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Rezensionen verfasst von
Matej Sack
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inFamous: Second Son - [PlayStation 4]
inFamous: Second Son - [PlayStation 4]
Preis: EUR 45,29

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Leiwand ^^, 9. Mai 2014
Wie es das momentan magere Spielangebot für die PS4 so will, habe ich mich gerade deswegen entschlossen, Second Son zu kaufen. Ich habe davor keine InFamous-Spiele gespielt.

Gut, angefangen zu zocken. Die schöne Grafik und Geometrien haben mir gleich von Anfang an sehr gut gefallen. Die Gesichter und deren Mimik fand ich auch gelungen. Aber irgendwie wollte der Funke nicht von vorhinein übergreifen und ich habe das Interesse verloren. Glücklicherweise habe ich dem Spiel nach ein paar Tagen Abstinenz noch eine Chance gegeben. Und das hat sich wirklich bezahlt gemacht!

Jetzt zog mich die Geschichte in ihren Bann. Das open-world Seattle finde ich sehr schön und die Aufgaben, neben der Hauptquest, also die einzelnen Gebiete zu befreien, machen wirklich Spaß. Dabei sind die Nebenmissionen zwar repetitiv, aber befinden sich in einem Rahmen, den man nicht als langweilig empfindet.
Das erste Mal habe ich das Spiel auf mittlerer Schwierigkeitsstufe und als "Gut" durchgespielt. Die Charaktere finde ich sehr gut und vor allem authentisch und abwechslungsreich. Die mittlere Schwierigkeitsstufe empfinde ich persönlich als eher zu leicht.
Die Gegner sind auch gut gemacht, damit will ich sagen, dass diese nicht nur als Dummies dienen. Sie laufen davon, gehen in Deckung, ergeben sich etc. Alles in allem relativ gut umgesetzt und auch glaubwürdig. Was mir auch sehr gut gefallen hat, sind die Graffitis, die man sprayen kann. Ist jetzt wirklich nichts Aufregendes, aber ich find die Motive wirklich cool.

Nun gut, Spiel durchgezockt. Und ich bin jetzt nicht der Typ, der ein durchgespieltes Spiel nochmals spielt. Schwierigkeitsstufe auf hoch gestellt und jetzt nur noch "böse" durch die Stadt. Verdammte Sch§!$$%, das macht aber sowas von Spaß. Also, so richtig noch mehr Spaß ^^ Liegende Leute zu treten, alles zu zerstören etc. Ich weiß jetzt nicht, ob das absolut richtig ist, aber beim hohen Schwierigkeitsgrad ist lediglich die Regenrationsfähigkeit reduziert. Ich glaube die Gegner benötigen dieselbe Anzahl an Prügel, bis sie das Zeitliche segnen und die K.I. ist auch ident. Die "bösen" Missionen sind auch komplett anders als die "guten" Missionen.

Kurzum: Ich bin wirklich froh, dass ich dieses Spiel auf beiden Varianten durchgespielt habe, denn es macht echt sehr viel Spaß. Jeder, der noch überlegt, ich kann es wirklich nur empfehlen. Vielleicht werden einige argumentieren, dass 60€ die eher kurze Spielzeit nicht rechtfertigen. Wenn man es jedoch auf Gut und Böse durchspielt und zumindest einmal die gesamte Karte komplett von den Gegnern befreit, finde ich den Preis vollkommen in Ordnung.


Assassin's Creed 4: Black Flag - Bonus Edition - [PlayStation 4]
Assassin's Creed 4: Black Flag - Bonus Edition - [PlayStation 4]
Wird angeboten von PreisCompany Deutschland
Preis: EUR 75,34

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Segen der Karibik 1, 4. März 2014
Dies ist mein erster Teil der Assassin's Creed Reihe. Aufgrund des anfänglich spärlichen Angebots bei den PS4-Spielen und der überaus positiven Kritik, habe ich mich eben für dieses Spiel entschieden.
Gespielt habe ich bis jetzt knappe 40 Stunden und etwas mehr als die Gesamthälfte durchgespielt. Hinzufügen möchte ich noch, dass ich keine Ahnung hatte worum es in den vorigen Teilen gegangen ist und ich mich unvoreingenommen ans Spielen gemacht habe (, sowie keinen High-End GamingPC zum graphischen Vergleich besitze).

