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buecher360

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Giuseppe Verdi: Sämtliche Werke (Limited Edition)
Giuseppe Verdi: Sämtliche Werke (Limited Edition)
Preis: EUR 185,86

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen In seltenen Fällen kann Marktmacht ein Segen sein, 31. Dezember 2013
Wenn sich das Angebot in einer bestimmten Produktsparte auf wenige marktbeherrschende Konzerne konzentriert, ist das ja für den Endkunden meist von Nachteil - bei dieser Verdi-Box jedoch ein Glücksfall, da mit Decca, Deutsche Grammophon, Philips und EMI vier der fünf Labels, die in den letzten gut sechzig Jahren den Klassikmarkt beherrscht haben, heute unter dem Dach von Universal versammelt sind. Dementsprechend konnte man bei der Auswahl der Opern für diese Box nahezu aus dem vollen schöpfen und hat in der Regel auch gute bis hervorragende Aufnahmen ausgewählt: Gennannt seien exemplarisch Abbados "Simon Boccanegra" und Kleibers bis heute unerreichte "Traviata". Der einzige größere Wermutstropfen ist - bedingt durch die obenerwähnte Marktsituation - dass Aufnahmen des jungen Domingo fehlen, der zu Beginn seiner Karriere bei der heute zu Sony gehörenden RCA unter Vertrag war. Beispielsweise ist sein jugendlich ungestümer Manrico unter Mehta aus dem Jahr 1969 (Verdi: Il Trovatore) der uninspirierten 83er-Einspielung unter Giulini, die hier in die Box gepackt wurde, allemal vorzuziehen, zumal auch der Rest der Besetzung superb ist. Aber bei diesem Preis ist das Jammern auf hohem Niveau. Obwohl ich mehr als die Hälfte dieser Aufnahmen schon als Einzeleditionen besessen habe, habe ich mir die Box dennoch zugelegt - das lohnte sich vom Preis-Leistungsverhältnis immer noch locker.
Wer im Übrigen eine detaillierte Aufstellung der CDs mit Hörbeispielen sucht, findet diese auf der Homepage von Decca Classics.


Kindle Keyboard, eReader, Wi-Fi, 15 cm (6 Zoll) E Ink Display, englisches Menü
Kindle Keyboard, eReader, Wi-Fi, 15 cm (6 Zoll) E Ink Display, englisches Menü

38 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Die gute Technik wiegt die Nachteile der Benutzungseinschränkungen nicht auf, 22. Juni 2011
Nachdem ich in den letzten Wochen die Möglichkeit hatte, mehrere ebook-Reader (Kindle, OYO, Sony PRS 350, Archos 70, Acer LumiRead) ausführlich zu testen, kam ich zu dem Ergebnis, das von der Technik und der Benutzerfreundlichkeit her der Kindle sicherlich im Spitzenfeld der derzeit am Markt erhältlichen Geräte einzuordnen ist.
Dennoch kommt der Kauf des Gerätes für mich nicht in Frage. Die Nutzung eines proprietären Dateiformates, dass nur von amazon verwendet wird, fesselt mich durch das gleichzeitige Fehlen der Möglichkeit, selbst DRM-freie epub-Dateien (ohne vorherige Konvertierung mit Calibre) auf dem Gerät zu lesen, zwangsweise an den Kindle-Shop und schränkt meine Auswahlmöglichkeiten damit massiv ein. Die fehlende Adobe DRM-Unterstützung macht den Kindle zudem als Lesegerät für elektronische Bibliotheksbestände (für mich beruflich immer wichtiger werdend) unbrauchbar. Und schlussendlich: Dass ein Gerät, das durch seine WiFi-Funktion bewusst als desktopunabhängig beworben wird, ohne Netzadapter ausgeliefert wird (man den Kindle also über den heimischen PC aufladen oder den Ladeadapter zu einem völlig überzogenen Preis als Zubehör kaufen muss!), ist schlichtweg lächerlich.
Erst wenn amazon den Kindle auch für epubs öffnet (mit und ohne Adobe DRM) und das Gerät mit Netzadapter ausliefert, kommt der Kauf für mich in Frage.
Kommentar Kommentare (7) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 8, 2011 1:17 PM MEST


