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Rezensionen verfasst von
Susanne Fischer (Media-Mania)

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Prinzessin Sakura 06
Prinzessin Sakura 06
von Arina Tanemura
  Broschiert
Preis: EUR 6,50

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Rückblende auf Asagiris Leben, 17. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Prinzessin Sakura 06 (Broschiert)
Die Handlung von "Prinzessin Sakura" tritt immer noch auf der Stelle - und das mehr oder minder, seit die Prinzessin am Ende von Band drei entführt wurde. Schon wieder gibt es einen Band, der sich vor allem mit Rückblenden beschäftigt. Zwar sind die Vorgeschichten der Freunde von Sakura und Aoba durchaus interessant, aber man muss sich schon fragen, warum Enju nun genau vier Leute mit Verbindungen zu Aoba und Sakura auflesen konnte, zumal die Begegnungen zwischen Mondwesen und von Schicksal geplagten Menschen eher zufällig wirken.
In diesem Band erfährt der Leser nun die Geschichte von Sakuras kleiner Freundin Asagiri. Auch hier geht es wieder um Liebe und Drama und ein Schicksal, das einen Charakter in die Rolle des Bösen treibt. Allerdings ist es hier wesentlich schwerer nachzuvollziehen, warum am Ende jemand so wütend, zornig und böse wurde, dass ein ganzes Dorf zerstört werden musste. Auch wird nicht wirklich deutlich, warum jemand, der in Panik handelt, nun ein "durchtriebener" Mörder sein soll. Zum einen könnte dies an der Übersetzung liegen, die es vielleicht nicht schafft, blumiges Japanisch in passendes Deutsch zu übertragen - oder Arina Tanemura verfügt einfach nicht über die nötige erzählerische Reife für diese Art von Drama.

Positiv sollte man anmerken, dass Sakura hier endlich mal wieder Sorge und Mitgefühl mit ihren Freunden zeigt, die sich allesamt in Lebensgefahr begeben, um sie zu befreien. Trotzdem ist sie weiterhin nichts weiter als eine Randfigur in ihrer eigenen Serie, die dazu noch ein ziemlich Besorgnis erregendes Verhältnis zu ihrem Bruder hat.

Wer wissen möchte, wie lange sich die Handlung noch hinhalten lässt: Mit diesem Band hat Arina Tanemura nach eigenen Aussagen nicht ganz ein Viertel der Geschichte erreicht. Prinzessin Sakura müsste damit am Ende irgendwo zwischen einer Länge von 20 bis 30 Bänden liegen.
Die Zeichnungen sind gewohnt schön und im typischen Stil von Arina Tanemura. Mit den Gakibas in Asagiris Geschichte gelingt es ihr sogar, wirklich gruselige Monster zu schaffen.

Die Zusatzgeschichten sind allesamt etwas albern und kindlich, angefangen von den kurzen Extras zu ihren anderen Serien bis hin zu "Marpel Rose". Nach der düsteren Handlung um Asagiri kann diese Geschichte zumindest eine gelungene Abwechslung bieten, wenn auch ein echter Handlungsbogen fehlt und hier vor allem niedliche Zeichnungen im Vordergrund stehen.

Wie alle anderen Bände der Serie auch gibt es in Band sechs zwei Farbseiten und eine "Character Card", diesmal mit Hayate. Die Karten mit Hintergrundinformationen zu den einzelnen Charakteren kann man sammeln oder zum Beispiel als Lesezeichen benutzen.

Auch wenn die Geschichten um Sakuras Freunde interessant sind, wünscht man sich, dass dafür die Handlung nicht so lange aufgehalten würde und die Hauptperson wieder in ihrer eigenen Serie mitspielen würde. Zumal dieses Mal die Geschichte nicht ganz so gut gelungen ist wie die um Kohaku. Die Extras sind nur wirklich etwas für Arina Tanemura-Fans, die alle ihre Serien kennen.


