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Rezensionen verfasst von
Franz Meier

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Brasil 2014. Die Weltmeisterschaft. Das Buch.
Brasil 2014. Die Weltmeisterschaft. Das Buch.
von Klaus Hoeltzenbein
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 39,90

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fünf Sterne Buch zum 4. Stern, 31. Juli 2014
Dies Werk ist keines der üblichen Turiner-Rückblicksbücher. Das ist es auch, aber es ist noch viel mehr. Es ist auch ein Brasilienbuch - und ein Buch über die Highlights früherer Weltmeisterschaften. Man blättert, man liest, man liest sich fest, man liest vor. Man lässt das Buch auf dem Ess- oder Wohnzimmertisch herumliegen: die Kinder blättern, lesen, lesen sich fest, lesen sich gegenseitig vor und diskutieren, ob es von dieser oder jener Szene nicht noch ein besseres Bild gegeben hätte.
Der besten Sportredaktion Deutschlands ist hier mal wieder ein Meisterwerk gelungen. Ich habe es schon 3x verschenkt (beim Buchhändler des Vertrauens gibts Exemplare - v.a. Aber kann man es als Abonnent der SZ in deren shop günstiger erwerben), werde das - auch zu Weihnachten - sicher noch ein paarmal tun und kann es nur jedem - zur eigenen Erinnerung, aber auch als Geschenk - wärmstens empfehlen.


Widerstand und Auswärtiges Amt: Diplomaten gegen Hitler
Widerstand und Auswärtiges Amt: Diplomaten gegen Hitler
von Jan Erik Schulte
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein notwendiges und differenzierendes Buch, 26. November 2013
Ein kluges, ein differenziertes und differenzierendes, vor allem auch ein notwendiges Buch. Es zeigt an ein paar interessanten Beispielen – auch (und das ist besonders verdienstvoll) aus verschiedenen Hierarchieebenen, dass, wo und wie im Auswärtigen Amt Widerstand gegen die NS-Diktatur geleistet wurde. Und es tut dies, ohne auch nur in Ansätzen den Eindruck zu erwecken, das AA sei ein Hort des Widerstandes gewesen. – Das war es nicht – und der professionelle Hauptcharakterzug der Diplomaten ist und bleibt der Opportunismus.

Aber: das AA war eben auch keine Verbrecherhöhle, wie der miserable Band Das Amt und die Vergangenheit: Deutsche Diplomaten im Dritten Reich und in der Bundesrepublik 2010 behauptete. Das vorliegende Buch ist in Teilen auch als Antwort auf diesen Kommissionsbericht zu sehen. Es rückt zurecht, zeichnet individuelle Biographien und Schicksale dort, wo „Das Amt“ pauschaliert und mit plumper, überholt geglaubter Kollektivschuld argumentiert. Dies ist also sozusagen das eine Antwortbuch. Dass es hier lediglich 4 Sterne erhält liegt daran, dass –wie immer in Sammelbänden – manche Autoren besser schreiben können als andere. Manche tun das eben ziemlich hölzern. Ein weiteres, mindestens ebenso spannen „Gegenbuch“ Diplomatenjagd: Joschka Fischer, seine Unabhängige Kommission und Das AMT hat übrigens gerade Daniel Koerfer vorgelegt – durchweg spannend und lesbar geschrieben, wie bei diesem Autor seit seinem Buch über Adenauer und Erhard nicht anders zu erwarten.

Insgesamt wird mit diesen beiden Büchern die Diskussion über die Geschichte des AA und seiner Diplomaten wieder fundierter und wissenschaftlicher, als das seit dem in erster Linie geschichtspolitisch motivierten Werk „Das Amt“ der Fall gewesen war. Es ist zu hoffen, dass dazu auch der demnächst erscheinende Band Das Auswärtige Amt und seine umstrittene Vergangenheit: Eine deutsche Debatte beiträgt, der die wichtigsten Beiträge aus der Diskussion seit 2010 versammelt.


Das Amt und die Vergangenheit: Deutsche Diplomaten im Dritten Reich und in der Bundesrepublik
Das Amt und die Vergangenheit: Deutsche Diplomaten im Dritten Reich und in der Bundesrepublik
von Eckart Conze
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 34,95

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Subventionierte Fleißarbeit mit vielen Schwächen, 21. November 2013
Was für eine vertane Chance. – Da bekommt eine vielköpfige Historikerkommission Millionen an Steuergeldern, um sich über Jahre mit der Geschichte des Auswärtigen Amtes zu beschäftigen und dann kommt ein derartig dürftiges Ergebnis heraus. Zunächst: das Buch ist schlicht schwer lesbar, um nicht zu sagen schlecht geschrieben. Trotz des sehr erfahrenen Lektors Thomas Karlauf merkt man, dass hier nicht nur die vier auf dem Cover genannten Herausgeber, sondern noch mindestens ein weiteres Dutzend Autoren am Werk waren .Herausgekommen ist keine Geschichtserzählung, sondern ein hölzern bürokratischer Text.

