sechs Sterne, 4. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Was für ein tolles Buch!!! Jeden Abend freu ich mich schon auf das nächste Kapitel, das ich meinem Sohn vorlesen kann und es wird traurig, wenn wir da Buch bald durchhaben.
Peter, Phyllis und Roberta leben ein gemütliches Leben reicher Kinder in London, mit Mama, Papa und Hausangestellten - als eines Abends zwei Herren kommen und ihren Vater mitnehmen.
Wohin, warum - darüber wird mit den Kindern nicht gesprochen. Bald wird alles anders. Die drei ziehen mit ihrer Mutter in ein einsames Haus auf dem Land, das Geld ist knapp, zur Schule gehen sie nicht mehr. Einzige Abwechslung ist die Eisenbahn, die mehrmals täglich vorbei kommt, der kleine Bahnhof mit seinen wenigen Angestellten und die wenigen Nachbarn im entfernten Dorf.
Klingt langweilig? Falsch! Es ist spannend, weil immer dieses unbewusste Unsichere ist - alles könnte schön sein, wenn... ja, wenn man das Geheimnis um den Vater lüften könnte. Die Kinder verändern sich, das Leben bekommt einen neuen Rhythmus, es gibt viele menschliche Begegnungen und Beziehungen, die aller Leben reicher machen. Und die Sprache allein macht das Buch zu einem traumhaften Lese-Erlebnis. Mein Achtjähriger ist begeistert. Ich bin es auch.
Hundert Jahre alt - immer noch große KLasse!


Der geheime Garten. GEOlino Bibliothek
Der geheime Garten. GEOlino Bibliothek
von Frances Hodgson Burnett
  Gebundene Ausgabe

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gekürzte Fassung, 1. März 2014
Ich wollte das Buch schon lange mal lesen. Jetzt hab ich in der Bücherei diese Geolino-Ausgabe gefunden. Vom Inhalt her fand ich die Geschichte wunderbar. Aber ich hatte schon beim Lesen das Gefühl, dass dies eine gekürzte Fassung sei. Als ich dann im Laden mal eine andere Ausgabe gefunden und Stellen, die ich mir gemerkt hatte, quergelesen habe, stellte ich fest: stimmt, hier fehlen Teile. Ich weiß nicht wie viele. Aber ich weiß, dass an keiner Stelle in diesem Buch steht (weder im Impressum noch auf dem Umschlag, auch in keinem Vorwort o.ä.), dass dies eine gekürzte Fassung des Kinderbuchklassikers ist.
Dafür gibt es sofort zwei Punkte Abzug.
Ich hätte dieses Buch nicht gelesen, wenn ich das vorher gewusst hätte.
Für Kinder, die nicht so viel Geduld für lange Bücher haben, ist das eine spannende Geschichte. Aber ich werde mir jetzt die Langfassung besorgen. Komisch, dass ausgerechnet das bildungsbeflissene Geolino sowas macht.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 7, 2015 9:21 PM CET


SOS Kinderseele: Was die emotionale und soziale Entwicklung unserer Kinder gefährdet -  - und was wir dagegen tun können
SOS Kinderseele: Was die emotionale und soziale Entwicklung unserer Kinder gefährdet - - und was wir dagegen tun können
von Michael Winterhoff
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,99

24 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Seltsames Buch, 25. Februar 2014
Ich stehe etwas ratlos da nach der Lektüre dieses Buches. Zwar kann ich einerseits verstehen, wie ein Autor zu einem Thema, das doch sehr viele Menschen direkt anspricht und betrifft, etwas schreibt, das sich - auch aufgrund des sehr einfachen, redundanten Schreibstils - locker runterliest und darum als Bestseller verkauft. Andererseits ist mir unbegreiflich, wie ein Mensch mit Hochschulbildung und sicherlich langjähriger fachlicher Praxis ein dermaßen schlechtes Buch produzieren kann.

