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Rezensionen verfasst von
Horst Leerch "Vlaic"

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Seite: 1
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Großmama packt aus: Roman
Großmama packt aus: Roman
von Irene Dische
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,90

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schade, 18. März 2008
Rezension bezieht sich auf: Großmama packt aus: Roman (Taschenbuch)
Schade, das Buch fing richtig gut an. Hatte ein bischen was von Kempowskis "Tadellöser & Wolff". Als junge Dame heiratete sich die rheinische Adelsdame Elisabeth Rother ins heutige Polen, was damals Teil des Deutschen Reiches war. Der man war katholischer Chirurg mit jüdischen Vorfahren, welcher konvertiert war. Das Leben und die Erzählweise ist recht interessant, auch wenn die Spannung allein durch den Umstand der Geschichte aufgebaut wird.
Der Mann emigiet in die USA, kurze Zeit später folgt die Familie. Hier lässt das Buch deutlich nach. DIe Spannung kann nicht gehalten werden und es schleicht sich ein hänger ein, der mit Ausdauer überwunden werden will.
So richtig gewinnt das Buch aber nicht mehr Anfahrt. Wie eine lose Aneinandereihung von mutet nun der Plot an, was hier und da recht witzig ist, aber nicht wirklich überzeugt. Mit der Geburt der Autorin selbst wird es nun schwierig, weil die Großmutter nach und nach aus dem Mittelpunkt verschwindet, was recht schwierig und, ich meine, nicht gelungen ist.
Das Ende ist nicht wirklich gelungen, aber es war absehbar.
3 Punkte noch deshalb, weil die Geschichte recht unkonventionell ist.


Die Welle
Die Welle
von Morton Rhue
  Taschenbuch
Preis: EUR 6,95

9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ein Hauch der Wahrheit, 22. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: Die Welle (Taschenbuch)
Was behandelt das Buch?

Es behandelt, wie sich Menschen (hier Schüler) beeinflussen lassen.

Damit soll der Faschismus oder gleich noch der Nationalsozialismus erklärt werden. Dieser Anspruch ist wohl allzu hoch genommen.

Es haucht das Thema Manipulation und Totalitarismus nur an. Das Buch ist sehr flach, der Schreibstil einem Aufsatz ähnlich. Ich denke, für Schüler der 4-6 Klasse ist dieses Buch ein Einstieg würdig, aber höheren Klassen dieses Buch vorzusetzen finde ich nicht Sinnvoll. Wenn man das Thema anschneidet, denn sollte man auch richtig hinein gehen.

All die Facetten des Themas und die Subtilitäten der Ideologien werden hier in keinster weise betrachtet.

Das Experiment mag auf den ersten Blick interessant wirken, doch als ich das im alter von 20 Jahren gelesen haben, war es doch recht durchschaubar, an manchen Stellen geradezu lächerlich und unwirklich.

Erwachsenen Interessenten kann ich dieses Buch nicht empfehlen, dennoch kann man damit Kinder und junge Jugendlich an das Thema heranführen. Ihre natürliche Neugier wird sie dazu verleiten, weiter im Thema "herumzustreifen."


Mein Katalonien: Bericht über den Spanischen Bürgerkrieg
Mein Katalonien: Bericht über den Spanischen Bürgerkrieg
von George Orwell
  Taschenbuch
Preis: EUR 11,90

