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Rezensionen verfasst von
Ben

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Rapunzel - Neu verföhnt (+ Blu-ray 2D) [Blu-ray 3D]
Rapunzel - Neu verföhnt (+ Blu-ray 2D) [Blu-ray 3D]
DVD ~ Byron Howard
Preis: EUR 23,99

5.0 von 5 Sternen Ein wunderbarer Film!, 14. Januar 2015
Nachdem ich diesen Film nun das gefühlt zehnte Mal angeschaut habe, schreibe ich endlich auch mal eine wohlverdiente Rezension!
„Rapunzel – Neu Verföhnt“ ist definitiv einer meiner Lieblingsfilme. Er ist einer der ganz wenigen Filme, die es verstehen, Spaß, Gefühl, Spannung und wunderschöne Bilder und Animationen unter einen Hut zu bringen. Insbesondere der Witz ist unübertroffen. Ohne allzu kindischen Klamauk, den man leider in vielen anderen Animationsfilmen vorfindet, schafft es dieser Film insbesondere durch wunderbaren Wortwitz und die Mimik der Charaktere für einen ganz eigenen Charme zu sorgen, dem man sich als Zuschauer kaum entziehen kann.
Obwohl ich normalerweise nicht so gerne Filme sehe, in denen gesungen wird, fügen sich die Lieder bei diesem Film nahtlos ins Geschehen ein und sind dabei für mich nicht nur nicht störend, sondern durchweg echte Highlights und Ohrwürmer. Seit „Der König der Löwen“ habe ich mich nicht mehr so sehr für einen Soundtrack begeistern können. Und wer bei „I See The Light“ nicht die ein oder andere Träne verdrückt, der muss wirklich ein Herz aus Stein haben. Die Laternen-Szene ist für ich einer der schönsten Momente in der Filmgeschichte!
Übrigens würde ich bei ausreichend Kenntnis der englischen Sprache generell zur Original-Tonspur raten, aber glücklicherweise fällt auch die deutsche Synchronisation/Übersetzung nicht allzu stark ab, was insbesondere bei den Liedern eine bemerkenswerte Leistung ist.
Ich finde es wirklich schade und auch unverständlich, dass dieser Film nicht einmal für den Oscar als bester Animationsfilm nominiert. Was kann ein Animationsfilm denn noch besser machen?! Sei's drum! Für mich ist er jedenfalls etwas ganz Besonderes und ich würde jedem – egal ob Kind oder Erwachsener, männlich oder weiblich – empfehlen, sich dieses kleine Meisterwerk anzusehen und sich daran zu erfreuen. Es lohnt sich!


Rayman Fiesta Run
Rayman Fiesta Run
Preis: EUR 2,69

5.0 von 5 Sternen Tolles Spiel!, 3. Januar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Rayman Fiesta Run (App)
Nachdem ich schon auf der PS3 sowohl "Legends" als auch "Origins" mit viel Spaß gespielt habe, freute ich mich riesig, als die beiden Smartphone-Ableger "Jungle Run" und "Fiesta Run" rauskamen...
...und ich bin total begeistert! Die Grafik ist von den Konsolen-Spielen nicht wirklich zu unterscheiden, der Umfang ist gewaltig und die veränderte Steuerung (Rayman rennt Hardware-bedingt von selbst) funktioniert einwandfrei. Die Level sind bei den beiden Handy-Spielen deutlich kürzer (dauern insgesamt im Schnitt ca. 1 Minute) und lassen sich daher gut zwischendurch mal spielen.
Ich finde "Fiesta Run" sogar noch ein wenig besser als "Jungle Run", weil der Schwierigkeitsgrad hier nie völlig unfair wird. Dies war bei "Jungle Run" und besonders bei den Konsolenspielen stellenweise ganz anders. Auch finde ich es gut, dass es die Möglichkeit gibt, die gesammelten Lums in Gimmicks zu investieren, die einem das Leben in etwas komplizierteren Leveln leichter machen. So kann man z.B. einen Magneten kaufen, der die Lums anzieht, oder auch eine Art "Windspur", die einen durch das Level lotst...
Etwas unschön finde ich, dass im Spiel auch diverse Gegenstände und Figuren freigeschaltet werden, die man zwar prinzipiell auch mit gesammelen Lums bezahlen kann, man aber im Laufe des Spiels viel zu wenige davon sammelt, als dass man damit alles kaufen könnte. Daher müsste man sich die nötigen Lums mit echtem Geld kaufen. Dies finde ich bei einem Bezahl-Spiel schon ziemlich dreist, aber da man diese Dinge nicht wirklich braucht, um das Spiel durchzuspielen und man somit nicht genötigt ist, weiteres Geld auszugeben, sehe ich mal darüber hinweg und gebe dem Spiel gerne wohlverdiente 5 Sterne!


