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Rezensionen verfasst von
Karin Röder-rörig (Solingen)
(REAL NAME)   

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Angst
Angst
von Robert Harris
  Gebundene Ausgabe

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Realität und Angst-Algorithmus, 20. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Angst (Gebundene Ausgabe)
Die Welt, die Robert Harris uns vorstellt, hat zum einen ganz konkrete Bezüge. Der Spiegel Nr 50/2011 schildert uns aktuell die Realität dieser Finanzwelt und man findet erstaunliche Übereinstimmungen mit dem vorliegenden Roman.
Dass man die Börsengeschehnisse und die Terminologie weder im Buch noch im Spiegelartikel so richtig im Detail versteht, wird den Leser nicht weiter irritieren. Es ist sozusagen sozialadequat, selbst die Experten propagieren, dass sie über die Abläufe in der Finanzwelt längst den Überblick verloren haben.

Es geht aber vor allem im vorliegenden Roman um die Entwicklung eines Computeralgorithmus, des VIXAL-4, der nach und nach das Handelsgeschehen der beschriebenen Firma an sich reißt und eigenständig mit Wetten auf fallende Kurse - und sie fallen weltweit in erschreckendem Maß- riesige Gewinne macht. VIXAL ist so programmiert, dass er das Netz nach angstbesetzter Sprache durchforstet und Marktkorrelationen beobachtet.

Der Schöpfer des VIXAL der Wissenschaftler Hoffmann wird im Verlauf des Buches wechselweise mal als Mathematiker, mal als Physiker vorgestellt. Harris vergleicht ihn am Ende einmal mit Ikarus, der brennend vom Himmel fällt, als Hoffmann versucht VIXAL in einem Flammenmeer untergehen zu lassen. Aber auch die Zuordnung Zauberlehrling oder Sisyphus treffen zu.

Hoffmanns großes Thema ist die Entwicklung künstlicher Intelligenz, die sich selbstständig weiterentwickelt. Daran hat er zunächst als junger Mann im CERN gearbeitet. Als dort das Experiment gefährlich aus dem Ruder zu laufen drohte, wird seine Arbeit gestoppt und vernichtet. Bei einem Genfer Hedgefond kann er bezogen auf Börsengeschehnisse seine Entwicklungen weiter führen. Das Eigenleben, das sein Algorithmus aber entwickelt, ist nicht mehr zu kontrollieren.

Es ist ein anregendes und aktuelles Buch. Enttäuscht war ich vom schrecklich sentimentalen Schluss. Außerdem gibt es kleine Ungereimtheiten, die ich nicht direkt bemängeln möchte, die ich aber doch mal anführen will:

- Der geheimnisvolle Zahlen-Code 1729, der am Beginn und am Ende auftaucht, ist darzustellen als Summe jeweils von 2 dritten Potenzen. Warum sagt man uns nicht, dass die Zahl bekannt ist als 1^3+12^3 plus 9^3+10^3?

- Das Hotel in Genf Beau Rivage wird erwähnt als Ort größter Diskretion, in dem außer dem Attentat auf Sissi nichts Aufregendes passiert sei. Wer als deutschen Beitrag den Kannibalen von Rothenburg (wie im Roman thematisiert) kennt, sollte vielleicht auch den Barschel(selbst)mord auf dem Schirm haben.


Kafka-Handbuch. Leben - Werk - Wirkung
Kafka-Handbuch. Leben - Werk - Wirkung
von Bettina Jagow
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 60,00

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gehaltvolle Gesamtschau, 3. März 2011
Das Kafka-Handbuch bietet den Literatur interessierten Lesern einen sehr guten Überblick über Kafkas Leben und insbesondere sein Schaffen. Das Sprachniveau ist nicht immer für den nicht literaturwissenschaftlich gebildeten Leser geeignet.

