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Rezensionen verfasst von
buecher360

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Die Nanny - Die komplette erste Season (3 DVDs)
Die Nanny - Die komplette erste Season (3 DVDs)
DVD ~ Fran Drescher
Wird angeboten von dvdseller24
Preis: EUR 49,97

22 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Leichte Abzüge in der B-Note, 21. Oktober 2005
Ich bin ein großer Sitcom-Fan, und unter den vielen großartigen Serien, die in den 80er und 90er Jahren produziert wurden, ist die „Nanny" mein absoluter Favorit. Deshalb war meine Freude groß, als ich im Sommer die Vorankündigungen für die DVD-Box mit der ersten Staffel gesehen habe.
Die Box bietet das Standardrepertoire, das man von einem solchen Release erwarten kann. Drei Folgen sind mit Kommentaren der „Nanny"-Erfinderin und Hauptdarstellerin Fran Drescher versehen, und als Bonusmaterial gibt es ein ca. zwanzigminütiges Making Of mit neueren Interviews, in denen neben Fran Drescher auch Ihr Ex-Mann und Co-Produzent der Serie, Peter Michael Jacobson, sowie die Darsteller der drei Sheffield-Kinder zu Wort kommen. Das ist alles ganz nett und bietet viele manchmal interessante, oft humorvolle, teilweise aber auch überflüssige Informationen. Insbesondere werden in den Interview-Auschnitten mit Fran Drescher von ihr lediglich die Infos wiederholt, die bereits in den Kommentaren zu den Episoden enthalten sind. Und ein liebevoll gemachtes Booklet sucht man ebenfalls vergebens...
Leider hat sich die Produktionsfirma für die deutsche DVD-Veröffentlichung für die von RTL und VOX vorgenommene (falsche) Reihenfolge der Serie entschieden (eine häufige Unsitte auf dem Serien-Sektor). Auf den drei DVDs sind insgesamt 24 Folgen enthalten. Die (wenigstens in der richtigen Reihenfolge enthaltene) erste Season endete jedoch in den USA mit Episode 22 („I Don't Remember Mama", dt. „Muttertag"). Die als Folgen 23 und 24 enthaltenen Episoden gehören bereits zur 2. Staffel und sind dort die Nummern 2 („The Playwright", dt. „Schulfreunde") und 7 („A Star Is Unborn", dt. „Kein Star ist geboren").
Doch jeder echte „Nanny"-Fan wird über diese Schwächen der ansonsten schön aufgemachten DVD-Box gerne hinwegsehen. Und wer noch kein Fan ist: Unbedingt mal eine Folge im amerikanischen Original schauen - abgesehen davon, dass in der deutschen Synchronisation viele recht derbe Zoten „rausübersetzt" wurden, MUSS man Fran Dreschers Originalstimme einfach gehört haben! Selbst wenn man nicht alles hundertprozentig versteht - allein der „Nanny-Sound" sorgt für ausreichend Lacher!
Bisher (Stand: Ende Oktober 2005) sind keine weiteren Staffeln angekündigt. Das lässt nichts Gutes erahnen... An zu schwachen Verkaufszahlen sollte es nicht liegen, denn die Serie ist für jeden Sitcom-Fan (und die, die es noch werden wollen) ein absoluter PFLICHTKAUF!!!


