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rabenfluegel (Berlin)

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Blut ist dicker als Wein: Der erste Fall für Caro und Nessie
Blut ist dicker als Wein: Der erste Fall für Caro und Nessie
Preis: EUR 2,99

4.0 von 5 Sternen Netter Beginn einer deutschen Cosy Krimi-Reihe, 20. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die "Nessie und Caro"-Krimireihe wird als “Cozy Crime. Wohlfühlkrimis mit einem Schuss Humor” verkauft und die Beschreibung trifft den Nagel auf den Kopf.

Es sind bereits fünf Bände erschienen, die jedoch erst in nächster Zeit nach und nach auch als E-Books (zu wirklich sehr moderaten Preisen) erscheinen. Der erste und der fünfte Band sind jedoch schon erhältlich. Keine Frage, bei welchem ich begonnen habe.

Tatsächlich scheint mir die richtige Reihenfolge auch wichtig zu sein, da die Bücher sich auch viel mit dem Privatleben der Protagonisten beschäftigen und so eine chronologische Reihenfolge mehr Spaß macht, weil so ein Gesamtbild entstehen kann.

Sehr privat beginnt und bleibt auch dieser erste Fall der zwei Freundinnen. Die junge, adlige Caro wird von ihrer Mutter aus dem Bett geklingelt, weil diese gerade eine Leiche in einer zugemauerten Nische im Weinkeller des familieneigenen Weinguts gefunden hat. Da sich Caro eh gerade aus gesundheitlichen Gründen in Deutschland aufhält, ist sie in wenigen Stunden vor Ort. Auch, wenn sie sonst die Familie immer regelmäßig zu Weihnachten besucht, ist das im Grund der erste richtige Besuch seit sie vor über zehn Jahren nach dem Tod ihres Vaters ihr Zuhause verließ um zu studieren. Schnell merkt sie, dass sie sich von ihrer Familie entfremdet hat, auch wenn sie sie sehr liebt.

Dass Caro auch schon früher jede Menge Dinge nicht mitbekommen hat, muss sie bitter erfahren. Das beschert ihr aber auch einen unbefangeneren Blick auf die Geschehnisse rund um den Leichenfund. Leider gesellt sich bald eine zweite Leiche dazu und eigentlich kommt nur ein Gutbewohner für die Taten in Frage. Aber das kann doch eigentlich nicht sein, oder? Alle Beteiligten kennt Caro schon seit vielen Jahren, die meisten sind mit ihr verwandt…

Für Abwechslung und einem klaren Blick für die Realität sorgt jedoch Nesrin, eine alte Schulkameradin, die Caro zufällig wieder trifft. Zwischen beiden stimmt die Chemie und nicht nur die alte Freundschaft flammt schnell wieder auf.

Caro entwickelt immer neue Theorien über den (oder die?) Mörder, dennoch bleibt die Tätersuche eher im Hintergrund. “Blut ist dicker als Wein” konzentriert sich mehr auf das Privatleben der Charaktere. Wie in Cosy-Krimis üblich darf man also keine großen Spannungselemente oder gar bluttriefende Action erwarten. Langweilig wird es in diesem ruhigen Krimi dennoch nie, aufregend allerdings auch nicht.

Am Ende ging mir perönlich alles etwas zu schnell. Da hätte ich mir einen ausführlicheren Schluss gewünscht, statt einer kurz hingeworfenen, weiterführenden Theorie zum Tathergang.

Ich bin allerdings schon gespannt, wie es mit der gräflichen Familie und den beiden Freundinnen weiter gehen wird! Der inzwischen erschienene 2. Band ist schon gekauft!

Fazit: Netter Beginn einer deutschen Cosy Krimi-Reihe!


Der Kuss des Wandlers (Die Wandler 1)
Der Kuss des Wandlers (Die Wandler 1)
Preis: EUR 3,99

4.0 von 5 Sternen spannende, romantische Jugendfantasy mit ein paar kleinen Kritikpunkten, 20. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe in der letzten Zeit die vielen Selbstpublizierer für mich entdeckt. So landete auch Lena Klassen auf meinem Reader, alleine weil ich ihren Namen bereits auch aus normalen Verlagsprogrammen kannte. Eine Autorin mit Erfahrung also, die den schwierigen Sprung zur „offiziellen“ Veröffentlichung schon geschafft hat. Das kann ja nicht falsch sein.

