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Rezensionen verfasst von
S. Solingen "H. Richartz, Handmade Music-Fan" (Solingen, Rhld.)
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Live at the Greek
Live at the Greek
Wird angeboten von Multi-Media-Trade GmbH - Alle Preisangaben inkl. MwSt.
Preis: EUR 24,99

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wo war der Produzent??, 10. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Live at the Greek (Audio CD)
Also um das mal vorwegzuschicken: ich war BC-Fan der ersten Stunde und Led Zep bzw. Jimmy Page sind natürlich unantastbar.Also wird das hier kein vernichtendes Urteil. Vielmehr frage ich ich mich, welcher Dilettant das hier produziert hat. Die Darbietung ist tatsächlich unschlagbar, Page und die Crowes sind ein famoses Gespinst,da geht was. Die grooven die Hölle aus den Songs.
Zahlreiche Vorrezensenten loben den rauen, nicht nachbearbeiteten Sound. Und genau der ist es, der mich dem Album einen Abzug von zwei Sternen geben lässt: Der Lead-Gesang verschwindet bei den meisten Songs hinter dem Instrumenten-Gewitter, etwa bei Celebration Day, Custard Pie, Sick Again, The Lemon Song, Shake Your Money Maker und etlichen weiteren. Das ist sehr sehr schade, denn Chris Robinson macht einen verdammt guten Job. Er muss sich nicht verstecken hinter der extrem nach vorne gemischten Gitarre des Gitarrengottes Page. Und er muss auch keinen Vergleich scheuen mit Robert Plant. Der ist ja sogar zu fein, mit seinen alten Kollegen noch mal mehr anzustellen als das jetzt als "Celebration Day" veröffentlichte O2-Hallen-Konzert. Glaubt man dem Interview mit Jimmy Page im Rollng Stone vom Januar 2013, lag es nur an ihm, dass die Herrschaften nicht noch einmal mit neuen Songs und einer Welttournee in die Gänge gekommen sind, die dieser Band höchstwahrscheinlich die endgültigen Weihen gewährt hätten, über Stonesbeatlespurple regieren zu können.
Wie dem auch sei: Ich warte auf eine feine, ausgewogene Remaster-Version dieser Platte, die den Sound ausgewogen präsentiert, diesen teilweise bootlegmäßigen Klang der Qualität der musikalischen Darbietung anpasst, Robinsons Stimme nach Vorne stellt und außerdem die aufgrund der üblichen Plattenfirmen-Querelen weg gelassenen Black Crowes-Songs ergänzt.


Exile on Main Street (Remastered) Deluxe 2 CDs (+ 10 unveröffentlichte Songs)
Exile on Main Street (Remastered) Deluxe 2 CDs (+ 10 unveröffentlichte Songs)
Preis: EUR 14,54

15 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Excess on Main St, 21. Mai 2010
Unter'm Strich gibt es bei dieser netzwerktechnisch mit viel Aufwand gepushten Neuauflage nicht allzu viele Kaufanreize, wenn man diese Platte ohnehin schon hat. Wenn man Stones-Fan ist und insbesondere diese Platte liebt, dann lohnt es sich wegen vier bis fünf der beigefügten zehn Zusatz-Songs. Aber auch dabei ist Toleranz nötig. Kaufanreiz sollen sie sein, die Bonus-Dreingaben, die tatsächlich einige positive Überraschungen bieten - leider jedoch überdeutlich erkennbar unter Jaggers wirtschaftlich geschultem Kalkül zu leiden haben.

Eins vorweg: Die Stones waren von meinem 14. Lebensjahr an meine Lieblingsband, bis ihnen ca. 1998 nach einem Konzert in der Essener Grugahalle Bob Dylan den Rang abgelaufen hat. Nicht, dass das, was die Stones zu jenem Zeitpunkt abgesondert haben, noch Bedeutung gehabt hätte. Für mein Dafürhalten hatte ihre ureigene Kreativität ohnehin nach ,Emotional Rescue' von '79/80 zuzüglich der später auf "Tattoo You" erschienenen Nachbesserungen von Studio-Relikten besagter Platte ihren Zenith überschritten.

