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Rezensionen verfasst von
Todsänger

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Im Mond des Styx: Roman
Im Mond des Styx: Roman
von Alexander Lohmann
  Taschenbuch
Preis: EUR 15,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Im roten Licht des Styx..., 29. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: Im Mond des Styx: Roman (Taschenbuch)
...wurde am Ufer des Lethe eine schreckliche Schlacht ausgetragen, zwischen Menschen und den dämonischen Walaren. Damals ging die menschliche Rasse unter der Führung des Kriegers Sardik als Sieger hervor.
Dies Alles ist nun schon lange vergangen und zu einer Legende verkommen. Doch dann beginnt sich der mächtigste unter den sieben Monden erneut zu runden...

Gontas ist der beste Krieger der Buschläufer und Häuptling des Stammes der Cefron. Eines Tages taucht ein junges Mädchen an den Zelten seiner Sippe auf, das er kurzerhand aufnimmt. Das Kind, das kein einziges Wort spricht wird von ihm kurzerhand Halime genannt. Eine Zeit lang bleibt das Mädchen bei ihm, doch eines Tages ist es verschwunden. Gontas fühlt sich "beraubt" und zieht sofort los. Als er sie aber endlich eingeholt hat, muss er mit ansehen, wie das Kind, das scheinbar für Größeres bestimmt ist von den Schergen des Söldnerführers Tarukan verschleppt wird. Gontas schwört Rache und tut sich dabei mit einem kampferprobten Söldnerpaar- dem einäugigen Veteran Mart und seiner einhändigen Gefährtin Tori "Hakenhand" zusammen, die die Chance auf fette Beute wittern. Das Trio ahnt noch nicht, das es sich auf ein weit größeres Spiel eingelassen hat, als es dachte...

Unterdessen stellt Swetjana dew Jerigin, eine junge, adelige Sterndeuterin aus dem weit im Norden gelegenen Königreich Modwinja unheilvolle Veränderungen am Mond des Styx fest. Sie ahnt, das damit das Ende der Welt bevorstehen könnte. Auf dem großen Ball in Wajdaka möchte sie ihre Theorien mit anderen Sterndeutern besprechen, doch auch in ihrem Land beginnt bereits der Wandel.

Alexander Lohmann legt mit "Im Mond des Styx" einen düsteren, actionlastigen Sword&Sorcery-Roman vor, mit tiefgründigen, gut gezeichneten Charakteten und interessanten Wendungen. Lohmann-typisch lassen auch wieder einige liebgewonnene Protagonisten ihr Leben, sodass zartbesaiteten Lesern wohl vom Kauf abgeraten ist. Ansonsten dürfte dieser, für sich allein stehende Roman aber genau den Nerv jener treffen, die die oben genannten Punkte schätzen. Kritisieren kann ich kaum etwas. Für meinen Geschmack waren es ein paar zu viele, für die Handlung nicht nötig gewesen wärenen Kämpfe vor allem am Anfang, aberdas sei jedem selbst überlassen. Mein absolutes Highlight in diesem Roman dagegen war der Teil "Die Kristallhochzeit" in dem man in das bizarre Reiche eines Magiers entführt wird.

Ich freue mich schon darauf, was in Zukunft noch von Alexander Lohmann kommen wird.


