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Mario Koch (Rogeez)
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Bildband Highlights Brasilien: Mit Zielen wie dem Amazonas, den Iguazu-Fällen, dem Karneval von Rio, den Strandparadiesen von Bahia und den kolonialen ... Die 50 Ziele, die Sie gesehen haben sollten
Bildband Highlights Brasilien: Mit Zielen wie dem Amazonas, den Iguazu-Fällen, dem Karneval von Rio, den Strandparadiesen von Bahia und den kolonialen ... Die 50 Ziele, die Sie gesehen haben sollten
von Gregor Rabe
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 25,99

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen vielfältiger Überblick, 27. Oktober 2013
Brasilien boomt zur Zeit. Es war Thema auf der Frankfurter Buchmesse und wird bald Gastgeber für die Fußballweltmeisterschaften und dann für die Olympischen Spiele sein. Bruckmann stellt in bewährter Weise dieses wunderschöne Land mit seinen sympathischen Menschen vor: eine Karte, Hunderte wunderschöner Bilder und erläuternde Texte machen den Leser mit einem Land bekannt, das mehr zu bieten hat als Karneval, Fußballstadien, Zuckerhut und Copacabana.
Der reich bebilderte Band, zu dem diesmal vier Fotografen beigetragen haben (Gregor Rabe, Ahmed El-Salamouny, Holger Leue, Ingolf Pompe) stellt das Land in fünf großen Kapiteln vor: Rio, Sao Paulo und der Südosten; der Süden, der Amazonas und der Norden, der Nordosten; der Mittelwesten.
Die Texte wurden von Gregor Rabe verfasst, der Brasilien seit mehr als zehn Jahren regelmäßig bereist und das Land sehr gut kennt. Diese Kenntnis ist den Texten auch anzumerken. Dem Leser erschließt sich ein riesiges Land mit vielen interessanten Orten, von denen man vielleicht schon einmal gehört hat, die aber selten so versiert beschrieben worden sind. Wer also einen Besuch Brasiliens plant, der kommt an diesem Buch als Reisevorbereitung kaum vorbei. Dazu dienen dann auch zusätzliche Hinweise in den einzelnen Kapiteln, die auf Internet-Seiten verweisen, auf denen man sich weitere Informationen aufrufen kann. Der Vorteil des Buches ist seine Vielfalt. Statt auf einzelne Highlights einzugehen, bietet der Band immerhin 50 davon und damit schon mehr interessante Orte, als ein Reisender in seiner Urlaubszeit besuchen kann. So hat der Leser bereits vorab die Qual der Wahl – und die wird nach Durchsicht des schön aufgemachten Bandes nicht unbedingt leichter.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 4, 2013 8:11 PM CET


Handbuch Geschichte der Sklaverei: Eine Globalgeschichte von den Anfängen bis zur Gegenwart
Handbuch Geschichte der Sklaverei: Eine Globalgeschichte von den Anfängen bis zur Gegenwart
von Michael Zeuske
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 129,95