Das Buch gliedert sich wie folgt:
-Kafka Der Mensch zwischen Leben und Werk (Biografische Aspekte)
-Werküberblick (Publikation, Nachlass, literarische Moderne)
-Deutungsperspektiven (u.a. zionistische Deutung, Hermeneutikkritik, gender)
-Einzelinterpretationen (Werke zu Lebzeiten, sowie die 3 Romanfragmente)

Es sind eine Vielzahl von Interpreten an den einzelnen Kapiteln beteiligt, so dass der Anspruch an den Leser variiert. Besonders zu nennen sind hier als bekanntere Namen Joachim Unseld, Hans Dieter Zimmermann, sowie Einzelbeiträge von Bettina von Jagow und Oliver Jahraus. Bemerkenswert sind auch die Beiträge z.B. von Dagmar C. Lorenz zum Thema Gender oder Bodo Plachtas Beitrag zu "Der Verschollenen" oder Alexander Honold zu " In der Strafkolonie".
Gerade die Aussagen zum Thema Gender bieten eine neue Sicht auf die Kafkasche Darstellung seiner Männer- und Frauengestalten, die seltsam mäandert und keine eindeutigen Festlegungen trifft.

Alle bekannten Kafka-Werke sind ausführlich behandelt. Etwas kurz kommen die weniger bekannten, postumen kleinen Werke. Sie werden zwar erwähnt, aber nicht näher behandelt (Poseidon, Prometheus, Das Stadtwappen). Man hält sich hier eben an den mainstream. Das ist aber sicher kein wirkliches Manko des Buches.

Neben der direkten Interpretation der Werke selbst finden sich auch vielfach Aussagen zur Rezeption der Kafka-Literatur und Zusammenhänge mit dem Schaffen anderer Literaten (z.B. Aussagen von Max Brod , Chandos-Brief von Hofmannsthal)


Unterwegs mit Franz Kafka (Fischer Klassik)
Unterwegs mit Franz Kafka (Fischer Klassik)
von Sascha Michel
  Taschenbuch

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Über die sirenenhafte Verlockung Kafkascher Texte, 2. Mai 2010
Wir finden hier eine Zusammenstellung verschiedenster Kafka-Texte - Erzählungen, Auszüge aus den Romanen, Tagebucheinträge und Briefe, die sich mit dem Reisen bzw. ganz allgemein dem Unterwegssein beschäftigen. Der Herausgeber Sascha Michel bietet dazu keinerlei Erläuterung an, kein Vorwort, keine Beschreibung über Auswahl und Reihenfolge der einzelnen Kapitel. Er lässt nur Kafka selbst für sich sprechen.

Die Gliederung stellt sich wie folgt dar:
-Reisender werden (u.a. mit Auszug aus "Das Schloss", "Jäger Gracchus")
-Unterwegs in Prag (u.a. mit Auszug aus "Der Prozess")
-Erste Reisen 1902.-1908 (Briefe an Oskar Pollak und Max Brod)
-Briefe und Tagebucheinträge zu div. Kafka-Reisen -Schweiz, Italien, Paris, Weimar
-Erstes Kapitel des Buches "Richard und Samuel"
-Berliner Umzugspläne (1914/1923)
-Der Süden und Übersee, Palästina-Träume, u.a. Auszug aus "Der Verschollene"
-Reisemüdigkeit und Reiseangst (Auszug u.a. aus "Die Verwandlung")
-Abschließendes Kapitel mit Nachweisen, in dem die genauen Fundstellen der Kafka-Originaltexte aufgeführt sind.

M.E. hätte man gut daran getan, auch in den Buchkapiteln jeweils darauf hinzuweisen, um welche Auszüge, welche Kapitel oder Abschnitte aus den jeweiligen Originalen es sich handelt. Ansonsten könnten bei weniger versierten Kafka-Lesern doch Unklarheiten über die tatsächlichen Texte entstehen.

Für mich irritierend war auch das Endkapitel, das ja den Abschluss einer Entwicklung (wenn nicht gar das Lebensende) signalisiert. Dem ist aber nicht so. Die beiden gewählten Stücke, Verwandlung von 1912 und Hochzeitsvorbereitungen auf dem Lande von 1908 schrieb Kafka als relativ junger Mann. Beide Stücke beinhalten die Vorstellung des Protagonisten als Käfer im Bett zu bleiben und so den Anforderungen des Alltags zu entgehen. Sprich: die ganzen vorher dargestellten Reiseaktivitäten und Überlegungen werden damit doch völlig relativiert, ja negiert.

