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Rezensionen verfasst von
Oliver Hofstaetter "brilliant-tree"
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Im Augenblick des Todes: Roman
Im Augenblick des Todes: Roman
von Giorgio Faletti
  Gebundene Ausgabe

4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Zu Tode konstruiert, 14. Juni 2007
Auf den Inhalt will ich nicht näher eingehen, da dies ja in den anderen Kritiken und der Inhaltsangabe bereits geschehen ist. Die Story - bzw. Stories, da mindestens zwei Geschichten (Maureen und Jordan) miteinander verflochten sind - ist so überkonstruiert und unglaubwürdig, dass es schon fast weh tut. Dazu kommt noch die Netzhauttransplantation von Maureen, die anschließend unter den Erinnerungen des Spenders leidet. Ein kleiner, aber absolut unpassender Ausflug ins Paranormale. Das hilft allerdings dem Autor die Handlung voran zu treiben: Wenn er nicht mehr weiß, wie er die Geschichte logisch weiterführen kann, kommen ihm Maureens Erinnerungsschübe zur Hilfe.

Die Krönung ist dann noch die Entlarvung des Täters, die mich nur noch zu einem Kopfschütteln veranlasst hat. Außerdem nervten mich die teilweise schwülstigen Formulierungen, wenn es um die zwischenmenschlichen Beziehungen ging. Natürlich sind die Protagonisten alle mit einer überirdischen Schönheit gesegnet und von einer Anmut, dass man meint sie schweben durch diesen Roman. Dass sie alle von schweren Schicksalsschlägen gezeichnet sind versteht sich von selbst.

"Ich töte" von Herrn Faletti war zwar nicht schlecht, hat mich aber auch nicht gerade vom Hocker gehauen. Auf einen dritten Roman dieses Herrn kann ich persönlich gerne verzichten.


Unknown
Unknown
DVD ~ James Caviezel
Wird angeboten von brandsseller
Preis: EUR 7,35

29 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Raffiniertes Psycho-Puzzle, 21. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: Unknown (DVD)
Die Ausgangssituation kommt bekannt vor: Fünf Männer erwachen in einer Fabrikhalle und wissen weder wer noch wo sie sind.

Im ersten Moment erinnert dieser Anfang ziemlich an "Cube". Der Verlauf des Films ist jedoch ein komplett anderer.

Schnell stellt sich heraus, dass zwei aus der Gruppe entführt wurden und die anderen drei zu den Entführern gehören. Doch wer ist Opfer und wer ist Täter? Langsam und bruchstückhaft stellen sich die Erinnerungen wieder ein. Aber sind es wirklich Erinnerungen oder spielt der ein oder andere ein perfides Spiel um aus diesem Schlamassel einigermaßen heil heraus zu kommen?

Dieser Film verzichtet auf jegliche Special-Effects und lebt durch das Spiel der fünf Protagonisten und gelegentlichen Rückblenden, die wie Puzzlestücke zum Schluss ein gesamtes Bild über den eigentlichen Verlauf des Verbrechens geben.

Zum Ende hin gibt es noch zwei überraschende Wendungen, die ohne unglaubwürdig zu wirken dem Film noch die letzte Würze geben.

Für mich als Thriller-Fan war dieser kleine, aber feine Low-Budget-Film eine absolute Überraschung, die sich nicht im Geringsten hinter großen Hollywood-Produktionen verstecken muß. Meine Empfehlung: Ansehen und Mitpuzzeln!


Antikörper
Antikörper
DVD ~ Wotan Wilke Möhring
Wird angeboten von brandsseller
Preis: EUR 15,90