10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Feind vorraus, ein Feind im Rücken., 7. Januar 2007
George Orwell wohnte einem Ereignis bei, das die Leben aller Beteiligten stark prägte, so auch Orwell's. Es ist ein Roman, und die handelnde Hauptfigur ist fiktiv. Dennoch: Wohl das meiste, was dort mit der Hauptfigur passierte, erlebte Orwell persönlich.
Zum geschichtlichen Umriss: Die Geschichte der freiwilligen Brigaden, die antraten, gegen den Faschismus zu kämpfen, ist durchweg tragisch.
Die spanische Republik war noch neu, als ein spanischer General, mit der Macht der Adels, des Militärs, der Kirche putschte. Doch er hat die Rechnung ohne die spanischen Arbeiter gemacht. Sie forderten Waffen von der Republik, bekamen sie durch Druck auch , und wendeten vorerst den Putsch in einigen Regionen ab. Die CNT, eine mächtige anarchistische Gewerkschaft, und die POUM, eine links-marxistische Partei begannen in einigen Regionen (etwa um Barcelona) mit einer sozialen Revolution. Arbeiter übernahmen Betriebe, Landwirte vereinten sich in Kollektiven. Doch der Faschismus war nicht schwach, er unterjochte die eroberten Gebiete und griff den Rest der Republik an. Beliefert wurde er mit Waffen, Fahrzeugen, Flugzeugen und Soldaten zum Beispiel aus dem Deutschen Reich. Die Republik bat ihrerseits andere Europäische Staaten um Waffen, doch keiner dieser Nationen hatte erbarmen, keine außer einer: die Sowjetunion.
Sie lieferte mit Mexiko als einziger Waffen an den Rest der Republik.
Was geschah an der Front? Arbeiter und Bauern hatten sich freiwillig zu Milizen zusammen geschlossen und verteidigten mit ihrem Leben die Republik. Raum etwas zu essen, keine ordentlichen Waffen, so standen sie an der Front. Auch von hier berichtet Orwell. Er wurde an der Front verwundet, und kam ins Landes innere. Wo als Reaktion auf den Putsch zuerst Milizen sich bildeten, alle hatten den gleichen Sold, trat später die Volksarmee. Doch die Waffen wurden nicht besser, die meisten Gewehre aus Russland sind kaum zu gebrauchen. Dennoch hat Moskau mit ihnen ein Druckmittel. Und sie setzt es unverblümt ein. Längst sind sowjetische Agenten in Spanien. Nach und nach gewinnt die Sowjetunion an Einfluss, sie macht die soziale Revolution rückgängig, lässt die POUM verbieten, es gibt Säuberungen, Gefängnisse füllen sich mit Widerstandskämpfern und Revolutionären. Längst steht der Feind auch hinter der Front.
Auch Orwell muss aus Spanien fliehen, um sein Leben zu erhalten.
Der Widerstand scheitert. Das Schicksal vieler Brigadisten ist schrecklich, die die nicht in den Untergrund oder nach Amerika flüchten konnten, kamen in Lager in Spanien, Frankreich oder im Deutschen Reich um.

Orwell beschreibt also in diesem Buch den Aufenthalt in Spanien. Er meldet sich freiwillig für die POUM-Miliz. Er kommt an die Front. Seine Beschreibungen zeichnen ein Bild fern der romantischen Kriegssagen. Entbehrung, Mangel erfährt er.
Er wird verwundet, kommt später nach Barcelona. Er erlebt ein Bürgerkrieg im Krieg. Die CNT besetzt eine Funkstation, sie wird angegriffen, wohl von Stalinisten, und erobert. Es gibt sofort Straßensperren. Tagelange Gefechte zwischen Arbeitern legen das Leben lahm und Schwächen die schon äußerst schwache Republik. Am Ende wird die POUM dafür verantwortlich gemacht, und verboten. Orwell muss um sein Leben fürchten und muss fliehen.
Das Buch hat also einen enormen "Gefühlsbogen". Zuerst kämpft er mit Arbeitern aller Parteien und Organisationen zusammen gegen den Feind, der vor ihnen liegt. Die Entbehrung und die Schlechten Waffen schmieden sie zusammen. Doch als er ins Hinterland kommt sieht er ein völlig anderes Bild. Hier halten die Arbeiter sich die Waffen gegenseitig ins Gesicht. Es gibt sogar manche Einheiten der Republik, die bessere Waffen haben, als jene an der Front. Zorn wächst auch im Leser.
Dieses Buch ist die Grundlage, um 1984 und Animal Farm zu verstehen.
Auf jeden Fall lesenswert!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 10, 2009 9:17 AM MEST


Was ist eigentlich Anarchie?: Einführung in die Theorie und Geschichte des Anarchismus
Was ist eigentlich Anarchie?: Einführung in die Theorie und Geschichte des Anarchismus
von Autorenkollektiv
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,50

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Einstieg, 25. Dezember 2006
Dieses Buch ist genau, was der Titel hergibt. Es ist eine kleine, oftmals recht feine Einführung in die Theorie und Geschichte des Anarchismus. Wobei ich nur letzteres wirklich unterstreichen würde.

