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Rezensionen verfasst von
Mario Koch (Rogeez)
(TOP 1000 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   

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Rock - Das Gesamtwerk der größten Rock-Acts im Check: alle Alben, alle Songs. Ein eclipsed-Buch.
Rock - Das Gesamtwerk der größten Rock-Acts im Check: alle Alben, alle Songs. Ein eclipsed-Buch.
von Sysyphus Sysyphus Verlags GmbH
  Gebundene Ausgabe

9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen genial zum Schmökern, 27. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
eclipsed ist ja eigentlich eine Rockzeitschrift, die es sich zum Ziel gesetzt hat, die Leute über die Musik der 60er und 70er Jahre zu informieren. Und dann hatte dort jemand die grandiose Idee, einzelne Rubriken, wie sie in der Zeitschrift üblich sind zu einem Buch zu vereinen. Herausgekommen ist ein genialer Überblick über die "gute, alte" Rockmusik.
Akribisch wurde eine Menge Daten erfasst: es gibt eine Einleitung, um den Künstler bzw. die Band vorzustellen. Es gibt eine Übersicht über alle Studioalben, die gleich noch in einem Ranking vorgestellt werden. Fakten zur Band vermitteln auch Wissen, das keiner braucht, das aber jeder Fan parat haben sollte. Alle Studioalben werden einzeln vorgestellt, es gibt eine Menge Info und eine Übersicht über alle enthaltenen Tracks. Außerdem werden Live-Alben vorgestellt, die Top 30 Songs der jeweiligen Band, musikalische Wurzeln, Einflüsse und Tipps, welche Bands man sich noch anhören kann. Wer Hintergrundinfos für verschiedene Versionen von Plattencovern sucht, der wird hier fündig. Zudem gibt es eine komplette Diskographie.
Bei Deep Purple und Yes findet sich auch eine übersichtliche Darstellung über die verschiedneen Besetzungen der Band. Das kann man hier anhand der Platten/CD-Cover nachvollziehen.
Zahlreiche Fotos runden das Ganze ab.
Infos gibt es zu folgenden Bands und Künstlern: David Bowie, Kate Bush, Can, Alice Cooper, Deep Purple, The Doors, Genesis, Jimi Hendrix, Jethro Tull, King Krimson, Kraftwerk, Led Zeppelin, Manfred Mann's Earth Band, Marillion, Pink Floyd, Queen, The Rolling Stones, Rush, Yes, Neil Young.
Ergänzt wird das Buch durch eine Liste von Instrumentenabkürzungen (mit Erläuterung), eine Bibliografie, die nicht nur Bücher sondern auch Internetseiten angibt und einen Überblick über das Team, das dieses hervorragende Buch geschaffen hat.
Auch die Gestaltung des Buches lässt keine Wünsche übrig, man kann stundenlang schmökern und ich habe tatsächlich meine Musiksammlung überprüft (im Ansatz) und kann für einige der Bands definitiv sagen, dass die Angaben im Buch auf alle Fälle stimmen! Da es sich um Teil 1 handelt, kommt hoffentlich bald Band 2, den ich mir auf jeden Fall auch kaufen werde.
Das Buch ist eine absolute Kaufempfehlung!


Weltgeschichte der Sklaverei
Weltgeschichte der Sklaverei
von Egon Flaig
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,95