14 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nein, danke!, 8. Februar 2006
Rezension bezieht sich auf: Antikörper (DVD)
Leider wieder mal einer dieser Filme auf die ich wirklich gespannt war, aber von dem ich leider nur enttäuscht wurde. Hier wurde vieles verwurstet, was man aus anderen wirklich guten Filmen über Serienmörder bereits schon gesehen hat: wie z.B. Gefängnisdialoge (Das Schweigen der Lämmer) oder religiöse Motive (Sieben). Dabei wirkt vieles überzogen bis hölzern und unglaubwürdig. Und die letzten zwanzig Minuten des mit zwei Stunden zu lang geratenen Films finde ich nur nervig und absurd. Heinz Hönig wirkt teilweise als würde er unter Kokain-Einfluss stehen und Herrn Möhrings innere Zerissenheit ist in seinen Extremen kaum nachvollziehbar. Hier will ein Film psychologischen Tiefgang darstellen, aber verfehlt das Klassenziel um Längen. Was Spannung und schauspielerische Leistungen angeht ist in meinen Augen 'Tatoo' wesentlich besser.
Daher meine Empfehlung: Zuerst ausleihen und dann entscheiden, ob man diesen Film in seiner Sammlung haben muss. Meine Regale können gut darauf verzichten.


Der Hexenjäger (Classic Edition)
Der Hexenjäger (Classic Edition)
DVD ~ Vincent Price
Wird angeboten von maniacvideofreak
Preis: EUR 28,77

18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vincent Price auf Hexenjagd, 5. November 2004
Rezension bezieht sich auf: Der Hexenjäger (Classic Edition) (DVD)
DVD Cover Inhaltsangabe:
"England, 1645. Am Rande des Bürgerkriegs zieht Vincent Price als historisch verbürgter Hexenjäger Matthew Hopkins mit seinem Folterknecht Stearne durch die Lande - foltert und tötet "Hexen" im Namen der Inquisition. DER HEXENJÄGER gilt als Begründer des historischen Horrorfilms und löste bei seinem Erscheinen 1968 wegen seines kompromisslosen Realismus einen Skandal und hitzige Debatten aus. Er zählt zu den einflussreichsten Horrorfilmen und zog zahlreiche ähnlich gelagerte Filme nach sich. Die junge britische Regiehoffnung Michael Reeves beging kurz nach dem Ende der Dreharbeiten Selbstmord. Vincent Price in seiner erschreckendsten Rolle."
Auch wenn die Bezeichnung Horrorfilm etwas in die Irre führen mag, ist dieser Film in der Tat beunruhigend und beängstigend. Und das obwohl diese Fassung um ca. 1:30 geschnitten ist, um die Folter- und Tötungsszenen zu entschärfen.
(Spoiler: Leider fiel hier der letzte Satz des Films, der von Ian Ogilvy dreimal gesschrieen wird, ebenfalls zum Opfer: "You took him from me!/Ihr habt ihn mir genommen!", der bei mir in der ungeschnittenen Version eine zusätzliche Gänsehaut verursacht hat.)
Das liegt nicht zuletzt an Vincent Price, der hier überzogenes Spiel und übertriebene Gestik und Mimik vermeidet. Markenzeichen, die ihm viel Kritik, aber auch viele Bewunderer (wie mich) eingebracht haben. Es ist wirklich erstaunlich, wie er es geschafft hat diese Rolle mit extremer Gefühlslosigkeit auszustatten und Nuancen nur mit dem Blick seiner Augen zu vermitteln.
Kälte und menschliche Erbarmungslosigkeit, gekoppelt mit religiösem Fanatismus sind die Grundthemen dieses Films, den Michael Reeves beeindruckend in Szene gesetzt hat. Schon am Anfang wird der Zuschauer mit einer Prozession konfrontiert, an deren Ende das Erhängen einer "Hexe" steht. Unbarmherzig und authentisch wirkend inszeniert.
Auch wenn neben Vincent Price ein Liebespaar (Ian Ogilvy und Hilary Dwyer) die Hauptrolle spielt, kann bei diesem Film niemand ein Happy end erwarten. Verzweiflung, Wahnsinn und Tod scheinen am Ende zu stehen, was im Fall von Michael Reeves wohl nicht nur den Film betroffen haben mag.
Die Qualität der DVD ist für das Alter des Films in Ordnung, auch wenn der deutsche und englische Ton mono sind, was zu erwarten war. Dafür hat mich die Bildqualität - besonders bei der Farbintensität - positiv überrascht. Bei dem Zusatzmaterial ist die gut zwanzig Minuten dauernde Dokumentation "Michael Reeves und seine Werke" aus dem Jahr 1999 hervorzuheben, die leider nur in englischer Sprache und ohne Untertitel vorliegt. Dafür gibt es einen Überblick über die drei Filme von Reeves, der sich mit 25 Jahren das Leben nahm: "She beast", "The sorcerers" (mit Boris Karloff) und "The witchfinder general" (Der Hexenjäger). In allen drei Filmen erhielt Ian Ogilvy eine Hauptrolle, der auch bei der Dokumentation zu Wort kommt.
Ansonsten gibt es den englischen Originaltrailer, Biografien, Fotogallerie und ein knappes Dutzend Programmhinweise.
Mein Fazit:
Ein verstörendes Werk, das die Grausamkeit der Inquisition (und damit fehlgeleiteter religiöser Auswüchse) glaubhaft darstellt.
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Der grauenvolle Mr. X - Schwarze Geschichten
Der grauenvolle Mr. X - Schwarze Geschichten
DVD ~ Vincent Price

