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Rezensionen verfasst von
Inspektor Columbo

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Das Rätsel der Sandbank. Ein Bericht des Geheimdienstes
Das Rätsel der Sandbank. Ein Bericht des Geheimdienstes
von Erskine Childers
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,90

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Segelromantik zu Zeiten des maritimen Wettrüstens, 9. März 2007
Das Buch ist schon etwas ganz besonderes. Die Geschichte wird aus dem Blickwinkel von 2 Engländern zu Beginn des 20. Jh erzählt. Es geht um das maritime Wettrüsten, Spionage und eine kleine Liebesaffäre. Besonders interessant ist, daß das Buch genauso alt wie der Zeitpunkt der Erzählung ist und daß der Autor den Krieg (daß es ein WELTkrieg wird, war hingegen noch nicht abzusehen) bereits voraussagt. Die Ansichten, die über das damalige Deutschland von den jungen englischen Seglern kundgetan werden, und wie die deutsche Küstenbevölkerung beschrieben wird, geben Hinweise darauf, daß der Autor gut mit Deutschland vertraut gewesen sein muß. Meisterhaft werden die Navigation im Wattenmeer, das Spiel der Gezeiten und die Kunst des Segelns beschrieben. Seekarten sind im Buch beigefügt. Es ist sehr interessant dieses aus der heutigen Sicht zu betrachten und es ist erstaunlich wie weit die Techniken der Segelmannschaft und der Navigation damals schon ausgereift waren.

Ich habe beim lesen des Buches Lust aufs segeln bekommen! Die Handlung selber ist leider nicht besonders spannend und wird für meinen Geschmack auch viel zu detaillgetreu durchgekaut. Bevor irgendeine Aktion passiert, überlegen sich die Engländer immer sehr genau was wer denken könnte, wer was beabsichtigt und was der nächste Schritt der anderen Akteure sein könnte. Dann wird das Ganze nochmal genau für den umgekehrten Fall durchdacht, wobei es immer komplizierter wird und immer neue Konstellationen gedanklich durchgegangen werden, die mich schließlich schon gar nicht mehr interessiert haben. Häufig hatte ich den Eindruck, daß die beiden Segler sich irgendwas zurechtspinnen. Die großen Aktionen fehlen nämlich völlig in dem Buch und aus den wenigen Geschehnissen wird sehr viel von den beiden Hauptpersonen abgeleitet, was für den Leser sehr ermüdend ist. Trotzdem halte ich das Buch unbedingt für lesenswert, wenn man nicht allzu großen Wert auf eine perfekte Rahmenhandlung legt. Ebenso muß man berücksichtigen, daß der Autor einen Schreibstil verwendet, der nicht mit modernen Maßstäben gemessen werden kann.


Paul Temple und der Fall Jonathan: Kriminalhörspiel
Paul Temple und der Fall Jonathan: Kriminalhörspiel
von Francis Durbridge
  Audio CD
Preis: EUR 24,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Beeindruckende Qualität eines spannenden Hörspiels, 11. Februar 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Perfekte Inszenierung eines spannenden Hörspiels. Die Stimmen sind sehr gut ausgewählt, die Personen wirken plastisch und lebendig. Insbesondere beeindrucken hier Rene Deltgen, Annemarie Cordes und Edith Lechtape. Kaum vorstellbar, daß man Mitte der 50er-Jahre so eine Qualität produzieren konnte. Die Handlung ist diesmal schlüssig und ergibt ein runde Story ohne unplausible Lücken. Leider werden aber auch beim Fall Jonathan viele Fragen erst ganz am Ende in einer zügigen Erklärung von Paul Temple beantwortet, wobei nicht alle Fragen durch eigenes Kombinieren selbst zu lösen gewesen wären. Der Fall Jonathan gehört sicherlich zu den besseren Hörspielen aus der Temple-Reihe.


Double Cross - Falsches Spiel: Roman
Double Cross - Falsches Spiel: Roman
von Daniel Silva
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,95

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannend bis zum Schluß, 8. Februar 2007
Ein Thriller mit geschichtlichem Bezug. Es ist alles so minutiös beschrieben und fügt sich so gut in wahre historische Begebenheiten ein, als wäre es genauso geschehen wie im Buch geschildert. Die Handlung ist ähnlich wie "Die Nadel", wobei mir "Double Cross" etwas besser gefällt. Der historische Hintergrund ist hier detaillierter und die Geschichte erscheint mir insgesamt "echter". Wenn man weiß wer den 2. Weltkrieg gewonnen hat, ist ein Teil der Spannung zugegebenermaßen raus. Trotzdem bleibt der Nervenkitzel bis zum Schluß, weil man nicht weiß, ob die deutsche Spionin überleben wird. "Double Cross" ist einer der wenigen Romane, die ich von der ersten bis letzten Seite mit wachsender Begeisterung gelesen habe. Es ist nicht eine Seite dazwischen in der die Spannung abflacht.


