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Rezensionen verfasst von
Katrina
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Sonderappell
Sonderappell
von Sybill Gräfin Schönfeld
  Taschenbuch

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zeitdokument, 30. März 2015
Rezension bezieht sich auf: Sonderappell (Taschenbuch)
Der Roman "Sonderappell" ist in den 1970er Jahren entstanden. Ich habe ihn als Jugendliche Anfang der 80er gelesen und er war eins der vielen Bücher über Weltkrieg und Nationalsozialismus, die ich in Massen konsumiert habe. Manche als Schullektüre, viele einfach so.
Jetzt, nach dreißig Jahren, habe ich ihn wieder gelesen. Erst da war mir klar, dass die Autorin das alles selbst erlebt hat, denn nur dann kann man etwas so detailliert beschreiben, wie Sybil Gräfin Schönfeld den Einsatz der 17jährigen Abiturientin Charlotte in einem oberschlesischen Reichsarbeitsdienst-Lager im letzten Kriegswinter.
Ich war beim Lesen schockiert und erschüttert. Schockiert darüber, was man jungen Menschen damals zugemutet hat (und was von Charlottes Großeltern auch noch unterstützt wurde - ein Kind an die näher rückende Front schicken, mitten im Winter und ihr noch soldatische Ratschläge mit auf den Weg geben). Schockiert aber auch darüber, dass ich das als Jugendliche damals beim Lesen gar nicht so erschütternd fand. Vielleicht, weil ich so viel über die NS-Zeit gelesen hatte, dass ich das schon alles ganz normal fand?
Am besten gefallen hat mir jetzt beim Wiederlesen, dass die vielen Liedtexte in den Text einfließen von all den Kampf- und Durchhalteliedern, die die Kinder singen mussten und die einem heute vor Augen führen, wie Indoktrination laufen kann. Und wie Charlotte durch die Erlebnisse und Kontakte langsam ihre bis dahin positive Einstellung zu NS überdenkt.

Mein Buch ist die dtv pocket Ausgabe von 1984. Da gibt es relativ wenige Fußnoten und ich habe mich gewundert, dass es auch keine Einleitung gab, kein Vor- oder Nachwort und auch keine Verweis darauf gab, dass die Autorin hier Autobiographisches verarbeitet. Ich kann mich nicht erinnern, nennenswerte Verständnisschwierigkeiten gehabt zu haben, denn natürlich wusste ich mit 14, was der Reichsarbeitsdienst war. Und was "Stukas" und und und. Ob Jugendliche das heute auch alles noch in der Schule lernen wie damals, als der Krieg noch viel präsenter war?

Informatives, berührendes, sehr gut geschriebenes Buch - sehr zu empfehlen.


Erich Kästner Collection - Das fliegende Klassenzimmer, Pünktchen und Anton, Charlie & Louise (3 DVDs)
Erich Kästner Collection - Das fliegende Klassenzimmer, Pünktchen und Anton, Charlie & Louise (3 DVDs)
DVD ~ Ulrich Noethen
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen neu verfilmt - immer noch schön, 28. März 2015
Ich finde Neuverfilmungen blöde. Ich mag die alten Filme gern. War schon früher so.
Dann kam diese Box ins Haus. Mein Sohn kennt natürlich (Retro-Mutter) alle alten Kästner-Filme, und hat die Bücher längst vorgelesen bekommen. Und dann... Ich kann es leider nicht anders sagen: die sind alle drei ziemlich klasse, die Filme.
Am meisten mögen wir das "Fliegende Klassenzimmer", was wieder in der Weihnachtszeit spielt, wie das Buch und die erste Verfilmung (die mit Fuchsberger spielt ja im Sommer - auch gut). Schön, dass die Jungs im Thomanerchor in Leipzig singen, das macht den Film gleich noch weihnachtlicher. Die Kinder spielen toll, die Geschichte kommt gut rüber. Der Plot ist erhalten, nur ein bisschen moderner alles. Das schadet der Kästner-Geschichte gar nicht und es macht Spaß anzuschauen.
Charlie und Luise - das doppelte Lottchen - ist mir ein bisschen zu modern - aber trotzdem witzig. Und auch hier: Plot ist geblieben. Besonders cool: der jugendliche Jan Josef Liefers in einer kleinen Nebenrolle.
Auch Pünktchen und Anton ist gut in die heutige Zeit umgesetzt. Mit Pünktchens AuPair-Mädchen, statt altomodischer Kinderfrau. Und dass die Eltern nie Zeit haben ist heute nicht anders als zu Kästners Zeiten.