Wolfskrieger: Roman
Wolfskrieger: Roman
Preis: EUR 11,99

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine düstere Nordmannsaga, die nicht für jeden empfehlenswert ist, 15. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Wolfskrieger: Roman (Kindle Edition)
Vali und Feileg sind Zwillingsbrüder und doch wachsen beide getrennt von einander auf ohne etwas über die Existenz des anderen zu wissen. Der eine wächst als Sohn König Authuns, des weißen Wolfes auf, der andere unter einem Rudel Wölfe. Verbunden sind die beiden durch eine uralte Prophezeiung um Ragnarök, den Fenriswolf und Odin, den Göttervater. Und welche Rolle spielt der listige Gott Loki in diesem Spiel, dessen Ende unausweichlich der Tod ist?
"Wolfskrieger" ist ein düsterer Nordmannroman und Auftakt zu einer vierbändigen Reihe. Nach dem Lesen des Buches kann ich aber bestätigen, dass sich das Buch gut alleinstehend lesen lässt und nur wenige Verknüpfungen zum Folgeband "Fenrir" gemacht worden sind. Wer allerdings bei diesem Roman ein actionbetontes Buch à la "Kriegsklingen" erwartet, wird seinen Erwartungen wahrscheinlich nicht gerecht werden. In der Tat tauchen nur wenige Kampfschilderungen auf, auch wenn reichlich Personen abgeschlachtet werden. Der Fokus liegt viel mehr auf der nordischen Sagen- und Götterwelt wie auch auf den sehr ausführlichen Magieschilderungen, die oft mit Überwindungen der eigenen Körpergrenzen zu tun haben. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist- wer ist wer? Wer von den Brüdern ist der "Werwolf" und wer die "Wolfsangel"?
Für mich waren einige der Ideen durchaus interessant, allerdings ist "Wolfskrieger" in meinen Augen noch weit davon entfernt ein perfektes Buch zu sein. Zum einen war der Schreibstil für mich teils nicht flüssig zu lesen, zum anderen hätten auch die Charaktere noch besser ausgearbeitet werden können- aber M.D.Lachlans Hauptaugenmerk richtete sich wohl auf die Prophezeiung.

Mein Fazit: Für Fantasyleser die an der nordischen Mythologie interessiert sind und die nicht zu zart besaitet sind, um das Buch ohne Nervenschaden zu überstehen kann ich "Wolfskrieger" empfehlen. Leser, die sich dagegen eher Wikingeraction mit eindrucksvollen Kampfszenen versprechen, rate ich aber ab. Es kommen zwar solche Sequenzen vor, allerdings nur sehr selten, im Gegensatz zur Magie.


Schattenwacht-Zyklus 01. Böses Erwachen
Schattenwacht-Zyklus 01. Böses Erwachen
von Michael Thiel
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

5.0 von 5 Sternen Dynamisches, actionreiches Erstlingswerk mit packender Story!, 23. Mai 2012
Meine Reszension:

Böses Erwachen ist das Erstlingswerk von Michael Thiel und bildet den Auftakt zum Schattenwachtzyklus, der am Ende sechsbändig sein wird. Die ersten drei Bände werden vom Kampf gegen den Chiemärierfürsten Schattenwacht, die anderen drei sollen einzelne Geschichten werden.
Zur Handlung: Zu Anfang erfährt der Leser in einem Prolog wie Melek ein einfacher Junge aus einem Dorf von einem Fluch getroffen wird. Seitdem lebt Gozbad, ein hinterlistiges dämonisches Wesen in ihm, dass ihn zu grausamen Taten verleitet. Als Erstes tötet er seinen eigenen Vater.
Der Rest der Geschichte wird von zwei laufenden Handlungssträngen dominiert.
Zum einen wie Talar, ein starker Krieger und Anhänger des Gottes Bruder Mond mit einem Gefährten dem Tigermenschen Srrig, der sein Gedächtnis verloren hat aus den Fängen der Chimärier entflieht.
Zum Anderen wie der gnomische Veteran Athonon, die Halbgöttin Mera, die Nachtelfin Jade und deren Tochter Laura(wider Willen der Gruppenmitglieder) die sogenannten "vier Könige" suchen um den Kampf gegen Schattenmacht aufzunehmen. Mera ist eine dieser vier Könige. Die Gruppe wird von dem Teufelchen Zeeris begleitet und dem sprechenden Chamäleon Taffi, die bei mir für einige Lacher sorgten.
Nebenbei, sind in diesem Roman eine Karte, eine Chronik und eine Kurzgeschichte aus der Welt von Theb Nor enthalten, was ich als sehr schön empfunden habe.