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen umfangreich, inhaltsschwer und innovativ, 27. Oktober 2013
Nach seinem richtungsweisenden Buch „Schwarze Karibik“ legt Zeuske nach jahrelanger Forschungsarbeit nun einen Gesamtüberblick über die Sklaverei vor. Ein Handbuch ist immer ein Wagnis, weil am Ende meist jemand etwas finden wird, was fehlt. Umso mehr ist Zeuskes Engagement zu werten, der in den letzten Jahren zu einer Neubewertung der Sklaverei gekommen ist.
Seit etwa 20 Jahren forscht der Autor zur Sklavereigeschichte, wobei er mit mikrohistorischen Forschungen begann und diese später zu einer Weltgeschichte erweitern wollte. Aber sein erstes Manuskript musste er verwerfen – es war schlicht viel zu umfangreich und dabei noch unvollständig.
Nunmehr liegt die Globalgeschichte der Sklaverei in völlig neu konzipierter Form vor: Zeuske löste sich vom räumlichen Organisationsprinzip der Kontinente und präsentiert statt der Sklaverei Europas, Asiens, Afrikas, Amerikas die Sklaverei, bezogen auf die Meere. Auch löst er sich von der Präsentation einer Sklaverei und präsentiert verschiedene Sklavereien und Menschenhandelssysteme. Und – die Globalgeschichte Zeuskes wird aus der Sicht der Sklaven und der Sklavenhändler (und anderer Versklaver wie Händler, Kapitäne usw.) gezeigt und nicht mehr aus der Sicht der Sklavenbesitzer.
Zeuskes Konzept ist das vom menschlichen Körper als Kapital. Und er zeigt, dass es auch heute noch, trotz aller Verbote, mehrere Millionen Sklaven gibt.
Auf knapp 600 Seiten (der „Rest“ bildet den Anhang) gelingt dem Kölner Historiker eine sehr präzise und umfangreiche Darstellung der Geschichte der Sklaverei von den Anfängen bis zum heutigen Tag. Neben historiografischen Aspekten, die zu einem Handbuch gehören, bietet er eine Definition des Begriffs „Sklave“, zeigt Ursachen für die Herausbildung von Sklaverei sowie die Herausbildung unterschiedlicher Sklavereien. Er untersucht die Formen der Versklavung, juristische Aspekte, den Sklavenhandel und transkulturelle Aspekte ebenso wie den Widerstand der Versklavten.
Diese Globalgeschichte ist ein großer Wurf, es ist dem Autor gelungen, einen umfassenden Überblick zu präsentieren, der nahezu alle Aspekte berücksichtigt und sich dabei keinesfalls nur auf die „große“ Sklaverei beschränkt. Mit dem Handbuch krönt Zeuske seine jahrelangen Forschungen und setzt gleichzeitig Maßstäbe für nachfolgende Arbeiten.
Das Buch beinhaltet zudem zahlreiche Bilder, Grafiken und Tabellen. Das sehr umfangreiche Quellen- und Literaturverzeichnis ist leider thematisch geordnet, sodass man manche Titel erst lange suchen muss, wenn man nicht genau weiß, in welcher Rubrik man am besten sucht. Ein Sach-, Personen- und Ortsregister ermöglicht die gezielte Suche nach konkreten Aspekten.


LiteXpress LXL435001 Workx SOS 6 Aluminium-Taschenlampe, 1 Cree Hochleistungs-LED, Lichtleistung bis zu 125 Lumen, stufenlos dimmbar, SOS-Flashing für Notsituationen, Stunden, Leistungsangabe nach ANSI-Standard, schwarz
LiteXpress LXL435001 Workx SOS 6 Aluminium-Taschenlampe, 1 Cree Hochleistungs-LED, Lichtleistung bis zu 125 Lumen, stufenlos dimmbar, SOS-Flashing für Notsituationen, Stunden, Leistungsangabe nach ANSI-Standard, schwarz
Preis: EUR 20,23

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen klein aber Oho, 14. Oktober 2013
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Diese nur 10 Zentimeter lange Taschenlampe ist auch sehr leicht (unter 100 Gramm inklusive Batterie) und liegt aufgrund der geriffelten Oberfläche auf den hinteren zwei Dritteln gut in der Hand. Außerdem kann man noch die mitgelieferte Handschlaufe anbringen, womit sich die Lampe entweder an der Hand oder der Bekleidung befestigen lässt (sofern man sie für outdoor-Einsätze benutzen möchte). Ebenso gut passt die Lampe aber auch in jedes Täschchen. Stören dürfte sie dort wegen ihres geringen Gewichts eigentlich niemanden.
Eine Batterie ist mitgeliefert, sodass man die Lampe sofort benutzen kann. Nur das Entfernen der Blisterpackung war sehr anstrengend. Bei diesen riesigen Verpackungen sei die Frage erlaubt, ob es nur Diebstahlschutz ist, der die Firma zu einer derartigen Umverpackung veranlasst.
Die Lampe selbst funktioniert sehr gut und wirft ein helles Licht. Am hinteren Teil der Lampe ist ein Druckknopf, ebenfalls leicht geriffelt, der gleich drei Funktionen erfüllt:
Einmal länger als 2 Sekunden drücken und loslassen ergibt helles Licht.

