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creepy creatures reviews (Bonn)

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Himmelstrand: Roman (Allgemeine Reihe. Bastei Lübbe Taschenbücher)
Himmelstrand: Roman (Allgemeine Reihe. Bastei Lübbe Taschenbücher)
von John Ajvide Lindqvist
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,99

3.0 von 5 Sternen tolle Charakterstudien - langsames Tempo, 18. Juli 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Länge:: 10:03 Minuten

man sagt skandinavischen Autoren ja nach, dass sie eine ganz eigene Ruhe in ihren Büchern haben, der aus ihrer Mentalität resultiert. Tatsächlich sind die Großen wie Adler-Olsen, Mankell oder Nesbø bekannt und beliebt für ihren ruhigen Stil. Lindqvist ist auch ein Mensch, dessen Bücher eher ruhig und bedächtig daher kommen. Er brilliert hier mit außergewöhnlich intensiven Charakterstudien, die er dosiert durch das Buch streut.

Die zehn Campter, die eines Morgens in ihren Wohnwägen aufwachen und merken, dass der Campingplatz einer großen flachen Graslandschaft gewichen ist, haben alle ihre dunklen Seiten. Der eine mehr, der andere weniger. Vieles was den Charakter dieser Menschen geprägt hat resultiert aus teils traumatischen Erlebnissen in der Kindheit. Ob es der herrische Donald ist, der ein Erlebniss im Sägewerk hatte, der gescheiterte Fußballspieler, oder dessen harte Ehefrau - sie alle sind durch ihre Geschichte zu dem geworden, was sie sind. Auch ein kleines Mädchen, dass immer weniger menschliche Züge zeigt...

Das Buch hat immer wieder Elemente, die übernatürlicher/phantastischer Art sind. Den Großteil des Buches machen jedoch die Lebensgeschichten der zehn Menschen aus, die gemeinsam aus ihrer unerklärlichen Lage entkommen wollen.
Für Fans von phantastischer Literatur bedeutet das langes Warten und eventuell die Enttäuschung, dass die phantastischen Elemente des Buches nicht ergründet werden. Warum hier was passiert wird nicht erklärt.

Was dem Buch aus meiner Sicht (und das ist lediglich meine private Meinung) tatsächlich einen Stern kostet, ist das völlig unbefriedigende und zu allen Seiten offene Ende: wieso passierte was? Was ist überhaupt passiert? Warum und wieso und überhaupt?

Sicherlich ist das gewollt, aber die Zielgruppe, die vielleicht etwas in der Richtung Stephen King vermutet hat - immerhin prangt ein großer Aufkleber auf dem Cover "vom schwedischen Stephen King" - mögen enttäuscht sein. Zu wenig Action, zu wenig phantastisches, zu viel Hintergrundbeschreibung. Und das Buch passt nicht wirklich in das Genre Horror, auch wenn es Elemente daraus in Ansätzen haben mag. Die sind aber meiner Meinung nach eher Symbole.

Meines Erachtens tun sich die Verlage mit diesen vollmundigen Werbebotschaften in denen sie Autoren miteinander vergleichen überhaupt keinen Gefallen. Die Fans der Stars der Branche (ob es King, Barker, Laymon oder H.P. Lovecraft sind) werden eifersüchtig ihren Star beschützen, und es nicht verzeihen, wenn ein Vergleich nicht stand hält. Tatsächlich fehlt hier einfach bis auf drei, vier Szenen echtes Gruselgefühl - deswegen hinkt ver Vergleich mit King auch gewaltig.

Trotz allem zeigt Lindqvist hier sein schriftstellerisches Können, das beeindruckend ist. Ein langsamer Aufbau, eine leise Entwicklung, sehr eindrückliche und plastische Schilderung der Charaktere und deren Leben - das ist wirklich beeindruckend. Aber es fehlen die Erklärungen und es fehlt wirklicher Grusel. Wäre ich mit anderen Erwartungen daran gegangen - ich wäre wahrscheinlich in erster Linie beeindruckt von Lindqvists Art Geschichten und Charaktere zu erzählen.