9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen hoch interessant, 12. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Weltgeschichte der Sklaverei (Taschenbuch)
Diese Rezension beruht auf der e r s t e n Auflage dieses Buches, das ein bedeutendes Thema der Weltgeschichte behandelt, mit dem wir uns in jüngster Zeit auch selbst wieder auseinandersetzen müssen. Und der Autor geht sehr kritisch auf aktuelle Problemstellungen ein. Egon Flaig beschränkt sich nicht darauf, seine Untersuchungen in der stillen Gelehrtenstube durchzuführen - er mischt sich in aktuelle politische Diskussionen ein und bezieht eindeutig Position. Eine Haltung, die nicht sehr viele Historiker zeigen.
Stilistisch sicher und fachlich sehr versiert breitet der Autor die Geschichte der Sklaverei vor dem Leser aus. Der erfährt Details über die Sklaverei der athenischen Demokratie oder über die phönizische Sklaverei, die oft der historischen Aufmerksamkeit entgeht. Natürlich wird auch das antike Rom ausführlich behandelt.
Das war der Schulstoff - dann stellt Flaig die islamische Welt vor - das größte und langlebigste sklavistische System der Weltgeschichte. Das islamische Weltreich basierte auf einer extensiven Nutzung von Sklavenarbeit, ständig mussten neue Sklaven erworben werden. Die muslimische Produktion war viel stärker auf Sklavenarbeit ausgerichtet als die antike Wirtschaft. Erste Zuckerrohrplantagen gab es im Zweistromland bereits im 6. Jahrhundert. Für diese war ein ständiger Zustrom an Sklaven notwendig.
Nebenbei erfährt man die Bedeutung des Namens Hindukusch für das Gebirge, über welches indische Menschen, die von afghanischen Militäreinheiten gefangen wurden, in die Sklaverei nach Turkestan und Usbekistan verkauft wurden. Hindukusch bedeutet Hindu-Tod.
Die Bedeutung Schwarzafrikas als Sklavenreservoir ist bereits für das 7. Jahrhundert nachgewiesen, der Sudan und Ostafrika spielten eine große Rolle für die islamischen Sklavenmärkte.
Flaig berichtet auch über den größten Sklavenaufstand der Weltgeschichte - den Zanj-Aufstand 869-883 im Irak. Nach dem Sieg der Aufständischen wurden die Besiegten zu Sklaven und die siegreichen Sklaven zu Sklavenhaltern!
Der Autor schildert die Situation Schwarzafrikas als ständiges Sklavenjagdgebiet (Lieferzone) seit Jahrhunderten, insofern waren dort natürlich keine staatlichen Entwicklungen möglich wie in Europa, da es zu ständigen Sklavenjagden in allen Gebieten kam. Der Autor spricht von demographischen Entleerungen (S. 147). Insgesamt sind mehr subsaharische Afrikaner in die Kernländer des Islam verschleppt worden als über den Atlantik.
Eine andere Rolle spielte Europa, das zwar im frühen Mittelalter schon als Durchzugsgebiet für Sklaventransporte diente, zum Teil auch als Lieferzone: die Wikinger versklavten die Besiegten, die Ungarneinfälle dienten auch der Sklavenjagd. Durch die politische Stabilisierung im 10. Jh. konnte sich Europa gegen die islamische Invasion stärken und wurde so nicht zu einer Lieferzone wie Afrika.
Eine besondere Rolle spielte Amerika. Nicht die Spanier brachten die Sklaverei dorthin, beispielsweise hatten auch die Azteken Sklaven. Die nach Amerika verschifften schwarzen Sklaven wurden nicht von europäischen Sklavenjägern gefangen, sondern von Afrikanern. Diese Afrikaner verkauften die Sklaven in Afrika an die Europäer und bestimmten Preise und Bedingungen!
Amerika gilt als Sonderfall, weil die europäischen Staaten, die in Europa keine Sklaverei ausübten, in Amerika darauf ihre Wirtschaft aufbauten. Der Autor geht auf Debatten zur transatlantischen Sklaverei ein. Und er behauptet, dass der Abolitionismus allein auf die Aktivitäten protestantischer Minoritäten zurückzuführen sei (S. 200) und negiert jegliches ökonomisches Interesse bei dieser Frage. Aber lässt sich der Amerikanische Bürgerkrieg allein als Krieg zur Befreiung Anderer erklären? Ohne jegliche politische und ökonomische Interessen? Hier besteht noch Diskussionsbedarf, ebenso wie bei der Darstellung der Kolonialmächte Frankreich und Großbritannien: Flaig stellt diese als Befreier Afrikas von der Sklaverei dar: "...schuldete sich dem politischen Willen, zugunsten eines universalen Prinzips zu intervenieren." (S. 211). Das würde heißen, die Kolonisierung der Engländer und Franzosen erfolgte nur, weil man so gut war und die Sklaverei abschaffen wollte! So sind dann die antikolonialen Befreiungskriege gegen die Europäer durch die moslemischen Warlords, die sich ihre wichtigste soziale Institution nicht zerstören lassen wollten, ganz anders zu bewerten als bisher? Laut Flaig hat der Kolonialismus Afrika neue Wege aufgezeigt und die Sklaverei beendet (S. 214). Das ist sicher ein wichtiger Aspekt, aber die Kolonialisierung auf diesen einen Aspekt zu fokussieren ist nicht legitim!
Positiv kann man Flaigs kritische Betrachtungen zur heutigen Zeit werten. So kritisiert er, dass zum Beispiel mit einem Denkmal in Wydah (Benin) nur der nach Amerika verschleppten Sklaven gedacht wird und nicht der zahlenmäßig stärkeren Gruppe, die in die islamische Welt verkauft wurde. Auch begründet Flaig, warum beispielsweise der Sudan nicht Reparationen vom Westen verlangen darf - dann dürfte auch Indien Forderungen an Afghanistan stellen usw. Allerdings werden diese Aspekte nur angerissen und hätten eine umfangreichere Bewertung verdient gehabt.
Wie aktuell die Problematik heute ist, zeigen die Warlords in Afrika, die Kindersklaven in den Krieg schicken.
Fakt ist, dass sich über so einige Stellen in diesem Buch heftig diskutieren lässt, man wird nicht immer derselben Meinung sein wie der Autor. Aber das ist ganz gut so, immerhin bietet Flaig eine Menge Ansatzpunkte, um einmal selbst über dieses Thema nachzudenken.


