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ShortestFrame

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Gilsey 7in1 Camera Connection Kit Adapter für Apple iPad 4 / iPad Air / iPad mini 1 / 2 SD, MS, TF, M2, Mini SD, MMC, Micro SD Card Reader + 3 USB HUB - Überträgt Bilder und Videos von Karten sowie Kartenlesegeräte und USB-Sticks aufs iPad 4 iPad Air und iPad mini
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Wird angeboten von mobilhunter
Preis: EUR 17,90

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nützliches Tool, 6. März 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Im Gegensatz zu den von Apple separat vertriebenen Adaptern Lightning-zu-SD und Lightning-zu-USB bekommt man hier beides in einem (plus weitere Karten/Stick-Slots: MS Duo, M2, T-Flash). Ich habe den Adapter an einem iPad Mini (1. Generation) mit SD-Karte (Transcend SDHC 32 GB) und zwei verschiedenen USB-Sticks (Verbatim 64 GB und Intenso 32 GB) ausprobiert. Beides hat funktioniert, ohne eine zusätzliche Stromversorgung. Allerdings habe ich festgestellt, dass man darauf achten muss (zumindest war es bei mir so), dass der Lightning-Anschluss richtig herum in das iOS-Gerät gesteckt wird. Die Power-Anzeige des Adapters leuchtet dann pink/violett. Steckt man den Lightning-Anschluss verkehrt herum in das iOS-Gerät, dann leuchtet die Power-Anzeige nur in schwachem Rot und weder SD-Karte noch USB-Stick werden erkannt. Da der Lightning-Anschluss rein optisch auf beiden Seiten identisch zu sein scheint, habe ich mir die "richtige" Seite mit einem Stift markiert. Prinzipiell gibt es natürlich noch zu sagen, dass man (wie in der - in grammatikalisch schlechtem Englisch gehaltenen - Anleitung erwähnt) besonders bei USB-Sticks darauf achten sollte, dass ein DCIM-Ordner auf dem Stick angelegt ist und die Dateinamen der darin enthaltenen Dateien 8-ziffrig (z.B. "ABCD1234") sind, denn nur so kann der Zugriff auf Fotos und Videos durch das iOS-Gerät erfolgen. Bei in Kameras verwendeten SD-Karten werden DCIM-Ordner und Dateien ja in aller Regel von der Kamera selbst angelegt und man braucht sich nicht darum zu kümmern, einfach SD-Karte rein und gut. Musik und andere Dokumente lassen sich auf diesem Wege leider nicht übertragen, lediglich Fotos und Videos! Insgesamt ist dieser Adapter durchaus empfehlenswert, einen Stern Abzug gibt es für die etwas wenig robuste Verarbeitung, da machen die beiden separaten Adapter von Apple einen besseren, wertigeren Eindruck.


Beethoven: Fidelio (Gesamtaufnahme)
Beethoven: Fidelio (Gesamtaufnahme)
Wird angeboten von Orangtruthahn2011
Preis: EUR 34,99

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Furtwängler & Mödl: Überbordende Leidenschaft!, 23. September 2007
Furtwänglers "Fidelio" ist eine Glanzleistung, das gilt sowohl für das Dirigat, als auch für die Sänger.

Was Martha Mödl an Leidenschaft und Energie in die Rolle der Leonore hineinlegt, das ist der schiere Wahnsinn, sie fegt wie ein Orkan durch das Verlies! Andere Interpretinnen mögen vielleicht stimmschöner sein (Ludwig, Janowitz), aber das hinreissende Rollenporträt von Mödl lässt sich schwerlich überbieten. Ganz große Klasse!
Wolfgang Windgassen als Florestan ist ebenfalls hervorragend, wobei ich hier Jon Vickers bei Klemperer einen Tick besser finde.
Gottlob Frick (Rocco), Sena Jurinac (Marzelline) und Rudolf Schock (Jaquino) sind grandios, Otto Edelmann (Pizarro) und Alfred Poell (Fernando) stehen ihnen da nur wenig nach.

