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Rezensionen verfasst von
"drnihil"

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Lennon,John & Plastic Ono Band
Lennon,John & Plastic Ono Band
Wird angeboten von EliteDigital DE
Preis: EUR 18,95

53 von 60 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Und was bleibt ist Lennon, 25. Oktober 2002
Rezension bezieht sich auf: Lennon,John & Plastic Ono Band (Audio CD)
Als Fünfjähriger wird John Lennon gezwungen sich zwischen seiner Mutter und seinem Vater zu entscheiden. Er entscheidet sich schließlich für seine Mutter und wächst weiterhin bei seinem Onkel und seiner Tante auf.
Lennon ist vierzehn Jahre alt, als sein geliebter Onkel George stirbt.
Lennon ist siebzehn Jahre alt, als seine Mutter, Julia, bei einem Verkehrsunfall ums Leben kommt.
Lennon ist einundzwanzig Jahre alt, als sein bester Freund Stuart Suitcliffe stirbt.
Mit keiner dieser frühen Tragödien hielt sich John Lennon lange auf. Er schluckte und hakte ab. Dann aber schnell weiter! Keine Zeit zum Trauern! Erst recht nicht während der Beatlemania. Und sicherlich genauso wenig, wenn man auf Drogen war.
Ende des Jahres 1970 ist Lennon dreißig Jahre alt und veröffentlicht sein erstes richtiges Soloalbum "John Lennon/ Plastic Ono Band". Mit dreißig Jahren beginnt ein Mann sich seiner Vergangenheit zu widmen, diese im wahrsten Sinne des Wortes zu bewältigen. Und wie!
"Mother, you had me but I never had you": Lennon singt den Song "Mother" und gibt sofort die Richtung vor. Am Ende des Stückes singt er nicht mehr, er schreit und es sind stets die gleichen Worte:
"Mama don't go, daddy come home!"
Worte, die so intensiv und mit solch einer Verzweiflung vorgetragen werden, dass sie unumgänglich einen sprachlosen Hörer zurücklassen müssen.
"Mother" leitet das persönlichste, ehrlichste und in dieser Ehrlichkeit, härteste Album eines Rockstars ein.
So wie der erste Track, ist das gesamte Werk sehr sparsam, ja nahezu kärglich instrumentiert. Auf diese Weise bleibt viel Raum, welchen John Lennon als Sänger und - bewegend - mit seiner Person auszufüllen weiß. Alles ist meilenweit entfernt von den durchgeknallten Orchesterklängen in "A Day In The Life" oder den abgehobenen Drogentexten zu „Lucy In The Sky With Diamonds" oder „ I Am The Walrus". Nie war John Lennon realer, nie war er mehr: John Lennon!
Wer scheint da als Produzent für ein solches Werk ungeeigneter als Phil Spector?!? Ja, man kann es kaum glauben, aber: Produced by Phil Spector. Nichts erinnert an den Spector-Bombast, den man von seinen früheren Arbeiten kannte. „Plastic Ono Band" ist ganz schlicht und so unglaublich direkt.
Im Folksong "Working Class Hero" treffen wir den Lennon aus Liverpooler Tagen, den Schüler, den Studenten, der sich gegen das System, gegen die auflehnt, die ihm sein Leben vorschreiben wollen. Lennon ist ganz der alte Rebell. Das Stück kann noch so ruhig sein, während Sätzen wie "Keep you doped with religion and sex and TV/ And you think you're so clever and classless and free/ But you're still fucking peasants as far as I can see/ A working class hero is something to be..." liegt große Wut in der Luft. Jederzeit erwartet man, dass er wieder anfängt zu schreien. Doch er bleibt einigermaßen ruhig.