Hisense LTDN50K166WSEU 127 cm (50 Zoll) LED-Backlight-Fernseher (Full HD, 200Hz, DVB-T/C/S2, SMART TV, HbbTV, DLNA, WLAN) schwarz
Hisense LTDN50K166WSEU 127 cm (50 Zoll) LED-Backlight-Fernseher (Full HD, 200Hz, DVB-T/C/S2, SMART TV, HbbTV, DLNA, WLAN) schwarz
Preis: EUR 449,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Leider nicht so gut wie erhofft!, 3. Oktober 2014
Nach all den positiven Rezensionen zu diesem Modell habe ich mich dazu entschieden, dieser hierzulande noch eher unbekannten chinesischen Marke Hisense eine Chance zu geben. Die Ausstattung sucht in dieser Preisklasse jedenfalls ihresgleichen und auch die Optik weiß zu gefallen. So war ich froh, in den Warehouse-Deals noch ein Exemplar dieses Auslaufmodells günstig ergattern zu können. Nach einer Woche intensiver Nutzung möchte ich meine Erfahrungen mit dem Gerät teilen und und erklären, wieso ich mich letztenendes dazu entschieden habe, es zurückzuschicken.

Optik/Verarbeitung: 4,5/5
Wie schon aufgrund der Bilder vermutet, ist dieser Fernseher ein echter Hingucker. Sehr schmaler (Kunststoff-)Rahmen in Klavierlackoptik, ein sehr wertiger Standfuß aus geschwärztem Glas und ein Verbindungsstück aus verchromtem Metall. Das Design würde ich als schlicht, aber zeitlos elegant bezeichnen, wenngleich der Fuß vielleicht einen Ticken kleiner sein könnte. An der Verarbeitung könnte man bemängeln, dass der Fernseher an der linken Seite etwa 0,5cm tiefer als auf der rechten Seite liegt. Allerdings fällt das praktisch nicht auf, ich hatte es einfach mal interessehalber ausgemessen und es erst dabei festgestellt.

Bild: 2,5/5
Bei der wichtigsten Disziplin eines Fernsehers schwächelt dieses Modell leider. Bei der Bewertung muss man jedoch klar zwischen HD- und SD-Material unterscheiden. Als ich die Bluray Avatar einlegte, war ich wirklich positiv angetan vom Bild. Absolut scharf (auch bei schnellen Bewegungen) und schöne Farben. Lediglich in dunklen Bildbereichen werden Details verschluckt, die andere Fernseher sicherlich noch darstellen können. Dieser kleine Makel kann auch nicht zufriedenstellend durch Erhöhung der Helligkeit ausgeglichen werden, da das Bild sonst insgesamt überbelichtet (milchig trüb) wird. Insgesamt aber dennoch ein sehr überzeugendes HD-Bild, wie ich finde!
Ich wünschte, ich könnte ähnliches auch zum SD-Bild sagen, aber hier zeigt sich das Gerät leider von seiner schlechten Seite. Natürlich weiß ich, dass man bei SD-Material kein Top-Bild erwarten kann, aber es zeigen sich hier leider sehr gehäuft unschöne "Schlieren" um die Objekte, die man vielleicht ganz gut als "Geisterbilder" bezeichnen könnte. Besonders schlimm und störend ist dies bei Fußballübertragungen, damit kommt dieser Fernseher offensichtlich überhaupt nicht klar. Aber selbst statische Bildelemente wie z.B. die jeweiligen Programmlogos sind von diesen Artefakten umgeben. Es ist wirklich nicht sonderlich schön anzuschauen. Die DNR-Funktion habe ich übrigens in den Einstellungen deaktiviert (wie in anderen Rezensionen beschrieben), dadurch hat sich das Bild aber leider auch nicht sonderlich gebessert.
Ein weiterer starker Negativpunkt, was das Bild betrifft, ist die SEHR inhomogene Ausleuchtung. Wenn man bei Dunkelheit den Fernseher anschaltet, sieht man auf dem hauptsächlich dunklen Startbildschirm einige deutlich sichtbare Lichthöfe, bei mir sind drei Ecken (insbesondere die beiden unteren) betroffen, aber auch sonst gibt es über die Fläche verteilt unschöne helle Flecken. Im eigentlichen Fernsehbetrieb bzw. bei Tageslicht ist von dieser ungleichmäßigen Ausleuchtung nicht mehr viel zu erkennen, zumindest ist sie dann nicht störend, aber es ist einfach unschön, beim Anschalten des Fernsehers, bei jedem Kanalwechsel oder auch bei sehr dunklen Filmszenen jedes mal wieder diese hässlichen Lichthöfe sehen zu müssen!

Ton: 4,5/5
Da kann ich mich echt nicht beschweren, zumindest für mich reicht der Ton vollkommen aus, ich bin aber auch alles andere aus ein "Sound-Fetischist". Wer aber dennoch eine externe Anlage anschließen möchte, der möge dies gerne tun. Hierfür gibt es neben dem optischen Ausgang sogar einen HDMI-Anschluss mit Audio Return Channel.

Bedienung (3/5):
Insgesamt ist das Menü recht übersichtlich, was aber auch daran liegt, dass es nicht so furchtbar viele Einstellungs-Möglichkeiten und sonstige Funktionen bietet. Alles in allem ist es schlicht, wenig überladen und logisch gegliedert.
Eine Funktion, die ich besonders vermisse, ist die Möglichkeit, den Bildschirm ausschalten zu können und nur den Ton laufen zu lassen, um Strom zu sparen. Auch die PVR-Funktion scheint laut anderer Rezensionen recht benutzerunfreundlich zu sein (habe ich aber selber nicht ausprobiert).
Positiv anzumerken ist hingegen, dass der Fernseher auf Eingaben flott reagiert. Auch die Start- und Umschaltzeiten sind völlig in Ordnung.
Noch negativ anzumerken ist die sehr schlecht geschriebene und teils lausig übersetzte Bedienungsanleitung. Glücklicherweise ist die Bedienung in den meisten Pubkten selbsterklärend und logisch durchdacht (bis auf das Erstellen von Favoritenlisten, die ist eine mittlere Katastrophe!)