Und war es auch nicht!

Lena Klassens Stil ist einfach, aber eingängig und lässt sich schnell und flüssig lesen. Es macht einfach Freude, mit Kiara ihre Wandlernatur zu entdecken. Die Handlung zieht einen sofort in ihren Sog. Sie ist abwechslungsreich, spannend und romantisch. Besonderen Spaß hatte ich mit Kiara zusammen Prag zu entdecken. Das hat sofort Lust gemacht diese Stadt mal wieder zu besuchen.

“Der Kuss des Wandlers” ist ein typischer Entwicklungsroman. Die unsichere Kiara lernt einiges über sich, die Welt und ihre Mitmenschen und wird selbstbewusster. So etwas lese ich immer wieder gerne, ebenso wie „Internatsgeschichten“. Hier ist es zwar ein Sommercamp, was aber am Ende auf das Gleiche hinausläuft.

Insgesamt bietet „Der Kuss des Wandlers“ gute Unterhaltung, aber zu viel sollte man nicht erwarten. Jugendliche werden sicher dennoch nichts zu beanstanden haben.

Vielleser hingegen werden vielleicht einige Punkte stören. Insgesamt ist die ganze Handlung leider ziemlich vorhersehbar. Überrascht wurde ich zu keinem Zeitpunkt und vieles wirkte leider reichlich klischeehaft. Oft wurde ich auch etwas ungeduldig mit der Heldin Kiara, wenn sie absolut offensichtliche Dinge nicht erkennt. Die schönen romantischen Szenen haben mich jedoch wieder versöhnt.

Die aufgebaute Welt der Wandler war zudem eher etwas platt und einfallslos, noch dazu fehlte es mir an einigen Stellen an logischen Erklärungen. So ganz rund ist der Weltenentwurf für mich nicht. Noch dazu wird man zu Beginn etwas plump damit vertraut gemacht.

Trotz aller Kritik hatte ich viel Spaß mit diesem Roman und freue mich schon auf den nächsten Band. Die Hauptprotagonisten, natürlich vor allem Kiara, aber auch ihr männlicher Konterpart, sind sympathisch und man will wissen, wie es mit ihnen weiter gehen wird.

Der Roman ist zwar in sich abgeschlossen, so dass man keinen Cliffhanger befürchten muss, dennoch ist ihre Lage am Ende eher verzwickt.

Beide Wandler-Clans machen wahrlich keinen sympathischen Eindruck, selbst der angeblich „gute“ Clan von Kiara nicht. Man darf gespannt sein, wie sich alles weiter entwickeln wird. Der Titel des nächsten Bands lässt jedenfalls Schlimmes befürchten…
Dennoch kann ich es kaum erwarten ihn zu lesen, auch wenn der finale, abschließende Band ja anscheinend noch etwas auf sich warten lässt.

Fazit: Spannende, romantische Jugendfantasy mit ein paar kleinen Kritikpunkten.


Rialla - Die Sklavin: Roman
Rialla - Die Sklavin: Roman
Preis: EUR 8,49

4.0 von 5 Sternen gelungener, spannender Roman mit leicht romantischen Einschlag, 20. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Rialla - Die Sklavin: Roman (Kindle Edition)
Nach den beiden Bänden um die Gestaltwandlerin Aralorn ist dies der dritte Band der Sianim-Reihe. Chronologisch gesehen spielt er zehn Jahre nach den Geschehnissen im ersten Band und man trifft wieder auf alte Bekannte, wie den Meisterspion oder Lord Kisrah. Wer jedoch auf ein Wiedersehen mit Aralorn und Wolf hofft, der wartet vergeblich. Sie wird nur einmal kurz (und nicht einmal namentlich) erwähnt. Man kann diesen Roman also gänzlich ohne jede Vorkenntnisse der beiden anderen Romane lesen. Es wird eine eigenständige, in sich abgeschlossene Geschichte erzählt.

Hauptprotagonistin ist (wie unschwer zu erraten ist ;-)) die ehemalige Händlerin und ehemalige Sklavin Rialla, die nun in Sianim Pferde trainiert. Als der Meisterspion mit einem Auftrag an sie herantritt, ist sie nicht begeistert. Aber weigern kann sie sich auch nicht. Nicht, wenn ein Erfolg das Ende der Sklaverei in Darran bedeutet.
Trotz ihrer Angst begleitet sie ihren guten darranischen Freund Laeth zu seinem Bruder, den er ist der führende Kopf, der eine Allianz zwischen Reth und Darran forcieren will.

