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Rezensionen verfasst von
C.C. Baxter (Berlin)

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Die Tragödien: (Reihe Reclam)
Die Tragödien: (Reihe Reclam)
von Aischylos
  Gebundene Ausgabe

17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Preiswerte Gesamtausgabe in ansprechender Übersetzung!, 18. September 2006
Aischylos ist der früheste der drei großen griechischen Dichter, deren Tragödien auf uns gekommen sind. Dieses kleine Reclam Bändchen enthält nun die 7 Tragödien, die vollständig erhalten sind: Die Perser, Sieben gegen Theben, Die Schutzflehenden und den Prometheus, darüber hinaus natürlich auch die einzig erhaltene Trilogie, die Orestie.

Die Übersetzungen von Emil Staiger/Walther Kraus sind wirklich ansprechend. Über die Qualität der Tragödien selbst braucht es wohl keinen Kommentar, sie sind natürlich über jeden Zweifel erhaben.

Über den Text hinaus gibt es einen schmalen Anmerkungsapparat, äußerst hilfreiche Stammbäume der Labdakiden (Oidipus etc.) und der Atriden (Orest, Elektra etc.), die das Lesen insgesamt erheblich erleichtern. Ein knappes Nachwort von Bernhard Zimmermann, einem der besten Kenner der griechischen Tragödie, beschließt diese wirklich überzeugende Ausgabe.

Abschließend sei darauf hingewiesen, dass es sich um eine gebundene, hübsch ausgestattete Ausgabe handelt. Das Preis - Leistungsverhältnis ist nicht zuletzt aus diesem Grunde wohl unschlagbar. Es bleibt zu wünschen, dass Reclam nachzieht und auch Sophokles/Euripides mit Gesamtausgaben bedenkt.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 10, 2011 11:11 AM MEST


Der kleine Cäsar
Der kleine Cäsar
DVD ~ Edward G. Robinson

9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Klassiker des Gangsterfilms!, 25. Juli 2006
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der kleine Cäsar (DVD)
"Der kleine Cäsar" zeigt den Aufstieg und Fall des Gangsters Caesar Enrico Bandello, gespielt von brillianten Edward G. Robinson. Dieser Plot weiß auch heute noch zu überzeugen und sämtliche Darsteller sind wirklich gut besetzt. "Little Caesar" ist ohne jeden Zweifel ein zeitloser Klassiker und setzt(e) in vielerlei Hinsicht Maßstäbe für das Genre des Gangsterfilms! Einziger Schwachpunkt ist (wie so oft) die schwache deutsche Synchronisation, aber natürlich ist auch der englische Originalton verfügbar.

Einen Extrastern gibt es für die wirklich hervorragende Ausstattung der DVD. Neben einer informativen Dokumentation gibt es einen wirklich klugen Audiokommentar eines Filmhistorikers und das obligatorische Warner Bros. Feature "Night at the Movies": Wochenschau Ausschnitte, einen Cartoon, einen Kurzfilm....also eben das, was ein Kinogänger 1930/1 wohl erwarten konnte.

Absolut empfehlenswert!


Eine Sommernachts-Sexkomödie
Eine Sommernachts-Sexkomödie
DVD ~ Mia Farrow
Wird angeboten von Film_&_Music
Preis: EUR 16,99

10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Seichte Unterhaltung für Sonntagnachmittage, 17. Juli 2006
Rezension bezieht sich auf: Eine Sommernachts-Sexkomödie (DVD)
Woody Allen entschloss sich Anfang der 80'er Jahre eine ambitionierte Pseudo-Dokumentation namens "Identity Crisis and Its Relationship to Personality Disorder" zu drehen, später erschienen als "Zelig". Da die Vorbereitungen sich jedoch hinzogen, beschloss er kurzerhand eine seichte Sommerkomödie zu drehen, eine Hommage an das amerikanische Landleben. In wenigen Tagen geschrieben und in wenigen Wochen gedreht entstand also "A Midsummer Night's Sex Comedy". Sozusagen ein "Zwischendurchfilm", und eben das sollte man von diesem Film erwarten: eine locker leichte, seichte Unterhaltung, aber gewiss kein Blockbuster für das Abendprogramm. Es wäre daher vermessen, ihn mit seinen großen Filmen gleichzusetzen. Betrachtet man diesen Hintergrund, dann kann man sich dem Charme des Films nur schwerlich entziehen. Zum ersten Mal stand hier übrigens Mia Farrow gemeinsam mit Woody Allen vor der Kamera, der Beginn einer äußert Fruchtbaren Liaison.