Dennoch haben die Stones einen ewigen Stein in meinem Brett, und deswegen will ich zu dieser Neuauflage eines ihrer interessantesten Alben meinen Senf abgeben. EXILE gilt ja unter der schreibenden Kritikerzunft im Nachhinein als eine Großtat aufgrund seiner Unfertigkeit, die eine Spontaneität zu vermitteln schien, die als eine bewusste Rückbesinnung auf künstlerische Wurzeln interpretiert wurde.
Letztendlich war es aber wohl nur eine Horde verwöhnter Mittelklasse-Jungs, die seit etwa zehn Jahren auf Klassenfahrt waren, zuviel Taschengeld zur Verfügung und unterwegs den einen oder anderen verloren hatten, etwa im Swimmingpool, und nun mit einem kreativen, finanziellen, personellen und drogenbedingten Kater kämpften. Aber sie haben sich gut geschlagen, obwohl einer ihrer kreativen Köpfe im Heroinsumpf zu versacken drohte und mit seinem Kumpel Gram Parsons lieber eine neue Countrymusic erfinden wollte.

EXILE ist ein ergiebiges Album, das zwar im Vergleich zur vorherigen ,Straße' großartiger Platten (Banquet; Bleed; Ya-Yas; Fingers) dumpf und zunächst Hit-los erschien. Auch im Kontext der folgenden, ebenfalls großartigen Alben ,Black & Blue', ,Goat's Head Soup' und ,It's only...' hat EXILE eine Ausnahmestellung, weil es klingt, als gäbe es keine Kompositionen sondern nur Improvisation.

Im Laufe der Jahre hat sich jedoch gezeigt, dass Songs wie ,Shine A Light', ,Sweet Virginia', ,Loving Cup', ,Sweet Black Angel' und ,Tumbling Dice' aufgrund ihrer Nähe zur musikalischen Authentizität eine längere Halbwertszeit aufweisen als etwa ,Angie' oder sogar ,Brown Sugar' und ,Get Off Of My Cloud'. Und ,Happy' und ,Rocks Off' gibt's auf EXILE obendrein.

Nun zu dieser Neuauflage: EXILE ist wie es ist, daran lässt sich nicht viel ändern; es hat wenig Brillanz und klingt ein wenig wie aus dem Pappkarton. Daran kann auch das erneute Remastering nichts ändern. Diese Version holt die percussiven Instrumente wesentlich klarer nach vorne, lässt auch Blasinstrumente und Akustikgitarren kristalliner klingen. Aber letztlich bleibt es eine rustikale Aufnahme, auf die Rick Rubin sicher stolz wäre. Der als Single verbreitete Song ,Plundering My Soul' ist Durchschnitt, aber eine angenehme Wiederentdeckung, ähnlich wie ,Pass The Wine'. Völlig genial und geradezu unerhört gut sind jedoch ,Following The River' und ,Dancing In The Light'. Sie hätten, seinerzeit zuende gedacht, das Originalalbum sicher bereichert und uns Füller erspart wie ,Casino Boogie' und ,I Just Want To See His Face' oder ,Turd On he Run' - das allerdings einen lustigen Text hat.

Bei den zuletzt gelobten Songs ist jedoch leider Jaggers künstlerisch-komerzielles Nachwirken extrem hörbar. Er hats wohl noch mal neu gesungen - mit einer fast 40 Jahre gealterten Stimme. Und zusätzlich die Chöre um Damen ersetzt, die zur Zeit der Sessions zu EXILE gerade mal Kinderlieder gesungen haben - darunter die langjährige Stones-Background-Sängerein Lisa Fisher.
Die beiden für Fans dieses Album demnach wirklich erfreuenswerten Songs sind also nicht authentisch. ,Don't mess with the bible' soll Keith gesagt haben, als Mick begonnen hatte, an den EXILE-Tapes zu fummeln... Der Rest ist schon interessant (s.o.) und/oder belanglos, zumal es auch noch zwei saumäßige Alternativ-Versionen von ,Loving Cup' und ,Soul Survivor' gibt, die nichts taugen.
Zuletzt noch ein Wort zum mehr als dürftigen Booklet: Ein paar Fotos in schlechter, körniger sw-Qualität, die Mick, Keith und Charlie sowie einige Gastmusiker zeigen. Einmal ist Mick Taylor von hinten zu sehen, Bill Wyman überhaupt nicht. Darüber kann sich jeder selbst seine Gedanken machen, aber "Geschichtsklitterung" wäre wohl das passende Wort. Auch dass schon in der Urfassung die Mitwirkung Gram Parsons verschwiegen worden war, haben die Verantwortlichen bei der Neuauflage nicht korrigiert.