Michael Thiel der 25 Jahre Kampfsport betrieben hatte bietet uns harte, realistische Kämpfe, in die er sein gesamtes Wissen verarbeitet und eine spannende Story mit vielen verschiedenen, gut gezeichneten Charakteren. Schlecht finde ich nur, dass man zu wenig Einblicke in das Reich der Chimärier bekommt, was der Autor aber sicher in den Folgebänden ändern wird.

Meine Wertung(+ und -)

+schönes Cover
+starke Charaktere (betrifft Ausarbeitung, nicht physische Kraft)
+packende, realistische Kampfszenen
+umfangreiche Extras
+Vielfalt an Charakteren
-zu wenig Einblicke in das Reich der Chimärier
-Kartenbeschriftung nicht gut lesbar


Asylon: Roman
Asylon: Roman
von Thomas Elbel
  Taschenbuch

2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Asylon, 23. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: Asylon: Roman (Taschenbuch)
Nachdem die Welt von einer Klimakatastrophe zerstört wurde, dem sogenannten Surge, bleibt Asylon die letzte Stadt der Erde, in der sich die Menschen hinter Freischussanlagen und Minenfeldern gegen militante Nomadenscharen verschanzt haben. In der Stadt selbst herrscht das Verbrechen. Untergrundbanden und Klanchefs regieren den unwirtlichen Ort; Mord und Totschlag sind an der Tagesordnung.

Das Buch wird hauptsächlich aus der Sicht zweier Hauptcharaktere erzählt:
Torn ist Masterleveller, einer jener Leute, die dafür zuständig sind, das Gleichgewicht zwischen den Klans erhalten bleibt und keiner die Übermacht gewinnt. Bei diesen Maßnahmen ist es durchaus keine Seltenheit, wenn dabei die Söhne der jeweiligen Gruppierung oder der Anführer selbst erschossen werden.
Saina Amri ist Angestellte in einem Krankenhaus.

Als Torn an der Grenze der Stadt die Leiche einer Frau findet, ist das zunächst nichts besonderes. Sie wired für eine der Nomaden gehalten, die versuchen in die Stadt einzudringen. Doch dann stellt er fest, dass die Person augenscheinlich nicht in die Stadt hinein wollte, sondern sie im Gegenteil verlassen wollte. Und was hat es mit dem seltsamen Amulett auf sich, dass sie bei sich trug.

Inzwischen bemerkt Saina das Fehlen ihrer Nachbarin Lynn, als deren kleine Tochter Poosah nachts in ihr Zimmer kommt. Sie geht der Sache nach und findet heraus, dass es sich bei ihr um ebenjene von Torn und dessen Kumpan Scooter gefundene Leiche handelt.

Gleichzeitig wird Torns Privatleben drastisch auf den Kopf gestellt und er wird aus dem Dienst des Masterlevellers entlassen und als vogelfrei erklärt.

Ich habe das Buch mit Anderen in der Leserunde besprochen und hatte zudem den Vorteil Thomas direkt Fragen stellen zu können. Allerdings haben wir es auch so geschafft viele der Rätsel, die Asylon verbirgt gemensam im Vorraus zu lösen. Nichts desto Trotz war der Debütroman, bei dem es sich um einen Einzelband handelt extrem spannend zu lesen, wofür auchbesonders die Figur des mysteriösen Edward gesorgt hat. Am Ende sind nahezu alle Fragen gelüftet worden und ich kann aus diesen Gründen das Buch weiterempfehlen.

Das einzige, was ich wirklich kritisieren kann ist, dass Thomas in den letzten beiden Kapiteln noch eine Unmenge an Perspektivträgern eingeführt hat, um ein filmreifes Finale zu erzeugen. Bei mir hatte es jedoch er das Gegenteil bewirkt. Es hat mich eher genervt aus den Blickwinkeln von Personen zu lesen, bei denen ich mir sicher war, dass sie keine Rolle mehr spielen. Bei einigen hat Thomas sogar bestätigt, dass es sich nur um Kanonenfutter gehandelt hat.

