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Rezensionen verfasst von
Florian Jung (Köln)
(REAL NAME)   

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Nobody Knows
Nobody Knows
Preis: EUR 9,90

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen keine Eigenständigkeit, 21. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Nobody Knows (MP3-Download)
Sicher und routiniert klingt das ganze, durchkomponiert und geplant, gelegt und irgendwie steril. Da ist nichts neues oder unerwartetes - schade.

Der Lockvogel: Die tödliche Geschichte eines V-Mannes zwischen Verfassungsschutz und Terrorismus
Der Lockvogel: Die tödliche Geschichte eines V-Mannes zwischen Verfassungsschutz und Terrorismus
von Stefan Aust
  Gebundene Ausgabe

5.0 von 5 Sternen detailgenaue Geschichte eines Terroristen, der sich nicht entscheiden konnte, 21. August 2011
... und zwar zwischen der "Bewegung 2. Juni" und einer Tätigkeit als V-Manns. Stefan Aust berichtet sehr detailgetreu, fast schon minutiös über Ulrich Schmücker, der als Student unbedingt Teil der Terrorbewegungen in Berlin werden möchte.
Es ist die Geschichte über einen aus der zweiten Reihe, dessen Namen nicht in den bundesdeutschen Gedächtnissen haftet wie etwa die von Baader, Meinhof , Ensslin oder Meins.

Stefan Aust zeigt in diesem Buch wie journalistisch penible Recherche aussehen kann. Tatsächlich hat er praktisch jeden einzelnen Tag der letzten Monate Schmückers rekonstruiert und im Buch festgehalten. Unmengen von Protokollen, Augenzeugenberichte und staatliche Dokumente muss er gesichtet haben um so genau berichten zu können.
Aust berichtet nüchtern und sachlich, wertet nur sehr selten und auch nur wenn es um offensichtliche Falschaussagen geht. Das ganze Buch liest sich wie eine einzige riesige Tatrekonstruktion. sie ist sprachlich nicht raffiniert oder besonders anschaulich, aber das ist auch nicht angebracht. Dafür ist jede Seite des Buches aufschlussreich und informativ. Man lernt sehr viel über die Programmatik der extremen Linken, über den Aufbau der "Gruppen" und über die Art und Weise des Agierens dieser Gruppen.

Auch wenn der Fall Schmücker nicht so bekannt ist, ist die Geschichte um seine Ermordung und die offensichtlichen Aneinanderreihungen von Vertuschungen von Seiten der Staatsorgane nicht weniger spannend. Es ist eine Geschichte um Verrat, Terror und Versagen. Eine Geschichte, die zu unrecht nicht als wichtiges und bekanntes Stück innerdeutscher Terrorgeschichte bekannt ist.

Mit dem Buch über den Baader-Meinhof Komplex kann ich den "Lockvogel" nicht vergleichen. Weil der Film so schlecht war habe ich das Buch dazu nie gelesen, aber "Der Lockvogel" ist ein beeindruckendes Beispiel journalistischer Arbeit und ein ebenso beeindruckendes Beispiel für die Arbeitsweise der linken Gruppen dieser Jahre. Und es ist eine Rekonstruktion eines schrecklichen Mordes an einem jungen Mann, der sich nicht entscheiden konnte ob er als Terrorist oder als V-Mann leben wollte.

Mit dem Buch über den Baader-Meinhog Komplex kann ich den "Lockvogel" nicht vergleichen. Weil der Film so schlecht war habe ich das Buch dazu nie gelesen, aber "Der Lockvogel" ist ein beeindruckendes Beispiel journalistischer Arbeit und ein ebenso beeindruckendes Beispiel für die Arbeitsweise der linken Gruppen dieser Jahre. Und es ist eine Rekonstruktion eines schrecklichen Mordes an einem jungen Mann, der sich nicht entscheiden konnte ob er als Terrorist oder als V-Mann leben wollte.

