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Rezensionen verfasst von
Old Readerhand (Kiel)

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Last Resort - Die komplette Serie [3 DVDs]
Last Resort - Die komplette Serie [3 DVDs]
DVD ~ Andre Braugher
Preis: EUR 12,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannende Action, gute Darsteller, ungewöhnliche Story - mit kleinen Webfehlern, 9. April 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Diese 13-teilige TV-Serie aus den USA ist spannend, hat gute Schauspieler(innen), einen exotischen Schauplatz und bietet eine für amerikanische Verhältnisse sehr ungewöhnliche Story, weil sie dem auf der anderen Seite des großen Teiches vorherrschenden Hurra-Patriotismus doch sehr zuwiderläuft. Kein Wunder, dass die Einschaltquoten in den USA nicht für eine Fortsetzung reichten. Das hat der Serie aber meiner Ansicht nicht geschadet, im Gegenteil; und die Drehbuchautoren haben sich ein zwar abruptes, aber überzeugendes Finale ausgedacht. Eine Verlängerung hätte die Story wahrscheinlich nicht verbessert - "getretner Quark wird breit, nicht stark". Befehlsverweigerung auf einem amerikanischen Atom-U-Boot, als unter seltsamen Umständen der Befehl eintrifft, zwei Nuklearraketen auf Pakistan abzufeuern: Ähnlichkeiten mit einem Hollywood-Blockbuster sind nicht zu übersehen, aber trotzdem wird es richtig spannend. Die Navy versucht, ihr eigenes U-Boot zu versenken. Bald tauchen Konflikte innerhalb der Mannschaft auf - einige schätzen das Prinzip von Befehl und Gehorsam höher als ihr Captain und der 1.Offizier, andere wollen einfach nur zurück nach Hause oder haben Angst, doch noch einem Vernichtungsschlag von Seiten der eigenen Flotte ausgesetzt zu werden. Konflikte ergeben sich auch mit den Bewohnern der tropischen Insel, bei der die USS Colorado ihr "Last Resort" findet, geschützt durch den Prototyp einer Ortungs-Abwehr-Vorrichtung. Derweil gehen auch daheim in Washington mysteriöse Dinge vor. Wer sind die Guten, wer die Bösen, welche Verschwörungen stecken hinter dem Vorfall, und welche werden andererseits gegen die Drahtzieher ausgeheckt? Dann mischen sich auch noch andere Großmächte ein (Russland, China) - ein echtes Puzzlespiel, das die Spannung locker aufrecht erhält. - So mag man über ein paar unglaubwürdige Aspekte der Story hinwegsehen, von denen ich (um nicht zuviel zu verraten) nur ein Beispiel nenne: Dass die Unterstützer der verfemten U-Boot-Besatzung in der Hauptstadt der USA munter miteinander telefonieren und in bestens abhörbaren Wohnungen eifrig miteinander konspirieren (und z.T. auch Telefonkontakt mit Angehörigen auf dem U-Boot haben), dürfte nach all dem, was wir über Abhörpraktiken dortiger Nachrichtendienste wissen, doch ziemlich starker Tobak sein. Wegen solcher Schwächen gebe ich der Serie auch nur 4 und nicht 5 Sterne. Als Pluspunkt darf man allerdings die in vielen Rollen sehr gute Schauspielerleistung ansetzen. Ganz super ist der junge weibliche Leutnant - Grace -, die Tochter eines amerikanischen Admirals, mit gleich mehreren schwierigen "Baustellen": der fatalen Situation ihres U-Boots als solcher, sodann ihrer Rolle in einer Macho-Welt, verstärkt noch durch die Vermutung vieler Seeleute, sie habe ihren Job nur mit Daddys Unterstützung erhalten; sowie einer aus der Vergangenheit herrührenden traumatischen Belastung.... - echt cool, wie die Kleine trotz allem agiert!


