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Rezensionen verfasst von
Rowell (München, Bayern Deutschland)

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Der Schakal
Der Schakal
DVD ~ Edward Fox
Wird angeboten von 8mm
Preis: EUR 8,91

5.0 von 5 Sternen Zwei Fragen tauchen für mich auf..., 28. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Schakal (DVD)
...und zwar, rein von der Logik her, erstens.: Weshalb hat der Schakal dem Mann in der Sauna den Namen seines Ausweises genannt, und nicht irgend einen anderen dänischen Namen? Und zweitens: Weshalb gibt er am Ende als verkleideter Einbeiniger dem Polizisten seine richtige Zimmernummer an, und das Stockwerk? Diese zwei Fragen kann ich mir leider nicht beantworten. Vielleicht kann es mir jemand vom Forum erklären. Wäre super, vielleicht hat jemand ein Detail bemerkt, das mir entgangen ist??? Ich werde ihn mir eben nochmal ansehen! :) Macht sowieso Spaß. Ein super Film, habe gar nicht gemerkt, wie die Zeit verflogen ist.


Wind and Wuthering (Remastered)
Wind and Wuthering (Remastered)
Preis: EUR 16,99

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erinnerungen an das Wachwerden und die Entdeckung von Musik schlechthin, 28. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Wind and Wuthering (Remastered) (Audio CD)
Die Antwort darauf, weshalb (fast) keine Menschenseele über solch ein Werk schreibt mag wohl einfach die sein, dass es wohl schwer ist, überhaupt Worte zu finden für so etwas außergewöhnlich Geniales in der Musikwelt. Mir ging es jedenfalls ganz lange so. Ich wollte schon längst etwas dazu schreiben, aber irgendwie fand ich nie die rechten Worte, jeder Versuch einer Rezension für solch ein Werk spottet der Beschreibung, wirkt blass und ohne Kraft. Es gibt fast keine Worte für mich. Dieses Werk (und auch Trick of the Tail) zählen zu meinen Lieblingsalben von Genesis. Hier der Versuch, das in Worte zu fassen, was in mir vor sich geht, und das Werk zu beschreiben: Eleventh Earl of Mar setzt die Einleitung in dieses Werk, und das Anfangsthema wird eindrucksvoll gesetzt, welches gegen Schluss erneut aufgegriffen wird. Was für ein Beginn! One for the Vine, eines meiner absoluten Lieblingsstücke: Die Klangteppiche und Melodiebögen sind unbeschreiblich schön, die Rhythmus- und Tempiwechsel eindrucksvoll gesetzt. Der überragende Mittelteil, nach dem zweiten Durchlauf der Vers/ Refrain-Methode, setzt Maßstäbe in Sachen in sich verzahnter aufeinanderfolgender Rhythmuskombinationen und beinahe jazzartiger Melodieansätze mit ineinander übergreifenden Themen. Sowas von genial, dass es einem fast den Atem verschlägt, und das Beste ist: Je öfter ich es höre, desto besser und verständlicher wird es. Einer der folgenden Tracks, nicht weniger genial, herausgegriffen einmal Blood on the Rooftops, mit starker Prägung durch Steve Hackett, ist ein weiters von vielen Highlights auf dem Album, und es reißt bis zum Schluss nicht ab. Das ganze Album erschließt sich einem umso mehr, je öfter man es hört, finde ich. DAS ist das Geniale an dem Album. So, mehr möchte ich jetzt nicht mehr sagen. Genesis inspiriert mich wie kaum eine andere Musikergruppe zu eigenen Kompositionen, allen voran Tony Banks' Klaviereinlagen. Natürlich bleibt dabei jeder bei sich selbst, das ist klar. Aber genau das ist die Folge davon, diese Musik zu genießen: Ich komme zu mir selber. Wow! Absolute Ausnahmemusik.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 7, 2013 2:02 PM MEST


Mystic River
Mystic River
DVD ~ Sean Penn
Wird angeboten von cook29
Preis: EUR 24,97

