Profil für Marc Bieber, Autor von 'Skat: Streitfälle vor Gericht' > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Marc Bieber, A...
Top-Rezensenten Rang: 688.420
Hilfreiche Bewertungen: 192

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Marc Bieber, Autor von 'Skat: Streitfälle vor Gericht' (Osnabrück)

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2
pixel
The Dark Secret/Ltd.  (CD + DVD)
The Dark Secret/Ltd. (CD + DVD)
Wird angeboten von hotshotrecordsmailorder
Preis: EUR 10,40

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Guardians Of Film Score Metal, 4. Juli 2004
Rezension bezieht sich auf: The Dark Secret/Ltd. (CD + DVD) (Audio CD)
Auf dem 30-minütigen Appetithappen "The Dark Secret" klingen Rhapsody im Vergleich zum letzten Album "Power Of The Dragonflame" zu meiner Freude wieder melodischer und dazu noch wesentlich dramatischer. Gleichzeitig gibt es kaum bombastische Elemente, und trotz der vielen Streichereinsätze wirkt die CD größtenteils düsterer und ernsthafter als alles zuvor, so als ob Rhapsody sich weiterentwickelt hätten und mit ihrem Epic Symphonic Melodic Hollywood Metal, der nun ein atemberaubender Film Score Metal ist, erwachsen geworden wären. Der einzige Nachteil ist, dass diese neue (teilweise fast schon soundträckmäßige) Richtung Songs im Stile von Klassikern wie z. B. "Emerald Sword", "Eternal Glory" und "Wings Of Destiny", durch die Rhapsody berühmt geworden sind und die einen tief im Herzen erfreut oder berührt haben, für die Zukunft unmöglich zu machen scheint. Wie paradox, dass sich der Hörgenuss beim "Erwachsenwerden" derart ändern kann. Nun zu den Songs im Einzelnen, von denen nur einer ("Sacred Power Of Raging Winds") auf dem nächsten Longplayer zu hören sein wird, was heißt, dass es die anderen 4 Songs nur auf dieser CD gibt (also keine Abzocke). Auf die Hintergrundgeschichte gehe ich übrigens nicht ein, weil abzusehen ist, dass sie sich einem erst mit dem Longplayer (ganz) erschließt (und weil ich ansonsten befürchten muss, die 1000-Wörter-Grenze zu überschreiten).
"Unholy Warcry": Zu Beginn spricht Christopher Lee die Einleitung, erst vollkommen ohne Musik, die dann erst langsam mit den Streichern einsetzt, anschließend ertönen zum ersten Mal der Chor und Synthi-Bläser. Der Song entwickelt sich zu einer typischen singleauskopplungsfähigen Rhapsody-Mid-Tempo-Hymne mit Chor und Streichern im Hintergrund. Vergleiche zu ähnlichen Songs fallen aufgrund der Stilverschiebung schwer, aber "Unholy Warcry" schneidet im Vergleich zumindest nicht schlechter ab.
"Thunder's Mighty Roar": Den Auftakt bilden Synthi-Bläser und E-Gitarre und Fabio Leone singt anfangs so "abscheulich" wie bei "When Demons Awake". Der mehrstimmige Refrain klingt etwas wie eine Abwandlung des Refrains von "Power Of The Dragonflame", nur im Gewand des neuen Stils. Ansonsten ist der Song schon nicht mehr ganz so eingängig wie "Unholy Warcry", hat dafür aber ein feines Gitarren-Synthi-Solo zu bieten.
