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Rezensionen verfasst von
Biebl Karl-heinz "heinz biebl" (Wien)
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Wird angeboten von BB-Verpackungen OHG, Preise inkl. MwSt
Preis: EUR 46,90

4.0 von 5 Sternen Stabil, wiederholt verwendbar, 8. April 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Stabile, intelligent und wiederholt zusammen- und wieder auseinander faltbare Kartons, die man allerdings nicht überladen sollte: das nehmen sie übel und ohne Vorwarnung reißt dann ein Handgriff aus. Hat man die Belastungsgrenze allerdings einmal erkannt, steht dem "Umzugsspaß" nichts mehr im Wege.


Die Wahlverwandtschaften
Die Wahlverwandtschaften
Preis: EUR 0,00

5.0 von 5 Sternen Modern, aber schwer zu lesen, 8. April 2015
Rezension bezieht sich auf: Die Wahlverwandtschaften (Kindle Edition)
Inhaltlich ein unglaublich modernes Buch: in das betulich-beschauliche Leben eines Landadel-Ehepaares, das von Landschaftsgarten-Umbauten geprägt ist, bricht die Bedrohung in Form eines Freundes des Barons, der sich in Schwierigkeiten befindet und der Ziehtochter der Baronin, die beide im Schloss Logis nehmen, herein. Sie nehmen die beiden auf trotz der Gefahren, die sie darin vorausahnen, auf. Und tatsächlich kommt es zu Zuneigungen, die nicht sein sollen: die Baronin verliebt sich in den Freund, der Baron in die Ziehtochter.

So stehen die gesellschaftlichen Normen und Gepflogenheiten des Landadels den individuellen Bedürfnissen und Zuneigungen im Weg, sorgen dadurch für Spannung und Konflikt. Interessant dabei die Beleuchtung dieses Gesellschaftsstandes, wobei das Zerbröseln der persönlichen Beziehung des Barons und der Baronesse durchaus stellvertretend für das nahende Ende des ganzen gesellschaftlichen Gefüges der damaligen Zeit gesehen werden kann.

Hochmodern sind die Betrachtungen, die die Lebenspartnerschaften der heutigen Zeit vorwegnehmen: Sollte eine Ehe nicht einfach auf nur fünf Jahre geschlossen und danach formlos beendet, oder auf Wunsch automatisch verlängert werden können? Dazu auch Religionskritik, etwa: Sollte es nicht heißen: "Du sollst das Leben der anderen ehren und achten und nach Möglichkeit fördern" (sinngemäß), statt negativ: "Du sollst nicht töten"?

Auf diese Weise ist das Buch von gesellschaftlich bis heute brisanten Überlegungen durchzogen. Allein, die Sprache: Mühsam hat man sich durchzukämpfen durch einen Dschungel von heutzutage völlig ungebräuchlichen Redewendungen und Vokabeln, die Sprache ist künstlich hochstilisiert, entsprechend der besonderen gesellschaftlichen Stellung von Baron und Baronesse. Ich glaube aber, dass die "Wahlverwandtschaften" schon zu Zeiten der Entstehung elend verzopft geklungen haben: ohne jetzt ein echter Goethe-Spezialist zu sein kenne ich kein Werk von ihm, das sich einer ähnlich künstlichen Sprache bedient.

Interessante Lektüre, allerdings mit Hindernissen für Menschen, die ausschließlich modernen Sprachgebrauch kennen oder lesen wollen.


Der König aller Krankheiten: Krebs - eine Biografie
Der König aller Krankheiten: Krebs - eine Biografie
von Siddhartha Mukherjee
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 26,00

5.0 von 5 Sternen Wer als Nicht-Medizinier beim Thema Krebs mitreden möchte, muss das lesen., 19. März 2015
Vorweg: Dieses Buch gehört zweifellos zu den besten Sachbüchern, die ich je gelesen habe.

Mukherjee ist ein Autor, der etwas von der Sache versteht: Selbst Onkologe, erzählt er die Geschichte des Krebses bzw. seiner vielfältigen Erscheinungsformen, beginnend von dessen ersten Nachweisen im alten Ägypten bis zu den Erklärungs- und teilweise hilflos kläglichen Heilungsversuchen zu Zeiten, als die Medizin begann, sich von der Quacksalberei zu einer Wissenschaft zu entwickeln, von radikalen Operationen, die die Patienten umbrachten, wenn das nicht der Krebs erledigte, von der Entwicklung der Chemotherapie, den biochemischen Grundlagen, die dahinterstecken, und schließlich von den großen Erkenntnissen der letzten Jahrzehnte, die den Krebs als das beschreiben, was er ist: eine genetische Erkrankung und der Behandlungserfolge, die auf diesem Wissen basieren.

