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Rezensionen verfasst von
Mario Koch (Rogeez)
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Und dennoch ist es Liebe. Roman
Und dennoch ist es Liebe. Roman
von Jodi Picoult
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

4.0 von 5 Sternen regt zum Nachdenken an, 28. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Und dennoch ist es Liebe. Roman (Taschenbuch)
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Bei diesem Buch handelt es sich um den insgesamt zweiten ihrer zahlreichen Romane. Dieser erschien bereits 1993 und ist hier in einer Taschenbuchausgabe erhältlich.
Die Geschichte ist schon typisch Picoult, allerdings merkt man beim Lesen bald, dass die Autorin hier noch am Beginn ihrer erfolgreichen Karriere als Schriftstellerin steht. Obwohl es bereits sehr viele Elemente gibt, die den Erfolg der späteren Romane ausmachen, hat „Und dennoch ist es Liebe“ noch einige Schwächen. Denn irgendwo in der Mitte lässt der Spannungsbogen nach und man liest nicht mehr mit derselben Begeisterung wie noch am Beginn des Buches. Das mag sicher eine sehr persönliche Einschätzung sein. Aber klar ist natürlich, dass auch eine Jodi Picoult nicht von Anfang an perfekt sein kann. Auch sie hat sich beim Schreiben ausprobiert und Erfahrungen gesammelt. Dem Leser ist es möglich, diese mit dem vorliegenden Buch auch zu erkennen.
Das Thema, auf dem Rücken des Buches schon kurz angerissen: eine junge Mutter verlässt Mann und Kind. Welche Probleme sie dazu treiben beschreibt die Verfasserin in der ihr eigenen Sprache. Wie schon geschrieben, es macht Vergnügen, das Buch zu lesen. Aber man muss sich auch über dessen gesamten Umfang darauf konzentrieren.
Auch wenn dieser Roman noch nicht die ganz große Qualität späterer Werke erreicht, ist es ein Buch, das zum Nachdenken anregt.


Große Enzyklopädie der Archäologie: Die wichtigsten archäologischen Stätten der Welt
Große Enzyklopädie der Archäologie: Die wichtigsten archäologischen Stätten der Welt
von Aedeen Cremin
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 49,95

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen schöne Übersicht, 24. März 2013
Die Herausgeberin dieses reich bebilderten Bandes arbeitet derzeit für das Greater Angkor Project in Kambodscha. Das Buch selbst ist bereits 2007 bei Global Book Publishing erschienen und liegt hier in einer deutschen Übersetzung vor. Gegliedert ist das sehr umfangreiche Buch in drei große Teile: Einleitung, Atlas und Anhang. In der Einleitung erhält der Leser einige Informationen zur Geschichte der Archäologie, sowie zu Konzepten und Techniken oder Problemen und Streitpunkten – wobei nicht nur auf die Problematik der Rückführungen, sondern auch auf Zusammenhänge mit dem Nationalismus oder auf Fälschungen eingegangen wird. Dass hier natürlich nicht sämtliche Aspekte der Archäologie behandelt werden können, versteht sich von selbst.
Der eigentliche Hauptteil, der Atlas, ist dann auch der bei weitem umfangreichste Teil des Buches. Gegliedert nach Kontinenten werden mehr als 150 Ausgrabungsstätten weltweit vorgestellt. Auf einer oder zwei Seiten erfährt der Leser viel Wissenswertes nicht nur zu den einzelnen archäologischen Stätten, sondern in einführenden Abschnitten immer auch viele Zusammenhänge und wichtige Informationen für das Verständnis der einzelnen archäologischen Fundorte. Insgesamt ist der Band sehr reich bebildert, bei jedem Artikel findet sich eine kleine Karte des jeweiligen Landes, in der man den Ort lokalisieren kann.
Auf 65 Seiten werden 32 archäologische Stätten in Amerika präsentiert. Zusätzlich gibt es noch Erläuterungen zur Besiedlung Amerikas, amerikanischen Petroglyphen (wobei hier nur auf die in Nordamerika eingegangen wird und dann ein Hinweis auf die Geoglyphen von Nasca folgt. Diese Geoglyphen werden dann noch ausführlich vorgestellt.), zum Verschwinden der Anasazi, zu frühen mesoamerikanischen Kulturen, zu den Maya, den Azteken, Menschenopfern, Inka und Inka-Textilien. Die Auswahl von 32 Stätten gerade in Amerika kann natürlich nur willkürlich sein. Und wer archäologische Fundplätze in Brasilien, Kolumbien oder Ecuador vermisst, der sollte bedenken, dass so ein Weltatlas der Archäologie nie vollständig sein kann. Hätte man die 400 Seiten des Buches doch auch ohne weiteres nur mit Fundplätzen aus Amerika oder Europa füllen können. Deshalb gibt es keinen Grund, an der Auswahl etwas zu bemängeln.
Im Anhang kann man sich die Fundstätten nach Ländern geordnet heraussuchen. Umfangreiche Literaturhinweise, nach den einzelnen Regionen geordnet, helfen denjenigen Lesern, die nach mehr Informationen suchen, weiter. Und ein Glossar ist für das Nachschlagen einiger im Buch verwendeter Fachbegriffe ebenfalls vorhanden. Darin sind alle Begriffe sehr verständlich erläutert.
Im Einband vorn und hinten findet sich eine Weltkarte, auf der alle archäologischen Fundstätten, die im Buch behandelt werden, anhand von Nummern gefunden werden können.