"Guardians Of Destiny": Hier kommt zum ersten Mal wieder die "Barock-Flöte" zum Einsatz, gleich zu Anfang unterstützt von einer mir von früher sehr bekannt vorkommenden weiblichen Stimme. Mit Barock-Flöte und Streichern im Hintergrund ist der Song sehr getragen, steigert sich aber immer wieder zeitweise ins Dramatische mit einem exzellenten Chor. Und das Solo mit Piano und Akustikgitarre passt wunderbar.
"Sacred Power Of Raging Winds": Dieser Zehnminüter fällt nicht nur auf Grund seiner Länge in die epische Kategorie. Hier ist die Zeit für die Entstehung eines sehr differenzierten Stimmungsbildes vorhanden. Am Anfang hören wir eine Sprechpassage, während der Wind zornig weht, so wie der Titel es ja auch verspricht. Anschließend setzen treibende Drums mit E-Gitarre ein, doch das Tempo wird immer wieder durch kleine Beruhigungspassagen gedrosselt. Im Refrain wird erneut der Chor hervorragend eingesetzt, und schließlich kann der Song noch zwei Höhepunkte vorweisen: Zum einen ein mitreißendes Sing-Sprech-Duell zwischen Fabio Leone und einer monsterartigen Stimme, begleitet vom Chor, der weiblichen Stimme und vom gesamten Orchester, zum anderen das längste (ich glaube mehrere Minuten lang) und beste Solo der ganzen CD, aus dem die Barock-Flöte hervorsticht.
"Non Ho Sonno" (Übersetzung: "I Can't Sleep", wenn ich mich nicht irre): Dieser Song ist sozusagen die Abschlussballade und ist noch mehr als "Guardians Of Destiny" ruhig und getragen. Bemerkenswert ist, dass hier nur der Chor singt, und durch das einzigartige Zusammenspiel von Streichern, E-Gitarre, beklemmenden Pianoklängen und Chor wird eine traurige, ja glatt schon bedrückende Atmosphäre kreiert, die gegen Ende noch düsterer wird und einen erschauern lässt. "Non Ho Sonno" ist ein absolut untypischer Song für das bisherige Rhapsody (vor allem, da selbst bei "Echoes Of Tragedy" und "Lamento Eroico" Fabio Leone trotz der genialen Chöre noch selbst mitgesungen hat), der ihnen jedoch sehr gut zu Gesicht steht. Für mich als Balladen-Fan der Höhepunkt der CD.
Trotz der ziemlich guten Qualität der Songs (wobei ich mir stellenweise eine noch etwas klarere Produktion gewünscht hätte) fehlt allerdings noch das absolut überragende Element. Es wäre auch schlimm, wenn Rhapsody sich nicht mehr steigern könnten, aber deswegen gibt es nur 4 Sterne von mir. Es könnten genauso gut 5 Sterne sein, aber warten wir lieber den neuen Longplayer ab bzw. freuen wir uns darauf, denn eigentlich müsste jeder Rhapsody-Fan mit dieser CD und damit erwartungsgemäß auch mit dem nächsten Longplayer etwas anfangen können. Zudem wird "The Dark Secret" mit jedem Hördurchgang besser...


