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Leviathan

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Wheel of Time 14. A Memory of Light (The Wheel of Time)
Wheel of Time 14. A Memory of Light (The Wheel of Time)
von Robert Jordan
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 21,95

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wheel of Time 1-14 (spoilerfrei), 11. Oktober 2013
Nachdem ich nun um die 1,75 Jahre meines Lebens mit dem Lesen dieses Fantasy-Epos verbracht habe (nicht in Vollzeit) fand ich es mal wieder angemessen ein wenig(!) Zeit in eine kurze Rezension zu investieren (relativ zu einem über 11.000 Seiten starken Mammutwerk).

Ein Kurzüberblick über die Bände:

Die Reihe beginnt mit einem exzellenten ersten Buch. Die folgenden 4 bis 5 Bände (es fällt mir etwas schwer diese auseinanderzuhalten, meine Entschuldigung dafür) erweitern die vorgestellte Welt hervorragend und zeichnen ein detailreiches aber stets interessantes Bild eben jener Welt. Die Geschichte der Charaktere ist spannend und durchaus wendungsreich. Etwa ab Band 8 jedoch fängt die Geschichte an unglaublich in die Breite zu gehen und fast jede Zielstrebigkeit aufzugeben. Die Masse der Nebencharaktere wird extrem unübersichtlich und ich vermute, dass es nicht nur mir unmöglich war/ist mir all diese zu merken und auseinanderzuhalten (zumal einige wichtige Nebencharaktere auch mal die Namen ändern). Das hielt nach meinem Empfinden bis zum 10ten Band an. Im 11ten, dem letzten von Robert Jordan geschriebenen Band, zieht das Tempo unvermittelt wieder an; es wirkt fast etwas gehetzt (was aufgrund der fatalen Erkrankung von RJ verständlich ist). Nach dem Tod von RJ übernahm Brandon Sanderson die Reihe, um sie zu Ende zu bringen. Generell fand ich das in den Bänden 12 und 13 sehr gelungen – zielstrebig aber eben nicht gehetzt und mit einem sehr guten Verständnis für die von RJ geschaffene Welt. Und Band 14 ist irgendwie was Besonderes, nicht unbedingt sehr gut, aber gut und der Reihe und durch und durch angemessen.

Stil:

Den Stil von RJ empfand ich als solide. Sprachlich gut verständlich, aber es fehlte immer wieder mal der letzte Schritt um atmosphärisch dicht zu wirken. Dafür werden Gebäude, Einrichtung und ähnliches einfach, gerade in späteren Büchern, viel zu detailliert beschrieben. Zum Teil behindern derartige Beschreibungen auch die Handlung, im Sinne von: Es ist gerade spannend, mich interessiert die Fliesenfarbe, die Holzmaserung und das Wandteppichmuster so rein gar nicht, sondern das was da gerade in dem Raum passiert.
Versuche von Humor kommen immer wieder mal durch, scheitern zumeist, sind aber auch nicht zu häufig. Aber Humor ist ja bekanntlich auch sehr subjektiv.

Welt/Charaktere:

Das kann man kurz halten: Die kreierte Welt ist großartig und in sich stimmig, voll Geschichte und Diversität und für mich das Highlight der Bücher. Und durch die vergleichsweise hohe Anzahl an Charakteren wird fast jeder Identifikations- und Hassfiguren (oder zumindest Nervensägen) finden.

Sonstiges:

Wie ich schon angedeutet habe sind die Bände von ca. 8 bis 11 ziemlich langweilig. Aber nachdem ich das akzeptiert hatte, war es auch in Ordnung. Ich las die Bücher nicht so sehr, um zu wissen wie es denn nun weitergeht, sondern einfach um die Welt und ihre Charaktere zu besuchen. Das war eine neue Erfahrung für mich, aber irgendwie hat es funktioniert, wenn auch vom Autoren vermutlich nicht so gedacht. Die restlichen Bücher sind recht spannend und die meisten Bücher haben halb-offene Enden, die dafür sorgen, dass auch gleich zum nächsten Band gegriffen wird (selbst die relativ langweiligen). Wobei, ärgerlicherweise, die halb-offenen Enden häufig nicht direkt weitergeführt werden.
Es gibt auch leichte Unstimmigkeiten in den Büchern in dem Sinne, dass einige frühe Ideen später nicht mehr so aufgegriffen werden. Explizit: Das sind keine logischen Fehler und auch keine wirklich zentralen Handlungselemente, aber man merkt, dass nicht alles vorher komplett durchdacht wurde. Interessanter Weise muss BS es ähnlich gesehen haben, gibt er sich in den letzten Büchern doch Mühe den Bogen zu einigen frühen Ideen zu spannen.