Wasser
Wasser
von Vincent Voss
  Broschiert
Preis: EUR 13,90

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen dunkles, feuchtes Grauen im Stil der alten Stephen King Romane, 5. Juli 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wasser (Broschiert)
Länge:: 11:57 Minuten

Es kommt einem fast so vor, als würde "ES" in einer anderen Version lesen. Nicht, weil die Handlung die gleiche wäre oder ansonsten irgendwas geklaut wikrn würde - sondern weil es in der selben Art geschrieben wurde. Ein coming-of-age Roman um eine Gruppe von Freunden, die sich auf den bevorstehenden Sommer freuen. Als es kurz vor beginn der Ferien anfängt zu regenen, denkt sich erstmal niemand was. Aber das Wasser bringt etwas mit sich...

Vincent Voss verzichtet auf blutiges Gemezel. Die Geschichte blendet immer dann aus, wenn es kurz davor steht. Es geht eindeutig nicht um blut sondern um das Grauen, dass sich der Leser im Kopf vorstellt, um den Grusel aus der eigenen Vorstellungskraft heraus. Vieles wird angedeutet, im Dunkeln gelassen oder erst nach dem "Akt" beschrieben. Dadurch schafft der Autor es, eine wahnsinnig eindrückliche, tiefe Spannung und ein dunkles, stets im Hintergrund aktives Grauen zu erzeugen.

Wie bei "ES" ist auch hier die kleine Gemeinschaft, die teilweise aus Außenseitern besteht: der etwas rebellische, der Kluge, der Überlegte und das Mädchen. Auch gibt es eine Gruppe älterer Jugendlicher, die mit Hohn und Verachtung als Antagonisten agieren. Nur wenige Erwachsene spielen eine Rolle, trotzdem ist das Buch mit Sicherheit nichts für junge Leser.

Vincent Voss hat es geschafft einen spannenden und gruseligen Roman zu schreiben ohne wirklich Blut fließen zu lassen. Er schreibt unaufgeregt und eindrücklich, lässt die Jugendlichen in ihrer Sprache sprechen und schafft eine Stimmung, wie sie - meiner Meinung nach - Stephen King früher geschaffen hat. Ich hatte gedacht, dass solche Bücher nicht mehr geschrieben werden und Horror zu sehr auf Splatter ausgerichtet wird. Aber dieses Buch zeigt das Gegenteil.

Mit Sicherheit eines der besten Horrorbücher aus Deutschland, dass ich seit langem gelesen habe.


Willkommen in Night Vale
Willkommen in Night Vale
von Joseph Fink
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

4.0 von 5 Sternen außergewöhnlich, wirr und ideenreich, 2. Mai 2016
Rezension bezieht sich auf: Willkommen in Night Vale (Gebundene Ausgabe)
Länge:: 11:55 Minuten

Engel heißen alle Erika und sind illegal. Seit Jahrzehnten ist Jack - die Besitzerin des örtlichen Pfandhauses - 19 Jahre alt; Abend vergräbt sie die Tür zu ihrem Leihaus. Jackie Fierro ist nur eine der sonderbaren Gestalten in diesem Roman. Es gibt da noch einen 15jährigen, der seine Gestalt wandelt. Einmal ist er eine SChreibtischlampe, dann ein Flächenbrand und dann wieder ein Wesen mit Schuppen, roter Zunge und stechenden Augen.

Nichts ist auf den ersten Blick wie anderswo. Aber der Klappentext spricht schon davon, dass alles seltsam vertraut ist. Und beim zweiten Blick bestätigt sich das. Alle die Geschöpfe, die seltsame Dinge die sie tun, die kruden Ideen sind wohl als Sinnbild einer Gesellschaftskritik zu verstehen. Sie bilden eine Art Alptraum aus dem, was man findet wenn man tiefer graben würde.

Die seit Jahrzehnten 19jährige Frau ist vielleicht einfach eine Mittfünfzigerin, die das Alter ignoriert und sich ihre jugendlichkeit konserviert hat. Der gestaltwandelnde 15jährige ist in der Pubertät und da lernt man sich selbst erst kennen, kommt mit der Welt und der eigenen Sicht auf sich noch nicht zurecht. Seine Mutter, die sich als einzige an einen Arbeitskollegen erinnert, der anscheinend niemals in dem Betreib gewesen ist vielleicht ein Symbol dafür, wie anonym das alltägliche Leben im Job ist und wie schnell man jemanden vergisst, wenn er nicht täglich einem gegenüber sitzt.

