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Rolli in Gefahr

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Stormlight Archive 02. Words of Radiance
Stormlight Archive 02. Words of Radiance
von Brandon Sanderson
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 15,11

5.0 von 5 Sternen "Stormlight Archive" hat das Zeug zum Klassiker, 22. September 2014
Jetzt bin ich mit Band 2 durch und schlichtweg begeistert. Sanderson malt seine aus Band 1 (Way of Kings) liebgewonnenen Charaktere weiter aus. Auch die Welt bekommt immer mehr Kontur und Farbe. Am Anfang der jeweiligen Teile wird die Geschichte auch aus anderen Blickwinkeln, z.B. der Parshendi, beschrieben.
Gerade im Fantasybereich ist es unglaublich schwierig, Neues zu schaffen. Sanderson gelingt das locker nebenbei allein schon mit der Art, wie Magie in seiner Welt funktioniert. Er erforscht weiter die Fähigkeiten der Knights Radiant, über die nunmehr auch einige Charaktere aus dem Buch verfügen. Gleichzeitig schafft er es, den Leser in die Geschichte hineinzuziehen. Man leidet wirklich mit den Charakteren mit (Khaladins Trauer über den Verlust seines Bruders, Adolins hilflose Wut seinem Widersacher Sadeas gegenüber, um nur zwei Beispiele zu nennen). Das Buch spart auch nicht mit Enthüllungen über z.B. die Voidbringer, bewahrt dabei aber trotzdem seine Mystik. Der einzige Wermutstropfen ist die Tatsache, dass ich nun wieder Jahre auf die Fortsetzung warten muss, aber das lässt sich verschmerzen.
Ich möchte noch anmerken, dass die Bände im Deutschen in jeweils zwei Teilen veröffentlicht werden, was einen entsprechend hohen Preis nach sich zieht. Wer des Englischen mächtig ist, dem sei daher die englische Ausgabe empfohlen.


Transformers 4: Ära des Untergangs
Transformers 4: Ära des Untergangs
DVD ~ Mark Wahlberg
Preis: EUR 8,99

6 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Es kracht und zischt, das war wohl nischt..., 21. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Transformers 4: Ära des Untergangs (DVD)
Achtung, kann Spoiler enthalten!!

Nach der Schlacht in Chicago wird weltweit zur Jagd auf Transformer geblasen. Offiziell werden nur die Decepticons gejagt, aber die Autobots trifft es genauso. Eine Unterabteilung der CIA ist für diese Jagd verantwortlich. Unterstützt werden sie dabei von einem Transformer, der auf eigene Rechnung arbeitet. Diese Abteilung der CIA wird auf Cade Yeager (Mark Wahlberg), einen erfolglosen, alleinerziehenden Erfinder (da wären noch ein paar Randgruppen mehr dringewesen) aufmerksam, der statt des vermeintlichen alten Lasters zum Ausschlachten Optimus Prime in seine Garage gestellt hat. Ab da beginnt eine Verfolgungsjagd über den gesamten Erdball mit einem kleinen Abstecher ins Weltall. Im Verlauf stellt sich noch raus, dass ein Industrieller (Stanley Tucci) in der Lage ist, selber Transformer herzustellen und mit dem CIA-Agenten (Kelsey Grammer) zusammenarbeitet. Für die Programmierung lädt man kurzerhand die Gedächtnisreste der verschrotteten Transformer auf die neuen Körper. Dabei wird auch die Persönlichkeit von Megatron verwurschtelt, der dann sein eigenes Süppchen kocht. Irgendwann stehen dann die verbliebenen Autobots wieder auf scheinbar verlorenem Posten, bis sich der von den Menschen enttäuschte Optimus doch noch ein Metallherz fasst und in den Kampf eingreift.
Bei der Action hat Bay nicht gekleckert, sondern richtig geklotzt. Es kracht, wummst und scheppert die meiste Zeit des Films. Unterbrochen werden die Actionszenen durch Vater/Tochter-Gequake (ich will nur dein Bestes, du bist das Wichtigste in meinem Leben, lass mir meinen Freiraum...), larmoyantes Genöhle des CIA-Agenten, der nur das beste für sein Land will und nie Anerkennung dafür bekommt und abgestandene One-Liner aus der Sitcom-Grabbelkiste.
Die Transformers-Reihe war nie großes Autorenkino, sondern Spaß für große und kleine Jungs. Die Action ist auch wirklich toll gemacht, vor allem der Auftritt der Dinobots. Aber es ist von allem schlichtweg zu viel. Ab der Hälfte des Films ist man völlig am Ende und rätselt nur noch, welche absurde Wendung die Geschichte als nächstes nimmt. Zum Schluss war ich froh, das Kino verlassen zu dürfen. Mehr als zwei Sterne kann ich nicht vergeben.