Fazit/Empfehlung:

Die Reihe ist zu empfehlen, aber nicht uneingeschränkt. Wer rasante Handlung mit schnellen Richtungswechseln liebt wird hier vielleicht zur Mitte hin aufgeben (oder auch nicht, weil man es ja schon so weit geschafft hat). Wer Details mag und eine große Welt in der man sich (wie RJ) auch mal verlieren kann, der hat hier seine neue Lieblingsfantasyreihe. Denen dazwischen würde ich Wheel of Time empfehlen, denn trotz Schwächen steckt auch viel Gutes in den Büchern und ich denke, dass die Reihe ziemlich einzigartig, quasi eine Erfahrung, ist.
Ich denke, dass ich sie in 10 Jahren ein zweites mal in Angriff nehmen werden, und dass, finde ich, ist doch ein gutes Lob für ein Buch. Ein besseres wäre: Ich les sie in zwei Jahren nochmal, aber es ginge auch noch viel schlechter. ;)
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 9, 2013 7:01 PM CET


The Wheel of Time 01. The Eye of the World
The Wheel of Time 01. The Eye of the World
von Robert Jordan
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,61

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wheel of Time 1-14 (spoilerfrei), 11. Oktober 2013
Nachdem ich nun um die 1,75 Jahre meines Lebens mit dem Lesen dieses Fantasy-Epos verbracht habe (nicht in Vollzeit) fand ich es mal wieder angemessen ein wenig(!) Zeit in eine kurze Rezension zu investieren (relativ zu einem über 11.000 Seiten starken Mammutwerk).

Ein Kurzüberblick über die Bände:

Die Reihe beginnt mit einem exzellenten ersten Buch. Die folgenden 4 bis 5 Bände (es fällt mir etwas schwer diese auseinanderzuhalten, meine Entschuldigung dafür) erweitern die vorgestellte Welt hervorragend und zeichnen ein detailreiches aber stets interessantes Bild eben jener Welt. Die Geschichte der Charaktere ist spannend und durchaus wendungsreich. Etwa ab Band 8 jedoch fängt die Geschichte an unglaublich in die Breite zu gehen und fast jede Zielstrebigkeit aufzugeben. Die Masse der Nebencharaktere wird extrem unübersichtlich und ich vermute, dass es nicht nur mir unmöglich war/ist mir all diese zu merken und auseinanderzuhalten (zumal einige wichtige Nebencharaktere auch mal die Namen ändern). Das hielt nach meinem Empfinden bis zum 10ten Band an. Im 11ten, dem letzten von Robert Jordan geschriebenen Band, zieht das Tempo unvermittelt wieder an; es wirkt fast etwas gehetzt (was aufgrund der fatalen Erkrankung von RJ verständlich ist). Nach dem Tod von RJ übernahm Brandon Sanderson die Reihe, um sie zu Ende zu bringen. Generell fand ich das in den Bänden 12 und 13 sehr gelungen – zielstrebig aber eben nicht gehetzt und mit einem sehr guten Verständnis für die von RJ geschaffene Welt. Und Band 14 ist irgendwie was Besonderes, nicht unbedingt sehr gut, aber gut und der Reihe und durch und durch angemessen.

Stil:

Den Stil von RJ empfand ich als solide. Sprachlich gut verständlich, aber es fehlte immer wieder mal der letzte Schritt um atmosphärisch dicht zu wirken. Dafür werden Gebäude, Einrichtung und ähnliches einfach, gerade in späteren Büchern, viel zu detailliert beschrieben. Zum Teil behindern derartige Beschreibungen auch die Handlung, im Sinne von: Es ist gerade spannend, mich interessiert die Fliesenfarbe, die Holzmaserung und das Wandteppichmuster so rein gar nicht, sondern das was da gerade in dem Raum passiert.
Versuche von Humor kommen immer wieder mal durch, scheitern zumeist, sind aber auch nicht zu häufig. Aber Humor ist ja bekanntlich auch sehr subjektiv.