Goalzero Lautprecher Rock-Out Speakers, grün, 90401
Goalzero Lautprecher Rock-Out Speakers, grün, 90401
Preis: EUR 26,98

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen cooles Gerät, 26. Mai 2013
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Das ist ein handlicher LAutsprecher für unterwegs, sehr leicht, vielleicht ein wenig zu breit. Es handelt sich um einen einzelnen Lautsprecher, nicht um zwei, wie auf der Abbildung zum Produkt suggeriert wird.
Der Lautsprecher ist ummantelt, kann also auch mal tiefer fallen, es macht nichts. Zudem gibt es eine Reißverschlusstasche, so kann man sein Handy oder den MP3-Player dort in das Netz einlegen, per Klinkenstecker verbinden, Reißverschluss zu und los gehts.
Was man wissen sollte: für den mobilen Betrieb muss der LAutsprecher erst per USB aufgeladen werden, das Kabel gehört zur Ausstattung dazu. Innen ist der Ein-/Ausschalter, das Gerät muss also immer erst geöffnet und eingeschaltet werden. Nachteilig könnte sein, dass es keine LAutstärkeregelung gibt. Also muss die Lautstärke immer an den angeschlossenen Geräten geregelt werden.
Der Lautsprecher macht sich auch sehr gut am Laptop! Dazu muss man ihn nicht vorher aufladen. Und der Sound ist dann auf jeden Fall auch viel besser als mit den im Laptop integrierten Speakern! Da sich soundmäßig nichts regeln lässt, klingt die Musik aus dem "Rock-Out Speaker" so wie die Qualität der Aufnahme ist - nachregeln ist nur am Ausgangsgerät möglich. Wenn natürlich dieses in der Innentasche des Speakers steckt ist es umständlich, man muss es also vorher regulieren und dann hängt der Speaker dank der integrierten Bändchen am Rucksack, am Zelt, am Baum oder wo auch immer und gibt einen verhältnismäßig guten Sound aus!
Kleiner Nachteil: der Anschluss mit dem Klinkenstecker ist sehr kurz.
Alles in allem aber eine nützliche Anschaffung, vor allem für unterwegs.