Lang anhaltendes Drücken führt zum Abdimmen des Lichts auf bis zu 10 Prozent. Dann muss man aber auch den Knopf loslassen, sonst geht das Leuchten über in ein periodisches Blinken (für Notfälle gedacht, sog. SOS-Flashing). Das Abdimmen ist stufenlos.

Dieses SOS-Flashing erreicht man auch durch kurzes Andrücken des Knopfes - dann leuchtet die Lampe automatisch auf und wird periodisch wieder kurz dunkel.

Nimmt man den Finger vom Knopf bleibt das Licht an - eigentlich logisch aber nicht unbedingt bei allen Lampen noch üblich.

In der mehrsprachigen Bedienungsanleitung werden die drei unterschiedlichen Funktionen zwar erwähnt, aber nicht richtig erklärt. Nach ein paar Übungen hat man den Dreh aber raus.

Fazit: Wer möchte, dass ihm ein Licht aufgeht, der kann ohne gewissensbisse zu dieser Lampe greifen.


Puro Pueblo. Chile 1971-1973
Puro Pueblo. Chile 1971-1973
von John M. Hall (Fotograf)
  Broschiert
Preis: EUR 16,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen beeindruckende Zeitdokumente in schwarz-weiß, 7. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Puro Pueblo. Chile 1971-1973 (Broschiert)
Diese Publikation erschien anlässlich der Ausstellung „Puro Pueblo“ im Willy-Brandt-Haus Berlin. Leider schloss diese Ausstellung bereits am 18. September 2013, so bleibt „nur“ das Buch für einen Blick auf zwei Fotografen, die eine besondere Etappe in der Geschichte Chiles dokumentieren. Von 1971 bis 1973 regierte Allende die chilenische Republik. Seine Regierung wurde am 11. September durch einen Militärputsch gestürzt. Damit begann ein dunkles Kapitel der chilenischen Geschichte. Vom hoffnungsvollen Aufbruch vorher zeugen die Bilder von John Hall, der für die FAO der UNO von 1971 bis 1973 in Chile tätig war und vor allem Bilder des damaligen Lebensgefühls aufnahm.
Michael Ruetz dagegen kam als Fotoreporter des STERN nach Chile und beobachtete den politischen Umschwung. Diese beiden großen Themen werden von den zwei Fotografen auf ihre eigene Art dokumentiert. Hinzu kommen Textbeiträge der beiden Fotografen, die ein besseres Verständnis der Bilder erlauben.
Während bei Hall die Begeisterung für Allende sehr deutlich zu sehen ist, präsentiert das Buch im Gegensatz dazu Bilder von Ruetz über den anscheinend tristen Alltag und das Elend der Arbeiter. Dieser Gegensatz macht den Reiz des Buches aus. Die zahlreichen Fotos werden ganzseitig oder zu viert auf einer Seite präsentiert. Alle sind in schwarz/weiß. Die Bilder von Hall vermitteln ein beeindruckendes Bild vom Lebensgefühl des chilenischen Volkes. Ruetz hingegen zeigt vor allem kritische Ansichten, wozu auch Gegner Allendes gehören. Deutlich zeigt sein Bericht, wie er mit völliger Unkenntnis in Chile ankam und während seiner Aufenthalte schnell lernte, was in diesem Land eigentlich vor sich ging. Wie schnell man jedoch Fakten vergessen kann, zeigt seine Aussage, dass er am Todestag von Allende (11. September) in Berlin an den Weltfestspielen der Jugend und Studenten teilgenommen hätte. Diese dauerten jedoch nur vom 28. Juli bis zum 05. August.
Die gezeigten Bilder vermitteln einen starken Eindruck der Situation zur Zeit Allendes. Wer die Begeisterung in den Gesichtern seiner Anhänger sieht, der wird auch 40 Jahre nach dem Militärputsch begreifen, welche Hoffnungen in diesem Land geweckt worden waren. Das Buch ist nicht nur ein fotografisches Kunstwerk, sondern auch ein Dokument einer hoffnungsvollen Epoche der chilenischen Geschichte.
Ergänzt wird das Buch durch eine kurzes Porträt von Salvador Allende, geschrieben von Gaston Salvatore, der mit Allende verwandt war. Außerdem gibt es einen Überblick über die Auswahl der Ereignisse in Chile von 1951 bis zum 11.09.1973. Das erleichtert das Verständnis auch für Leser, die sich sonst nicht mit der chilenischen Geschichte befassen.