Alles in allem: gute Box, Spaß für Kinder und für Erwachsene schön mitanzusehen.
(Trotzdem sollte man seinen Kindern übrigens die alten Filme nicht vorenthalten, wenn sie die Kästner-Geschichten kennen und mögen. Das ist durchaus interessant zu sehen, wie unterschiedlich man eine Geschichte filmisch umsetzen kann...)


Dies ist kein Liebeslied: Roman
Dies ist kein Liebeslied: Roman
von Karen Duve
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

5.0 von 5 Sternen So war es, jedenfalls fast, 20. März 2015
Rezension bezieht sich auf: Dies ist kein Liebeslied: Roman (Taschenbuch)
Nachdem ich gerade zum zweiten Mal Karen Duves Buch "Anständig essen" gelesen habe, war ich neugierig darauf, wie wohl ihre anderen Bücher so sind. Dass ich "Dies ist kein Liebeslied" erst jetzt gelesen habe, ist eigentlich unverzeihlich. Ein echt klasse Buch. Auch wenn ich etwas jünger bin als die Autorin: ich habe vieles wieder erkannt. Und finde es genial, wie genau die Autorin das Leben, Fühlen und Denken einer Heranwachsenden in einer Zeit beschreibt, die schon Jahrzehnte zurückliegt. Und es sich trotzdem so authentisch liest, als wäre es gerade letzte Woche passiert.

Ich fand das Buch nicht deprimierend, wie andere Rezensenten hier schreiben. Ich fand es aber auch nicht komisch und denke, das hat Karen Duve auch gar nicht beabsichtigt, auch wenn eventuell auf dem Klappentext was von Situationskomik steht. Das ist kein witziges Buch. Das ist ein ehrliches Buch. Eins, das zeigt, wie mies man sich fühlen kann, als Kind und als Jugendliche. Eins, das einen daran erinnert, dass nicht alles toll war, als man jung war. Und eins, das mir auf jeden Fall gezeigt hat, dass Älterwerden auch was Gutes hat: dass nämlich diese ständige Unsicherheit irgendwann weniger werden kann. Und man sich nicht mehr ständig dem Leben so ausgeliefert fühlt, wie es die Protagonistin tut.

Das ziemlich grässliche Titelbild suggeriert vielleicht, dass es hier um Dicke geht. Aber dass die Protagonistin Gewichtsprobleme hat, ist ja nur ein Aspekt ihres recht problematischen Lebens. Ein gut geschriebenes, flüssig zu lesendes Buch über die Problematiken des Heranwachsens und darüber, wie schwierig es ist, seinen Platz im Leben zu finden - und dabei auch noch so etwas wie glücklich zu sein.


adidas Originals HONEY MID W Q34212, Damen Sneaker, Braun (STAUBU/STAUB), EU 38 2/3
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5.0 von 5 Sternen Schmaler schöner Schuh, 16. März 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der Schuh sieht sehr schön aus, ist warm und gemütlich gefüttert und ich finde ihn sehr bequem. Einzig: er ist recht schmal und mir scheint, er fällt etwas kleiner aus. Habe immer zwischen Schuhgröße 37 und 38, habe in weiser Voraussicht 38 2/3 gewählt und der passt gerade noch so.
Ansonsten finde ich den Schuhe für den Preis von 24 Euro unschlagbar günstig.
Er kommt mit zwei Paar Schnürsenkeln, dunkelbraun udn rot wie der Streifen um den Schuh herum.


