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Rezensionen verfasst von
Haubentaucher "Alex E. Berg" (Hessen)

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Us
Us
Preis: EUR 11,99

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meisterwerk!, 4. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: Us (Audio CD)
Für mich ist und bleibt "Us" (1992) Peter Gabriels bestes Album, dicht gefolgt von seinem - bisher - letzten Album "Up" aus dem Jahr 2002!
Auf "Us" gelingt es ihm, das hohe Niveau des legendären Vorgängers "So" (1986, "Sledgehammer", "Don't give up", ...) noch zu übertreffen, was an sich schon eine Meisterleistung ist.
Auf dem Album überwiegen die ruhigeren Töne, die nur vereinzelt durch fetzigere Nummern wie "Steam", "Kiss that frog" und "Digging in the dirt" unterbrochen werden. Besonders letzteres zählt hierbei zu den absoluten Highlights (noch besser ist aber die Live-Version). Hervorzuheben sind daneben "Blood of Eden" (ein Duett mit Sinnead o'Connor), eine seiner schönsten Balladen, und natürlich "Secret World", der dem Album am Ende noch den letzten, krönenden Höhepunkt verleiht. Nicht umsonst wurde das Stück jüngst auf Peter Gabriels Homepage von seinen Fans mehrheitlich zu ihrem Lieblings-Song gewählt!
"Us" ist eines der besten Alben der 90er, es enthält ausnahmslos gute bis hervorragede Lieder und kann dem anspruchsvollen Musik-Fan daher nur wärmstens empfohlen werden. Kaufen, einlegen und Träumen!

(Rezension ursprünglich 2005 verfasst für die 2002 erschienene Remastered Edition)


So
So

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen DAS Meisterwerk der 80er!, 4. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: So (Audio CD)
Was die 80er-Jahre angeht, bin ich nicht gerade begeistert, was sich in diesem Jahrzehnt musikalisch abgespielt hat, aber es gibt zum Glück einige rühmliche Ausnahmen, zu denen Peter Gabriel und "So" ohne Zweifel zählen!
Peter Gabriel hat viele hervorragende Alben vor und auch nach "So" veröffentlicht, dennoch ist und bleibt es seine berühmteste Platte (wenn auch - meiner Meinung nach - nicht seine beste). Das mag hauptsächlich an "Sledgehammer" liegen, einem der bekanntesten Songs überhaupt. Ich persönliche bin kein großer Fan von diesem Song, aber allein durch seinen Erfolg ist es ja unverzichtbarer Bestandteil eines jeden Konzerts oder jeder Best-of-Zusammenstellung.
Doch zum Glück gibt es auf "So" mit Sledgehammer und "Big Time" nur zwei Songs, die ganz offensichtlich auf die Charts abzielen (ich will das böse Wort kommerziell nicht verwenden ...), die restlichen Lieder sind einfach nur großartige Klangkunstwerke, wie sie wohl kaum ein anderer heutiger Musiker fertigbringen könnte. Besonders hervorzuheben sind hier die Balladen, allen voran natürlich "Don't give up" mit Kate Bush, deren Stimme ich zwar nicht besonders mag und daher die Live-Version mit Paula Cole vorziehe, das aber trotzdem zu den Highlights zählt (dasselbe gilt übrigens für "In your eyes").
Meine zwei Favourites auf "So" sind "Mercy Street", für mich die schönste Gabriel-Ballade und das epische "Red Rain", das man eigentlich kaum beschreiben kann, wenn man es nicht gehört hat. Alles in allem ein Album, das man auch noch heute, fast zwanzig Jahre nach Veröffentlichung, von vorne bis hinten durchhören kann, ohne dass es auch nur eine Sekunde langweilig wird. Eine klare Kaufempfehlung!

(Rezension ursprünglich 2005 verfasst für die 2002 erschienene Remastered Edition)


From Fear to Eternity: The Best of 1990-2010
From Fear to Eternity: The Best of 1990-2010
Preis: EUR 5,99

6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Für Fans überflüssig - Trotzdem passable Zusammenstellung, 7. Juni 2011
Alle Jahre wieder ... eine neue Maiden-Best-Of kommt in den Laden. Immerhin kann man dieser zu Gute halten, dass es sich immerhin mal um eine Doppel-CD handelt, während die Jahre 1980 bis 1990 nur mit einer Single-Disc abgedeckt werden - angesichts der klassischen Maiden-Alben der 80er ein absoluter Witz, aber das nur am Rande.