Cartland: Integral 1
Cartland: Integral 1
von Lawrence Harlé
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 36,80

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen alte Geschichten im Sammelband, 7. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Cartland: Integral 1 (Gebundene Ausgabe)
Cartland ist ein Western-Klassiker, der bereits zwischen 1974 und 1995 in 10 einzelnen Bänden erschien. Alles dreht sich um den Trapper Cartland, der entweder allein über die Prärien zieht oder Expeditionen begleitet und Siedler in neue Gebiete führt. Dabei erlebt Cartland nicht nur freudige Momente, er hat ebenso schwere persönliche Schicksalsschläge zu verkraften. Solche Höhen und Tiefen sind im Western-Comic sehr selten. Diese recht realistische Darstellung hat dem Helden viele Fans eingebracht.
Auch das Verhältnis zwischen Weißen und Indianern wird in den Bänden sehr intensiv und relativ realistisch behandelt. Es gibt nicht die reine Gut-und-Böse-Darstellung wie in vielen anderen Veröffentlichungen dieses Genres.
Allerdings kann Cartland seine Entstehungszeit nicht verleugnen. Im hier vorliegenden ersten Band, der die ersten vier Teile der Serie vereint, lassen die grafische Darstellung als auch die textliche Wiedergabe keinen Zweifel an der Entstehungszeit, den 70er Jahren. Das ist aber eine feine Nuance, durch welche die Lektüre erst zum Genuss wird. Wer Freude daran hat, sollte einmal zählen, wie oft der Ausdruck „Blast it!“ (Verdammt nochmal) von Cartland benutzt wird.
Der optische Eindruck ist hervorragend. Das kommt auch durch das opulente Format von 315 mal 225 mm. Dadurch kommen die Zeichnungen natürlich richtig zur Geltung und man muss sich nicht einer Lupe bedienen, um den Text in den Sprechblasen lesen zu können. Das klassische Artwork ist natürlich beeindruckend und man liest die Geschichten um den Trapper mit Vergnügen.
Für den Oktober 2013 ist der zweite Sammelband geplant, der dann die Bände 5 bis 7 umfassen soll. Band 3 wird dann Anfang 2014 erscheinen.
Wer die Bände noch aus Kinderzeiten kennt, der wird sich freuen, dass SPLITTER diese in einer Gesamtausgabe noch einmal veröffentlicht. Für alle anderen ist es eine spannende Entdeckung.


Letzte Mohikaner, Der
Letzte Mohikaner, Der
von James Fenimore Cooper
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,80

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ungewohnt nur auf den ersten Blick, 7. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Letzte Mohikaner, Der (Gebundene Ausgabe)
Der bekannte Roman von Cooper wird hier in einer völlig anderen Form präsentiert: als Bildgeschichte. Aber nicht in der Form, wie man es vielleicht erwartet, mit bunten Bildern, die ans Herz gehen und alles im Roman beschriebene illustrieren. Der französische Zeichner Cromwell geht einen eigenen Weg und fokussiert sich in seiner Darstellung auf einen Erzählstrang. In drei Akten und 14 Kapiteln beschreibt er die berühmte Geschichte mit eindringlichen Bildern. Diese sind nicht etwa wie man es wohl erwartet in schillernden Farben gezeichnet, um dem Leser die schöne Landschaft der Handlung zu präsentieren. In eher düsteren Farben zeichnet Cromwell die bedrückende Atmosphäre der Handlung – die am Ende eine sehr gelungene „Wende“ nimmt und direkten Bezug auf den Beginn der Handlung. Diese künstlerische Freiheit des Zeichners ist gelungen und macht die eigenständige Interpretation der Geschichte deutlich.
Die Texte des Bandes stammen von Catmalou und verstärken die Wirkung der eindrucksvollen Zeichnungen. Hinzu kommen einige eingestreute Zitate aus gänzlich anderen Texten, die jedoch genau passend zur Handlung ausgewählt worden sind und wie gemacht für diesen Band erscheinen.
Es gibt in diesem Buch nicht die charakteristischen Sprechblasen, die Texte sind in die Bilder mit integriert. Manchmal gibt es seitenweise kein einziges Wort zu lesen, dann wirken nur die eindrucksvollen Bilder.
Wer sich darauf einlassen kann, den letzten Mohikaner als eigenständige Comicerzählung zu genießen, die sich zwar dicht am Original bewegt, aber dennoch eine gelungene eigene Arbeit zweier französischer Künstler ist, der wird auf jeden Fall beeindruckt sein. Stilistisch und inhaltlich ist den beiden Franzosen hier ein großer Wurf gelungen. Comics sind nicht nur für Kinder – hier liegt ein anspruchsvolles Graphic Novel vor, das vor allem Erwachsene anspricht.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 15, 2013 6:30 PM CET