Für die Rether ist jedoch jede Art von Sklaverei ein Gräuel, so dass die Abschaffung ein zentraler Punkt des Vertrags ist. Für Darran selber ist die Sklaverei kein wirklich relevanter Wirtschaftszweig, sondern nur perverses Vergnügen der Superreichen. Einerseits kann er so problemlos aufgegeben werde, andererseits ist es klar, dass der Adel nicht begeistert ist, seine Spielzeuge hergeben zu müssen. Deswegen ist Laeths Bruder ein bevorzugtes Anschlagsziel. Ein Mord, der unbedingt verhindert werden muss, denn die Länder müssen sich dringend vereinen, da ein wesentlich größerer Feind seinen Blick in ihre Richtung wirft.

Leser der bisherigen Bücher sind wahrlich nicht gut auf das Land Darran zu sprechen, weshalb ich es gerade interessant fand, dass die Handlung diesmal weitgehend dort spielt. Dafür, dass Zauberer in Darran so verachtet und verfolgt werden, ist es mal wieder erstaunlich, wie viele sich gerade in den höheren Ebenen der Regierung herumtreiben können...

Rialla und Laeth geraten schnell in riesengroße Schwierigkeiten. Zum Glück bekommen sie aber auch Hilfe von unerwarteter Seite. Das hat mir besonders gut gefallen, vor allem weil wir so einen weiteren grünmagischen Aspekt kennenlernen. Die Handlung bleibt die ganze Zeit spannend und am Ende bekommt man als Leser ein rundes Bild, das jedoch Lust auf den nächsten Band weckt.

Auch der Gegner im Hintergrund konnte mich überzeugen, obwohl ich schon schnell einen Verdacht hatte, wie das alles zusammenhängt. Dennoch bin ich sicher, dass etliche Wendungen für die meisten Leser wohl überraschend kommen werden.
Wie üblich besticht Patricia Briggs mal wieder mit besonders sympathischen Protagonisten. Besonders Rialla und Tris muss man einfach ins Herz schließen, aber auch Laeth fand ich sehr gelungen und hätte gerne noch mehr von ihm gehört.
Dennoch merkt man dem Buch schon an, dass es ein Frühwerk der Autorin ist. Der letzte zündende Funke fehlte für mich noch, auch wenn ich beim Lesen wirklich viel Spaß hatte.

Fazit: Gelungener, in sich abgeschlossener Fantasyroman, den man nur empfehlen kann. Für Fans der Autorin ein geradezu ein Muss, weil wir in Deutschland auf die Fortsetzung ihrer Urban-Fantasy-Reihe ja vergeblich warten müssen.


Madame le Commissaire und der verschwundene Engländer: Kriminalroman
Madame le Commissaire und der verschwundene Engländer: Kriminalroman
Preis: EUR 8,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Routinierte Unterhaltung, 22. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Diese unter Pseudonym von Deutschen geschriebenen Frankreich-Krimis haben zurzeit ja Hochkonjunktur. Ich persönlich finde den ganzen Pseudonym-Wirrwarr zwar höchst lächerlich, aber was soll es.

Dies ist jedoch der erste dieser Roman, an den ich mich heran gewagt habe. Dank des „Kindle-Deals“ der Woche. Den vollen Preis hätte ich nicht ausgegeben. Da will ich ganz ehrlich sein. (Auch nicht im Nachhinein.)

Insgesamt habe ich mich ganz gut unterhalten gefühlt, auch wenn dieses Buch nicht der wahre Knaller ist. Dass es sich hierbei um einen ruhigen, eher in Richtung Cosy gehenden Krimi handelt, hat damit jedoch nichts zu tun. Im Gegenteil, bin ich doch eingefleischter Fan der sogenannten Häkel-Krimis. Für mich braucht es keine Action oder haarsträubende Spannung.

„Madame le Comissaire und der verschwundene Engländer“ wirkte mir an vielen Stellen jedoch etwas zu routiniert und klischeehaft, um mich wirklich begeistern zu können. Insgesamt wirkte die ganze Konstellation und Szenerie etwas gestelzt und künstlich auf mich.