Der erste optische Eindruck, als ich an den Strand gespült wurde, hat mich einmal umgehauen. Eine wirklich schöne Geometrie, prächtige Farben und idyllische Karibiklandschaft. Auch den Wechsel zwischen den Tageszeiten finde ich wunderschön. Es macht einfach einen riesigen Spaß in dieser Landschaft, Nacht, Tag oder etwas dazwischen, herumzulaufen und zu segeln. Kurzum, Graphikenthusiasten kommen auf ihre Kosten. Edward's Bewegungen, wie das Laufen, Springen, Klettern etc. finde ich ebenfalls sehr gelungen.
Ich weiß zwar nicht wie es bei den Vorgängern war, aber die Schwierigkeit beim Schleichen und unentdeckt bleiben hätte etwas höher ausfallen können. Vielleicht hätte man einen optionalen Schwierigkeitsgrad für Leute, die mehr Herausforderung suchen, spendieren können. Zum Teil kann man bei gegnerischen Arealen einfach nur durchlaufen. Naja, sei's drum.

Die Hauptstory finde ich soweit auch sehr gut, abwechslungsreich und auch zum Teil lustig, die ganzen besoffenen Piraten/Leute kotzend, pissend und auf dem Boden suhlend zu sehen :-)
Den Open-World Modus finde ich sehr gut. Man kann mit seinem Schiff fast alle Insel und Inselchen besegeln und erforschen, sowie Auftragsmorde ausführen, Tiere erledigen um bessere Gegenstände zu fertigen etc. Jedoch stellt sich dieses Einsammeln und Erforschen relativ bald als ziemlich monoton und nicht sehr abwechslungsreich heraus. Versteht mich nicht falsch, ich sage nicht, dass es schnell langweilig oder nervig wird, aber es ist dann doch immer fast dasselbe. Fremde Schiffe zu kapern macht wiederum ordentlichen Spaß, auch wenn ich mittlerweile die Schiffe vermehrt versenke als zu erobern.

Was ich von diesem Wechsel Gegenwart - Vergangenheit halten soll, da bin ich mir noch immer nicht ganz sicher. Ich möchte an dieser Stelle nichts verraten, ich empfinde es aber nicht als störend und das Hacken in der Gegenwart macht zumindest Spaß.

Ich schätze, dass das Spiel auf >60 Stunden kommt, wenn man es gemütlich mit dem allerlei drumherum spielt. Für den Preis finde ich es total legitim, da es wirklich Spaß macht und ich es sehr weiterempfehlen kann.


TIME I
TIME I
Preis: EUR 7,99

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zumindest lebt er noch :-), 21. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: TIME I (Audio CD)
Als jahrelanger Jari Mäenpää Fan, sprich nicht nur Wintersun sondern auch Ensiferum und Immemorial, merkt man, dass er sich musikalisch einfach weiterentwickelt. Auch wenn im Hinterkopf immer Vergleiche umherschwirren, bewerte ich dieses als unabhängiges Produkt und vergebe die volle Sternenzahl.
Beim ersten Anhören von Time I war ich schon ein wenig enttäuscht. Nach einer so langen Wartezeit werden die Ansprüche automatisch höher angesetzt, jedoch hat die Wartezeit nichts mit der abgelieferten musikalischen Qualität des Albums zu tun. Fakt ist, dass man sich einfach kein Wintersun II erwarten darf. Dass auch ein ursprüngliches Album jetzt in Time I und Time II aufgeteilt wurde stört mich persönlich nicht. Bei Wintersun's geringer Frequenz der Albumauskopplung ist das finanziell zu verkraften. Man muss sich dieses Album schon öfters und in Ruhe anhören.
Des Weiteren sollte man sich Time I eher als einen Film vorstellen, den man sich mit dem Gehör anschaut. Mir kommt es so vor als ob die Lieder sehr aufbauend aufeinander sind und alles einfach ein Lied darstellt. Genau so, wie man sich nicht einzelne Szenen aus Filmen anschaut, empfinde ich es wenig sinnvoll einzelne Songs zu bewerten. Jari hat uns schon bewiesen, dass er nicht nur ein sehr guter Gitarrist ist. Demnach sind auch sehr wenige "Ich zerstör jetzt das Griffbrett-Soli" auf Time I. Generell wird die Gitarre eher in den Hintergrund gerückt und viel mehr mit anderen Klängen gearbeitet. Es passt aber hervorragend zusammen. Time I ist meiner Meinung nach eine sehr gut gelungene Synthese mehrerer Instrumente (vermutlich meistens Synthesizer) und Stile. Auf jeden Fall ist es abwechlungsreich.
Bin schon gespannt wie Teile aus Time I live rüberkommen werden...