Furtwänglers Dirigat ist spitzenmäßig. Er ist insgesamt (natürlich) etwas langsamer unterwegs als die meisten anderen Aufnahmen, aber seine Tempi wirken nie zäh oder langweilig, im Gegenteil, es steckt enorm viel Leidenschaft und Feuer dahinter und Furtwängler zieht an manchen Stellen das Tempo auch stark an: Das Duett "O namenlose Freude!" ist nicht zuletzt wegen des rasanten Orchesterspiels atemberaubend, da springt einem die besagte namenlose Freude regelrecht aus den Boxen/Kopfhörern entgegen! Besser geht es wohl nicht.

Schade allerdings, dass die Dialoge weggelassen wurden!

Die Aufnahme ist (leider) in Mono, was mich persönlich aber nicht stört, ich finde den Klang für das Alter (1953) absolut in Ordnung. An ganz wenigen Stellen (z.B. bei den lauten Chorszenen) treten ein paar leichte Übersteuerungsprobleme auf, aber das lässt sich bei der künstlerischen Genialität dieser Aufnahme locker verschmerzen.

Das Libretto liegt bei.

Fazit: Für mich die Referenzaufnahme des "Fidelio" - und bei diesem günstigen Preis muss man einfach zuschlagen!


The Originals - Weber (Der Freischütz)
The Originals - Weber (Der Freischütz)
Preis: EUR 21,10

11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wichtiger Freischütz - aber Keilberth bleibt Referenz!, 22. September 2007
Carlos Kleibers CD-Aufnahmen kann man wohl an zwei Händen abzählen, weshalb ihnen bei ihrer Veröffentlichung immer besonders viel Aufmerksamkeit zu Teil wurde, viele genießen heute Kultstatus. So auch dieser "Freischütz" aus den 70ern.

Dabei bin ich der Ansicht, dass es manchmal des Lobes doch ein wenig zuviel war. Genial? Teilweise. Ideal? Sicher nicht. Das liegt zum einen an der Sängerriege, die zwar viel Prominenz aufweist, aber die doch in sämtlichen Rollen mehr (Max, Kaspar) oder weniger (Agathe, Ännchen) hinter der Ideal-Besetzung der Keilberth-Aufnahme zurückbleibt, die zugegebenermaßen eine extrem hohe Messlatte darstellt. Ich will gar nicht so weit gehen und Peter Schreier (Max) als Fehlbesetzung einstufen, er macht das schon ordentlich, doch Rudolf Schock gefällt mir da sowohl von der Stimme her als auch von der Interpretation der Rolle viel besser!
Gleiches gilt für die Rolle des Kaspar: Theo Adam ist nicht schlecht, aber gegen den genial-dämonischen Karl Christian Kohn bleibt er doch recht blass.
Bei den Damen sieht es besser aus. Gundula Janowitz ist eine tolle, stimmschöne Agathe, die fast, aber auch nur fast an Elisabeth Grümmer herankommt. Edith Mathis singt ebenfalls wunderbar, bleibt ihrer Rolle jedoch gestalterisch ein bisschen was schuldig. Lisa Otto bei Keilberth bleibt da die Nr.1!

Zum Dirigat Kleibers: Wem Keilberth zu romantisch ist und Harnoncourt zu schroff, der findet hier einen guten Mittelweg. Kleiber setzt viele individuelle Akzente. Die Tempi mögen manchem vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig sein (nach einer eher gediegenen Ouvertüre gibt es ein schwindeleregend schnelles "Viktoria, Viktoria Viktoria!"), langweilig ist das Dirigat mit sicherheit nie!

Die Staatskapelle Dresden spielt wunderbar, das Klangbild ist schön transparent, aber leider etwas hallig: Die Akustik der Lukaskirche war hier vielleicht nicht die ideale Lösung ...

Fazit: Ein sehr guter "Freischütz", den man unbedingt gehört haben sollte - ob man ihn auch besitzen muss, dass hängt vom persönlichen Geschmack und davon ab, ob einem eine Aufnahme reicht oder nicht. Die Referenzaufnahme bleibt für mich sowohl vom Dirigat, vor allem aber wegen der unschlagbaren Sängerriege die Keilberth-Aufnahme aus dem Jahr 58.