Der Inhalt dieses Buches ließe sich problemlos in einem zwei-, dreiseitigen Fachaufsatz unterbringen. Klar, das könnte man dann allerdings nicht so gut verkaufen. Deshalb muss es also ein Buch werden, mit einem reißerischen Titel und in einfachen, sich variiert immer wiederholenden Sätzen, bei denen man sehr schnell den Faden verliert. Mehrfach hatte ich kein Lesezeichen dabei und wusste dann oft nicht mehr, ob ich eine Stelle schon mal gelesen hatte oder ob dies nur die x. Wiederholung eines Themas war.
Die Zitate im dem Autorentext - sind das Briefe an den Autor? hat er das irgendwo gelesen? - sind alle im gleichen Stil wie das Buch geschrieben, das hat mich einigermaßen befremdet.

Winterhoff verweist auch wieder und wieder auf seine eigenen Bücher: "Wie ich in dem Buch "A" schon geschrieben habe", "diese These habe ich in meinem Buch "B" ja schon erklärt". Irgendwie ein bisschen wie so eine Dauerwerbesendung im Fernsehen.

Worum geht es? "Viel mehr Kinder" sind "seit Mitte der 90er Jahre" (Warum ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt? Das wird nirgends zu begründen oder zu ergründen versucht.) verhaltensauffälliger und nicht mehr wirklich in der Lage, dem Schulunterricht, bzw. Anweisungen von Eltern und Lehrern zu folgen. Sie manipulieren und lenken die Erwachsenen, sollten aber umgekehrt von diesen gelenkt und angeleitet werden. Das liegt laut W. daran, dass viele Kinder auf dem geistigen Niveau von Anderthalbjährigen stehen geblieben sind. Also ist ihr Fehlverhalten kein böser Wille. Sie können keine Einsicht haben, weil sie dazu emotional nicht in der Lage sind. Also müssen sie "nachreifen".
Diese Aussagen werden immer und immer wiederholt.

Mehr als einmal habe ich mich beim Lesen gefragt, ob mein Kind dazu gehört. Er kommt mir emotional völlig altersgemäß entwickelt vor, ich habe auch nicht den Eindruck, dass er den Anweisungen von Lehrern, Erziehern und Trainern nicht Folge leisten könnte. Auch haben wir zu Hause keine dauernden Streitereien.Aber natürlich widersetzt er sich, wenn ihm etwas nicht passt. Er ist acht und lässt sich nicht alles gefallen.So wie mir wird es vielen Eltern gehen, die dieses Buch lesen, das einem suggeriert, dass Kinder heute ein Problem haben. Ist es sinnvoll, ein Buch zu schreiben, das alle irgendwie anspricht und folglich alle irgendwie verunsichert?

Dieses Problem der Kinder können auch Eltern nicht wirklich lösen, jedenfalls gibt das Buch so gut wie keine Lösungsansätze für Eltern, außer, dass sie "Ruhe reinbringen" sollen, was man z.B. bei W. in der Praxis lernt.

Lösen können dieses Problem Erzieherinnen (weiblich) und Lehrer (auch Männer ...), und vor allem Politiker, die - so W. - etwas ändern müssen und sich alle den modernen Unterrichtsformen (s.u.) widersetzen sollten und schon im Kindergarten Kinder auf die Schule vorbereiten sollten.

Was sind "Moderne Unterrichtsformen"? W. ist gegen offene Lernkonzepte, gegen Gruppenunterricht und Projekte und es werden dazu skurrile Beispiele gebracht. All diese Dinge, die er hier kritisiert, wie "Lesen durch Schreiben", "Lerntheken", "Lernangebote" etc. gibt es sicherlich. Und es gibt sicherlich auch noch viele andere, nicht wirklich gut durchdachte Dinge in Deutschlands unübersichtlicher Bildungslandschaft. Aber: es gibt auch ganz anderes. Das fällt hier im Buch irgendwie ziemlich hinten runter. Es kommt einem beim Lesen so vor, als gäbe es republikweit nur völlig absurde moderne Unterrichtsformen, von denen man schon bei der Lektüre erkennt, dass das alles nicht funktionieren kann.
Wenn man selber Kinder im Grundschulalter hat oder kennt, hat man - so wie ich - aber vielleicht auch die Erfahrung gemacht, dass es Schulen gibt, an denen es diese "modernen" Unterricht gar nicht gibt.