Spanish Train & Other Stories
Spanish Train & Other Stories
Preis: EUR 7,97

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bestes Album - falsches Cover, 14. Oktober 2004
Rezension bezieht sich auf: Spanish Train & Other Stories (Audio CD)
Chris de Burgh ist der Idealkandidat für einen Unplugged-Auftritt, denn in seinen Anfangstagen war er das, was man auf Deutsch als "Liedermacher" bezeichnet - und das meine ich im besten Sinne des Wortes. Schon mit seinem zweiten Album "Spanish Train" hatte der kleine Ire, der heute leider ob seiner Tochter bekannter ist denn ob seiner Musik, sein bis heute unübertroffenes Meisterwerk abgeliefert. Dem Titel des Albums wird de Burgh allemal gerecht, denn in der Tat erzählt er zehn kleine Geschichten: Vom Soldaten, der im Ersten Weltkrieg ein Liebeslied an seine Frau schreibt (This Song For You) über die Stripperin Patricia, die in den 20er Jahren vor Gericht freigesprochen wird, weil sie "in ihrer Arbeitskleidung" (sprich: nackt!) war, bis hin zur romantischen Fantasystory mit ökologisch korrekter Botschaft (The Tower) bietet de Burgh das breite erzählerische Spektrum, welches man auf seinen neueren Platten so schmerzlich vermißt. Die textlich und musikalisch anspruchsvollen Songs, angereichert mit Folk- Jazz- und Swingelementen werden auch nach dem x-ten Anhören nicht langweilig und sind meilenweit entfernt von dem seichten Pop-Gedudel, mit dem de Burgh seit Ende der 80er Jahre zwar kommerzielle Erfolge feiert, seine "Altfans" aber regelmäßig zur Verzweiflung treibt. Meine erste Chris-de-Burgh-LP war 1982 "The Getaway", und seitdem hat sich kein anderes Album von ihm so oft auf dem Plattenteller oder im CD-Spieler gedreht wie "Spanish Train".
Ein ewiges Geheimnis der Plattenfirma wird wohl bleiben, warum diese Ausgabe der CD mit dem sogenannten "Südafrika"-Cover veröffentlicht wurde - das rote Originalcover ist weitaus ansprechender.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 13, 2012 11:48 PM MEST


Philips HDD 060 Tragbarer MP3-Player 1,5GB
Philips HDD 060 Tragbarer MP3-Player 1,5GB

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Die Software ist ein Desaster!, 25. Juli 2004
Bei meinem kleinen MP3-Player von Siemens, den ich über mein Handy betreibe, lassen sich die Dateien ganz einfach im Windows Explorer per Drag & Drop auf die Flashcard übertragen. PHILIPS dachte sich wohl bei seiner mobilen Jukebox: Warum einfach, wenn's auch umständlich geht! Dass man eine extra Software benötigt, um die Dateien auf den Player zu übertragen, könnte man ja noch verstehen, wenn sie die Übertragung vereinfachen würde! Aber das Gegenteil ist der Fall: Die unter dem euphemistischen Namen „Digital Media Manager" daherkommende Software ist:
1. umständlich
2. langsam
3. benutzerunfreundlich
und - sozusagen als Krönung -
4. voller Bugs!
Zum Beispiel erkennt der DMM einige Titel auf meiner Festplatte nicht. Die Support-Webseite konnte mir zwar nicht weiterhelfen, offerierte mir statt dessen aber einen Zufriedenheitsfragebogen, in dem ich meinem Ärger auch Luft machen wollte. Beim Absenden des Formulars führte das Ganze dann ins Leere: „Die Seite kann nicht angezeigt werden". Vielen Dank, PHILIPS, für diesen Top-Support!!!
Was nützt mir ein zwar mit einer vergleichsweise großen Festplatte (die angegebenen 1,5 GByte stimmen übrigens nicht, es lassen sich nur knapp 1,3 GByte speichern!) ausgerüstetes Gerät mit sehr guten Klangeigenschaften, wenn ich es nur eingeschränkt und obendrein mit einem riesigen Aufwand an Zeit und Ärger verwenden kann? Jedem Interessenten, der sich eine portable Jukebox zulegen möchte, kann man bei diesem Gerät nur empfehlen: Finger weg!!!