Waschen, schneiden, umlegen.
Waschen, schneiden, umlegen.
von Douglas Lindsay
  Taschenbuch

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der Roman erinnert sehr an Tom Sharpes Werke, 1. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: Waschen, schneiden, umlegen. (Taschenbuch)
Der Roman liest sich sehr flüssig und ist phasenweise auch sehr witzig und very british. Er hat mich sehr an Romane von Tom Sharpe erinnert, obwohl die Handlung insgesamt gesehen nicht an Puppenmord oder Henry herankommt. Eigentlich schade, denn der Einstieg gelingt Douglas Lindsay sehr gut und die Spannung steigt bis zur Mitte des Buches rasch an, wobei auch der Humor nicht zu kurz kommt. Die Idee, daß sich der Täter in einem mittelalterlich anmutenden Kloster versteckt, ist an sich schon ein guter Handlungsrahmen. Das Klosterleben selber scheint eben schlimmer zu sein, als gleich in den Knast zu wandern. Gegen Ende lassen dann die guten und witzigen Ideen nach und das Handlungsmuster schlägt um in äußerst blutigen Mord und Totschlag, was nicht besonders originell ist und auch nicht mehr witzig.


Du musst wandern: Ohne Stock und Hut im deutschen Mittelgebirge
Du musst wandern: Ohne Stock und Hut im deutschen Mittelgebirge
von Manuel Andrack
  Taschenbuch

2 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lustmacher aufs wandern, 27. Januar 2007
So ein Buch hat wirklich noch gefehlt! Es hat mir viele Anregungen für mich und meine Wandertruppe gegeben und bei 2 Wanderungen (Lieserpfad und Rothaarsteig) hatten wir den "Andrack" auch mit dabei. Inzwischen wissen wir, daß wir uns auf Andracks Urteil verlassen können. Der Lieserpfad war hui, der Rothaarsteig war (eher) pfui, genauso drückt Andrack es ja auch sinngemäß aus. Zufällig hat Andrack genau den gleichen Humor wie ich und kann sich an den gleichen Kleinigkeiten ergötzen. Das Buch ist ja wohl auch weniger als Wanderführer gedacht (eine Karte und/oder einen "richtigen" Wanderführer benötigt man trotzdem noch), sondern mehr als ein Lustmacher auf bestimmte Wanderrouten, sozusagen eine Empfehlung von jemandem, der unter ganz bestimmten Gesichtspunkten (stimmen im übrigen mit meiner Einstellung zum wandern größtenteils überein) die Strecke für uns schon mal abgelaufen ist und davon erzählt. So fanden wir seine Beschreibungen häufig erst nach den Touren so richtig interessant und konnten ihn nur zu oft bestätigen. Auch seine Tipps zur Ausrüstung, Planung, etc. sind sehr interessant, wobei man natürlich nicht in jedem Punkt seiner Meinung zu sein braucht. Der unorthodoxe Aufbau des Buches und die Erzählweise verdienen einen Extrastern.


Herr Jensen steigt aus: Roman
Herr Jensen steigt aus: Roman
von Jakob Hein
  Gebundene Ausgabe

13 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Herr Jensen und Herr Lehmann ähneln sich sehr ..., 27. Januar 2007
Herr Jensen ist ein Mensch, der ohne den Halt und den Sinn, die ihm seine Arbeitsstelle gibt, völlig orientierungslos ist. Es fehlen ihm wohl auch die sozialen Beziehungen. So führt er ein sehr trostloses und trauriges Leben, daß wahrscheinlich sehr viele Menschen still leidend tagtäglich mit ihm erdulden. Beim lesen dieses Buches spürt man diese Tristesse und erfährt beispielhaft an Herrn Jensen, daß erträumte Sehnsuchten die die vermeintliche Freiheit einer Arbeitslosigkeit mit sich bringen sehr trügerisch sind.

Wer das auch ohne dieses Buch schon weiß oder bereits selbst erfahren mußte, kann sich m.E. damit das Lesen dieses Buches ersparen, da es, mir zumindestens, keinen Spaß gemacht hat. Besonders gestört hat mich die Benennung der Hauptperson in der dritten Person ("Herr" Jensen), die mich immer an "Herrn" Lehmann erinnert hat. Auch das Milieu ist annähernd das Gleiche, ebenso wie die Mentalität der Personen. Beide sind eher "bocklos", haben keine festen sozialen Beziehungen, leben in den Tag hinein und haben manchmal spinnerhafte Gedanken. Etliche kleine Szenen, z.B. mit dem Hund bei Hr. Lehmann oder mit der Umschulung bei Herrn Jensen, ließen sich ohne weiteres von einem Buch in das andere schieben, ohne, daß es das Gesamtbild eines der beiden Bücher irgendwie ändern würde. Insofern erscheint der Herr Jensen bei Herrn Lehmann abgekupfert und verliert dadurch an Originalität, was schade ist, da das Buch letztlich etwas ganz anderes aussagen möchte.