Patentöchter: Im Schatten der RAF - ein Dialog
Patentöchter: Im Schatten der RAF - ein Dialog
von Julia Albrecht
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 18,99

9 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen zwei Sichtweisen der selben Tat, 20. August 2011
Die Idee, den Dialog zwischen Corinna Ponto und Julia Albrecht in Buchform herauszubringen war für mich faszinierend. Ich habe gehofft zu erfahren, wie beide Seiten die grausame Tat oder zumindest die "Türöffnung" Susanne Albrechts verstanden und bewältigt haben. Ich war gespannt über den Austausch der Beiden; die eine Schwester der Täterin, die andere Tochter des Opfers.

Beide Frauen haben einen unterschiedlichen Stil, der den Dialog glaubhaft macht und der dabei hilft, die verschiedenen Perspektiven zu betrachten. Corinna Ponto schreibt sehr lyrisch fast schon schwülstig über ihre Erlebnisse. Die Verbitterung ist ihr in jedem Kapitel sehr deutlich anzumerken. Sie klagt jeden in ihrem Umfeld an - von den Schulfreundinnen über die "Staatsorgane" bis hin zum ganzen Land und seien Bewohner. Das ist wohl nachvollziehbar und es ist ihr kaum vorzuenthalten, dass der Schmerz um den Verlust sie bestimmt, doch zu verstehen, dass nicht jeder Ihre Trauer nachvollziehen kann und nicht das ganze Land mit ihr trauern muss scheint sie nicht. Mich haben der schwülstige Schreibstil und die ewig gleichen Anklagen mit der Zeit ermüdet - der Leser braucht den Willen dazu, das Buch zu lesen. Frau Ponto hat es mir zumindest nicht leicht gemacht.
Sie spricht/schreibt demonstrativ nur von "S." anstatt von Susanne Albrecht. Immer wieder betont sie - wie ich finde vollkommen unnötig - welche berühmten Musiker sie kennenlernte, welche großen Künstler sie traf und welchen Politikern sie nicht die Hand geben wollte. Das Grauen der RAF beschreibt sie in wenigen Abschnitten allerdings gut. Sie findet mit unbekannte Belege über die Rolle der Stasi bei den RAF Machenschaften und dokumentiert diese ' sie hat viel Zeit mit der Sammlung von Dokumenten zugebracht um das Erlebte zu ordnen.

Julia Albrecht ist die leisere und vorsichtigere der beiden Autorinnen. Sie schreibt flüssiger und beschreibt näher als Frau Ponto. Sie erklärt die tiefe Trauer um die Schwester und gleichermaßen das Entsetzen und die ungläubige Erstarrung in der sie sich befand. Es ist grauenhaft zu erfahren, wie sich ihre Schwester in das Leben der Patenfamilie einschlich um den Terror in das liberal-konservative Haus zu bringen. Julia Albrecht beschreibt auch, wie ihre Schwester schließlich wiedergefunden wurde und wie sie zwischen Hoffnung, Trauer und Scham hin- und hergerissen ist. Es sind Abschnitte die einen immer wieder hoffen lassen, dass es irgendwann eine Zeit ohne Terrorismus geben kann.

Als Außenstehender ist es schwer, vielleicht auch anmaßend die Erinnerungen eines RAF Opfers zu verstehen und/oder zu kritisieren. Frau Ponto schreibt, ihr Vater seiner ein "meinungsstarker" Mensch gewesen. Auch als Leser möchte ich aber meine Meinung (auch wenn sie dem Frau Ponto gegenüber nicht sehr einfühlsam wirkt) äußern. Es hätte mehr Dokumentation und weniger sich wiederholende Anklagen in Frau Pontos Abschnitten geben müssen um für mich dieses Buch als empfehlenswert anzusehen.