Zur Vergabe der vier Sterne: 5 fürs Original-Album, 3 fürs Remastern, 3 für die zwei brauchbaren neuen Songs, minus 3 für das lieblose Booklet, minus 3 für die Beschönigung der Aufnahmen - ergibt immer noch 5. Und daran ist nicht zu rütteln.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 24, 2010 11:13 PM MEST


Showtime!
Showtime!
Preis: EUR 12,30

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Besser waren sie nie, 24. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Showtime! (Audio CD)
Als die J. Geil's Band in den 80ern mit "Centerfold" diesen Riesen-Hit hatten, war ich in meinen Teenie-Jahren und habe mir diese LP gekauft, weil ich immer schon Live-Platten mehr schätzte als Studio-Aufnahmen. Der Kauf gab mir recht: Ich konnte die LP wochenlang nicht vom Plattenspieler nehmen.
Vor gut einem Jahr habe ich sie mir dann noch mal auf CD gekauft und war erneut begeistert. Denn das Zappelige, Anstrengende, das die J. Geil's Band mit ihrem Funk-, Soul- und Rock-Mix zuvor gepflegt hatte, weicht bei dieser Live-Platte einem konzisen aber druckvollen Zusammenspiel. Selbst der Hit "Centerfold" gewinnt, weil er organischer klingt. Absoluter Höhepunkt ist die Ballade "I'm Falling" mit einem Gänsehaut erzeugenden Saxophon-Solo. Peter Wolf ist in seinem Element und beweist mit seinen spielfreudigen Mitstreitern bei "Land Of A Thousand Dances", dass sie die Stax-Nummer völlig verinnerlicht haben. "Till The Walls Come Tumblin' Down", von Wolf angekündigt als "beer drinkers' song", "Love Stinks", "Jus' Can't Stop Me" zeigen außerdem, dass es das Songwriting dieser Band in ihrem traditionellen Stil durchaus mit Zeitgenossen wie den Stones aufnehmen können. Schade, dass dieser Band leider nie der große Erfolg vergönnt war.
Schade auch, dass die CD lediglich die Original-LP beinhaltet. Es hätten mit Sicherheit noch mehr Live-Aufnahmen aus dem Archiv der selben Tour drauf gepasst.