Über den Inhalt der Story schreiben hier schon einige viel Gutes und Richtiges. Wichtig ist mir als Leser phantastischer Literatur:

das ist KEIN typisch phantastischer Roman. Wer ihn nur als solches liest, der findet nicht in die Story (denn um die geht es nur sehr nebensächlich) und dem wird bis zum Ende was fehlen. Das erklärt vielleicht einige unzufriedene oder vom Lesen unbefriedigte Meinungen.

Ob es ein Meisterwerk ist, wage ich zu bezweifeln. Es ist aber mit Sicherheit ein außergewöhnliches und neuartiges Buch, dass Fink und Cranor da geschaffen haben.


Red Rising: Roman (Red-Rising-Trilogie, Band 1)
Red Rising: Roman (Red-Rising-Trilogie, Band 1)
von Pierce Brown
  Broschiert
Preis: EUR 12,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen gelungener Auftakt!, 18. April 2016
Die Erde ist zu klein geworden, die Ambitionen der Menschheit zu groß. Der Mars soll urbar gemacht werden, und dafür schufftet eine ganze Zivilisation in den Mienen tief unter der Oberfläche des Mars. Darrow, ein 16jähriger "Höllenreiter", der eine große Bohrmaschine in Staub und Hitze der unterirdischen Gänge bedient, denkt, genau so wie jeder, dass sie die Vorreiter sind, die Helden der Arbeit. Durch seine und die Arbeit der anderen Mienenarbeiter wird die Menschheit einen neuen Platz zum Leben finden. Dabei nehmen sie in kauf, dass sie "Rote" sind, Zugehörige der untersten Kaste eines Gesellschaftssystems in das sich die Menschheit eingegliedert hat. Ganz oben stehen die Goldenen, die strahlenden Führer und Lenker. Von denen gibt es auf dem Mars nur einige wenige die die Aufsicht über die Menschen in den Mienen haben.

Das zumindest denken die Roten. In Wirklichkeit ist die Oberfläche längst besidelt und sie werden als Sklaven für den Abbau von Bodenschätzen missbraucht, leben an der Grenze des Hungertods und siehen niemals das Tageslicht.

Das ändert sich für Darrow plötzlich, als er von einer Gruppe Rebellen dazu auserwählt wird, das Gesellschaftssystem zu unterwandern und besten Falls zu stürzen. Dazu wird er von einem Roten zu einem Goldenen. In zahlreichen Operationen und Rehamaßnahmen wird sein Körper verändert, seine geistigen Fähigkeiten und seine Sprache verändert. Bis er schließlich im "Institut" aufgenommen wird. Hier stählen sich die anderen Jugendlichen der obersten goldenen Kaste und bereiten sich auf ihr späteres Leben als Staatslenker und militärische Befehlshaber vor. Doch wer an eine graue Hochschule und langweilige Theorie gedacht hat, der wird enttäuscht. Das hier ist grausam, blutig und für die meisten tödlich.

Die Sprache Poerce Browns ist anfänglich gewöhnungsbedürftig. Es ist alles etwas tragend und schwülstig formuliert, was zu einem doch recht blutigen Buch (von Anfang an) nicht so recht passen möchte. Vielleicht ist es aber auch gerade das, was Brown mit diesm Kontrast erreichen möchte. Es packt und fesselt schnell obwohl es sich Zeit lässt. Sowohl bei der Beschreibung der "Unterwelt" der Roten wie auch bei der Verwandlung Zeit. Der größte Teil des Buches ist jedoch das Bestehen im Institut - was nichts anderes ist als eine blutige Arena der Ausrottung. Hier werden intrigen gespannt, Seilschaften geknüpft, Freunde gefunden und Verrat begangen.

Ein spannendes, dunkles und alles andere als gewaltfreies Buch, dass es tatsächlich schafft, das in den letzten Jahren häufig genutzte Setting des Kampfes von Unterdrückten in einer ungerechten Klassengesellschaft mit strengen hirachischen Ketten noch mal neu zu erfinden. Das ist beeindruckend gemacht, toll in Szene gesetzt und sehr gelungen aufgebaut.