Bei aller Faktendichte vergisst Mukherjee nicht, was am wichtigsten ist: die PatientInnen, deren Leiden, deren Hoffnungen, deren Hoffnungslosigkeit und das Erlebnis der Heilung, deren Bewusstsein, dem Tod ins Auge gesehen zu haben. Dabei ist er emphatisch ohne gefühlsselig zu werden, ein Arzt, wie man ihn sich wünscht.

Am Ende des Buches habe ich nun das Gefühl, über Krebs so informiert zu sein, wie ich es mir wünsche. Mukherjee klärt seine LeserInnen im besten Sinne des Wortes auf, er fordert Aufmerksamkeit, wiederholt bereits Gesagtes aber dankenswerter Weise in einer Dichte, dass es dem eigenen Verständnis als medizinisch nicht ausgebildeter Person wie mich dient, ohne zu viel zu sein. Ich hatte das Gefühl, da ist einer, der mir ein fremdes Land zeigt, mich an der Hand nimmt und führt, mir die Dinge erklärt, die ich verstehen kann und die Dinge, die ich nicht verstehen kann, gar nicht erst anreißt.

Was ich beim Lesen machen würde (als Tipp für die, die es erst lesen werden): ich würde mir beim Lesen ein paar Blatt Papier daneben legen und Notizen machen, über Namen, Krebsarten, Behandlungsarten. Dadurch entstünde ein kleines persönliches Nachschlagewerk, weil die Faktendichte so hoch ist, dass zumindest ich mir nicht alles merken konnte.

Mukherjee ist gewiss ein wunderbarer, kompetenter Arzt, der Menschen von Krebs heilt. Mit diesem Buch heilt der Betroffene und nicht Betroffene von Unwissenheit, vermittelt Wissen, ohne Angst zu machen, vermittelt Hoffnung, ohne unangebrachte Euphorie zu verbreiten.

Wer als Nicht-Medizinier beim Thema Krebs mitreden möchte, muss das lesen.


Finn's Hotel
Finn's Hotel
von James Joyce
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,95

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geschichte-Geschichtchen, 20. Februar 2015
Rezension bezieht sich auf: Finn's Hotel (Gebundene Ausgabe)
Joyce zu lesen macht Spass. Eine Behauptung, die ich auch gleich wieder relativiere: Joyce zu lesen macht mir Spass bis inklusive "Ulysses". Danach kam bisher dann nur mehr das große "Finnegans Wake", wovon ich Reicherts kurze Übertragung des Beginnes "Anna Livia Plurabelle" gelesen habe und anschließend am englischen Original gescheitert bin.

Jetzt also die umstrittene Neuentdeckung, entstanden zwischen "Ulysses" und dem "Finnegan's Wake", "Finn's Hotel". Kurze bis kürzeste Episödchen, fein eingeleitet und daher meist verständlich, auch weil von Rathjen so kenntnisreich und sensibel übersetzt wie schon das "Portrait". Manches blieb mir dennoch unverständlich, aber das nimmt der am "Wake" Gescheiterte nicht allzu schwer. Erzählt wird die Geschichte Irlands - zum Erlernen der Geschichte Irlands ist das Buch allerdings nicht geeignet.

Der begeisterte Joycianer kauft es, liest es, schmunzelt und stellt es ins Regal zu den anderen Schätzen und kümmert sich nicht weiter um die Diskussion, ob es sich um ein eigenständiges Werk handelt oder doch um Vorstudien zu "Finnegans Wake". Das interessiert nur die Wissenschaft.

Fünf Sterne deshalb weil auch seine Lebensmitteleinkaufsliste von mir fünf Sterne bekäme.


Grundriss eines Rätsels
Grundriss eines Rätsels
von Gerhard Roth
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rätsel ohne Lösung, 17. Februar 2015
Rezension bezieht sich auf: Grundriss eines Rätsels (Gebundene Ausgabe)
Gerhard Roths Bücher haben selten Lösungen angeboten, aber immer wieder Rätsel. In diesem Buch hat er dieses Motto auch gleich in den Titel übernommen, und das nicht zu Unrecht. Wer sich von diesem Buch aufgrund des Titels erwartet, am Ende einen Plan, eine Übersicht über dieses Rätsel zu haben, der wird wohl enttäuscht sein.