Meine Schule. Kinder aus aller Welt erzählen. In Zusammenarbeit mit UNICEF
Meine Schule. Kinder aus aller Welt erzählen. In Zusammenarbeit mit UNICEF
von -
  Gebundene Ausgabe

4.0 von 5 Sternen Schön mit wenigen Einschränkungen, 15. März 2015
Mein Sohn ist neun, er interessiert sich sehr für andere Länder und ich freue mich immer, wenn ich mal ein Buch entdecke, das darüber berichtet, wie es außerhalb Europas zugeht.
Dieses Buch gibt sich Mühe, das zu tun und mein Sohn liest gerne darin, lässt sich gerne daraus vorlesen und sieht sich auch alleine die Bilder an. Es zeigt Kinder auf verschiedenen Kontinenten, mit Fotos von ihrem Zuhause, ihren Eltern, Geschwistern und natürlich ihrer Schule.
Das ist schön und interessant zu lesen und für Kinder ist es spannend zu sehen, wie Gleichaltrige woanders leben.
Ich als Erwachsene bin aber ein bisschen enttäuscht, weil von den einzelnen Kindern doch sehr wenig zu sehen ist. Es gib ein großes Porträtbild und dann sehr kleine Fotos mit SEHR wenig Text.
In Europa sind die Kinder alle relativ wohlhabend. Das ist bestimmt mit Absicht so gemacht und vermutlich ist es sehr schwierig, wenn man einerseits Länder nebeneinander stellt und dann auch noch den Anspruch haben will, soziale Schichten abzubilden. Aber alle Kinder in Europa leben mit Mama und Papa, sind hübsch angezogen und gehen in schöne Schulen. Europa ist vor allem Westeuropa, das einzige osteuropäische Kind kommt aus Polen und geht offenbar auf eine recht elitäre Schule in Krakau.
Mein Sohn hat auch eine kritische Anmerkung - "zu wenig Australier": aus Australien/Ozeanien gibt es genau zwei Kinder aus "Ureinwohnerfamilien". Das ist interessant. Aber ein Kind aus Sydney oder Auckland oder so wäre zusätzlich auch toll gewesen. Das ist, als ob dieser Teil der Welt nur noch als Pflicht abgehandelt wird.
Die Beschreibung hier bei Amazon finde ich etwas unpassend:
"In ausführlichen Einzelporträts berichten Schulkinder aus über 30 Ländern über ihre Schulen, ihren Schulalltag und ihre Zukunftspläne." Zahlreiche Zitate geben ihre Erfahrungen authentisch wieder." Das liest sich dann in Europa z.B. so "Meine Schule finde ich toll. Am liebsten bin ich auf dem Schulhof." oder "Ich helfe Mama beim Ausräumen der Spülmaschine und beim Putzen, ich höre auf sie". Pro Kind gibt es ein Zitat. Von jedem einzelnen Kind erfährt man sehr wenig. Von jedem Land noch weniger. Ich finde das schade, denn man hätte vielleicht einfach weniger Kinder ausführlicher porträtieren sollen.

Sehr viel besser ist der Teil über Asien. Dort werden die Kinder ausführlicher vorgestellt, oft gibt es mehrere Kinder aus einem Land.

Trotz kleiner Kritikpunkte finde ich das Buch gut und würde es weiter empfehlen, weil es sehr auf die Kinder konzentriert ist, was für Kinder zum Lesen und Anschauen sehr schön ist. Man lernt durch die guten Karten auch die einzelnen Kontinente besser kennen, das hat mir gut gefallen.