Yiu - Die Apokalypse: Buch 7. Das letzte Testament
Yiu - Die Apokalypse: Buch 7. Das letzte Testament
von Téhy
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,80

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Würdiger Abschluss der Reihe, 28. Juli 2011
Der siebte und letzte Band von "Yiu - Die Apokalypse" macht seinem Namen alle Ehre. Waren schon die vorigen Bände ein Zeugnis einer sterbenden Welt - hier hat man die letzten Atemzüge unserer Welt. In beeindruckenden, epischen Bildern voller Flammen und Feuer kann man hier die Reste der Menschheit sterben sehen. Dabei sind Téhy und J.M. Vee scharfe Beobachter und zeigen die schlimmsten Verhaltensweisen, die Menschen in Momenten der puren Verzweiflung an den Tag legen. Brutalität, Zorn, Rücksichtslosigkeit, Wollust - alles ist hier vertreten und führt der Gesellschaft einen Spiegel vor.
Tatsächlich gibt es aber auch vereinzelte Hoffnungsschimmer, auch wenn Freundschaft und Liebe in der dekadenten Welt von Yiu fast vollständig untergegangen sind.

Die letzte Seiten von "Yiu" sind voller Gewalt und Sex - gespickt mit Bibelzitaten. Wer diese Mischung schon zu Beginn der Serie nicht mochte, wird sie hier wahrscheinlich hassen. Ebenso ist die schiere Hoffnungslosigkeit oft schwer zu ertragen. Da mag es vielleicht verwundern, dass "Yiu" trotz allem ein recht versöhnliches Ende hat, ohne dabei kitschig oder unrealistisch zu sein - und den Autoren bei sogar noch ermöglicht, wieder etwas von ihrer Ironie einzubauen.

Die Zeichnungen sind wie in den anderen Bänden auch wieder sehr beeindruckend und lassen Yius düstere Welt vor dem Leser auferstehen. Besonders faszinierend sind dabei wieder die Gebäude voller Details. Auch wenn der Zeichenstil von Guenet etwas statisch ist, treibt er besonders in diesem letzten Band die Handlung mit atemlosen Tempo voran.

Der Splitter Verlag hat "Yiu" wieder als Hardcover im Albumformat mit festem Papier und einen wirklich gutem Druck herausgebracht.

"Das letzte Testament" ist ein würdiger Abschluss von "Yiu - Die Apokalypse" und beendet damit eine Serie, die zum Glück nur wenige Schwachstellen hatte. Man muss bereit sein, sich auf den schwarzen Weltuntergangshumor der Autoren einzulassen, um an der Handlung Gefallen zu finden. Dann aber kann man von einer herzlosen Killerin lesen, die bis zu ihrem letzten Atemzug das Wichtigste in ihrem Leben verteidigt: ihren kleinen Bruder. "Yiu" mag eine Serie voller Sex, Gewalt und Verzweiflung sein - es sind aber die Augenblicke von Hoffnung und Liebe, die der Handlung erst ihre Stärke verleihen und diesen Comic absolut lesenswert machen.


Hiroshige. Hundert berühmte Ansichten von Edo: Golden Book
Hiroshige. Hundert berühmte Ansichten von Edo: Golden Book
von Melanie Trede
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 29,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein wunderschönes Buch, aber nicht ganz praktisch in der Handhabung, 28. Juli 2011
Was bei dieser Publikation zunächst auffällt, ist die Gestaltung. Der Buchrücken umschließt das Buch komplett und wird sogar mit zwei kleinen Schlaufen verschlossen. Öffnet man es, findet man den Katalog lose im Buchrücken liegend vor. Der Katalog selbst ist japanisch gebunden, er besteht aus ungeschnittenen Seiten, die am Ende mit einem Faden verbunden wurden.

Die Seiten selbst sind sehr dünn und fühlen sich im Gegensatz zu anderen Kunstbüchern geradezu unbehandelt an. Leider führt dies auch dazu, dass die Seiten besonders am oberen Ende leicht umknicken. Auch kann es passieren, dass der Katalog aus dem Buchrücken rutscht, wenn man das Buch falsch transportiert.