Zum zweiten sind die Kernthesen des Buches fragwürdig: zum einen wird behauptet, das AA und seine Diplomaten seinen zentral verantwortlich gewesen für den Mord an den Europäischen Juden. Zum zweiten wird dem AA nach 1945 personelle Kontinuität mit der braunen Vergangenheit vorgeworfen. Zum beiden Kernthesen – und vielen Details der historischen Analyse gab es massive Kritik. Am prägnantesten zusammengefasst hat diese der Berliner Geschichtsprofessor Daniel Koerfer in seinem sehr lesenswerten (und gut lesbaren!)jüngsten Werk Diplomatenjagd: Joschka Fischer, seine Unabhängige Kommission und Das AMT.

Und schließlich ist der Titel Etikettenschwindel. "DAS AMT" ist eben gerade KEINE umfassende Geschichte des Auswärtigen Amtes und seiner Diplomaten in der Nazi-Zeit und der Bundesrepublik, sondern beschränkt sich ausschließlich auf die Verstrickung des AA in den Völkermord an den Juden – sowie personelle Kontinuitäten nach 1945. Die historische Forschung ist sich inzwischen einig: ein Buch mit vielen Schwächen und falschen Kernthesen. Den zweiten Stern vergebe ich hier nur, weil es doch eine Fleißarbeit mit einigen durchaus interessanten Details ist - die man allerdings in der Wortwüste suchen muss wie das sprichwörtliche Sandkorn.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 20, 2013 10:35 AM CET


Diplomatenjagd: Joschka Fischer, seine Unabhängige Kommission und Das AMT
Diplomatenjagd: Joschka Fischer, seine Unabhängige Kommission und Das AMT
von Daniel Koerfer
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,90

14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannend wie ein historischer Krimi, 20. November 2013
Das Buch liest sich über weite Strecken wie ein Krimi. Der Berliner Geschichts-Professor (Freie Universität) Daniel Koerfer (bekannt geworden Ende der Achtziger Jahre mit seiner Studie „Kampf ums Kanzleramt. Erhard und Adenauer“) erzählt die Geschichte, wie der damalige Außenminister Joschka Fischer eine Historiker-Kommission einsetzte, die die Geschichte des Auswärtigen Amtes in der Nazizeit erforschen sollte .Diese Kommission hat, so zeigt Koerfer eindrucksvoll an vielen Beispielen, schlampig gearbeitet, Quellen falsch interpretiert und auch für die Zeit nach 1945 die falsche These aufgestellt, nämlich behauptet, dass die alten braunen Seilschaften für massive Personelle Kontinuität gesorgt haben, statt die richtige Frage zu stellen, warum den aus den ehemaligen Pgs, den Mitläufern und ja, auch den Schreibtischtätern nach 1945/49/52 dann loyale Beamte der neuen Bundesrepublik wurden und halfen, diese zu einer stabilen Demokratie – fest verankert im westlichen Bündnis zu machen. Thomas Schmid hat dazu in einer sehr ausführlichen Besprechung des Buches in der WELT das Notwendige gesagt (den link kann ich hier leider wegen amazons Rezensionsrichtlinien nicht angeben - man kann ihn aber leicht googeln).

Wer Koerfer gelesen hat, der fragt sich, wie der damalige (und inzwischen bald ehemalige) Außenminister Westerwelle, als ihm der Kommissionsbericht Ende 2010 überreicht wurde, verfügen konnte, derselbe solle künftig zum Pflichtprogramm der Ausbildung von Nachwuchsdiplomaten gehören. Sollte das tatsächlich noch immer der Fall sein, so muss Koerfers Studie künftig komplementär dazugehören. Schon um die künftigen Diplomaten zum selbständigen Denken zu erziehen.

Ja, im Auswärtigen Amt gab es Nazis. Es gab viele Mitläufer (nicht wirklich überraschend, ist doch Opportunismus eines der hervorstechendsten Charaktermerkmale vieler Diplomaten)– und eine Handvoll Täter. Aber: das Auswärtige Amt war – anders als Fischers Kommission es behauptet – eben nicht eine – oder gar DIE Schaltzentrale der Planung und Durchführung des Völkermordes an den europäischen Juden.