Anschließend auf "Isolation" lernen wir einen vollkommen verunsicherten, von Ängsten geplagten Superstar kennen, der nur wenig mit dem vor Selbstbewusstsein nur so strotzenden Lennon zu tun hat. Ein Mann, der die Welt verändern will, jedoch schon an seinem eigenen Leben kaputt geht. Und - das Schlimmste für ihn - er weiß nicht einmal, wer daran Schuld ist, denn jeder Mensch ist ja auch nur "a victim of the insane". Am Ende des Songs dann die unheilvolle Prophezeiung "The sun will never disappear/ But the world may not have many years/ Isolation!"
Doch es mag noch so viel Kummer, Schmerz und Furcht in diesem Album stecken, ein bisschen Hoffnung lässt uns der Ex-Beatle. Zwischendrin - wenn auch äußerst selten - wird man immer mal wieder an die schönen Seiten des Lebens erinnert. An die Liebe! Zwischen der plötzlichen Explosion, die "Remember" beschließt und dem rauen, hart rockenden "Well Well Well" hört man Lennons Ode an die Liebe. An die Liebe, die so nah ist. Das Lied heißt ganz schlicht "Love". Der Gesang ist auf so unschuldige Weise zerbrechlich, dass man die Worte des Sängers einfach glauben muss. Zweihundert Sekunden, die Leben retten können. Wunderschön!
Auch "Hold On" lässt uns hoffen. Ist Lennon in der ersten Strophe noch ganz mit sich und Yoko, natürlich auch mit Yoko, beschäftigt, so wird er dann im zweiten Teil des Songs ganz unser aller John Lennon. "Hold on world, world hold on/ It's gonna be alright/ You gonna see the light/ And when you're one/ Really one/ Well you get things done/ Like they never been done..." Der Künstler als Utopist. Vielleicht eine Vorwegnahme von "Imagine".
Allerdings gleich nach "Hold On" ist Lennon wieder wie ausgewechselt. Fast punkig anmutend klingt der hässlichste Lennon, den man sich nur vorstellen kann, auf "I Found Out". Als ob er uns am liebsten auf den Boden der Tatsachen zurückprügeln würde.
Später mit "Look at me" ist es wieder ganz ruhig. Da ist auch wieder diese Zerbrechlichkeit in der Stimme des Sängers. Und er fragt "Who am I supposed to be?" oder "What am I supposed to be?" oder ganz einfach:
"Who am I?"
"Nobody knows but me." Er scheint zu diesem Zeitpunkt die Antwort schon zu kennen, der Hörer kommt der Sache erst auf dem vorletzten Song des Albums näher.
In "God" verkündet Lennon "I don't believe in magic/ I don't believe in I-ching/ I don't believe in bible..." Er führt noch viel mehr auf und zuletzt heißt es schließlich:
"I don't believe in Beatles!"
Entschlossen entsagt John Lennon allen Phantastereien, allen Mythen und Legenden, allen Phantomen seines bisherigen Lebens. Er lässt die Vergangenheit hinter sich um mit großer Herzlichkeit "I just believe in me/ Yoko and me/ And that's reality" zu verkünden. Was letztendlich übrig bleibt ist nur John Lennon.
Lennon hat zu sich selbst gefunden, der Traum ist aus und "My Mummy's Dead": Das ist traurig. John Lennon hat gelernt zu weinen und wir weinen mit ihm.
Am Anfang von "Mother" sind Totenglocken zu hören. Zehn Jahre später beginnt sein letztes zu Lebzeiten veröffentlichte Album "Double Fantasy" mit fröhlichem Bimmeln. In diesen zehn Jahren hat John Lennon seinen Frieden gefunden, jedoch nie wieder die Stärke und Intensität von "John Lennon/ Plastic Ono Band"!