Natürlich ist "From Fear To Eternity" für Maiden-Fans absolut verzichtbar, die Songs hat man schließlich auf den diversen Studio- bzw. Live-Alben. Ich werde mir diese Zusammenstellung jedenfalls nicht zulegen ... wenn es nun den ein oder anderen Fan gibt, der sich die CD ausschließlich aus Sammlerdrang oder wegen des Covers kauft und dann enttäuscht ist, nichts neues zu bekommen: Tut mir leid, aber auch niemand würde wohl ein Buch kaufen, dessen Einband zwar hübsch, aber der Inhalt schon bekannt ist ... hoffe ich jedenfalls.
Natürlich kann man aber die Zusammenstellung der Songs an sich kritisch sehen. Ok, hätten Maiden in den letzten zwei Jahrzehnten 23 Top-Ten-Hits gehabt, dann wäre die Auswahl einfacher gefallen; aber so mancher Song hätte echt nicht darauf gehört. "Different World" ist so einer, das ist ja schon mehrfach erwähnt worden. Ich persönlich kann auch mit den beiden letzten Alben mit Bruce vor der vorübergehenden Trennung (No Prayer For The Dying, Fear Of The Dark 1990/1992) nicht wirklich viel anfangen. Abgesehen vom Titel-Song des letztgenannten (ok, der ist natürlich göttlich!) und vielleicht noch "Afraid To Shoot Strangers" ist für mich der Rest mittelmäßig. Keine Probleme habe ich persönlich damit, die Songs aus der Blaze-Ära in der Live-Version mit Bruce zu hören, für mich ist er einfach DIE Maiden-Stimme und ein paar Live-Versionen sollten schon auf jeder Best-Of zu hören sein.
Allerdings hätte ich mir da mal ein paar wirklich neue Live-Versionen (bzw. allenfalls als Bootlegs im Umlauf befindliche gewünscht), die letzten Touren waren schließlich hervorragend und gerade den Songs der letzten Studio-Alben hätten die Live-Versionen nicht geschadet - die hier vorhandenen sind alle schon auf Live-Alben veröffentlicht worden: Schade, Chance verpasst.

Alles in allem schon eine ganz gelungene Zusammenstellung der Songs der letzten Alben, natürlich rein subjektiv ausgewählt von ... wem auch immer, meine Compilation dieser Jahre sähe etwas anders aus, wobei das Grundgerüst der Songauswahl schon korrekt ist.
Allen, die sich über diese Zusammenstellung ärgern, sei gesagt: Seid froh, dass Maiden als eine der wenigen Bands ihres Ranges immer noch in regelmäigen Abständen gute Studio-Alben veröffentlichen (Ja, ich mag auch "The Final Frontier"!), von wem kann man das schon sonst behaupten?!? Das Geld für "From Fear To Eternity" kann man sich ja für das nächste richtige Album sparen oder noch besser für eine Konzert-Karte (Hamburg am 02.06. war geil)! :-)
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 4, 2014 3:20 PM MEST


Tilt! 2010 - Urban Priol
Tilt! 2010 - Urban Priol
DVD ~ Urban Priol
Preis: EUR 10,26

14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unterhaltung auf höchstem Niveau!, 12. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Tilt! 2010 - Urban Priol (DVD)
Im Grunde könnte man bei den Priol'schen Jahresrückblicken jedes Mal einfach die Rezension des Vorjahres kopieren und nur die Jahrezahl ändern, derart erstklassig und auf konstant hohem Niveau befindet sich seit Jahren dieses Programm!
Dieses Jahr müsste man sich lediglich die Mühe machen, darauf hinzuweisen, dass der Auftritt wieder in einer etwas kleineren Halle aufgezeichnet wurde, was der Atmosphäre im Vergleich zu "Tilt! 2009" eindeutig gut tut. Die Aufzeichnung in einer etwas zu großen Halle und die daruch etwas gedämpftere Stimmung wäre im letzten Jahr auch der einzige Kritikpunkt gewesen - und der fällt wie gesagt bei "Tilt! 2010" weg.

Alles in allem ein herausragendes Programm, inhaltlich hat meiner Meinung nach das vergangene Jahr sogar etwas mehr Stoff für Priol geliefert als bei den letzten Jahresrückblicken.
Uneingeschränkt empfehlenswert!