5 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Schade schade...bin enttäuscht., 2. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Mystic River (DVD)
Zugegeben - die schauspielerischen Leistungen in diesem Film sind stellenweise überragend - aber leider auch in meinen Augen stark überzeichnet. Der Film verlief doch so spannend und vielversprechend - hat mich teilweise regelrecht gefesselt. Und was ist das plötzlich für ein Ende? Was soll das? Die Story, wenn man das überhaupt so bezeichnen darf, ist in einem Satz zusammen gefasst. Ein Spoiler lässt sich hier nicht vermeiden: In dem Film sucht ein verstörter und aggressiver Vater 2 Stunden lang nach dem Mörder seiner Tochter, um dann in Selbstjustiz versehentlich seinen besten Freund dafür zu töten... Häääh??? Absurder geht es dann ja wohl nicht mehr... und unglaubhafter leider auch nicht. Bis zu diesem komischen Finale ist der Film wie gesagt noch toll, aber dann wird er regelrecht kaputt gemacht, und das hinterlässt einen derart unangenehmen Nachgeschmack, dass ich richtig stinksauer bin über so einen hohlen Schluss. Der Film führt in die Sinnlosigkeit hinein. Schade... Ich finde das irgendwie hinterhältig. Um nicht zu sagen scheiße. Für was hat sich Sean Penn da hergegeben? Ich komme mir verarscht vor. Vorsicht vor diesem Film! Ernsthaft.


Requiem
Requiem
DVD ~ Sandra Hüller
Preis: EUR 6,61

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Missbrauch..., 2. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Requiem (DVD)
... ist denk ich das richtige Wort dafür, was in dieser Familie passiert. Vor allem die Mutter. Hervorragend in Szene gesetzt. Und ich weiß, dass Missbrauch psychologisch extrem schwer zu behandeln ist - wegen der unsäglichen Wut, die man noch nicht mal richtig zulassen kann, sonst wird es gefährlich. Wenn es diese Michaela Klingler nur geschafft hätte, zu ihrer Familie Abstand zu gewinnen, hätte sie womöglich keinen (indirekten) Suizid begangen... Aber so ist es manchmal bei derartigen Abhängigkeitsstrukturen, aus denen es scheinbar kein Entrinnen gibt - wenn die Eltern die eigenen unerträglich gewordenen Probleme versuchen auf einen abzuladen, versuchen, die Persönlichkeit des Kindes zu unterdrücken, und die Kirche als Vorwand dafür benutzen, und als "Problemlöser", anstatt ihren Glauben authentisch vorzuleben. Ich weiß, wovon ich rede! Top-Film!


Der Baader-Meinhof-Komplex
Der Baader-Meinhof-Komplex
DVD ~ Moritz Bleibtreu
Preis: EUR 7,99

3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr authentisch, geht unter die Haut! Aber FSK-12? Wohl ein Witz..., 3. April 2009
Rezension bezieht sich auf: Der Baader-Meinhof-Komplex (DVD)
Habe mir den Film gestern Abend auf DVD ausgeliehen und in einem Stück angeschaut. Ich bin sehr beeindruckt ob dieser beklemmenden, teilweise kaum zu ertragenden Spannung des Films. Den Schauspielern ein großes Kompliment. Das Thema hat mich schon lange interessiert, und da ich in der DDR aufgewachsen und Jahrgang 1977 bin, habe ich von den Ereignissen nichts mitbekommen. Die Szenen sind teilweise an der (realistischen) Schmerzgrenze der Brutalität, man sieht sehr viel davon. Umso erstaunlicher ist es für mich, wie man solch einem Film das FSK-12-Siegel verpassen kann. Nach meiner Auffassung ist einem 12-jährigen Kind dieser Film nicht zuzumuten, auch wegen der teilweise harten Sprache! FSK-16 wäre wohl gerechtfertigter! Bitte nachbessern. Aber das nur am Rande, der Film selber ist nach meiner Meinung ein Volltreffer, regt zum Nachdenken und Diskutieren an, und ist in keiner Minute auch nur ansatzweise parteiisch. Die Erzählweise des Films lebt von den erschreckenden Bildern und lässt alle Seiten zu Wort kommen und argumentieren. Meines Erachtens auf dem Niveau von "Das Leben der anderen"! Für alle Interessierte deutscher Geschichte, der RAF und Protestbewegungen: Anschauen!