Kanonen auf hoher See: Roman (Ein Jack-Aubrey-Roman, Band 6)
Kanonen auf hoher See: Roman (Ein Jack-Aubrey-Roman, Band 6)
von Patrick O'Brian
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

20 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aubrey/Maturin 6: Wieder eine perfekte Mischung, 18. März 2004
Noch im selben Jahr (1978) wie der vorhergehende Band „Sturm in der Antarktis" erschien der vorliegende Roman und spinnt die Geschichte der glücklosen „Leopard" nahtlos fort. Wie gewohnt hat sich der deutsche Herausgeber für einen dem Roman wenig angemessenen deutschen Titel entschieden, denn das Kriegsglück („Fortune of War", Originaltitel) scheint „Lucky Jack" Aubrey endgültig zu verlassen...
Nachdem sich die „Leopard" als nicht mehr reparabel erweist, sollen Jack und sein Freund, der Schiffsarzt und Geheimagent Stephen Maturin, samt ihrer Mannschaft an Bord der „Fleche" nach England zurücksegeln. Ein Feuer auf See zwingt sie jedoch, das Schiff aufzugeben, und sie werden in letzter Minute von der englischen Fregatte „Java", aus Seenot gerettet. Doch das Pech bleibt ihnen treu: Da die Royal Navy immer wieder amerikanische Handelsschiffe aufgebracht hat, um von diesen für ihre unterbemannten Schiffe Seeleute zu pressen, haben die Vereinigten Staaten England den Krieg erklärt. Nach einem Gefecht mit einem überlegenen amerikanischen Kriegsschiff muss die „Java" die Flagge streichen, und Aubrey und seine Männer werden als Kriegsgefangene nach Boston verbracht. Die Offiziere dürfen sich auf Ehrenwort dort frei in der Stadt bewegen - und wieder einmal zahlt es sich aus, dass Stephen einer der besten Männer des britischen Marinegeheimdienstes ist...
In gewohnt gekonnter Manier bindet der Autor seine beiden Helden in den historischen Kontext ein. Die beiden Seegefechte sind durch Quellentexte wie Logbücher, Depeschen, Protokolle der Kriegsgerichtsverhandlungen etc. sehr gut dokumentiert. O'Brian erweist sich einmal mehr als Meister, wenn es darum geht, dieses trockene Aktenmaterial zu einem spannenden Stück Literatur umzuformen. Den Höhepunkt des Romans bildet jedoch die „Landpassage" während der Gefangenschaft in Boston, die etwa die Hälfte des Romans ausmacht und in der Stephen Maturin erfahren muss, was für ein schmutziges Geschäft Spionage sein kann. Und auch Jack, der am gesellschaftlichen Leben in Boston teilnimmt, wird sein dortiger Aufenthalt später noch einiges Kopfzerbrechen bereiten...
Wer jetzt Lust auf mehr bekommen hat: Eine Aufstellung aller Aubrey/Maturin-Romane findet sich in meiner Lieblingsliste „Aubrey & Maturin komplett".
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 30, 2011 8:55 AM CET


Sturm in der Antarktis: Roman
Sturm in der Antarktis: Roman
von Patrick O'Brian
  Taschenbuch