Das Hotel New Hampshire
Das Hotel New Hampshire
von John Irving
  Sondereinband
Preis: EUR 12,90

14 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Seltsame Handlung, 27. Januar 2007
Rezension bezieht sich auf: Das Hotel New Hampshire (Sondereinband)
Leider kann ich nicht in die allgemeinen Lobbeshymnen auf dieses Buch einstimmen. Es wurde mir empfohlen, nachdem ich bereits zwei andere Irving-Bücher gelesen hatte ("Die wilde Geschichte von Wassertrinker" und "Owen Meany")und diese auch recht gut fand. Zum Hotel New Hampshire habe ich jedoch nie eine gute Beziehung bekommen und ich finde das Buch sehr schwach. Die Handlung ist seltsam, dabei weder lustig noch originell. In keine Person konnte ich mich auch nur annähernd hinein versetzen. Auch fehlt mir der rote Faden, alles verläuft sehr sprunghaft. Als die Handlung dann plötzlich irgendwie in Wien weitergeht und die Geschichte immer phantastischer wurde, habe ich mich nur noch ackselzuckend bis zum Ende durchgequält (weil ich ein Buch aus irgendwelchen Gründen immer zu Ende lesen muß, wenn ich die Hälfte schon geschafft habe). Wer mit John Irving anfängt, sollte ein anderes Buch wählen. Ich empfehle die beiden Bücher, die ich weiter oben erwähne.


Bevor es Deutschland gab: Expedition in unsere Frühgeschichte - von den Römern bis zu den Sachsenkaisern
Bevor es Deutschland gab: Expedition in unsere Frühgeschichte - von den Römern bis zu den Sachsenkaisern
von Reinhard Schmoeckel
  Taschenbuch

37 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Allgemeinwissen in angenehmer Form erwerben, 27. Januar 2007
Das Buch ist besser als ein guter Roman. Die erzählten Geschichten sind spannend und lehrreich, da es sich so oder so ähnlich vor über 1000 Jahren im Gebiet des heutigen Deutschland abgespielt haben könnte. Das beste dabei ist aber, daß man so ungemein viel beim lesen dieses Buches von unserer Herkunft erfährt und das Allgemeinwissen dabei enorm erweitert. Gerade dieses Buch, daß ich vor über 3 Jahren gelesen habe (und nicht der frühere Geschichtsunterricht!), trägt sehr viel dazu bei, daß ich historisch bedeutsamen Orten inzwischen mit einem ganz anderen Bewußtsein begegne. Auch das Überschreiten der germanisch-romanischen Sprachgrenze vollziehe ich inzwischen mit einem völlig neuen Verständnis. Wenn man die Ursprünge des eigenen Volkes kennenlernt, wird einem vieles sehr viel klarer. Dazu trägt dieses Buch bei, wobei mir das lesen jederzeit Spaß gemacht hat. Es ist leichte Lektüre mit viel Inhalt und deshalb für jedermann gut geeignet. Man sollte es zur Pflichtlektüre an Schulen einführen. Die geschilderten Zusammenhänge bis zur Enstehung des Heiligen römischen Reiches deutscher Nationen, die in diesem Buch beschrieben werden, kann wirklich jeder erfassen und mich wundert es immer wieder wie wenig die meisten Leute darüber wissen. Geschichtswissen ist kein elitäres Wissen und man benötigt auch kein großes Latinum dafür. Dieses bewußt zu machen, darin liegt m.E. der große Verdienst von Reinhard Schmoeckel.


Paul Temple und der Fall Conrad: Kriminalhörspiel
Paul Temple und der Fall Conrad: Kriminalhörspiel
von Francis Durbridge
  Audio CD

11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Handlung teilweise nicht nachvollziehbar, 21. Januar 2007
Die Handlung des Krimis kommt mir vor wie ein sehr gut erzählter Witz, dem leider die Pointe fehlt. Über 3 CDs hinweg ist die Geschichte sehr spannend. Die Auflösung am Ende hat mich jedoch enttäuscht; insgesamt ist die Story hanebüchen. Francis Durbridge verwechselt wohl die Wirkung von Ecstasy oder Kokain mit der von Heroin, wenn er gewisse Personen so auftreten läßt, wie sie im Hörspiel erscheinen. Auch die Beweggründe und Motive der Personen sind häufig nicht plausibel und einige Szenen sind reiner Füllstoff. Wichtige Zusammenhänge werden erst ganz plötzlich am Ende aufgedeckt, ohne, daß vorher irgendein Hinweis darauf gegeben wird. Selber kombinieren ist dadurch unmöglich.

Sehr gut ist jedoch die Umsetzung gelungen. Die Figuren spielen sehr überzeugend. Die Musikeinblendungen geben dem Hörspiel einen ganz besonderen Charme und man fühlt sich in die Zeit Anfang der 60er-Jahre hineinversetzt. Die Stimmen sind hervorragend, insbesondere die von Paul Temple und seiner Frau. Schade nur, daß es dem Autor nicht gelungen ist, ein Puzzle mit passenden Bausteinen zusammenzufügen.

Handlung: knapp 2 Sterne; Umsetzung: 5 Sterne - macht zusammen 3 Sterne


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