Tecumah und der Wal
Tecumah und der Wal
von Gabi Lindinger
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 9,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen wunderschönes Kinderbuch, 24. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Tecumah und der Wal (Gebundene Ausgabe)
Marcel Schmähling, der als Kinderpfleger in einem Kindergarten arbeitet, hat sein erzählerisches Talent sicher von seiner Mutter geerbt, die selbst Schriftstellerin ist. Marcel hat sich die Geschichte vom Indianerjungen Tecumah und dem Wal selbst ausgedacht. Und die Kinder des Pöringer Kindergartens St. Georg haben dazu ihre ganz eigenen Bilder gemalt. Auch wenn man den Bildern durchaus ansieht, dass sie von fünfjährigen Kindern gemalt worden sind, so muss man doch hochachtungsvoll den Hut ziehen, vor der künstlerischen Leistung der Kinder. Die Bilder sind nämlich nicht nur bunt, auf allen ist deutlich zu erkennen, worum es geht und man sieht auch, dass sich die kleinen Künstler sehr intensiv mit der Geschichte befasst haben, die ihnen Marcel Schmähling erzählt hat. Hier wird gleichzeitig deutlich, welche Kraft in dieser Geschichte liegt, wenn sie fünfjährige Kinder zu solchen künstlerischen Leistungen herausfordert.
Tecumah ist ein junger Jäger und soll sich beweisen, nachdem er schon einmal davongelaufen ist. Aber mitten auf dem Meer muss er eine wichtige Entscheidung treffen. Welche das ist, soll jeder selbst lesen. Die fantastische Geschichte ist sicher vor allem für Kinder gedacht. Aber Eltern, die ihren Kindern vorlesen, werden auch ihren Spaß daran haben. Und vielleicht animieren die Bilder das eine oder andere Kind zu eigenen Kunstwerken.
Der Traumfänger Verlag hat hier auf jeden Fall ein wunderschönes Kinderbuch vorgelegt.


Wurde Amerika in der Antike entdeckt?: Karthager, Kelten und das Rätsel der Chachapoya
Wurde Amerika in der Antike entdeckt?: Karthager, Kelten und das Rätsel der Chachapoya
von Hans Giffhorn
  Gebundene Ausgabe