Die fetten Jahre sind vorbei
Die fetten Jahre sind vorbei
DVD ~ Daniel Brühl
Preis: EUR 10,72

12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klasse Film - mal ganz anderes deutsches Kino!, 28. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: Die fetten Jahre sind vorbei (DVD)
Der Film hat mich von Anfang an gefesselt. Die Athmosphäre im Berlin von heute kommt ziemlich authentisch rüber, die Idee mit den Revoluzzern ist klasse (ich war selber oft genug einer, zu DDR-Zeiten), und spannend ist der Film allemal. Zwar gibt es auch ein paar Ungereimtheiten. So wird ein S-Klasse Mercedes wohl kaum von einem alten Golf nur durch Auffahren zu einem Totalschaden gelangen können. Das ist jedoch wohl eher auch nebensächlich. Viel wichtiger ist, dass die Annäherung zwischen den Kontrahenten auf der Berghütte statt findet. Und spätestens da wird sichtbar, wie viel Sympathie doch eigentlich zwischen dem Revoluzzer von damals, in der 68er Bewegung, und den Klein-Revoluzzern von heute liegt. Es geht sogar soweit, dass sich Hardenberg teilweise verständnis- und liebevoll wie ein Vater zeigt, dem sehr wohl bewusst ist, dass ihm mit dieser Art des Austausches die Freiheit sicher ist. Es entsteht immer mehr Vertrauen durch die offene Kommunikation, durch die sich anbahnende Ehrlichkeit beider Parteien. Das hat mich sehr berührt. Auch, dass Hardenberg nicht sofort das Geheimnis der Liebe zwischen Jule und Jan lüftet, sondern dies mit Bedacht und zur rechten Zeit einsetzt, um weiterhin Verständnis zu schaffen, lässt Sympathien beim Zuschauer für ihn entstehen. Tja, von einem alten Hasen kann man eben immer noch etwas lernen! :-)


The Captain and the Kid
The Captain and the Kid
Wird angeboten von dodax-online
Preis: EUR 7,38