Das Finale an sich war dann aber wieder hochspannend und das Ende hat meine Erwartungen an das Buch ausreichend erfüllt.

Mein Fazit zu Buch und Leserunde:

Ein spannender Roman mit einigen unvorhergesehenen Wendungen, der zum rätseln anregt und mit einem Autor, der sich äußerst aufgeschlossen gegenüber Kritik zeigt und von dem wir sicherlich in Zukunft noch viel hören werden.


Kryson: Das Buch der Macht
Kryson: Das Buch der Macht
von Bernd Rümmelein
  Broschiert
Preis: EUR 14,95

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Von neue Ideen und Enttäuschungen, 22. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: Kryson: Das Buch der Macht (Broschiert)
Kryson Das Buch der Macht

Mit seinen Romanen Die Schlacht am Rayhin, Diener des dunklen Hirten, Die Zeit der Dämmerung und Das verlorene Volk hat Bernd Rümmelein seine schriftstellerische Leistung und Kreativität bereits eindrucksvoll unter Beweis bestellt. Mit Das Buch der Macht liegt nun der fünfte und vorletzte Roman des sechsbändigen Zyklus vor. Der sechste Band wird wie Bernd in seinem Blog ankündigte 2012 erscheinen, auch wenn der Otherworldverlag aufgelöst worden ist.
Was darf der Leser von Das Buch der Macht erwarten? Wie auch die vorherigen Bände schafft es der Autor durch seine Kreativität zu bestechen. In den Brutstätten, dem Kontinent Fee, den wir in diesem Roman zum ersten Mal zu Gesicht bekommen und dem Buch Ulljans selbst konnte Bernd Rümmelein das auch im fünften Teil wieder zur Genüge beweisen. Auch darf man sich auf eine spektakuläre Luftschlacht zwischen den Luftschiffen der Nno-bei-Klan und den Drachenchimären freuen.
Allerdings muss ich trotz alledem sagen, dass das Buch der Macht meiner Meinung nach der bislang schlechteste Krysonteil ist:
Zum einen bleiben die detailreichen Beschreibungen auf der Strecke. An sich ist daran eigentlich nichts auszusetzen, da sich die Handlung ja nun merklich dem Finale nähert und auch Spannung und Action deutlich im Gegensatz zu Das verlorene Volk anziehen. Doch wenn Figuren, die über viele Kapitel detailreich vorgestellt wurden, dann innerhalb von wenigen Sätzen sterben, fragt man sich: warum dann das Ganze?
Zum anderen die Suche nach dem Buch der Macht. Seit Diener des dunklen Hirten haben wir sie schon erwartet. Insgesamt hat es für die Suche dann ein Kapitel in Anspruch genommen. Auch wenn die Prüfung durch Tarratar äußerst interessant und spannend zu lesen war, ging mir dies ebenfalls zu schnell.
Abgesehen davon bleibt Das Buch der Macht aber ein weiterer spannender Roman der Reihe, mit vielen neuen Ideen und Wendungen, die das Buch unvorhersehbar machen, zudem die absolute Ungewissheit wer am Ende noch leben wird und wer nicht'
Alles in allem also ein weiterer spannend zu lesender Roman aus der Feder Rümmeleins, der zwar Schwachstellen aufweist, die aber Fans von Kryson keineswegs abschrecken dürften.
Vier von fünf Sternen.