Smart-TV: nicht getestet

Fazit:
Insgesamt tut es mir schon etwas weh, diesen Fernseher zurückzugeben, denn er hat sicherlich eine Menge guter Seiten (insbesondere natürlich den sehr guten Preis!). Da ich aber auf DVB-T Empfang angewiesen bin und somit normales Fernsehprogramm ausschließlich in SD-Qualität schauen kann, ist er aber zumindest für mich leider nicht die richtige Wahl. Wer seine Fernsehprogramme hingehen in HD empfängt, ist aber sicherlich nicht schlecht mit diesem Fernseher beraten, denn das HD-Bild ist wie gesagt sehr ordentlich! Sollte die schlechte Ausleuchtung ein generelles Problem dieses Modells sein, muss man natürlich bereit sein, diesen Makel in Kauf zu nehmen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 16, 2014 8:07 PM MEST


Foto-Schrank Pro
Foto-Schrank Pro
Preis: EUR 2,40

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen VORSICHT!!, 1. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Foto-Schrank Pro (App)
Monatelang machte diese App genau das, was sie sollte...
...bis ich heute morgen ca. 150 Bilder verschieben wollte und sie auf Nimmerwiedersehen irgendwo im Nirwana gelandet sind. Bevor ich die App dann deinstalliert habe, wollte ich natürlich erst noch alle im Foto-Schrank befindlichen Bilder wieder freigegeben. Resultat: NIRWANA!!! Alle Fotos unwiederbringlich weg!
VIELEN DANK AN DIE APP-ENTWICKLER!

Daher mein Rat an alle, denen ihre Fotos am Herzen liegen: Finger weg von dieser Datenvernichtungs-App!


Inferno
Inferno
von Dan Brown
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 26,00

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Thematik rettet über Schwächen hinweg, 16. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Inferno (Gebundene Ausgabe)
Diese Rezension zu verfassen, fällt mir wirklich schwer und es ist mittlerweile schon mein dritter Anlauf. Selten nämlich habe ich einen Roman so bivalent erlebt wie diesen. Auf der einen Seite hat er solche Schwächen, dass mir das ein ums andere Mal wirklich die Lust genommen wurde, weiterzulesen, auf der anderen Seite ist er in meinen Augen der thematisch bisher (mit großem Abstand) bedeutungsvollste Roman aus der Feder von Dan Brown. Sehr schade nur, dass ich über die Thematik hier in meiner Rezension nichts erzählen darf, da dies das Lesevergnügen deutlich einschränken würde. Es kribbelt förmlich in meinen Fingern, all meine Gedanken in die Tasten zu hauen. Aber dies ginge halt nicht, ohne in die Spoiler-Falle zu tappen. Ich werde daher mit mindestens einem weinenden Auge so oberflächlich bleiben wie nur irgend möglich.

Ich beginne mit Dingen, die mir an diesem Buch nicht so gut gefallen haben:
- Dan Brown bleibt seinem dramaturgischen (Schreib-) Stil leider überaus treu. So ziemlich jeder der über hundert Kapitel endet scheinbar zwanghaft mit einem Cliffhanger, eingeschobene Gedanken der Protagonisten werden fast schon inflationär (und teils wirklich überflüssig) verwendet, wieder einmal findet sich Harvard-Professor Robert Langdon in einer hektischen und scheinbar nicht enden wollenden Schnitzeljagd lauter Symbole und Rätsel wieder, bei der er (wen wundert’s?) wieder einmal von einer einer hübschen und intelligenten jungen Frau unterstützt wird, und man wird als Leser erneut konsequent in die Irre geführt (wobei dies in diesem Roman erstaunlich gut gelungen ist). Nun kann man sicherlich entgegenhalten, dass dies eben Dan Browns eigener Stil ist, mit dem er bislang sehr erfolgreich war. Warum sollte er also etwas daran ändern? Naja, zumindest ich finde es mittlerweile nicht mehr sonderlich spannend, jedes Mal quasi dasselbe Buch zu lesen, nur mit einer anderen Thematik und in einer anderen Lokalität. Was ich in Illuminati und Sakrileg noch erfrischend neuartig fand, ist mittlerweile für mich eher ein Dorn im Auge. Ich würde mir von Dan Brown mal einen Roman in einem völlig neuen Gewand wünschen, aber erstens wird es nie vermutlich geschehen und zweitens ist das vermutlich einfach nur Geschmackssache. Es gibt sicherlich auch genug Leser, die genau diesen Stil von Dan Brown verehren und sich verprellt fühlen würden, wenn sich an diesem etwas ändern würde (letztlich ist Dan Brown schließlich Mainstream at its best und sein vornehmlicher Anspruch sind ausufernde Verkaufszahlen).
- Eine Frage: Wenn Sie um ihr Leben laufen würden, weil quasi eine Hundertschar an gut ausgerüsteten Spezialkräften hinter Ihnen her ist, welche Sie offenbar lieber tot als lebendig sehen würde, würden Sie dann an einem Brunnen in einem Park vorbeilaufen und sich ausgiebig Gedanken um dessen Historie oder symbolische Bedeutung machen? Wohl eher kaum! Aber das geschieht in diesem Roman am laufenden Band. Scheinbar jede einzelne Sehenswürdigkeit (sei es nun ein Bild, eine Statue, ein Gebäude oder was auch immer), welche Langdon und seine Begleiterin auf ihrer „Reise“ passieren, wird penibel analysiert, ob es nun für die Handlung von Bedeutung ist oder (was deutlich öfter der Fall ist) eben nicht. Was bewegt Dan Brown diese Dinge zu schreiben? Ich weiß es einfach nicht. Das meiste ist nicht nur - wie schon gesagt - für die Handlung völlig irrelevant, es unterbricht auch enorm den Lesefluss. So kann sich das z.B. die Flucht durch einen Museumsgang, die in Echtzeit nur ein paar Sekunden dauert, zu einer seitenlangen Beschreibung all der hier zu sehenden Sehenswürdigkeiten ausweiten. Zwar interessiere ich mich durchaus für solche Dinge, aber in diesem Ausmaß sind sie in dem Roman schlicht und ergreifend fehl am Platz! Immerhin habe ich einen Roman gekauft und nicht einen Reiseführer. Mir drängte sich immer wieder der Gedanke auf, dass Dan Brown möglichst alles, was er bei seinen Recherchen (ob nun vor Ort oder auf Wikipedia) zu diesem Roman an Informationen angehäuft hatte, möglichst irgendwo unterbringen wollte. Nur ist weniger bekanntlich oftmals mehr – in diesem Fall wäre es sogar VIEL mehr gewesen!