White Blood Cells
White Blood Cells
Preis: EUR 8,99

18 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sowas von auf den Punkt gebracht, 30. März 2002
Rezension bezieht sich auf: White Blood Cells (Audio CD)
The White Stripes sind neben Gruppen wie B.R.M.C. oder den überbewerteten Strokes Teil dieser kleinen, nicht wirklich bedeutsamen Rockwelle, welche aus den Staaten zur Zeit nach Europa plätschert. Absolut nichts neues, was da aus dem Westen kommt, trotzdem teilweise gut bis sehr gut.
Die Stripes sind ein Geschwisterpaar aus Detroit. Sie, die Schwester sitzt am Schlagzeug, er, der Bruder, macht halt den Rest. Sie spielen Alternative Rock, gelegentlich etwas bluesig angehaucht, manchmal ein bisschen Country, aber immer Rock. Schön und gut, aber was ist jetzt so besonders an denen?
Folgendes: "White Blood Cells" ist für den neuen Alternative Rock, was "Reign in Blood" von Slayer für den Metal war. Das liegt nicht nur daran, dass sie für 16 Lieder gerade mal vierzig Minuten brauchen. Es liegt vielmehr daran, dass sie auch nicht mehr Zeit brauchen, denn es gelingt den White Stripes nämlich auf famose Weise ihre Songs auf den Punkt zu bringen, sie auf das Wesentliche (den Song an sich) zu reduzieren ohne ins Banale abzurutschen.
Das macht Vorfreude auf mehr.


Rain Dogs
Rain Dogs
Preis: EUR 5,99

26 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Monströs, 30. März 2002
Rezension bezieht sich auf: Rain Dogs (Audio CD)
Tom Waits ist ein Phänomen. Dieser Mann klingt als ob er zum Frühstück seine Cornflakes in Gallonen von Whiskey ersäuft. Dieser Mann klingt als ob er nicht nur nach dem Sex raucht, sondern auch davor und währenddessen. Dieser Mann klingt als hätte er irgendwann mal Joe Cocker verschlungen und ihn mit einer Flasche Tabasco runtergespült. So und nicht anders klingt Tom Waits und so klingt auch der größte weiße Bluesinterpret und –sänger aller Zeiten.
Schon kurz nach dem Erscheinen von “Rain Dogs” coverte Rod Stewart, der schon “Waltzing Matilda” von Waits spielte, den Song “Downtown Train” und machte ihn zu einem Hit. Hört euch das Original an. Es ist fabelhaft und ihr werdet Rod Stewart hassen.
Oder der Titeltrack. Grandios!
Tom Waits ist ein genialer Songwriter und einer der einflussreichsten dazu.


Psyence Fiction
Psyence Fiction
Preis: EUR 10,99

18 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen TripHop as its best, 30. März 2002
Rezension bezieht sich auf: Psyence Fiction (Audio CD)
Unkle, das ist DJ Shadow und James Lavelle wie uns Mike D (Beastie Boys) in "The Knock" vorrapt. Dazu kommen noch einige exquisite Gäste - die Bekanntesten: Thom Yorke (Radiohead), Richard Ashcroft (The Verve) und eben Mike D - und fertig ist die beste mir geläufige TripHop-Scheibe. Stimmt schon, sie sind nicht wirklich jeder Zeit TripHop wie manche Kollegen aus Bristol (die Rede ist nicht von Tricky), aber vielleicht ist genau das der ausschlaggebende Punkt, der das Album so stark macht. Portishead sind ebenfalls sehr gut, jedoch wirken sie hin und wieder ein wenig eingeengt in ihrem stilistischem Schema. Nicht so Unkle. "Psyence Fiction" strotzt nur so vor Abwechslungsreichtum, was, ganz klar, auch an den vielen verschiedenen Gastmusikern liegt. Allerdings, ein Lied auf dieser Platte, das ist auf jeden Fall TripHop. Nämlich "Lonely Soul" mit The Verve-Frontman Richard Ashcroft. Dieser Song ist der TripHop-Song überhaupt, die TripHop-Hymne und -symphonie.
Ach so, damit ich es nicht vergess: Falls ihr irgendwann mal was von Unkle im Fernsehen hören und sehen solltet, bloß nicht umschalten, es könnte der Clip zu dem von Yorke gesungenen "Rabbit in your Headlights" sein. Ein besseres Musikvideo ist mir nicht bekannt.