Daniel Koerfers Buch zeigt, wie eine wirklich solide gearbeitet – und hervorragend lesbare - Studie über das Auswärtige Amt in der Nazizeit und nach 1945 hätte aussehen müssen. Seine historischen Fallstudien über Ernst von Weizsäcker ,aber auch über die deutsch-sowjetische Beutepartnerschaft zwischen 1939 und 1941 sind kleine Meisterwerke. Nicht nur für Geschichtsstudenten eines der eindrucksvollsten Details bildet Koerfers kritische Auseinandersetzung mit einem – angeblichen Schlüsseldokument, das den meisten deutschen Medien 2010 als schlagender „Beweis“ dafür diente, wie tief das AA in den Völkermord verstrickt war. „Liquidation von Juden“ stand da als Reisezweck auf der Reisekostenabrechnung von Franz Rademacher. – Ein schlagender Beweis, dass es „alle gewusst haben“? – Wohl kaum, wie Koerfer in seinem Kapitel über „Deutsche Funktionseliten im Allgemeinen und Franz Rademachers Reise nach Belgrad 1941 im besonderen“ (S.379-418) eindrucksvoll zeigt – inklusive der Abbildung von Dienstreiseantrag (S. 401) und Reisekostenabrechnung (S. 402/403). – Noch mehr wird hier nicht verraten. Das muss man selbst lesen.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 20, 2013 4:12 PM CET


Ich bin dein Mörder (Sam Burke und Klara Swell, Band 30092)
Ich bin dein Mörder (Sam Burke und Klara Swell, Band 30092)
von Ben Berkeley
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der (fast) perfekte Serienmörder, 25. August 2013
Wie die anderen frühen Rezensenten hier habe auch ich den Vorgängeband Judaswiege: Thriller (Sam Burke und Klara Swell)gelesen und war sehr gespannt auf diesen zweiten. Nun habe ich ihn endlich geschenkt bekommen, gleich gelesen - und bin begeistert. Ich finde das zweite Buch sogar noch besser als das erste.
Die aus dem ersten Band vertrauten Figuren dominieren auch dieses Buch: neben den Hauptprotagonisten Sam Burke und Klara - "Sissi" Swell v.a.auch der ebenso schrullige wie brillante Anwalt, Thibault Godfrey Stein, seine Assistentin, Pia Lindt und Adrian von Bingen.
Von der Geschichte sei hier nicht allzuviel verraten, die Spannung soll ja erhalten bleiben: sowohl Sam als auch Sissi arbeiten nicht mehr für FBI, jagen aber dennoch einen Serienmörder, Sam weil er anonyme Briefe von ihm bekommt; Sissi, weil sie für die von Adrian von Bingen gegründte "Lost Souls Foundation" leitet deren Aufgabe es ist, bislang unaufgeklärte Fällen verschwundener Menschen zu lösen.
Nach und nach werden nicht nur Sam und Klara, sondern mit ihnen auch der Leser in den Bann des neuen Falles - bzw. der neuen Fälle gezogen. Wer nur hektische Verfolgungsjagden, Schießereien und seitenweise polizeiinterne Ermittlungsarbeit erwartet ist hier falsch. Für wen sich aber Thriller v.a. auch im Kopf abspielen, der sollte beides lesen: die Judaswiege und auch "Ich bin Dein Mörder". In beiden Fällen, soviel sei verraten, wird der Serienkiller am Ende ermittelt. Die Methoden, nicht nur von Sissi und Sam, sondern v.a. auch Thilbault Steins Ideen sind oft ungewöhnlich und heben dieses Buch wohltuend von der großen Masse der immer gleichen Serienstoffe ab.
Ich bin dein Mörder ist ein großartiger Thriller - und ich freue mich schon darauf, wenn dieses Team seinen nächsten Fall lösen wird.


15:30 - Die Bundesliga. Das Buch.
15:30 - Die Bundesliga. Das Buch.
von Klaus Hoeltzenbein
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 39,90

6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Standardwerk - und einzig wahre Buch - zu 50 Jahre Bundesliga, 16. Juni 2013
Mit diesem Buch lässt sich die schreckliche, die fußballose Zeit aushalten. Denn es bietet wirklich alles zu 50 Jahre Bundesliga, was man wissen will, zum Teil weiß, aber so nochmal nachlesen - oder anschauen möchte.