14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Cormans POEsie, 8. Juli 2004
Roger Corman hat sich mal wieder über einige Geschichten von Edgar Allan Poe hergemacht. Wie immer sehr frei interpretierend, aber gut. Der Film, der drei voneinander unabhängige Stories beinhaltet in denen jeweils der geniale Vincent Price die Hauptrolle verkörpert, beginnt mit „Morella". In meinen Augen der schwächste Teil des Films.
Inhalt: Der Witwer Locke lebt, seit seine Frau Morella vor 26 Jahren gestorben ist, alleine in seinem hochherrschaftlichen Haus. Er erhält Besuch von seiner Tochter Leonora, die wenige Monate vor Morellas Tod geboren und die von Locke verstoßen wurde, da er sie für den Tod seiner geliebten Frau verantwortlich macht. Da Leonora ihrerseits nur noch wenige Monate zu leben hat, bemüht sie sich um eine Aussöhnung mit Ihrem Vater, der sich das Haus mit der mumifizierten Leiche Morellas teilt, da ihm die Trennung von seiner über alles Geliebten unmöglich erschien. In der Nacht scheint Morella von den Toten wieder zu kehren um Rache zu nehmen...
Kommentar: Etwas abstrus das Ganze. Die Umstände von Morellas Tod und für was sie eigentlich Rache nehmen will bleibt unverständlich und im Dunkeln. Der Totenkult (bzw. die Andeutung von Nekrophilie) und das mit einer gehörigen Portion Spinnweben „geschmückte" Haus erzeugen zwar eine eigenartige, irritierende Atmosphäre. Aber das brachiale Ende lässt zumindest mich unzufrieden zurück.
Die zweite Geschichte „Die schwarze Katze" hingegen ist ein Glanzstück des makaberen Humors.
Inhalt: Der eitle Lackaffe und Weinkenner Fortunato (Price at his best!) trifft auf den scheinbar primitiven Säufer Montresor (ebenfalls grandios: Peter Lorre). Bei einer Weinprobe soll sich beweisen, wer der bessere Weinkenner von beiden ist. Diese Probe endet damit, dass Montresor volltrunken am Tisch zusammensackt und Fortunato ihn nach Hause geleitet. Dort trifft er auf Montresors bildschöne Frau Annabel und beginnt mit ihr ein Verhältnis. Als Montresor dahinter kommt rächt er sich auf perfide Art und Weise. Jedoch hat er die Rechnung ohne Annabels Katze gemacht...
Kommentar: Die ungefähr sechsminütige Sequenz der Weinprobe ist einfach brillant. Vincents überzogenes affektiertes Gehabe, seine Gestik und Mimik kommen hier voll zum Tragen und sind ein reines Vergnügen. Und Peter Lorre als lallende und rülpsende Schnapsdrossel, der sowohl optisch als auch im Gehabe genau das Gegenteil seines Widerparts ist, steht ihm in nichts nach. Ein zweiter Höhepunkt dieser Kurzstory ist eine psychedelische Alptraumsequenz mit verzerrter Optik, die Montresor ereilt nach dem er seine Rache genommen hat. Hier bekommt man einen Vorgeschmack auf die kurze Zeit später gedrehten Komödien „Der Rabe" und „Ruhe Sanft GmbH", in denen man Peter Lorre erneut an der Seite von Vincent Price erleben darf. Einfach klasse!
Die dritte und gruseligste Episode des Filmes ist „Der Fall Valdemar".
Inhalt: Der reiche Valdemar leidet an einer unheilbaren Krankheit, die unweigerlich zum Tod führen wird. Da diese Krankheit großen Schmerzen verursacht, hat er den Hypnotiseur Carmichael (diabolisch: Basil Rathbone) engagiert, der in der Lage ist ihm die Schmerzen zu nehmen. Als Gegenleistung verlangt Carmichael lediglich, dass er Valdemar im Moment des Todes hypnotisieren darf. Dieser stimmt gegen den Willen seiner Frau und seines Arztes zu, mit dem Ergebnis, dass zwar sein Körper stirbt, aber sein Bewusstsein, dass sich in einer Art Zwischenwelt befindet, von Carmichael kontrolliert wird. Als Carmichael Valdemars Frau dazu drängen will ihn zu heiraten, wird klar, dass der Tote hier auch noch ein Wörtchen mitzureden hat...
Kommentar: Selbst heute, über vierzig Jahre später, finde ich die Inszenierung noch gruselig. Der eiskalt agierende Rathbone und Vincent Price, der hier einen Vorgeschmack auf die später beliebten Zombie-Filme gibt, zeigen wieso sie zu den Ikonen des Horror-Films gezählt werden. Dazu kommt die vibrierende Stimme von Price, die sich klagend aus der Zwischenwelt meldet. In dem schon erwähnten Film „Ruhe Sanft GmbH" spielen Rathbone und Price erneut zusammen. Allerdings zieht hier Rathbone alle Register seines komödiantischen Talentes. Und das mit bravour.
Fazit: Besonders die letzten beiden Geschichten sind wirkliche Klassiker und alle Episoden unterscheiden sich von den meisten Vincent Price Filmen darin, dass Price jeweils das Opfer ist und nicht der Bösewicht.