EinFach Deutsch Unterrichtsmodelle: Gotthold Ephraim Lessing: Nathan der Weise: Gymnasiale Oberstufe
EinFach Deutsch Unterrichtsmodelle: Gotthold Ephraim Lessing: Nathan der Weise: Gymnasiale Oberstufe
von Johannes Diekhans
  Taschenbuch
Preis: EUR 18,95

11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Sehr gutes Unterrichtsmaterial mit ärgerlicher Crossover-Promotion, 26. Januar 2009
Keine Frage: "EinFach Deutsch" ist die beste Reihe, wenn es um Lehrermaterialien für den Lektüreunterricht geht. Wie alle Hefte der Reihe ist auch dieser Band zu Lessings "Nathan der Weise" gut gelungen und bietet eine Fülle von Materialien und Ideen für eine Unterrichtseinheit zu diesem Stück.
Ein großes Manko ist jedoch die Anknüpfung des Materials an die Textausgabe, die im gleichen Verlag erscheint. Will man das Heft in vollem Umfang nutzen, sind Lehrkraft und Schüler gezwungen, diese Ausgabe zu kaufen, da teilweise zentrale Aufgabenstellungen auf Materialien Bezug nehmen, die in den Anhang der Textausgabe "ausgelagert" sind. Da diese Textausgabe den dreifachen Preis der günstigsten Schullektüre (Hamburger Lesehefte) kostet, ist ein Erwerb für meine Schüler nicht möglich, da ich durch einen Gesamtkonferenzbeschluss dazu gezwungen bin, mit der preiswertesten Lektüre zu arbeiten. Der Verlag Schoeningh hat mit seiner "Knebeltaktik" in diesem Fall das Gegenteil von den erreicht, was er eigentlich erreichen wollte: Statt 26 Exemplare der Textausgabe zusätzlich zu verkaufen, hat er es geschafft, meine Schüler und mich gründlich zu verärgern und dafür gesorgt, dass dies das letzte "EinFach-Deutsch"-Unterichtsmaterial war, dass ich mir angeschafft habe: In Zukunft werde ich auf andere Reihen wie z. B. die Stundenblätter Deutsch. G. E. Lessing: Nathan und die Literatur der Aufklärung. Mit CD-ROM: Sekundarstufe II zurückgreifen.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 6, 2014 9:52 PM MEST


Wagner, Richard - Der Ring des Nibelungen (8 DVDs)
Wagner, Richard - Der Ring des Nibelungen (8 DVDs)
DVD ~ Gwyneth Jones
Preis: EUR 83,92

66 von 71 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der beste Ring auf DVD - leider in indiskutabler Bildqualität, 4. Februar 2007
Zugegeben: Bei der Beurteilung dieser Einspielung gänzlich objektiv zu sein, fällt mir nicht leicht, denn mit der Fernsehausstrahlung dieser von der Unitel und dem Bayerischen Rundfunk produzierten Aufzeichnung Anfang der 80er Jahre in der ARD begann meine bis heute anhaltende Begeisterung für die Musik Richard Wagners. Das Nostalgiesternchen zusätzlich möge man mir daher verzeihen...

Bei der vorliegenden Aufzeichnung handelt es sich um Aufnahmen der von 1976 bis 1980 mit großem Erfolg gespielten Inszenierung, die der französische Theater- und Filmregisseur Patrice Chéreau anlässlich der Einhundertjahrfeier der Bayreuther Festspiele 1976 inszeniert hat. Götterdämmerung wurde 1979 (noch mit analogem Ton) und die restlichen drei Opern 1980 (digital) im Bayreuther Festspielhaus aktweise ohne Publikum aufgezeichnet.