Globalgeschichte: Eine Einführung
Globalgeschichte: Eine Einführung
von Sebastian Conrad
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,95

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen eine verständliche und gute Einführung ins Thema, 7. Oktober 2013
Mittlerweile hat sich Globalgeschichte, die in den USA seit 1990 am schnellsten wachsende historische Disziplin (S. 7), weltweit etabliert und kein Wissenschaftler kommt mehr an dem Begriff „global“ vorbei. Warum das so ist und wie sich diese Entwicklung vollzog, zeigt Conrad sehr deutlich. Dabei weist er nach, dass die Erfolgsgeschichte der Globalgeschichte nicht nur politisch gesehen werden kann. Deutlich ist sein Beispiel, in welchem er darauf verweist, dass man sich bisherige historische Literatur wie die Untersuchung eines Fußballspiels vorzustellen hat, bei der nur eine der beiden Mannschaften betrachtet wird und andere Faktoren wie Wetter, Zuschauer usw., außer Acht gelassen werden (S. 26). Globalgeschichte hat mittlerweile auch mit dem weltweiten Internet zu tun, wobei aber auch die Gefahr besteht, dass bestimmte Protagonisten nicht am globalen Geschehen beteiligt werden.
In einem extra Kapitel zur Weltgeschichte legt der Autor dar, wie die Geschichtsschreibung sich entwickelt hat. Weltgeschichte war nicht immer eine Darstellung der gesamten Welt. Und das geflügelte Wort, dass Geschichte immer die Geschichte der Herrschenden ist, kommt nicht von ungefähr. Interessanterweise setzte sich das globalhistorische Paradigma (S. 87) vergleichsweise einfach durch – wenn man bedenkt, welche Richtungskämpfe mitunter in der Geschichtswissenschaft ausgefochten worden sind (man denke nur an die Sozialwissenschaften oder die Genderforschung).
Es gibt mittlerweile auch berechtigte Kritik an der Globalgeschichte. Viele globale Darstellungen stützen sich oft nur auf Sekundärquellen und nutzen kaum Primärquellen. Dieses Dilemma ist aber inzwischen bekannt und die meisten Arbeiten entwickeln ihre Argumente „ebenso empirisch und quellengestützt wie jede andere historische Untersuchung.“ (S. 90)
Zudem besteht die Angst, dass Globalgeschichte zu einer neuen „Form des akademischen Kolonialismus“ werden könnte. Auch diese Position erläutert Conrad verständlich.
Bei aller Begeisterung für eine globalisierte Darstellung der Geschichte sollte aber nicht vergessen werden, dass auch viele lokal begrenzte Ereignisse nicht immer mit Mobilität und Globalisierung erklärbar sind. Oder, wie es Conrad sehr schön ausdrückt: man kann nicht „kontextsensible und kulturgeschichtliche Perspektiven (…) über Bord werfen, wenn konkrete Phänomene an globale Prozesse angeschlossen werden.“ (S. 105) Nicht jede historische Untersuchung kann schließlich ein Überblickswerk sein.
Im letzten Kapitel stellt Conrad dann zehn Bücher vor, an denen sich die Möglichkeiten und die Grenzen von Globalgeschichte zeigen lassen. Diese sehr gute Idee setzt der Autor auch gekonnt um.
Auch wenn Conrads Buch auf den ersten Blick eher wie ein theoretisches Lehrwerk erscheinen mag – auf den knapp 300 Seiten finden sich in gut lesbarer Form auch für den interessierten Laien eine Menge interessanter Denkanstöße. Und gerade das letzte Kapitel ermöglicht einen Versuch, hinter die Kulissen der Geschichtsschreibung zu schauen.
Fazit: Lesenswert!