The Final Frontier
The Final Frontier
Preis: EUR 12,99

8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die meisten Songs zünden doch!!, 7. September 2010
Rezension bezieht sich auf: The Final Frontier (Audio CD)
Auch auf die Gefahr hin, dass meine Rezension bei den zahlreichen Vor-Rezensenten keine Beachtung finden wird, hier einige Wochen nach dem Erscheinen noch meine Gedanken zum neuen Maiden-Album:
Nach zig Durchläufen kann ich sagen, dass es ein wirklich gutes Album ist und die Tatsache, dass sich die durchschnittliche Bewertung inzwischen bei 4 von 5 Sternen eingependelt hat entspricht auch exakt meiner Einschätzung. Wie beim Vorgänger-Album ("AMOLAD", 2006) brauchen die Songs einfach Zeit - Spontan-Rezensionen am Erscheinungstag (oder die der ganz Schlauen noch davor) behalten doch selten ihre Gültigkeit.

Das Album startet wie schon die letzten beiden eher durchwachsen, "Different World" und "Wildest Dreams" waren beides eher Schwachpunkte auf den ansonsten gelungenen Scheiben. Ein neues "Wicker Man" ist der Eröffnungssong nun wirklich nicht, das Intro nervt und hätte - wenn überhaupt - ein eigenständiger Track sein sollen, die restlichen vier Minuten des Songs sind nett, aber nicht mehr. Als Opener für ein Konzert wäre es dagegen schon geeignet, aber vermutlich könnten Maiden einen Phil-Collins-Song spielen, solang die Show endlich anfängt! ;-)

Mit "El Dorado" kann ich da schon wesentlich mehr anfangen, auch wenn diese Meinung nicht viele teilen, aber für mich ein erstes Highlight mit gelungenem Refrain und leider auf dem ersten Teil der Tour zum Album der einzige live gespielte Song - das dürfte sich aber bald ändern.
"Mother of Mercy" gefällt mir auch recht gut mit seinen orientalischen Anklängen und "Coming Home" ist im Grunde die Entsprechung von "Out Of The Shadows" vom letzten Album, eine sehr gelungene melodische Power-Ballade (wenn man bei Maiden von sowas sprechen kann und will).

"The Alchemist" ist ein kurzer Rocker, der einem Live-Konzert sicher nicht schaden würde, aber auch kein Über-Song. Was ich auch von "Isle of Avalon" behaupten kann, mit diesem Song kann ich selbst nach Wochen noch nicht wirklich viel anfangen. Na ja, wer weiß, vielleicht kommt das noch ...

Als nächstes begeben wir uns in den stärksten Teil des Albums: "Starblind" (erinnert mich ein wenig an "Infinite Dreams", irgendwie ...) und "The Talisman" sind für mich persönlich die beiden besten Songs des Albums. Vom Aufbau natürlich Maiden-typisch mit langsamen Intro und furiosem Mittelteil, also nicht furchtbar originell; aber einfach großartig. Besonders "Talisman" wäre auch über die Tour zum Album hinaus eine Bereicherung für jedes Konzert.

Die Dave-Murray-Nummer des Albums (The Man Who Would Be King) ist für meine Begriffe eher ein Ausfall, der Songs dümpelt mehr oder weniger vor sich hin, was bei einer Länge von erneut über 8 Minuten natürlich besonders ins Gewicht fällt. Da hat der gute bei seinen seltenen Songwriter-Beiträgen für die letzten Album ein deutlich glücklicheres Händchen bewiesen.
Der Closer "When The Wild Wind Blows" entschädigt dafür wieder für den ein oder anderen Aussetzer. Bei einer Länge von 11 Minuten hätte ich mir zwar die ein oder andere musikalische Idee mehr gewünscht, somit kann er mit dem zwei Minuten kürzeren "The Legacy" vom letzten Album nicht mithalten. Aber es ist trotzdem ein guter, eingängiger Song, der das Album würdig abrundet!