Was bleibt gut 25 Jahre später von dieser bei ihrer Premiere hochumstrittenenen und später fast ausnahmslos gefeierten Inszenierung übrig? Boulez' Dirigat gehört neben dem von Karl Böhm (1966/67) zu den schnellsten, die bis heute gespielt worden sind. Definitiv ein Pluspunkt, da es zu keinem Zeitpunkt unpassend wirkt, sondern an den richtigen Stellen die Dynamik der Handlung hervorhebt. Als Beispiel sei der Botenbetricht der Waltraute genannt (Götterdämmerung, 1. Aufzug, 3. Szene): Dass die Botin abgehetzt und ihre Nachricht dringlich ist, wird von vielen Dirigenten (am schlimmsten bei Knappertsbusch) zu Lasten einer überdimensionierten Entfaltung der Waltraute-Partie schlichtweg ignoriert. Dieser Gefahr erliegt Boulez zu keinem Zeitpunkt. Die Besetzung der Gesangspartien ist nicht durchgängig von herausragender Qualität. Zwar gibt es keine Totalausfälle, doch gehört Donald McIntyre rein stimmlich sicherlich nicht in die allererste Liga der Bayreuther Wotan-Interpreten. Er bringt die Verzweiflung und Zerrissenheit Wotans insbesondere in der Walküre zwar hervorragend zur Geltung, insgesamt ist die Stimme jedoch einfach zu schwach, und auch in seinen späten Bayreuth-Jahren litten seine Darbietungen zu sehr unter seinem starken englischen Akzent. Manfred Jungs Siegfried ist ebenfalls keine Offenbarung: Sein Vortrag ist von inbrünstiger Intensität, aber letzlich muss auch ein Heldentenor mehr als nur laut und kraftvoll sein. Auf der Plusseite zu verbuchen sind auf jeden Fall der damals am Anfang seiner Karriere stehende Siegfried Jerusalem, der Frohs in diesem Fall leider viel zu kleine Partie mit glasklarer Stimme intoniert. Peter Hofmann stand Anfang der 80er im Zenit seiner (leider viel zu kurzen) Karriere als Wagner-Tenor: Sein Siegmund gehört ebenfalls zu den Glanzlichtern der Aufnahme und wird durch Jeannine Altmeyers großartige Sieglinde und Matti Salminens perfekten Hunding kongenial ergänzt, was insbesondere den ersten Aufzug der Walküre zum Höhepunkt der Aufnahme macht. Herausragend ist aber vor allem Heinz Zednik in seiner Paraderolle als Mime im Siegfried und als wohl bester Loge, der jemals den Weg auf einen Bild- bzw. Tonträger gefunden hat. Seine Interpretation des Feuergottes als mephistophelischer Schalk ist bis heute unübertroffen. Hier zeigt sich die Stärke dieses Rings in der Kombination von Bild UND Musik ganz besonders deutlich: Wie kaum ein anderer war er als MusikTHEATER konzipiert, will sagen: Auf die schauspielerischen Leistungen aller Mitwirkenden wurde von Chereau großen Wert gelegt, und sie sind größtenteils hervorragend. Selbst die durchschnittlichen Gesangsdarbietungen von McIntyre oder Gwyneth Jones (Brünnhilde) werden dadurch deutlich aufgewertet.

Die Making-Of-DVD wirkt an manchen Stellen zwar wie ein PR-Film für Bayreuth und Wolfgang Wagner, bietet aber darüber hinaus viele interessante Informationen rund um die Entstehung der Inszenierung und kann insgesamt als gelungene Abrundung dieser Box betrachtet werden.

Technisch hält Box leider nicht, was der Inhalt verspricht. Der Ton ist 5.1 remastered worden und macht damit selbst der CD-Aufnahme Konkurrenz, aber die Bildqualität ist schlichtweg unterirdisch. Als ich einmal einen amerikanischen Kollegen fragte, was eigentlich die Abkürzung NTSC bedeute, antwortete er mir mit gequältem Lächeln: Never The Same Color! Wie recht er hatte...! Obwohl die Aufnahmen von der Unitel damals in PAL durchgeführt wurden, hat man sich später im Interesse einer weltweiten Vermarktbarkeit für die Konvertierung in NTSC entschieden und diesem Ring damit unnötigerweise viel von seinem Glanz geraubt. Schade!