The Dark Secret/Ep
The Dark Secret/Ep
Preis: EUR 17,42

12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Melodisch-dramatisch reife Veteranen und Genre-Vorreiter, 30. Juni 2004
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Dark Secret/Ep (Audio CD)
Auf dem 30-minütigen Appetithappen "The Dark Secret" klingen Rhapsody im Vergleich zum letzten Album "Power Of The Dragonflame" zu meiner Freude wieder melodischer und dazu noch wesentlich dramatischer. Gleichzeitig gibt es kaum bombastische Elemente, und trotz der vielen Streichereinsätze wirkt die CD größtenteils düsterer und ernsthafter als alles zuvor, so als ob Rhapsody sich weiterentwickelt hätten und mit ihrem Epic Symphonic Melodic Hollywood Metal erwachsen geworden wären. Der einzige Nachteil ist, dass diese neue (teilweise fast schon soundträckmäßige) Richtung Songs im Stile von Klassikern wie z. B. "Emerald Sword", "Eternal Glory" und "Wings Of Destiny", durch die Rhapsody berühmt geworden sind und die einen tief im Herzen erfreut oder berührt haben, für die Zukunft unmöglich zu machen scheint. Wie paradox, dass sich der Hörgenuss beim "Erwachsenwerden" derart ändern kann. Nun zu den Songs im Einzelnen, von denen nur einer ("Sacred Power Of Raging Winds") auf dem nächsten Longplayer zu hören sein wird, was heißt, dass es die anderen 4 Songs nur auf dieser CD gibt (also keine Abzocke, zumal uns noch 5 Monate Wartezeit bevorstehen). Auf die Hintergrundgeschichte gehe ich übrigens nicht ein, weil abzusehen ist, dass sie sich einem erst mit dem Longplayer (ganz) erschließt (und weil ich ansonsten befürchten muss, die 1000-Wörter-Grenze zu überschreiten).
"Unholy Warcry": Zu Beginn spricht Christopher Lee die Einleitung, erst vollkommen ohne Musik, die dann erst langsam mit den Streichern einsetzt, anschließend ertönen zum ersten Mal der Chor und Synthi-Bläser. Der Song entwickelt sich zu einer typischen singleauskopplungsfähigen Rhapsody-Mid-Tempo-Hymne mit Chor und Streichern im Hintergrund. Vergleiche zu ähnlichen Songs fallen aufgrund der Stilverschiebung schwer, aber "Unholy Warcry" schneidet im Vergleich zumindest nicht schlechter ab.
"Thunder's Mighty Roar": Den Auftakt bilden Synthi-Bläser und E-Gitarre und Fabio Leone singt anfangs so "abscheulich" wie bei "When Demons Awake". Der mehrstimmige Refrain klingt etwas wie eine Abwandlung des Refrains von "Power Of The Dragonflame", nur im Gewand des neuen Stils. Ansonsten ist der Song schon nicht mehr ganz so eingängig wie "Unholy Warcry", hat dafür aber ein feines Gitarren-Synthi-Solo zu bieten.
"Guardians Of Destiny": Hier kommt zum ersten Mal wieder die "Barock-Flöte" zum Einsatz, gleich zu Anfang unterstützt von einer mir von früher sehr bekannt vorkommenden weiblichen Stimme. Mit Barock-Flöte und Streichern im Hintergrund ist der Song sehr getragen, steigert sich aber immer wieder zeitweise ins Dramatische mit einem exzellenten Chor. Und das Solo mit Piano und Akustikgitarre passt wunderbar.
"Sacred Power Of Raging Winds": Dieser Zehnminüter fällt nicht nur auf Grund seiner Länge in die epische Kategorie. Hier ist die Zeit für die Entstehung eines sehr differenzierten Stimmungsbildes vorhanden. Am Anfang hören wir eine Sprechpassage, während der Wind zornig weht, so wie der Titel es ja auch verspricht. Anschließend setzen treibende Drums mit E-Gitarre ein, doch das Tempo wird immer wieder durch kleine Beruhigungspassagen gedrosselt. Im Refrain wird erneut der Chor hervorragend eingesetzt, und schließlich kann der Song noch zwei Höhepunkte vorweisen: Zum einen ein mitreißendes Sing-Sprech-Duell zwischen Fabio Leone und einer monsterartigen Stimme, begleitet vom Chor, der weiblichen Stimme und vom gesamten Orchester, zum anderen das längste (ich glaube mehrere Minuten lang) und beste Solo der ganzen CD, aus dem die Barock-Flöte hervorsticht.
"Non Ho Sonno" (Übersetzung: "I Can't Sleep", wenn ich mich nicht irre): Dieser Song ist sozusagen die Abschlussballade und ist noch mehr als "Guardians Of Destiny" ruhig und getragen. Bemerkenswert ist, dass hier nur der Chor singt, und durch das einzigartige Zusammenspiel von Streichern, E-Gitarre, beklemmenden Pianoklängen und Chor wird eine traurige, ja glatt schon bedrückende Atmosphäre kreiert, die gegen Ende noch düsterer wird und einen erschauern lässt. "Non Ho Sonno" ist ein absolut untypischer Song für das bisherige Rhapsody (vor allem, da selbst bei "Echoes Of Tragedy" und "Lamento Eroico" Fabio Leone trotz der genialen Chöre noch selbst mitgesungen hat), der ihnen jedoch sehr gut zu Gesicht steht. Für mich als Balladen-Fan der Höhepunkt der CD.
Trotz der ziemlich guten Qualität der Songs (wobei ich mir stellenweise eine noch etwas klarere Produktion gewünscht hätte) fehlt allerdings das überragende Element. Es wäre auch schlimm, wenn Rhapsody sich nicht mehr steigern könnten, aber deswegen gibt es nur 4 Sterne von mir. Es könnten genauso gut 5 Sterne sein, aber warten wir lieber den neuen Longplayer ab bzw. freuen wir uns darauf, denn eigentlich müsste jeder Rhapsody-Fan mit dieser CD und damit erwartungsgemäß auch mit dem nächsten Longplayer etwas anfangen können.