Galleria - Weber
Galleria - Weber
Preis: EUR 10,98

9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Weber wunderbar!, 22. September 2007
Rezension bezieht sich auf: Galleria - Weber (Audio CD)
Wenn man diese Ansammlung wunderbarer Musik hört, dann kann man nur zutiefst bedauern, dass Carl Maria von Weber bereits so jung mit 40 Jahren verstarb und dass er heute fast nur noch mit dem "Freischütz" in Verbindung gebracht wird!
Herbert von Karajan und die Berliner Philharmoniker präsentieren hier in hervorragender Weise die "Aufforderung zum Tanz" (in der von Berlioz instrumentierten Version) sowie die Ouvertüren zu "Euryanthe","Oberon","Abu Hassan","Freischütz","Beherrscher der Geister" und "Peter Schmoll".
Hier wird hervorragend dirigiert und musiziert und auch das Klangbild ist exzellent! Die Aufnahmen stammen aus den Jahren 72 und 73. Der einzige Titel, der meiner Meinung nach etwas abfällt, ist Karajans recht zähe Freischütz-Ouvertüre, die habe ich schon viele Male besser und spritziger gehört (Zum Vergleich: bei Keilberth dauert die Ouvertüre 9:05, bei Kleiber 9:48, bei Karajan hier ganze 10:34!) Ansonsten kann ich diese CD aber ohne Einschränkung empfehlen!


Marschner: Der Vampyr (Gesamtaufnahme) (Aufnahme Köln 1999)
Marschner: Der Vampyr (Gesamtaufnahme) (Aufnahme Köln 1999)

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Guter, etwas zu zahmer Vampyr mit schwachem Protagonisten!, 20. September 2007
Eine Studioeinspielung von Marschners "Vampyr" war lange fällig, hier ist sie nun! Und es ist sogar die Originalfassung und keine bearbeitete Version! (Allerdings leider mal wieder ohne die Dialoge!)

Was mich gleich zu Beginn sehr positiv überrascht hat, war das Klangbild der Aufnahme und die Leistung des WDR Rundfunkorchesters. Alles klingt klar, transparent und ausgewogen! Prima! Auch die Leistung des Dirigenten Helmuth Froschauer trägt dazu bei, wobei mir seine Interpretation insgesamt ein wenig zu zahm ist, da hat der Live-"Vampyr" unter Neuhold (1980) deutlich mehr Biss, leider hapert es da etwas an der Aufnahmequalität!

Das eigentliche Problem dieser Studio-Aufnahme ist aber die schwache Vorstellung von Franz Hawlata als Lord Ruthven, der Titelfigur. Wieviel Energie und Dramatik legt Siegmund Nimsgern bei Neuhold in diese Rolle - und wie harmlos nimmt sich Hawlata dagegen aus! Man vergleiche nur mal die erste Arie von Ruthven aus beiden Aufnahmen!

Die anderen Rollen sind ordentlich besetzt, wobei sich Jonas Kaufmann als Aubry positiv über den Rest abhebt.

Libretto und eine Einführung in das Werk liegen als Booklet bei.

Fazit: Eine durchaus lohnenswerte Anschaffung mit hervorragender Klangqualität, die leider durch die schwache Gestaltung der Titelrolle getrübt wird. Ich persönlich ziehe trotz der technischen Mängel die Live-Aufnahme unter Neuhold vor, zum einen wegen des fantastischen Siegmund Nimsgern als Ruthven, zum anderen wegen des spritzigeren Dirigats.