Den Inhalt anzureißen macht eigentlich wenig Sinn: es gibt natürlich eine äußere Handlung, die aber nicht der Kern des Buches ist. Denn es geschehen beispielsweise solche Dinge wie dass Philipp Artner, ein Schriftsteller, den man leicht für Gerhard Roth halten kann, bei einer Gasexplosion ums Leben kommt, woraufhin der Literaturwissenschafter Vertlieb Swinden im Auftrag seines Institutes zu dessen Landhaus fährt um dort Artners Nachlass zu regeln. Dabei entdeckt er ein Manuskript, in dem er liest, was er in den letzten Tagen erlebt hat und am Ende, dass er liest, was er gerade liest - wer ist er jetzt? Real, eine literarische Erfindung, Artner selbst?

Das liest sich jetzt vielleicht ein bisschen trivial; dass sich das Personal von Büchern über dessen Autor hermacht hat man ja schon öfter gelesen, aber so leicht lässt uns Roth auch in diesem Buch nicht davonkommen. Denn das darauffolgende Kapitel wird erzählt aus der Sicht von Artners ehemaliger Geliebten (auf diese Weise ändert sich die Erzählposition das ganze Buch hindurch), die auch mit Swinden ein Verhältnis hatte - und sie erinnert sich an beide. Damit wird Realität etwas Persönliches und Individuelles und ist nie deckungsgleich mit der anderer Personen.

Wie so oft spielt auch in diesem Buch Roths ein Verbrechen eine zentrale Rolle, ohne dass es sich um einen Kriminalroman im eigentlichen Sinne handelte. Nebenbei erfährt man zwar wer die Täter waren, es geht aber eher darum, was Menschen dazu bringt ihre schrecklichen Taten zu begehen. Dass die Opfer tschetschenische Flüchtlinge sind ist kein Zufall: Roth seziert hier die Vorbehalte und Vorurteile gegen Fremdes, von denen die Bewohner des kleinen steirischen Ortes durchsetzt sind: die Täter ebenso wie die, die das alles geschehen lassen.

Roth schafft durchgehend eine Atmosphäre des Unwohlseins, des schwarzdumpfen Hintergrundwummerns, der latenten Bedrohung. Das muss man als LeserIn aushalten. Ich persönlich liebe diese Stimmung ebenso wie seine Sprache, die vordergründig einfach gehalten ist, bei der aber jedes Wort sorgsam gewählt ist.

Was für ein literarisches Kaliber Roth ist, kann man auch daran erkennen, dass er im Stande ist diesen umfangreichen Band, für den angesichts der Faktendichte, von der der Roman geradezu strotzt, umfangreichste Recherchetätigkeit vonnöten gewesen sein muss, so kurz nach Abschluss des Zyklus "Orkus" vorzulegen. Ich wünsche Gerhard Roth und mir noch viele solcher Bücher.


Nie wieder bohren MO235 Moon WC-Papierrollenhalter ohne Deckel , 13.8 x 5 x 10.5 , verchromt, inklusive - Befestigungstechnik
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Preis: EUR 22,60

5.0 von 5 Sternen Der Schlagbohrer bleibt in der Werkzeugkiste, 10. Februar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Bad / die Toilette ist frisch gefliest, alles ist gereinigt, alles wunderschön. Und in diese Fliesenidylle soll man jetzt mit der Bohrmaschine hinein bohren, die neue glatte Schönheit verletzen? Jahrzehnte lang musste man das tun, wollte man Handtücher und dergleichen zum Trocknen aufhängen können. Doch damit ist jetzt Schluss.

Eine geniale Sache: Die Trägerplatte wird laut bebilderter Anleitung mit einem Klebstoff, der sich angeblich wieder entfernen lässt, an der gewünschten Stelle angebracht. Danach wartet man 24 Stunden, bevor man den Rollenhalter über diese Trägerplatte schiebt und mittels einer kleinen Imbus-Schraube an der Unterseite fixiert. Fertig. Hält nun schon seit Monaten bombenfest und ohne Wackeln.

Ich habe damit auch eine Badetuchstange montiert, einen Handtuchring und eine WC-Bürstengarnitur, ebenfalls perfekt. Vielleicht etwas teurer als andere vergleichbare Geräte, aber durch diesen Lochfrei-Vorteil in Wirklichkeit billiger, wenn man mal was verändern will. Die Metalloberflächen sind schön gearbeitet, gratfrei und gut anzugreifen. Empfehlenswert.