Dennoch hatte ich durchaus meinen Spaß mit dem Buch. Der Stil ist flott zu lesen, die Kommissarin hat Ecken und Kanten, ist jedoch nicht unsympathisch und der skurrile Assistent Appolinaire konnte mich vollends überzeugen (von ihm würde ich gerne mehr lesen). Ab und an war ich von Frau Comissaire allerdings genervt oder eher irritiert. So ganz „real“ wirkte sie auf mich nicht.

Im Örtchen Fragolin gibt es etliche spannende Charaktere und die zaghaften Ermittlungen zur Vergangenheit der Kommissarin sind ebenso interessant wie der aktuelle Fall. Dessen Lösung geht klassisch, langsam, aber stetig voran. Große Höhepunkte darf man aber nicht erwarten.

Ab und an kann man sogar schmunzeln, besonders die Szene als man Isabelle den Fall entziehen wollte, hat mir gefallen. Der durchblinkende Humor lockert die Handlung etwas auf, was der Geschichte durchaus gut tut.

Am Ende wurde es für mich dann zu überdramatisch. Das wäre nicht nötig gewesen und passt auch in meinen Augen nicht zu dem eher gemütlichen Krimi. Noch dazu hasse ich es, wenn sich Polizisten (oder andere Hauptprotagonisten) so unglaublich dämlich verhalten (Isabelle gibt das wenigstens selber zu, das hat mir dann aber auch nicht mehr geholfen).

Fazit: Ruhiger, ordentlicher Durchschnittskrimi, von dem man nicht zu viel erwarten sollte, der aber für ein verregnetes Wochenende gut geeignet ist.


Troubleshooters - Bedingungslos
Troubleshooters - Bedingungslos
Preis: EUR 8,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nette Unterhaltung, 22. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Was habe ich mich gefreut, dass der Lyx-Verlag endlich die eindeutig beste Reihe der bekannten Liebesromanautorin von Beginn an herausbringt! Dies ist also der zweite Band der Troubelshooters und ich hoffe stark, dass noch viele folgen werden.
Auch diesmal hatte ich viel Spaß beim Lesen. Neben den romantischen Verwicklungen geht es diesmal allerdings ziemlich zur Sache.
Gleich von der ersten Seite an wird man in die extrem spannende Handlung hinein geworfen.

Ehrlich gesagt war mir das manchmal zu viel. Im Haupthandlungsstrang rund um die Entführung der Tochter gibt es keine Atempause. Das war mir zu gehetzt, zu sehr auf Spannung gezwungen. Weniger wäre hier defintiv mehr gewesen. Nach einer Weile verlor ich nämlich stark das Intersse an Kämpfen, Verfolgungsjagden und Terroristen. Megs Kampf für ihre Tochter hätte mich sicher beeindruckt, wenn er mich zwischendurch nicht so ermüded hätte. Vielleicht lag es aber auch daran, dass ich mit ihrem Charakter nicht so ganz warm wurde.

Zum Glück gibt es aber wie im ersten Band wieder einen Teil, der während des zweiten Weltkriegs spielt. Hier erzählt Megs Großmutter, die zusammen mit ihrer Urenkelin Amy entführt wurde von ihrer ersten große Liebe. Im Gegensatz zu Meg habe ich Eve sofort ins Herz geschlossen und folgte begeistert ihren Erinnerungen.

Außerdem geht es in diesem Band weiter mit Alyssa Locke, die inzwischen beim FBI gelandet ist und Sam. Beide streiten sich immer noch mehr als dass sie eine normale Unterhaltung führen können, aber langsam kommen sie sich näher. Nur, um dann wieder zurückzuschrecken. Die Geschichte der Beiden, die zu den zentralen Hauptcharakteren der Reihe gehören, wird uns noch eine Weile länger begleiten.
Außerdem taucht in diesem Band ein weiterer wichtiger Protagonist das erste Mal auf. Und auf den hatte ich mich besonders gefreut, ist er doch mein erklärter Lieblingscharakter der Troubelshooter-Reihe. Ja: Endlich ist FBI-Agent Jules mit dabei!