Damit korrespondiert aber auch Kafkas briefliche Äußerung an seine Verlobte Felice Bauer, der er erst ein gemeinsames Leben im Süden in Aussicht stellt, aber sofort davor zurück weicht und sagt: "Nur die Nächte mit Schreiben durch rasen, das will ich. Und daran zugrunde gehen oder irrsinnig werden, das will ich auch.."

Vielleicht ist es aber gerade das Verdienst dieses Buches, dass es einen mit den einfühlsam und klug arrangierten Kafka-Texten ganz alleine lässt.

Auf jeden Fall sehr empfehlenswert.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 21, 2013 9:18 AM MEST


Der Geek-Atlas
Der Geek-Atlas
von John Graham-Cumming
  Taschenbuch
Preis: EUR 24,90

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Für Geeks, 13. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Der Geek-Atlas (Taschenbuch)
Mit Interesse habe ich den Geek-Atlas erkundet. Zunächst großes Lob und herzlichen Dank für diese Zusammenstellung naturwissenschaftlicher Topoi mit den Erläuterungen, die der möglichen Besichtigung durch den Leser dienen. Der Atlas bietet eine Ergänzung und ist ein Gegenpol zur großen Anzahl der Kunstmuseen, die üblicherweise touristisch wesentlich stärker präsentiert werden.

Dass Deutschland hier nur mit 5 Örtlichkeiten etwas dürftig dasteht gegen England und erst recht den USA mit seiner Vielzahl an Einrichtungen, sei verziehen. Deutschland war eben nicht Ziel des "umher streuenden Programmierers" Graham-Cumming (lt.Cover). Hier wären hiesige Autoren gefragt, einen ähnlichen Atlas zu erstellen, in dem zumindest A.v Humboldt, die Eisenbahn und das Automobilwesen Platz finden sollten. Auf der Homepage des O'Reilly-Verlages ist übrigens schon eine eindrucksvolle Liste zusätzlicher deutscher "Geek-Stätten" aufgeführt.

Als ausgemachte Geek bin ich natürlich auch in die Erklärungen der jeweiligen Naturphänomene eingestiegen. Da stelle ich nun fest, dass sich das eine oder andere Fehlerteufelchen eingeschlichen hat, wie auch immer es dazu gekommen sein mag. So sollte man z.B. S.10 Eisen-Allotrope, S.16 Bell/Photozelle oder S.144 Maxwell/ Magnetfeld kritisch lesen.
Aber keine Nörgeleien hier, es geht nicht um ein Physikbuch, sondern um einen Reiseführer und diesem Anspruch wird das Buch voll gerecht.


Der kosmische Volltreffer: Warum wir hier sind und das Universum wie für uns geschaffen ist
Der kosmische Volltreffer: Warum wir hier sind und das Universum wie für uns geschaffen ist
von Paul Davies
  Gebundene Ausgabe

12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Theoretische Physik zum Anfassen, 11. September 2009
Ich bin nun nach 3 Monaten dabei den "Volltreffer" zum zweiten Mal zu lesen. Beim ersten Durchlauf war ich einfach fasziniert von der Fülle und Leichtigkeit, mit der ein Überblick über die moderne Physik und ihre Schlussfolgerungen für unsere Existenz dargeboten wurde. Etwas Probleme hatte ich damit, dass viele Fachbegriffe auftauchten, die aber im Buch meist nicht so ganz klar definiert wurden. M.M. nach der einzige Mangel an dem Buch, ich hätte mir dazu ein ausführlicheres Glossar gewünscht. Ist aber nicht tragisch, das Internet bietet das in Hülle und Fülle. Wenn man sich da etwas schlau gemacht hat, kann man das Buch umso mehr würdigen. Interessant fand ich dabei, wie herausgearbeitet wurde, wie frühere Hypothesen irgendwann nachgewiesen wurden (z.B. Quarks, Neutrinos) und dass wir derzeit an einer Schwelle stehen, wo ein solcher Durchbruch vielleicht erfolgen könnte aber z.Z. noch vage erscheint (Higgs-Bosom, Stringtheorie, M-Theorie). Nun hoffen alle auf das CERN mit seinem LHC, das wohl inzwischen nach längeren Kalamitäten wieder funktionsfähig ist.

Eine Aussage des Buches hat mich recht beeindruckt. Da heißt es in etwa: Wir haben auf eine Theorie "von allem" gehofft, aber vielleicht finden wir die Theorie vom nichts.