Einordnen würde ich die Scheibe nach "A Matter Of Life And Death" (2006) und "Brave New World" (2000), wobei ersteres mein absolutes Favourite-Album von Maiden ist. Qualitativ liegt es aber noch vor "Dance Of Death" (2003), was mir aber generell bei Kritikern auch etwas zu schlecht wegkommt (insgesamt bewerte ich jetzt nur die Alben in der aktuellen Besetzung, also nach der Reunion, nicht die Alben der 80er oder 90er).
Dass das letzte Album schwer zu toppen sein würde, habe ich mir auch vorher gedacht. Und im Gegensatz zu diesem hat "The Final Frontier" nicht das Potential, live in voller Länge aufgeführt zu werden, dafür fallen einfach drei bis vier Songs zu stark zu ihren Kollegen ab. Aber die restlichen Songs würden und werden sicher auch live sehr gut ankommen und nicht sofort wieder aus dem Maiden-Set verschwinden. 4 Sterne!

P.S. Mit dem Sound des Album kann ich (wie schon beim Vorgänger) nicht ganz zufrieden sein. Eine zum Vergleich eingelegte Maiden-Scheibe aus den 80ern sollte sich eigentlich nicht klanglich so viel besser anhören als ein Produkt aus dem Jahr 2010!
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 19, 2010 8:03 PM MEST


Scream
Scream
Wird angeboten von City-Games
Preis: EUR 8,75

30 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Früher war alles besser ..., 21. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: Scream (Audio CD)
Wie üblich habe ich einer neuen CD einige Tage und noch mehr Durchläufe im Player zugestanden, bis ich mich zu einer Rezension hinreißen lasse. Zwiegespalten ist mein Eindruck jedoch nach wie vor, wenn's um Ozzys Neue geht!

Ich kann mich auch für "Scream", ebenso wie für "Black Rain" (2007) oder "Down to Earth" (2001) nicht uneingeschränkt erwärmen. Zugegeben, die Produktion ist meiner Meinung nach nicht mehr so dumpf wie bei den Vorgängern (vor allem DTE) aber eben auch unheimlich glatt, eben zu glatt. Dass Ozzys Stimme inzwischen teilweise bis zur Unkenntlichkeit verfremdet und nachbearbeitet wird, ist längst kein Geheimnis. Aber der Hauptkritikpunkt - und da kann ich mich Teilen meiner Vorredner nur anschließen - ist: Man versucht die größtenteils fehlende Melodiösität der Songs durch pure Härte und Düsternis auszubügeln, was nicht wirklich gelingt. Ozzys Songs haben doch stets sowohl Melodie als auch die geilen Riffs ausgezeichnet. Schöne Harmonien werden auf "Scream" höchstens "angedeutet", wohlwollend ausgedrückt. Natürlich erwarte ich im Jahr 2010 kein neues "Crazy Train" oder "Mr. Crowley" ... auch wenn ich's mir irrationalerweise jedes Mal erhoffe! :-)
Aber als Referenz könnte doch zumindest "Ozzmosis" (1995) herhalten; mein persönliches Lieblingsalbum von Ozzy, das für mich genau den richtiges Mittelweg aus harten Riffs und grandiosen Harmonien darstellt: Man denke nur an "Perry Mason" oder überhaupt fast alle anderen Songs dieser Platte.
Für mich sind auf "Scream" auch die beiden (Halb)-Balladen "Life Won't Wait" und "Time" nicht ganz überzeugend, wenn auch ganz ordentlich. Was die Balladen angeht muss ich mich allerdings outen und zugeben, dass mir ehrlich gesagt ein weiterer "Dreamer"-Clon (so wie "Here For You" auf Black Rain) lieber gewesen wäre. Ich weiß, viele können sich für schlager'esquen Töne nicht begeistern, aber es wäre zumindest klanglich eine Abwechslung auf "Scream" gewesen. Den Schlussakt des Albums, den quasi-Track "I Love You All", halte ich für genauso überflüssig wie "You know ..." von "Down To Earth", aber immerhin hat er sich nicht idiotischerweise in die Mitte des Albums verirrt, sondern steht am Ende, ähnlich einem Hidden Track.

Positiv dagegen bewerte ich die Gitarrenarbeit des neuen Gitarristen Gus G. sowie die Tracks "Let It Die", "Diggin' Me Down" und "Let Me Hear You Scream" (mit einigen Abstrichen vielleicht noch "I Want It More"). Diese drei ersteren sind für sich alleine genommen sicher nicht herausragend in Ozzys Oeuvre, doch traue ich diesen gelungenen Songs zumindest ein gewisses Live-Potential zu. Dass ein anderer Songs des Albums außer diesen dreien (mal von einer eventuellen Ballade abgesehen) jemals den Weg in die Setlist eines Ozzy-Konzerts finden wird, halte ich ehrlich gesagt für ziemlich ausgeschlossen.