Welt/Charaktere:

Das kann man kurz halten: Die kreierte Welt ist großartig und in sich stimmig, voll Geschichte und Diversität und für mich das Highlight der Bücher. Und durch die vergleichsweise hohe Anzahl an Charakteren wird fast jeder Identifikations- und Hassfiguren (oder zumindest Nervensägen) finden.

Sonstiges:

Wie ich schon angedeutet habe sind die Bände von ca. 8 bis 11 ziemlich langweilig. Aber nachdem ich das akzeptiert hatte, war es auch in Ordnung. Ich las die Bücher nicht so sehr, um zu wissen wie es denn nun weitergeht, sondern einfach um die Welt und ihre Charaktere zu besuchen. Das war eine neue Erfahrung für mich, aber irgendwie hat es funktioniert, wenn auch vom Autoren vermutlich nicht so gedacht. Die restlichen Bücher sind recht spannend und die meisten Bücher haben halb-offene Enden, die dafür sorgen, dass auch gleich zum nächsten Band gegriffen wird (selbst die relativ langweiligen). Wobei, ärgerlicherweise, die halb-offenen Enden häufig nicht direkt weitergeführt werden.
Es gibt auch leichte Unstimmigkeiten in den Büchern in dem Sinne, dass einige frühe Ideen später nicht mehr so aufgegriffen werden. Explizit: Das sind keine logischen Fehler und auch keine wirklich zentralen Handlungselemente, aber man merkt, dass nicht alles vorher komplett durchdacht wurde. Interessanter Weise muss BS es ähnlich gesehen haben, gibt er sich in den letzten Büchern doch Mühe den Bogen zu einigen frühen Ideen zu spannen.

Fazit/Empfehlung:

Die Reihe ist zu empfehlen, aber nicht uneingeschränkt. Wer rasante Handlung mit schnellen Richtungswechseln liebt wird hier vielleicht zur Mitte hin aufgeben (oder auch nicht, weil man es ja schon so weit geschafft hat). Wer Details mag und eine große Welt in der man sich (wie RJ) auch mal verlieren kann, der hat hier seine neue Lieblingsfantasyreihe. Denen dazwischen würde ich Wheel of Time empfehlen, denn trotz Schwächen steckt auch viel Gutes in den Büchern und ich denke, dass die Reihe ziemlich einzigartig, quasi eine Erfahrung, ist.
Ich denke, dass ich sie in 10 Jahren ein zweites mal in Angriff nehmen werden, und dass, finde ich, ist doch ein gutes Lob für ein Buch. Ein besseres wäre: Ich les sie in zwei Jahren nochmal, aber es ginge auch noch viel schlechter. ;)


The Blade Itself: The First Law Book One: Book One of the First Law
The Blade Itself: The First Law Book One: Book One of the First Law
von Joe Abercrombie
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,20

6 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht gut und nicht schlecht, 12. Oktober 2008
Nachdem ich dieses Buch nun durchgelesen habe, komme ich nicht drumherum enttäuscht zu sein. Folgende Kritikpunkte haben sich bei mir angesammelt:
a)Keine nennenswerte Story. In wenigen Sätzen könnte man diese erschöpfend zusammenfassen. Mit allen relevanten Details auf wenigen Seiten. Außerdem empfand ich sie als extrem gradlinig. Echte Wendungen oder Höhepunkte sind kaum auszumachen. Zum "Pageturner" reicht es nicht!
Häufig weiß man auch nicht warum gerade etwas gemacht wird. Da wird von a nach b gelaufen und man weiß nicht nur das "warum" nicht, meist ist auch das b unklar. Wie soll ich bei etwas mitfiebern, wenn ich nicht weiß worum es geht?
b) Auch die Charaktere sind wenig komplex. Insbesondere Jezal und Ferro. Einzig Sand Glotka bietet da ein wenig Potenzial.

Komplett schlecht ist das Buch aber nicht. Sehr gefallen hat mir:
a) Der hin und wieder aufflackernde Humor. Manchmal mußte ich nicht nur grinsen sondern richtig lachen.
b) Die Darstellung der Magi. Nicht nur, dass auf das Standard-Bild mit langem Bart und spitzen Hut verzichtet wird, es wird auch noch schön auf die Schippe genommen. Insgesamt wirken sie realistisch (im Rahmen des Möglichen).

Tja, und so bin ich mir nichtmal sicher, ob ich mir die Fortsetzung(en) besorgen soll. Und das ist bei mir schon mit die schlimmste Kritik, da ich sonst bei fast jedem Mist wenigstens wissen will wie es ausgeht.


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