Rock - Das Gesamtwerk der größten Rock-Acts im Check: alle Alben, alle Songs. Ein eclipsed-Buch.
Rock - Das Gesamtwerk der größten Rock-Acts im Check: alle Alben, alle Songs. Ein eclipsed-Buch.
von Sysyphus Sysyphus Verlags GmbH
  Gebundene Ausgabe

9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen genial zum Schmökern, 27. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
eclipsed ist ja eigentlich eine Rockzeitschrift, die es sich zum Ziel gesetzt hat, die Leute über die Musik der 60er und 70er Jahre zu informieren. Und dann hatte dort jemand die grandiose Idee, einzelne Rubriken, wie sie in der Zeitschrift üblich sind zu einem Buch zu vereinen. Herausgekommen ist ein genialer Überblick über die "gute, alte" Rockmusik.
Akribisch wurde eine Menge Daten erfasst: es gibt eine Einleitung, um den Künstler bzw. die Band vorzustellen. Es gibt eine Übersicht über alle Studioalben, die gleich noch in einem Ranking vorgestellt werden. Fakten zur Band vermitteln auch Wissen, das keiner braucht, das aber jeder Fan parat haben sollte. Alle Studioalben werden einzeln vorgestellt, es gibt eine Menge Info und eine Übersicht über alle enthaltenen Tracks. Außerdem werden Live-Alben vorgestellt, die Top 30 Songs der jeweiligen Band, musikalische Wurzeln, Einflüsse und Tipps, welche Bands man sich noch anhören kann. Wer Hintergrundinfos für verschiedene Versionen von Plattencovern sucht, der wird hier fündig. Zudem gibt es eine komplette Diskographie.
Bei Deep Purple und Yes findet sich auch eine übersichtliche Darstellung über die verschiedneen Besetzungen der Band. Das kann man hier anhand der Platten/CD-Cover nachvollziehen.
Zahlreiche Fotos runden das Ganze ab.
Infos gibt es zu folgenden Bands und Künstlern: David Bowie, Kate Bush, Can, Alice Cooper, Deep Purple, The Doors, Genesis, Jimi Hendrix, Jethro Tull, King Krimson, Kraftwerk, Led Zeppelin, Manfred Mann's Earth Band, Marillion, Pink Floyd, Queen, The Rolling Stones, Rush, Yes, Neil Young.
Ergänzt wird das Buch durch eine Liste von Instrumentenabkürzungen (mit Erläuterung), eine Bibliografie, die nicht nur Bücher sondern auch Internetseiten angibt und einen Überblick über das Team, das dieses hervorragende Buch geschaffen hat.
Auch die Gestaltung des Buches lässt keine Wünsche übrig, man kann stundenlang schmökern und ich habe tatsächlich meine Musiksammlung überprüft (im Ansatz) und kann für einige der Bands definitiv sagen, dass die Angaben im Buch auf alle Fälle stimmen! Da es sich um Teil 1 handelt, kommt hoffentlich bald Band 2, den ich mir auf jeden Fall auch kaufen werde.
Das Buch ist eine absolute Kaufempfehlung!