Fazit: Schwierig ... kein herausragend großer Wurf, aber doch ein paar Lichtblicke. Vielleicht liege ich bei meinem Schwanken zwischen 3 und 4 Sternen letzlich mit vier ein wenig hoch, aber halbe Sterne gibt's bekanntlich nicht (Warum eigentlich, amazon?). Eins kann man jedenfalls von "Scream" behaupten, nämlich dass sich Mr. Osbourne mit seiner neuen Scheibe nicht selbst demontiert hat, wie es ein paar Spötter sicher befürchtet und sogar gehofft hatten!
Kommentar Kommentare (7) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 3, 2010 9:22 PM MEST


Letzte Nacht in Twisted River
Letzte Nacht in Twisted River
von John Irving
  Gebundene Ausgabe

71 von 96 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klassischer Irving!, 19. Mai 2010
Das lange Warten hat endlich ein Ende: Vier Jahre nach meinem persönlichen Irving-Favoriten "Bis ich dich finde" (für mich unerklärlich, dass sich das Buch mittlerweile bei nur 3 1/2 Sternen eingependelt hat ...) erscheint 2010 endlich der neue Roman auf deutsch. Und auch diesmal bin ich auf meine Kosten gekommen.
Auf die sich über 50 Jahre erstreckende Handlung möchte ich an dieser Stelle gar nicht im Detail eingehen; der Irving-Fan wird - wen wundert's - nicht enttäuscht. Die bekannten Motive von Bären bis Schriftstellerei dürfen natürlich nicht fehlen, die Handlung pendelt gekonnt zwischen Komik und Tragik, ist dabei immer zutiefst bewegend und doch amüsant.
An welchen Rang meiner persönlichen Lieblingsbücher von John Irving ich "Last Night In Twisted River" setzen würde, kann ich noch nicht wirklich sagen, zumindest aber im ersten Drittel. Aber da für mich persönlich nur ca. drei Irving-Romane doch mehr oder weniger deutlich zu seinen Klassikern abfallen, ist eine Einordnung ohnehin schwer. Ich sehe "Twisted River" in einer Reihe mit "Witwe für ein Jahr", "Owen Meany" oder auch "Das Hotel New Hamphire".

Übertroffen hat sich John Irving nicht. Das geht allerdings auch nicht, wenn man sich mit fast jedem neuen Roman auf höchstem Niveau ohne besonders viel Steigerungsmöglichkeiten nach oben bewegt.
Am liebsten hätte ich die Lektüre des letzten Kapitels des Buches immer weiter und weiter hinausgezögert: Zwar will man natürlich wissen, wie es ausgeht; aber die Aussicht, nach Ende des Romans wohl wieder ca. vier Jahre auf einen neuen Roman von John Irving warten zu müssen, ist doch äußerst unbefriedigend. Von daher: Genießt "Twisted River", wer weiß, wie viele Romane von John Irving noch folgen!

P.S. Meine Bewertung bezieht sich zwar auf die englische Original-Fassung; aber ich gehe einfach davon aus, dass die deutsche Übersetzung ebenso gelungen und vorbildlich geraten ist wie bei den bisherigen Irving-Werken.


Hang Cool Teddy Bear (Deluxe Edt.)
Hang Cool Teddy Bear (Deluxe Edt.)
Preis: EUR 34,10

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Solide, aber ..., 26. April 2010
Rezension bezieht sich auf: Hang Cool Teddy Bear (Deluxe Edt.) (Audio CD)
... so ganz kann mich das neue Werk dann doch nicht überzeugen!
Aber von vorne: Zum Glück habe ich der Versuchung widerstanden, schon direkt am Tag des Erscheinens eine Rezension zu verfassen, denn die wäre mit Sicherheit einen Stern geringer ausgefallen.