Die DVD Ausstattung ist ok....keine Extras zwar, aber gutes Bild und guter (Mono-)Ton in verschiedenen Sprachen.


Eine andere Frau
Eine andere Frau
DVD ~ Mia Farrow
Wird angeboten von Joe2000
Preis: EUR 9,99

20 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein subtiles Meisterwerk!, 17. Juli 2006
Rezension bezieht sich auf: Eine andere Frau (DVD)
"Another Woman" gehört zu den wenig beachteten Meisterwerken Woody Allens. Allzu oft wird dieses letzte Genie des zeitgenössischen Kinos auf sein komödiantisches Talent reduziert, nicht zuletzt dieses Drama zeigt, dass man ihm damit unrecht tut.

Im Zentrum des Films steht die knapp 50 jährige Marion, beeindruckend gespielt von der wunderbaren Gena Rowlands, die wegen einer zufälligen Begegnung mit einer verzweifelten Frau (Mia Farrow) beginnt, ihr eigenes Leben zu hinterfragen. Was sie entdeckt sind Einsamkeit, Leere und eine gescheiterte Ehe. Um diesen Konflikt herum hat Woody Allen einen Film gestaltet, der an Tiefgang und Klasse wohl bis heute fast unerreicht ist. Die Atmosphäre wird wunderbar eingefangen vom schwedischen Kameragenie Sven Nykvist.

Die DVD ist absolut solide. Wie eigentlich immer bietet MGM keinerlei Specials, aber dafür verschiedene Sprachen, ein gutes Bild, einen guten Ton.


Langenscheidt Italienisch in 30 Tagen: Der kompakte Sprachkurs
Langenscheidt Italienisch in 30 Tagen: Der kompakte Sprachkurs
von Paola Frattola
  Taschenbuch

35 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wunderbare Einführung in die italienische Sprache!, 29. September 2005
Dieser kompakte Sprachkurs von Langenscheidt grenzt fast an ein Wunder und zwar ein Wunder an Effektivität. Man hat nach jedem Kapitel das angenehme Gefühl viel mehr zu wissen, als vor dem Kapitel....und das ohne großen Zeitaufwand. Die 30 Tage sind natürlich ein rein fiktiver Wert, denn ich denke nicht, dass das zu schaffen ist (ich habe es nicht geschafft ;-).
Die Lektionen sind dabei 4-teilig aufgebaut.
1.Ein kurzer Text (inkl. Übersetzung)
2.Grammatik
3.Übungen (Lösungen befinden sich im hinteren Teil des Buches)
4.Vokabeln
Alles ist dabei wohl proportioniert, d.h., der Übungsteil ist umfangreich, aber nicht entnervend lang, die Grammatik, die pro Kapitel eingeführt wird ist sehr übersichtlich, die Vokabelliste ist problemlos in 20 Minuten zu lernen, usw.
Eine weitere Stärke dieses Sprachkurses ist, dass die Grammatik (auch älterer Kapitel) permanent durch Übungen wiederholt und angewendet wird und somit nicht in Vergessenheit gerät.
Zentraler Negativpunkt ist die schlechte Verarbeitung des Buches...ganz gleich, wie vorsichtig man das Buch behandelt, die ersten Seiten lösen sich leider sehr leicht. Dadurch wird der Gesamteindruck naturgemäß getrübt, denn der Kurs allein hätte sicher 5 Sterne verdient!