24 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aubrey/Maturin 5: Die Etablierung als großangelegte Serie, 17. März 2004
Rezension bezieht sich auf: Sturm in der Antarktis: Roman (Taschenbuch)
Mit diesem 1978 erschienenen Roman etablierte O'Brian seine beiden Protagonisten endgültig als Serienhelden, bilden doch dieser und die beiden Folgebände „Kanonen auf hoher See" und „Verfolgung im Nebel" eine lose zusammenhängende Trilogie. Zwar kann man die Romane auch einzeln problemlos verstehen, der Erzählfaden wird jedoch nahtlos fortgeführt.
Nachdem Jack Aubrey an Land mal wieder ins Fettnäpfchen getreten ist - er hat einen Gegner beim Kartenspiel öffentlich des Falschspiels bezichtigt (besagter Mr. Wray wird in den späteren Bänden noch eine wichtige Rolle spielen!) - bekommt er einen Auftrag, der ihm überhaupt nicht behagt: Er soll auf einem alten 50-Kanonen Schiff, der „Leopard", eine Gruppe Strafgefangener in ihre Strafkolonie nach Australien deportieren. Und als ob das nicht schon schlimm genug wäre, gehören dazu auch einige Frauen, und Jack ist der Meinung, dass Frauen an Bord eines Schiffes der Royal Navy mindestens genauso wenig verloren haben wie ein Geistlicher... Und seine Befürchtungen bewahrheiten sich, denn der Transport geht alles andere als glatt vonstatten. Als sie einem weitaus stärkeren holländischen Linienschiff entkommen müssen, werden sie in einer tagelangen Verfolgungsjagd immer weiter Richtung Süden abgetrieben, und der „Sturm in der Antarktis" verschlägt die stark beschädigte Leopard schließlich nach „Desolation Island" (Originaltitel), die „Insel der Einöde". Während das Schiff dort wochenlang festliegt, schlägt die große Stunde des Geheimagenten Stephen Maturin, denn unter den Gefangenen befindet sich eine ebenso gerissene wie attraktive feindliche Spionin...
Nachdem im vorangegangenen Roman der Seekrieg gegen Frankreich im Vordergrund stand und dementsprechend Jack Aubrey eindeutig die Hauptperson war, so ist der vorliegende Band wieder deutlich „Maturin-lastiger" geraten. Die Spionagehandlung bestimmt einen großen Teil des Romans, und bei dem Aufenthalt auf Desolation Island kann sich Stephen ausführlich seinem Hobby, der Naturforschung, widmen - vom Autor wie immer spannend, humorvoll und mit akribischer Detailkenntnis erzählt. Und auch der historische Hintergrund kommt nicht zu kurz, wird doch die australische Strafkolonie, die das Schiff anlaufen soll, von William Bligh geleitet, der durch seine Rolle als Kommandant der „Bounty" nicht nur zu historischer, sondern auch literarischer und filmischer Berühmtheit gelangt ist.
Wer jetzt Lust auf mehr bekommen hat: Eine Aufstellung aller Aubrey/Maturin-Romane findet sich in meiner Lieblingsliste „Aubrey & Maturin komplett".


Geheimauftrag Mauritius: Roman (Ein Jack-Aubrey-Roman, Band 4)
Geheimauftrag Mauritius: Roman (Ein Jack-Aubrey-Roman, Band 4)
von Patrick O'Brian
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

21 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aubrey/Maturin 4: Ein klassischer Seekriegsroman, 10. März 2004
Nach fast vierjähriger Veröffentlichungspause schickte Patrick O'Brian seine beiden Helden 1977 mit „The Mauritius Command" (so der Originaltitel) erneut auf hohe See. Zum ersten Mal wurde vom deutschen Verleger somit ein halbwegs passender deutscher Titel gewählt - leider eine Ausnahme nicht nur für diese Serie, sondern für das marinehistorische Genre im Allgemeinen.
Jack Aubrey, inzwischen glücklich verheiratet, bekommt durch die Vermittlung seines Freundes, des Schiffsarztes und Geheimagenten Stephen Maturin, zum ersten Mal den Posten eines Kommodore übertragen. Sein Auftrag: Mit seinem Geschwader die französischen Stützpunkte Mauritius und La Réunion zu erobern und England somit einen entscheidenden Vorteil im Seekrieg gegen Frankreich zu verschaffen. Keine leichte Aufgabe, denn Aubrey muss sich nicht nur mit den Franzosen, sondern auch mit Nachschubproblemen, renitenten Kapitänen und sturköpfigen Admiralen herumschlagen. Es verbietet sich, an dieser Stelle mehr Details der Handlung zu verraten, nur soviel sei gesagt: Nicht umsonst hat man Aubrey in der Flotte den Beinamen „Lucky Jack" gegeben...
„Geheimauftrag Mauritius" ist im Gegensatz zu seinen Vorgängern ein nahezu klassischer Seekriegsroman. Abgesehen von der einleitenden Landpassage steht die militärische Operation deutlich im Vordergrund, und es spricht für den Autor, dass weder dies noch das enge historische Korsett, in das er seine Helden zwängt, dem Roman zum Nachteil gereichen. Im Gegenteil: Während der gesamten Lektüre merkt man dem Buch an, dass hier einer schreibt, bei dem literarisches Talent und Faktenkenntnis eine perfekte Symbiose eingehen, denn kein anderer Autor marinehistorischer Romane versteht soviel von Seemannschaft und der Geschichte der Royal Navy wie Patrick O'Brian. Dies alles noch verbunden mit der liebevollen Charakterzeichnung nicht nur seiner Haupt-, sondern auch der Nebenfiguren (wie z. B. Preserved Killick, Aubreys ewig grummelndem Steward), machen auch diesen Roman wieder zu einem vollendeten Lesevergnügen.
Wer jetzt Lust auf mehr bekommen hat: Eine Aufstellung aller Aubrey/Maturin-Romane findet sich in meiner Lieblingsliste „Aubrey & Maturin komplett"