Prinzipiell muss ich gestehen, dass mir Meat Loaf dann am besten gefällt, wenn richtig dick aufgetragen wird, Bombast eben wie auf den Steinman/Bat-Out-Of-Hell-Alben (Teil 3 mit Abstrichen, weil bekanntlich auch andere Songwriter am Werk waren). Von daher fand ich die erste Single-Auskopplung "Los Angeloser" ein wenig gewöhnungsbedürftig, weil ihr - wie überigens fast dem ganzen Album - das "Steinman-esque" abgeht. Für mich eine nette Pop-Nummer, aber wie groß das Live-Potential sein wird, wird sich noch zeigen. Was übrigens auch auf zahlreiche andere Songs zutrifft wie "If It Rains", "Did You Ever Love Somebody" oder auch "Elvis in Vegas", bei dem ich die Begeisterung vieler anderer Rezensenten nicht teilen kann - für mich nicht unbedingt ein gelungener Schlusspunkt eines Albums.
Was mich positiv gestimmt hat war die Tatsache, dass entgegen ersten Gerüchten (wikipedia) diesmal kein Song von Diane Warren vertreten ist. Die Frau hat zwar schon einige große Songs geschrieben ("I Don't Want To Miss A Thing"), auch für Meat Loaf selbst, aber ihre zwei Schnulzen für die letzten beiden Alben des Fleischlopses ("Cry Over Me", "Your're Right, I Was Wrong") waren für mich persönlich die jeweiligen schmalzigen Tiefpunkte der an sich gelungenen Alben.
Stimmlich ist "Mr. Loaf" weitgehend auf der Höhe, der Mann ist halt auch schon 62. Entscheidend ist ohnehin, in welcher Form er sich bei der (hoffentlich) anstehenden Tour befindet. Mal davon abgesehen, dass seine Konzerte immer eine große Show sind, war er zuletzt stimmlich nicht wirklich in Top-Form. Das trifft zumindest auf die "Seize-The-Night-Tour" von 2007 zu, wo ich selbst mitlerleben musste, wie sich der Mann auf dem Bühne allzusehr quält - was wäre er wohl ohne seine grandiose Band.
Umso überraschter war ich von in der Deluxe-Edition enthaltenen Bonus-CD, auf deren ausgewählten Songs er sich stimmlich weitaus besser präsentiert als noch auf der vorher aufgenommenen "3 Bats Live". Das lässt mich für eine kommende Tour hoffen!

Nochmal zum Album selbst. Meine Highlights: Eindeutig "Song Of Madness" und "Love Is Not Real", beides sehr starke Nummern. "Let's Be In Love", das obligatorische Duett mit Patti Russo, ist sicher nicht die größte Ballade in Meats Repertoire, aber von den "balladesquen" Songs noch der beste; "Like A Rose" im Duett mit Jack Black ist eine nette Nummer - und wohl der Grund für den Aufkleber auf dem Cover. Der Rest ist für mich irgendwo zwischen "solide" und "ok".
Insgesamt ein ganz gutes Album, das aber meine Top-5 von Meat Loaf sicher nicht erreichen wird - wie gesagt, ich stehe da mehr auf den Pomp und weniger auf den "normalen" Rock. Aber gut anhören kann man sich "Hang Cool, Teddy Bear" allemal!


Hang Cool Teddy Bear
Hang Cool Teddy Bear
Preis: EUR 8,99

5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Solide, aber ..., 26. April 2010
Rezension bezieht sich auf: Hang Cool Teddy Bear (Audio CD)
... so ganz kann mich das neue Werk dann doch nicht überzeugen!
Aber von vorne: Zum Glück habe ich der Versuchung widerstanden, schon direkt am Tag des Erscheinens eine Rezension zu verfassen, denn die wäre mit Sicherheit einen Stern geringer ausgefallen.