Theater des Grauens
Theater des Grauens
DVD ~ Vincent Price
Wird angeboten von STEPFERRIS
Preis: EUR 14,99

22 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schlag nach bei Shakespeare..., 16. Juni 2004
Rezension bezieht sich auf: Theater des Grauens (DVD)
Vincent Price wurde zu Lebzeiten sehr oft von Kritikern belächelt. Besonders wurde ihm sein Hang zum "Over acting", also zum übertriebenen Spiel, vorgeworfen. Wen wundert es, dass er bei diesem Rachewerk, in dem er einen Kritiker nach dem anderen den Garaus macht, zu voller Spielfreude aufblüht. Price, der ein großer Liebhaber und Sammler der Malerei war, hat die Schauspielerei nie besonders ernst genommen, sondern als Erwerbsmöglichkeit für das Ausüben seiner Leidenschaft gesehen. Sein Spiel ist dementsprechend mit einer gehörigen Portion Selbstironie gewürzt und die Rolle des Shakespeare-Darstellers Edward Lionheart ist ihm maßgeschneidert auf den Leib geschrieben. Nicht nur dass Vincent Price namhafte Schauspieler wie Robert Morley (allein der rosafarbene Anzug, den Morley in dem Film trägt wäre Motiv genug) niedermetzeln darf. Auch Vincents spätere Ehefrau, die Schauspielerin Coral Browne, muss dran glauben. Und zwar bei einem Besuch bei ihrem Friseur, den Vincent Price mit Afro-Look und tuntigem Gehabe, köstlich darstellt.
Um diesen Film wirklich genießen zu können, muss man sowohl einen Hang zum Makaberen haben, als auch die Art mit der Vincent Price seine Rollen verkörpert mögen. Für mich ist "Theater des Grauens" die Krönung von all seinen Werken. Ein grandioses, morbides Vergnügen.
P.S.:
Wer mehr über Vincent Price wissen möchte, sollte unbedingt "Die Kontinuität des Bösen" von Robert Zion lesen. Mehr als nur eine Hommage an den britischsten aller amerikanischen Schauspieler.