Es werden noch zwei Teile folgen. Wie bei so vielen Büchern, von denen sich der Verlag große Aufmerksamkeit erhofft, ist auch dieser Roman auf drei Teile ausgelegt. neben "red rising" wird es "Haus der Feinde" (2) und "die Entscheidung" (3) geben. Eine ziemliche Aufgabe, das alles zu lesen und mir fehlt ein bisschen die Energie mich schon wieder durch eine Romanserie zu kämpfen, die um die 1.500 Seiten umfasst. Ich persönlich habe Bedenken, dass der zweite Teil zu ausschweifend und zu wenig abwechslungsreich wird. Wie der Titel des dritten Bandes (der sehr ungeschickt gewählt ist) erahnen lässt, wird sich Darrow entscheiden müssen die Welt als Messias vom Joch der Ungerechtigkeit zu retten oder ein Goldener zu bleiben. Ich habe mich noch nicht dazu entschlossen, die Trilogie zu Ende zu lesen obwohl mir der erste Teil sehr gut gefallen hat.

Ich bin der Meinung, dass Verlage den Trilogienwahn, der sich in den letzten Jahren so seuchenartig ausgebreitet hat, herunterzufahren. Gerade bei diesem Buch hätte ich lieber noch einen zweiten abschließenden Teil gelesen als mich noch mal 500 Seiten durch etwas zu kämpfen was keinen Abschluss findet.

Dennoch: ein faszinierendes, toll geschriebenes, spannendes und bemerkenswertes Buch!


Omega Days - Die letzten Tage: Roman
Omega Days - Die letzten Tage: Roman
von John L. Campbell
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

2.0 von 5 Sternen nix Neues..., 18. April 2016
... findet sich hier zwischen den Seiten. Es ist eben eine klassische Zombie-Dystopie, der es an eigenen ideen und eigenen Ansätzen völlig fehlt. Das Buch ist nicht gänzlich schlecht - auch wenn die Charaktere das sind, was man erwartet, der Storyverlauf das ist, was kommen muss und Tiefgang fehlt. Man kommt so durch, kann es lesen und dann eben auch direkt wieder vergessen.


Nomaden
Nomaden
von Michael Schreckenberg
  Broschiert
Preis: EUR 12,99

2.0 von 5 Sternen müde und schleppend, 18. April 2016
Rezension bezieht sich auf: Nomaden (Broschiert)
Das Thema ist ja seit A.S. Neils "Die Grüne Wolke" bekannt. Vom einen auf den anderen Augenblick ist die Welt entvölkert. Nur ein paar Menschen haben aus irgendeinem Grund überlebt. Es beginnt eine lange Suche nach verlorenen Freunden, es werden Allianzen geschmiedet und Feinde bekämpft. Die meisten Dystopien funktionieren so - auch diese.

Leider braucht jede Entwicklung sehr sehr lange, alles zieht sich hin und auch Entwicklungen brauchen sehr lange. Der Autor hätte sein Werk meiner Meinung nach gerne etwas beschleunigen können. So tröpfelt es eben dahin. Und bis zu dem Punkt, an dem das Protagonisten-Paar endlich auf andere Menschen trifft und klar wird, dass eben doch nicht alle Menschen verschwunden sind, war mir schon fast die Lust ausgegangen.


Metro 2035: Roman (Metro-Romane, Band 3)
Metro 2035: Roman (Metro-Romane, Band 3)
von Dmitry Glukhovsky
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

10 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen äußerst zäh und ohne Spannung, 18. April 2016
Länge:: 15:19 Minuten

Acht Jahre hat es gedauert, bis nach "Metro 2033" Artjom wieder durch die Tunnel der U-Bahn streift auf der Suche nach Erlösung. Diesmal ist er getrieben von dem Gedanken, es müsste außerhalb der Metro, außerhalb von Moskau und vielleicht auch außerhalb Russlands noch Leben geben. Einige Bekannte aus "Metro 2033" und "Metro 2034" tauchen auf: Homer, die blonde Sascha, Melik und Andere sind wieder dabei.