ESP Horizon FR Black E-Gitarre
ESP Horizon FR Black E-Gitarre

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach nur \m/-_-\m/, 3. November 2011
Rezension bezieht sich auf: ESP Horizon FR Black E-Gitarre (Elektronik)
Diese wunderschön verarbeitete Gitarre kann ich schon seit etwa drei Jahren mein Eigen nennen und hatte bis jetzt noch überhaupt keine Probleme damit. Weder die Halsspannung, noch das von mir viel verwendete Tremolosystem mussten nachjustiert werden, genau so wenig die wie Klinkenbuchse. Ich habe bei billigen Modellen die Erfahrung gemacht, dass sich die Klinkenbuchse bei häufigem Aus- und Einstecken lockert.

Die Bespielbarkeit dieser Gitarre, im Stehen und im Sitzen, ist einfach nur geil! Egal ob Akkorde, Rhythmusschemata oder Soli bis hin zu den hohen Bünden. Mit dem 0.09-0.42 Saitensatz ist das Spiel auf diesem Instrument butterweich, was mir persönlich vor allem bei Sweeps extrem gut gefällt. Es bedarf auch eines sehr geringen Kraftaufwandes beim Bending.

Durch die Seymour Duncan SH1N und TB4 ist auch die klangliche Vielfalt sehr breit. Über fette Metalriffs, warm klingende Soli, wunderschönem Cleansound bis hin zu Jazzklang kann man eigentlich alles realisieren, obwohl zu sagen ist, dass diese Gitarre eindeutig der Musik der Schwerfraktion zuzuordnen ist.

Was ich anmerken möchte, ist, dass die Regler doch 'relativ' schnell bei ständigem Drehen ihre Farbe verlieren. Wenn einem das nicht gefällt, einfach Neue kaufen und draufschrauben. Ist weder teuer noch schwierig.

Einem jeden sehr zu empfehlende Gitarre, der gewillt ist sich auf dieses Preisniveau zu begeben! Hervorragende Qualität, spitzenmäßige Verarbeitung und ein toller Sound garantieren jahrelange Freude mit dieser Gitarre!


So finster die Nacht
So finster die Nacht
von John Ajvide Lindqvist
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

5.0 von 5 Sternen The taste of blood, 24. April 2010
Rezension bezieht sich auf: So finster die Nacht (Taschenbuch)
John A. Lindqvist fesselte die Leute zuerst als TV-Standup-Comedian bevor er anfing seine literarischen Lassos nach ihnen zu werfen. Deswegen sollte man sich auch nicht wundern, wenn man etwaige Stellen mit dem Finger zurückfährt, um auch wirklich sicher zu gehen, ob man soeben richtig das Abgedruckte gelesen hat. Nicht nur einmal findet man derbe Ausdrücke, nicht ganz gesellschaftlich korrekte Umschreibungen und humoristische Ansätze, die sich voll eher in einer subtilen Grauzone einer schwarzen Nuance befinden. Nichts desto trotz bleibt dieses Buch durchgehend spannend. Die sich aufbauende Spannung ist in diesem Buch gut gelungen. Genau wie die sich darin befindenden Personen. Die Hauptcharaktere werden gut und fundiert beschrieben. Man kann sich förmlich in sie hineinversetzen und auch ihre Handlungsweisen nachvollziehen. Auch die sich entwickelnden sozialen Interaktionen heben dieses Buch auf eine sehr persönliche Art hervor. Obwohl dieses Buch als Thriller deklariert wird, driftet es mit der Zeit immer mehr ins Genre der Fantasie ab, bzw. es werden Horrorelemente eingebaut. Ob nun dieser Umstand positiv oder negativ aufgegriffen wird, sollte die LeserInnen für sich selbst entscheiden. Menschen mit einem gesunden Drang nach Blutrünstigkeit werden bei diesem Buch sicher auf ihre Kosten kommen. Ein flüssiger Schreibstil gewährleistet rasches Vorankommen, was bei den über 600 Seiten auch von Vorteil ist. Für Interessierte sei hervorzuheben, dass dieses Buch auch verfilmt wurde. Alles in allem ein äußerst spannendes Buch, welches auch eine Liebesgeschichte der etwas anderen Art darbieten kann.