Bare (Limited Edition) (CD+DVD)
Bare (Limited Edition) (CD+DVD)
Wird angeboten von hifi-max
Preis: EUR 7,40

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Annie - The voice!, 12. Juni 2003
Rezension bezieht sich auf: Bare (Limited Edition) (CD+DVD) (Audio CD)
Annie Lennox gehört zu den Künstlerinnen, die medizinische Beipackzettel vertonen könnte und auch dann für ihre Stimme mit Sicherheit 5 Sterne erhalten würde. Zu recht. Dies gilt natürlich auch für ihre neue CD.
Mit der Musik ist das nicht immer so. Bei weitem nicht so düster, wie man bei den Texten und den Vorbesprechungen der Presse vermuten könnte, präsentiert Annie zu einem großen Teil tolle Pop-Songs wie "Honestly", "Twisted" oder "Loneliness". Die Vokal-Arrangements sind wie immer klasse.
Doch musikalisch wurde hier das Rad nicht neu erfunden und die Produktion erscheint mir oft zu glatt. "Bitter pill" klingt nach dem (wohl einzigen) Hit von David Christie "Saddle up", das angesoulte "The hurting time" ist mit seinen über 7  Minuten zu lang geraten und die synthetische Mundharmonika, die stark nach Stevie Wonder klingt, nervt etwas. "The saddest song I've got" erinnert mich sowohl an "The gift", als auch an "Love song for a vampire", erreicht aber nicht die Qualität dieser beiden wundervollen Lennox Highlights. Und "Oh god (prayer)" finde ich einfach zu jammernd.
Doch genug der Kritik, denn der Rest ist über jeden Zweifel erhaben. Zu den ersten drei von mir genannten Titeln gesellen sich noch die anderen Perlen dieser CD, nämlich "Pavement cracks", "A thousand beautiful things" und "Wonderful". Auf der DVD der limitierten Sonderausgabe gibt es die beiden zuletzt genannten Titel noch in zwei Clips zu hören, die wohl während der Probe zu ihrer Tournee entstanden sind. Hier wird absolut deutlich, dass das Potential dieser Lieder bei einer Live-Performance noch wesentlich stärker ist, als bei den Studio-Aufnahmen. Echt klasse. Auch lobenswert das kurze Interview mit Annie, das sich ebenfalls auf der DVD befindet.
Ich kann nur jedem Annie Lennox Fan empfehlen sich für diese Sonderausgabe der CD zu entscheiden, da der geringe Aufpreis mehr als gerechtfertigt ist. Fazit: Annie is back. Und das ist auch gut so!


The Salton Sea
The Salton Sea
DVD ~ Val Kilmer

9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Drogen- und Rachethriller der Extraklasse, 6. Juni 2003
Rezension bezieht sich auf: The Salton Sea (DVD)
Klasse! Am Anfang ziemlich verwirrend und in einigen Szenen an "Trainspotting" und "Requiem for a dream" erinnernd, entwickelt sich der Film immer stärker zu einem spannenden Rache-Thriller. Skurille Typen (Vincent D'Onofrio ist schlicht brillant!), schwarzhumorige Einlagen (Ich sage nur ein Wort: Dachs) und ein Val Kilmer, der sich wirklich in seine kaputte Rolle reingekniet hat wie selten zuvor, machen diese Film zu einem Muss für Cineasten. Unverständlich, dass dieser Film nie in deutschen Kinos lief. Die Specials sind zwar wirklich mager ausgefallen, aber die beiden Mini-Making-Ofs in denen die Hauptdarsteller und der Regisseur zu Wort kommen sind wirklich informativ und sehenswert. Unbedingt ansehen!