A Dance with Dragons (A Song of Ice and Fire, Book 5)
A Dance with Dragons (A Song of Ice and Fire, Book 5)
Preis: EUR 5,69

17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die Drachen tanzen Slow Fox, 26. März 2014
Daenerys ist im Osten, die Lannisters sind in Kings Landing, die Starks sind verstreut, Stannis hat sich verrannt, in Dorne brütet man in der Sonne und auf den Iron Islands betreibt man immer noch keinen Ackerbau. So viel zur Story. War schon "A Feast for Crows" durch die Verwendung neuer point-of-view-Charaktere ein retardierendes Moment in der großen Geschichte, kommt jetzt das Ganze knirschend zum Stehen. In den ersten drei Bänden der englischen Ausgabe (entspricht den Bänden 1-6 der deutschen Fassung) entwickelt sich eine faszinierende Welt und eine Geschichte, die Gier auf mehr macht. "A Feast for Crows" wirkte nach dem wirklich dichten "A Storm of Swords" behäbig und erweckte den Anschein, als ob der Band das Luftholen vor dem großen Finale würde. Leider wurde die Hoffnung getäuscht. "A Dance with Dragons" tritt auf der Stelle. Anstatt die vielen verschiedenen angerissenen Handlungsstränge langsam in Richtung Finale zu führen, werden weitere (unnötige) Stränge eingeflochten. Bei dem bisherigen Schreibtempo und Martins Ablehnung von fan fiction gehe ich davon aus, dass die Reihe kein würdiges, sondern eher ein Hopplahopp-Ende (wenn überhaupt) bekommt. Trotzdem habe ich dem Buch drei Sterne gegeben. Die Geschichte an sich ist ja nicht wirklich neu. Aber Martin kann einfach hervorragend formulieren. Und was für mich die Stärke der Reihe ausmacht, ist das geschickte Spiel des Autors mit Erwartunghaltungen. Martin unterläuft diese nämlich mit schöner Regelmäßigkeit. Im ersten Band ist Ned Stark klar die Identifikationsfigur, bis zum Verlust seines Kopfes. Robert Baratheon ist der umgängliche König, der mit Cersei Lannister einen regelrechten Hausdrachen (Tschuldigung für das doofe Wortspiel) geheiratet hat. Speziell im fünften Band nimmt Martin die Bilder, die er selbst dem Leser in den Kopf gepflanzt hat, mit Genuss auseinander. So geht er jetzt z.B. auf Cerseis Sicht auf ihre Ehe ein und erweckt fast schon wieder Mitleid mit diesem Miststück.
Fazit: Eine Weiterführung der Geschichte ist fast nicht vorhanden. Aber die Facetten, die Martin seinen Figuren hinzufügt, sind faszinierend und machen das Buch doch lesenswert. Im Vergleich mit dem Beginn der Reihe sind trotzdem nicht mehr als drei Sterne drin.


Heidelberger Spieleverlag CZ005 - Space Alert - Alarm im Weltall
Heidelberger Spieleverlag CZ005 - Space Alert - Alarm im Weltall
Preis: EUR 33,95