Moon MO221 Nie wieder bohren WC-Bürstengarnitur , 11.5 x 14.7 x 39 , verchromt, inklusive - Befestigungstechnik
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Preis: EUR 35,18

5.0 von 5 Sternen Der Schlagbohrer bleibt in der Werkzeugkiste, 10. Februar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Bad / die Toilette ist frisch gefliest, alles ist gereinigt, alles wunderschön. Und in diese Fliesenidylle soll man jetzt mit der Bohrmaschine hinein bohren, die neue glatte Schönheit verletzen? Jahrzehnte lang musste man das tun, wollte man Handtücher und dergleichen zum Trocknen aufhängen können. Doch damit ist jetzt Schluss.

Eine geniale Sache: Die Trägerplatte wird laut bebilderter Anleitung mit einem Klebstoff, der sich angeblich wieder entfernen lässt, an der gewünschten Stelle angebracht. Danach wartet man 24 Stunden, bevor man die Bürstengarnitur über diese Trägerplatte schiebt und mittels einer kleinen Imbus-Schraube an der Unterseite fixiert. Fertig. Hält nun schon seit Monaten bombenfest und ohne Wackeln.

Ich habe damit auch eine Badetuchstange montiert und einen Handtuchring, ebenfalls perfekt. Vielleicht etwas teurer als andere vergleichbare Geräte, aber durch diesen Lochfrei-Vorteil in Wirklichkeit billiger, wenn man mal was verändern will. Die Metalloberflächen sind schön gearbeitet, gratfrei und gut anzugreifen. Empfehlenswert.


Nie wieder bohren MO212 Moon Badetuchstange - doppelt , 64 x 11.5 x 4.9 , verchromt, inklusive - Befestigungstechnik
Nie wieder bohren MO212 Moon Badetuchstange - doppelt , 64 x 11.5 x 4.9 , verchromt, inklusive - Befestigungstechnik
Preis: EUR 54,99

5.0 von 5 Sternen Der Schlagbohrer bleibt in der Werkzeugkiste, 10. Februar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Bad / die Toilette ist frisch gefliest, alles ist gereinigt, alles wunderschön. Und in diese Fliesenidylle soll man jetzt mit der Bohrmaschine hinein bohren, die neue glatte Schönheit verletzen? Jahrzehnte lang musste man das tun, wollte man Handtücher und dergleichen zum Trocknen aufhängen können. Doch damit ist jetzt Schluss.

Eine geniale Sache: Die Trägerplatten wird laut bebilderter Anleitung mit einem Klebstoff, der sich angeblich wieder entfernen lässt, an der gewünschten Stelle angebracht. Danach wartet man 24 Stunden, bevor man die Handtuchstange über diese Trägerplatten schiebt und mittels einer kleinen Imbus-Schraube an der Unterseite fixiert. Fertig. Hält nun schon seit Monaten bombenfest und ohne Wackeln.

Ich habe damit auch einen Handtuchring montiert und eine WC-Bürstengarnitur, ebenfalls perfekt. Vielleicht etwas teurer als andere vergleichbare Geräte, aber durch diesen Lochfrei-Vorteil in Wirklichkeit billiger, wenn man mal was verändern will. Die Metalloberflächen sind schön gearbeitet, gratfrei und gut anzugreifen. Empfehlenswert.


Nie wieder bohren MO207 Moon Handtuchring , 18.5 x 5 x 12.5 , verchromt, inklusive - Befestigungstechnik
Nie wieder bohren MO207 Moon Handtuchring , 18.5 x 5 x 12.5 , verchromt, inklusive - Befestigungstechnik
Preis: EUR 25,99

5.0 von 5 Sternen Der Schlagbohrer bleibt in der Wekzeugtruhe, 10. Februar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Bad / die Toilette ist frisch gefliest, alles ist gereinigt, alles wunderschön. Und in diese Fliesenidylle soll man jetzt mit der Bohrmaschine hinein bohren, die neue glatte Schönheit verletzen? Jahrzehnte lang musste man das tun, wollte man Handtücher und dergleichen zum Trocknen aufhängen können. Doch damit ist jetzt Schluss.