Rock Star
Rock Star
DVD ~ Mark Wahlberg
Preis: EUR 12,39

4 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Eine große Chance verpasst, 4. Februar 2004
Rezension bezieht sich auf: Rock Star (DVD)
Was „Boogie Nights" für das Porno-Biz der 70er war, hätte „Rock Star" für die Metal-Szene der 80er werden können - und nicht nur, weil Mark Wahlberg in beiden Filmen die Hauptrolle spielt. Doch diese Chance wurde von Drehbuchautor John Stockwell und Regisseur Stephen Herek („Die drei Musketiere") mit Donnergetöse in den Sand gesetzt.
Statt glaub- und liebenswürdigen Figuren, ausgearbeiteten Charakteren und einer abwechslungsreichen Story bekommen die Zuschauer (und Zuhörer!) soviele Klischees um die Ohren gehauen wie Tommy Lee während eines Auftritts an Drumsticks verbraucht. Spätestens nach einer halben Stunde fängt man an, das „Wetten, das kommt als nächstes...?"-Rätsel zu spielen, um den Film einigermaßen kurzweilig zu finden.
Der Film taugt weder als Dokument der modernen Kulturgeschichte (zu eindimensional) noch als ernsthafte Kritik am Rockmusik-Business (zu verherrlichend), geschweige denn als ironische Selbstreflexion der mitwirkenden Musiker (dafür nehmen sich die Herren Pilson & Co. selbst viel zu ernst - das, was man zuerst für Humor hält, ist unfreiwillige Komik!).
Ich geb's ja offen zu: Auch meinen Plattenschrank zieren die LPs der Helden unserer Jugendtage - von Bon Jovi über Dokken und Mötley Crüe bis hin zu Ratt und White Lion - aber mehr, als bei den 30-40-jährigen Ex- (oder Immer-noch-) Poserband-Fans das Revival-Feeling zu bedienen, leistet der Film leider nicht. Zuschauer, die nicht zu dieser Gruppe gehören, werden ihn als das abtun, was er ist: Ein solide gemachtes, aber belangloses Musikfilmchen, dessen Storypotenzial auch nicht annähernd ausgeschöpft worden ist.


Horatio Hornblower, 11 Bde.
Horatio Hornblower, 11 Bde.
von Cecil S. Forester
  Taschenbuch