Delgado der Apache
Delgado der Apache
von Werner J. Egli
  Gebundene Ausgabe

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen spannender Western, 5. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Delgado der Apache (Gebundene Ausgabe)
Es gibt sie noch, die guten Western-Geschichten. Allerdings muss man heute schon danach suchen, während sie vor einigen Jahrzehnten noch in den Buchhandlungen und Zeitungskiosken großflächig präsentiert wurden.
Der Roman "Delgado der Apache" erschien bereits 1978 im Pabel-Verlag und wurde vom Autor überarbeitet.
Es ist die Geschichte eines jungen Apachen, eines Sohnes von Mangas Coloradas.
Delgado wird eines Tages von einem Trupp der sogenannten Yavapai-Ranger gefangen genommen. Diese zogen aus der neu gegründeten amerikanischen Stadt Prescott durch das Umland, um Apachen zu töten. Es handelte sich um eine Söldner-Truppe, die regelrechte Jagden auf die Apachen unternahm und dabei keinerlei Unterschied zwischen Kriegern, Frauen und Kindern
machte. Der Titelheld wird von der Truppe in die Stadt verschleppt, weil man ihn dort "vorführen" will. Damit
sollen die Bürger der Stadt überzeugt werden, der Söld ner-Truppe mehr Geld für ihren privaten Feldzug zur Verfügung zu stellen.
Letzten Endes gelingt dem Apachen die Flucht. Dabei frage ich mich jedoch, wie stark die Konstitution
des jungen Kriegers sein muss, der mehrfach zusammengeschlagen wurde und dann nach seiner Auspeitschung noch die Kraft findet, sich in die Freiheit zu graben und einen kilometerweiten Fußmarsch in die Freiheit anzutreten. Diese Freiheit währt jedoch nur sehr kurz,denn Delgado wird verfolgt. Anhand dieses Einzelschicksals zeigt Egli, wie die Apachen von Bürgerwehren und der amerikanischen Armee massakriert worden sind. Dabei macht er deutlich, dass Menschlichkeit keinen Platz findet, wenn Soldaten oder bewaffnete Bürgerwehren die Interessen einer mächtigen Gruppierung vertreten.
Das war damals so und das ist auch heute noch so.
Eglis spannender Western ist eine Lektüre, die zwar viele Klischees bedient, aber auch viel Spannung bietet und
dem Kampf der Apachen ein Denkmal setzt.
Und - der Verlag beginnt mit diesem Roman eine neue Reihe: der Western-Roman feiert in dieser "Arizona-Legenden" genannten Serie seine Auferstehung. Neben Alfred Wallons "Keine Chance für Chato" (eine völlige Neubearbeitung seines 2006 erschienenen gleichnamigen Buches) wird von Mark L. Wood (ein Pseudonym für Thomas Jeier) "Die Gefangene der Apachen" erscheinen.
Wer jetzt also beginnt, sich diese Bücher zu kaufen, wird bald eine ansehnliche Sammlung sein Eigen nennen können. Spannende Unterhaltung ist auf jeden Fall garantiert.
Übrigens - der Verlag will die Reihe nun in einem ansprechenden Outfit präsentieren, das sich an die bekannten Groschenromane anlehnt, als Taschenbuch aber durchaus das Zeug zum Sammlerobjekt hat. Und – der Verlag publiziert die Reihe auch als einmalige Sammleredition, es wird keine Nachauflagen geben. Man darf gespannt sein, wie sich dieses Konzept durchsetzt. Potential für einen großen Wurf ist durchaus vorhanden.


Geschichte der USA
Geschichte der USA
von Alexander Emmerich
  Broschiert
Preis: EUR 19,95

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen sehr gelungene Darstellung, 21. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Geschichte der USA (Broschiert)
Die Geschichte der USA aus der Reihe THEISS WISSENKOMPAKT wurde jetzt in einer aktualisierten Auflage auf den Markt gebracht. Der sehr gelungene Band wurde aktualisiert, um auch die Ereignisse der letzten Jahre (die Erstauflage erschien 2008) zu berücksichtigen. Inhaltlich wurde ansonsten keine Veränderung vorgenommen – das war aufgrund der Qualität des Buches auch gar nicht notwendig. Denn mit Emmerichs Buch hat der THEISS Verlag einen Bestseller am Laufen, der auch die nächsten Jahre noch verkauft werden dürfte.

Der Autor Alexander Emmerich hat in Amerikanischer Geschichte promoviert. Er beschreibt auf knapp 186 Seiten die Entstehung der heutigen Supermacht USA von den Anfängen bis zur Präsidentschaftswahl 2012. Aktueller kann man so ein Buch nicht publizieren.
Insgesamt besticht der Text vor allem durch deutliche Wertungen. Emmerich beschränkt sich nicht allein darauf, eine historische Entwicklung zu skizzieren, sondern er präsentiert dem Leser auch seine persönliche Bewertung von bestimmten Ereignissen. Somit bietet das Buch nicht nur vom Umfang sondern auch vom Inhalt her weit mehr als ein umfangreicher Lexikonartikel.
Zusätzlich zum Text gibt es einige Doppelseiten (manchmal auch einzelne Seiten), die bestimmte Ereignisse etwas ausführlicher erläutern. Die Auswahl zeugt von Sachverstand, geben diese besonderen Darstellungen dem Leser doch einiges an zusätzlichem Wissen mit auf den Weg. So werden das politische System der USA ebenso behandelt wie die Wagentrecks nach Westen, die Abolitionisten, der Ku-Klux-Klan, das Empire State Building oder das American Indian Movement (AIM). Innerhalb des Textes finden sich außerdem noch zusätzliche Informationskästen, die, farblich abgehoben, Begriffe erläutern oder Personen vorstellen. So erfährt der Leser mehr über Manifest Destiny, General Steuben, die Prohibition oder Hillary Clinton.
Ein abschließendes Kapitel befasst sich dann mit einigen Begriffen, die „typisch amerikanisch“ sind: Freiheit, Puritanismus, The American Dream, Frontier, Melting Pot – und Hollywood.
Das Kapitel über die Präsidentschaft Obamas wurde um zwei Seiten erweitert. In Ergänzung zur Erstauflage gibt es nun auch noch ein zusätzliches Kapitel über die Nationalparks der USA. Eine Entscheidung, die man an dieser Stelle einmal loben sollte.
Die Liste der weiterführenden Literatur wurde um aktuelle Titel ergänzt, was deutlich macht, dass sich der Verlag hier sehr bemüht hat. Die Übersicht der Präsidenten der USA wurde natürlich um einen Präsidenten erweitert, um Barack Obama. Auch hier ist nunmehr Aktualität gegeben.
Neu ist das Register für Orte, Sachbegriffe und Personen. Damit wird die Suche nach bestimmten Fakten erleichtert.
Das Buch hat das Zeug zum Klassiker, muss eigentlich nur alle 4 Jahre, nach der jeweiligen Präsidentenwahl, aktualisiert werden. Ansonsten kann man dieses Buch jedem empfehlen, der sich mit der Geschichte der USA befassen möchte und kaum Vorwissen mitbringt. Für Leser, die sich bereits länger mit dem Thema befassen, ist das Buch jedoch aufgrund seines Inhaltes ebenso zu empfehlen, birgt es doch genug Material, um über bestimmte Ereignisse nachzudenken.