Trotz alldem und obwohl ich Inferno insgesamt gar nicht mal so spannend finde, wie ich es mir vorher erhofft hätte, kann ich einfach nicht anders als immerhin vier Sterne zu geben. Denn Dan Brown greift dieses Mal eine Thematik auf, die so wichtig ist, dass sie einfach in den Fokus der öffentlichen Wahrnehmung gestellt werden MUSS. Es gibt auf der Welt Millionen von Problemen, aber es gibt kein Problem, was die Menschheit in vergleichbarer Form gefährdet (oder richtiger formuliert: mit Sicherheit dezimieren, wenn nicht ganz vernichten wird!) wie dieses. Und wenn es eines Romans aus dem Mainstream-Unterhaltungsgenre bedarf, damit die Menschen vermehrt beginnen, sich ernsthaft mit dieser Thematik auseinanderzusetzen, dann soll es eben so sein. Besser so als gar nicht!! Grundsätzlich kennt jeder Mensch das in diesem Roman dargestellte Problem, aber ein Mensch ist, wie in diesem Buch wunderbar offengelegt wird, von Natur aus ein Leugner. Solange man sich mit einem Problem nicht gewissenhaft beschäftigt, existiert es nicht…bis es zu spät ist und man sich fragt, wie man es dazu kommen lassen konnte!

Letztlich gelang es Dan Brown ein Buch zu erschaffen, in welchem er verdeutlicht, dass die klassische Kategorisierung der Menschen in „Gut und Böse“ in einer Welt, in der ihre gesamte Existenz auf dem Spiel steht, nicht mehr standhalten kann und vermutlich auch nicht darf.
„In dangerous times, there is no sin greater than inaction“! (Zitat aus dem Roman)


Axe Deep Space Deospray, 150 ml
Axe Deep Space Deospray, 150 ml
Wird angeboten von G&G Beauty Store
Preis: EUR 4,67

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen überhaupt nicht mein Fall! Aber Geschmäcker sind bekanntlich verschieden..., 23. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Axe Deep Space Deospray, 150 ml (Badartikel)
Natürlich ist es fast sinnlos, eine Rezension über einen Duft zu schreiben, da ein solcher von jedem subjektiv anders empfunden wird, aber ich mach's trotzdem mal...;)

Ich mag Axe-Deos generell eigentlich sehr gern. Zwar wirken sie auf mich meist nicht sonderlich "männlich", aber sie riechen meiner Wahrnehmung nach einfach sehr angenehm.
Aus Neugierde habe ich mir daher heute das neue Deep Space geholt, weil ich mir dachte, dass ich mit Axe nicht viel falsch machen kann. Wenn es mir nicht so gut gefallen sollte wie andere, dann werde ich mir nächstes Mal eben wieder ein anderes Axe Deo kaufen (Excite, Alaska etc.).
Zuhause habe ich es natürlich gleich ausprobiert und war doch recht geschockt. Es ist das erste Axe Deo, das wohl einen markamten Männerduft versprühen soll, für mich riecht es aber einfach nur unangenehm und streng. Mein erster Gedanke war "Bruno Banani", ein Eau de Toilette, das ich vor Jahren mal geschenkt bekam, aber nie benutzt habe, weil ich damit das Gefühl hatte bis hin zur Belästigung meiner Mitmenschen zu stinken.
Wer Bruno Banani kennt und mag, wird deshalb meiner Meinung nach bei diesem Deo bedenkenlos zuschlagen können (weswegen ich dem Produkt zumindest noch zwei Sterne gebe), aber mir persönlich sagt es überhaupt nicht zu. Nutzen werde ich es wohl nie, denn auch wenn andere Menschen vermutlich ganz anders auf diesen Duft reagieren, ist es ja noch immer das Wichtigste, dass man sich selbst damit wohlfühlt!
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 30, 2013 9:22 AM CET