Chinese Democracy
Chinese Democracy
Wird angeboten von la-era
Preis: EUR 6,55

7 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erwartungen übertroffen, 24. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Chinese Democracy (Audio CD)
Nach der langen Warterei hatte ich als alter G&R-Fan der 90er einen Großteil der Songs schon bei myspace gehört, als ich am Donnerstag vor dem Veröffentlichungstermin lange arbeiten musste - und mir war klar: ich mag nicht alles, aber ich muss diese Scheibe haben!! Am Samstag dann kurz vor 20 Uhr noch schnell ins Geschäft und zugeschlagen. Und am Sonntag dann in aller Gemütlichkeit die gute alte Anlage aufgedreht und rein mit der Chinesischen Demokratie. Allein schon der Titel ist unglaublich selbstironisch, bedenkt man, dass W. Axl Rose mit seinem Kontrollfetischismus die alten G&R in den Abgrund getrieben hatte. Demokratie ist anders, und sympathisch macht es den Mann nicht gerade, dass er unsere alten Helden Slash, Izzy und Duff vertrieben hat.
Aber nun zur Scheibe: Für mich zunächst gewöhnungsbedürftig sind die ersten beiden Songs, beim ersten Hören zu nah am New Metal vielleicht. Aber schon mit "Better" ein Klassiker. Danach gehts wunderbar weiter: alte G&R-Tugenden wie wunderbare Melodien, teils nachdenkliche, teils provokative Texte, gekreuzt mit modernen Gitarrensounds. "Street of dreams" ist wunderbar, und dann kommt er: Der Song, der die alten G&R auf UYI I & II auf ein einzges Lied eindampft: "Catcher In The Rye" - ein Song für die Ewigkeit. Aber es kommen noch mehr: "Sorry", "I.R:S.", das mäandernde "Madagascar", quasi "November Rain" und "Civil War" revisited. Dass Rose stimmlich immer noch auf der Höhe ist und nach wie vor klingt wie eine Mischung aus Koyote, Kreissäge und Katzenjammer macht das Ganze so attraktiv und versetzt zurück in die Zeit als G&R tatsächlich die heißeste Band dieses Planeten waren. Auch die moderneren Klänge wie "Riad n' the Bedouines" und "Scraped" hauen rein und sichern Axl mit Sicherheit reichlich Zuspruch auf den Tanzflächen der Metal-Schuppen dieser Welt.
Und das Geilste an dieser Scheibe: Sie wird mir jedem Mal hören besser - auch die ungewohnt industrial-mäßigen Klänge am Anfang, die teilweise an die guten alten Faith No More erinnern.
Einzig zu kritisieren ist, dass die Solo-Gitarren im Hintergrund hin und wieder ein wenig zuviel gniedeln und damit etwas nerven. Aber das galt für G&R ja speziell bei AFR auch schon.
Auf jeden Fall eine Scheibe für die Ewigkeit - und sie beweist,was mich schon damals immer bewogen hatte, die Fahne hochzuhalten: Als Nirvana den Sleaze-Rock der 90er weggeblasen haben und G&R verdrängt hatten, habe ich trotzdem immer an das Potenzial dieser Band geglaubt, obwohl der Spaghetti-Accident beweisen wollte, dass durchgeknallte Typen, Drogen, Alkohol und Arroganz, Blues-, NWBHM- und Rock n'Roll-Einflüsse ins Nirgendwo führen.
Schön, dass G&R wieder da sind, auch wenn Slash und Izzy jetzt in der zweiten Liga spielen.
"Chinese Democracy" reiht sich ein in die Folge der unsterblichen G&R-Alben: Die Studio-Seite von "Lies", "Appetite For Destruction", "Use Your Illusions I & II" und "Live Era". Bleibt zu hoffen, dass wir nicht wieder 17 Jahre auf eine Nachfolger warten müssen...


No Prayer for the Dying
No Prayer for the Dying
Preis: EUR 12,98

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ich mag diese Scheibe, 23. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: No Prayer for the Dying (Audio CD)
Keine Ahnung, was zum Zeitpunkt des Erscheinens dieser Scheibe alle Maiden-Fans in Abwehrhaltung getrieben hat. Ist zwar lange her, aber ich hab's ja damals erlebt und nenne heute noch die Maxi von "Bring your daughter..." mein eigen mit zwei Coverversionen als Zugabe. Ich bin seit "Killers" und "Beast" Anhänger dieser Band, hatte sie allerdings im Laufe der Jahre aus den Augen verloren und habe sie momentan wiederentdeckt.
Dabei halte ich "Prayer" neben "Beast", "Seventh Son", "Brave New World" und "Time" für eines der besten Alben der Band. Ich muss allerdings zugeben, dass ich die Songs am meisten schätze, die einen langwierigen und abwechslungsreichen dynamischen Aufbau aufweisen, etwa "Children of the damned" (Beast), "Still Life" (Mind), "Rime of the ancient mariner" (Powerslave), "Hallowed be thy name" (Beast), "Moonchild" (Seventh Son), "Afraid to shoot strangers" (Fear of the dark) oder "The Legacy" (Matter). Klar liebe ich auch die Hits wie "Run to the hills", "Clairvoyant" oder "Flight of Icarus" und deswegen halte ich "Prayer" für ein mehr als gelungenes Album, weil es noch einmal die Stärken dieser Band komprimiert, bevor sie zerfaserte und ein Besetzungs-Karussell einsetzte.
Neben der an AC-DC gemahnende Single "Bring your daughter" ist das völlig geniale "Mother Russia" drauf, eine Nummer mit allem, was ein guter Maiden-Song benötigt: Spannender Aufbau, geile Licks, tiefe Chöre!! Hinzu kommen megageile Tracks wie der Titelsong "No Prayer..." und der Schweinerocker "Holy Smoke". Meines Erachtens nach eine Platte, die beinahe so geil ist wie Sex mit drei schönen Frauen gleichzeitig...
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 3, 2010 12:19 PM MEST