Die Farbdrucke, wunderschön und detailreich, sind wirklich hervorragend abgedruckt worden. Die Farben leuchten und man erkennt viele Details, ohne dass durch zu große Vergrößerungen die Motive verwässert wurden.
Die Texte liefern zudem unaufdringlich viele interessante Informationen, zu dem dargestellten Ort und der Drucktechnik.
Bild

Auch wenn die Handhabung etwas unter der Prämisse, dieses Buch als möglich original japanisch präsentieren zu wollen, leidet - die "Hundert berühmten Ansichten von Edo" ist eine Sammlung der schönsten Farbdrucke von Hiroshige und zeigt ein Japan, das es so nicht mehr gibt. Jeder, der sich für die Vergangenheit des Landes oder die Bilder des ukiyoe interessiert, wird an dem stylischen Buch des Taschen Verlags schwer vorbeigehen können.


Lewis - Der Oxford Krimi: Staffel 3 [4 DVDs]
Lewis - Der Oxford Krimi: Staffel 3 [4 DVDs]
DVD ~ Kevin Whately
Preis: EUR 9,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Krimiserie mit Charme und guter Handlung, 28. Juli 2011
Es war einmal der berühmte Inspector Morse, gespielt von John Thaw. Morse hatte an seiner Seite einen jungen Assistenten namens Robert Lewis. Nachdem Thaw im Jahr 2002 verstarbt, wurde Lewis zum Inspector befördert und bekam seine eigene Krimireihe. Inzwischen auch hierzulande sehr beliebt, liegt nun schon die dritte Staffel auf DVD vor.
Anders als sein hierzulande noch berühmterer Kollege "Barnaby" sind die Fälle von Lewis in Oxford nicht ganz so verschroben und konfus. Dazu kommt auch eine andere Art von trauriger Realität in Form von Lewis' verstorbener Frau. In dieser Staffel wird deren Tod nochmals besonders thematisiert, als Hathaway den Mann aufspürt, der die Frau seines Chefs vor Jahren überfuhr und danach Fahrerflucht beging.

Neben den unterhaltsamen Folgen des Krimis hat die DVD-Box der dritten Staffel leider wenig zu bieten. Extras sucht man hier vergebens. Dafür erhält jede Folge eine eigene DVD, und ein kleines Werbeheftchen liegt auch noch bei. Der Mangel an Zusatzmaterial ist nicht unbedingt eine Neuigkeit, aber trotzdem immer wieder ärgerlich.

Ton- und Bildqualität entsprechen dem, was man von einer guten britischen Fernsehproduktion erwarten kann.

Wer britische Krimi mag und für wen "Barnaby" etwas zu verschroben ist, der wird mit Lewis guten, klassischen Krimi finden, der mit Charme und Handlung überzeugen kann.


Bilder einer Metropole. Die Impressionisten in Paris
Bilder einer Metropole. Die Impressionisten in Paris
von Hartwig Fischer
  Gebundene Ausgabe

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gelungene Abhandlung über Paris im Zeitalter des Wandels, 30. Mai 2011
Der eigentliche Ausstellungskatalog mit den Abbildungen der Gemälde und Fotos der Ausstellung findet sich zwischen den einzelnen Kapiteln und zwar nach "Eine Metropole der Bilder", "Paris - Hauptstadt der zivilisierten Welt", "Die Stadt im Spiegel des neuen Bildgrunds: Manet", "Verkehr - Die Stadt und ihre fließende Elemente" sowie "Paris leuchtet". Innerhalb der längeren Texte gibt es kleinere Abbildungen am oberen Bildrand in Schwarzweiß. Auch wenn es sich um wissenschaftliche Beiträge handelt, wäre es hier wünschenswert gewesen, wenn man die Gemälde in Farbe abgedruckt und etwas abwechslungsreicher über die Seiten verteilt hätte. Dies hätte verhindert, dass einige der Texte zu trocken geraten.
Überhaupt ist das Buch eher eine gelungene Abhandlung über Paris im Zeitalter des Wandels, besonders durch die zahlreichen Fotos. Als Ausstellungskatalog oder gar als Kunstbuch ist "Bilder einer Metropole" nur bedingt geeignet. Dazu sind die Bilder zu ungleichmäßig im Buch verteilt und die Texte zu eigenständig.