Relic: Museum der Angst
Relic: Museum der Angst
von Douglas Preston
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannendes Buch…und mitunter ein Grauen für einen studierten Biologen!, 1. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Relic: Museum der Angst (Taschenbuch)
Eins vorweg, das Buch ist wirklich toll und ich könnte nun eine Menge darüber schreiben, warum ich es vorbehaltslos empfehlen kann. Dies haben aber schon viele andere Rezensenten ausgiebig und angemessen getan, weswegen ich es bei dem kurzen Hinweis darauf belasse, dass ich mich eines Abends während des Lesens dieses Buches kaum noch traute, aus dem Bett aufzustehen, um auf die Toilette zu gehen, weil ich mir vorstellte, wie sich Mbwun hinter einer Ecke verstecken halten könnte :D

Ich möchte stattdessen einen Negativpunkt aufgreifen, der mir als Biologe einfach auf der Seele liegt und der es mir unmöglich macht diesem Roman fünf Sterne zu geben:
In dem Buch wird relativ detailliert beschrieben, wie eine Doktorandin der Evolutionsbiologie innerhalb von weniger als einer Stunde die Genome verschiedener Pflanzenarten bestimmt. Das ist schlichtweg absurd! Das Verfahren, das beschrieben wird, wird zwar in ähnlicher Weise tatsächlich zur Identifizierung von DNA-Sequenzen verwendet, aber in so kurzer Zeit lassen sich höchstens solche Sequenzen bestimmen, die nicht viel länger als ein paar hundert Basenpaare sind (wenn überhaupt). Nun ist es aber so, dass die Genomgrößen der höheren Pflanzen- und Tierarten eher im Bereich von einigen Milliarden (!!) Basenpaaren liegen und dass das Genmaterial bei der Sequenzierung zunächst in scheinbar unendlich viele relativ kleine Fragmente zerbrochen werden muss, von denen jedes einzelne dann in etwa so sequenziert wird wie in diesem Buch beschrieben (daraufhin werden die ermittelten Teilsequenzen schließlich wie ein riesiges Puzzle zu einer durchgängigigen Genomsequenz zusammengengesetzt). Selbst mit modernsten vollautomatisierten Technologien (der Roman spielt hingegen vor fast zwanzig Jahren) dauert es noch Monate, um ein Genom komplett zu sequenzieren!
Natürlich mussten die Autoren hier einen Kompromiss eingehen. Denn die im Roman durchgeführten Sequenzierungen sind wichtiger Bestandteil der Story und da sich diese nur über wenige Tage erstreckt, müssen die Sequenzierungen halt sehr viel schneller durchgeführt werden als es in der Realität möglich ist. Es erinnert mich ein wenig an Science-Fiction-Werke, in denen Raumschiffe trotz physikalischer Unmöglichkeit mit Überlichtgeschwindigkeit fliegen, da es sich nicht gut machen würde, wenn die Reisen selbst zu den nächstgelegenen Sternen viele Jahre dauern würden. Man nimmt diese Dinge der Story wegen recht anstandslos so hin. Was mich aber an diesem Roman so mächtig stört, ist, dass der Leser fast schon für blöd verkauft wird. Die Prozedur der DNA-Sequenzierung wird recht detailliert beschrieben, aber in einer Weise, die letztlich völlig unlogisch ist (der Leser wird's schon nicht merken!). So benutzt die Doktorandin beispielsweise ein einziges Elektrophorese-Gel, auf dem vielleicht hundert Einzelbanden aufgelöst werden können, wobei jede Bande einer Base in der DNA-Sequenz entspricht. Wie auf einem einzigen Gel mehrere Milliarden Banden Platz finden sollen, bleibt wohl der Fantasie des Lesers überlassen...
Darüber hinaus wird im Roman eine ziemlich - sagen wir mal - fantasievolle Interpretation der Evolutionstheorie geboten. Das soll gar kein großer Kritikpunkt sein, denn um diese baut sich natürlich die äußert spannende Geschichte auf. Aber auch wenn man auch als kundiger Leser gerne über gewisse Fantastereien hinwegsieht, konnte ich mir ein Schmunzeln nicht verkneifen, als es zum Beispiel hieß, die Dinosaurier wären ausgestorben, weil es am Ende der Kreidezeit ein überaus mörderisches und sehr erfolgreiches Raubtier gab. Genauer gesagt war es sogar zu erfolgreich, denn nachdem es wegen ihm keine Dinos mehr gab, hatte es leider nichts mehr zu fressen und ist somit zwangsläufig selbst ausgestorben…:D


Huawei Sonic U8650 Smartphone (8,8 cm (3,5 Zoll) Display, 3,2 Megapixel Kamera, 512 MB Interner Speicher, Android 2.3) schwarz
Huawei Sonic U8650 Smartphone (8,8 cm (3,5 Zoll) Display, 3,2 Megapixel Kamera, 512 MB Interner Speicher, Android 2.3) schwarz

2.0 von 5 Sternen Bessere Unterklasse - mehr nicht!, 1. Februar 2013
Das Huawei Sonic U8650 war (und ist) mein allererstes Smartphone. Ich suchte zum Einstieg ein günstiges Modell mit optimalem Preis-Leistungs-Verhältnis. Eher durch Zufall bin ich auf das Sonic gestoßen und aufgrund der fast durchweg sehr positiven Rezensionen hier bei Amazon habe ich mich dazu entschieden, dieser zumindest in der Handy-Sparte noch recht unbekannten Marke Huawei eine Chance zu geben. Ich nutze es nun seit fast einem Jahr und denke, dass es an der Zeit ist, meine persönlichen Erfahrungen zu teilen.