14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen spannend und mit Fragezeichen, 1. Februar 2013
Respekt, Anerkennung und ein großes Dankeschön an den Autor dieses Buches. Die Theorie, die von Hans Giffhorn hier vertreten wird, ist nicht neu. Seit Jahren gibt es Spekulationen darüber, woher das Volk der Chachapoya im Norden der peruanischen Anden stammt. Aber im Gegensatz zu allen bisherigen Vertretern der Einwanderungstheorie belässt es Giffhorn nicht bei Vermutungen und Behauptungen. Akribisch hat er in den letzten Jahren alle Informationen zusammengetragen, die dazu dienen können, seine These zu belegen oder auch zu widerlegen.
Giffhorn hat erkannt, dass er sich Verbündete suchen muss, um seine These hieb- und stichfest zu präsentieren. Seit Jahrzehnten arbeitet die internationale Archäologie mit einer Vielzahl von anderen Wissenschaften eng zusammen, weil sich nur so die vielen komplexen Zusammenhänge erkennen lassen, die eine bisher unbekannte Kultur ausmachen. Giffhorn hat das erkannt und scheut sich nicht davor, so viele Fachleute wie möglich in seine Forschungen mit einzubeziehen.
Nach Jahren intensiver Forschung präsentiert er nun auf knapp dreihundert Seiten, zusammen mit aussagekräftigen Karten und zahlreichen Abbildungen seine Forschungsergebnisse in einem Buch, eine Fernsehdokumentation wird folgen. Giffhorn listet exakt alle Fakten auf, die ihn zu der Annahme veranlassen, zu glauben, dass das Volk der Chachapoya aufgrund einer Einwanderung aus Europa/Nordafrika seine Wurzeln zum Teil in der Antike der Alten Welt hat. Er verweist auf steinerne Bauten im Andenhochland, rote Haare bei der indianischen Bevölkerung, Tuberkulose-Funde, Schädelkult, eine besondere Form der Steinschleuder, Spiralmuster, figürliche Darstellungen, Totenkult und mehr. Akribisch untersucht er jeden einzelnen seiner Belege und präsentiert im Ergebnis eine Arbeitshypothese, die es in sich hat:
Danach hat sich am Ende des 3. Punischen Krieges, der mit der Niederlage der Karthager gegen das Römische Reich endete, eine Gruppe von Karthagern, Kelten und Einwohnern von Mallorca per Schiff auf den Weg nach Südamerika gemacht, der den Karthagern zu dieser Zeit bereits bekannt war. Über eine Zwischenstation im Amazonasdelta gelangten diese Auswanderer den Amazonas flussaufwärts bis ins peruanische Andenhochland und vermischten sich dort mit der einheimischen Bevölkerung.
Und als die Inka das Territorium der Chachapoya erobern wollten, trafen sie auf großgewachsene, zum Teil hellhäutige Krieger, die ihnen mit größerem Mut entgegentraten, als alle Gegner bisher.
Weil der Autor bei seinen Forschungen erkannt hat, wie vehement sich viele gegen die von ihm vertretene These stellen, hat er alles versucht, um Ungenauigkeiten auszumerzen und um klare Belege zu präsentieren. Die Liste seiner Indizien und Belege ist beeindruckend und zeigt, dass sich Giffhorn und seine Mitstreiter die Arbeit nicht leicht gemacht haben. Aber neue Theorien haben es immer schwer – und es gibt noch eine ganze Anzahl von Streitpunkten in der hier vorgelegten Beweiskette:
So behauptet der Autor, dass es nur bei den Chachapoya und nirgendwo sonst steinerne Rundbauten in Amerika gäbe. Dabei liegt ein Gegenbeispiel gar nicht so weit entfernt: denn die Tairona-Kultur in Kolumbien ist für ihre steinernen Hausfundamente bekannt - und auch dort gibt es runde Bauten.
Auch verweist der Autor auf die Spirale als besonderes Merkmal der Chachapoya-Kultur. Doch gerade die Spirale tritt beispielsweise an der peruanischen Küste bei der Nasca-Kultur sehr oft auf – und nicht nur dort. Ebenso ist das Argument, dass die Chachapoya-Festung Kuelap plötzlich wie aus dem Nichts auftaucht nicht ganz nachvollziehbar. Auch die Pyramide von Caral hatte anscheinend keine Vorgängerbauten in dieser Dimension. Zudem präsentiert Giffhorn einige wichtige Funde (Schädel mit Trepanationsöffnungen, bronzene Axt), deren Herkunft leider nicht eindeutig ist weil sie nicht in einer wissenschaftlich dokumentierten Grabung gefunden worden sind. Dadurch wird der Spekulation zu viel Raum gegeben.
Schwierig scheint mir auch die Einordnung der im Buch genannten Amazonas-Keramik. Hier nur aufgrund von Mustern zu vermuten, diese Keramik müsste europäisch beeinflusst sein, ist eine These, die auf sehr wackligen Füßen steht. Und wenn gesagt wird, dass die Chachapoya-Keramik deutliche Einflüsse aus dem Amazonasgebiet zeigt, dann sollte nicht vergessen werden, dass die südamerikanische Keramik ihren Ursprung grundsätzlich im Amazonasgebiet hat. Vom Amazonas aus hat sich die Keramik über ganz Südamerika verbreitet.
Der Leser muss sich vor Augen halten, dass die von Giffhorn angesprochenen Kulturparallelen im Grunde genommen nichts aussagen. Denn genauso gibt es angeblich eindeutige Kulturparallelen zwischen China und Mexiko. Und trotz der berühmten Flotte des Admirals Zheng He lassen sich solche Beziehungen bis heute nicht belegen.
Hingegen sind andere Fakten nicht von der Hand zu weisen: für die roten Haare gibt es mittlerweile sogar DNA-Tests und man kann viele der oben genannten Belege in zweierlei Hinsicht deuten.
Trotz einiger Schwächen in der Argumentation hat Hans Giffhorn hier eine spannende Geschichte präsentiert und es bleibt abzuwarten, ob sich noch mehr und vor allem überzeugendere Belege für die von ihm vorgestellte Theorie finden lassen. Spannung und viel Stoff für Diskussionen bietet dieses Buch auf jeden Fall.