Wagner: Der Fliegende Holländer (Gesamtaufnahme) (Aufnahme Berlin 1991)
Wagner: Der Fliegende Holländer (Gesamtaufnahme) (Aufnahme Berlin 1991)
Preis: EUR 29,61

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Der enttäuschende Holländer, 17. September 2007
Das Positive vorweg: Cheryl Studer ist eine der wenigen Sentas, die nicht wie eine Sirene klingen und weiß ihre Rolle gut zu gestalten, Peter Seiffert (dessen Paraderolle im Holländer ja eigentlich der Erik ist) überzeugt als Steuermann. Das war es dann aber auch schon an lobenswertem ...
Sinopolis Dirigat erscheint mir recht holprig und wenig mitreissend, Hans Sotin (Daland) verkauft sich unter Wert, Herr Domingo (Erik) veranstaltet einen Belcanto-Liederabend mit wenig Interesse an Text und Handlung und - wie von meinen Vorrednern bereits erwähnt - Bernd Weikl hatte wohl wenig Lust, einen anständigen Holländer zu singen - phasenweise schrammt er wirklich haarscharf an einer Parodie der Rolle vorbei!
Der einzige trifftige Grund, sich mit dieser Aufnahme zu beschäftigen, ist meiner Meinung nach Cheryl Studers Senta, die einigen anderen Interpretinnen der Rolle überlegen ist, aber letztendlich kann das nicht den satten Preis rechtfertigen. Da gibt es genügend erheblich bessere und dabei auch weitaus günstigere Aufnahmen (Böhm, Steinberg, Konwitschny etc.).


Hans Heiling (Ga)
Hans Heiling (Ga)
Preis: EUR 13,99

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Referenz Heiling dank Hermann Prey!, 25. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Hans Heiling (Ga) (Audio CD)
Heinrich August Marschner (1795-1861) war ein deutscher Komponist der Romantik, der zwischen Carl Maria von Weber und Richard Wagner stand. Seine Opern sind leider weder auf CD, noch auf den heutigen Bühnen sonderlich präsent. Nur zwei seiner 13 Opern sind heute noch einigermaßen bekannt und auf CD erhältlich: "Der Vampyr" und "Hans Heiling". Von beiden gibt es sehr wenige Aufnahmen.

Der hier vorliegende Live-Mitschnitt aus dem Jahre 1966 entstand unter der Leitung des berühmten Joseph Keilberth in Köln mit dem Kölner Symphonieorchester.

Keilberth und das Orchester liefern ausgezeichnete Arbeit ab, doch der wahre Star dieser Aufnahme ist ohne Zweifel Hermann Prey in der Titelrolle des Hans Heiling! Eine überragende Leistung! Preys mächtige und ausdrucksvolle Stimme nimmt einen vom ersten Augenblick gefangen und macht diese Oper, die meiner Meinung nach musikalisch etwas weniger interessant ist als "Der Vampyr" zu einem Erlebnis.

Auch die anderen Solisten (Leonore Kirschstein als Anna, Hetty Plümacher als Gertrude, Liane Synek als Königin, Karl-Josef Hering als Konrad, Hans Franzen als Stephan) überzeugen, aber gegen Prey kommen sie nicht an.

Die Klangqualität ist für eine Live-Aufnahme aus dem Jahr 1966 sehr ordentlich. (Ich hab mich aber schon gefragt, ob die Aufführung wirklich live war, denn ich höre überhaupt kein Gehuste und auch kein Geklatsche am Ende des Aktes ...) Die Chöre kommen etwas dumpf zur Geltung.

Die Dialoge klingen natürlich und ungezwungen, auch die Melodram-Teile.

Leider gibt es kein Libretto, sondern nur einen kurzen, aber durchaus informativen Text, sowie eine kurze Inhaltsangabe - beides auf Englisch.

Eine sehr gute Aufnahme mit einem grandiosen Hermann Prey, die wohl unter den wenigen Einspielungen dieses Werkes momentan Referenzstatus genießen darf. Auf jeden Fall der 90er-Studio-Aufnahme unter Ewald Körner in allen Belangen überlegen!
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 6, 2014 6:37 PM CET


Hans Heiling
Hans Heiling
Wird angeboten von pandorasbox-secondbattle3
Preis: EUR 13,94

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Sehr durchwachsene Wiederbelebung!, 25. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Hans Heiling (Audio CD)
Es gibt einige Opern, die besonders darunter leiden, wenn die Titelpartie nicht ansprechend besetzt ist. Dazu gehört beispielsweise Wagners Tannhäuser, dazu gehört auch Marschners Hans Heiling. Hans Heiling ist ein Vertreter der in der Romantik sehr beliebten Geister-/Gruseloper in der Nachfolge von Webers Freischütz. Die Gruseligkeit und Unheimlichkeit der Oper geht natürlich einerseits von der Musik aus, andererseits ist es aber auch unablässlich, dass die Rolle des Hans Heiling, des Königs der Erdgeister, beeindruckend gestaltet ist.