Reproduction (Remastered)
Reproduction (Remastered)
Preis: EUR 8,99

19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Diese Reproduktion lohnt sich!, 24. Januar 2003
Rezension bezieht sich auf: Reproduction (Remastered) (Audio CD)
Klasse, dass das Erstlingswerk von "Human League" wieder veröffentlicht wird. Als ich damals die Platte Anfang der 80er Jahre gekauft hatte, klebte eine Sticker drauf: "Contains synthesizers and vocals only". Was heute nahezu Standard ist, war damals fast ein Novum. Kraftwerk waren die Vorreiter.
Bevor die Band in zwei Teile zerfiel - wodurch später "Heaven 17" entstand - waren Human League noch ein ganzes Stück vom Pop- und Charts-Gedudel entfernt. Härter, sperriger und kantiger wie auf diesem Album wurden sie leider nie wieder. Neben den beiden hervorragenden Titeln "Circus of death" und "Empire state human" fasziniert mich noch heute die Cover-Version von "You've lost that loving feeling". Kalte Synthies und Phil Oakey's verzweifelter Gesang erwecken den Eindruck der Song wäre in einer Gefriertruhe aufgenommen worden. Wer da keine Gänsehaut bekommt sollte mal nachschauen, ob sein Puls noch schlägt.
Heute würde man die Musik als Dark Wave bezeichnen. Wie auch immer. Wer auf eigenwillige, elektronische Musik steht, kommt an diesem Werk, das nach fast 25 Jahren noch immer keinen Staub angesetzt hat, einfach nicht vorbei.


Never for Ever
Never for Ever
Preis: EUR 4,99

28 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hoffentlich wird dieses Dornröschen bald wieder wachgeküsst!, 23. Januar 2003
Rezension bezieht sich auf: Never for Ever (Audio CD)
Als Alfred Biolek Ende der 70er Jahre in einer seiner Sendungen - ich glaube, es war Bios Bahnhof - Kate Bush vorstellte, konnte ich meinen Ohren und Augen kaum glauben. Was für eine Frau, was für eine Musik! Nur wenige Tage später drehte sich Kate's erste Scheibe "The kick inside" unentwegt auf meinem Plattenteller, während ich Rosentee schlürfte und Räucherstäbchen mein 12-Quadratmeter-Zimmer zunebelten. Ich hatte noch nie vorher erlebt, dass ein(e) Künstler(in) es schaffte nicht einfach Songs zu singen, sondern einen Kosmos aufzubauen, in den man ganz tief eintauchen wollte.
Das zweite Album "Lionheart" enttäuschte mich dagegen schon etwas. Nette Songs, die aber bei weitem nicht so aus einem Guss wirkten, wie bei Kate's Erstlingswerk.
Aber dann wurde ich doppelt und dreifach entschädigt durch ihr 3. Werk "Never for ever":
Klar, "Babooshka" wurde am laufenden Band im Radio gespielt und auch in Diskotheken, obwohl der Song nicht gerade extrem tanzbar war. Und doch waren es eher die ruhigeren Stücke, die mich faszinierten, wie "Delius", "Blow away" oder "The infant kiss". "Breathing", der die Angst vor einem atomaren Störfall so intensiv beschreibt, dass er mir heute noch unter die Haut geht. Und dann natürlich "Army dreamers", der im Gegensatz zu seinem heiteren Walzertakt von einem jungen gefallenen Soldaten handelt. Wenn auch einer der Vorkritiker schreibt, dieser Song würde sich um die Jugendarbeitslosigkeit drehen, so ist er in meinen Augen ganz einfach ein Anti-Kriegslied und das wird auch sehr deutlich in dem dazugehörigen Video zum Ausdruck gebracht. Schade, dass es so ruhig um die feengleiche Kate geworden ist. Das letzte (leider nur mittelprächtige) Album liegt jetzt schon zehn Jahre zurück und nur die Tatsache, dass Tori Amos im letzten Jahr das wundervolle Album "Scarlet's walk" herausgebracht hat, tröstet etwas über die viel zulange Sendepause hinweg. Wenn schon nicht Kate herself, so kann Tori den Einfluss, den Kate auch auf ihr Schaffen gehabt haben muss, nicht verbergen. Gott sei Dank!
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 16, 2012 4:27 PM CET


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