Wer sich für Stadtgeschichte im 19. Jahrhundert interessiert, der sollte "Bilder einer Metropole" in Betracht ziehen. Wem die Ausstellung beeindruckt hat und wer sich näher mit ihrem Thema beschäftigen möchte, der wird sich auch gerne den Katalog zulegen. Wer aber nur an den Fotos und Bildern der Zeit interessiert war, der könnte sich am Aufbau des Buches stören.


Impressionismus
Impressionismus
von Ingo F. Walther
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 39,99

9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Umfassende Geschichte des Impressionismus, 30. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: Impressionismus (Gebundene Ausgabe)
"Landschaften, Stadtszenen und Motive des täglichen Lebens in hellen, leuchtenden Farben voller atmosphärischer Stimmung, mit kurzen Pinselstrichen und reinen Farbtupfern auf die Leinwand gesetzt." Diese Beschreibung aus dem Vorwort von Ingo F. Walther, dem Herausgeber der beiden Bände, beschreibt perfekt die Vorstellung, die man heute von impressionistischen Bildern hat. Der Taschen Verlag liefert diese ganze Palette in seinen beiden Bänden, wobei besonders positiv hervorgehoben werden muss, dass sich besonders Band I nicht nur auf die großen Namen konzentriert, sondern auch eher unbekanntere Künstler behandelt und vorstellt.
Die Texte der einzelnen Kapitel sind dabei von reichlich Bildern umschlossen, an denen man sich kaum satt sehen kann und die ein ums andere Mal die Aufmerksamkeit von den Worten ablenken werden. Nur mit der Leuchtkraft der Farben klappt es bei den Abbildungen im ersten Band nicht immer. Während es einigen der abgedruckten Bilder in dem Buch gelingt, das Licht so einzufangen, dass man beinahe glaubt, die Sonne auf der Haut zu spüren, wirken andere Werke ziemlich dunkel und fast von allen kräftigen Rottönen beraubt. Dies ist umso verwirrender, da der Druck in Band II dieses Problem überhaupt nicht zu haben scheint. Trotz dieser Unterschiede im Druck kann man die Qualität des Buches nur loben. Zwei voluminöse Hardcover-Bände im Schutzschuber, stabil gebunden und mit festem, exquisitem Papier - und einer Fülle an Bildern schon allein im ersten Band, die den Preis alleine rechtfertigen würden.

Wer eine komplette Übersicht über den Impressionismus sucht, der findet hier ein hervorragendes Überblickswerk über eine der beliebtesten Kunstepochen, das sowohl chronologisch als auch nach Ländern sortiert die Möglichkeit bietet, tiefer in die Geschichte es Impressionismus einzutauchen. Allerdings sollte man beachten, dass beide Bände samt Schober wirklich schwer sind und so manches Regalbrett allzu stark belasten dürften. Auch sollte man bedenken, dass die Bücher ein sehr großes Format haben, spricht ziemlich hoch und deswegen schwer zu halten sind, weswegen sie vielleicht ein Dasein vor dem Bücherregal fristen müssen, wenn man nicht den Platz hat, den "Impressionismus" hinzulegen.
Wer wirklich nur ein einziges Buch zu diesem Thema kaufen möchte, der sollte zugreifen. Wer den Impressionismus liebt, findet hier eine ultimative Zusammenstellung seiner herausragendsten Werke.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 9, 2011 8:45 PM MEST


Prinzessin Sakura 05
Prinzessin Sakura 05
von Arina Tanemura
  Broschiert
Preis: EUR 6,50