Bedauerlicherweise gelingt das dem deutschen Bariton Thomas Mohr in dieser Studioeinspielung von Ewald Körner und dem Slowakischen Philarmonischen Orchester aus dem Jahr 1990 hinten und vorne nicht. Er konnte mich weder sängerisch noch von der Gestaltung der Rolle her überzeugen: Die Stimme ist dünn und der Sänger klingt wenig engagiert. Wer die herausragende Interpretation von Hermann Prey in der 66er-Live-Aufnahme unter Joseph Keilberth gehört hat, der kann wahrscheinlich bestätigen, dass Mohr im Vergleich sehr, sehr schmalbrüstig klingt. Da liegt eine ganze Welt dazwischen!

Leider tut sich auch von den restlichen Solisten keiner sonderlich positiv hervor, die Anna von Eva Seniglova finde ich recht dürftig, sie singt nicht gerade sehr textverständlich und das Gefühl für eine überzeugende Rollengestaltung geht ihr ab.

Das Dirigat und das Orchester sind ordentlich, viel mehr aber nicht.

Die Dialoge fehlen komplett, was aber vielleicht sogar eine gute Entscheidung war, wenn man sich die lieblos rezitierten Sprechtexte in den Melodram-Passagen anhört!

Ein schönes Cover und das beigelegte Libretto können da nicht mehr viel retten. Insgesamt keine wirklich schlechte, aber doch recht dürftige Aufnahme, momentan die einzige mir bekannte Studioaufnahme dieses Werkes auf dem Markt. Ich rate jedoch auf jeden Fall zur Live-Aufnahme unter Keilberth von 1966, allein schon wegen Hermann Prey als Hans. Die Klangqualität ist nur unbedeutend schlechter, trotz des Alters.


Weber. Euryanthe (Gesamtaufnahme)
Weber. Euryanthe (Gesamtaufnahme)
Preis: EUR 38,42

5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht restlos geglückte Pioniertat: Musikalisch gut, sängerisch mau, 23. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Weber. Euryanthe (Gesamtaufnahme) (Audio CD)
Zunächst sollte man einmal dafür dankbar sein, dass sich ein so kompetenter Dirigent wie Marek Janowski den weniger populären Opern von Carl Maria von Weber angenommen hat und das Werk des genialen Komponisten pflegt, der ja leider meistens auf den Freischütz reduziert wird. Janowski hat ja neben der Euryanthe auch den Oberon eingespielt. Soweit mir bekannt, hat Janowski hier 1974 eine Pioniertat vollbracht und die erste komplette Studioaufnahme der Euryanthe abgeliefert - leider ist sie bis heute die einzige geblieben! Es gibt daneben nur noch eine Hand voll historischer Live-Mitschnitte, meistens aus den 50ern.

Bedauerlicherweise muss man sagen, dass diese Pioniertat nicht restlos geglückt ist, obwohl die Voraussetzungen scheinbar optimal waren: Janowski, Staatskapelle Dresden und eine Riege bekannter Sänger (Norman, Gedda, Hunter, Vogel).

Musikalisch ist die Aufnahme gut gelungen. In Janowskis Dirigat fehlt mir zwar ab und zu ein bisschen das Feuer und Temperament, dafür arbeitet er die lyrischen Passagen schön heraus. Das Orchester liefert gewohnt hohe Qualität, die Chöre sind exzellent und das Klangbild prima.