Die Eisenbahnkinder
Die Eisenbahnkinder
von Edith Nesbit
  Gebundene Ausgabe

5.0 von 5 Sternen Sechs Sterne, 3. März 2015
Rezension bezieht sich auf: Die Eisenbahnkinder (Gebundene Ausgabe)
Was für ein tolles Buch!!! Jeden Abend freu ich mich schon auf das nächste Kapitel, das ich meinem Sohn vorlesen kann und es wird traurig, wenn wir da Buch bald durchhaben.
Peter, Phyllis und Roberta leben ein gemütliches Leben reicher Kinder in London, mit Mama, Papa und Hausangestellten - als eines Abends zwei Herren kommen und ihren Vater mitnehmen.
Wohin, warum - darüber wird mit den Kindern nicht gesprochen. Bald wird alles anders. Die drei ziehen mit ihrer Mutter in ein einsames Haus auf dem Land, das Geld ist knapp, zur Schule gehen sie nicht mehr. Einzige Abwechslung ist die Eisenbahn, die mehrmals täglich vorbei kommt, der kleine Bahnhof mit seinen wenigen Angestellten und die wenigen Nachbarn im entfernten Dorf.
Klingt langweilig? Falsch! Es ist spannend, weil immer dieses unbewusste Unsichere ist - alles könnte schön sein, wenn... ja, wenn man das Geheimnis um den Vater lüften könnte. Die Kinder verändern sich, das Leben bekommt einen neuen Rhythmus, es gibt viele menschliche Begegnungen und Beziehungen, die aller Leben reicher machen. Und die Sprache allein macht das Buch zu einem traumhaften Lese-Erlebnis. Mein Achtjähriger ist begeistert. Ich bin es auch.
Hundert Jahre alt - immer noch große Klasse!


Logitech UE Smart Radio inkl. Akku (Wireless-LAN, 3,5mm Klinkenstecker) weiß
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Super Radio - aber..., 30. Januar 2015
Ein Jahr waren wir sehr glücklich mit diesem Radio. Super Klang!
Dann ging der Akku kaputt. Naiv dachten wir, wir kaufen einen neuen. Ging nicht.
Gerät konnte nicht repariert werden. Ersatzteil kaufen ging nicht.
Der Händler wollte es einschicken, aber nur mit Kaufbeleg (war ein Geschenk, entsprechend schwierig).
Als wir den Beleg endlich hatten, wurde das Radio eingeschickt. Am nächsten Tag bot man uns an, es gegen ein schlechteres billigeres oder ein schlechteres teureres umzutauschen, da es das Gerät nicht mehr gäbe. Hätte man uns auch vorher sagen können.

Wir bekamen das Geld zurück und können jetzt eine Alternative suchen.
Gut ist anders.


8 Weihnachtsgeschichten
8 Weihnachtsgeschichten
von unerwähnt
  Taschenbuch

5.0 von 5 Sternen Alt - und immer noch schön, 11. Dezember 2014
Rezension bezieht sich auf: 8 Weihnachtsgeschichten (Taschenbuch)
Acht kleine Weihnachtsgeschichten, die sich sehr gut zum Vorlesen für Kinder im frühen Grundschulalter eignen, so als kurze Gute-Nacht-Geschichte im Dezember. Obwohl schon über vierzig Jahre alt, haben sie nichts von ihrem Charme und ihrem Humor verloren und wirken, finde ich beim Wiederlesen, nicht altmodisch oder unzeitgemäß.

Wie beim Weihnachtsbaum-Wettbewerb die Bäume in der Stadthalle eingesperrt werden, wie der kleine Junge Hans-Peter seinen doppelt geschenkten Teddy nach Indien schickt und am Heiligabend eine Antwort bekommt, wie das kleine Mädchen sich eine Giraffe zu Weihnachten wünscht und die Zwillingsschwestern sich heimlich Geschenke machen wollen - was beinahe schief geht - all das sind sehr kindgerechte Geschichten, die mir auch beim ich weiß nicht wie vielten Male vorlesen nicht auf die Nerven gehen und mich jedes Jahr wieder erfreuen.