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Musikalisch auf höchstem Niveau. Ein Kracher!, 21. April 2007
Rezension bezieht sich auf: The Captain and the Kid (Audio CD)
Anfangs war ich zögerlich, das Album in einem Stück durch zu hören, weil mich einige Titel etwas nervten, und ich dachte: Oh nein, nicht schon wieder so viele Schmachtfetzen drauf. Jetzt jedoch bin ich hindurch gedrungen, und die Platte hat sich ins Tanzbein eingeklinkt. Beim ersten Titel, "Postcards From Richard Nixon", bleibt wohl keiner ruhig auf dem Stuhl sitzen. Ein Fetzer erster Sahne, im Stile von einigen Titeln auf "Songs From the Westcoast". Das Klavierspiel am Anfang klingt bei jedem Male hören interessanter. Wie Elton das bloß immer schafft... Dann seine kräftige Stimme, die vielschichtige Vers-Refrain-Methode und nicht zuletzt der Rhythmus machen es aus. Das ist es, dachte ich mir bereits beim ersten Hören. Dann der zweite Song, "Just Like Noah's Ark", ein religiös angehauchtes Thema, kaum so gewohnt von Bernie Taupin, außer bei "Tower Of Babel" von "Captain Fantastic And The Brown Dirt Cowboy" (1975), und "Dear God" von "21 At 33" (1980). Der Rhythmus ist wieder klasse, ein zweiter Rockfetzer auf der Platte. Die E-Gitarre, die im Zwischenspiel einsetzt, erinnert mich stark an das "Blue Moves"-Album, wo sie in dieser Manier zum Einsatz kam. Wow! Kräftig und einprägsam, beinahe wie in "Bite Your Lip". Ansonsten erinnert mich der Song noch etwas an "They Call Her The Cat" vom "Peachtree Road"-Album (2004). Dann der dritte Song des Albums - eine schöne Ballade! "Wouldn't Have You Any Other Way" ist sehr gefühlvoll vorgetragen, mit viel Liebe. Der Refrain ist so genial gemacht, dass ich mich echt frage, wie Elton es hinbekommt, nach unzähligen ähnlich aufgebauten Vers-Refrain-Methoden der letzten Jahre so etwas zu komponieren. Faszinierend. Bei der Überleitung zum letzten Refrain, also im Zwischenspiel, kamen mir wiederum Erinnerungen an ein klassisches Album, ja an das Zwischenspiel eines ganz bestimmten Songs. Nach kurzem Überlegen: Tatsächlich, die Synthesizer und die ganze Art und Weise sind für meine Begriffe ähnlich wie bei "I've Seen That Movie Too" von "Goodbye Yellow Brick Road" (1973), auch wohl ein wenig die Stimmung, die hier an dieser Stelle aufkommen will. Obwohl es bei "I've Seen..." wohl eher etwas nach E-Gitarre klingt, könnten aber auch teils Synthesizer sein. Dann die Single-Auskopplung, "Tinderbox". Erst war ich etwas enttäuscht wegen der traurigen Einleitung, dann der Vers recht ähnlich zu vielen anderen Stücken, jedoch nach mehrmaligem Hören weiß es zu gefallen. Der Refrain sinkt immer eine Note weiter ab, bis er sich erschöpft und wieder hoch zieht zur Zeile "Tinderbox", damit zum Titel. Schon viele Male so gehört von Elton; ich frage mich, weshalb er ausgerechnet diesen Titel als Single ausgesucht hat. Da gibt es Besseres! Als nächstes kommt "And The House Fell Down". Da habe ich gestockt. Woran erinnert mich das bloß, dachte ich. Ach ja, tatsächlich: "Crystal" von "Too Low For Zero" (1983). Irgendwie ziemliche Ähnlichkeit im Vers. Genial das Klavierspiel zwischen den Strophen. Dann der Refrain, recht schlicht. Als nächstes "Blues Never Fade Away". Anfangs beinahe wie "The Ballad Of The Boy In The Red Shoes". Die Überleitung zum letzten Refrain erinnert mich an "American Triangle". Dann super gefühlvoll "The Bridge". Ähnlich genial aufbebaut wie "The Last Song" vom "The One"-Album (1992). In der richtigen Stimmung ertappe ich mich schon mal bei einer kleinen Träne. Mit viel Liebe komponiert, das spüre ich. Bei "I Must Have Lost It On The Wind" könnte am Anfang durch die Mundharmonika Bruce Springsteen-Athmosphäre aufkommen. Ein Abgesang auf zahlreiche Liebschaften, die durchlebt, und die Impressionen, die dabei gesammelt wurden. Von der Melodie her eher schlicht, im Vers etwas countryhaft angehaucht, was mir durchaus gefällt. Ein bluesiger Song - schön. "Old 67" klingt am Anfang fast identisch zu der Überleitung zum letzten Refrain von "The Emperiors New Clothes" von "Songs From The West Coast" (2001). Im Refrain kommen für meine Begriffe sogar Einflüsse vom "Honky Chateau"-Album (1972), z. B. bei "Mellow", zur Geltung. Dies fällt besonders auf bei Eltons halb abgesenkt angesungenen Noten. Wieder Country-Stil, wunderbar. Es ist denn auch ein Abgesang auf die "guten alten Zeiten", die angesungen werden. 1967, eine Zeit der Unschuld, wie es im Text heißt. Schließlich "The Captain And The Kid", wieder ein Meisterwerk, die Einleitung identisch mit dem Beginn von "Captain Fantastic And The Brown Dirt Cowboy" vom gleichnamigen Album. Da wird man sofort hellwach. :-) Der Takt und die Gitarre - wieder herrliche Country-Töne. Der Refrain wird sogleich zum Ohrwurm, jedenfalls war das bei mir so. Wenn man unmittelbar nach diesem Song das "Captain Fantastic"-Album einlegt, geht es quasi nahtlos weiter, und wenn das zu Ende ist (wohlgemerkt mit "Curtains"), kann man wieder von vorne anfangen, und das "Captain And The Kid"-Album einlegen. Fazit: Eindeutig volle Punktzahl, für mich ein Meisterwerk. Absolut empfehlenswert, für Elton-Fans sowieso.