Die Wächter Edens
Die Wächter Edens
von Stephan R. Bellem
  Broschiert
Preis: EUR 13,19

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Krieg zweier Engel, 22. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: Die Wächter Edens (Broschiert)
Meine Rezension zu "Die Wächter Edens"

Nach den Büchern um den Kontinent Kanduras und "Portal des Vergessens" ist "Die Wächter Edens der nunmehr fünfte Roman aus der Feder von Stephan R. Bellem. Positiv zu vermerken ist der sehr flüssige Schreibstil, indem man wieder Steigerungen zu früheren Werken Bellems erkennen kann und ebenso das die Spannung für mich beim Lesen so gut wie immer gegenwärtig war.
Die zwei Hauptprotagonisten Arienne, die Reporterin und Antonio, ein Schweizergardist kommen sehr sympathisch und glaubwürdig an, nur im Finale wirkten einige Entscheidungen schlecht nachvollziehbar, doch dazu später.
Die Geschichte beginnt mit einer Jagd durch eine verlassene U-Bahnstation. Am nächsten Morgen ist der Verfolgte nur noch ein verbrannter Leichnam. Arienne, die bereits zuvor in zwei ähnlichen Fällen recherchiert hat geht der Sache nach. Begleitet wird sie dabei von ihrem erfahrenem Kollegen Tom, der als Journalistenveteran noch den einen oder anderen Kniff auf Lager hat. Die Suche nach dem Täter wird bald gefährlich...denn es scheinen nicht nur Menschen die Stadt zu bevölkern.
Antonio, ein Mitglied der Schweizergarde wird nach Deutschland gesendet um sich der Organisation der "Paladine" anzuschließen, die von dem mysteriösen Vincent angeführt wird. Doch was hat es mit ihm und seinem verhassten Erzgegner Nathanael wirklich auf sich? Und Antonio muss erfahren, dass Dracula persönlich nur wenige Blocks entfernt haust.
Alles in allem ist "Die Wächter Edens" ein sehr spannender und gut unterhaltender Roman. Nur im letzten Drittel beginnt das Buch zu schwächeln. Einge Entscheidungen wirken unnachvollziehbar, das Ende geht viel zu schnell vorüber und auch ein paar fragen bleiben offen.
Ich hatte das Glück in der Leserunde ständigen Kontakt mit dem Autor zu haben, so das vieles von dem was ich eben aufgezählt hatte, für mich zufriedenstellend erklärt wurde. auch die Hintergründe waren sehr interessant. Schade, dass Stephan R. Bellem hier Potenzial verschenkt hat, das das Buch zweifelsohne gehabt hätte. Auch die Fantasygestalten (unter denen auch meine Lieblingsfigur ist) kommen viel zu kurz.
Trotzdem, auch wenn "Die Wächter Edens" gegen Ende Schwächen hinterlässt das Buch trotzdem einen guten Gesamteindruck. Es hat Spaß gemacht Theorien aufzustellen, was es mit Nathanael und Vincent auf sich hat und natürlich gab es auch Diskussionen über die verschiedenen biblischen Aspekte. Insgesamt ein spannendes Buch, dessen Möglichkeiten aber leider nicht vollständig genutzt wurden. Ich bin gespannt, was Herr Bellem aus seinen nächsten Werken machen wird...


Rückkehr ins Stirnhirnhinterzimmer
Rückkehr ins Stirnhirnhinterzimmer
von Boris Koch
  Broschiert
Preis: EUR 4,95

5.0 von 5 Sternen Das Stirnhirnhinterzimmer öffnet erneut seine Pforten..., 21. Mai 2012
Rückkehr ins Strinhirnhinterzimmer

Rückkehr ins Strinhirnhinterzimmer ist der zweite von bislang drei erschienen Anthologien aus den Federn des Berliner Lesebühnentrios Markolf Hoffmann, Christian von Aster und Boris Koch. Zuvor hatte ich bis auf den Justifiersroman "Sabotage" noch nichts von den genannten Schriftstellern gelesen. Aber zumindest bereitete mich Herrn Kochs Lektüre schon einmal darauf vor, dass dieses Buch und auch die dazugehörige Leserunde "außergewöhnlich" werden konnte.
Tatsächlich werden die verschiedensten Themen aufgegriffen, wobei oft auch gesselschaftliche Kritik mal mehr ("Erwin das Glückskind"), mal weniger ("Sülze") subtil geübt wird.
Der phantastische Aspekt ist in allen der insgesamt 18 Kurzgeschichten enthalten, wobei er bei einigen allerdings nur am Rande eine Rolle spielt.
Die Höhepunkte der Antholgie stellten für mich ganz klar die Himmel-und Hölleerzählungen dar, wobei ich vor allem Herrn von Asters Version gerne einmal live gelesen erleben würde und auch das finale Ende, dass bereits den ominösen Titel "Stirnhirnhinterzimmer" trägt bildet einen guten Abschluss dieser skurillen Kurzfgeschichtensammlung.
Weniger gefallen haben mir dagegen die Elviserzählungen, aber das ist wohl Geschmackssache und man wird kaum eine Antholgie finden, indem einem alle Geschichten gefallen.
Ich kann diese Anthologie daher jedem Interessiertem nur weiterempfehlen. Solche innovativen und kreativen Ideen, wie sie hier verwendet werden, trifft man leider nur selten an.