Kreative und Innovative Methoden im Geschichtsunterricht: Geschichtsunterricht einmal anders
Kreative und Innovative Methoden im Geschichtsunterricht: Geschichtsunterricht einmal anders
von Birgit Wenzel
  Broschiert
Preis: EUR 14,80

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen viele Ideen, 16. April 2013
Birgit Wenzel hat selbst als Geschichtslehrerin gearbeitet, lehrt mittlerweile als Gastprofessorin an der TU Berlin. Auf wenigen Seiten erläutert sie, was Methoden sind und wozu diese eigentlich gut sein sollen. Da sie selbst die Erfahrung gemacht hat, dass gerade das Fach Geschichte selten zu den Lieblingsfächern der Schüler gehört, weiß sie um die Notwendigkeit, im Unterricht positive Emotionen hervorzurufen, um Wissbegierde und Begeisterung hervorzurufen oder aufrechtzuerhalten.
Danach folgt ein tabellarischer Überblick über die im Buch vorgestellten Methoden. Dabei werden für diese noch die Sozialformen, die didaktischen Funktionen, die notwendige Zeit und der Aufwand sowie dafür geeignete Themen aufgelistet. In der Tabelle sind diese 38 Methoden ebenso wie in der folgenden Aufstellung alphabetisch geordnet.
Danach gibt es eine umfangreiche Erläuterung, worauf bei der Vorstellung der Methoden eingegangen wird. Dabei handelt es sich um die Ziele, Beschreibung und Durchführung, Hinweise, Vorbereitung, Hinweise zum Materialaufwand, Sozialformen, Zeitaufwand, geeignete Themen, Beispiele, Lernchancen und Stärken der Methode ebenso wie Risiken und Schwächen, Aktivitätsanteile, Motivation, Kompetenzbezug, fachdidaktische Prinzipien, Hinweise für Weiterarbeit, Variationen und zusätzliche Informationen.
Auf knapp 200 Seiten werden dann die einzelnen Methoden ausführlich erläutert. Ab und an gibt es zum besseren Verständnis auch einmal eine Abbildung. Aber sämtliche Materialien muss sich der Interessent dann schon selbst erarbeiten. Wer eine perfekte und vollständige Kopiervorlage für eine Unterrichtsstunde erwartet, der sollte die Finger von dem Buch lassen. Wer auf der Suche nach abwechslungsreichen Ideen ist, wird in diesem Buch auf jeden Fall fündig. Die vorgestellten Beispiele sind auch in der Praxis erprobt. Und mit ein wenig Phantasie lassen sich viele geeignete Variationen finden.
Das Buch ist auf jeden Fall eine große Fundgrube für Ideen.