Usual Tragedy
Usual Tragedy
Wird angeboten von scotty46
Preis: EUR 20,95

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Keine Abtrünnigen, sondern eine neue Melodic-Metal-Hoffnung, 1. März 2004
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Usual Tragedy (Audio CD)
Als Mischung von Stratovarius und Rhapsody werden sie angepriesen, und Karelia schaffen es wirklich gut, die besten Elemente dieser beiden Bands zu verwenden, aber dabei trotzdem sehr eigentständig zu klingen. Vergleiche sind deswegen schwer zu ziehen, und vermutlich kriege ich hier auf die Nuss, sobald ich schreibe, wenn Edenbridge erwachsen und melancholisch (und natürlich maskulin) klängen, hätte man einen Teil von Karelia erfasst...
Wie dem auch sei, wer wie ich auf Melodic Metal, Betonung auf Melodic, steht, ist bei Karelia richtig aufgehoben, denn diese Symbiose aus E-Gitarren, verschiedenen Streichern und Piano-Klängen und den Chören ist - trotz der oftmals traurigen Grundstimmung - erfrischend. Inzwischen ist es sogar in Mode, dass Debüt-Alben auch Konzept-Alben sind, und anstatt uns irgendeine weitere Fantasy-Geschichte aufzutischen, besingen Karelia die Stationen im Leben eines normalen Mannes, was interessant mitzuverfolgen ist.
Ebenso interessant ist schon der Beginn: Das Intro mit der folgenden Hymne "Letter For An Angel" erinnert vom Aufbau des Albums her an Rhapsody, doch erzeugen Karelia im Gegensatz zu Rhapsody eine Ernsthaftigkeit, die Melodic-Metal-Anhänger und gleichzeitige Rhapsody-Hasser freudig vernehmen dürften. Gegen Ende wird die Atmosphäre gar ein wenig zu bedrückend mit "My Guilty Absence" und "Slave Of Time", aber dafür gibt es zwischendurch schnellere und beschaulichere ("Called Up") Stücke, genauso wie von den Chören geprägte Songs ("Daddy's Grave").
Der Höhepunkt ist jedoch nicht der Titeltrack "Usual Tragedy", sondern das überragende "Deserter", das wie eine Ballade beginnt, um schließlich mit einem mitreißenden Refrain in eine förmlich explodierende Hymne überzugehen. Zum Reinhören sehr empfehlenswert. Einziger großer Kritikpunkt ist die zum Teil fürchterliche Aussprache. Manchmal hat mir selbst ein Blick ins Booklet nicht verraten wollen, was denn da gerade gesungen wird...
Nichtsdestotrotz ist Karelia für mich die beste Newcomer-Band seit Rhapsody auf diesem Sektor, und da Stratovarius gerade mit aller Konsequenz musikalischen Selbstmord begehen, sollte man sich den Namen Karelia gut einprägen.


Edge of Time
Edge of Time
Wird angeboten von Media Hessen
Preis: EUR 9,90

2.0 von 5 Sternen Begründer des Pop-Metals, 10. Januar 2004
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Edge of Time (Audio CD)
Alle Interessenten seien gewarnt: Sie werden mit großer Wahrscheinlichkeit enttäuscht sein. Man darf sich nicht von dem schönen Cover und der Verheißung "Melodic Metal" täuschen lassen. "Sharon" ist auch keine Frau, sondern eine aus Männern bestehende Gruppe. Das ist leider auch die einzige Gemeinsamkeit zu meinen Lieblingen wie z. B. Stratovarius, Rhapsody oder Virgin Steele. "Sharon" erinnern nämlich höchstens an eine Ansammlung von Möchtegern-Musikern, die von zu Hause entlaufen sind und sich heimlich in der Garage des Drummers treffen (Widersprüchlichkeit durchaus beabsichtigt). Dementsprechend dilettantisch klingt dann auch das Endprodukt. Das liegt gar nicht mal an der spielerischen Leistung der Jungs, sondern eher an den abgrundtief eintönigen und niveaulosen Songs. Meine Erkenntnis, dass Melodic Metal bei aller Melodik auch Härte braucht, um Metal zu sein, wurde hier auf grausame Art und Weise bestätigt. Das Abdriften in Pop-Gefilde lässt das Werk noch billiger erscheinen, als jeder einzelne Song dies für sich schon tut. Nur ab und zu gelingt es der Band, nicht ganz so abgedroschen zu klingen.