Optik/Haptik:
Hier liegt vermutlich das größte Plus dieses Smartphones. Man sieht ihm nämlich den niedrigen Preis in keinster Weise an. Im Gegenteil! Obwohl es vollständig aus Plastikteilen verbaut ist, wirkt es wirklich hochwertig, ist hübsch anzuschauen und liegt dank dem auf der angerauten Rückseite gut und fest in der Hand. Schon mehrmals wurde ich gefragt, ob dies ein iPhone sei, mehr braucht man dazu glaube ich nicht mehr zu sagen! Und noch immer knarzt und ruckelt nichts am Handy, es sieht zudem noch fast neuwertig aus: wirklich positiv!

Display:
Positiv anzumerken ist, dass das Display mit 3,5 Zoll für dieses Preissegment wirklich groß ist. Allerdings hinkt die Auflösung von gerade mal 480x320 Pixeln höheren Ansprüchen doch gewaltig hinterher. Selbst bei „normalem“ Abstand der Augen zum Display erkennt man die einzelnen Pixel mitunter sehr deutlich. Das ist nicht sonderlich schön, aber für mich auch nicht furchtbar schlimm. Natürlich hätte ich auch lieber ein Super-AMOLED- oder Retina-Display in HD-Auflösung, aber man kann auf jeden Fall genug erkennen, um sich ordentlich zurechtzufinden! Für den Preis ist das Display also auf jeden Fall als ordentlich zu bezeichnen!

Geschwindigkeit:
Ein Single-Core Prozessor mit gerade mal 600 MHz Taktung sowie ein Arbeitsspeicher von nur 256 MB RAM lassen wirklich nichts Gutes erahnen. Was da jedoch an Geschwindigkeit rausgeholt wird, ist aber recht ordentlich. Natürlich gibt es kurze oder mitunter auch mal etwas längere Wartezeiten beim Starten von Apps und hin und wieder ruckelt auch mal was (z.B. bei Texteingaben), aber das hält sich wirklich in Grenzen! Und auch das Internet läuft recht flüssig. Spiele wie Angry Birds wird man mit dem Sonic natürlich nicht flüssig spielen können, aber zumindest ich habe eh kein sonderlich großes Bedürfnis mein Smartphone für solche Spiele zu benutzen. Mit der Zeit summieren sich die (in der Regel kurzen) Wartezeiten aber trotzdem, so dass bei häufiger Nutzung ein schnelleres Smartphone auf jeden Fall angebracht ist!

Speicherplatz:
Hier komme ich zum ersten ganz großen Minuspunkt des Sonics. Vom internen Speicher von gerade mal 512 MB bleiben nach Abzug des Betriebssystems und diverser vorinstallierter (und nicht löschbarer) Apps nicht viel mehr als 150 MB zur freien Nutzung übrig. Und mit so ziemlich jedem Update der vorinstallierten Apps (z.B. Facebook) wird der verfügbare Speicher sogar noch weiter eingeschränkt. Bereits wenige Tage nach dem Kauf und einer sehr überschaubaren Zahl an heruntergeladen Apps bekam ich die Meldung, dass der interne Speicher voll ist. Zwar gibt es einen Slot für eine mikroSD-Karte (bis zu 32 GB), allerdings hilft dies nicht zwangsläufig immer weiter. Denn erstens benötigt man zur Installation einer App stets ausreichend Platz auf dem internen Speicher (selbst wenn man die App letztlich auf der SD-Karte installiert) und zweitens müssen Widgets auf der internen Speicherkarte installiert werden, um sie nutzen zu können. Darüber hinaus lassen sich diverse nützliche Apps gar nicht erst auf der SD-Karte speichern. Dieser extrem kleine interne Speicher ist daher wirklich sehr frustrierend!

Akku:
Allem Anschein nach hatte der Akku bereits nach ein paar Monaten seine beste Zeit hinter sich. Während ich zu Beginn bei recht reger Nutzung locker einen Tag mit einer Akkuladung auskam, ging die Leistung relativ plötzlich in den Keller. Von da an mussten es dann im Schnitt schon zwei bis drei Akkuladungen pro Tag sein (bei ausgeschaltetem GPS und Bluetooth wohlbemerkt), ich kann förmlich dabei zugucken, wie die Prozentzahl im Batteriesymbol sinkt, insbesondere wenn ich im Internet unterwegs bis. Das ist eigentlich nicht akzeptabel, aber es kann natürlich sein, dass ich einfach Pech mit meinem Gerät hatte.

Kamera:
Hier hat man eindeutig gespart! Die Bilder, die man mit dem Sonic schießt, kann man kaum noch als unterdurchschnittlich bezeichnen. Einen LED-Blitz gibt es nicht und einen Autofokus erst Recht nicht. Ich benutze die Handykamera nur für Schnappschüsse, bei denen die Qualität keine größere Rolle für mich spielt.