Best of
Best of
Preis: EUR 13,98

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Mogelpackung, 12. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: Best of (Audio CD)
Achtung!! Diese CD ist eine Mogelpackung. Ich liebe die Quireboys seit sie in den 90ern zum ersten mal aufgetaucht sind und habe alle ihre Scheiben. Diese Doppel-CD allerdings ist ein Witz, denn sie verspricht Greatest Hits aber beschränkt sich auf die ersten beiden Platten, "A Bit Of What You Fancy" und "Bitter Sweet And Twisted". Zu den zugegebenermaßen absolut heißen Songs wie "7 o'Clock", "Sex Party", "I Don't Love You Anymore" (von der ersten) oder "White Trash Blues" (von der zweiten) gibts jede Menge rare Single-B-Seiten, unveröffentliche Live-Aufnahmen und Studio-Outtakes. Und als Teaser "Mona Lisa Smiled" von der aktuellen CD. Bis hierhin alles roger.
Aber diese so genannte "Best Of" ignoriert sowohl das exzellente Album "This Is Rock'n'Roll" von 2001 und die - allerdings weniger gelungene CD "Well Oiled" von 2004. Und die begnadete Maxi von 2005 mit den Coverversionen von "Tears In Heaven" (Eric Clapton), "Everyday" (Slade) und "When I'm Away From You" (Frankie Miller) wird ebensowenig erwähnt.
Fazit: Das Teil ist was für Fans und Sammler, die jeden Furz von den Chorknaben brauchen, für diese Leute gibts jede Menge Futter, viel Rares!! Aber eine "Best Of" ist dies definitiv nicht, vielmehr Geldschinderei, um auf die neue CD aufmerksam zumachen. Finger weg!!! Lieber die Original-CDs kaufen von einer völlig geilen Band, die den Rock'n'Roll auf eine Art rüberbringt, wie ihn früher nur die Faces spielen konnten.


Hard Rain
Hard Rain
Preis: EUR 14,54

6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein vergessener Schatz, 7. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: Hard Rain (Audio CD)
"Hard Rain" ist eines der Live-Alben von Bob Dylan, das heute kaum noch jemand kennt. Es umfasst, leider ohne genauere Angaben zu den Daten der Mitschnitte, Aufnahmen vom zweiten Teil der legendären "Rolling Thunder"-Tournee. Die CD ist für alle Dylan-Fans ein Muss, für die Freunde von Live-Alben empfehlenswert. Allein die kochende Version von "Maggie's Farm"mit einem wiederkehrenden, beißenden Gitarenlick lohnt die Anschaffung. "Stuck Inside Of Mobile" und "Lay Lady Lay" sind stark verfremdet, auch "I Threw It All Away" weist nicht mehr die Schönheit - manche würden "Kitsch" sagen - der Original-Version auf. Gelungen sind die Aufnahmen von "Idiot Wind" und "You're A Big Girl Now". Interessant ist die offensichtliche Spielfreude der LIve-Band, der unter anderem Ian Hunters Gitarrist Mick Ronson angehört, Geigerin Scarlett River, Bassist Rob Stoner, T-Bone-Burnett und David Mansfield sowie Drummer Howie Wyeth waren noch vom ersten Teil der Tour dabei und gut aufeinander eingespielt. Dylan selbst ist gut bei Stimme und hörbar aufgekratzt. Manche Songs unfern zwar ein wenig aus, behalten dennoch einen rustikalen Charme und bestechen durch die ungewöhnliche Interpretation.

Die Soundqualität ist super, Abzüge bei den Sternen gibt es aufgrund der mangelhaften Informationen im spartanischen Booklet, das wohl die Verpackung der Original-LP von 1976 kopiert.


Heartworn Highways
Heartworn Highways
Wird angeboten von EliteDigital DE
Preis: EUR 35,94

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Musikalischer Schatz gehoben, 6. Juni 2006
Rezension bezieht sich auf: Heartworn Highways (Audio CD)
Freunde handgemachter Folk- und Country-Klänge werden jubilieren. Mit dem erweiterten Soundtrack zur zwischen Dezember 1975 und Januar 1976 gedrehten Dokumentation "Heartworn Highwyays" wurde ein unermesslicher Schatz gehoben. Die Protagonisten des Films waren damals allenfalls so genannte Geheimtipps, die Jim Szalapski in dem Streifen vorstellen wollte. Dazu bat er die Musiker, entweder Zuhause, in der Kneipe oder im Freundeskreis Versionen von Eigenkompositionen zu spielen. Unglaublich, was nach liebevollem Mastering aus den damals mitgeschnittenen Solo-Darbietungen wurde.