Fazit: Auch, wenn mir die Geschichte rund um das Hauptpaar dieses Bandes etwas zu gehetzt und actionreich war, hat der Rest des Buchs das wieder gut gemacht. Her mit den Fortsetzungen!


Grace Valley - Im Glanz des Abendsterns
Grace Valley - Im Glanz des Abendsterns
Preis: EUR 8,99

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Netter Abschluss, der jedoch gerade zur rechten Zeit kommt., 17. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Hier ist er nun also, der letzte abschließende Band der Grace Valley-Trilogie.
Es geht weiter wie gewohnt. Es werden wieder viele kleine Geschichten rund um das Dorf erzählt, die meisten haben bereits in den Vorbänden ihren Anfang gefunden.
Genau deswegen wird zu Beginn viel wiederholt um neuen Lesern den Einstieg zu erleichtern. Mich persönlich hat das dieses Mal eher gelangweilt, aber das "Zuhausegefühl" der Reihe hat wieder viel ausgeglichen.

Zentrale Frage in diesem Band ist die Hochzeit zwischen Jim und June. Wann werden sie heiraten? June bekommt jedoch immer wieder kalte Füße.
Ehrlich: Mir war das zu prüde amerikanisch. Ich weiß zwar, dass man solche Dinge auf dem Land immer noch anders handhabt (auch hierzulande), aber mich nervte es.
So lange sie als Familie glücklich zusammenleben, wen intersessiert das schon? Mich jedenfalls absolut nicht.
Vor alllem da ich Junes Bedenken nur realistisch fand. Letztlich kennt sie Jim nur ein paar Tage. Er ist zwar ein guter Mann, aber auf so einer kurzen Zeit kann man doch nicht vernünftigerweise ganz plötzlich eine Ehe aufbauen?

In anderen Dingen war mir die gestandene Ärztin June dann wirklich zu naiv. Da merkt sie selber Monate lang nicht, dass sie schwanger ist und jetzt schafft sie es nicht einmal sich selber Umstandskleidung zu kaufen? Hmpf.

Ansonsten fand ich es aber schön nochmal von allen Bewohnern zu hören. Auch Junes neue Freundschaft hat mir gut gefallen, ebenso, dass das Verschwinden von Myrnas Mann endgültig aufgeklärt wird.

Insgesamt kann man Grace Valley nun beruhigt verlassen. Und das auch keine Sekunde zu früh, denn es zeigten sich bei mir beim Lesen schon einige Ermüdungserscheinungen.

Fazit: Netter Abschluss der Trilogie, auch wenn diesmal einige Punkte gestört haben.


Hochzeitsstrudel und Zwetschgenglück: Roman
Hochzeitsstrudel und Zwetschgenglück: Roman
Preis: EUR 8,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Lockerleichter Wohlfühlroman, 3. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Schon lange warten die beiden Romane von Angelika Schwarzhuber darauf von mir gelesen zu werden. Aus Versehen habe ich nun zum zweiten Band gegriffen. Was soll es. Beide sind in sich abgeschlossen, dennoch kommt das Paar aus dem ersten Buch hier als Nebenpersonen vor, deswegen sollte man doch besser die richtige Reihenfolge einhalten, wenn man nicht gespoilert werden will.

Gut, dass ich in dieser Hinsicht nicht so empfindlich bin. Ich werde mich demnächst auch dem ersten Band “Liebesschmarrn und Erdbeerblues” widmen, da mir der zweite Band wirklich gut gefallen hat.

Für mich war es ein richtiges Wohlfühlbuch.

Unterhaltsam und humorvoll, aber ohne allzu große Dramatik. Etwas vorhersehbar, aber eben doch sehr charmant. Die Rezepte am Ende machen dann noch einmal das i-Tüpfelchen aus und haben mir Lust gemacht ein paar davon auszuprobieren.

Das bayerische Umfeld wird genau richtig umgesetzt, erzeugt warme Heimatgefühle und humorvolle Situationen, kommt aber nicht zu aufdringlich daher. Auch Norddeutsche müssen keine Verständigungsschwierigkeiten fürchten. Für alle Fälle gibt es hinten noch ein paar Begriffserklärungen.