46 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die "Blaupause" für alle marinehistorischen Serien, 9. Januar 2004
Rezension bezieht sich auf: Horatio Hornblower, 11 Bde. (Taschenbuch)
Mit seiner zehnbändigen Hornblower-Reihe (Band 11 „Zapfenstreich" wurde 1967 posthum veröffentlicht und enthält neben dem Romanfragment „Hornblowers Plan" noch zwei Erzählungen und eine autobiographische Notiz) hat Cecil Scott Forester (1899-1966) zwischen 1937 und 1962 die wohl bedeutendsten marinehistorischen Erzählungen geschaffen, die bis heute unzählige Nachahmer von unterschiedlichster Qualität nach sich gezogen haben und immer noch ziehen. Hornblower wurde somit zum Urahn so bekannter Romangestalten wie Richard Bolitho, Jack Aubrey, Nicholas Ramage und in jüngster Zeit Fergus Kilburnie und Thomas Kydd.
Anfänglich gar nicht als Reihe geplant, schildern die Romane den Aufstieg Horatio Hornblowers vom siebzehnjährigen Fähnrich bis zum geadelten Admiral während der englisch-französischen Seekriege Ende des 18./Anfang des 19. Jahrhunderts.
Ich verschlinge die Bücher gerade zum zweiten Mal. Nachdem ich sie beim ersten Mal in der Reihenfolge der Handlung gelesen habe (sollte man bei der Erstlektüre auf jeden Fall tun), lese ich sie im Moment noch einmal in der Reihenfolge der Niederschrift (Bd. 5 / 6 / 7 / 8 / 9 / 1 / 2 / 4 / 10 / 3). Erst in dieser Lesereihenfolge fällt deutlich auf, wie Forester seinen Protagonisten immer facettenreicher und liebevoller gestaltet. Auch lesen sich die späten Bände deutlich flüssiger - man merkt, wie der Autor seinen Schreibstil verfeinert. Denn nach dem großen Erfolg der ersten Bände wollten die Leser natürlich auch etwas über die Aufstiegsjahre ihres Helden erfahren.
Da es inzwischen keine gebundene Ausgabe der Hornblower-Reihe mehr gibt, sollte derjenige, der eine repräsentative Ausgabe sucht, auf jeden Fall bei dieser Kassette zugreifen, denn die hier vorliegende Gesamtausgabe aus dem Jahr 1999 ist ansprechend gestaltet. Mehrere Karten und ein ausführliches Glossar mit der Erklärung des nautischen Vokabulars in jedem Band machen das Gelesene auch für ausgemachte Landratten leicht verständlich. Ein dunkelblauer Rücken und fein gestaltete Titelaquarelle (die genreüblichen knallbunten Turner-Imitate bleiben dem Leser hier erspart) runden den positiven äußeren Gesamteindruck ab.
Negativ fällt lediglich die hohe Zahl an Tippfehlern sowie die schlechte Leimung auf. Die für Taschenbücher ungewöhnliche Dicke des Papiers und der extrem kleine Satzspiegel lassen vermuten, dass die Lagen ursprünglich für eine gebundene Ausgabe gedacht waren, die (aus welchen Gründen auch immer) leider nicht realisiert worden ist. Man sollte das Buch daher keinesfalls ganz aufbiegen, sonst hat man spätestens nach dem dritten Lesen eine Loseblattsammlung mit farbigem Umschlag in der Hand.


Duell vor Sumatra. Roman
Duell vor Sumatra. Roman
von Patrick O'Brian
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

26 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aubrey/Maturin 3: Perfekte Abenteuerliteratur, 6. Januar 2004
Rezension bezieht sich auf: Duell vor Sumatra. Roman (Taschenbuch)
1973 erschienen, ist „H.M.S. Surprise" (so der Originaltitel) der Beweis, dass zu den (schon sehr guten) ersten beiden Bänden deutliches Steigerungspotenzial bestand. Die deutsche Titelübersetzung ist erneut wenig gelungen, denn der Originaltitel ist viel aussagekräftiger. Schließlich bekommt Jack Aubrey in diesem Band endlich „sein" Schiff, die nämliche Fregatte „Surprise", als Anerkennung für seine erfolgreiche Teilnahme am Aufbringen eines spanischen Goldschiffes. Doch wie bei Jack gewohnt: Beruflich erfolgreich, fährt er privat weiterhin durch schwere See. Denn der erhoffte Prisenanteil an dem Spanier, mit dem er seine Schulden tilgen und seine Eheschließung finanzieren wollte, wird ihm und den anderen beteiligten Kapitänen von der Regierung mit der Begründung verweigert, das Schiff sei vor dem offiziellen spanischen Kriegseintritt aufgebracht worden und stehe damit zur Gänze der Krone zu. Statt also seine Hochzeit feiern zu können, muss Aubrey sich erneut in gefährliche Abenteuer stürzen. Nach der Befreiung Stephen Maturins aus spanischer Folterhaft wird er beauftragt, einen Gesandten der Regierung nach Indien zu bringen. Diplomatisch ist diese Reise kein Erfolg, aber auf der Höhe Sumatras bekommt es Jack erneut mit dem französischen Kapitän Linois zu tun - seinem alten und ebenbürtigen Gegner, den der Leser schon aus dem ersten Band kennt und mit dem Jack eine „respektvolle Feind-Freundschaft" verbindet...
Mit diesem Band hat O'Brian die perfekte Mischung aus Seeschlachten, Charakterzeichnungen und Historie gefunden. Die Hauptpersonen sind dem Leser nun vertraut: Man leidet mit dem unglücklich verliebten Doktor, schmunzelt (manchmal kopfschüttelnd) über Jacks Tollpatschigkeit und möchte am liebsten selber an den Geschützen der „Surprise" stehen. Auch die verstärkte Variation der Erzählperspektive, z. B. durch Briefe oder längere Tagebuchauszüge, verleihen dem gesamten Roman eine besondere Dynamik, so dass man ihn gar nicht aus der Hand legen will.
Wer jetzt Lust auf mehr bekommen hat: Eine Aufstellung aller Aubrey/Maturin-Romane findet sich in meiner Rezension zum ersten Band „Kurs auf Spaniens Küste".