Time and a Word
Time and a Word
Preis: EUR 10,98

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Toll - ein Experimentier-Dschungel erster Güte!, 15. Mai 2006
Rezension bezieht sich auf: Time and a Word (Audio CD)
Dieses Album hat etwas ganz Faszinierendes für mich an sich. Es sind die zickzackartigen Orgelpassagen beinahe nach alter Genesis-Manier, oder die Zwischeneinlagen und musikalischen Übergänge, die es ausmachen - z. B. bei "No Opportunity Necessary..." ziemlich in der Mitte des Songs, wo dann beim zweiten Durchgang Streicher hinzu kommen. Dann das herrliche, leicht psychedelische "Then" - ein kleines Meisterwerk für sich. Die jazzartigen Hammondorgel-Passagen wirken hier beinahe wie bei Helge Schneider Filmen (z. B. "Jazzclub"), und sind kaum zu toppen. Die folgenden Übergänge in orchestrale Streicher, begleitet von Progressive-Rock-lastigen Schlagzeugtrommeln beeindrucken jedesmal aufs Neue, und lassen mich einfach nicht ruhig auf dem Stuhl sitzen! Diese Musik hat einfach was heftig Experimentierfreudiges, das merke ich immer wieder. Dann "Everydays", ein eher schnulzig angehauchtes Stück, weniger auffällig. Es kommt wesentlich besser rüber als Bonustrack auf dem "Yes"-Debütalbum von 1969. Dort auch ohne Streicher. Jedoch "Sweet Dreams" wieder, das von den guten Bassläufen und Orgelakkorden lebt, ebenso von der charismatischen Stimme Andersons, ist ein Genuss. Der Typ hat schon irgendwie was Kindliches an sich, finde ich. Was ja an sich was Faszinierendes und ungeheuer Charismatisches ist! Diese Leichtigkeit in der Stimme, die da mitschwingt, beeindruckt. Ich finde nicht, dass das Werk "Time and A Word" kaputtproduziert wäre, oder durch Streicher zunichte gemacht, wie mein Vorrezensent meint. Lediglich an einigen wenigen Stellen nervt es etwas, und ist vielleicht etwas "des Guten zu viel". Deshalb auch nur vier Sterne statt fünf. "The Prophet" sprüht nur so von Lebendigkeit und jugendlicher Leichtigkeit. "Clear Days" fasziniert wiederum durch Andersons weiche Stimme und die Verse. Die Streicher wirken etwas verträumt, dazwischen kurze Klaviereinlagen. "Astral Traveller" ist eins der besten Stücke des Albums, wieder ein Progrock-Fetzer mit klasse Orgelsoli und Trommeleinlagen. Die Orgelteppiche in der Mitte, ähnlich wie bei Genesis in den Siebzigern, sind einfach gigantisch (erinnert mich irgendwie an "The Knife" vom Genesis "Trespass"-Album von 1970). Dann arbeitet sich die klasse E-Gitarre dazu heran, und weiter geht's mit dem Hauptthema, wieder Trommler... toll. "Time And A Word", der Titelsong des Albums, ist für mich im Refrain besonders beeindruckend, weil emotional berührend. Anderson ist in seinem Element, und der Text wirkt sogar sehr ehrlich und gerade aktuell für ihn. Wenn nun mal die Zeit reif ist für den Durchbruch und die Liebe, dann ist es so! :-) Von den Bonustracks gefällt mir "Dear Father" nicht so gut wie auf dem Debutalbum "Yes", wo es besser, weil rauher und runder rüber kommt. "No Opportunity" ist bereits gelungen gespielt, der Original-Mix ist nicht grundlegend anders, finde ich. Nur wer genau hinhört, wird hier einen Unterschied feststellen. Ja okay, beim Zwischenteil, wie oben beschrieben. "Sweet Dreams" wirkt im Original-Mix etwas schneller als die andere Version, und etwas höher von der Stimmlage her. Wo doch Anderson eigentlich schon hoch genug singt... :-) Und schließlich "The Prophet" als Single-Version, eine kleine Bereicherung durch veränderte Streicher-Begleitung. Die andere gefällt mir jedoch besser. Insgesamt ein echt gutes Werk von den Herren Squire, Anderson, Bruford, Kaye, Banks. Hut ab! Getoppt wird die Dynamik einiger Songs, wie z. B. "Everydays" oder "Dear Father", wie gesagt, nur noch vom Debutalbum "Yes". Dieses hier ist beinahe uneingeschränkt zu empfehlen - bis auf kleine Schwächen, wie an einigen Stellen die Streicher zu viel. Wie gesagt. Ansonsten - anhören und genießen!
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 19, 2012 2:12 PM MEST


Die Passion Christi
Die Passion Christi
DVD ~ James Caviezel
Wird angeboten von vis-medien
Preis: EUR 14,90