Weltgeschichte der Sklaverei
Weltgeschichte der Sklaverei
von Egon Flaig
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,95

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen hoch interessant, 12. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Weltgeschichte der Sklaverei (Taschenbuch)
Diese Rezension beruht auf der e r s t e n Auflage dieses Buches, das ein bedeutendes Thema der Weltgeschichte behandelt, mit dem wir uns in jüngster Zeit auch selbst wieder auseinandersetzen müssen. Und der Autor geht sehr kritisch auf aktuelle Problemstellungen ein. Egon Flaig beschränkt sich nicht darauf, seine Untersuchungen in der stillen Gelehrtenstube durchzuführen - er mischt sich in aktuelle politische Diskussionen ein und bezieht eindeutig Position. Eine Haltung, die nicht sehr viele Historiker zeigen.
Stilistisch sicher und fachlich sehr versiert breitet der Autor die Geschichte der Sklaverei vor dem Leser aus. Der erfährt Details über die Sklaverei der athenischen Demokratie oder über die phönizische Sklaverei, die oft der historischen Aufmerksamkeit entgeht. Natürlich wird auch das antike Rom ausführlich behandelt.
Das war der Schulstoff - dann stellt Flaig die islamische Welt vor - das größte und langlebigste sklavistische System der Weltgeschichte. Das islamische Weltreich basierte auf einer extensiven Nutzung von Sklavenarbeit, ständig mussten neue Sklaven erworben werden. Die muslimische Produktion war viel stärker auf Sklavenarbeit ausgerichtet als die antike Wirtschaft. Erste Zuckerrohrplantagen gab es im Zweistromland bereits im 6. Jahrhundert. Für diese war ein ständiger Zustrom an Sklaven notwendig.
Nebenbei erfährt man die Bedeutung des Namens Hindukusch für das Gebirge, über welches indische Menschen, die von afghanischen Militäreinheiten gefangen wurden, in die Sklaverei nach Turkestan und Usbekistan verkauft wurden. Hindukusch bedeutet Hindu-Tod.
Die Bedeutung Schwarzafrikas als Sklavenreservoir ist bereits für das 7. Jahrhundert nachgewiesen, der Sudan und Ostafrika spielten eine große Rolle für die islamischen Sklavenmärkte.
Flaig berichtet auch über den größten Sklavenaufstand der Weltgeschichte - den Zanj-Aufstand 869-883 im Irak. Nach dem Sieg der Aufständischen wurden die Besiegten zu Sklaven und die siegreichen Sklaven zu Sklavenhaltern!
Der Autor schildert die Situation Schwarzafrikas als ständiges Sklavenjagdgebiet (Lieferzone) seit Jahrhunderten, insofern waren dort natürlich keine staatlichen Entwicklungen möglich wie in Europa, da es zu ständigen Sklavenjagden in allen Gebieten kam. Der Autor spricht von demographischen Entleerungen (S. 147). Insgesamt sind mehr subsaharische Afrikaner in die Kernländer des Islam verschleppt worden als über den Atlantik.
Eine andere Rolle spielte Europa, das zwar im frühen Mittelalter schon als Durchzugsgebiet für Sklaventransporte diente, zum Teil auch als Lieferzone: die Wikinger versklavten die Besiegten, die Ungarneinfälle dienten auch der Sklavenjagd. Durch die politische Stabilisierung im 10. Jh. konnte sich Europa gegen die islamische Invasion stärken und wurde so nicht zu einer Lieferzone wie Afrika.
Eine besondere Rolle spielte Amerika. Nicht die Spanier brachten die Sklaverei dorthin, beispielsweise hatten auch die Azteken Sklaven. Die nach Amerika verschifften schwarzen Sklaven wurden nicht von europäischen Sklavenjägern gefangen, sondern von Afrikanern. Diese Afrikaner verkauften die Sklaven in Afrika an die Europäer und bestimmten Preise und Bedingungen!
Amerika gilt als Sonderfall, weil die europäischen Staaten, die in Europa keine Sklaverei ausübten, in Amerika darauf ihre Wirtschaft aufbauten. Der Autor geht auf Debatten zur transatlantischen Sklaverei ein. Und er behauptet, dass der Abolitionismus allein auf die Aktivitäten protestantischer Minoritäten zurückzuführen sei (S. 200) und negiert jegliches ökonomisches Interesse bei dieser Frage. Aber lässt sich der Amerikanische Bürgerkrieg allein als Krieg zur Befreiung Anderer erklären? Ohne jegliche politische und ökonomische Interessen? Hier besteht noch Diskussionsbedarf, ebenso wie bei der Darstellung der Kolonialmächte Frankreich und Großbritannien: Flaig stellt diese als Befreier Afrikas von der Sklaverei dar: "...schuldete sich dem politischen Willen, zugunsten eines universalen Prinzips zu intervenieren." (S. 211). Das würde heißen, die Kolonisierung der Engländer und Franzosen erfolgte nur, weil man so gut war und die Sklaverei abschaffen wollte! So sind dann die antikolonialen Befreiungskriege gegen die Europäer durch die moslemischen Warlords, die sich ihre wichtigste soziale Institution nicht zerstören lassen wollten, ganz anders zu bewerten als bisher? Laut Flaig hat der Kolonialismus Afrika neue Wege aufgezeigt und die Sklaverei beendet (S. 214). Das ist sicher ein wichtiger Aspekt, aber die Kolonialisierung auf diesen einen Aspekt zu fokussieren ist nicht legitim!
Positiv kann man Flaigs kritische Betrachtungen zur heutigen Zeit werten. So kritisiert er, dass zum Beispiel mit einem Denkmal in Wydah (Benin) nur der nach Amerika verschleppten Sklaven gedacht wird und nicht der zahlenmäßig stärkeren Gruppe, die in die islamische Welt verkauft wurde. Auch begründet Flaig, warum beispielsweise der Sudan nicht Reparationen vom Westen verlangen darf - dann dürfte auch Indien Forderungen an Afghanistan stellen usw. Allerdings werden diese Aspekte nur angerissen und hätten eine umfangreichere Bewertung verdient gehabt.
Wie aktuell die Problematik heute ist, zeigen die Warlords in Afrika, die Kindersklaven in den Krieg schicken.
Fakt ist, dass sich über so einige Stellen in diesem Buch heftig diskutieren lässt, man wird nicht immer derselben Meinung sein wie der Autor. Aber das ist ganz gut so, immerhin bietet Flaig eine Menge Ansatzpunkte, um einmal selbst über dieses Thema nachzudenken.