Gelungene Einstiege: Voraussetzung für erfolgreiche Geschichtsstunden
Gelungene Einstiege: Voraussetzung für erfolgreiche Geschichtsstunden
von Gerhard Schneider
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,80

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen hilfreich, 16. April 2013
Schneiders Buch erschien bereits 1998 und liegt hier in der 6. Auflage vor. Zwischendurch gab es aufgrund von Reaktionen der zahlreichen Nutzer eine Erweiterung, so dass mittlerweile der Umfang des Buches noch etwas größer geworden ist.
Wer schon einmal vor einer Klasse gestanden hat oder wer gebeten wird, vor einem Laienpublikum einen Vortrag zu halten, der sieht sich immer wieder mit der Fragestellung konfrontiert: Wie fange ich eigentlich an? Dass die Einstiegsphase für einen gelungenen Unterricht große Bedeutung besitzt, ist mittlerweile eine anerkannte Tatsache. Schneider, der Didaktik der Geschichte an der Pädagogischen Hochschule Freiburg lehrt, kann aus einem umfangreichen Fundus schöpfen. Die von ihm vorgestellten Einstiege haben seine Studenten auch in der Praxis ausprobiert, sie sind also auf jeden Fall praxistauglich.
Bevor der Autor aber seine praktischen Beispiele präsentiert, erläutert er die theoretischen Voraussetzungen für diese. Dabei macht er klar, was Einstiege seiner Meinung nach leisten sollen. Dem interessierten Leser wird dabei ein Grundgerüst für die intensive Beschäftigung mit dem Thema gegeben. Auf den folgenden knapp 140 Seiten präsentiert Schneider dann seine Praxisbeispiele. Dabei gibt es Einstiege zur Festigung des Gelernten, eine Provokation als Einstieg, Brainstorming, aktuelle Ereignisse, spielerische Formen, eine Phantasiereise oder ein Interview, um nur einige Beispiele zu nennen.
Für jeden speziellen Einstieg zeigt der Autor dann ein Beispiel auf. Das bedeutet natürlich, dass man sich als Geschichtslehrer nicht einfach mit dem Buch hinsetzt und für seine bevorstehende Stunde mal schnell den richtigen Einstieg abschreibt. So zeigt das Beispiel für die Wiederholung anhand der Eroberung des Aztekenreiches, wie so eine Wiederholung am Beginn einer Stunde aussehen kann. Hat man ein anderes Thema geplant, muss man sich natürlich selbst Gedanken für die inhaltliche Gestaltung des dafür notwendigen Einstiegs machen. Für einen halbwegs gebildeten Menschen ist das natürlich kein Problem.
Zum besseren Verständnis gibt es dazu eine Vielzahl von Abbildungen, Karten, Diagrammen. Wer dann gerade das vorgestellte Thema behandeln möchte ist also für diesen speziellen Fall gut informiert. Aber natürlich bietet das Buch keine reproduktionsfähigen Unterrichtsvorbereitungen, sondern ausschließlich Ideen. Von diesen jedoch eine ganze Menge! Und – am Ende des Buches gibt es einen Index der Themenbeispiele. Für eine gezielte Vorbereitung ist das natürlich sehr hilfreich.
Das Buch ist nicht nur für Berufsanfänger geeignet, auch wer schon lange Jahre unterrichtet findet bestimmt die eine oder andere Anregung. Denn wer will schon jedes Jahr das Gleiche machen? Man darf als Leser natürlich kein „Handbuch des perfekten Einstiegs“ erwarten. Das Buch ist eine Sammlung von Beispielen, die helfen sollen, eigene Ideen zu finden und Anregungen bieten. Natürlich kennt jeder Geschichtslehrer eine Vielzahl der vorgestellten Methoden: Nutzung von Bildern, Texten, Brainstorming etc. Aber Schneider behauptet auch nicht, das Fahrrad neu erfunden zu haben. Seine Beispielsammlung ist als Hilfe und Anregung gedacht. Wer meint, dass er selbst genug Ideen hat, muss das Buch nicht kaufen, wer Anregungen haben möchte, dem wird hier einiges davon geboten.