Fazit: Abgesehen von seiner Bedeutung als musikhistorischem Dokument einer der bedeutendsten Wagner-Inszenierungen überhaupt ist dieser Ring der beste, den man auf DVD kaufen kann. Weder die musikalisch indiskutable Stuttgarter Inszenierung noch der altbackene MET-Ring von Schenk/Levine können dem Gespann Chereau, Boulez und Bühnenbildner Richard Peduzzi auch nur annähernd das Wasser reichen. Wer also diesen Ring in Gänze genießen möchte und sich zwischen CD und DVD entscheiden will, sollte ein paar Euro mehr investieren und unbedingt zu den DVDs greifen!
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 7, 2009 7:50 PM MEST


Der Ring des Nibelungen (Ga)
Der Ring des Nibelungen (Ga)
Preis: EUR 150,25

30 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Boulez' "Jahrhundertring" - endlich in einer Box erhältlich, 3. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: Der Ring des Nibelungen (Ga) (Audio CD)
Lange hat sich Philips geziert, die schon immer einzeln erhältlichen Teile dieser Einspielung in einer Box herauszubringen. Jetzt ist es endlich soweit! Es handelt sich dabei um Aufnahmen der von 1976 bis 1980 mit großem Erfolg gespielten 'Jahrhundertinszenierung' von Patrice Chéreau, die 1979 (Götterdämmerung, diese noch analog) und 1980 (digital) im Bayreuther Festspielhaus aktweise ohne Publikum aufgezeichnet wurden. (Zugegeben: Bei der Beurteilung dieser Einspielung gänzlich objektiv zu sein, fällt mir nicht leicht, denn mit der Fernsehausstrahlung der von der Unitel und dem Bayerischen Rundfunk produzierten Aufzeichnung Anfang der 80er Jahre in der ARD begann meine bis heute anhaltende Begeisterung für die Musik Richard Wagners. Das Nostalgiesternchen zusätzlich möge man mir daher verzeihen...).

Was bleibt gut 25 Jahre später von dieser bei ihrer Premiere hochumstrittenenen und später fast ausnahmslos gefeierten Inszenierung übrig, zumal dann, wenn sich die Beurteilung wie im vorliegenden Fall zwangsweise nur auf die Musik konzentrieren muss? Boulez'' Dirigat gehört neben dem von Karl Böhm (1966/67) zu den schnellsten, die bis heute gespielt worden sind. Definitiv ein Pluspunkt, da es zu keinem Zeitpunkt unpassend wirkt, sondern an den richtigen Stellen die Dynamik der Handlung hervorhebt. Als Beispiel sei der Botenbericht der Waltraute genannt (Götterdämmerung, 1. Aufzug, 3. Szene): Dass die Botin abgehetzt und ihre Nachricht dringlich ist, wird von vielen Dirigenten (am schlimmsten bei Knappertsbusch) zu Lasten einer überdimensionierten Entfaltung der Waltraute-Partie schlichtweg ignoriert. Dieser Gefahr erliegt Boulez zu keinem Zeitpunkt. Die Besetzung der Gesangspartien ist nicht durchgängig von herausragender Qualität. Zwar gibt es keine Totalausfälle, doch gehört Donald McIntyre sicherlich nicht in die allererste Liga der Bayreuther Wotan-Interpreten. Er bringt die Verzweiflung und Zerrissenheit Wotans insbesondere in der Walküre hervorragend zur Geltung, insgesamt ist die Stimme jedoch einfach zu schwach, und auch in seinen späten Bayreuth-Jahren litten seine Darbietungen zu sehr unter seinem starken englischen Akzent. Manfred Jungs Siegfried ist ebenfalls keine Offenbarung: Sein Vortrag ist von inbrünstiger Intensität, aber letzlich muss auch ein Heldentenor mehr als nur laut und kraftvoll sein. Auf der Plusseite zu verbuchen sind auf jeden Fall der damals am Anfang seiner Karriere stehende Siegfried Jerusalem, der Frohs in diesem Fall leider viel zu kleine Partie mit glasklarer Stimme intoniert. Peter Hofmann stand Anfang der 80er im Zenit seiner (leider viel zu kurzen) Karriere als Wagner-Tenor: Sein Siegmund gehört ebenfalls zu den Glanzlichtern der Aufnahme und wird durch Jeannine Altmeyers großartige Sieglinde und Matti Salminens perfekten Hunding kongenial ergänzt, was insbesondere den ersten Aufzug der Walküre zum Höhepunkt der Aufnahme macht. Herausragend ist aber vor allem Heinz Zednik in seiner Paraderolle als Mime im Siegfried und als wohl bester Loge, der jemals den Weg auf einen Tonträger gefunden hat. Seine Interpretation des Feuergottes als mephistophelischer Schalk ist bis heute unübertroffen. Doch hier zeigt sich gleichzeitig auch die Krux dieses Rings bei seiner Reduzierung auf die Musik: Wie kaum ein anderer war er als MusikTHEATER konzipiert, will sagen: Auf die schauspielerischen Leistungen aller Mitwirkenden wurde von Chereau großen Wert gelegt, und sie sind größtenteils hervorragend; selbst die durchschnittlichen Gesangsdarbietungen von McIntyre oder Gwyneth Jones (Brünnhilde) werden dadurch deutlich aufgewertet. Wer diesen Ring in Gänze würdigen will sollte daher ein paar Euro mehr investieren und zu den bei der Deutschen Grammophon erschienenen DVDs greifen, welche die eingangs erwähnte Fernsehaufzeichnung enthalten. Der Ton ist 5.1 remastered worden, und der einzige Wermutstropfen ist die unterirdische NTSC-Bildqualität.