Goalzero Lautprecher Rock-Out Speakers, grün, 90401
Goalzero Lautprecher Rock-Out Speakers, grün, 90401
Wird angeboten von Wufflon
Preis: EUR 19,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen cooles Gerät, 26. Mai 2013
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Das ist ein handlicher LAutsprecher für unterwegs, sehr leicht, vielleicht ein wenig zu breit. Es handelt sich um einen einzelnen Lautsprecher, nicht um zwei, wie auf der Abbildung zum Produkt suggeriert wird.
Der Lautsprecher ist ummantelt, kann also auch mal tiefer fallen, es macht nichts. Zudem gibt es eine Reißverschlusstasche, so kann man sein Handy oder den MP3-Player dort in das Netz einlegen, per Klinkenstecker verbinden, Reißverschluss zu und los gehts.
Was man wissen sollte: für den mobilen Betrieb muss der LAutsprecher erst per USB aufgeladen werden, das Kabel gehört zur Ausstattung dazu. Innen ist der Ein-/Ausschalter, das Gerät muss also immer erst geöffnet und eingeschaltet werden. Nachteilig könnte sein, dass es keine LAutstärkeregelung gibt. Also muss die Lautstärke immer an den angeschlossenen Geräten geregelt werden.
Der Lautsprecher macht sich auch sehr gut am Laptop! Dazu muss man ihn nicht vorher aufladen. Und der Sound ist dann auf jeden Fall auch viel besser als mit den im Laptop integrierten Speakern! Da sich soundmäßig nichts regeln lässt, klingt die Musik aus dem "Rock-Out Speaker" so wie die Qualität der Aufnahme ist - nachregeln ist nur am Ausgangsgerät möglich. Wenn natürlich dieses in der Innentasche des Speakers steckt ist es umständlich, man muss es also vorher regulieren und dann hängt der Speaker dank der integrierten Bändchen am Rucksack, am Zelt, am Baum oder wo auch immer und gibt einen verhältnismäßig guten Sound aus!
Kleiner Nachteil: der Anschluss mit dem Klinkenstecker ist sehr kurz.
Alles in allem aber eine nützliche Anschaffung, vor allem für unterwegs.


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