Mitmachbuch Hamburg
Mitmachbuch Hamburg
von Gaelle de Radiguès
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,90

5.0 von 5 Sternen coole Idee, 22. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Mitmachbuch Hamburg (Taschenbuch)
Auf 36 Seiten finden hier nicht nur Kinder eine abendfüllende Beschäftigung. Das Buch ist weniger ein Reiseführer als vielmehr ein idealer Reisebegleiter. Wer schon einmal mit Kindern in der großen Stadt Hamburg unterwegs war, der kann sich vielleicht erinnern, dass es nicht immer einfach ist, diese bei Laune zu halten. Mit diesem Kreativbuch können sie sich beschäftigen. Dabei ist es nicht unbedingt günstig, das Buch und sämtliche dazu nötigen Utensilien wie Buntstifte, Filzstifte, Klebestift, Schere, Bleistift, Fotoapparat und bunte Bilder dabei zu haben. Aber es gibt ja Rucksäcke und in einer Pause oder am Abend zurück im Hotel oder zu Hause kann das Kind mit dem Buch eine Menge machen und dabei seiner Kreativität freien Lauf lassen. Ehrlich gesagt ist die altersgemäße Obergrenze für dieses Buch durchaus als sehr hoch anzusetzen. Denn möglicherweise gefällt das Buch den Eltern noch besser als den Kindern...
Es gibt Bilder, die man einfach bemalen kann, bei anderen kann man hineinschreiben, etwas aufkleben, zeichnen, sich Geschichten ausdenken und aufschreiben. Es gibt auch ein Würfelspiel. Wer sich auf kreativen Spaß einlassen kann, der wird mit diesem Buch stundenlang beschäftigt sein. Dabei ist es nicht einmal unbedingt notwendig, nach Hamburg zu fahren, um das Mitmachbuch Hamburg auszufüllen. Zu Hause mit Hilfe des Computers geht es natürlich auch. Aber als Hamburgbesucher hat man eine sehr schöne bleibende Erinnerung die viel abwechslungsreicher als ein normales Fotoalbum ist. Und die ganz Kreativen integrieren ihr Mitmachbuch in das Fotobuch.
Die meisten Aufgaben sind sehr einfach gehalten. Selbst Kinder, die noch nicht lesen und schreiben können, sind in der Lage mit Anleitung von Mutti oder Vati die meisten Seiten zu gestalten. Aber einfach heißt nicht primitiv! Denn es wird nicht verlangt, große Kreise auszumalen, sondern sich genau zu überlegen, was man malen möchte.
Insgesamt eine sehr schöne Idee und durchaus zu empfehlen.


United States of America: Geschichte und Kultur. Von der ersten Kolonie bis zur Gegenwart
United States of America: Geschichte und Kultur. Von der ersten Kolonie bis zur Gegenwart
von Bernd Stöver
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 29,95

8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genial, 6. Januar 2013
Diese umfangreiche Geschichte der USA beginnt Stöver mit der Darstellung der europäischen Kolonisierung, wobei die paläoindianische Besiedlungsgeschichte hier in einem Nebensatz abgehandelt wird. Danach spannt der Verfasser den Bogen der Darstellung bis zum September 2011.