Sanctum [3D Blu-ray]
Sanctum [3D Blu-ray]
DVD ~ Richard Roxburgh
Preis: EUR 18,99

9 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen langweilig, vorhersehbar, uninspiriert, 9. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Sanctum [3D Blu-ray] (Blu-ray)
Ich bewerte den Film und gehe nicht auf Extras o.ä. ein.

Selbst habe ich zwar keine Ahnung vom Tauchen, aber ich finde das Thema interessant. Den Film allerdings in keinster Weise. Dialoge, die so abgegriffen sind, dass sie nicht mal mehr den Hauch von Substanz haben. Charaktere wie sie erwartet werden ohne Inspiration, die immer nach dem gleichen Muster aufgebaut sind.

Es ist eine vorhersehbare Story um eine Gruppe Hölentaucher, allen voran Frank, der Supermann und beste Hölentaucher der ganzen Welt und des Universums. Der hat seinen Sohn dabei und natürlich verstehen sich die beiden nicht, da der Vater dem Sohn sein Leben aufoktroyrien will. Dann kommt es zu einer Katastrophe und die Dinger nehmen ihren Lauf...

Und zwar genau so, wie man es erwartet. Die Dialoge werden noch schlechter und die Charaktere bleiben farblos, langweilig und immer wieder vorhersehbar. Es ist wirklich ärgerlich, dass sowas überhaupt noch für so einen Preis verkauft wird.

Unterirdisch schlechtes Drehbuch, zweitklassige Darsteller und eine vollkommen absehbare und vorhersehbare Handlung.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 28, 2012 11:31 PM CET


Stigma: Thriller
Stigma: Thriller
von Michael Hübner
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

5 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen schlecht geschrieben, 27. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Stigma: Thriller (Taschenbuch)
Der Roman wirkt so, als wäre nach dem Handbuch "wie schreibe ich Bücher" Zeile für Zeile gestrickt worden. Fast alles wirkt wie schon hundert mal irgendwo anders gelesen, die Charaktere bleiben schemenhaft (trotz Beschreibung) und irgendwie farblos. Beid en Dialogen kommtkeine Spannung auf, die Beschreibungen der Szenerie sind teilweise unerträglich labgweilig und in vielen Passagen passiert irgendwas - offenbar nur um Seiten zu füllen.

Nicht jeder, der Bücher schreibt sollte sich auch als Autor betätigen, wie Michael Hübner und dieses lächerliche Buch beweisen.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 28, 2011 12:01 AM MEST


Tod in Neverland
Tod in Neverland
Preis: EUR 12,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen tolle Stimmung - dabei sehr langatmig, 23. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Tod in Neverland (Kindle Edition)
Im Gegensatz zu "Snow" (dem Roman Malfis, den ich vor "Tod in Neverland" gelesen habe) baut sich die Spannung sehr langsam auf. Für meinen Geschmack etwas zu langsam. Malfi hat einen tollen Stil und (be)schreibt sehr genau, detailreich und mit viel Liebe zu bildhafter Gestaltung. Allerdings beschreibt er sehr lange immer wieder ähnliche Szenarien und die Horror oder Mysterieelemente reduzieren sich bis Seite 300 auf einige wenige Szenen. Zudem wird die Geschichte zunehmend wirr. Geht es nun um übersinnliche Visionen, um Geister aus der Vergangenheit, überhaupt um Geister oder um menschliches Leid? An sich mag ich diesen Ansatz und auch den Schreibstil - aber wenn man sich nicht viel Ruhe und Zeit für "Tod in Neverland" nimmt oder nehmen kann, wird man vielleicht seine Schwierigkeiten haben. Man muss dabei bleiben um die einzelnen Handlungsstränge und Personen nicht zu verlieren. Ich habe im letzten Drittel immer wieder Seiten überlesen, weil einfach nicht weiter geführt haben.

Drei Sterne gibt es allerdings weil Malfi toll schreibt und großartige Stimmung erzeugen kann, weil er seine Charaktere in Charakterstudien vorstellt und sie nicht zu farblosem Beiwerk puren Horrors verkommen lässt wie das einige andere Horror-Autoren machen.