Bekanntester Vertreter ist der tragisch verstorbene Townes Van Zandt, der hier mit zwei seiner besten Songs glänzt, "Pancho & Lefty" und "Waitin' Around To Die". Noch vor Beginn ihrer Recording-Karriere überzeugten auch Steve Earle und John Hiatt. Der stets unterschätzte Guy Clark gibt hier unter anderem in intimer Version "Desperadoes Waiting For A Train"; Larry Jon Wilson holten die Filmemacher nach durchzechter Nacht aus dem Bett und schleppten ihn in ein kleines Tonstudio, wo er völlig übernächtigt das Highlight des Samplers mitschnitt: "Ohoopee River Bottomland". Ergreifend und mit Verve trägt Steve Young den "Alabama Highway" vor, spontan begleitet von Guy Clark und Jim McGuire.

Intimität ist auch jener Begriff, der diese Aufnahmen treffend beschreibt. Die Musiker sind ganz bei sich, frönen zudem ihren Lieblingsbeschäftigungen, dem Verzehr von Bier, Wein und Whiskey. Das wird vor allem deutlich bei Sessions, die unter anderem am Weihnachtsabend bei Guy Clark zuhause aufgenommen wurden, wo Clark nebst Gattin Susannah, Rodney Crowell, Richard Dobson, Steve Young und Jim McGuire ihren Hobbies nachgingen: Trinken und Klampfen.

Diese Platte ist ein Muss für alle Freunde handgezupfter Westerngitarren und toller Musiker, denen größtenteils bis heute die Anerkennung eines großen Publikums verwehrt blieb. Die Klangqualität ist superb, musikalische Ausfälle gibt es nicht, und gewürzt ist der Soundtrack mit einigen erhellenden bis belustigenden Dialog-Fetzen. Eine Platte für die Insel. Definitiv!!!


Greatest Hits
Greatest Hits
Wird angeboten von MIETES ONLINE SHOP
Preis: EUR 8,88

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Unvollständige Best of, 8. November 2004
Rezension bezieht sich auf: Greatest Hits (Audio CD)
Jaja, der Robbie hatte schon eine ganze Reihe von Hits seit dem Start seiner Solo-Karriere. Die sind auch klasse und eigentlich sollte man nix zu motzen haben an so einer CD, die uns letztlich nochmal die großen Erfolge um die Ohren hauen will - ist ja schließlich bald Weihnachten. Doch halt... irgendwas fehlt doch? Genau, das Kapitel "Swing when you're winning" wurde bei dieser Compilation komplett ausgespart. Kein "Mr Bo Jangles", kein "Something Stupid", nichts dergleichen. Am Platzmangel kann es nicht gelegen haben, schließlich hätten Robbies Hits auch genügend Material für eine Doppel-CD abgeworfen, zumal das Ganze durch ein zwei Live-Versionen hätte angereichert werden können.
Somit nur 3 Sterne, weil die Songs, die drauf sind, ja trotz alledem Klasse haben. Meine Meinung: Setzen, nochmal machen.


Live Magic
Live Magic
Wird angeboten von Multi-Media-Trade GmbH - Alle Preisangaben inkl. MwSt.
Preis: EUR 18,49

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Tolle Musik - enttäuschende Kürzungen., 10. Februar 2004
Rezension bezieht sich auf: Live Magic (Audio CD)
"Live Magic" hätte in tolles Queen-Live-Album sein können hinsichtlich der Tonqualität und der Spieltechnik. Vor allem bezüglich der Songauswahl ist das bei der 1986er Tour an verschiedenen Orten aufgenommene Tondokument eine sinnvolle Ergänzung zum unübertroffenen "Live Killers"-Album. Besonders überzeugend sind vor allem "A Kind of Magic" (wesentlich mehr Rock & Roll drin als auf der Studioaufnahme), "One Vision" und "Seven Seas of Rhye". Aber spätestens bei "I Want To Break Free", bei dem offensichtlich der Anfang gekappt wurde, wird deutlich, wie sehr bei der Platte gestückelt wurde. Noch schlimmer wirds bei "Is This The World We Created" oder gar "Bohemian Rhapsody". Selbst "We Will Rock You" ist furchtbar verstümelt worden.
Volle Sternzahl für Sound, Band und Songauswahl, aber zwei Sterne Abzug für den Mann mit der Schere.


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