Die ungeheuere Welt, die ich im Kopfe habe: Über Franz Kafka
Die ungeheuere Welt, die ich im Kopfe habe: Über Franz Kafka
von Louis Begley
  Gebundene Ausgabe

15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kafka anschaulich, 28. Juni 2009
Louis Begley, selbst Jude und Jurist wie Kafka, hat hier ein gut verständliches, kompaktes und niveauvolles Buch über Kafka vorgelegt. Es wird zwar der speziellen Kafka-Leserschaft, die sich schon durch diverse Sekundärliteratur zum Thema gewühlt hat, wenig Neues bieten. Aber als Einstieg in eine ernsthafte Auseinandersetzung mit Kafka ist es sehr geeignet, gerade auch für Nicht-Germanisten.
Das Buch ist in 5 Abschnitte gegliedert. I bis IV enthalten überwiegend die Biographie der Person Kafka sowie die Entstehungsgeschichten seiner bekanntesten Werke (Strafkolonie, Urteil, Verwandlung, die 3 Romanfragmente) Abschnitt V widmet sich ihnen intensiver inhaltlich. Das Buch enthält außerdem Bildmaterial zu allen für Kafka wichtigen Personen.
Besonders positiv fällt mir auf, wie viel echter Kafka-Text in dem Buch erscheint. Tagebucheinträge, Briefe und Werksauzszüge sind nicht nur mit einzelnen Satzzitaten, sondern ausführlichen Passagen wiedergegeben. So wird neben der Sprache auch der Zusammenhang in Kafkas Denken plastischer.
Die Betrachtung der Kafka-Werke in Abschitt V beinhalten kaum theoretische Interpretationsansätze, sondern orientieren sich eng an Sprache und Handlungsabläufen. Interessant fand ich besonders die Vergleiche zwischen dem Process und dem Schloss. Er arbeitet auch gut heraus, was uns eigentlich daran so fasziniert und das alles in einer recht anschaulichen Sprache.


Franz Kafka: Der ewige Sohn
Franz Kafka: Der ewige Sohn
von Peter-André Alt
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 34,90

11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großes Lob, 31. Mai 2009
Ich möchte diesem Buch ein ganz großes Lob aussprechen. Es hat mir sehr geholfen, mich sozusagen der erweiterten Kafka-Welt zu nähern. Die Sprache ist klar, auch für Literatur interessierte Nicht-Germanisten gut verständlich. Sie wird nie plauderich (was bei Biographien schon mal anzutreffen ist). Die Quellenangaben sind ganz exakt. Das genaue Verzeichnis der Kafka-Werke, auf die Bezug genommen wird, ist enorm hilfreich.
Das Buch ist umfassend; es enthält sowohl die ausführliche Gesamtbiographie als auch Interpretationsansätze praktisch aller Werke, wobei auch die kaum veröffentlichten Fragmente (Unter meinen Mitschülern, Erinnerungen an die Kaldabahn...) erwähnt werden, die mir jedenfalls vorher unbekannt waren. Die Interpretationen verlieren sich nicht in theoretischen Ansätzen, sondern sind eng an Sprache und Ablauf der Texte orientiert.
Das Buch lenkt die Aufmerksamkeit auf die Paradoxien der Kafka-Welt. Z.B., dass Kafka nicht so sehr aus seiner Lebenserfahrung geschrieben hat, sondern dass er im Schreiben Dinge vorweggenommen hat, die erst später für sein Leben galten. Siehe das Frühwerk "Hochzeitsvorbereitungen ... und Kafkas eigene spätere unglückliche Rolle als Verlobter. Kafka wird in der Öffentlichkeit gern als verstörter Visionär gesehen. Aber man darf ihn nicht mit seinen Figuren gleichsetzen. Er war ein beruflich sehr versierter Versicherungsjurist und kein Landvermesser, den die Bürokratie zunehmend lähmt. Auch Kafkas Verhältnis zu Frauen und dessen Niederschlag im Werk ist paradox. Er war kein verschüchterter, skurriler Junggeselle wie viele seiner Figuren. Ich würde ihn mit seiner großen Schar junger Verehrerinnen heute eher als "womanizer" bezeichnen.
Diese ganzen Widersinnigkeiten und Mehrschichtigkeiten haben das Buch für mich richtig spannend gemacht.