Fazit: Auf meiner persönlichen Favoritenliste von Bayreuth-Einspielungen belegt der Boulez-Ring Platz 3: Zwar weit hinter dem (erst 2006 von dem kleinen englischen Label Testament veröffentlichten!) 55er Ring unter Joseph Keilberth, aber schon knapp hinter Böhms Ring von 1966/67. Und da ich allgemein Live-Aufnahmen Studioeinspielungen vorziehe (aber das ist keine qualitative Aussage, sondern reine Geschmackssache) und eine ordentliche Tonqualität für mich ein Muss ist (es ist sicher richtig, dass Furtwänglers Scala-Ring eine musikalische Sternstunde war,' ihn sich anzuhören ist aufgrund der grausamen Qualität trotzdem mehr Arbeit als Vergnügen!), liegt der Boulez-Ring auch insgesamt auf einem der vorderen Plätze.


Parsifal: Einführung und Kommentar. WWV 111. Textbuch/Libretto. (Opern der Welt)
Parsifal: Einführung und Kommentar. WWV 111. Textbuch/Libretto. (Opern der Welt)
von Richard Wagner
  Musiknoten
Preis: EUR 9,95

11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Inhaltlich gute Einstiegslektüre mit Schwächen bei der Gliederung, 30. Januar 2007
Im ersten Teil bietet das Buch zusätzlich zum auf der rechten Seite abgedruckten Text der Oper jeweils auf der gegenüberliegenden Seite Erläuterungen sowie Exzerpte aus Klavierauszügen, die auch einem musikalisch interessierten Laien wie mir einen Einblick in die Konzeption des Werkes ermöglichen. Im zweiten Teil findet sich neben einer ausführlichen Inhaltsangabe eine umfangreiche, gut gegliederte und leicht verständliche Werkhistorie mit Ausschnitten aus Quellentexten wie Briefen, Notizen, Tagebucheintragungen etc. Weniger gut gelungen ist der Abschnitt 'Quellen, Gedanken und Interpretationen': Hier fehlt eine klare Struktur, Quellentexte und Sekundärliteratur lassen sich nur schwer verifizieren.

Als Germanist, der sich schwerpunktmäßig mit der neuzeitlichen Rezeption mittelhochdeutscher Literatur beschäftigt, war das Buch inhaltlich zwar ein guter Einstieg. Als Handbuch jedoch, von dem aus man detailiertere Untersuchungen in Angriff nehmen kann, war es aufgrund des Fehlens einer Auswahlbibliographie leider nur bedingt nutzbar. Auch wird der musikinteressierte Neuling eine Discographie vermissen: Im Wust der knapp zwanzig im Moment allein auf dem deutschen Markt erhältlichen Einspielungen (Importe nicht mitgerechnet!) kann selbst der Wagner-Enthusiast kaum den Überblick behalten. Und dies wird sich noch verstärken (oder sollte man besser sagen: verschlimmern?): Durch das Erlöschen des Urheberrechts nach 50 Jahren wird der Markt derzeit von mehreren Low-Price-Labels massenweise mit Einspielungen unterschiedlichster Qualität aus den 40er und 50er Jahren überschwemmt. Daher wäre zu wünschen, dass bei einer Neuauflage des Buches entsprechende Ergänzungen eingefügt werden, um dem Anspruch des Buches, sowohl für den Wagner-Neuling als auch den interessierten Laien eine gute Einführung zu bieten, in vollem Umfang gerecht zu werden.