Soweit, so gut. Leider bleiben die Sänger hinter diesen Ansprüchen zurück. Wenn man einmal den Leitner-Mitschnitt mit seinem überragenden Quintett (Trude Eipperle als Euryanthe, Wolfgang Windgassen als Gerard/Adolar, Maria Kinas als Claudia/Eglantine, Gustav Neidlinger als Graf Lysiart und Wilhelm Schirp als König) gehört hat, dann erscheint einem das hier aufgebotene Ensemble doch ziemlich blass. Weder Jessye Norman, noch Nicolai Gedda, Rita Hunter oder Tom Krause wissen sonderlich zu überzeugen. Die einzigen Lichtblicke gibt es in den Nebenrollen des Königs (Siegfried Vogel) und der Bertha (Renate Krahmer).

Kann ich diese Aufnahme empfehlen? Bedingt. Wer großartige Sänger hören will, der wird mit dieser Aufnahme wohl eher nicht zufrieden sein. In dieser Hinsicht geht meine Empfehlung ganz klar in Richtung Leitner-Mitschnitt von 1954. Die Aufname ist historisch, bearbeitet und gekürzt, jedoch sängerisch einmalig und günstig beim Label Walhall zu haben.
Wem eher die Musik als der Gesang wichtig ist oder wer partout keine historischen Aufnahmen hören mag, der findet hier eine ansprechende Interpretation.
Kleiner Tipp noch: Wer eine sowohl vom klangtechnischen als auch vom künstlerischen exzellente Euryanthe-Ouvertüre hören will, der sollte mal in den Weber-Sampler von Herbert von Karajan mit den Berliner Philharmonikern (Deutsche Grammophon) reinhören. Leider eben nur die Ouvertüre!
Abschließende Bewertung dieser Janowksi-Euryanthe: Dirigat/Orchester 4 Sterne, Sänger 2 Sterne, macht gesamt im Durchschnitt 3!
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 6, 2014 6:35 PM CET


Der Ring des Nibelungen (Gesamtaufnahme)
Der Ring des Nibelungen (Gesamtaufnahme)
Preis: EUR 87,94

21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Böhm entfacht ein wahres Musikdrama!, 17. August 2007
Eines kurz vorweg: Ich kann mich anderen Rezensenten nur anschließen, die die Meinung vertreten, es gäbe keinen perfekten Ring. Es gibt einfach zu viele Variablen. Auch der Böhm-Ring (66/67) hat unbestreitbar seine Schwächen, auch er ist nicht perfekt, aber nachdem ich mich mittlerweile mit einer ganzen Reihe anderer Gesamtaufnahmen des Rings (Furtwängler '50, Krauss, Keilberth '55, Solti, Boulez, Levine, Janowski, Barenboim, Haitink, Neuhold. Es fehlen mir noch Karajan, Sawallisch etc.) auseinandergesetzt habe, kann ich sagen, dass mir Böhm (zumindest momentan und bis jetzt) am besten gefällt!

Meine Kritikpunkte vielleicht gleich vorweg: Da wäre zum einen die zweifelsohne ärgerliche Tatsache, dass die Souffleuse in ruhigen Passagen recht häufig zu hören ist, was vor allem beim ersten Hören und besonders für Ring-Neulinge wohl etwas irritierend wirkt. Mir ist schleierhaft, wie dieser Lapsus passieren konnte, denn es gibt aus dem selben Jahr (1966) an selber Stelle (Bayreuth) unter dem selben Dirigenten (Böhm) einen in dieser Hinsicht einwandfreien, sehr populären Mitschnitt von "Tristan und Isolde". Merkwürdig!

Mit dem unvermeidlichen (ja, das ist eine Übertreibung!) Wolfgang Windgassen als Siegfried hab ich immer schon ein bisschen Probleme gehabt. Er ist mit Sicherheit ein guter Sänger gewesen der immer viel Herzblut in seine Rollen gelegt hat und es gibt Aufnahmen, in denen er mir gut gefällt (z.B. die Fidelio-Aufnahme von Furtwängler, Euryanthe-Mitschnitt von Leitner), aber sein Timbre und die stets etwas weinerliche Stimme konnten mich nie sonderlich begeistern, wenn es um seinen Siegfried ging. Ich bin daher immer etwas verwundert, wie hoch sein Siegfried gepriesen wird. In dieser Aufnahme war Windgassen zudem nicht mehr der jüngste und das lässt den "Siegfried" innerhalb des Rings hier ein wenig abfallen. Erschwerend kommt hinzu, dass Windgassen hier nicht nur den Siegfried gibt, sondern im Rheingold auch noch als Loge auftritt. Er ist beileibe nicht schlecht, aber es gibt sicher bessere Loges!