Reign of Elements
Reign of Elements
Preis: EUR 13,91

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Viel versprechendes Debut, 16. September 2003
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Reign of Elements (Audio CD)
"Celesty" spielen schnellen und harten Melodic Metal und das gar nicht mal schlecht. Ein Konzept-Album als Debut ist natürlich ungewöhnlich, macht die Sache aber nur noch interessanter. Nach dem stimmungsvollen "Intro" (bei amazon als "Prologue" bezeichnet) geht mit "The Charge" richtig die Post ab. Alle nachfolgenden Stücke wirken in sich sehr stimmig, die Jungs holen sehr viel aus Gitarre und Keyboard heraus und die Synthesizer-Einsätze sind einfach genial. Das Main-Theme des Albums tritt in den meisten Stücken in variierter Form wieder auf, ohne dass die einzelnen Songs an Eigenständigkeit verlieren oder langweilig werden, und am Schluss gibt es Stratovarius-like eine kitschige, aber wunderschöne Ballade (die übrigens "Kingdom" heißt und nicht "King And Queen") Trotz des bereits recht hohen Niveaus müssen "Celesty" noch variabler spielen, mehr aus ihren Möglichkeiten machen (wer z. B. "Rhapsody" mag, ist halt anspruchsvoll), zudem sollte das Songwriting noch verbessert werden. Für diese Kritikpunkte gibt es einen Stern Abzug. Der andere Stern Abzug ist nötig aufgrund der leider ausverschämt kurzen Spielzeit von gerade einmal ca. 40 Minuten. Da sind auch das coole Cover und die ansprechende Hintergrund-Geschichte kein Ersatz. Nichtsdestotrotz besitzen "Celesty" die Fähigkeiten, sich in der Szene einen Namen zu machen. Wer spätestens seit "Elements Part 1" die "Heavyness" und den "Speed" bei Stratovarius vermisst, wird sowieso früher oder später lächelnd über "Reign Of Elements" von "Celesty" stolpern. Und wenn schon beide über die Elemente singen: Bei Stratovarius gibt es "Wind und Wasser", bei "Celesty" gibt es "Eis und Erde" (um auch dem letzten Menschen den Unterschied deutlich zu machen). Zu guter Letzt möchte ich noch die Fan-Betreuung (in Ermangelung eins treffenderen Begriffs nenne ich das einfach mal so) bei "Celesty" lobend erwähnen, die Gitarrist Tapani Kangas anscheinend persönlich übernimmt. So oder so ist demzufolge der Kauf von "Reign Of Elements" keine schlechte Wahl.


Kinder der Hoffnung. Nick Seafort 07.
Kinder der Hoffnung. Nick Seafort 07.
von David Feintuch
  Taschenbuch