Die Nanny - Die komplette zweite Season (3 DVDs)
Die Nanny - Die komplette zweite Season (3 DVDs)
DVD ~ Fran Drescher

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein leuchtender Stern am Sitcom-Himmel (der hoffentlich bis zur 6. Staffel strahlt), 21. September 2006
Zwar fehlen auf der vorliegenden Box der zweiten Staffel (von insgesamt sechs) jegliche Extras, doch das kann der Fan allemal verschmerzen. Positiv ist zu vermerken, dass die in der Box der ersten Staffel bereits enthaltenen Folgen „The Playwright“ (dt. „Schulfreunde“) und „A Star Is Unborn“ (dt. „Kein Star ist geboren“) hier noch einmal (und diesmal an der richtigen Stelle innerhalb der Staffel) veröffentlicht wurden. Diese Season enthält zudem viele Highlights der Serie, u. a. Niles’ legendären Playback-Auftritt in Boxershorts und Socken (mit Haltern!!!) zu Bob Segers „Old Time of Rock’n’Roll“. Ein absoluter Brüller!!!

Aus der derzeitigen Veröffentlichungsflut an TV-Serien sticht die NANNY daher wohltuend heraus – was man von der Veröffentlichungsstrategie von Sony Pictures Home Entertainment allerdings nicht behaupten kann. Zugegeben: Viele Serienfans scheuen sich, die Boxen der ersten Staffeln einer Serie zu kaufen, wenn sie sich nicht sicher sein können, dass die Serie auch komplett veröffentlicht wird (und wer glaubt schon ernsthaft, dass z. B. alle 13 Staffeln DALLAS jemals erscheinen werden?!?). Andererseits müssen die einzelnen Boxen schwarze Zahlen schreiben, deshalb werden zunächst die Verkäufe der ersten Staffeln abgewartet – ein Teufelskreis, der zu einer Reihe von abgebrochenen Serienreleases geführt hat: Minus in der Kasse der Firmen und gleichzeitig Frust bei den Fans, die sich nicht selten von den Firmen geneppt fühlen. Bei dieser Box kam erschwerend noch hinzu, dass ihre Veröffentlichung zwar schon Wochen vorher auf der Homepage von Sony angekündigt war, man sie bei amazon aber erst wenige Tage vor dem Ausgabedatum bestellen konnte. Wenn man weiß, dass die Entscheidung über eine Veröffentlichung vor allem aufgrund von Vorbestellzahlen getroffen wird, ist das besonders ärgerlich. Bleibt für uns Fans nur zu hoffen, dass die Zahlen trotzdem gut genug waren, damit uns die restlichen vier Staffeln nicht vorenthalten werden!


Zärtliches Duell: Erzählungen
Zärtliches Duell: Erzählungen
von Georgette Heyer
  Taschenbuch

8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Appetitanreger oder verlegerischer Magerquark?, 8. September 2006
Rezension bezieht sich auf: Zärtliches Duell: Erzählungen (Taschenbuch)
Der 1960 erschienene Kurzgeschichtenband "Pistols For Two" enthält insgesamt elf Kurzgeschichten, von denen im vorliegenden Band jedoch nur vier in einem 141 Seiten(!) dünnen Großdruckbändchen vorgelegt werden. Das kann wohl nur als Appetithäppchen für eine Normaldruckausgabe mit allen elf Stories gedacht sein - ansonsten müsste ich mich über dtv sehr wundern... Bisher hat mir die neue Heyer-Ausgabe sehr gut gefallen, aber der vorliegende Band ist - da kann ich der vorigen Rezensentin nur uneingeschränkt zustimmen - für den Preis eindeutig zu dürftig geraten. Außerdem: Großdruckbände für Leser mit schwächeren Augen (insbesondere ältere Leserinnen und Leser) anzubieten, ist ja prinzipiell eine nette Idee - aber doch bitte nur ZUSÄTZLICH zu einer Normalausgabe!