Es geht darum, was eigentlich Anarchie ist (kann man auch in diversen Lexika herausarbeiten) und es stellt verschiedene Denker und Anarchisten vor, sowie einige Geschichtliche Gegebenheiten. Um einen groben Überblick über die Bewegung zu bekommen ist das Buch ideal, aber um wirklich die Idee, den Kern des Anarchismus, also die absolutheit Freiheit von Vorgaben und Dogmen, zu ergründen und zu verstehen, sollte man doch zu Klassikern greifen, wie:

Errico Malatesta - Anarchie.

Denn oftmals versucht das Buch doch Vorzugeben, wie was geschehen sollte, was kein Anarchismus mehr ist.


Die libertäre Revolution. Die Anarchisten im Spanischen Bürgerkrieg
Die libertäre Revolution. Die Anarchisten im Spanischen Bürgerkrieg
von Heleno Saña
  Taschenbuch

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Ende einer Republik, 25. Dezember 2006
Heleno Sana schreibt hier ausführlich, was im Inneren der Spanischen Republik im spanischen Bürgerkrieg vor sich ging.

Er schreibt hier nicht viel über taktische Schlachten, Feldzüge, Kriegshelden, oder sonstige Kriegsgeschichten. Er erzählt wie es zur Rebellion kam, wie die Arbeiter Gegenwehr zeigten, wo und wie geputscht wurde, was in dem Rest der Republik passierte, welche Gräueltaten hier und dort geschahen. Außerdem erzählt er, wie der stalinistische Einfluss nach und nach zunahm, wie er so die Gegenwehr schwächte, die Soziale Reform stoppte und einen Bruderkrieg im Bürgerkrieg auslöste.

Er erzahlt, wie die Gegenwehr misslang und was mit den Tapferen Antifaschisten geschah.

In dem Buch verwendet er viele Zitate, Ausschnitte aus Zeitungen usw. Er versucht den Blick recht umfassend werden zu lassen.

Thematisch wird also vieles Behandelt, einige Mythen werden ausgelöst, Propaganda wird versucht zu entfernen. Lesenswert ist es allemal. Jeder der sich mit dem spanischen Bürgerkrieg befasst, kommt hier nicht drumherum.


Pagan Prosperity
Pagan Prosperity
Preis: EUR 18,94

5.0 von 5 Sternen MeloBlack vom allerfeinsten, 18. Februar 2006
Rezension bezieht sich auf: Pagan Prosperity (Audio CD)
Wunderbare Melodien, unverwechselbarer Gesang (welcher nicht selten in Geschrei und Gegrunze überschwingt), geile Gitarrenrythmen, und saubere, passende riffs machen diese Scheibe zu einem genialen Werk.
Es sollte in keiner Metalsammlung fehlen (besonders wenn man auf melodischen blackmetal steht).
Leider muss man Musik erst hören, um entscheiden zu können, ob's gefällt. Viel falsch kann man aber nicht machen.


Fortschritt
Fortschritt
Preis: EUR 14,98

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ganz klar 1. Wahl, 13. November 2005
Rezension bezieht sich auf: Fortschritt (Audio CD)
Ein tolles Album.
Abwechslungsreich, kritisch, melodisch und zum pogo antreibend. Was will man mehr?
Jedes Lied hat seinen Charackter, melodisch und mit dem markanten Gesang des Frontman. Wie die anderen 3. Wahl-Alben geht auch dieses nicht in der Masse unter. Viele Lieder sind zum mitsingen oder mitgröhlen und haben Ohrwurmcharakter.
Also ein Muss für jeden Punktrockhörer. Ein Album das Spass macht und die Stimmung hebt


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