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Überaus gelungener (erneut vorläufiger?) Abschluss, 4. August 2003
Inhalt: Randy Carr, Sohn des ehemaligen Statthalters Derek Carr, der vor Jahren sein Leben auf der „Galactic" gelassen hat, als er Nick Seafort dabei half, den Staatsstreich auf der Erde abzuwenden, beleidigt auf Hope Nation öffentlich einen Bischof und ist gezwungen, auf der Flucht zu leben, um sich dem Zugriff der schier übermächtigen Kirche zu entziehen. Zeitgleich dockt Nick Seafort mit dem ihm unterstellten Schiff an der Orbitalstation an. Über mehrere Zufälle gelangt Randy, der Nick Seafort hasst, weil er ihn für den Tod seines Vaters verantwortlich macht, auf das Schiff und in Seaforts Reichweite und verübt einen Mordanschlag auf ihn. Doch als sich endlich herausstellt, ob Nick Seafort überlebt und Randy Carr gehängt wird, kehrt urplötzlich ein längst todgeglaubter Feind zurück. Mit einer überraschenden Absicht...
David Feintuch hat sich mit dem siebten Band seiner Nick-Seafort-Reihe selbst übertroffen. Geschickt werden die in Band sechs gemachten Andeutungen, die Kirche bemühe sich zunehmend, auf Hope Nation die Kontrolle zu übernehmen, aufgegriffen und in eine mitreißende Story verpackt. Die zerrissene und vielschichtige Beziehung zwischen Nick Seafort und Randy Carr fesselt einen praktisch neben der mit zahlreichen Wendungen versehenen Handlung. Selten wurden Ehre und Schuld, Vergebung und Sühne, die Autorität der Repräsentanten Gottes, deren Missbrauch und die Frage nach Gott selbst so tiefgründig thematisiert. Darüber hinaus bereitet uns Feintuch die Freude, von früher bekannte Charaktere in die Geschichte zu integrieren, teilweise auf höchst unerwartete Art und Weise. Letztendlich werden die Handlungsfäden und damit auch die Nick-Seafort-Reihe an sich zu einem würdigen Abschluss gebracht, auch wenn das erneut bestürzende und doch hoffnungsfrohe Ende eine weitere Fortsetzung durchaus zulässt. Nur ob David Feintuch dieses Feuerwerk an Ideen im bislang längsten Nick-Seafort-Roman noch einmal übertreffen kann, ist fraglich.


Elements Pt.1
Elements Pt.1
Preis: EUR 17,74

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Bestes Album von Stratovarius, sofern man sie so mag, 2. Februar 2003
Rezension bezieht sich auf: Elements Pt.1 (Audio CD)
Mir gefällt das neue Stratovarius-Album ziemlich gut, was daran liegt, dass die Stratos es diesmal fast perfekt schaffen, Härte und Melodik miteinander zu vereinbaren. Selten war der Genre-Begriff "Melodic Metal" passender. Die Songs im einzelnen: Das vorab schon veröffentlichte "Eagleheart" ist der Opener, typisch für ein als Single veröffentlichtes Stück, flott und eingängig, netter Refrain, recht kurz. Wer nur "Eagleheart" vorher gehört hat, der konnte noch keine Vorstellung von diesem Album bekommen, da die anderen Songs um Klassen besser sind. Am besten gefällt mir "Fantasia", da dieser Song wirklich alles hat. Ruhige und schnelle Passagen wechseln sich bei herrlicher klanglicher Untermalung ab, und das Intro zu diesem Stück ist der bombastische Hammer (Vom Stil her vielleicht vergleichbar mit dem Beginn von "Eternity" auf dem Episodealbum). Noch länger als "Fantasia" mit knapp 10 Minuten ist der Titeltrack "Elements" mit knapp 12 Minuten. Er ist härter als "Fantasia" mit mehr typischen Strato-Heavy-Elementen. Leider ist der Refrain recht einfallslos, aber wer hört bei Stratovarius noch auf die Texte? Für die Speed-Freunde gibt es "Find your own Voice", vom Speed vergleichbar mit "Speed of Light" auf dem Episode-Album (keine Sorge, ich habe alle Stratovarius-Alben, aber Episode hat wohl gute Beispiele auf Lager), nur dürfte sich bei "Find your own Voice" so mancher an Kotipeltos extrem hoher Stimmlage stören, meiner Meinung nach passt sie aber zu dem Song, auch wenn ich andere Songs auf diesem Album lieber mag, z. B. "Soul of a Vagabond", der richtig hart vorangetrieben abgeht, aber trotzdem nicht die melodischen Elemente vernachlässigt, was auf diesem Album eben die Kunst ist. "Stratofortress" ist das einzige Instrumental, aber hier holen die Jungs alles aus ihren Instrumenten heraus. Für mich auf jeden Fall eines der besten Instrumentals, richtig heavy und zudem mit einem passenden und originellen Titel. Weniger originell ist leider "Learning to fly", der für mich schwächste Song auf "Elements, Part 1". Er kommt einfach zu belanglos daher, ist recht monoton und kann getrost als Füllmaterial betrachtet werden. Aber wieder zu erfreulicherem: "Papillon" jagt einem wirklich einen Schauer über den Rücken (wenn man denn den kindsartigen Gesang am Anfang und Ende nicht kitschig findet; singt da wirklich ein Kind oder verstellt Kotipelto seine Stimme? Ich weiß es nicht und halte beides für möglich), ist ein ruhiger und getragener Song eben mit Gänsehautatmosphäre, trotzdem mit einem Heavy-Refrain. Zum Abschluss gibt es noch die übliche Ballade mit "Drop in the Ocean". Sehr gelungen sind hier die Geräusche der Wellen und die damit eingefangene Stimmung, und der am Ende fast schon gehauchte Refrain ist einfach wunderschön (Vorsicht: erneute Kitschgefahr). Abschließend betrachtet finde ich - als Freund des MELODIC Metal (nur um zu betonen, auf welches der beiden Worte ich mehr Wert lege) - dass diese Stratovarius-Scheibe den bisherigen Höhepunkt darstellt. Melodisch, trotzdem hart, hart, trotzdem melodisch, eine fast perfekte Symbiose. Aber stellt euch darauf ein, dass die Stratos nicht mehr so klingen wie früher.