Doch was dem Buch fehlt ist echte Spannung. Es geht hauptsächlich um Artjoms Kampf gegen die ungläubige Menschheit und den Kampf der politischen Systeme. Zu zäh, zu ausgewalzt wird das beschrieben, was die Leser eigentlich aus den anderen beiden Teilen schon kennen. Und das, was "Metro 2033" ausmachte, nämlich den Horror durch Mutanten und den Horror der Menschen ist reduziert worden - kein einziger Mutant taucht mehr auf, keine Wesenheiten lauern an der Oberfläche, keine gedankenmanipulierende Strahlung - nichts.

Es ist eine Dystopie, die nach dem Schema des Kampfes der Systeme und der Auflehnung der unteren Schichten gegen die Herrschenden arbeitet. Kaum neue Ideen fallen Glukhovsky ein, nur wenige Sequenzen sind mitreißend. In größten Teilen fließt das Buch zäh durch bekannte Gewässer. Hin und wieder gibt es Momente, in denen das alte Flair durchblitzt, aber die sind leider schnell wieder vorbei.

Vielleicht ist meine Erwartungshaltung zu hoch gewesen, aber mich enttäuscht das Buch, seine Langatmigkeit und seine fehlende Spannung sehr.


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Wird angeboten von ENJOYYOURCAMERA
Preis: EUR 279,99

5.0 von 5 Sternen lichstark, große Farbbandbreite, 6. April 2016
Ja, noch sind sie nicht unbedingt billig, die LED Bi-Color Leuchten. Und wenn doch, sind sie nicht lichtstark. Dieses hier ist es deffinitiv. Im Vergleich zu meiner 2500lx starken anderen Bi-Color macht die Quenox deutlich mehr Licht.

Was die "Aufteilung" auf die Drehknöpfe angeht ist das wohl Glaubenssache. Die einen möchten einen für Lichtstärke und einen für Farbtemperatur, die anderen möchten je einen Knopf pro Tages- bzw. Kunstlicht LED-Bank. Ich ziehe das andere vor weil man eben gesondert die Kraft und die Temperatur einstellen kann. In diesem Fall ist es so, dass man gleichzeitg die Temperatur und die Leuchtkraft festlegen muss. Man kann nicht erst die Temperatur einstellen und dann noch an der Leuchtkraft rumdrehen. Ich hätte das besser gefunden.

Ein großer Vorteil ist die LCD (Nicht LED, hahaha) Anzeige auf der Rückseite. Sie zeigt genau die Temperatur in Kelvin an und zeigt ebenfalls an, auf wieviel Prozent welche Bank gerade gestellt ist. Wenn man dreht, änderen sich die LCD Zahlen analog dazu.

Man kann die ganze Lampe in der Aufhängung ganz nach oben schieben und festziehen. Dann kann man IMMER NOCH die Lampe kippen, also vertikal (oder horizontal? Das ding mit oben und unten eben) die Strahlrichtung ändern.
Es ist zu empfehlen, die Lampe auch tatsächlich ganz nach oben zu schieben, da sonst die Gates unten die Bewegungsfreiheit einschränken.

Neben dem Betribe mit V-Mount Akku (den ich mir nicht leisten kann), ist es ganz rafiniert gelöst, dass Ding mit dem mitgelieferten Adapter zu betreiben. Da könnte das Kabel zwar etwas länger sein, aber für mich reicht es.

Eine starke und sehr gut nutzbare Lampe!


Das Ding aus einer anderen Welt & Parasite Deep: Zwei Monster-Thriller in einem Band
Das Ding aus einer anderen Welt & Parasite Deep: Zwei Monster-Thriller in einem Band
von John W. Campbell
  Broschiert
Preis: EUR 13,95

9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Ding aus einer anderen Welt / Parasite Deep, 24. März 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Länge:: 12:35 Minuten

1938 veröffentliche John W. Campbell seine Kurzgeschichte "who goes there?" in einem Sci-FI Magazin. 30 Jahre später wurde die Geschichte das erste mal unter dem Titel "The Thing" verfilmt und in den 70er Jahren gelang John Carpetner mit einer zweiten Verfilmung von "The Thing" ein echter Klassiker des Horrorfilm Genres.