5.0 von 5 Sternen Schilde hoch! SCHNELL!!!, 21. März 2014
Bei Space Alert müssen die Spieler gemeinsam ein Raumschiff gegen Bedrohungen (externe und interne) verteidigen. Dazu geben sie ihren Figuren mit Hilfe von Karten Befehle. Die Befehle reichen von Bewegungen zur entsprechenden Station (das Schiff ist in seche Stationen unterteilt) über Waffen abfeuern hin zu Energiemenagement (Schilde aufladen, Reaktor mit Brennstäben versorgen etc.) und Anführen von Kampfrobotertrupps gegen Eindringlinge. Zu allem Überfluss muss das alles in Echtzeit innerhalb von 10 Minuten geschehen. Das wird durch eine CD bewerkstelligt. Auf den verschiedenen Tracks erklingen Computerdurchsagen, die die verschiedenen Bedrohungen ankündigen.
Hat man die Aktionsphase hinter sich, schaut man (jetzt ohne Zeitdruck) nach, ob die Befehle auch die gewünschte Wirkung haben (am Anfang meistens nicht, aber das macht nichts).
Die Anleitung ist so aufgebaut, dass man erst mal ein paar Trainingsspiele mit nur jeweils einem Teil der Regeln absolvieren muss. Die Regeln werden dann Stück für Stück erweitert, bis man auf alles vorbereitet ist.
Zwar sind die Tracks auf der CD begrenzt, aber eine ganze Menge anderer Zufallsfaktoren sorgt dafür, dass die Missionen genz unterschiedlich verlaufen. Die Bedrohungen werden in Form verdeckter Karten gezogen, sodass man nie weiß, was auf einen zukommt. Jeder Spieler hat nur eine begrenzte Anzahl Aktionskarten.
Das Spiel ist kooperativ zu spielen. Und nur, wenn alle wirklich zusammenarbeiten und sich bei den jeweiligen Aktionen abstimmen, hat man eine Chance. Mit dem Abfeuern der Waffen zum richtigen Zeitpunkt allein ist es nicht getan. Vernachlässigt man das Energiemanagement, versagen die Schilde und die Waffen. Vernachlässigt man die Wartung des Computers, werden die festgelegten Aktionen verzögert. Man muss abwägen, wann man sich um welche Bedrohung kümmert (nicht immer ist es sinnvoll, sich der Bedrohung bereits anzunehmen, wenn sie erscheint). Ich habe selten ein so forderndes und gleichzeitig unterhaltsames Spiel gesehen. Bis man die Regeln intus hat, vergeht eine gewisse Zeit. Aber für den Neuling sind bereits die Trainingsmissionen eine echte Herausforderung.
Der Hersteller bietet auf seiner Internetseite auch Dateien zum kostenlosen Download an. Die Anleitung, das Logbuch für die Missionserfolge (wenn man ein Kampagnenspiel durchziehen will) und die Tracks der CD im MP3-Format können dort heruntergeladen werden.
Der Autor des Spiels zeichnet auch für Galaxy Trucker (m.E. auch ein tolle Spiel) verantwortlich und man merkt gewisse Parallelen in den Spielmechanismen. Theoretisch kann man das Spiel auch ohne Zeitdruck spielen, aber dadurch geht der eigentliche Reiz verloren. Es geht bei diesem Spiel wirklich darum, zu kommunizieren und gemeinsam eine Strategie auszuarbeiten, und das unter Zeitdruck. Mein Sohn und ich brüllen uns während der Aktionsphase regelmäßig hektisch Anweisungen um die Ohren, um anschließend die Früchte unserer Arbeit zu ernten (oder den übriggebliebenen Raumschrott aufzusammeln). Wenn man verliert, ist das nicht schlimm. Das Spiel motiviert einen, es beim nächsten Mal einfach besser zu machen.
Ich finde das Spiel höchst empfehlenswert mit einer Einschränkung: Es ist nicht unbedingt für Gelegenheitsspieler geeignet, weil es sehr komplex ist.


Heidelberger CZ027 - Galaxy Trucker: Jubiläumsausgabe
Heidelberger CZ027 - Galaxy Trucker: Jubiläumsausgabe