The Invisible Band
The Invisible Band
Wird angeboten von Giant Entertainment
Preis: EUR 6,09

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Let's Sing!, 30. März 2002
Rezension bezieht sich auf: The Invisible Band (Audio CD)
Ich bekenne mich. Auch ich bin dem offensichtlich unwiderstehlichem Charme der Jungs aus Schottland verfallen. Aber bitte wie soll man dem auch widerstehen?
Die Melodien sind einfach zu herzerwärmend schön und die Typen selbst vieeeeeeel zu sympathisch. Im Refrain von “Sing” fordert uns Sänger Fran Healy (natürlich der sympathischste von allen), genial von einem Banjo untermalt, auf, nein, vielmehr bittet er uns doch auch zu singen und was geschieht wir singen. Wenn nicht mit unserer Stimme, mit dem Herzen ganz bestimmt.
Und trotzdem, Travis driften niemals auf das Niveau von allgemein verhassten „Heile Welt-Gruppen“ ab, was sie wiederum nicht davon abhält unsere Welt tatsächlich ein bisschen heiler zu machen. Wenigstens für kurze Zeit. Dafür und “for the love you bring”, Danke!


Bridge Across Forever
Bridge Across Forever

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kongenialer Nachfolger, 30. März 2002
Rezension bezieht sich auf: Bridge Across Forever (Audio CD)
Die Erwartungen waren verdammt groß, aber sie wurden mit nur drei Songs und einer schönen, jedoch unnötigen Ballade erfüllt (die ist natürlich auch ein „Song"). Der progressive All-Star-Truppe von Transatlantic gelang nach "SMPTe" ein weiteres ProgRock-Masterpiece, aber es gelang ihn sogar noch etwas mehr als auf dem Erstling. War "SMPTe" noch eine epische (sicherlich meisterhafte) Variante von Morse' Hauptband Spock's Beard, gelang es Transatlantic auf dem zweiten Studioalbum sich, zumindest größtenteils, von dem dominanten Songwriting von Neal Morse zu lösen. Nicht, dass Neal keine Songs mehr schreiben durfte (man hört ihn immer noch unverkennbar heraus), aber Transatlantic haben mit "Bridge Across Forever" zu ihrem eigenen Stil gefunden. Dies und insbesondere die grandiosen Songs machen die Platte zu einem kongenialen Nachfolgewerk.


Can Our Love
Can Our Love
Wird angeboten von Discy - Musik Buch Film
Preis: EUR 14,50

13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Dying Slowly, 29. März 2002
Rezension bezieht sich auf: Can Our Love (Audio CD)
Stellt euch mal folgendes vor:
Ihr befindet euch in einer Bar. Draußen ist es bereits dunkel. „Zum süßen Suizid“ heißt die Bar. Vor lauter Qualm (erzeugt durch Zigaretten und zwar diese extralangen) kann man kaum die eigene Hand vor den Augen erkennen. An kleinen, runden Tischen sitzen die Gäste. An jedem Tisch nur einer. Sie sitzen also alle alleine und trinken Alkohol. Cognac, was anderes kommt nicht in Frage. Na ja, vielleicht noch Tee mit einem Schuss Rum. Man hat das unweigerliche Gefühl, dass diese Leute irgendwie zum Inventar gehören. Einige von ihnen weinen – lautlos - und gelegentlich geht einer aufs Klo, woraufhin man schon bald einen Schuss hört. Und irgendwo in der Bar muss ein Pianist sein. Man weiß aber nicht wo. Er spielt Jazz. Leichten, unterhaltsamen Jazz. Immer wieder die selbe Melodie.
So klingt nicht nur der Opener “Dying Slowly”, so klingt die ganze “Can our Love...“.