Mein Votum: Für Kafka-Interessierte unbedingt empfehlenswert


Erzählungen II. Das Urteil / In der Strafkolonie / Ein Landarzt / Vor dem Gesetz / Auf der Galerie.
Erzählungen II. Das Urteil / In der Strafkolonie / Ein Landarzt / Vor dem Gesetz / Auf der Galerie.
von Cerstin Urban
  Taschenbuch

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kafka kurz und bündig, 29. Mai 2009
Fr. Urban bietet mit diesem kleinen, preisgünstigen Buch einen sehr schön systematischen Überblick über die Kafka-Hauptwerke mit tabellarischen Darstellungen und übersichtlich formatiertem Textaufbau. Die Interpretationen der Stücke enthalten die grundsätzlichen Elemente. Dem Literatur interessierten Schüler als erste Kafka-Erläuterung sehr zu empfehlen. Aber auch als fortgeschrittener Kafka-Freund schaut man gern mal schnell hinein wegen der guten Übersichtlichkeit.
(Das o.g. gilt natürlich auch immer für die Schülerin... etc.)


Franz Kafka: (Literaturwissen)
Franz Kafka: (Literaturwissen)
von Carsten Schlingmann
  Taschenbuch

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen LITERATURWISSEN KURZ UND KNAPP, 28. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: Franz Kafka: (Literaturwissen) (Taschenbuch)
Ich meine, man kann sich überhaupt nicht zu Kafka äußern (leider werden Heerscharen von Schülern trotzdem dazu verdonnert) wenn man sich nicht seiner Sprache nähert, und dazu muß er auch in einem solchen Büchlein natürlich viel im Original zu Wort kommen. Aber wer eben die "sirenenhafte Verlockung Kafkascher Texte" nicht spürt, dem wird das alles nicht viel nützen. Meiner Meinung bietet Schlingmann in seinem kleinen unspektakulären Büchlein eine gute Gesamtübersicht über den Dichter und ist für Germanistik Interessierte ein guter Einstieg in die Kafka-Welt.


Kafka und der Film: Über kinematographisches Erzählen
Kafka und der Film: Über kinematographisches Erzählen
von Peter-André Alt
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,90

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kafka als Kameramann, 27. Mai 2009
Gewiss "Kafka und der Film" macht es dem nicht Germanisten-Leser nicht ganz leicht. Wer Alts Sprache von "Kafka Der ewige Sohn" kennt, wird feststellen, das man hier noch etwas mehr investieren muss. Ich gebe zu, dass ich häufig das Fremdwörterbuch herangezogen habe. Aber du wirst wirklich für die Mühe belohnt ! Einfach mal eine Seite zweimal lesen.
Alt eröffnet einen Blick auf Kafka und sein Schaffen und stößt tatsächlich eine neue Tür auf.
Einerseits lenkt Alt die Aufmerksamkeit auf den Aspekt dieses scheinbar Trivialen bei Kafka, der bisher kaum (außer bei Zischler) so ausgeprägt angesprochen wurde. Andererseits wird herausgearbeitet, dass Kafka eben nicht vom Kino in seiner herkömmlichen Form mit Filmhandlung und Starkult beeindruckt war, sondern dass er den Betrachtungsansatz des Kameramannes und Regisseurs, und auch der optischen Inszenierung vertrat. Alts Buch lehrt mich, dass Kafka (der Zeit seines Lebens Probleme mit akustischen Ereignissen hatte) demnach ein ausgesprochen optisch bestimmter Mensch war. Mit diesem Wissen im Hintergrund erscheinen so viele andere im Buch nicht aufgeführte Szenen aus den Kafka-Werken in genau diesem kinematographischen Licht und bekommen da eine neue Zuordnung, sei es der ums Telefon tanzende Nachbar, der Schnaps trinken lernen wollende Rotpeter oder die chaplinesken, unnützen Gehilfen des Landvermessers mit ihren Verrenkungen.

Ich denke, dass dieses Buch, auch wenn es etwas störrisch für die Leser sein mag, ein toller Beitrag ist, um das Bild Kafkas weiter zu entwickeln und zu entstauben. Von daher für jeden wirklich Kafka-Interessierten unbedingt zu empfehlen


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