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Houston, wir haben ein Problem..., 10. Dezember 2013
= Haltbarkeit:4.0 von 5 Sternen  = Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen  = Pädagogisch wertvoll:3.0 von 5 Sternen 
Um Kosten zu sparen, baut man als interstellare Firma die Teile, die man am Rand der Galaxis abliefern soll, in ein Raumschiff um und trotzt damit den Gefahren des Weltalls. Um die Kosten noch weiter zu senken, heuert man keine Fachkräfte an, sondern ein paar Wahnsinige, die den Schrotthaufen durchs All kutschieren. Hier steigen die Spieler ein.
Das Spiel ist in zwei Phasen unterteilt. Die erste Phase besteht aus dem Bau des Raumschiffs. Nach einem groben Bauplan muss man nun aus einem Haufen Teile, die verdeckt in der Tischmitte liegen, sein Schiff zuammenzimmern. Dabei sind einige Regeln zu beachten. Unmittelbar vor Kanonen darf sich kein anderes Teil befinden, Antriebsdüsen müssen nach hinten zeigen, die Anschlüsse müssen passen etc. Das ganze funktioniert ähnlich wie bei Carcassonne. Allerdings werden die Teile nicht abwechselnd gezogen, sondern alle bauen gleichzeitig wild und unter Zeitdruck (gegen die Sanduhr) drauf los. Wenn ein Teil nicht passt, wird es offen in die Tischmitte zurückgelegt und kann vom Gegner verbaut werden. Sobald die Uhr abgelaufen ist, startet der Konvoi. Hier beginnt die zweite Phase. Man muss sich mit seinem Schiff nun den Gefahren des Weltraums stellen. Was auf die Spieler zukommt, wird durch verdeckte Ereigniskarten ermittelt. Es gibt Angriffe durch Piraten, Sklavenjäger und Schmuggler, die abgewehrt werden müssen, und Meteoriten. Aber es gibt auch Planeten, auf denen Waren für den späteren Verkauf aufgenommen werden können, verlassene Raumstationen und verlassene Schiffe zum Plündern. Sind alle Ereigniskarten (es wird immer nur ein Teil benötigt, sodass man nie weiß, was einen erwartet) abgehandelt, wird abkassiert. Es gibt Geld für die schnellste Lieferung, das am wenigsten beschädigte Schiff (für verlorene Teile muss man Strafe zahlen) und für unterwegs aufgesammelte Waren. Ziel des Spiels ist es, am Ende das dickste Plus auf dem Konto zu haben.
Ich habe jetzt einige Runden gespielt und hatte einen Riesenspaß dabei. Besonders die Hektik der Bauphase und die absonderlichen Konstruktionen, die dabei herauskommen, sorgen für Lacher. Die Flugphase hat es in sich. Wer sein Raumschiff nicht klug konstruiert, kommt nur noch mit einem Bruchteil (im wahrsten Sinne des Wortes) ans Ziel.
Der einzige Hinweis, den ich allen Käufern der Jubiläumsausgabe geben möchte, ist folgender: Sie enthält alle Erweiterungen. Das ist für den Anfang ganz schön unübersichtlich. Man sollte erst mal die Teile der Grundversion raustrennen und dann die Erweiterungen nach und nach ins Spiel integrieren. Das habe ich leider nicht gemacht und war dann etwas überfordert.
Das Spiel nimmt sich selbst nicht zu ernst. Die Anleitung ist in einem lockeren Tonfall gehalten und gut aufgebaut. Und vor allem macht das Spiel jede Menge Spaß. Klare Kaufempfehlung


Der Ruul-Konflikt 2: Nahende Finsternis
Der Ruul-Konflikt 2: Nahende Finsternis
von Stefan Burban
  Broschiert
Preis: EUR 13,90

4 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nahende Finsternis - passender Titel, 8. September 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der Kontakt zur außerirdischen Rasse der pazifistischen Asalti ist abgebrochen. Scott Ferguson und sein Team von Kommandosoldaten wird zusammen mit einem zweiten Team der ROCKETS (so die Bezeichnung dieser Sondereinheit) ins Asaltisystem gebracht, um die Ursache für den Kontaktverlust herauszufinden. Dabei werden sie entgegen ihrem ursprünglichen Auftrag in Kämpfe mit den Ruul verwickelt. Unter der Führung von Ferguson gelingt es den ROCKETS, zumindest einen Bruchteil der Asalti vor der Versklavung durch die Ruul zu retten.
Ich hatte mir, wie im ersten Teil "Düstere Vorzeichen" spannende Unterhaltung ohne großen Tiefgang erhofft. Diese Hoffnung wurde enttäuscht. Die Charaktere sind blass und dienen nicht gerade der Identifikation. Die Story strotzt vor Logiklöchern. Die Ruul bedienen sich sechsbeiniger Kaitars als Spür- bzw. Kampfhunde. Bedarf es zu Beginn noch mehrerer Magazine aus automatischen Waffen, um auch nur ein solches Tier zur Strecke zu bringen, wird gegen Ende des Buches ein ebensolches Vieh nebenbei mit einem Gewehrkolben erschlagen. Auf der einen Seite sind die Ruul so primitiv, dass sie Panzer verwenden, deren Hauptgeschütz von Hand nachgeladen werden muss, und der über keinerlei Zielerfassungssystem außer Kimme und Korn verfügt. Auf der anderen Seite können sie offenbar Raumschiffe bauen, die so groß wie ein kleiner Mond sind. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Autor diese Widersprüche absichtlich einbaut, um die Ruul zu mystifizieren. Dazu ist deren Schilderung schlichtweg zu platt geraten. Den größten Patzer finde ich jedoch die Asalti. 1,30 m große bepelzte Wesen, die vor bösen Invasoren beschützt werden müssen und im Kampf über sich selbst hinauswachsen. Na, an was erinnert uns das?
Das Buch kommt auf meine persönliche Murtaugh-Liste. Ich bin zu alt für diesen Sch... Wie gesagt hatte ich mir leichte Urlaubslektüre erwartet. Aber dieses Buch empfand ich als ärgerlich. Wer einen Actionfilm in Buchform möchte, ist mit Matthew Reilly definitiv besser bedient als mit Stefan Burban.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 28, 2012 6:11 AM MEST