Prinzipiell muss ich gestehen, dass mir Meat Loaf dann am besten gefällt, wenn richtig dick aufgetragen wird, Bombast eben wie auf den Steinman/Bat-Out-Of-Hell-Alben (Teil 3 mit Abstrichen, weil bekanntlich auch andere Songwriter am Werk waren). Von daher fand ich die erste Single-Auskopplung "Los Angeloser" ein wenig gewöhnungsbedürftig, weil ihr - wie überigens fast dem ganzen Album - das "Steinman-esque" abgeht. Für mich eine nette Pop-Nummer, aber wie groß das Live-Potential sein wird, wird sich noch zeigen. Was übrigens auch auf zahlreiche andere Songs zutrifft wie "If It Rains", "Did You Ever Love Somebody" oder auch "Elvis in Vegas", bei dem ich die Begeisterung vieler anderer Rezensenten nicht teilen kann - für mich nicht unbedingt ein gelungener Schlusspunkt eines Albums.
Was mich positiv gestimmt hat war die Tatsache, dass entgegen ersten Gerüchten (wikipedia) diesmal kein Song von Diane Warren vertreten ist. Die Frau hat zwar schon einige große Songs geschrieben ("I Don't Want To Miss A Thing"), auch für Meat Loaf selbst, aber ihre zwei Schnulzen für die letzten beiden Alben des Fleischlopses ("Cry Over Me", "Your're Right, I Was Wrong") waren für mich persönlich die jeweiligen schmalzigen Tiefpunkte der an sich gelungenen Alben.
Stimmlich ist "Mr. Loaf" weitgehend auf der Höhe, der Mann ist halt auch schon 62. Entscheidend ist ohnehin, in welcher Form er sich bei der (hoffentlich) anstehenden Tour befindet. Mal davon abgesehen, dass seine Konzerte immer eine große Show sind, war er zuletzt stimmlich nicht wirklich in Top-Form. Das trifft zumindest auf die "Seize-The-Night-Tour" von 2007 zu, wo ich selbst mitlerleben musste, wie sich der Mann auf dem Bühne allzusehr quält - was wäre er wohl ohne seine grandiose Band.
Umso überraschter war ich von in der Deluxe-Edition enthaltenen Bonus-CD, auf deren ausgewählten Songs er sich stimmlich weitaus besser präsentiert als noch auf der vorher aufgenommenen "3 Bats Live". Das lässt mich für eine kommende Tour hoffen!

Nochmal zum Album selbst. Meine Highlights: Eindeutig "Song Of Madness" und "Love Is Not Real", beides sehr starke Nummern. "Let's Be In Love", das obligatorische Duett mit Patti Russo, ist sicher nicht die größte Ballade in Meats Repertoire, aber von den "balladesquen" Songs noch der beste; "Like A Rose" im Duett mit Jack Black ist eine nette Nummer - und wohl der Grund für den Aufkleber auf dem Cover. Der Rest ist für mich irgendwo zwischen "solide" und "ok".
Insgesamt ein ganz gutes Album, das aber meine Top-5 von Meat Loaf sicher nicht erreichen wird - wie gesagt, ich stehe da mehr auf den Pomp und weniger auf den "normalen" Rock. Aber gut anhören kann man sich "Hang Cool, Teddy Bear" allemal!


Last Night in Twisted River
Last Night in Twisted River
von John Irving
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,95

9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klassischer Irving, 27. Dezember 2009
Das lange Warten hat endlich ein Ende: Vier Jahre nach meinem persönlichen Irving-Favoriten "Bis ich dich finde" (für mich unerklärlich, dass sich das Buch mittlerweile bei nur 3 1/2 Sternen eingependelt hat ...) erscheint 2009 endlich der neue Roman. Und auch diesmal bin ich nicht enttäuscht worden.
Auf die sich über 50 Jahre erstreckende Handlung möchte ich an dieser Stelle gar nicht im Detail eingehen; der Irving-Fan wird - wen wundert's - nicht enttäuscht. Die bekannten Motive von Bären bis Schriftstellerei dürfen natürlich nicht fehlen, die Handlung pendelt gekonnt zwischen Komik und Tragik, ist dabei immer zutiefst bewegend und doch amüsant.
An welchen Rang meiner persönlichen Lieblingsbücher von John Irving ich "Last Night In Twisted River" setzen würde, kann ich noch nicht wirklich sagen, zumindest aber im ersten Drittel. Aber da für mich persönlich nur ca. drei Irving-Romane doch mehr oder weniger deutlich zu seinen Klassikern abfallen, ist eine Einordnung ohnehin schwer. Ich sehe "Twisted River" in einer Reihe mit "Witwe für ein Jahr", "Owen Meany" oder auch "Das Hotel New Hamphire".

Übertroffen hat sich John Irving nicht. Das geht allerdings auch nicht, wenn man sich mit fast jedem neuen Roman auf höchstem Niveau ohne besonders viel Steigerungsmöglichkeiten nach oben bewegt.
Am liebsten hätte ich die Lektüre des letzten Kapitels des Buches immer weiter und weiter hinausgezögert: Zwar will man natürlich wissen, wie es ausgeht; aber die Aussicht, nach Ende des Romans wohl wieder ca. vier Jahre auf einen neuen Roman von John Irving warten zu müssen, ist doch äußerst unbefriedigend. Der Gedanke, dass die Leser der deutschen Übersetzung sogar auf "Last Night In Twisted River" noch fast ein halbes Jahr warten müssen, tröstet da nur wenig! :-)


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