Römische Geschichte: Von den Anfängen bis zur Spätantike (Beck'sche Reihe)
Römische Geschichte: Von den Anfängen bis zur Spätantike (Beck'sche Reihe)
von Klaus Bringmann
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

44 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die beste zusammenfassende Römische Geschichte, 23. Mai 2005
Bringmanns Römische Geschichte kann wohl als die beste seiner Klasse gelten. Auf kleinstem Raum (ca. 120 Seiten) stellt Bringmann die wesentlichen Tendenzen und Ereignisse seit der legendären stadtgründung zusammen, naturgemäß wird er dabei selten speziell und auch wissenschaftliche Kontroversen werden nicht widergespiegelt. Gerade dies jedoch macht das Buch für Einsteiger interessant.
Jedem, der am Anfang seiner Beschäftigung mit der römischen Geschichte steht sei dieses Buch ohne Einschränkungen empfohlen. Aber auch allen anderen, als Beispiel eines klaren Stils und einer perfekten Strukturierung.


An der Wiege Europas: Städtische Freiheit im antiken Rom
An der Wiege Europas: Städtische Freiheit im antiken Rom
von Werner Dahlheim
  Broschiert

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Empfehlenswert, 23. Mai 2005
Die Bedeutung der Stadt in der römischen Antike ist nicht groß genug einzuschätzen. Auf Grundlage zahlreicher Quellen versucht Dahlheim dies aufzuzeigen und es gelingt ihm zweifelsohne. Aspekte städtischen Lebens finden Erwähnung, ohne den Anspruch auf Komplettheit bzw. den Anspruch auf wissenschaftliche Unanfechtbarkeit. Der Autor verzichtet auf die Darstellung wissenschaftlicher Debatten und daher dürfte dieses Büchlein auch für Novizen und Laien von Interesse sein.
Dahlheim sucht mit seinen Fähigkeiten zu schreiben in der oft spröde anmutenden deutschen Historikergilde seines gleichen und da macht auch sein bislang letztes Buch keine Ausnahme, es ist brilliant geschrieben, befindet sich aber stets auf dem schmalen Grat in übertriebenen Pathos abzugleiten.


Pompeius: Der Feldherr Roms
Pompeius: Der Feldherr Roms
von Karl Christ
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,90

16 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kein Meilenstein, 22. Mai 2005
Auf knapp 200 Seiten versucht sich Christ an einer Persönlichhkeit, die von der deutschen Geschichtswissenschaft fast 50 Jahre vernachlässigt wurde: Gnaeus Pompeius Magnus. Nun erschienen innerhalb weniger Monate gleich 2 Monographien, die den Feldherren im Titel tragen, 'Cäsar und Pompeius' von Ernst Baltrusch und eben jene von Christ.
Leider ist Christs Buch bei weitem kein Meilenstein geworden. Es ist gut zu lesen und somit auch für Laien interessant, allerdings bietet es nur wenig neues, seine Thesen sind allesamt aus seinem großen Buch 'Krise und Untergang der römischen Republik' bekannt.
Bleickens 'Augustus' hat gezeigt, wie eine imposante Biographie einer antiken Persönlichkeit aussehen kann, Christs Pompeius Biographie dagegen ist alles in allem recht überflüssig.
Für eine umfassende Pompeiusbetrachtung muß weiterhin der englische Buchmarkt herhalten (Saeger, Leach etc.). Einsteiger sind mit Baltrusch wesentlich besser bedient.


Krieg und Frieden in der Neuzeit: Vom Westfälischen Frieden bis zum Zweiten Weltkrieg
Krieg und Frieden in der Neuzeit: Vom Westfälischen Frieden bis zum Zweiten Weltkrieg
von Edgar Wolfrum
  Taschenbuch