Die Geschichte der Amistad: Sklavenhandel und Menschenschmuggel auf dem Atlantik im 19. Jahrhundert
Die Geschichte der Amistad: Sklavenhandel und Menschenschmuggel auf dem Atlantik im 19. Jahrhundert
von Michael Zeuske
  Taschenbuch
Preis: EUR 11,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen mehr Sklavereigeschichte alsGeschichte der Amistad, 16. April 2013
Zeuske, dessen seit einiger Zeit angekündigte Globalgeschichte der Sklaverei schon mit Spannung erwartet wird, bietet mit der „Geschichte der Amistad“ schon einen kleinen Vorgeschmack auf diese Globalgeschichte. Denn im Grunde genommen ist der Titel des Buches ein wenig irreführend, geht es doch eigentlich nicht „nur“ um die Amistad, sondern vor allem um das atlantische Sklavereisystem des 19. Jahrhunderts. Am Einzelfall des Schoners Amistad zeigt Zeuske, dass die Sklaverei, obwohl zu dieser Zeit schon längst offiziell abgeschafft, immer noch als ein Gewinn bringendes Geschäft florierte.
So präsentiert Zeuske dem Leser nicht „die“ Geschichte der Amistad, sondern eine äußerst spannende Geschichte der Entwicklung des Kapitalismus, eines Kapitalismus menschlicher Körper (S. 39).
Interessant ist dabei auch die Vorgeschichte, denn der Verfasser erläutert, wie er zusammen mit Kollegen im Archiv auf die Spuren der Amistad stieß. Hier wird deutlich, dass Historiker nicht nur in verstaubten Akten wühlen, sondern dass sie durchaus auch kriminalistischen Ehrgeiz zeigen müssen, um eine gewonnene Spur weiter zu verfolgen und um irgendwann zu einem verwertbaren Ergebnis zu kommen. Nicht nur für den Laien dürfte die von Zeuske vorgestellte Spurensuche durchaus sehr spannend sein.
Im weiteren Verlauf verweist Zeuske auf die Rolle Kubas als wirtschaftliche Macht in der Karibik und zeigt, welche Rolle die afrikanischen Sklaven dabei gespielt haben. Deren Wege werden nach Senegambien, zur Gold- und Sklavenküste und nach Biafra zurückverfolgt.
Dass es ein dicht gewebtes Netzwerk gegeben hat, in dem bereits damals Kreditgeber eine wichtige Rolle für die wirtschaftliche Entwicklung spielten, wird deutlich herausgestellt. Und auch wenn der Menschenschmuggel dann doch ein Ende fand: die Strukturen, die vorab entwickelt wurden, verhalfen der neuen Wirtschaftsordnung zu einem weltweiten Erfolg.


Auf den Spuren der Irokesen
Auf den Spuren der Irokesen
von Bonn Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland GmbH
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 69,00

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen grandios, 16. April 2013
Mit Beginn der großen Irokesen-Ausstellung in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland erschien der Katalog mit 264 Seiten.
Gleich vorweg sei gesagt, dass es sich hierbei um eine hervorragende Überblicksdarstellung eines der bekanntesten Indianervölker handelt. Mit Hilfe eines internationalen Autorenteams hat die Kuratorin der Ausstellung erreicht, dass der Katalog einen Überblick über das gegenwärtige Wissen zu den Irokesen bietet.
Zwei große Komplexe gliedern den Katalog: „Auf den Spuren der Irokesen“ und „Spurensuche durch die Jahrhunderte“. Wobei im zweiten Teil auch der umfangreiche Bildteil untergebracht wurde. Allerdings nicht wie bei anderen Ausstellungskatalogen als umfangreicher Anhang, sondern eingebunden in den Textteil, wobei sich die einzelnen Abbildungen immer auf einen gewissen Abschnitt der Texte beziehen. Diese sind anhand der Ausstellungskonzeption gegliedert.
Im ersten Teil wird der Leser mit verschiedenen Sichtweisen auf das Leben und die Geschichte der Irokesen bekannt gemacht. Besonders interessant ist dabei der Beitrag von Georges E. P. Sioui. Dieser ist selbst ein Native (Hurone) und obwohl sein Beitrag bereits 2008 publiziert wurde, kann seine Theorie zur Kriegsführung der Irokesen hier auch einem großen Publikum präsentiert werden, das nicht nur aus Fachleuten besteht. Denn Sioui meint, dass die Kriege der Irokesen im Gegensatz zu den europäischen Kriegen nicht auf Gewinn ausgerichtet waren. Damit widerspricht er der bisherigen Darstellungen der Irokesen als blutrünstige und gewalttätige Krieger.
Auch die anderen Beiträge machen zum Teil sehr deutlich, dass die bisherige Geschichtsschreibung sich sehr eng an die schriftlichen Aufzeichnungen der französischen und anderer europäischer Eroberer gehalten hat – und diese hatten durchaus ein Interesse daran, ihre oft inhumanen Aktionen gegen die Irokesen zu rechtfertigen. Da kam deren Darstellung als blutrünstige Verbrecher gerade recht.
Der umfangreiche Bildteil rechtfertigt den hohen Preis des Katalogs. Für diese Ausstellung wurden erstmals Exponate aus aller Welt zusammengetragen, wodurch die Ausstellung in Bonn (und danach in Berlin) die bisher umfangreichste weltweit sein dürfte. Museen und Sammler aus den USA, Kanada, Russland, Frankreich und Deutschland haben ihre Exponate zur Verfügung gestellt. Dabei reicht deren Palette bis in die Gegenwart.
Der Katalog zeigt bis auf wenige Ausnahmen alle Exponate. Dadurch erhält jeder Interessent die Möglichkeit, sich auch Sammlungsstücke aus Museen anzusehen, die er bisher nicht besuchen konnte oder wo die Exponate im Magazin verwahrt wurden.
Aufgrund seiner Aktualität und des umfangreichen Katalogteils, in dem die Exponate auch erläutert werden, ist dieser Katalog ein Muss für jeden, der sich für die nordamerikanischen Indianer interessiert.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 17, 2013 10:21 PM MEST