Die Protagonisten sind nahezu durch die Bank sehr sympathisch, so dass man natürlich besonders mit Hanna schnell mitfiebert. Wird sie ihr Erbe bekommen? Wird sie die große Liebe finden? Zieht sie wirklich eine Hochzeit durch, nur um an das Geld zu kommen? Den Hof und das Geld gönnt man Hanna jedenfalls von Herzen, noch dazu, wo sie das Geld gerade gut brauchen kann. Und dann aufgrund eines unglücklichen Umstands noch viel mehr. Zwischendurch wird es finanziell ganz schön brenzlig für unsere Heldin.

Auch die Nebencharaktere schließt man schnell ins Herz. Als Leser durchschaut man die meisten zwar wesentlich schneller als Hanna selber, aber das tut dem Lesevergnügen keinen Abbruch.

Fazit: Lockere, flockige Unterhaltung, bei der man sich einfach wohl fühlen muss.


Hochzeitsküsse und Pistolen (Roman)
Hochzeitsküsse und Pistolen (Roman)
Preis: EUR 2,99

4.0 von 5 Sternen Nette Unterhaltung mit ein paar Schwächen, 3. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Da ich bereits neulich ein Buch aus der „Sternschnuppen“-Reihe der Autorin gelesen hatte, das mir gut gefallen hat, war ich auf ihren neuen Roman (den ersten einer neuen Reihe) gespannt. Erst recht, da er als lustiger Krimi verkauft wird und somit noch mehr in mein Beuteschema fällt.

Und ich wurde nicht enttäuscht. Der Roman bietet wirklich viel Lese-Vergnügen. Ernst nehmen darf man diese Cick-Lit-Komödie natürlich nicht, aber die Lachmuskeln werden gut trainiert. Gleich bei der ersten Szene (klassisch wird hier die Leiche gefunden) musste ich hemmungslos kichern. Bei dem Sommerwetter war ich genau in der richtigen Stimmung für so etwas.

Die Geschichte liest flott und unterhaltsam. Gerade für den Strand ist diese leichte Lektüre ideal.

Ich-Erzählerin Cathy ist sofort sympathisch, auch wenn sie ab und an zum Überdramatisieren neigt. Sie ist herrlich normal und absolut nicht perfekt. Was für eine Erfrischung!

Sie stolpert nicht nur selber über die Leiche, was natürlich ihre Neugierde weckt, sondern will vor allem ihre Flitterwochen retten. Ist der Fall in einer Woche nicht aufgeklärt wird ihrem Verlobten Simon nämlich der Urlaub gestrichen. Da bleibt ihr ja gar nichts anderes übrig als etwas selber zu ermitteln, oder? Und, wenn es nur ganz zufällig geschieht…

Beruflich ist sie die reinste Katastrophe. Nach dem zwar erfolgreichen Studium hat sie nämlich keinen Job bekommen. Tatsache ist, dass das heutzutage absolut nicht ungewöhnlich ist, selbst wenn man eine nicht ganz so gewagte Fachkombination studiert hat wie Cathy. Dass sie zusätzlich auch absolut nicht ehrgeizig ist, macht sie ebenfalls nur sympathischer. Nicht ganz realistisch ist natürlich nicht, dass Cathy die Mittel hat auch ohne Job auszukommen, aber das stört nicht weiter. Es ist eine gute Entschuldigung, warum sie genug Zeit für die Ermittlungen hat. Ansonsten isst sie gerne und sportlich bleibt es bei guten Vorsätzen. (Ach ja… :redface:)

Etwas überrascht war ich allerdings, wie wenig Cathy manchmal vom Dorfleben mitbekommt. In dem kleinen, englischen Dorf weiß eigentlich jeder alles über jeden, nur Cathy ist z.B. überrascht, dass der Hotelbesitzer der (seit Jahrzehnten zerstrittene) Bruder der Ermordeten ist.

Die Nebenprotagonisten sind leider oft etwas stereotyp, aber ebenfalls sympathisch. Man hofft mehr von ihnen zu hören, allerdings werden wir im zweiten Band wohl auf ein Wiedersehen verzichten müssen, da der nächste Fall anscheinend in den Flitterwochen gelöst werden muss.

So weit so gut.

Leider stört die klischeehafte Handlung den positiven Eindruck ganz gewaltig. Ich erwarte von so einem Roman keine Neuerfindung des Genres. Mit dem Kriminalfall selber war ich auch durchaus zufrieden, aber etliche andere Handlungsstränge waren dermaßen durchsichtig, vorhersehbar und ausgenudelt, dass es regelrecht wehtat. Schade. Ohne diese eigentlich unnötige Verwicklung wäre der Roman um einiges besser geworden.