Stövers Darbietung ist keine reine politische Geschichte. Er verknüpft die politische Geschichte mit einer Geschichte der amerikanischen Kultur, womit ihm eine sehr ausgewogene Präsentation gelingt, die auch die Hintergründe vieler Ereignisse verständlich macht.
Bereits in der Einleitung verweist der Autor auf die Widersprüchlichkeiten in der Geschichte der USA und zeigt sehr deutlich, mit welcher Sachkenntnis aber auch objektiver Bewertung er es versteht, eine aktuelle Darstellung zu präsentieren. Stöver gelingt es, den Leser von der ersten Seite an zu fesseln. Und das hält er geschickt über mehr als 600 Seiten durch. Dabei werden viele Fakten so gekonnt in Nebensätzen versteckt, dass es eine Freude ist, diese Fakten im Text zu finden. Selbst wer meint, die Geschichte der USA schon sehr gut zu kennen, der sollte dieses Buch unbedingt lesen, denn Bernd Stöver legt hier ein meisterhaftes Buch vor, dessen Lektüre nicht nur viele Informationen bietet, sondern auch gute Unterhaltung.
Bei aller Objektivität, die für ein solches Buch notwendig ist, gelingt es Stöver aber auch, mit kritischen Anmerkungen die Aufmerksamkeit des Lesers auf besonders bedeutende Ereignisse zu lenken. Derartige Darstellungen, die sowohl objektiv als auch kritisch über ein Thema berichten, sind selten in der historischen Literatur. Das zeigt sich beispielsweise bei dem Abschnitt, der die auch so bezeichnete ethnische Säuberung Nordamerikas beschreibt. So wie hier nimmt Stöver kein Blatt vor den Mund und konfrontiert den Leser nicht nur mit Fakten, sondern auch mit Wertungen.
In der Innenseite des Umschlags findet sich eine Karte der Siedlungsgebiete indigener Stämme, wobei hier jedoch eine Jahreszahl fehlt, um die Karte chronologisch einzuordnen. Im hinteren Vorsatz präsentiert der Verlag eine aktuelle Karte der USA, die der Orientierung beim Lesen dienen kann.
Des Weiteren befinden sich 19 Karten im Innenteil. Zusammen mit den zahlreichen Abbildungen, die sehr gut ausgewählt wurden, bieten sie eine hervorragende visuelle Unterstützung des Lesers. Dass es keine Farbe im Inneren des Buches gibt, ist kein Nachteil, denn Farbe bringt der Text.
Der Anhang bietet ein umfangreiches Abkürzungsverzeichnis, eine Liste der Präsidenten der USA, die Liste der Bundesstaaten nach Gründungsdatum geordnet, eine Liste der Indianerkriege (hier 19) und eine Liste der wichtigen außenpolitischen Interventionen. Auch ein Personenregister ist enthalten.
Bernd Stöver, der momentan an der Uni Potsdam lehrt, präsentiert hier ein sehr gelungenes Buch, das auch für diejenigen Leser, die sich mit den Fakten zur amerikanischen Geschichte auskennen, ein Lesevergnügen sein wird. Das Buch ist unbedingt lesenswert! (Vorabrezension aus Amerindian Research)


Chavín - Perus geheimnisvoller Anden-Tempel
Chavín - Perus geheimnisvoller Anden-Tempel
von Peter Fux
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 58,00