Guardians of the Flame
Guardians of the Flame
Wird angeboten von renditeplus
Preis: EUR 18,90

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Beginn einer Ära, 27. Dezember 2002
Rezension bezieht sich auf: Guardians of the Flame (Audio CD)
Das jetzt neu veröffentlichte, größtenteils remasterte und mit Bonustracks versehene zweite Virgin Steele - Album "Guardians of the Flame" stellt eine spürbare Steigerung im Vergleich zum ersten Virgin Steele - Album dar. Der mittelmäßige Song "Burn the Sun" war bereits auf der Neu-Veröffentlichung des ersten Virgin Steele - Albums zu finden. "The Redeemer" und "I am the One", zwei Songs im Midtempo-Bereich, die man vielleicht schon von dem Virgin Steele - Album "The Book of Burning" klingt, wissen in ihrer "alten Form" durchaus zu gefallen. Auf "The Book of Burning" befanden sich ebenfalls die Hits "Don't say Goodbye (Tonight)" "Guardians of the Flame". Ersterer verliert in seiner ursprünglichen Form nichts von seinem flehenden Charakter, und letzterer verkörpert in dieser Fassung perfekt den Geist der achtziger Jahre und kommt genauso schwungvoll daher. Auch "A Cry in the Night" dürfte von "The Book of Burning" bekannt sein, wo es in der Akustikversion vorlag. Hier gibt die rauhere und flottere Variante dem Song eine völlig neue, aber sehr gelungene Richtung. Lobenswert ist vor allem, dass das etwas härtere, aber voll überzeugende "Wait for the Night" seinen Weg auf diese CD gefunden hat. Andere Songs wissen auch zu gefallen, so z. B. "Life or Crime", was auf "Virgin Steele I" als Bonus Track - Demo-Version vorlag, oder auch "Metal City" und "Hell or High Water", die Dampf machen, zwar auch manchmal in den rockigen Bereich abfallen, aber nie so sehr wie die Songs auf "Virgin Steele I". Das Interview kurz vor Schluss ist eine witzige Idee, wobei natürlich hier nicht verraten werden soll, worum es geht. Für 5 Sterne reicht es leider nicht, weil sich auch schwächere und für den modernen Virgin Steele - Hörer teilweise undefinierbare Songs eingeschlichen haben wie "Go all the way", "Go down fighting" und "Blues Deluxe Oreganata (I might drown)". Die ersten beiden Songs wurden von Jack Starr komponiert, und wenn man als Virgin Steele - Fan die Umstände nicht besser kennen würde, könnte man glatt sagen, dass man ihn wegen solcher Kompositionen rausgeworfen hat. Fazit: Eine klare Steigerung zu "Virgin Steele I". Die herausragenden kompositorischen Fähigkeiten von David DeFeis zeigen sich immer klarer, und mit "A Cry in the Night", "Guardians of the Flame" und "Don't say Goodbye (Tonight)" wurden die ersten wirklich denkwürdigen Songs geschrieben. Dennoch klingt "Noble Savage", das sehr gelungene Nachfolgealbum, doch anders und einfach mehr nach Metal à la Virgin Steele, was aber der "Guardians of the Flame" - CD wiederum einen ganz eigenen Charakter gibt und somit gerade für Fans kaufenswert macht. Allen "Neueinsteigern" sei trotzdem wieder einmal "Age of Consent", "Noble Savage", oder ein Teil aus der "Marriage of Heaven and Hell" - oder "House of Atreus" - Reihe als Erstkauf empfohlen.