Telefonie:
Jaja, telefonieren kann man mit einem Smartphone natürlich auch noch ;) Und man sollte meinen, dass dies auch klappen müsste. Denkste! Zwar verstehe ich den jeweiligen Gesprächspartner recht gut, aber immer wieder muss ich mir von diesem anhören, dass man von mir wiederum nur jedes dritte Wort versteht - die anderen bei der Übertragung wohl einfach verloren gehen. Auch hier kann ich nicht beurteilen, ob dies nun bei meinem Gerät ein Einzelfall ist, aber es ist schon sehr traurig, wenn man ein Handy hat und Angst hat damit zu telefonieren, weil man am anderen Ende ja vermutlich eh wieder nicht verstanden wird.

FAZIT:
Ich denke, diejenigen, die sich für das Sonic interessieren, sind wie auch ich damals auf der Suche nach einem günstigen Smartphone, welches dennoch gut zu gebrauchen ist, also ein super Preis-Leisungs-Verhältnis hat. Durch die vielen sehr guten Rezensionen hier, in denen eben dieses Preis-Leistungs-Verhältnis in hohen Tönen gelobt wird, habe ich mich für dieses Smartphone entschieden - und bereue diese Entscheidung mittlerweile leider ziemlich! Während die Optik und die Haptik für diese Preisklasse top sind und sich auch das Display und die Geschwindigkeit sehen lassen können, fällt das Sonic in allen weiteren Punkten (Speicherplatz, Akku, Kamera und Telefonie) für mich durch. Während ich die schlechte Kamera verschmerzen kann und ich wie gesagt mit dem Akku vielleicht einfach nur sehr großes Pech hatte, sind der sehr geringe interne Speicher und die gravierenden Probleme beim Telefonieren so bedeutende Minuspunkte, dass sie mich einfach davon abhalten würden, das Sonic nochmal zu kaufen. Ich bereue es wirklich, dass ich damals nicht bereit war, 50 Euro mehr auszugeben und dafür ein ordentliches Mittelklasse-Smartphone zu kaufen, welches meinen Ansprüchen voll und ganz genügen würde.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 17, 2013 6:25 PM CET


HDMI Kabel low schwarz FULL HD - 1,5m
HDMI Kabel low schwarz FULL HD - 1,5m
Wird angeboten von lets-sell!
Preis: EUR 2,20

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen gut für den DVD-Player, für die PS3 aber nur bedingt zu gebrauchen, 10. Mai 2012
Ich habe mit diesem HDMI Kabel sowohl meinen DVD-Player als auch meine Playstation 3 angeschlossen. Filme vom DVD-Player werden mit sehr guter Qualität dargestellt, so dass ich mir kaum vorstellen kann, dass es mit einem teuren Kabel noch besser funktioniert. Allerdings lässt die Übertragung von der Playstation 3 mitunter sehr zu wünschen übrig. Ich habe zum Beispiel Uncharted ausprobiert und in den Dschungelszenen zeigen sich bei Bewegungen ständig nervende Artefakte auf dem Bildschirm, alles scheint zu wackeln und es ziehen in kurzen Abständen hässliche waagerechte Schlieren von oben nach unten. Da kommt wirklich kein Spielspaß auf! Als ich hingegen Need For Speed ProStreet eingelegt habe, lief es gänzlich ohne Probleme.

Mein Fazit: Wer einen DVD-Player anschließen möchte, kann mit diesem günstigen HDMI-Kabel wenig falsch machen. Zum Anschluss einer PS3 würde ich jedoch ein etwas teureres (und somit wohl hochwertigeres) Produkt empfehlen.


Sturz der Titanen: Die Jahrhundert-Saga
Sturz der Titanen: Die Jahrhundert-Saga
von Ken Follett
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 28,00