Ich zweifle an, dass Unterrichtsformen wie die hier angeprangerten allein daran schuld sind, dass Kinder sich nicht sozialkompatibel verhalten.

Laut Winterhoff hat Unterricht wie folgt zu sein: Frontalunterricht, alle Pulte stehen in die gleiche Richtung und der Lehrer spricht
Ich glaube nicht, dass die Rückkehr zu dieser Unterrichtsform das Allheilmittel.

Ich habe mich gefragt, wie ich es geschafft haben, in der staatlichen Grundschule, in die ich Mitte der 1970er Jahre eingeschult wurde, so erfolgreich zu sein, trotz Gruppentischen, Projektunterricht und einer Klassengröße von 32 Kindern. (alles das, was Winterhoff als Ursache für das hier kritisierte Verhalten von Kindern anführt). Wie haben wir Rechtschreibung, Rechnen und Lesen gelernt? Denn wir haben es gelernt. Und wie haben unsere Lehrer es geschafft, dass wir nicht ständig den Unterricht störten? Dass wir alle irgendwann lesen, schreiben und rechnen konnten, singen und turnen, basteln, nähen, malen und werken.
Warum ist keiner von uns verhaltensauffällig gewesen? Warum haben wir alle Schulabschlüsse geschafft, Berufe erlernt, Studien abgeschlossen?

Ich bin mir fast sicher: es ist nicht die "moderne" Schule, die Kinder so macht, wie Winterhoff es kritisiert. Es ist ein Konglomerat von Gründen. Aber das Buch lässt einen mit Erkenntnissen allein: Kinder werden immer schwieriger. Meins vielleicht auch? Ich selber kann nur irgendwie "Ruhe" reinbringen. Alle anderen müssen Dinge ändern. Schultunterricht muss wieder sein wie bis zu Beginn der 1970er Jahre. Und dann wird das wieder. Das ist eine komische gedankliche Mischung. Die alle verunsichert und keinem hilft, weil sie keinem Betroffenen einen wirklichen Lösungsansatz gibt. Außer vielleicht dem, dass man mit dem Kind zu einem Therapeuten sollte, so lange sich "die Schule" noch nicht geändert hat. Ich halte das für unlauter.

Ich bin mir sicher, dass Michael Winterhoff ein guter Therapeut sein kann. Das mit den Büchern hingegen war keine gute Idee. Es sind Bücher, die lesende Eltern verunsichern, ihnen aber keinerlei Hilfe sein können, denn der Autor gibt wenig von sich, was Eltern hilft. Lehrer, Erzieher und Politiker müssen verändern. Super. Und als Eltern bleibt einem dann abzuwarten, bis die es tun?

Was bleibt? Den Eltern die Möglichkeit, ihre Unzufriedenheit mit ihren Kindern dem System zuzuschieben - und dies fördert sicherlich keine positive Beziehung, sondern vertieft den Graben zwischen Elternhaus und Schule.
Sätze wie "Bereits während der Ausbildung muss deshalb vermittelt werden, dass Pädagogen in Kindergärten und Schulen "Entwicklungshelfer" sein müssen. Nur so kann die Verantwortung für die emotionale Entwicklung der Kinder dort verbleiben, wo sie auch tatsächlich hingehört: in Kindergärten udn Schulen" machen mir Angst.

Ich möchte auf jeden Fall, dass die emotionale Entwicklung meines Kindes mindestens in ebensolchem Umfang zu Hause bei seinen Eltern stattfindet und dass dies auch als normal betrachtet wird. Sonst wäre es vielleicht besser, seine Kinder gleich nach einem Jahr komplett outzusourcen.

Michael Winterhoff hat sicherlich durch seine Arbeit viele Probleme erlebt und erkannt, die Kinder heute haben. Das, was er - mit Hilfe eines Journalisten - daraus in Buchform gebracht hat, sollte man sich besser ersparen.


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