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Auch wenn die Handlung nicht vorankommt - ein guter Band, 30. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: Prinzessin Sakura 05 (Broschiert)
Bei "Prinzessin Sakura" sollte sich Mangaka Arina Tanemura etwas Zeit lassen, so ihr Redakteur. Man merkt diese Hinhaltetaktik der Geschichte leider sehr an. Ging es bei "Sakura" zunächst um eine Prinzessin, die Dämonen bekämpft und sich selbst behaupten muss, so hat man jetzt die Geschichte von "Prinz Aoba und seiner Truppe auf der Suche nach der gestohlenen Prinzessin" vor sich. Sakura ist zu einer reinen "Jungfrau in Nöten" degradiert worden - die zudem noch ein ordentliches "Stockholm Syndrom" entwickelt hat. Anders kann man nicht erklären, dass sie ruhig im Schloss sitzt und sich um Enjus Truppe Sorgen macht, während ihre Freunde ihr Leben riskieren, um sie zu befreien.

Immerhin ist dieser Band weitaus besser gelungen als sein Vorgänger. Dies liegt daran, dass die Handlung mit einer echten Überraschung beginnt und dann mit Kohaku, Hayate und Shuri ein faszinierendes Gespann von neuen "Hauptcharakteren" hat, die auch locker die ganze Reihe hätten tragen können. Die Rückblenden, die von der Jugend der drei im Shinobi-Dorf erzählen, sind mehr als unterhaltsam, dabei nicht nur lustig, sondern auch herzzerreißend tragisch und wirklich spannend. Waren Kohaku und Hayate schon vorher sehr gelungene Nebencharaktere, so bekommen sie hier eine Tiefe, die manchem Hauptcharakter fehlt. Es bleibt zu hoffen, dass Arina Tanemura diese Ninja-Truppe etwas besser nutzt, wenn sie schon mit ihrer eigentlichen Heldin nichts mehr anzufangen weiß. Aber mit etwas Glück ist Sakura aus dem Schloss von Enju in ungefähr zwei Bänden befreit und wir können mit der Handlung von "Prinzessin Sakura" weitermachen.

"Vampire Rose" ist eine fünfzigseitige Kurzgeschichte, die auch gut der Auftakt einer neuen Serie hätte sein können. Hier kann man die Abenteuer von Mira verfolgen, die von Hikaru, dem Leiter der Okkultismus AG, umgarnt wird, damit sie endlich in diese eintritt. Die Geschichte um die Vampirjagd hat sogar einige gruselige Augenblicke, bevor sie wieder in die für Tanemura typische Mischung aus Romantik und Komik überwechselt. Ein gelungener kleiner Bonus, der mit der starken Handlung um Kohaku dafür versöhnt, dass "Prinzessin Sakura" seine Handlung und Hauptperson ziemlich hängen lässt.

Die Zeichnungen sind wie immer bei Arina Tanemura sehr gelungen, wenn sie gerade in den Kapiteln um die Shinobi viele andere Stile zitiert und hier nicht selbst mit ihrem typischen Charakterdesign hervortritt.
Wie immer gibt es bei diesem Band vorne Farbseiten mit Coverzeichnungen, einer Zusammenfassung was bisher geschah sowie einer Übersicht über alle Charaktere. Die erste Auflage hat zusätzlich noch eine Spielkarten große "Character Card", diesmal mit Kohaku, die man sammeln und zum Beispiel auch als kleines Lesezeichen verwenden kann.

Auch wenn die Handlung nicht wirklich voran kommt und Sakura in ihrer eignen Serie langsam zu einem unsympathischen Nebencharakter zu werden droht, so kann dieser Band doch wirklich gut unterhalten.


Yiu - Die Apokalypse: Buch 5. Der Sturz des evangelistischen Imperiums
Yiu - Die Apokalypse: Buch 5. Der Sturz des evangelistischen Imperiums
von Téhy
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,80