Das wären meine Hauptkritikpunkte, nun aber zu den Gründen für meine 5 Sterne:

Da wäre zuächst das Dirigat Böhms. Er wird ja manchmal als "fleissiger Handwerker" etwas diffamiert, dem das Genie eines Furtwänglers oder Karajans fehlte. Zu unrecht. Zwar arbeitet Böhm die Feinheiten der Partitur nicht so heraus wie andere und an manchen Stellen ist mir sein sehr flottes Tempo etwas zu schnell (Rheingold-Vorspiel beispielsweise), aber gerade diese zügigen Tempi sowie die Bayreuther Live-Atmosphäre entwickeln einen dramatischen Sog, der mir so in keiner anderen Aufnahme begegnet ist. Und im Gegensatz zu Solti überfährt er die Sänger nicht mit einer Klangwalze. Große Teile des Sänger-Ensembles stimmen ja mit dem von Solti überein, aber hier wirkt das Ganze viel natürlicher und weniger brachial, die Sänger haben mehr Luft zum atmen.
Jemand meinte in einer Rezension mal, Böhms Todesmarsch in der Götterdämmerung sei es etwas trocken. Das kann man durchaus so sehen, aber dafür ist das wenig später folgende Instrumental-Finale mit dem Erlösungsmotiv von atemberaubender Schönheit, das hat kein anderer so hingekriegt!!!

Das Orchester: Die Bayreuther spielen mit schwer zu überbietender Leidenschaft, fantastisch! Hier wird das Musikdrama gelebt!

Zu den Sängern:
Alberich ist eine meiner absoluten Lieblingsfiguren aus dem Ring und darum fange ich hier mal mit ihm an: Der Jahrhundert-Alberich von Gustav Neidlinger (dem meiner persönlichen Einschätzung nach nur Oleg Bryjak unter Neuhold das Wasser reichen kann, ja richtig gelesen, Bryjak, Neuhold!) ist ja in einer ganzen Reihe von Aufnahmen zu hören (Keilberth, Krauss, Knappertsbusch, Solti) und es ist jedesmal und immer wieder ein Genuss. Dies ist seine letzte Ring-Aufnahme und hier gefällt er mir eigentlich am besten. Seine Stimme hat vielleicht nicht mehr ganz die Gewalt aus den 50gern, dafür gestaltet Neidlinger die Rolle hier differenzierter als in den frühen Aufnahmen. Die Kombination von Live-Atmo und Stereo-Sound macht das ganze noch beeindruckender. Was ist köstlicher als sein "... das hörte der Dieb jetzt gern!", was fieser als "... lüstern lechz ich nach euch!", was schauriger als "... sterb er lechzend dahin ..." ???

Der zweite ganz dicke Pluspunkt ist für mich James Kings Siegmund. Der beste Siegmund, den ich bislang auf CD gehört habe. Was für Wälse-Rufe, "vereint sind Liebe und Lenz!" - grandios! Ramon Vinay und Jon Vickers haben vielleicht ähnlich viel Feuer, aber nur King kommt mit der deutschen Sprache einwandfrei zu recht. Vor allem bei Vinay stört nicht nur der Akzent (das wäre für mich noch akzeptabel), sondern er schludert einfach mit dem Text! (Deshalb kann ich mich auch nicht restlos für die so viel gerühmte Keilberth-Walküre von '55 begeistern) Und sowohl Vinay als auch Vickers klingen manchmal etwas grob, nicht so James King. Die "Walküre" (besonders der erste Akt und die Todesverkündung) wird dank ihm zu einem mitreissendem Erlebnis. Leonie Rysanek als Sieglinde ist ebenfalls große Klasse, wenn auch nicht ganz so over-the-top wie King. Gabriele Maria Ronge im Neuhold-Ring bleibt da vor allem wegen ihrer jugendlicheren Stimme meine Favoritin.