Feindliche Segel. Roman
Feindliche Segel. Roman
von Patrick O'Brian
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

33 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aubrey/Maturin 2: Die Charaktere werden ausgebaut, 6. Januar 2004
Rezension bezieht sich auf: Feindliche Segel. Roman (Taschenbuch)
1972 erschienen, ist „Post Captain" (so der Originaltitel) die insgesamt gelungene Fortsetzung des zwei Jahre zuvor erschienenen Debütromans. Die deutsche Titelübersetzung ist leider etwas unglücklich gewählt. Nicht nur, dass sie ein aussageschwacher Allgemeinplatz ist, sondern der englische Titel bezeichnet das wichtigste Handlungselement in diesem Roman: Jack Aubrey wird nach seinem erfolgreichen Gefecht mit der spanischen Fregatte „Cacafuego" endlich zum Vollkapitän, eben zum „Post Captain", befördert. Da die Marine jedoch über mehr Kapitäne als Schiffe verfügt, bekommt er nicht wie erhofft die eroberte „Cacafuego" zugewiesen, sondern eine Neukonstruktion, die in Navykreisen unter dem Spottnamen „Zimmermanns Irrtum" traurige Berühmtheit erlangt hat. Doch Aubrey münzt diesen Nachteil in einen Vorteil um, denn auf der von einigen Kapitänen als unsegelbar bezeichneten „Polycrest" kann er seinen Ruf als hervorragender Seemann erneut bestätigen. Doch den Erfolgen auf See stehen private Rückschläge gegenüber: Weil sein Prisenagent seine Gelder veruntreut hat, droht ihm die Verhaftung und Einweisung in den Schuldturm, und zu guter Letzt überwirft er sich auch noch mit Stephen Maturin, weil beide sich in dieselbe Frau verliebt haben...
Vor allem die „Landpassagen" sind kurzweilig und amüsant geschildert, geben den Charakteren deutlich mehr Profil und lassen daher einige Handlungslängen schnell vergessen. O'Brian gelingt es, die Verunsicherung seines Helden, die diesen jedesmal ergreift, wenn er den Fuß an Land setzt, glaubhaft zu schildern: Während er an Bord seines Schiffes ein nahezu makelloser Held ist - von seinen Untergebenen respektiert, von anderen Kapitänen bewundert und beneidet - agiert Aubrey an Land ungeschickt, tollpatschig und manchmal alles andere als gentlemanlike. Aber genau das macht ihn dem Leser erst wirklich sympathisch.
Wer jetzt Lust auf mehr bekommen hat: Eine Aufstellung aller Aubrey/Maturin-Romane findet sich in meiner Rezension zum ersten Band „Kurs auf Spaniens Küste".


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