10 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nach einigem Überlegen kein wirklich nötiger Film - NEIN!, 28. November 2005
Rezension bezieht sich auf: Die Passion Christi (DVD)
Ich habe bereits zu diesem Film rezensiert, und mein Blickwinkel hat sich nach dem Anschauen von "Jesus von Nazareth" auf 4 DVDs erheblich verändert. Letztgenannten finde ich wesentlich besser und ausführlicher. Nun gut, es soll ja das Leiden dargestellt werden, deshalb auch der Titel "Passion". Herzschwachen oder sensiblen Menschen muss ich allerdings abraten, den Film anzusehen. Er könnte für einige von solch schockierender Schonungslosigkeit beim ersten Ansehen sein, dass gesundheitliche Schäden im psychischen Bereich zurück bleiben, die erst nach und nach verarbeitet werden. Die Darstellung der Kreuzigung bei "Jesus von Nazareth" reicht meines Erachtens vollkommen aus, um den Sinn des Opfers zu verstehen. Mann muss nicht unbedingt alles miterleben und mitleiden mit Jesus. Ich glaube, das er das gar nicht will. ER hat es für UNS getragen. Wir brauchen nie und nimmer so sehr zu leiden wie er. Das blieb uns erspart durch ihn. Ich weiß das Opfer auch so zu schätzen, ohne diesen Film. Ehrlich, mir war oft schlecht deswegen - muss das sein? Eher nicht. Allein die Vorstellung, dass jemand an ein Kreuz geschlagen wird, mit Nägeln durch Hände und Füße, lässt einem doch Schauer über den Rücken jagen. Wichtiger ist jedoch, was Jesus innerlich für uns trug. Das muss weitaus schlimmer gewesen sein, denn er hat die Sünden und die damit verbundenen seelischen Schmerzen der gesamten Menschheit ertragen müssen. Und zwar alles auf einmal. Was muss das für eine Last gewesen sein... unvorstellbar. Dieser Film kann Zuschauer quälen, und zwar richtig quälen, wenn man sich hinein vertieft; und das muss nicht sein! Eindeutig nicht. Die Bilder können einen sogar verfolgen, nicht mehr loslassen. Für Leute mit psychischen Erkrankungen rate ich sowieso unbedingt ab, diesen Film zu sehen! Und wenn jemand eine sadistische Ader in sich hat (was an sich noch nichts Schlimmes ist), könnte diese unglaublich entfacht und gereizt werden - was nicht unbedingt gut tun muss. Die zwei Sterne bekommt der Film für den Aufwand des Produzenten, der gewaltig ist. Sicher, es könnte so gewesen sein - ich stelle die Authentizität des Films nicht in Frage. Vielleicht war es sogar NOCH brutaler. Aber ich finde, man MUSS es nicht sehen, um zum Glauben zu finden oder ihn zu stärken. Wirklich nicht!


Jesus von Nazareth Teil 1-4 (4 DVDs)
Jesus von Nazareth Teil 1-4 (4 DVDs)
DVD ~ Robert Powell

0 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nachtrag, 27. November 2005
Rezension bezieht sich auf: Jesus von Nazareth Teil 1-4 (4 DVDs) (DVD)
Ich muss mich selber nochmal korrigieren - es sind tatsächlich nur 347 Minuten Laufzeit - keine 352. Naja, und erst recht keine 382 wie angegeben. Das soll doch echt ein Witz sein, oder? Da kommt man sich doch "vereppelt" vor. Die Vorgänger-Version von 1998 läuft 350 Minuten, ist also sogar 3 Minuten länger. Die amerikanische Fassung im NTSC-Format läuft tatsächliche 380 Minuten. Sie enthält auch alle Szenen, sogar noch mehr Szenen als hier als "Deleted-Scenes" gezeigt wird. Die amerikanische Version ist also sehr zu empfehlen! Es ist die längste, die es gibt. Oder gibt es noch ne längere? Würde ich sofort kaufen. :-) Wer gut Englisch kann, für den ist es eh kein Problem, die Athmosphäre des Films kommt im Originalton sogar noch besser rüber. Und Jesus ist echt unschlagbar. Die Teufelsaustreibung wird etwas ausführlicher und schrecklicher dargestellt. Eben ungeschnitten. Allerdings sollte man bemerken, dass die NTSC-DVDs auch langsamer ablaufen. Die Stimmen sind merklich tiefer, und irgendwie bewegen sich die Leute langsamer. Ich frage mich, welche Laufgeschwindigkeit die echte ist, PAL oder NTSC...? Aber das ist ein anderes Kapitel. Auf alle Fälle: Dies hier ist die kürzeste Fassung, die ich kenne. Mann oh mann.


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