Coup D'Ètat - Der Staatsstreich
Coup D'Ètat - Der Staatsstreich
Preis: EUR 4,99

2.0 von 5 Sternen Patriotischer Haudrauf-Kracher mit einigen Übersetzungsmängeln, 7. März 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wie die USA durch ein Drei-Mann-Team in Pakistan einen Staatsstreich inszenieren & damit schnell mal einen Weltkrieg samt Nuklear-Inferno verhindern, das erfährt man in diesem durch und durch US-patriotisch gestimmten "Hau-drauf-Kracher". Nun ja. Kurzweilig ist dieser Thriller (in Teilen) durchaus, ansonsten ist er aber auch eine unfreiwillige Satire auf die Rolle der USA als Weltpolizei und das aktuelle Selbstverständnis konservativ gestimmter Republikaner in den USA. (Der Autor hat mal für Ronald Reagan gearbeitet, und in seine Danksagung schließt er auch Mitt und Ann Romney ein, "zwei Menschen, deren Bescheidenheit, Freundlichkeit und Selbstlosigkeit mich und viele, viele andere inspirieren". Nun ja, als der Autor diese Worte schrieb (die amerikanische Originalfassung erschien 2012!), reichte besagte Inspiration jedoch nicht aus, um Mitt Romney zum Nachfolger von Barack Obama zu machen...)
Interessant ist bei diesem amerikanischen Thriller, dass ausnahmsweise mal nicht die Russen die Bösen sind (sie bleiben vielmehr total passiv im Hintergrund), sondern - in dieser Reihenfolge - 1. Islamisten & angeschlossene Terrorgruppen (passt!); 2. korrupte Dritte-Welt-Politiker und -Generäle (passt auch!) sowie 3. (wenn auch nur im Hintergrund) das auf Eroberung der indischen Bodenschätze lauernde China (mal eine neue Variante).
Was mich am Rande (wie auch bei manchen anderen Thrillern dieser Art) zunehmend stört, ist die Unkenntnis, die bei Übersetzern (und Übersetzerinnen) solcher Bücher in Fragen der militärischen Terminologie vorherrscht, speziell auch bei Waffen. Die Verlage sollten für ihre Lektoren und Übersetzer ein Glossar anfertigen lassen, das die korrekte Übersetzung in Zukunft erleichtert. Sonst findet man dauernd solche Passagen wie in diesem Buch: ein Schnellfeuergewehr oder eine MP (Maschinenpistole) werden - wie auf S. 254 eine Uzi, d.h. eine Maschinenpistole - als "Maschinengewehr" bezeichnet (ein ähnlicher Fall auch auf S. 461, wobei es sich vermutlich um ein Schnellfeuergewehr handelt). Auf Seite 398 ist von "Mörserkanonen" die Rede (gemeint sind vermutlich Mörser, d.h. Steilfeuergeschütze, also keine Kanonen, die direkt schießen!), und auf S. 551 ist bei einer Schießerei mit Handfeuerwaffen am Beiruter Flughafen "ungedämpftes Geschützfeuer aus automatischen Waffen" zu hören. Die Crux liegt hier u.a. darin, dass das englische Wort "gun" halt unterschiedlich übersetzt werden kann, und man die richtige Übersetzung aus dem Kontext erschließen muss. Die Übersetzer, die solche militärisch geprägten Texte ins Deutsche übertragen sollen, haben von diesen Dingen aber sehr oft überhaupt keine Ahnung. Die Folge ist dann, dass die Helden solcher Bücher in vielen Szenen dem Anspruch des Autors - der sie ja als soldatische Tausendsassas beschreiben möchte - überhaupt nicht gerecht werden können. Sozusagen wie bei Köchen, die mit total unmöglichen Zutaten kochen. Und das wirkt unfreiwillig komisch.


Malt Whisky: Das Standardwerk
Malt Whisky: Das Standardwerk
von Michael Jackson
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,95