Virgin Steele I
Virgin Steele I
Wird angeboten von HOZ-Records
Preis: EUR 17,99

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Blick zurück zum mittelmäßigen Anfang, 4. Oktober 2002
Rezension bezieht sich auf: Virgin Steele I (Audio CD)
Um es vorwegzunehmen: Mit dieser Neuveröffentlichung hörte ich zum ersten Mal die ganz alten Virgin Steele - Songs. Ja, der Blick zurück zum Anfang der Band-Geschichte ist sehr interessant. Ja, man konnte, wenn man das aktuelle Virgin Steele kennt, nicht allzu viel erwarten. Und ja, viel versprechende Ansätze sind durchaus zu hören, aber... Die Scheibe ist eindeutig Hardrock mit ein paar kleinen Metalansätzen. Somit ist diese Scheibe eigentlich hauptsächlich für Virgin Steele - Fans geeignet, die unbedingt wissen wollen, wie ihre Lieblingsgruppe "damals" war. Songs wie "American Girl", "Drive on thru", "Still in Love with you" und die Re-masterte Fassung von "Children of the Storm" (selbst für Leute interessant, die die neu aufgenommene "Book of Burning" - Version kennen) wissen durchaus zu gefallen, reichen aber auch nicht als beste Stücke der CD annähernd an die heutzutage gewohnte Virgin Steele - Qualität heran. Immerhin gab es keine kompletten Neuaufnahmen zu Gunsten der Geschichtsliebhaber, denn die größtenteils mittelmäßigen Songs hätten auch keine Neuaufnahmen verdient bzw. gerechtfertigt. So begann also eine Band, die heute jeder Metal-Liebhaber kennen dürfte, ihre Karriere. Hoffen wir nun, dass Virgin Steele das aktuelle Level halten und bald eine tolle, komplett neue Scheibe präsentieren kann.


Hymns to Victory
Hymns to Victory
Preis: EUR 21,38

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Historisches Feuerwerk mit kleinen Fehlzündungen, 29. September 2002
Rezension bezieht sich auf: Hymns to Victory (Audio CD)
Um eins gleich zu Anfang klarzustellen: Fast alle Songs auf dieser CD verdienen das Prädikat "Extraklasse", keine Frage. Nun aber zu den Kritikpunkten, aufgrund welcher ich nur 4 statt 5 Sterne als Bewertung vergeben habe. Die re-masterten Stücke klingen selbst für einen geübten Virgin Steele - Hörer wie mich ziemlich gleich, dafür brauche ich die CD nicht. Interessant sind vor allem die neuen Versionen von "Crown of Glory (unscarred)" und "A Symphony of Steele". Ein Segen hingegen ist die Akustik-Version von "The Spirit of Steele", hier kann man fast schon von einem neuen Song sprechen. Während die Noble-Savage-Version eher mitreißend war, ist die neue Version ein eher getragenes Stück ist, meinem Eindruck nach mit einer traurigen Atmosphäre im Vergleich zum "Original" auf dem Noble Savage - Album. Was aber "Saturday Night" auf dieser CD zu suchen hat, ist mir ein Rätsel! Hätte man doch statt eines bisher unveröffentlichten, schlechten Songs doch "Victory is mine" von "The Marriage of Heaven and Hell, Part II" genommen. Allein diese Tatsache reicht schon, um nicht die Höchstwertung zu vergeben. Wenigstens kann der andere neue Song, "Mists of Avalon", überzeugen. Eine Ballade, wie man sie von Virgin Steele in der Form noch nicht vorgefunden hat. Und bei allem Gemecker zwischendurch: Wenn Virgin Steele in 20 Jahren bei der nächsten Best-of-Auskopplung immer noch Songs von höchster Qualität dabei hat wie auf "Hymns to Victory" ja en masse, dann sollten wir einfach nur hören, genießen, und uns auf die nächsten Jahre mit Virgin Steele freuen. Hoffen wir nur, dass die beste Zeit nicht schon vorüber ist...


Seite: 1 | 2