Theo Adam als Wotan stand ja immer im Schatten von Hans Hotter und es gibt viele, die seine Stimme nicht besonders mögen, speziell als Wotan. Zugegeben, seine Gesangtechnik ist nicht immer ideal und elegant, die mächtige Stimme eines Hotters hat Adam auch nicht, aber er singt im Gegensatz zu Hotter sehr textverständlich und schafft ein (fast) gleichberechtigtes, intelligentes Rollenporträt mit vielen starken Augenblicken (vor allem die Szene im Rheingold, in der Wotan den Ring nicht hergeben will, hat mich schwer beeindruckt, da steckt wirklich Energie drin! Auch in der Walküre hat er jede Menge geniale Momente, im Siegfried ist er leider schwächer). Adam ist mit Sicherheit nicht der stimmschönste Wotan, aber von der Gestaltung der Rolle ist er fast jedem anderen Wotan-Interpreten (weit) überlegen, davon kann z.B. James Morris bei Levine nur träumen!

Martti Talvela schafft es wie kein anderer, beim Zuhörer Sympathien für seinen Riesen Fasolt zu wecken. Es bricht einem fast das Herz! Kurt Böhme überzeugt auf voller Linie als Fafner. Der Kampf mit Siegfried ist der gruseligste, den ich bislang gehört habe.

Birgit "Steelson" als Brünnhilde. Ja, ihre Stimme ist schon irgendwie der Wahnsinn und es ist nicht grundlos, dass ihre Interpretation der Rolle so berühmt wurde, sie hat enorm viel Power. Aber manchmal würde ich mir eine etwas menschlichere, wärmere Brünni wünschen ... aber im Ganzen natürlich sehr gut!

Erwin Wohlfahrt als Mime ist gut, manchmal ein bisschen überdreht ("Fafner, Fafner!"). Markwort, Zednik, Kuehn & Stolze finde ich da besser.

Josef Greindl singt den Hagen und er macht das auf seine alten Tage immer noch beeindruckend ("Zu seinem Verderben dient er mir schon ..." geht einem durch Mark und Bein!). Thomas Stewart ist ein spitzenmäßiger Gunther, Ludmila Dvorakova ist eher eine durchschnittliche Gutrune.

Annelies Burmeister singt eine überzeugende Fricka.

Anja Silja begeistert als Freia und 3.Norn.

Bleibt als Schlusspunkt noch die Waltraute von Martha Mödl: der Hammer! So dramatisch wie hier gibt es die Szene Brünnhilde/Waltraute nirgendwo anders, bei einigen ist sie meistens ja sogar ziemlich zäh ...

Bevor ich nun zum Schluss komme, nochmal kurz ein paar Worte zum Sound: Wenn diese Sache mit der Souffleuse nicht wäre, dann wäre er wirklilch spitze, aber auch so bin ich sehr zufrieden mit diesem ehemals ersten Stereo-Live-Ring (jetzt gibt es ja den Testament-Ring unter Keilberth von 1955, auch in Stereo). Der Sound ist satt, mitreissend und sehr gut ausbalanciert.

Abschließend bleibt zu sagen, dass man sicherlich hier und da was an diesem Ring aussetzen kann, aber als Gesamtwerk kenne ich bislang keine andere Aufnahme, die das Weltendrama Wagners so plastisch und lebendig zum Leben erweckt. Für den ersten Gesamt-Ring würde ich Einsteigern allerdings eher zu Neuhold raten. Den gibt es spott-billig, ist trotzdem sehr gut, man hört keine Souffleuse und Neuhold ist nicht ganz so flott unterwegs wie Böhm (trotzdem spannend!), was vielleicht besser ist, um Wagners geniales Werk erst mal kennenzulernen.

P.S.: Der Box ist ein kleines Booklet mit Inhaltsangaben, einem kleinen Essay über Karl Böhm und einigen netten Fotos beigefügt.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 6, 2014 6:33 PM CET


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