82 von 98 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Interessanter Historien-Roman mit einigen Schwächen, 26. November 2011
Und wieder einmal wagt sich Ken Follett, als dessen Fan ich mich gleich oute, an einen historischen Stoff. In diesem Genre fühlt er sich sichtlich wohl und punktet ein jedes Mal durch ungeheuren Wissenschatz und penibel genaue Recherche. Dennoch unterscheidet sich "Sturz der Titanen" von anderen seiner historischen Werke: Bietet beispielsweise das mittelalterliche Kingsbridge in "Die Säulen der Erde" lediglich den historischen Rahmen der Geschichte, ist die Historie in "Sturz der Titanen" praktisch die Geschichte selbst.
Zunächst stellt Follett sehr gut und anschaulich die politische und gesellschaftliche Situation vor Kriegsbeginn im August 1914 dar, dann beschreibt er detailliert den Verlauf des bis dahin grausamsten (und vermutlich unsinnigsten) Krieges der Menscheitsgeschichte sowie die gesellschaftlichen und sozialen Konsequenzen für die beteiligten Länder, um sein Buch damit zu schließen, die neue europäische Ordnung nach Kriegsende darzulegen.
Natürlich sollte dies kein Sachbuch, sondern ein Roman werden, also mussten fiktive Personen/Familien in die historische Handlung integriert werden. Da es das Ziel von Follett war, ein möglichst weitsichtiges Bild der Kriegsteilnehmer zu liefern, also keinen allzu einseitigen Schwerpunkt auf die Historie eines einzelnen Landes oder einer bestimmten Gesellschaftsschicht zu legen, behandelt er die fiktiven Schicksale einer englischen Adelsfamilie, einer walisischen Bergarbeiterfamilie, eines deutschen Diplomaten, eines politischen Beraters des amerikanischen Präsidenten sowie zweier Brüder aus der Arbeiterschicht des gesellschaftlich rückständigen Russlands. Dies mag ein interessanter Ansatz sein, aber er bringt ein paar deutliche Probleme mit sich:
Erstens fällt es dem Leser so deutlich schwerer, eine persönliche Bindung zu den Charakteren aufzubauen. Man liest beispielsweise ein Kapitel, in dem sich Follett hauptsächlich mit der Situation in Russland beschäftigt, um dann im den nächsten Kapiteln erstmal wieder das Augenmerk auf Deutschland, die USA, England oder Wales zu legen. Wie es um die Schicksale der Russen steht, erfährt man erst wieder gute 50 Seiten später. Dieses sprunghafte Erzählverhalten schafft eindeutig Distanz zu den Einzelgeschichten.
Zweitens dienen die Charaktere in erster Linie dazu, um in irgendeiner Form Zeitzeugen der wichtigsten historischen Ereignisse dieser Epoche zu sein. Es gibt im Roman acht Hauptcharaktere und an so ziemlich jedem bedeutenden Ereignis ist mindestens eine dieser acht Personen (entscheidend oder als Beobachter) beteiligt. Das wirkt schon nach kurzer Zeit sehr unglaubwürdig. Denn wenn diese Personen so nahe am Geschehen sind und mehrfach in eklatanter Weise auf die historischen Geschehnisse Einfluss nehmen, wieso hat man dann nie etwas von ihnen gehört? Ja klar, sie sind fiktiv, aber genau das ist der Punkt: sie repräsentieren gefühlt 1000 reale Personen der Zeitgeschichte und verlieren damit in großem Maße an Glaubwürdigkeit.
Drittens (und das schließt sich nahtlos an Punkt 2 an) versucht Follett natürlich die Geschichten dieser Hauptcharaktere miteinander zu verweben. Das führt zwangsläufig zu beinahe unfreiwillig komischen Situationen. Ein Beispiel: Ein amerikanischer Politiker besucht eine Fabrik in der russischen Millionen-Metropole Petrograd und trifft dort die russischen Brüder. Einer dieser Brüder wandert nach Amerika aus und trifft dort unter Zigmillionen Amerikanern eben genau diesen Politiker und - dessen nicht genug - spannt diesem auch noch dessen Verlobte aus. Wie wahrscheinlich ist das?! Dies ist nur ein einziges Beispiel von unzähligen in diesem Buch.

Ebenfalls gestört hat mich an diesem Buch, dass viele Geschichten sehr klischeehaft sind: eine verbotene Liebe zwischen einem Deutschen und einer Engländerin, eine Dienerin/Geliebte eines Adligen, die nach Bekanntwerden ihrer Schwangerschaft von diesem fallengelassen wird und sich aufgrund dieser Erfahrungen zu einer Kämpferin für das Wahlrecht der Frauen entwickelt, und so weiter. Wirklich originell finde ich das nicht, es verstärkte bei mir vielmehr den Eindruck, dass die fiktiven Geschichten lediglich ein "notwendiges Übel" darstellen, um aus einem Sachbuch einen Roman zu machen.

Da sich Follett dermaßen auf die historischen Ereignisse fokussiert, nimmt er seinem Buch auch einen großen Teil der Spannung. Wer sich zumindest ein wenig in der Geschichte des ersten Weltkriegs auskennt, der weiß in groben Zügen, wie er verlief. Man wird also an sehr wenigen Punkten des Buchs wirklich überrascht werden. Natürlich gibt es zahlreiche Details, die ein interessierter Laie noch nicht wusste, aber lohnt es sich dafür gut 1000 Seiten zu lesen? Ich ertappte mich mehrmals dabei, wie ich mich beinahe schleppend durch die Seiten quälte.

Nachdem ich so viel Kritik geäußert habe, möchte ich zumindest noch einen sehr positiven Punkt erwähnen, der für mich das Highlight dieses Buches darstellt: besonders gut gelungen fand ich Folletts Darstellung der Situation Russlands, die zum Sturz der Zarenherrschaft in der Februarrevolution und zur endgültigen Machtergreifung der Bolschewiki unter Lenin in der Oktoberrevolution geführt hat. Hier machte Follett anhand eines Einzelschicksals sehr gut deutlich, wie der verzweifelte Wunsch nach sozialer Gerechtigkeit und Demokratie in der Bevölkerung letztlich ein Staatssystem hervorbrachte, welches man heute unter anderem mit Rotem Terror und der Person Stalin verknüpft, aber ganz bestimmt nicht mit sozialer Gerechtigkeit und Demokratie.

Alles in allem bin ich in der Bewertung dieses Buches sehr zwiegespalten. Einmal mehr verdient sich Follett zwar jegliches Lob für seine unglaublich detaillierten Recherchen. Aber an seinem Versuch, sein ganzes Wissen in eine (weltum-)spannende Geschichte einzubetten, musste er eigentlich zwangsläufig scheitern. Daher habe ich mich für drei Sterne entschieden.
Kommentar Kommentare (6) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 27, 2013 1:45 PM MEST


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