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Unbefriedigend in fast jeder Hinsicht, 15. Mai 2005
Edgar Wolfrum, der als Privatdozent an der TU Darmstadt lehrt, liefert mit seinem Buch „Krieg und Frieden in der Neuzeit" einen Beitrag zur Reihe „Kontroversen um die Geschichte". Diese Reihe, deren Mitherausgeber er auch ist, befasst sich weniger mit der Ereignisgeschichte als vielmehr mit der Aufarbeitung wissenschaftlicher Kontroversen. Die Reihe richtet sich an Studierende, denen ein Hilfswerkzeug in der Prüfungsvorbereitung oder eine Einführung in einen Themenschwerpunkt gegeben werden soll. Der inhaltliche Aufbau der Reihenbücher ist einheitlich und im Grunde dem der Oldenbourg-Reihe nicht unähnlich: Einer Einleitung, die den Gesamtrahmen fassen soll folgt ein Überblicksabschnitt, in dem die Auswahl der Themen begründet wird. Im Hauptteil findet sich die Darstellung einiger ausgewählter Kontroversen. Schließlich liefern die Autoren am Schluß eine eigene kritische Beurteilung der Forschung, gefolgt von einer umfangreichen Bibliographie.
Wolfrums Beitrag zu dieser Reihe befasst sich nun im Rahmen des vom Konzept der Reihe vorgegebenen Aufbaus mit der Problematik von Krieg und Frieden während der letzten drei Jahrhunderte seit 1648. In sieben Kapiteln, die jeweils thematisch weiter untergliedert sind, will Wolfrum einen Überblick über die historische Forschung zu Krieg und Frieden geben.
Das erste Kapitel, welches die theoretischen Grundlagen legen soll, befasst sich mit der Theorie von Krieg und Frieden in der Geschichte. Sowohl politische als auch philosophische Stimmen kommen zu Wort, beginnend mit der griechischen Antike und ihrer Vorstellung vom heldenhaften Krieg, gefolgt vom gerechten Krieg des frühen Christentums und des Mittelalters, der schließlich in der Frühen Neuzeit vom Interessenkrieg abgelöst wurde. Darüber hinaus werden die Tendenzen der Demokratisierung des Krieges im 19. und 20. Jahrhunderts dargestellt.
Einige Schlüsselfiguren der abendländischen Philosophie (Rousseau, Hobbes) und ihre Theorien zum Krieg werden außerdem in Ansätzen dargestellt. Den größeren Teil nehmen jedoch aktuelle Theorien ein, wie etwa das Senghaas-Friedenskonzept.
Das zweite Kapitel, wie das erste zur Einführung gedacht, will dem Leser die methodischen Grundlagen der Militärgeschichte und der historischen Friedensforschung offen legen. Es wird in verschiedene Aspekte und Methoden wie Gender Studies oder Kriegsalltag eingeführt.
Mit dem dritten Kapitel beginnt nun der eigentliche Forschungsteil, der mit ca. 90 Seiten den größten Teil des Buches ausmacht. Im Wesentlichen geht der Autor hier chronologisch vor, beginnend mit dem Westfälischen Frieden und der „Erfindung des Friedens in der Neuzeit" (S.33). Es wird hier ausführlich auf die Bedeutung der westfälischen Friedensordnung eingegangen und Wolfrum kennzeichnet diesen zu Recht als Wendepunkt der Geschichte. Er führt dafür drei Gründe an: Zum ersten sei durch ihn das europäische Staatensystem geschaffen worden. Zweitens habe der Frieden die Konfessionsstreitigkeiten geschlichtet, drittens habe der Westphälische Frieden schließlich auch die offenen Verfassungsfragen geklärt. Streitbar ist allerdings die Charakterisierung, die auch die Kapitelüberschrift „Erfindung des Friedens in der Neuzeit" impliziert. Es ist zweifelhaft, ob tatsächlich Krieg vor 1648 der Normalzustand war und ob mit der neuen Ordnung Frieden zur Norm wurde. Dagegen sprechen allein die zahlreichen militärischen Konflikte nach 1648, die selten eine längere Friedenszeit zuliessen.
Als weiterer elemtarer Wendepunkt wird in Kapitel 4 die Französische Revolution angeführt, die „drei Ebenen von Gewaltstrukuren" (S.49) hervorgebracht habe: Den Bürgerkrieg, den Staatenkrieg und den Wirtschaftskrieg. Auch in der Theorie sei die Revolution ein Wendepunkt gewesen, da das Ideal des Ewigen Friedens, wie es die Aufklärung formuliert hat nun dem der Befreiung, auch durch Gewalt gewichen sei.