5.0 von 5 Sternen großartiger Band, 30. Mai 2011
Eine zerstörte Welt, die immer weiter in eine höllische Apokalypse hineinschlittert. Schon zu Beginn des ersten Bandes vernichten die Köpfe hinter "Yiu" unsere Zivilisation, um sie durch eine brutal-verdrehte Version einer religiösen Endzeitdiktatur zu ersetzen. Allein das Ausklüngeln und Ausmalen dieser menschlichen Hölle verlangt Respekt. Ebenso, wie die Autoren Téhy und J.M. Vee es schaffen, zusätzliches Leid und mehr Zerstörung zu generieren und diese Welt noch tiefer in den Abgrund zu stoßen.
Gleichzeitig zeigen sie die unglaubliche Kraft, die menschliche Gefühle entwickeln können. Yiu, die größtenteils durch ihren Hass angetrieben wird, hat in Wirklichkeit nur einen Grund, zum Leben: die Liebe zu ihrem Bruder Ji-A. So blitzt gerade auch in diesem Band immer wieder die Erkenntnis durch, dass die Liebe und die Hoffnung, dass es denen, die uns am Herzen liegen besser gehen könnte, die größten Motivationstreiber sein können.

Wie immer, wenn Kampfmaschine Yiu diese menschlichen Züge verliehen bekommt, profitiert die Geschichte. Es ist angenehm, eine "Heldin" zu haben, die hier nicht alles umbringt, was atmet und noch zuckt, sondern zur Zusammenarbeit und ehrlichem Mitgefühl fähig ist. Werden diese Emotionen am Ende die Welt retten können?

Auch die Zeichnungen sind erneut überaus gelungen. Sie fangen Yius düstere Welt vorzüglich ein. Zudem gelingt es Zeichner Guenet trotzt statischer Darstellungen einen schnellen und teilweise sogar atemraubenden Erzählstil aufzubauen, der die Handlung zügig vorantreibt. Der Spiltter Verlag tut ein Übriges, um die Qualität des Comics zu erhöhen, indem es wieder einen edlen Hardcoverband gibt, ausgestattet mit festem Papier und einem hochwertigen Druck.
Mit dem Fünften von sieben Bänden neigt sich die Geschichte langsam ihrem Ende entgegen. Dabei ist Yiu immer noch eine völlig unvorhersehbare Serie, die durch ihr düsteres Konzept überzeugt. Das Ausmaß an Grausamkeit sollte allerdings zarten Gemütern eine Warnung sein, die Reihe zu meiden. Allen anderen kann sie eine intelligente und gelungene Variante zu gängigen Horrorgeschichten sein.


Yiu - Die Apokalypse: Buch 6. Das Buch des Lichts
Yiu - Die Apokalypse: Buch 6. Das Buch des Lichts
von Téhy
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,80

4.0 von 5 Sternen Düsterer Übergang zum Ende, 30. Mai 2011
Wie oft kann die Welt untergehen? Diese Frage stellt sich bei der Lektüre von "Yiu - Die Apokalypse". Yius Welt, durch zahlreiche Katastrophen eigentlich schon völlig am Ende, taumelt immer tiefer in einen Abgrund, dessen Rand für die meisten Geschichten schon das Ende bedeutet hätte.
So bietet sich dem Leser in opulenten Bildern eine Mär von menschlichen Verfehlungen und der Brutalität des Überlebenskampfes in einer schon untergegangenen Welt.
Überraschenderweise ist es gerade Yiu, die sonst so herzlose Killerin, die hier die Hoffnung vertritt. Ihre bedingungslose Liebe zu ihrem kleinen Bruder ist der einzige Funken, der auf ein gutes Ende hoffen lässt. Wobei man nach der Lektüre der bisherigen sechs Bände eher fragen sollte, wie böse das Ende dieser Apokalypse wohl werden kann.

Auch wenn Band sechs nur der Übergang von der Schlacht um die Festung und den Kampf mit dem "Tier" zum sich anbahnenden Finale ist, ist er durchaus sehr gelungen. Temporeich wird von Yius Weg durch die zerstörte Welt erzählt, von ihrer Suche nach einer Aufgabe, die sie am Leben hält, solange ihr Körper noch nicht aufgegeben hat.

Wie schon die vorherigen Bände ist auch dieser wieder als edler Hardcover-Band im Splitter Verlag erschienen. Die gute Druckqualität lässt die dieses Mal wirklich herausragenden Zeichnungen genießen. Gutes Papier rundet den Comic noch ab und rechtfertigt den Splitter-üblichen Preis.