Ok Computer
Ok Computer
Preis: EUR 8,94

8 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Überwerk, 29. März 2002
Rezension bezieht sich auf: Ok Computer (Audio CD)
Am Anfang war der Superhit “Creep“. Dann kam mit “The Bends” das erste Meisterwerk von Radiohead. Und dann im Jahre 1997 kam dieses Album. Mehr als ein Meisterwerk. Das Überalbum der 90er. Für mich das Überalbum schlechthin. “OK Computer” machte Radiohead zur wichtigsten und einflussreichsten Band der Gegenwart.
Um nur einige Songs herauszunehmen:
“Paranoid Android”, der Übersong zum Überalbum. Ein psychedelisches, mal einlullendes, mal wild rockendes, am Schluss überlebensgroßes Monster von einem Song, das einen packt und nie wieder loslassen wird.
“Exit Music (for a Film)” (wurde tatsächlich in einem Film – Baz Luhrman's „Romeo und Julia“ – benutzt) beginnt ruhig. Thom Yorke's Gesang ist so nah, dass es schon fast pervers wird. Dann, ganz langsam zerbricht die Ruhe und es wird emotional nahezu unerträglich. Am Ende wiederholt Yorke winselnd “I hope that you choke” und wenn man nicht aufpasst erstickt man tatsächlich, denn Radiohead rauben uns den Atem.
Dann bringen uns die Engländer auch noch das fliegen bei. “Let Down” (Songtitel) wird nicht nur jeder an Höhenangst leidende Mensch bei diesem Lied flehen. Erst beginnt man zu träumen, kurz darauf verliert man schon den Boden unter den Füßen und spätestens beim Refrain befindet man sich in schwindelerregender Höhe. Doch Radiohead sind gnadenlos und lassen den Hörer erst zum nächsten Song, nämlich dem leicht beatlesken “Karma Police”, dem potentiellen „Chartbreaker“ des Albums, zurück auf die Erde.
Ich könnte jetzt an dieser Stelle jeden einzelnen Titel hervorheben, aber ich glaube, man hat mich auch so schon verstanden. Also bitte, bitte, investiert ein paar Euro, erwerbt diese Scheibe und lasst euch auf ein einmaliges, jedoch beliebig oft wiederholbares, Klangereignis ein, denn wie gesagt “OK Computer“ ist das, damit meine ich, das Überalbum oder um es mit einem Zitat von Michael Stipe, seinerseits Sänger von R.E.M. und Freund von Radiohead-Frontman Thom Yorke, auszudrücken: „Die sind so gut, dass es für mich schon traumatisch ist.“


We Love Life
We Love Life
Preis: EUR 15,64

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Natur und die Liebe zum Leben, 29. März 2002
Rezension bezieht sich auf: We Love Life (Audio CD)
Was Pulp auf dieser Platte (und auch schon auf der letzten “This is Hardcore”) abliefern, hat nur noch sehr wenig mit dem kitschigen BritPop der Vergangenheit zu tun. Frontman und Charakterfresse Jarvis Cocker singt auf “We Love Life” von Gras (“Weeds”, “Weeds II”), den Bäumen (“The Trees”), den Vöglein im Garten (“The Birds in your Garden”) und vom Sonnenaufgang (“Sunrise”) und fast genauso klingt das dann auch. Aber “We Love Life” klingt nicht nur nach Natur, sondern es klingt ab und zu als ob Pulp wirklich angefangen haben das „Leben zu lieben“.
Auf jeden Fall sind die letzten zwei Minuten von “Wickerman“ so ziemlich das beste des vergangenen Jahres. Die gehen nämlich unter die Haut. Ganz tief.


Dark Side of the Moon
Dark Side of the Moon
Wird angeboten von mario-mariani
Preis: EUR 22,90

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Pflichtkauf, 29. März 2002
Rezension bezieht sich auf: Dark Side of the Moon (Audio CD)
“Dark Side of the Moon” ist die erfolgreichste Platte der Floyds und eine der erolgreichsten überhaupt. Warum sie das ist, wird schon bei den ersten Hördurchgängen offensichtlich: Es gelingt Pink Floyd athmospärische, experimentelle und sogar wirklich progressive Musik in ein gerademal 40minütiges und damit ungemein kompaktes und dichtes Konzeptalbum zu pressen. Es erscheint schier unglaublich welch eine Breite an Emotionen Pink Floyd imstande ist beim Hörer auszulösen. Diese Platte bringt wahrscheinlich wie keine andere Floyd-Scheibe das auf den Punkt, was diese so einflussreiche und wegweisende Band ausmacht.
Schon allein das Finale von “Dark Side of the Moon” mit dem Song “Brain Damage”, welcher letztendlich in “Eclipse“ übergeht, macht dieses Album zu einem Pflichtkauf!


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