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen umfangreich, aktuell, empfehlenswert, 19. Dezember 2012
Am 23. November 2012 wurde im Museum Rietberg in Zürich die Ausstellung „Chavín – Perus geheimnisvoller Anden-Tempel“ für das Publikum geöffnet. Bis zum 10. März 2013 gibt es die Möglichkeit, sich anhand von zahlreichen Exponaten einen Eindruck von einer der faszinierendsten und auch geheimnisvollsten Kulturen des alten Peru zu verschaffen. Begleitet wird diese Ausstellung von einem umfangreichen Katalog, der nicht nur knapp 200 der ausgestellten Objekte präsentiert, sondern in einem umfangreichen Textteil auch viel Wissenswertes über Chavín und die anderen altperuanischen Kulturen vermittelt.
Vorbereitet wurde die Ausstellung von Peter Fux, der auch für den Katalog verantwortlich zeichnet. Dazu hat er ein Team von internationalen Autoren gewonnen. Und so beschränkt sich der Katalog nicht allein auf die Kultur von Chavín, sondern stellt auch andere altperuanische Kulturen vor und vermittelt dem Leser Zusammenhänge zwischen diesen Kulturen. Lange Zeit galt Chavín in Fachkreisen als die eigentliche Mutterkultur Perus. Und immer umgab diese Kultur etwas Geheimnisvolles. In den letzten Jahren haben neue Ausgrabungen dazu geführt, das bisherige Bild von Peru zu überdenken. Die Chronologie der altperuanischen Kulturen stimmt heute bei weitem nicht mehr mit dem Wissen überein, das noch bis vor einigen Jahren an den Universitäten weltweit gelehrt worden ist. Der Katalog präsentiert aktuelle Erkenntnisse anhand neuester Forschungen. So beispielsweise die Ausgrabungen von Markus Reindel in Palpa/Nasca oder Peter Fuchs im Casma-Tal.
In seinem einleitenden Beitrag macht der Herausgeber Fux deutlich, dass all die bisher bekannten archäologischen Kulturen Perus nichts weiter sind als ein Konstrukt, das sich die Archäologen ausgedacht haben, um ihre Forschungsergebnisse zu organisieren. Dabei wird die Kultur zumeist nach einem Fundort benannt oder nach besonderen Merkmalen. Die sozialen Organisationsformen der damaligen Zeit können mit dieser Chronologie nicht berücksichtigt werden. Aber gerade diese sozialen Aspekte versuchen die Autoren im Einführungsteil zu erläutern. Der Leser erhält so einen breiten Überblick über die kulturelle und soziale Entwicklung im alten Peru. Die Tatsache, dass die Chavín-Kultur hier nicht isoliert betrachtet wird, wertet den Katalog auf. Die Beiträge zeugen nicht nur von hoher Sachkenntnis der jeweiligen Autoren – sie sind auch sehr gut illustriert: Karten, Fotos und schematische Zeichnungen vermitteln einen guten Überblick.
Der Textteil umfasst 224 Seiten, dem folgt ein Katalogteil, dessen Umfang noch einmal so stark ist, wie der Textteil. Neben Abbildungen von Keramiken findet der Leser dort auch solche von Metallschmuck, Steinreliefs oder Textilien.
Der Katalog vermittelt auf eindrucksvolle Weise nicht nur den gegenwärtigen Forschungsstand zu den altperuanischen Kulturen insgesamt, sondern zu Chavín im Speziellen. Wer sich für die Kulturen des Alten Peru interessiert, der kommt an dieser Publikation nicht vorbei!


Mystische Plätze: Die letzten Rätsel der Menschheit
Mystische Plätze: Die letzten Rätsel der Menschheit
von Giulio Di Martino
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 39,95

13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen hervorragend trotz eines gravierenden Fehlers, 16. Dezember 2012
Trotz eines gravierenden Fehlers ist dies eines der besten Bücher zum Thema Mystik in der Geschichte. Der Autor hat sich bereits als Fernsehjournalist einen Namen gemacht und stellt in diesem prächtig illustrierten Buch 52 mystische Plätze auf der ganzen Welt vor.
Zur besseren Übersichtlichkeit werden diese bereits am Anfang des Buches auf einer großen Weltkarte gezeigt. Dabei wird auch eine Konzentration auf Europa und Amerika deutlich.
Bei der Präsentation fehlen weder Loch Ness, Stonehenge, die Sphinx noch das Bermudadreieck. Aber es gibt auch Orte, die man vielleicht nicht unbedingt erwartet hätte und deren Vorstellung auch den besonderen Reiz dieses Buches ausmacht. Denn der Leser erfährt nicht nur Einzelheiten über bekannte Plätze, sondern auch über relativ unbekannte mystische Orte wie die Pyramiden in Visoko (Bosnien), Mogui Cheng (China) oder die Ruinen von Yonaguni (Japan). Deutschland ist mit der Kreisgrabenanlage Goseck vertreten.
Zu jedem der vorgestellten Plätze gibt es die geographische Länge und Breite, sodass eine eigene Lokalisierung auf der Karte möglich ist. Außerdem findet sich dazu immer ein Kartenausschnitt, auf dem der Ort noch einmal angezeigt wird. Diese Angaben fehlen natürlich für Eldorado. Atlantis wird dagegen exakt lokalisiert! Dabei stützt sich der Autor auf die These, dass die griechische Insel Santorin der Ort für Atlantis gewesen sein könnte.
Alle Artikel sind relativ kurz und leicht verständlich geschrieben. Dazu kommen ausgesuchte Illustrationen, die zum Teil sehr gelungen sind und manchmal Ansichten bieten, wie man sie sonst sehr selten in der Literatur findet. Deshalb empfinde ich es als Katastrophe, dass beim Artikel über Chichén Itzá auf den Mayakalender eingegangen wird und dazu eine leicht verfremdete Replik des aztekischen (!) Kalendersteins abgebildet wird! Dieser hat nun mit dem Maya-Kalender überhaupt nichts zu tun. Derartige Fehler treten momentan im Zusammenhang mit der umfangreichen literarischen Diskussion um den Weltuntergang leider häufiger auf. Da ist der Verlag gefordert, für eine Nachauflage, die das Buch auf jeden Fall verdient hat, eine Korrektur vorzunehmen.
Insgesamt gesehen bietet das Buch eine Fülle an Informationen, es ist jedoch vor allem für Leser konzipiert, die sich einen Überblick über das Thema verschaffen wollen. Wer sich schon länger mit der Thematik befasst wird vieles sicher kennen – findet jedoch eine hervorragende Präsentation mit zum Teil herausragenden Fotos. Insofern kann man das Buch auf jeden Fall empfehlen.