Ich war Guttenbergs Ghost: Eine Satire
Ich war Guttenbergs Ghost: Eine Satire
von Norbert Hoppe
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein (satirischer?) Blick hinter die Kulissen, 31. Mai 2012
Das Buch beschreibt aus der Ich-Perspektive des fiktiven Autors, wie er als Guttenbergs ehemaliger Mitschüler und Politologiestudent in den Dunstkreis des aufstrebenden Politikers gerät. Zunächst sieht der Erzähler seine Tätigkeit als politologische Experiment und wird immer mehr zur treibenden Kraft der politischen Karriere und fertigt schließlich auch die berüchtigte Doktorarbeit an.
Das Buch ist in den Passagen am stärksten, wo der Autor dem Leser das Gefühl vermittelt, tatsächlich dabeigewesen zu sein. Das Buch zeichnet eine gelungene Karikatur des Superstars Guttenberg. Der Autor hätte sich die (einseitige) Liebesgeschichte zwischen dem Erzähler und Stefanie zu Guttenberg sparen können. Daher keine volle Punktzahl. Es ist eine unterhaltsame Satire auf den Politikbetrieb und mit ca. 150 Seiten locker nebenher zu bewältigen. Empfehlenswert.


Battlespace: BattleTech-Box
Battlespace: BattleTech-Box
von Hartwig Nieder-Gassel
  Sondereinband

4.0 von 5 Sternen Ergänzung zu Classic Battletech, 11. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: Battlespace: BattleTech-Box (Sondereinband)
Mit Battlespace liegt ein eigenständiges Spiel vor, das man als Ergänzung zum Strategiespiel Battletech verstehen kann. Das Regelwerk befasst sich mit dem Kampf von KampfSchiffen, Landungsschiffen und Raumjagdgeschwadern. Wie bei Battletech üblich sind die Regeln in Bewegung, Schussphase, Schadensermittlung, Kampagnenspiel und Konstruktionsregeln unterteilt.
Battlespace ist wie schon erwähnt ein eigenständiges Spiel und in eine normale Battletech-Runde eigentlich nicht zu integrieren. Daher nur 4 Sterne. Aber wenn man die Romanreihe verfolgt, spielen Kämpfe im Weltraum auch eine zunehmende Rolle im Spieleuniversum. Vor diesem Hintergrund ist Battlespace eine gute Ergänzung. Die Regeln fügen sich nahtlos in die Battletech-Reihe ein, sodass der Einstieg nicht schwer fällt. Allenfalls völlige Neulinge können am Anfang etwas überfordert sein. Dafür gibt es die Kickstart-Regeln, ein erheblich abgespecktes Regelwerk, das dem Einsteiger die Spielmechanismen näherbringt. Nach ein paar Runden ist der Umstieg auf die erweiterten Regeln nicht mehr schwer.


House of Flying Daggers
House of Flying Daggers
DVD ~ Takeshi Kaneshiro
Preis: EUR 6,99