Die Bücherdiebin. Roman
Die Bücherdiebin. Roman
von Markus Zusak
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rot, weiß, schwarz. Die Farben des Todes, 16. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Bücherdiebin. Roman (Taschenbuch)
So ergreifet doch meine Hand. Lasset euch von mir helfen. Ihr braucht keine Angst vor mir zu haben. Der Umhang, doch nur ein Kleidungsstück. Die Sense, ich bitte euch. Wer ich bin? Euer Spiegelbild. Wer ich bin? Euer Seelenträger. Wer ich bin? Ich bin der Tod.

Farben. Es sind immerzu die Farben, die mein Gedächtnis prägen. Ich werde karmesinrot schreiende Himmel sehen. Aschweiße schweigende Felder. Und trügerisch flüsternde schwarze Nächte. Rot, weiß, schwarz. Diese drei Farben werden meine wohl bisher strengsten Arbeitgeber werden. Sie schauen mir über die Schulter, sie verlangen, dass ich härter arbeite. Jene werden stärker, und ich werde viel zu tun haben. Von Menschen verfolgt, möchte ich euch jemanden Besonderen vorstellen. Als ich sie kennenlernte habe ich noch nie eine schönere Komposition eines schwachen königshimmelblau an Tränen gesehen. Es waren die ersten Kriegsjahre, als sich Liesel, ihr Bruder und ihre Mutter auf dem Weg zu Pflegeeltern befanden. Ich sah jene Farbe, als ich ihren Bruder an der Hand nahm. Hier beginnt die Geschichte der Liesel Memminger als Bücherdiebin. Das erste Buch stahl sie einem Totengräber. Ihre Pflegeeltern, gute Menschen, lernte sie langsam lieben. Die Hubermanns kümmerten sich fürsorglich um sie. Sie lehrten ihr langsam lesen. Das zweite Buch stahl sie einem brennenden Haufen des Nationalsozialismus. Weitere Bücher, wie auch die sich entwickelnde Freundschaft mit Rudi Steiner und Max Vandenberg, einem jüdischen Faustkämpfer, folgten.

Markus Zusak versetzt den Tod in die Rolle des Erzählers. Der Tod besitzt wahrlich eine bildreiche und farbenfrohe Sprache um die Geschichte zum Teil sehr poetisch zu erzählen. Wenn man bedenkt zu welcher Zeit diese Geschichte handelt und in welcher Leichtigkeit der Tod seine Arbeit wiedergibt, wirkt der Stil schon beinahe bedrückend paradox. Eines Tages lernt er ein junges Mädchen kennen, von dem er so beeindruckt ist, dass jenes von ihm durch ihr Leben begleitet wird. Wenn man sich denkt schon wieder ein einfaches Buch über den zweiten Weltkrieg zu erwerben täuscht man sich. Der Stil in dem diese Geschichte verfasst wurde ist sehr positiv eigenständig. Diese persönliche Note lässt einen einfach nicht mehr los. Tiefgründig erforschte Charaktere, gute wie auch die bösen, werden vom Tod vorgestellt. Man lernt jene zu mögen und zu verachten. Dieses Buch wirkt zu keiner Zeit langweilig und die Geschichte nicht abgewälzt. Zum Teil wird der Lesefluss auch durch die witzigen Einschübe, die beweisen, dass sogar der Tod Humor besitzt, erhellt. Jene lassen aber nicht nur ein Schmunzeln über das Gesicht laufen, sondern regen auch zum Nachdenken der doppeldeutigen Andeutungen an.


Geheime Botschaften. Die Kunst der Verschlüsselung von der Antike bis in die Zeiten des Internet.
Geheime Botschaften. Die Kunst der Verschlüsselung von der Antike bis in die Zeiten des Internet.
von Simon Singh
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,90

5.0 von 5 Sternen JMLUCMRUSGSGJHFGMX, 15. Dezember 2009
Der bloße Gedanke an eine vollkommen sichere Verschlüsselung sei im Zwielicht gesät. Einerseits würde den Bürgern eine Garantie der undurchdringlichen Privatsphäre gewährleistet werden, andererseits würde die Verbrechensermittlung einer unüberwindbaren Wand entgegenlaufen. Eine nicht dechiffrierbare Chiffrierung. Ist sowas überhaupt möglich? Seit Anbeginn der ersten Verschlüsslungen konkurrieren die Kryptographen und die Kryptoanalytiker um die Gunst des Sieges. Herrscher wurden gestürzt, Menschen hingerichtet, Kriege gewonnen oder verloren. Die Kryptographie führte schon so oft die Feder der Geschichtsschreibung. Viele der bedeutendsten Kryptographen, von staatlichen Einrichtungen zum Stillschweigen gezwungen, wurden erst lange Zeit nach ihren Leistungen dafür honoriert. Andere wiederum mussten ein Leben in ständiger Angst um sich und ihrer Familien leben. Die neuesten Technologien mögen nun aber diesem ewig währenden Staffellauf der Verschlüsselung und Entschlüsselung die Staffel entreißen. Quantencomputer und Quantenkryptographie, obwohl noch in den Kinderschuhen steckend, sind die tragenden Säulen einer neuen Ära.