So bietet er ordentliche, nette und lockerleichte Unterhaltung, durch einige Szenen muss man sich jedoch leider regelrecht hindurchärgern. Etwas mehr Originalität und weniger Vorhersehbarkeit hätten hier durchaus gut getan.

Fazit: Schöner, leichter und witziger Sommer-ChickLit-Schmöker mit einigen kleinen Abstrichen. Mehr als dreieinhalb Sterne sind leider erst einmal nicht drin, aber ich hoffe auf Steigerung der guten Ansätze im zweiten Band!


Meer in Sicht: Erzählung
Meer in Sicht: Erzählung
Preis: EUR 0,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wohlfühlgarantie, 3. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Meer in Sicht: Erzählung (Kindle Edition)
Erst mal vorweg:
Die Kurzgeschichte „Meer in Sicht“ steht in keinem Zusammenhang mit dem Roman „Land in Sicht“ von Kristina Steffan. Wer hier also eine Art Fortsetzung oder Vorgeschichte erwartet, der wird enttäuscht, allerdings schließt sich an die Geschichte eine Leseprobe von „Land in Sicht“ an.

Alle anderen werden jedoch ihre Freude mit der kleinen Geschichte haben. Wem die anderen Bücher der Autorin gefallen haben, sicher auch.

Die erfolgreiche Hannah leidet an einem Burn-Out-Syndrom. Wie konnte Ihr das nur passieren? Sie ist deprimiert und vor allem schämt sie sich. Heißt das nicht, dass sie eine Versagerin ist? Um wieder zu sich zu kommen und den Kollegen nicht zu viel Tratsch zu bieten nimmt sie sich ein „Sabbatical“. Das ist schließlich angesehen in ihrer Branche und mietet für ein Jahr ein kleines Haus an der Nordsee mitten im Nichts.

Angekommen, will sie schon gleich wieder weg. Kein warmes Wasser, keine Küchenausstattung (vor allem keine Kaffeemaschine!), eine dreckige Matratze…

Sie bleibt dennoch und lernt dann noch den brummigen, aber gut aussehenden Nachbarn kennen…

Sehr viel darf man natürlich nicht auf den wenigen Seiten erwarten. Die Geschichte kann nicht allzu sehr in die Tiefe gehen und am Ende hätte ich gerne noch weiter gelesen. So muss man sich selber Gedanken machen, wie es denn nun endgültig mit Hannah nach ihrem Jahr Auszeit weiter gehen wird. Das Ende ist zwar passend, kommt aber doch ziemlich abrupt.

Natürlich kann auf das Thema Burn-Out nicht detailliert eingegangen werden. Diesen Anspruch hat das Buch auch nicht. Es ist eine heitere, unterhaltsame Liebesgeschichte, kein realistischer Problemroman. Ich fand Hannas Probleme dennoch gut eingebaut und umgesetzt.

Ebenso hat mir auch gefallen, dass sie eben nicht gleich in ein neues Leben durchstartet, wie es in so vielen anderen Romanen der Fall ist. Nein, Hannah nimmt die Zeit die sie braucht und entschleunigt ihr Leben. Und es geht ihr gut dabei. Es geht ihr gut mit Backen und Spaziergängen. Es ist in Ordnung, wenn man nichts Besonderes tut oder kann. Diese Botschaft hat mir wirklich gefallen, in einer Gesellschaft, in der immer noch mehr Leistung einen immer höheren Stellenwert einnimmt, während alle ganz vergessen einfach nur zu leben.

Diese Botschaft kommt aber unaufdringlich daher. Das Buch soll unterhalten und unterhalten habe ich mich gut, in der Stunde, die ich zum Lesen brauchte. Es ist ein richtiges kleines Wohlfühlbüchlein, das einem zum Lächeln bringt.

Fazit: Kurzgeschichte mit Wohlfühlgarantie, auch wenn man zu plötzlich das Ende erreicht.