Nun wurde "das Ding aus einer anderen Welt" neu übersetzt und als Doppelroman mit Shane MCKenzies "Parasite Deep" veröffentlicht.

"Das Ding aus einer anderen Welt" wird für Fans des brutalen Horrors vielleicht eine enttäuschung sein. 1938 aber war das hintergründige und vor allem wissenschaftlich geprägte Werk wohl ein echter "Burner".
Wissenschaftler finden eine Raumschiff im Eis und tiefgerfroren daneben den Insassen. Sie befreien das Ding aus dem Eis und schleppen es in die Forschungsstation. Dort taut es auf und es beginnt ein psychologisches Spiel darum, wer noch der ist, der er vorgibt zu sein. Ein Psychothriller, der Angst vor allem durch das erzeugt, was man nicht sieht. Die Ungewissheit und die Angst der Besatzung der Forschungsstation ist es, was den Horror in diesem Buch ausmacht.

"Parasite Deep" geht in eine andere Richtung. Der nette Onkel Pete nimmt eine Gruppe Jugendlicher mit seinem Fischerboot mit. Wo er ankern möchte, weiß er schon. Und auch, was da unter der Meeresoberfläche lauert. Es sind nur auf den ersten Blick Fische, und sie verhalten sich anders als sonst.
DIe Charaktere sind brachial und wenig facettenreich. Es sind Charaktere, die auch von Richard Laymon entworfen hätten sein können: abgrundtief böse, schlecht, brutal und fast unmenschlich. Je weiter die Geschichte in Fahrt kommt, desto mehr wird aber die Beschreibung der gräßlichen Fische und ihre Handlung in den Vordergrund geschoben, so dass Leser, denen das Personal zu einseitig ist, davon abgelenkt werden. Fullminant sind die letzten 30 Seiten, auf denen echter, blutiger Horror aufkommt.

Zwei unterschiedliche Romane - der eine fasziniert durch das leise Grauen, durch die Ungewissheit und Angst, der andere durch blutige Szenerie und ein Feuerwerk an Ausgeburten der Tiefsee. Was beide gemein haben ist, dass die Herkunft und die Intention der Wesen bewußt im Dunkeln gehalten werden.

So unterschiedlich "das Ding aus einer anderen Welt" und "parasite deep" auch sind, so sind beide Werke in diesem Buch würdige Vertreter des Horror Genres.
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 18, 2016 1:50 PM MEST


Unter einem Friedhofshimmel: Endzeit-Thriller
Unter einem Friedhofshimmel: Endzeit-Thriller
von John Ringo
  Broschiert
Preis: EUR 13,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen spannender Zombie Roman, 11. März 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Länge:: 8:53 Minuten

Es ist kurz vor der Apokalypse: Steve und seine Familie baut vor und belädt ein Boot. Kaum sind sie damit fertig, bricht die Zombie Epedemie - ausgelöst durch einen Virus - los. Nun gibt es kein Halten mehr und am Ende schippern Steve und seine Familie über den Ozean. Immer wieder treffen sie auf andere Boot. Auf manchen gibt es Lebende und auf anderen nur noch Tote, die aber ebenso agil sind.

Ringo hat sich Mühe gegeben, nicht den üblichen Zombie Roadmovie in Buchform zu schreiben. Und das ist ihm auch gelungen! Die Idee, eine neue Gesellschaft auf dem Ozean aufzubauen, ein Sozialgefüge wieder neu und unter Berücksichtigung der Zombie-Umstände zu etablieren, ist schön beschrieben. einzig Steve ist ein unangenehmer Charakter des Buches. Er soll wohl der strahlende Held sein, ist aber eigentlich ein strenger Diktator, der alle, die nicht seine persönlich aufgestellen Regeln befolgt, aus dem Sozialgefüge verbannt. Das passt meiner Meinung nach nicht sehr gut zu einer strahlenden Hauptfigur. Für mich ist das eine typisch klischeehafte Charakterisierung, die mich extrem nervt.

Das wird die meisten nicht stören. und wenn man von Steve absieht, ist "Unter einem Friedhofshimmel" ein toller Auftakt zu einer Zombie Reihe, auf die ich mich schon freue.


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