6 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Leider kein Hero, 14. Juli 2005
Rezension bezieht sich auf: House of Flying Daggers (DVD)
In einer anderen Kundenrezension stand "...und kein Hero 2". Es gelingt House of flying Daggers nicht, dem großen Vorbild nachzueifern, obwohl die Anleihen sehr deutlich sind. Das sieht man schon an den Farbspielereien, die hier jedoch eher unmotiviert wirken. Ebenso ist die Geschichte unstimmig. Zwar wartet die Story mit einigen überraschenden Wendungen auf und alle Hauptakteure sind nicht die, für die sich ausgeben. Aber die Auflösung zum Schluss hat mich richtig geärgert. Erstens ist der Schluss ab etwa zwei Drittel des Films absehbar. Und zweitens fahren die Charaktere mit offenen Augen an die Wand. In Hero waren die jeweiligen Motivationen der Protagonisten noch nachvollziehbar, hier wird es unbefriedigend.
Das einzig Positive sind einige gut choreografierte Szenen. Z.B. möchte ich hier den Kampf im Bambuswald gegen eine verfolgende Armee erwähnen. Hier lässt sich tatsächlich so etwas wie Spannung spüren.
Fazit: Der Film versucht, Hero bzw. Tiger and Dragon nachzueifern. Allerdings liegt die Messlatte so hoch, dass dieses Vorhaben nur scheitern kann. Optik, Geschichte, Dramaturgie, alles wirkt schlecht kopiert. Nur wegen der teils guten Choreografie erhält der Film von mir zwei Sterne. Ansonsten war ich eher enttäuscht.


King Arthur (Director's Cut)
King Arthur (Director's Cut)
DVD ~ Clive Owen
Preis: EUR 7,99

17 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Hier stimmt nun gar nichts mehr, 22. März 2005
Rezension bezieht sich auf: King Arthur (Director's Cut) (DVD)
Zum Inhalt: Arthur ist ein von den Römern (?) ausgebildeter Ritter. Er und seine Gefolgsleute sehnen den Tag ihrer Entlassung aus dem römischen Militärdienst herbei. Der römische Bischof, der ihnen die Entlassungspapiere übergeben soll, schickt sie noch auf eine letzte Mission, obwohl ihr Dienst eigentlich schon beendet ist. Die Ritter sollen einen römischen Adligen sicher zum Hadrianswall eskortieren. Der Adlige lebt nebst Familie und Gesinde ein gutes Stück nördlich des Walls und droht ein Opfer der einfallenden Sachsen zu werden. Arthur rettet auf dem Landgut Guinevere, eine piktische Heidin, vor dem Hungertod im Kerker des zelotischen römischen Adligen. Die Mission ist ein Erfolg, wobei einer der Ritter sein Leben auf einem zugefrorenen See opfert, um die verfolgenden Sachsen abzuschütteln. Kaum hinter dem Hadrianswall angekommen, ziehen die Römer ab und überlassen Britannien sich selbst. Arthur führt die Pikten, gegen die er unter dem Befehl der Römer noch gekämpft hat, in die Schlacht gegen die Sachsen und gewinnt. Britannien ist vereint und frei.
Ich möchte mich jetzt nicht darüber auslassen, dass mit der Geschichte sehr sehr frei umgegangen wurde. Ich möchte mich nicht darüber auslassen, dass Armbrüste um das Jahr 450 noch eine Utopie waren. Das alles wäre noch zu verschmerzen, wenn ein guter Film dabei herausgekommen wäre. Dem ist leider nicht so. Der Ansatz, aus dem mythischen Arthur eine historische Figur zu machen, wäre vielleicht noch ganz interessant geworden, wenn der Film gezeigt hätte, wie sich ein Mythos entwickelt und verselbstständigt . Aber so weit haben die Macher des Films gar nicht gedacht. Außerdem haben sie wesentliche Elemente aus der Artus-Sage einfach unter den Tisch fallen lassen. Lancelot stirbt z.B., bevor er Arthur mit Guinevere betrügen kann. Merlin ist kein Zauberer, sondern ein alternder Pikte, der dringend ein Bad benötigt. Die Kämpfe sind zum Gähnen, alles schon mal in besserer Form bei Gladiator bzw. Braveheart dagewesen. Die Charaktere sind stereotyp, das Drehbuch lässt die Darsteller zu hölzernen Figuren verkommen. Das einzig stimmige an dem Film ist die Besetzung von Keira Knightley als Guinevere. Ihr nimmt man die beinahe verhungerte Piktin wirklich ab.
Fazit: Der Film krankt an vielen Punkten. Der Stoff wurde schlichtweg verhunzt. Wäre der Protagonist nicht Arthur, wäre der Film zumindest akzeptabel. Aber vor dem Hintergrund der Artus-Sage ärgert man sich über die gesamte Länge des Films. Til Schweiger darf als Sachse böse schauen, Clive Owen als Arthur vor Pathos triefen. Der Film bekommt zwei Punkte, weil er handwerklich in Ordnung ist. Aber die Geschichte ist so hanebüchen, dass der ganze Film darunter leidet.


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