Alle Roboter-Geschichten
Alle Roboter-Geschichten
von Isaac Asimov
  Taschenbuch

16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die bessere Alternative zur Heyne-Ausgabe, 10. Mai 2006
Rezension bezieht sich auf: Alle Roboter-Geschichten (Taschenbuch)
Die Auseinandersetzung mit Robotern und künstlicher Intelligenz zieht sich durch das gesamte literarische Werk Isaac Asimovs. Seine Robotergeschichten sind verstreut in unzähligen Zeitschriften und insgesamt sieben Anthologien erschienen.

1982 hat Asimov alle die Stories, die sich im engeren Sinn mit Robotern beschäftigen, thematisch und chronologisch neu angeordnet und unter dem Titel "The Complete Robot" veröffentlicht. Der hier vorliegende Band des Bastei-Verlages ist die einzige deutsche Ausgabe dieser Anthologie und allein schon deshalb für jeden Science-Fiction-Interessierten ein Muss, zumal die Heyne-Ausgabe "Meine Freunde, die Roboter" lediglich die drei älteren Anthologien "Ich, der Robot" ("I, Robot"), "Geliebter Roboter" ("Earth Is Room Enough") und "Der Zweihundertjährige" ("The Bicentennial Man") enthält und 15 weitere Robotergeschichten unter den Tisch fallen lässt. Des weiteren ist positiv zu vermerken, dass der Band im Anhang ausführliche Nachweise der amerikanischen Erstdrucke und der jeweiligen deutschen Übersetzer enthält.

Einziger Wermutstropfen: Der Band greift teilweise auf schwache ältere Übersetzungen zurück (u. a. die von Otto Schrag aus dem Jahr 1952), und rein von der äußeren Aufmachung her kann er mit der Ausgabe des Heyne-Verlages nicht konkurrieren. Dennoch: Wer den erweiterten Foundation-Zyklus komplett haben möchte, kommt um dieses Buch nicht herum!


Meine Freunde die Roboter
Meine Freunde die Roboter
von Isaac Asimov
  Taschenbuch

18 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nur eine Auswahl und schwache Übersetzung, 31. März 2006
Rezension bezieht sich auf: Meine Freunde die Roboter (Taschenbuch)
Der Physiker Isaac Asimov bildet zusammen mit dem „Philosophen" Stanislaw Lem und dem „Visionär" Philip K. Dick das große Dreigestirn der Science Fiction. Die insgesamt 15 Bände seines Foundation-Zyklus hat der Heyne-Verlag in zehn Bänden zusammengefasst und sich in den letzten Jahren um dieses Grundlagenwerk der SF sehr verdient gemacht (ich erinnere nur an die schöne zehnbändige Hardcover-Ausgabe aus dem Jahr 1997). Auch die Neuausgabe der Taschenbücher ist im Großen und Ganzen gut gelungen.
Umso unverständlicher ist es, warum der hier vorliegende erste Teil des Zyklus da einen solchen Ausreißer nach unten darstellt. Obwohl 2002 erneut aufgelegt, hat man das Umschlaglayout dem Rest der Serie nicht angepasst - dafür gibt es den ersten Stern Abzug. Mag sein, dass ich diesbezüglich eine kleine Macke habe - aber ich mag's nun mal, wenn Serien im Bücherregal auch als solche zu erkennen sind. Einen weiteren Stern muss man für die Übersetzung von Otto Schrag abziehen - „schräg" würde es an vielen Stellen treffender bezeichnen! Und einen weiteren Stern Abzug hat sich der Verlag verdient, weil der Band NICHT ALLE Robotergeschichten enthält, sondern nur eine Auswahl aus der amerikanischen Vorlage „The Complete Robot".
Fazit: Wer die Robotergeschichten komplett und in brauchbarer Übersetzung lesen möchte, sollte statt zu dem hier vorliegenden Band zu dem Bastei-Lübbe-Taschenbuch „Alle Robotergeschichten" greifen. Das sieht zugegebenermaßen im Regal nicht besonders schön aus - aber bekanntlich kommt's ja bei Büchern in erster Linie auf den Inhalt an!


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