Eine geniale Sache: Die Trägerplatte wird laut bebilderter Anleitung mit einem Klebstoff, der sich angeblich wieder entfernen lässt, an der gewünschten Stelle angebracht. Danach wartet man 24 Stunden, bevor man den Handtuchring über diese Trägerplatte schiebt und mittels einer kleinen Imbus-Schraube an der Unterseite fixiert. Fertig. Hält nun schon seit Monaten bombenfest und ohne Wackeln.

Ich habe damit auch eine Badetuchstange montiert und eine WC-Bürstengarnitur, ebenfalls perfekt. Vielleicht etwas teurer als andere vergleichbare Geräte, aber durch diesen Lochfrei-Vorteil in Wirklichkeit billiger, wenn man mal was verändern will. Die Metalloberflächen sind schön gearbeitet, gratfrei und gut anzugreifen. Empfehlenswert.


Das Fischkonzert
Das Fischkonzert
von Hubert Seelow
  Broschiert
Preis: EUR 10,90

5.0 von 5 Sternen Weltberühmt in Island, 10. Februar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Fischkonzert (Broschiert)
Alfgrimur wächst bei Pflege(groß)eltern auf Brekkukot, einem kleinen Hof (damals) etwas außerhalb von Reykjavik auf, dessen Grund durch ein Drehkreuz von der Außenwelt abgetrennt ist. Durch dieses Drehkreuz muss man als Bewohner und Besucher durch, und dessen primäre Funktion ist es vermutlich, die Schafe am Verlassen des Grundstückes zu hindern. Aber dieses Drehkreuz hat auch eine symbolische Funktion, es trennt nämlich die traditionelle ländliche Welt von der modernen Welt ab, das bäuerlich Bescheidene vom städtisch Angeberischen.

Jenseits des Drehkreuzes liegt also das moderne Island, das Island der Zukunft, gegen das das Bäuerliche zumindest in der Nähe von Reykjavik keine Überlebenschance hat. Zu diesem modernen Island gehört auch Gardar Holm, ein sagenumwobener Sänger, auf dessen Weltruhm man in ganz Island stolz ist, singt er doch an den größten Opernhäusern der Welt. Oder ...? Immer wieder werden seine Konzerte auch in Island angekündigt, um dann doch wieder kurzfristig abgesagt zu werden. Dennoch zweifelt niemand an Gardar Holms Bedeutung in der internationalen musikalischen Welt.

Alfgrimur, aus dessen Sicht die Geschichte erzählt wird, und Gardar verbindet die Tatsache, dass sie an zwei Seiten des gleichen Friedhofes aufgewachsen sind, Alfgrimur auf der der Stadt abgewandten Seite, Gardar auf der der Stadt Zugewandten; dass beide singen, wenngleich Alfgrimur nur auf Begräbnissen sein Können unter Beweis stellt - aber er singt in Island; und ihre sehr ähnliche ärmliche Herkunft. Gardar hat es scheinbar geschafft in der modernen Welt des Geldes, Alfgrimur ist auf dem Weg dorthin, wenngleich er sich letztendlich dafür entscheidet, einen anderen, ehrlichen Weg zu nehmen.

Es wäre kein Buch von Laxness, wäre es nicht voll von Symbolik und Doppeldeutigkeit, Sarkasmus und Abscheu gegen die von Geld dominierte Welt. Dennoch weiß er, dass die Zeit die Welt unaufhaltsam verändert, zeigt aber auf, dass es Wege gibt, diesen Wandel anständig zu durchlaufen und nicht seine Seele zu verkaufen zu müssen; dies alles ohne dabei mit dem moralischen Zeigefinger zu drohen. Statt dessen bedient Laxness sich der Ironie und der Technik, die ich auch schon in seinen anderen Büchern sehen durfte, dass er oftmals die einfachsten Menschen die tiefsten Wahrheiten so nebenbei sagen lässt, womit er die menschliche, moralische Bildung weit über die Sachbildung hinaushebt.

Je weiter ich in Laxness' Geschichtenwelt eintauche, um so mehr erschließt sie sich mir nicht nur, naturgemäß, sondern umso sympathischer wird sie mir auch. Seit Schreibstil ist recht gewöhnungsbedürftig, manchmal geradezu altbacken, und manches Buch scheint mir auch nicht ideal übersetzt zu sein, ohne das Original zu kennen oder gar lesen zu können. "Das Fischkonzert" gehört aber zu den Büchern, deren Übersetzung sehr gelungen zu sein scheint, moderner, ohne dabei das Laxness-Typische zu verlieren.

Ein schönes Buch über Menschen, Zeiten und Länder im Umbruch.


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