Das Verhältnis Staat und Krieg wird im folgenden Kapitel ausführlich anhand mehrerer Kriege erörtert. Einerseits sei es die Entwicklung von Staaten, die zum Krieg führt, andererseits seien es Kriege, die zu Staatenbildungen führen. Der Autor spricht treffend von „Staatenkrieg" und „Staatsbildungskrieg" (S.7). Von der Staatsebene richtet Wolfrum seinen Blick im folgenden Kapitel auf die innerstaatliche Gesellschaftsebene. Der deutsche Sonderweg, der zu einer Sozialmilitarisierung geführt habe, wird dabei vom Autor relativiert. Den zweiten Teil dieses Kapitels widmet er der Schwäche der deutschen Friedensbewegung und der Frage, warum im internationalen Vergleich gerade die deutsche Friedensbewegung so schwach war. Als Gründe dafür führt der Autor die Spaltung der sozialdemokratischen und der bürgerlichen Friedensbewegung an, ebenso wie die Distanzierung der katholischen Kirche von der Friedenbewegung. Auch Streitigkeiten innerhalb der einzelnen Bewegungen hätten eine starke Friedensbewegung behindert.
Das letzte und umfangreichste Kapitel betrachtet die großen Kriege seit dem Amerikanischen Bürgerkrieg in ihrer möglichen Vorreiterrolle für den Totalen Krieg. Der Autor selbst kommt dabei zu dem Schluß, dass der Amerikanische Bürgerkrieg eine „gesteigerte Form des Volkskrieges" (S.97) gewesen sei und damit durchaus Vorläufer eines totalen Krieges. Auch der Deutsch-Französische Krie 1870/1871 wird auf diese Weise eingeordnet, ebenso wie die Kolonialkriege und schließlich der Erste Weltkrieg. Er begründet dies mit der Zerstörungswut, der Systematisierung des Krieges, dem Terror gegen die zivile Bevölkerung und dem Streben nach den maximal zu erreichenden Kriegszielen. Der Autor selbst positioniert sich zwar eindeutig reservierter als einige der von ihm angesprochenen Forscher, jedoch ist auch seine Sicht durchaus problematisch. In gewisser Weise führt dies zu einer Verharmlosung vorangegangener Kriege, da diese, vom Autor hier unerwähnt bleibend, offensichtlich nicht die Charakteristika eines „Totalen Krieges" aufweisen.
Abschließend gibt Wolfum einen Ausblick auf Kriege und Friedensprozesse in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Betrachtet man sich das Anliegen der Reihe, ist die Literaturliste durchaus kritisch zu betrachten. Sie ist zwar thematisch geordnet (analog zu der Kapiteleinteilung) und durchnumeriert, dennoch gibt sie Anlass zur Kritik. Es finden sich dort nämlich 471 Titel, alte und neue, Aufsätze und Monographien bunt gemischt. Wenn man sich an Novizen richtet, wäre es wünschenswert, diesen zumindest einen Kommentar mitzugeben, welche Werke von besonderer Bedeutung sind oder aber von Anfang eine Auswahl im Wert zu treffen und die Liste kürzer und übersichtlicher zu gestalten. So wie sie den Weg in den Druck gefunden hat, ist sie nur schwerlich ein Hilfsmittel für den Einstieg in dieses komplexe Thema.
Das Buch erweist sich darüber hinaus in mancherlei Hinsicht als unbefriedigend für den Leser. Bei einer Betrachtung des Themas Krieg und Frieden sollte man zum Beispiel der Zeit zwischen dem Westfälischen Frieden und der Französischen Revolution weitaus mehr Platz einräumen, da diese Zeit mit ihrer Vielzahl an Kriegen als eine der entscheidenden Epochen Europäischer Neuzeit gesehen werden muß. Wolfrum jedoch widmet sich dieser Zeit nur begrenzt. Negativ stößt zudem auf, dass sich der Autor in der Hauptsache auf die deutsche Forschung beschränkt sowohl in der Auswahl der Forschungsprobleme, als auch in der Bibliographie, die zum überwiegenden Teil deutsche Literatur beinhaltet. Bei der internationalen Dimension der Kriegs- und Friedensforschung ist das natürlich eine unglückliche Wahl des Autors.


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