Die Süddeutsche Zeitung legt hiermit das bei weitem beste Buch vor, das zu 50 Jahren Bundesliga erschienen ist. - Sie beweist damit nach einigen eher merkwürdigen Publikationen, dass Sie es - ganz in der Tradition der inzwischen längst verramschten und leider 2010 auch nicht forstgesetzten "WM-Bibliothek - doch am besten von allen Zeitungshäusern kann: Wenn Sie das Beste auffährt, was die Redaktion (und das ist in dieser Zeitung nunmal im Kern das Sportressort) zu bieten hat.

Natürlich verletzt dieses Buch mit seinem späten Erscheinungstermin alle gängigen Gesetze des Buchmarktes: die anderen Bücher zu 50 Jahre Bundesliga sind alle schon vor mindestens 1/2 Jahr erschienen. Doch dies ist eben das einzige, das wirkliuch 50 (und nicht nur 49) Bundsesligasaisons umfasst - und Bilder vom Triple-Gewinner mit dem Champions-League-Pokal.

Große Reportagen, feinfühlige Interviews, originelle Grafiken, wundervolle Bildstrecken, sensationelle Porträts und hintergründige Analysen: dies Buch ist von Genießern und Könnern für Genießer und Fans gemacht. Ein MUSS für jeden, der sich für Fußball auch jenseits von Bratwurst und Bier auf der Fanmeile interessiert.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 25, 2013 6:33 PM MEST


Ein Mann - Ein Buch
Ein Mann - Ein Buch
von Eduard Augustin
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,90

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen DAS perfekte Geschenk für jeden Mann, 20. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Ein Mann - Ein Buch (Gebundene Ausgabe)
Fast niemand wird jemals in Verlegenheit kommen, eine Boeing 747 zu landen. – Und doch ist es grossartig, in allen Details nachzulesen, wie man das sollten bei einem Transatlantikflug Pilot und Co-Pilot ins Koma fallen bewerkstelligen könnte. Ein paar Dinge sollte in der Tat jeder Mann wissen über das Leben. „Tanzen ohne Tanzen zu könnnen“ gehört zu den wichtigsten Überlebensstrategien, aber auch der Windsorknoten (doppelt und einfach) endlich binden lernen, fachmänisch einen Hai angeln oder eine Bombe entschärfen zu können machen das Leben im modernen Großstadtdschungel entschieden leichter.

Dies Werk ist ein MUSS für jeden Mann (und jede Frau, die versuchen will, die andere knappe Hälfte der Menschheit zu verstehen). Was ein wenig kurz kommt in dem Buch ist eine der letzten Männer-Domänen: das Grillen. – Doch wer hier mehr wissen will, für den gibt es zum Glück aus der gleichen Autorenwerkstatt inzwischen „Ein Mann - ein Rost: Das Grillbuch“.


Ein Mann - ein Rost: Das Grillbuch
Ein Mann - ein Rost: Das Grillbuch
von Eduard Augustin
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die perfekte Ergänzung zum Bestseller "Ein Mann ein Buch", 20. April 2013
Ein Mann ein Buch ist vielleicht DAS Geschenkbuch für Männer. Nahezu alles, was man als Mann wissen sollte - und eine Menge, was man nicht braucht, einen aber trotzdem interessiert - ist darin versammelt. Auch das Grillen kommt darin vor. – Aber: wie die Autoren wohl selbst fanden wohl mit Blick darauf, dass es sich hierbei um eines der letzten Gebiete handelt, an dem der Mann noch Mann sein darf (und will), ein wenig kurz.

So ist nun mit „Ein Mann Ein Rost - Das Grillbuch“ eine notwendige und überfällige Ergänzung zu dem Dauer-Bestseller entstanden. Alles, was man rund ums Grillen schon immer wissen wollte – und ganz vieles, von dem man bislang nicht wusste, dass man es wissen sollte ist hier versammelt: man lernt selbst Wurst herzustellen, zu köhlern und Ferkel am Asandokreuz zuzubereiten.

Natürlich gibt es auch Rezepte, aber davon lebt das graphisch wunderbar gestaltete Buch nicht. Die Autoren nehmen Grillen als Lebensart- und –form ernst. Sie haben dazu ein umfassendes Kompendium gestaltet, mit viel Liebe zum Detail und hintergründigem Humor. Ich habe es rechtzeitig zur neuen Grillsaison geschenkt bekommen, weiss schon jetzt diverse Anlässe, bei denen ich es den Sommer über Freunden mitbringen werde, bin aber auch sicher, dass es bei ganz vielen Männern unter dem Weihnachtsbaum liegen wird. Gut, dass es auch die Kapitel „Im Winter Grillen“ und „In der Sauna Grillen“ gibt.