"Yiu - Die Apokalypse" ist ein ein Lehrstück über die Brutalität, die Fanatismus zur Folge haben kann, und die Unmenschlichkeit, die wir alle im Angesicht größter Not entwickeln können. Dieses Mal gestellen sich aber zu brutaler Action auch leise Töne und sogar etwas nachdenkliche Philosophie, verabreicht durch Daka. Da bleibt nur noch, mit Schrecken dem Ende entgegenzusehen.


Hack/Slash 5: (Re)Animatoren
Hack/Slash 5: (Re)Animatoren
von Tim Seeley
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,80

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen verworrene Handlung, 19. Februar 2011
Am Ende eines jeden "Slasher"-Horrorfilms bleibt ein Mädchen als einzige Überlebende übrig ' nur hat dieses eine Mal das überlebende Mädchen beschlossen, kein Opfer mehr zu sein, sondern viel mehr aktiv Jagd auf die Monster dieser Welt zu machen. So einfach und verlockend das Konzept von "Hack/Slash". Cassie Hack ist die Tochter der berüchtigten "Lunch Lady", die Cassies Mitschüler tötete, als diese Cassie mobbten, Selbstmord beging als sie gestellt wurde, nur um als Slasher wieder aufzuerstehen. Am Ende lag es an Cassie, dem Spuck ein Ende zu bereiten, eine Aufgabe, die sie seitdem immer wieder erfüllt.
Am besten geht dieses Konzept in den abgeschlossenen Episoden der Serie auf, die man zum Beispiel im ersten Band gefunden hat. Inzwischen sind aber so viele zusätzliche Figuren und Ereignisse eingeführt worden, dass Leser die Serie ohne Vorkenntnisse praktisch nicht mehr verstehen können.
Erschwerend kommt hinzu, dass die Geschichten in diesem Band auch nicht chronologisch nachvollziehbar erzählt werden. Die Handlung springt vom einem Ereignis zum nächsten, führt Charaktere und Handlungsplätze ein, die erst Kapitel später wieder auftauchen und verwirrt mit Zwischenhandlungen, die man lange Zeit nicht einordnen kann. So wurde aus der augenzwinkernden Hommage an Horrorfilme im Laufe der Zeit ein Trash-Comic, der sich wohl nur noch Fans erschließt.

Vielleicht wäre es da hilfreich gewesen, neben den Popkultur-Referenzen am Ende des Bandes auch eine Beschreibung der Personen, ihren Verhältnissen zu einander und wo sie im Moment stehen einzufügen. So müsste der Leser auch nicht immer blättern, wenn ein Charakter mal wieder auftaucht um zu sehen, wo und warum man denjenigen schon mal im Comic gesehen hat.
Ein dauerhaftes Problem sind inzwischen die ständig wechselnden Zeichner bei "Hack/Slash", auch wenn hier noch nicht mal so oft gewechselt wird. Zwar mag es noch ganz passend sein, jeder neuen Handlung einen neuen "Look" und damit auch eine andere Atmosphäre zu verleihen - wenn die Handlungsfäden aber so verworren sind, wie hier, ist es eher noch ein Hindernis, wenn jedes Kapitel anders aussieht.

Die Aufmachung des Comics ist dafür wirklich gut. Der handliche Hardcoverband lässt sich gut lesen und bietet eine hochwertige Papier- und Druckqualität. Zudem wurde auch dieses Mal wieder nicht an Extras gespart. Neben den schon erwähnten Referenzen in den "Slasher-Infos", gibt es noch "Psychoakten" über Cassies Gegner, eine Covergalerie sowie einige Skizzen und ein Interview mit dem Kopf hinter "Hack/Slash" Tim Seeley.

"Hack/Slash" hat ein geniales Konzept und mit Cassie und Vlad auch zwei wirklich gute Anti-Helden - allerdings hat man inzwischen das Gefühl, das Team um Tim Seeley hätte sich in der fortlaufenden Handlung verzettelt. Ein "back to the roots" wäre bei dieser Serie wirklich wünschenswert.


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