Simon Singh nimmt den Leser auf eine äußerst interessante und fesselnde Art und Weise durch die Weltgeschichte der Verschlüsslungen mit. Sei es nun der Beginn der Verschlüsselung in der Antike, die noch als Steganographie (verstecken) bezeichnet wurde. Galt es den Boten die Haare abzuscheren, Botschaften auf die Kopfhaut zu tätowieren und bis zum Nachwachsen der Haare mit dem Versand jener zu warten. Die ersten Schritte in Richtung Kryptographie (verschlüsseln) gelang der Caesar-Verschiebung, die jener namensgebende römische Herrscher erfand. Eine wirkliche Neuerung in der Technik der Verschlüsslungen zog erst das Vigenère-Quadrat mit sich, das eine lange Zeit wegweisend für den sicheren Informationsverkehr war. Die Entdeckung der Elektrizität gewährte neue Methoden der Kodierung. Herausragend war die Entwicklung der Enigma, einem elektromechanischem Verschlüsselungsapparat, dessen Dechiffrierung das Zeitalter der modernen Computer einleitete und wohl auch den Nationalsozialismus frühzeitiger beendete. Das sich nun langsam entwickelnde Internet bedurfte ebenfalls einer schnellen und zuverlässigen Verschlüsselung der jeweiligen Daten, wobei auf die Einwegfunktionen der sogenannten Modul-Arithmetik zurückgegriffen wurde. Die neueste Pforte wurde zum Mikrokosmos der widersprüchlichen Quantenphysik eröffnet. Widersprüchliche Phänomene sollen dabei die vollkommene Sicherheit der Kodierung gewährleisten. Computer, die nicht mehr Berechnungen nacheinander durchführen müssen, sondern ihre Rechenoperationen verschränken und dadurch zeitgleich absolvieren könnten. Da die Erstausgabe dieses Buches 1999 veröffentlicht, jedoch für die Auflage von 2006 kein aktuelles Wissen integriert wurde, bleibt ein PC mit 8MB Ram wohl das Non plus Ultra. Schade, dadurch können auch die neuesten Entwicklungen auf dem Gebiet der Quantentechnologie nicht präsentiert werden. Für Interessierte auf diesem Gebiet sei Anton Zeilingers 'Einsteins Schleier' und 'Einsteins Spuk' wärmstens zu empfehlen.


Evangelion
Evangelion
Wird angeboten von japazon
Preis: EUR 42,79

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Blackened'n'Deathed Blackdeathmetal, 20. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Evangelion (Audio CD)
Nergal ist eine aus der sumerisch-akkadischen Religion stammende Gottheit der Unterwelt und des Todes. Wohl ein todsicheres Pseudonym für Adam Michal Darski, dem Mastermind der polnischen Black- u. Deathmetalband Behemoth. Doch aus welchem Grund bedarf es einer Hervorhebung einer solchen Band jenes Genres? Wenn man bedenkt, dass Behemoth auf Platz eins der polnischen Charts thronte, rückt diese Band rechtfertigend in ein schwarzes Licht. Gegründet im Jahre 1991, kämpften sich die jeweiligen Bandmitglieder in Lederharnische gekleidet und dem Arsenal etlicher Alben, an die umgekehrte Spitze des Kreuzes. Anscheinend folgen die ersten Chartsplatzierungen nicht immer den zweieinhalb Akkord und 'bumm bumm tsch'-Rhythmik Schemata.