Snow - Die Kälte: Roman
Snow - Die Kälte: Roman
von Ronald Malfi
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tod aus Schnee, 23. Juli 2011
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Snow - Die Kälte: Roman (Taschenbuch)
Aus dem Flug zurück wird nichts und so teilen sich ein Mann und eine Frau ein Mietwagen. Allerdings kommen sie nicht dort an, wo sie hin wollten. Statdessen landen sie in einem verschlafenen Nest, in dem nur noch wenige Einwohner WIRKLICH am Leben sind. Denn im Schnee und Sturm lauert etwas nicht menschliches.

Ich fand den Roman von der ersten bis zur letzten Seite spannend. Er ist flüssig geschrieben und lässt keine Langeweile aufkommen. Dialoge wechseln sich mit szenischen Beschreibungen ab, der Schauplatz wechselst einige Male und die Gruppe, die sich anfangs in einem Lebensmittelladen zusammengefunden hat, wird nach zerspalten und einzeln zu Ende geführt. Es hat entfernt Züge von Dean Koontz' "Phantom" ohne allerdings Gefahr zu laufen, Koontz zu kopieren. Man wird anfangs im Dunkeln über die Bedrohung gelassen, erst nach und nach lichtet sich der (Schnee)Nebel.

Ich habe es in einer Woche durchgelesen und bin gespannt auf weitere Werke des Autoren.

The New Dead: Die Zombie-Anthologie
The New Dead: Die Zombie-Anthologie
von Christopher Golden
  Broschiert
Preis: EUR 14,95

4 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Geschichtensammlung mit unterschiedlichen Ansätzen zum sleben Thema, 12. Juli 2011
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Nicht alle Geschichten sind hervorragend, einige sind Mittelmaß und einige wenige wirklich schlecht. Es sind aber wirklich tolle, innovative Geschichten dabei, die sich aus unterschiedlichen Richtungen und mit verschiedenen Ansätzen dem Zombie Thema nähern.

Zombies sind nicht mehr nur blutrünstige, hirnlose Freßmaschinen sondern können mitunter reden, denken, an der Börse handeln, auf dem Meeresgrund warten oder oder oder. Eine Geschichte beschäftigt sich auch damit den Zombies durch Sex wieder Emotionen zurückzugeben. Max Brooks, Joe Hill, John Conolly u.a. haben ihre Beiträge zu den "neuen Toten" gegeben. Dabei geht es in den meisten Geschichten nicht um Angst und Gänsehaut sondern viel eher um die Sprache, den Stil und die (möglicherweise philosophischen) Hintergedanken der Autoren.

Insgesammt abslout lesenswert und unterhaltsam bis spannend und witzig

Gravity
Gravity
Preis: EUR 9,99

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen schön aber vorhersehbar, 6. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Gravity (MP3-Download)
diese Begeisterungsströme kann ich nicht nachempfinden. Ich finde, dass viele Stücke tolle Ansätze haben aber die Ausführung oftmals erwartbar und logisch folgend. Sehr schön eingespielt, behutsam bis einfühlsam gespielt ist es aber auf jeden Fall. Nur eben nichts wirklich Neues - An die Qualität von E.S.T. kommen die Wasserfuhrer nicht dran, obwohl man Esbjörn meint, irgendwo im Hintergrund durchschimmern zu sehen.

Dig It To The End
Dig It To The End
Preis: EUR 9,99

1 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen sehr experimentell..., 6. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Dig It To The End (MP3-Download)
... aber leider nicht unbedingt zum Zuhören. Schade. Es scheint fast so, als experimentiere Berglund ohne fertige Stücke zu haben. Das ist hier ist doch mehr Kunst als Jazz und zu anstregend. Wenig melodiös, oftmals zu lang, häfig zu agressiv. Aber es steckt überall Potential für neuartige Ansaätze, frische Melodien drin. Vielversprechend!

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