Herrgottschrofen: Kriminalroman (Garmisch-Krimis, Band 30109)
Herrgottschrofen: Kriminalroman (Garmisch-Krimis, Band 30109)
von Marc Ritter
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

4 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Marc Ritter versteht es mit seinem neuen Regiokrimi aus Garmisch-Partenkirchen wieder wunderbar zu unterhalten, 15. März 2013
Gonzo Hartinger ermittelt wieder. Nachdem Marc Ritter in seinem ersten Garmisch-Partenkirchenen-Regionalkrimi (Josefibichl) schon großartige Momentaufnahme der Lokalpolitik und wunderschön gezeichnete Charaktere präsentierte, werden diese im neuen Fall nun wieder aktiv. Der lokale Filz zwischen Bauunternehmer und Bürgermeister wird diesmal noch gesteigert durch die Beteiligung von Ministerpräsident und Großgrundbesitzer. Marc Ritter versteht es, seine Leser auf die allerangenehmste Art wunderbar zu unterhalten, gerade weil man sich sehr gut vorstellen kann, dass es im wirklichen Leben exakt so zugeht: man kennt sich, man hilft sich - und ab und an erpresst man sich auch. Mehr wird nicht verraten, denn die Spannung soll ja erhalten bleiben und dem eigenen Genuß, dieser sehr lohnenden Lektüre nichts weggenommen werden.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 17, 2013 1:04 PM CET


Transalp 1 + 2: Der große eBook-Rätselkrimi
Transalp 1 + 2: Der große eBook-Rätselkrimi
Preis: EUR 0,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rätselvergnügen trifft Trillerspannung beim Weg über die Alpen, 24. März 2012
Ein Fortsetzungsroman im ebook-Zeitalter. Der Anfang kostenlos, danach jede Woche eine weitere Folge zum runterladen für 99 Cent. Mit Apocalypsis hat Bastei Lübbe das im vergangenen Herbst vorgemacht. Neobooks von Droemer-Knaur zieht jetzt nach.

Die ersten beiden Teile und der Prolog sind jetzt zu Beginn zu lesen. Der erste Teil ist vielversprechend, wenn der Prolog auch zunächst rätselhaft bleibt: Was hat die Frau, die ganz am Ende der Nazi-Zeit ein Buch aus einer Wohnung in München holt mit der Verfolgungsjagd zu tun, deren Beginn in dieser ersten Episode geschildert wird? Ein bergbegeisterter, bayerischer kurz vor der Pensionierung stehender Kommissar heftet sich gemeinsam mit seiner jungen, attraktiven Kollegin aus dem Norden an die Fersen eines seiner alten Kunden. Er tut dies allerdings im Auftrag des bayerischen Innenministeriums, kennt selbst die Hintergründe nicht und darf das wenige was er weiß nicht mit seiner Partnerin teilen. Alles ein wenig zuviel Aufwand und Geheimniskrämerei für ein altes, wenn auch wertvolles Buch, das aus der Münchner Staatsbibliothek gestohlen und nun wiederbeschafft werden soll.

Als Autoren für diesen Fortsetzungsroman im Digitalzeitalter hat der Verlag ein Duo gewonnen: den Regionalkrimi- Josefibichl: Kriminalromanund Thriller Kreuzzug: ThrillerAutor Marc Ritter sowie Deutschlands Rätselpapst CUS. Eine Mischung, die beste Unterhaltung durch Sprachwitz und Knobeleien verspricht. Der flüchtende Räuber hinterlässt seinen Verfolgern Rätsel, die sie lösen müssen, um auf seiner Spur zu bleiben. Wir können als Leser mitraten (Achtung, CUS ist dafür bekannt, dass man die Lösungen zu seinen Fragen nicht einfach durch googeln findet), und in der nächsten Episode dann feststellen, ob wir richtig gelegen haben (die Ermittler sind zunächst einmal auf eine falsche Fährte gegangen) und auch auf der Spur des Räubers geblieben wären.

Nach den ersten beiden Episoden zu urteilen verspricht das kurzweilige - und in seiner wöchentlichen Häppchenform auch irgendwie zeitgemäße Unterhaltung. Ich werde mir jedenfalls in der kommenden Woche die nächste Folge nicht entgehen lassen, nachdem ich mich überzeugt habe, dass die ersten beiden sowohl auf dem Kindle, als auch auf dem iPad wunderbar funktionieren.


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