Germanen selbst erleben!: Kleidung, Schmuck und Speisen - selbst gemacht und ausprobiert
Germanen selbst erleben!: Kleidung, Schmuck und Speisen - selbst gemacht und ausprobiert
von Juliane Schwartz
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,95

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen zu oberflächlich, 11. Dezember 2012
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
In der Reihe "selbst erleben" geht es hier um die Germanen. Sogenannte re-enactments haben ja recht viel Zulauf und das Buch versucht, den Interessenten Anregungen für eigene germanische Speisen, Kleidung oder Werkzeuge zu geben.
Es gibt eine ganze Menge von Dingen, die vorgestellt werden. Dazu gehören zum Beispiel das Trinkhorn, ein Feuerzeug, ein Mantelkleid, Gürtelgehänge, Gürtel, Schuhe, Schmuck, Kerzenleuchter, Hocker und noch vieles mehr.
Das Buch ist sehr reich bebildert, es gibt also etwas fürs Auge. Zu bemängeln sind die Bau- bzw. Bastelanleitungen. Die kommen daher wie eine Anleitung von IKEA: kurz und knapp und wer es nicht versteht muss irgendwo anrufen oder um Hilfe bitten.
Grundsätzlich halte ich alle Anleitungen nur für Erwachsene machbar, zudem wird schon eine ganze Menge an Wissen vorausgesetzt. Damit ist das Buch nicht für Anfänger geeignet, die damit Schritt für Schritt in die Welt der Germanen abtauchen wollen. Es ist mehr so eine Art Katalog was alles möglich ist. Die Anleitungen sind viel zu wenig detailliert, sodass sie eigentlich kaum ausreichen,etwas selbst herzustellen, sofern man auf diesem Gebiet völlig neu ist. Und die Profis werden dieses Buch nicht mehr nötig haben.
Am Ende gibt es zwar eine kleine Liste weiterführender Literatur - aber da sind auch sehr viele allgemein gehaltene Titel dabei, die nur der Information über historische Sachverhalte dienen.
Wer handwerklich begabt ist und schon einiges in dieser Richtung verfertigt hat, der findet in diesem Buch eine Menge Anregungen. Wer aber völliger Neueinsteiger ist, der ist mit diesem Buch überfordert.


HERMA 4360 Etiketten Inkjet/Laser/Kopier 70,0x36,0mm VE=600 Stück
HERMA 4360 Etiketten Inkjet/Laser/Kopier 70,0x36,0mm VE=600 Stück
Preis: EUR 10,98

5.0 von 5 Sternen in Ordnung, 27. November 2012
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Die Etiketten wurden auf einem Laserdrucker (Brother) benutzt. Beim Druck gab es keinerlei Beanstandungen. Das Druckbild ist auch in ORdnung.
Es wurden beim ersten Versuch 10 Blatt hintereinander eingezogen, wobei nichts im Drucker hängen blieb, es konnten anschließend auch alle Etiketten problemlos benutzt werden, also auf die Briefe geklebt werden.
Fazit: ich bin zufreiden.


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