Bartimäus - Der Ring des Salomo: Band 4
Bartimäus - Der Ring des Salomo: Band 4
von Jonathan Stroud
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bartimäus reißt Alles raus!, 21. Mai 2012
Als Leser von "Das Amulett von Samarkand", "Das Auge des Golem" und die "Pforte des Magiers" bereits ein Bartimäus-Veteran war ich bereits sehr gespannt, als ich hörte das wider Erwarten ein neues Buch um den, zurecht so genannten spitzzüngigen Dschinn erscheinen würde. Würde es Jonathan Stroud gelingen wieder dasselbe Feeling bei den Lesern zu erzeugen?
Zunächst einmal etwas Allgemeines für all jene, welche mit dem Begriff "Bartimäus" noch nichts anfangen können. Bei dieser ominösen Gestalt auf dem Buchcover handelt es sich um niemand anderen als den Dschinn persönlich. Ein Dschinn ist ein Dämon aus der dritt- und vierthöchsten Kategorie. Insgesamt gibt es viele verschiedene Arten, welche alle ihr eigenen Eigenheiten und Fähigkeiten besitzen(beispielsweise das Wandeln der Gestalt). Eingefleischte Bartimäusfans können diese bereits auswendig. An erster Stelle stehen die Mariden, danach folgen die Afriten, bei denen es sich um die höchsten Geister handelt, welche von einem einzigen Zauberer beschworen werden können, danach kommen die Dschinn und so weiter. Dabei gilt es für die jeweilig niedrigeren Dämon am Ende der Nahrungskette immer sich vor Höheren in Acht zu nehmen, während sie Niedrigere problemlos tyrannisieren können.
Ein wichtiger Aspekt dabei ist, dass die Dämonen von dem Magier aus einer Art Astralwelt herausbeschworen werden, um ihnen dann Aufgaben zu stellen, welche sie erfüllen müssen. Dies kann von einfacher Wohnungsrenovierung bis zu schwerer Knochenarbeit so ziemlich alles sein. Dabei muss der Beschwörende aber stets darauf achten, dass das Pentagramm lückenlos ist- denn ein einziger Fehler reicht aus und schon sind die Rollen neu verteilt- was in der Regel zum Tod des Magiers führt.
Auch in der "Ring des Salomo" wird Bartimäus gleich zu Beginn mit dieser Problematik konfrontiert. Es gelingt ihm den Zauberer zu überlisten und freut sich bereits auf seine Rückkehr in die Dämonengefilde, als er bereits erneut beschworen wird. Denn am Hof des Königs Salomo wird kein Dämon einfach so aus seinem Dienst entlassen und diesesmal landet er in der Obhut von Khaba, einem der schrecklichsten Herren, die man als Dämon nur haben kann. Zum Glück (zumindest für den Leser) trifft er in dessem Dienst auch Faquarl, seinen ewigen Rivalen wieder, was Kenner der chronologisch später angesiedelten Trilogie sicher freuen wird.
Auch diesesmal ist Bartimäus nicht alleiniger "Protagonist of View". Auch asmira eine Attentäterin der Königin von Saba mischt mit, welche den Auftrag König Salomo zu töten...
Und ja der Ring, den Bartimäus da in den Händen dreht und der auch schon im Titel groß angekündigt wird spielt natürlich auch noch eine Rolle, doch das lest besser selbst.
Trotz des gemächlichen Einstieg habe ich eigentlich von der ersten Seite an wieder das alte Bartimäusfeeling verspürt, zudem ist Jonathan Stroud die Atmosphäre um König Salomos Hof wirklich sehr gut gelungen und das Finale ist so wie man es sich von einem Bartimäus nur wünschen kann. Meine klare Kaufempfehlung, sowohl für Neulinge in der Welt von Bartimäus, als auch für alteingesessene Fans.