Earth Girl. Die Begegnung
Earth Girl. Die Begegnung
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gelungen, spannend, mit ein paar Schwächen, 19. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Earth Girl. Die Begegnung (Kindle Edition)
Ich war schon skeptisch wie die Autorin weiterhin das Leben der Protagonisten als Archäologen mit neuen, interessanten Abenteuern verbinden wollte. Das Thema wurde im ersten Band nämlich schon ziemlich ausgereizt, so sehr es mir auch gefallen hat.
Aber tatsächlich schafft die Autorin es der Sache neue Aspekte zu geben und eine (zumindest einigermaßen) vernünftige Erklärung zu geben. Vor der Erde taucht nämlich diesmal eine außerirdische Sonde auf.

Warum man deswegen ausgerechnet eine junge Geschichtsstudentin ins Militär holt, wird durchaus logisch erklärt, auch wenn es auf den nächsten Blick zunächst einmal verwirrt und mehr wie ein plumper stilistischer Trick wirkt die Heldin in ein Abenteuer zu verwickeln. Natürlich ist es das auch, aber ein durchaus gut begründeter, in sich schlüssiger Trick.

So kann in die Handlung nicht nur weiter das Geschichtsstudium eingebaut werden, sondern auch das Militär bekommt so wieder einen großen Anteil der Handlung. Im ersten Band vermischten sich auf überraschende Weise Jarras Lügen mit der Wirklichkeit und ihre Bindung an das Militär wurde manifestiert. Dieses Mal wird sie noch stärker und Jarras heimlicher Traum wird wahr.

Hauptprotagonistin und Ich-Erzählerin Jarra ist in diesem Band wesentlich selbstreflektierter als im ersten Teil. Das freut natürlich den Leser, auch wenn sie dann leider immer wieder doch eher unvernünftige Entscheidungen trifft. Zum Glück hat sie viele treue Freunde, die sie immer wieder auf die richtige Spur lenken und perfektes Verhalten wäre natürlich auch mehr als langweilig.

Langweilig wurde mir jedoch auf keiner Seite in diesem Buch. Trotz des großen militärischen Anteils in der Handlung darf man jedoch auch keine großen Action-Szenen erwarten. Wie im ersten Band kommt die Spannung eher unaufgeregt daher. Den Klappentext kann man wieder nur als unsinnig abtun. Um Jarra formiert sich keine Widerstandsgruppe, die Aliens drohen nicht und gekämpft wird schon gar nicht. Oder zumindest nicht so, wie es suggeriert wird. Was für ein Glück, kann ich da nur sagen.

Der Humor in diesem Band war fast noch ausgeprägter als im ersten Teil, ich musste über etliche Dinge jedenfalls herzhaft lachen, auch wenn die Stimmung insgesamt ernster wurde. Jarra wird nicht nur erwachsener, sondern die gesamt Menschheit könnte in Gefahr sein. Gut gefallen hat mir, dass alle zur Lösung des Problems beitragen und nicht nur die Heldin im Alleingang die Welt rettet, auch wenn wieder einige Zufälle zu viel eingebaut waren und alles sehr nach Vetternwirtschaft roch. Es ist schon erstaunlich, dass Jarra praktischerweise immer die richtigen Leute kennt (und immer die richtigen Eingebungen hat).

Die Handlung ist diesmal nicht völlig in sich abgeschlossen, aber endet an einem Punkt, der einem nicht vor lauter Spannung Nägel kauend auf die Fortsetzung warten lässt. Eine Aufgabe ist abgeschlossen, die nächstgrößere Herausforderung wird dann im Abschlussband folgen. Also kein Cliffhanger im klassischen Sinn, aber man fiebert der Fortsetzung dennoch entgegen.

Extrem negativ ist mir in diesem Band jedoch eines aufgefallen, nämlich der inflationäre Gebrauch des Worts „schrumpfhirnig“ in all seinen Varianten. Keine Ahnung, ob es an Übersetzer, Autorin oder beiden lag und abgesehen davon, dass sich viele in dem Buch wirklich schrumpfhirnig verhalten, wäre ich doch beinahe wahnsinnig geworden! Wiederholungen sind schlimm genug, aber wenn so ein Wort dann auch noch gefühlt alle zwei Seiten auftaucht… Ich habe jedenfalls zur Ablenkung mal angefangen zu zählen und bin (natürlich ohne Gewähr) auf 53 Erwähnungen gestoßen.

Fazit: Gelungener, spannender zweiter Band mit kleinen Abstrichen!


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