Graben für Germanien: Archäologie unterm Hakenkreuz
Graben für Germanien: Archäologie unterm Hakenkreuz
von Focke-Museum
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 29,95

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen gelungene Darstellung, 3. April 2013
Im Focke-Museum, dem Bremer Landesmuseum für Kunst- und Kulturgeschichte, findet noch bis zum 8. September 2013 die Ausstellung „Graben für Germanien – Archäologie unterm Hakenkreuz“ statt. Die begleitende Publikation macht den Leser mit vielen Aspekten der archäologischen Forschung in Deutschland bekannt. Ganz deutlich wird dabei, wie schnell und zum Teil gewissenlos sich Wissenschaftler und Laienforscher in den Dienst der nationalsozialistischen Ideologie stellten. Die Autoren zeigen deutlich, dass sich viele Archäologen nicht unter Zwang an den geförderten Ausgrabungen zur germanischen Forschung beteiligten. Viele sahen mit den veränderten Bedingungen unter den Nationalsozialisten paradiesischen Zeiten entgegen. Denn eine Wissenschaft, die bis dahin kaum Entfaltungsmöglichkeiten hatte, wurde nun immens gefördert. An den deutschen Universitäten wurden neue Lehrstühle eingerichtet, Archäologie in Deutschland wurde aus der Bedeutungslosigkeit hervorgeholt. Natürlich geschah dies alles nicht zum Selbstzweck, denn für die Propagierung eines neuen Germanenbildes mussten auch wissenschaftliche Grundlagen präsentiert werden. Leider stellten sich viele Wissenschaftler in den Dienst der Nazis. Ihnen ging es nicht um die Bestätigung der Nazi-Ideologie, sondern um ihre ganz persönliche Karriere. Deshalb ist es gut, dass im Buch die Karrieren einiger dieser Wissenschaftler auch für die Zeit nach dem Krieg aufgezeigt werden. Denn wer sich fragt, warum die Nationalsozialisten so große Unterstützung in der gesamten Bevölkerung fanden, der findet hier eine von vielen Antworten.
Ein extra Kapitel ist der Thematik Archäologie in eroberten Gebieten gewidmet. An ausgewählten Beispielen zeigen die Autoren wie die Archäologen den Truppen folgten und in den eroberten Gebieten Forschungen zur Germanenkunde betrieben, quasi um zu beweisen, dass die Eroberung ja keine war, weil die Germanen schon früher dort gelebt hätten. Hier stand die Wissenschaft ganz klar im Dienst der Politik – nicht umsonst war Heinrich Himmler einer der größten Förderer archäologischer Ausgrabungen.
Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass es auch außerhalb Europas Forschungen gab, die von den Nationalsozialisten unterstützt wurden. Beispielsweise die deutsche Amazonas-Expedition 1935. Allerdings ging es dabei nicht um die Erforschung germanischer Wurzeln, weshalb dieses Kapitel deutscher Forschung im Buch keine Berücksichtigung findet.
Die Publikation ist nicht nur ein hochinteressanter Lesestoff, sie bietet auch eine Vielzahl von sorgfältig ausgewählten Illustrationen. Sie ist damit ein hervorragender Begleiter für eine äußerst interessante Ausstellung. Am Ende des Buches findet sich ein imaginärer Rundgang durch dieselbe. Aber auch unabhängig von der Exposition in Bremen bietet das Buch genügend Material, um sich ausführlich mit dem Thema zu beschäftigen. Am Ende weiß man auf jeden Fall, dass es „die Germanen“ nicht gibt und dass Geschichte problemlos von der Politik vereinnahmt wird, wenn die Menschen dabei mitspielen.


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