Barbarendämmerung
Barbarendämmerung
von Tobias O. Meißner
  Broschiert

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Barbarendämmerung, 17. Mai 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Barbarendämmerung (Broschiert)
Meine Rezension zu "BARBARENDÄMMERUNG"

Der Delinquent war außergewöhnlich groß- Sein Körper starrte vor Schmutz, wies aber beeindruckend modellierte Muskeln und auch etliche Narben auf. Man konnte sein Gesicht nicht sehen, aber sein nur mit einem Schurz aus grobem Leinen bekleideter Leib schien jung zu sein, höchstens Mitte zwanzig.
Das ist die erste Beschreibung unseres Protagonisten, welche wir in Tobias O. Meissners neuestem Werk zu lesen bekommen. DER Barbar wird zu seinem Hinrichtungsplatz geführt, wo ihm der Tod durch Köpfung droht, nachdem er vier Männer erschlagen hat. Doch es ist er selbst, der den Ort, an dem er Sterben sollte (und der Welt damit sicherlich einen großen Gefallen getan hätte) in ein Blutbad verwandelt. Denn wer sich dem Barbaren entgegenstellt, muss unweigerlich sterben...
Er mordet, er brandschatzt, er vergewaltigt, er säuft, er frisst und er hurt, dass ist sein einziger Daseinszweck. Er nimmt sich das, was er will, kennt kein Gesetz und keine Regel an. Er ist die ultimative Kampfmaschine. Er hält Sprechen für ein Zeichen der Schwäche, verachtet die Zivilisation und sucht nach immer größeren Herausforderungen.
Trotzdem ist Tobias Buch keine reine Schlachterorgie, auch wenn der Actiongehalt weitaus höher ist als bei "Die Soldaten" oder den "Im Zeichen des Mammuts"-Büchern. Die einzelnen Kurzgeschichten, welche jedoch chronolgisch miteinander verbunden sind und in denen man sich auch über wiederkehrende Figuren freuen darf erzählen alle eine eigene, gut ausgearbeitete Story mit anderer Grundidee. Die Questen, welche der Autor deinem "Helden" auferlegt sind im seltensten Fall reines Abschlachten. Ein wichtiger Aspekt des Buches wird bereits in dem Zitat von Robert E. Howard zu Beginn des Romans deutlich. Wer sind die eigentlichen Barbaren? Vor allem in dem (natürlich extremen) Kapitel FReSSeN wird das deutlich.

Das "BARBARENDÄMMERUNG" ein außergewöhnliches Buch ist merkt man im Übrigen bereits bei der Überschrift des ersten Kapitels. Die Konsonanten sind im Gegensatz zu den Vokalen groß geschrieben. Wie in jedem seiner Bücher versucht Tobias auch diesmal wieder neue Ideen zu verwenden. Außergewöhnliche Schilderungen wie: "Der Mond steckte fest in einem Morast aus Wolken" etc. habe ich bislang bei keinem anderem Schriftsteller zu lesen bekommen. (wobei ich zum größten Teil im phantastischen Bereich ansässig bin)

Insgesamt kann man sagen, dass es sich bei BARBARENDÄMMERUNG wieder mal um einen rundum gelungenen, erfrischend zu lesenden Roman handelt. Lediglich zwei der Kapitel sagten mir weniger zu, aber so etwas ist wohl bei jeder Anthologie der Fall. Sowohl alteingesessene Meissner-Fans, als auch Freunde actionlastiger Fantasy dürfen beherzt zugreifen.