Ich kann mich erinnern, dass mein Vater die mir damals auch immer gerne vorgelesen hat (und es gab viele Bücher, auf die er gar keine Lust hatte).

Wenn man Spaß an älteren Kinderbüchern hat: klare Empfehlung.


Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags: Richtig ausmisten. Gerümpelfrei bleiben
Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags: Richtig ausmisten. Gerümpelfrei bleiben
von Karen Kingston
  Taschenbuch

5.0 von 5 Sternen Klasse Buch, 1. Dezember 2014
Ein praxisbezogenes Buch, das den Menschen unserer ÜBerflussgesellschaft erklärt, warum sie so viele Dinge horten (die psychologischen Komponenten dabei fand ich am spannendsten) und wie sie all das Zeug, das ihre Wohnung vermüllt, wieder loswerden.
Die Anleitungen und Motivationshilfen zum Entrümpeln finde ich alltagstauglich, praxisnah und ausgesprochen hilfreich und motivierend. Es ist interessant, nachzulesen, welche Gründe hinter diesem Horten von Dingen stecken.
Für mich als passionierte Aufräumerin und Wegschmeißerin war dies die theoretische Untermauerung dessen, was ich intutiv schon immer wusste.
Einzig: der Wille zum Entrümpeln muss da sein - sonst funktioniert es nicht.


Helikopter-Eltern: Schluss mit Förderwahn und Verwöhnung
Helikopter-Eltern: Schluss mit Förderwahn und Verwöhnung
von Josef Kraus
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 18,95

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Alles und nichts, 1. Dezember 2014
Das Buch ist - alles und nichts. Es erklärt aus Sicht eines Lehrers, was an Schulen so alles schief läuft. Das liegt vor allem an den Eltern bzw. ihrer Erziehung und ihren Forderungen, sowie ihrem Wunsch, ihr Kind optimal zu fördern und es dabei gleichzeitig zu sehr zu behüten. Und so.
Mir war diese Schulsicht zu viel, weil ich mir unter dem Titel schon etwas mehr über Eltern und etwas weniger über Schule vorgestellt hatte. Der Autor ist ein Verfechter des dreigliedrigen Schulsystems. Er ist der Meinung, in Deutschland hätten alle die gleichen Chancen und es ist eine Frage von Leistungswillen.
Er führt unzählige Studien und Quellen an, mit denen er seine Thesen stützt. Das Buch liest sich nicht flüssig und es ist schwer, konstant dran zu bleiben. Ich habe es trotzdem durchgelesen, war aber zunehmend verärgert, weil diese sehr konservative Wertsicht nicht meine ist (wohl eher mein Problem) und weil ich finde - wie so oft bei Büchern zu Erziehung - das hier ein reißerischer Titel gewählt wurde, der mit dem Inhalt nur am Rande zu tun hat.
Ich weiß jetzt, dass ich meinem Kind Leistung abverlangen soll (tue ich), von Klein an viel vorlesen (tue ich), weil das die Lesefreude fördert (tut es bei meinem Kind leider nicht), Kinder viel Sport machen sollen und Ganztagsschulen nichts Gutes sind, weil Kinder Zeit zum Spielen haben sollen (hier scheitert die berufstätige Mutter, sorry). Im Großen und Ganzen geht es hier um ein Lob der Schulen bis 1968 und der Eltern, die sich um die Erziehung ihrer Kinder kümmern (Zeit für Kinder ist ganz wichtig - stimmt), statt alle möglichen Dinge an die Schule outzusourcen.

Vieles ist richtig, vieles finde ich falsch, Neues habe ich wenig erfahren. Einzig - und das muss ich zugeben - der Autor gibt noch mal Anlässe zum Nachdenken darüber, welche Bedeutung man selber dem Leistungsdenken beimisst.
Kann man lesen, muss man nicht.


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