Evangelion ist das neuste Werk aus der lodernden Schmiede Behemoths. Neun Lieder wurden unter großem Aufwand auf dem Amboss zurechtgehämmert. Auf Samples wurde dabei gänzlich verzichtet. Sei es nun das Trompetenquintett, oder die diversen exotische Saiteninstrumente, alle wurden eingespielt. Das festigende Fundament wurde von der brachialen Höllenartillerie der Rhythmik gelegt. Ein beinahe unmenschliches Können wird auf diesem Album offeriert. Die Schnelligkeit, die der Synchronisation eines Maschinengewehrs gleicht und Varietät ist furchteinflößend. Jene harmoniert perfekt mit den abwechselnd langsamen Melodien und treibenden Gitarrenriffs. Dabei wurde gelegentlich ein feiner Hauch orientalischer Einflüsse integriert. Auch virtuose Gitarrensoli finden sich im abgekühlten Stahl wieder. Zum Schluss wurde noch ein gutturaler Gesang als schwarzer Vorhang über dieses Album gelegt. Dieser sogenannte Kehlgesang rundet dieses Werk perfekt ab. Sei es nun welches Instrument auch immer von Behemoth angerührt wurde, es findet sich die Perfektion im Detail. Das Booklet beinhaltet ebenfalls Informationen, die wohl gerne von manchen Menschen aus dem Geschichtsbuch herausgerissen werden wollen würden. Textlich muss man sich auf provokante und antigesellschaftliche Aussagen vorbereiten. Behemoth präsentiert andere Gedankengänge, Behemoth zwingt nicht auf. Evangelion ist ein hervorragendes Album seines Genres bei dem sich die Kreuze eigenmächtig gen Süden drehen.


Bondage Goat Zombie
Bondage Goat Zombie
Preis: EUR 18,19

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen BONDAGE!!!!!!, 4. August 2009
Rezension bezieht sich auf: Bondage Goat Zombie (Audio CD)
Österreichischer Blackmetalexport vom Feinsten!
Sei es nun das anfänglich klassisch gezupfte Armageddon's Raid, der einschlägige Rhythmus von Justine: Soaked in Blood, der zum Headbangen animierender Sexdictator oder der stellenweise melodische Rutenmarsch. Hellmuth dürfte sich bei diesem Album große Mühe zur Vielfältigkeit gegeben haben.
Jedes Lied besitzt seine eigene schön strahlende Schwärze.
Das gewohnte trilinguale Gegrunze ist natürlich auch bei diesem Album vertreten. Auch schnell alternativ gepickte Soli sind neben der brachialen Höllenartillerie vorhanden.
Wummernde Doublebass ist so schööööööön...........

Ein sehr gelungenes und abwechslungsreiches Album, bei dem sich die Kreuze selbstständig nach Süden drehen!


Die Säulen der Erde
Die Säulen der Erde
von Ken Follett
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,90

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sex, Drugs 'n' Lautenmusik, 4. August 2009
Rezension bezieht sich auf: Die Säulen der Erde (Gebundene Ausgabe)
Eine bildgewaltige Sprache entführt einen in eine andere Welt. Obwohl dieses Werk mehr als tausend Seiten umfasst, ergibt sich nie das Gefühl der Langatmigkeit. Ken Follet präsentiert ein hervorragend verwobenes Netz der Intrigen, Feindseligkeiten, der Leidenschaft und Liebe. Man liebt mit, man hasst mit, man begehrt, man verachtet. Die weder überladene, noch zwanghaft wirkende Handlung zieht einen in seinen Bann und lässt nicht mehr los. Die Kunst des Kathedralenbaus muss nicht unbedingt jedermann interessieren, um Gefallen an diesem Roman zu haben. Wahrlich wundervoll beschriebene Charaktere begleiten den Leser beim visuellen Gang der hauchdünnen Seiten. Es kommt einem so vor, als Justitia der Ungerechtigkeit willen eine überdurchschnittlich lange Beurlaubung beansprucht hat. Ein ständig währender Kampf zwischen Gut und Böse, durchzieht, wie der edel rote Seitenmerker, dieses Buch. Die Sprache wirkt nie deplatziert. Ob nun jene wie ein stilles Bächlein oder ein reißender Fluss den Roman durchfließt, immer ist sie der Situation angepasst. Dadurch wird auch nie das Gefühl der Monotonie hervorgerufen. Dieser Roman wird nicht durchgelesen, dieser Roman wird durchgefühlt. Des Weiteren verleihen die abwechslungsreichen Schicksalsschläge der jeweiligen Personen dem Buch eine anschwellende Dynamik. Nicht zuletzt besticht dieses Werk durch die, sei es nun Englands, Frankreichs oder Spaniens, liebevoll und pittoresk beschriebenen Orte und Städte.


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