Die Soldaten: Roman
Die Soldaten: Roman
von Tobias O. Meißner
  Gebundene Ausgabe

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Jenseits der Festungsmauern..., 24. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Die Soldaten: Roman (Gebundene Ausgabe)
Reszension zu "Die Soldaten"

Eremith Fenna ist Leutnant der Stadtgarde in der, mit Gift verseuchten Stadt Chlayst. Nach mehrmonatigen Lazarettbesuch wird er in den Norden geschickt, um neue Rekruten in der Festung Carlyr auszubilden. Diese ist das Einzige was zwischen dem Affenmenschenland und den Ländern südlich der Kjeerklippen steht. Nachdem die Königin vor wenigen Monaten einen Feldzug gegen die Affenmenschen gestartet hatte, bei dem fast alle Soldaten tödlich verendeten, ist die Bastion nun unterbesetzt und Fenna soll die leer getöteten Ränge wieder auffüllen.
Zu Beginn verflucht der Chlayster noch seinen Befehl, doch schon bald wächst er in seine Aufgabe hinein und nimmt sich vor, seinen Grünhörnern sämtliche Kniffe beizutragen, die er selbst erlernt hat. Bei der Kompanie handelt es sich um einen bunten Haufen mit vielen gut ausgearbeiteten Charakteren: So ist dort beispielsweise Jeo Kertz, von den übrigen Rekruten einfach nur "Das Scheusal" genannt, eine Person, die meiner Meinung nach gute Chancen hat eine Kultfigur zu werden. Dann Alman Behnk,dass dicke Grünhorn,mit stets fröhlichem Gemüt, der versucht über seine körperlichen Grenzen zu gehen, Nilocas Deleven, der Mann mit der wohl größten Kampferfahrung, der eine düstere Vergangenheit besitzt, Garsid, ein glatzköpfiger Gallikoner, Fergran von den Holtzenauen, der bei den Schmetterlingsmenschen Heilkunde studiert hat, Gerris Resea und viele andere, jeder für sich ein eigenes Individuum mit Stärken, Schwächen und Eigenarten.
Im Laufe des Buches wird Fenna dann noch ein zweiter Hauptcharakter an die Seite gestellt:
Die Akademieoffizieren Loa Gyffs, die ab sofort gemeinsam mit ihm das Kommando über die dritte Kompanie führt, wodurch sich interessante und unterhaltsame Gespräche zwischen den Leutnants ergeben.

"Die Soldaten" ist in zwei große Teile gespalten: Zum einen die Ausbildung, die für den Leser sehr unterhaltsam ist und in dem man die vielen Charaktere kennenlernt. Im zweiten Teil werden dann die Soldaten mit dem blankem Ernst im Feindesland konfrontiert, dass einige Überraschungen bereithält und für düstere Stimmung sorgt. In jedem Moment liegt die Gefahr greifbar in der Luft.

Bei dem Titel des Romans "Die Soldaten" mag der Leser sofort an epische Schlachten, Gemetzel und den Untergang ganzer Reiche denken. Wer so etwas erwartet ist bei diesem Roman fehl am Platz. Tobias O. Meißner gehr rar mit Action um und zeigt das eindringliche Soldatenleben. Denn Soldaten sind Menschen keine Maschinen und so behandelt er in seinem Buch durchaus aktuelle Themen wie Insubordination, Desertion und den Sinn des Krieges. Durch seinen außergewöhnlichen Schreibstil hat er es geschafft mich von der ersten Seite an zu fesseln und dem atmosphärischen Finale noch lange nachhängen zu lassen. Für mich zählt dieses Buch zu den Besten des Jahres und kann bloß weiterempfohlen werden. Deshalb: 5 Sterne
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 8, 2013 12:29 AM MEST


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