13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Standardwerk mit Licht und Schatten, 4. Februar 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Michael Jacksons Malt Whisky-Handbuch ist ein Standardwerk, das in der großen Fangemeinde dieser Spirituose seit langem eine große Wertschätzung erfährt. Nach dem Tod des Whisky-Gurus (2007) liegt nunmehr die zweite Neuausgabe vor, deren Herausgeber/Autoren nach einer ersten Aktualisierung (engl. 2010, dt. 2012) nun nach etwa einem halben Jahrzehnt eine weitere Neufassung erstellt haben.
Die Aktualisierung ist meines Erachtens aber nur in Teilen gelungen. Auf der "Habenseite" steht weiterhin ein sehr gutes Einführungskapitel. Es vermittelt auch dem Neuling in der großen weiten Welt des Malt Whisky wesentliche Grundlagen zur Geschichte und Herstellung dieses hochprozentigen Getränks, zu regionalen Besonderheiten und speziell auch zur Entstehung der enormen Geschmacksvielfalt, die das heutige Angebot an Malt Whiskys kennzeichnet. Auch neue Trends auf dem Whisky-Markt kommen dabei zur Sprache - wie das vermehrte Erscheinen jüngerer (nicht sehr lange in Fässern gereifter) Whiskys oder von Whiskys ohne Altersangabe (NAS - No Age Statement), bei denen es sich oft um ziemlich junge Produkte handelt. Manche der "alten Hasen" unter den Whisky-Fans begegnen dieser Entwicklung mit heftiger Ablehnung. - Offenbar aus Platzgründen sind andererseits leider die Passagen über die Eigentumsverhältnisse bei den ca. 100 schottischen Whisky-Brennereien entfallen, ebenso wie leider auch der Abschnitt über die Unabhängigen Abfüller, die für Whiskykenner einen wesentlichen Beitrag zur Angebotsvielfalt leisten.
Das große Kapitel über die schottischen Destillerien und die Beschreibung ihrer Angebote bildet wiederum den Hauptteil des Buches. Dieser wichtige Teil ist allerdings in der aktualisierten Neuausgabe nicht so recht gelungen. Nach Aussage der Autoren (S. 9) bedeutet die Nennung eines Whiskys, "dass wir ihn für gut genug halten und es sich lohnt, ihn zu suchen und zu verkosten". Im Hinblick auf diesen Anspruch weist das Buch jedoch im Vergleich zur letzten Ausgabe erhebliche Lücken auf (was, wie ich zu behaupten wage, wohl alle Kenner bestätigen werden): Bei einigen Brennereien, deren Produkte im Handel eine große Rolle spielen und die in der Szene auch viel Zuspruch finden, fehlen nämlich neuerdings wichtige Angebote. Bei GLENLIVET (seit kurzem die Destillerie mit dem weltweit größten Malt Whisky-Absatz) fehlen z.B. der 15-jährige und vor allem der 18-jährige. Kaum ein Whiskykenner würde bezweifeln, dass beide höher zu bewerten sind als der im Buch erwähnte 12-jährige Glenlivet. Und letzterer ist wiederum seit vorigem Jahr bereits abgelöst worden durch eine "Founders' Reserve" ohne Altersangabe, die auf viel Kritik gestoßen ist. Bei ABERLOUR wird zwar der 12-jährige Standard-Whisky genannt, nicht aber die älteren Abfüllungen mit einer Reifezeit von 15, 16 oder 18 Jahren. Auch hier wird man wohl kaum jemanden finden, der die drei letztgenannten gegenüber der jungen Standard-Abfüllung nicht als höherwertig einstuft.
Im Vergleich zu solchen Auslassungen sind die immer diskussionswürdigen Urteile über einzelne der genannten Whiskys eher ein nachrangiges Problem. Die Beschreibungen der in diesem Handbuch erwähnten Whiskys sind zwar wie immer hilfreich, um den Lesern bei Kaufentscheidungen Anhaltspunkte zu geben, die dabei vergebenen Punktwerte darf man aber nicht auf die Goldwaage legen. Sie sind, auch beim besten Bemühen um Ausgewogenheit, immer von persönlichen Geschmackspräferenzen der "Notengeber" abhängig. So würde der Verfasser dieser Zeilen nicht nur bei einzelnen im Handbuch genannten Whiskys zu anderen Ergebnissen gelangen, sondern in manchen Fällen auch die ganze Angebotspalette einzelner Brennereien höher oder niedriger einstufen. Hierbei muss letzten Endes jeder Konsument durch viel Probieren sein eigenes Urteil finden. Insofern sollte jeder Leser wissen, dass die im Buch genannten Einstufungen allenfalls Anhaltspunkte für die eigene Vorauswahl sein können. Ganz abgesehen davon, dass es ohnehin diverse Vorlieben bzw. Abneigungen gibt, die für das individuelle Urteil wichtig sind. Manch einer bevorzugt etwa sehr stark rauchige Whiskys, ein anderer mag sie überhaupt nicht - um nur eines von vielen Beispielen zu nennen.
Angebote der unabhängigen Abfüller finden in den Abschnitten über die einzelnen schottischen Brennereien fallweise ebenfalls Berücksichtigung. Die Auswahl ist hierbei freilich noch eingeschränkter/selektiver als in dem oben genannten Fall. Das ist hier freilich nicht vermeidbar, denn die Angebotsvielfalt ist bei den "Unabhängigen" schlicht zu groß. Es fällt jedoch auf, dass die Autoren manche der unabhängigen Abfüller bei ihrer Auswahl recht stiefmütterlich behandeln.
Fazit: Ein Standardwerk mit Stärken und Schwächen - wobei die Schwächen im Vergleich zur vorigen Fassung leider zugenommen haben. Kenner werden diese Neuausgabe daher oft nur zusammen mit einer älteren Version des JACKSON zu Rate ziehen, oder gleich einen Blick auf eine der Websites werfen, die vielfach einen deutlich umfassenderen Einblick in das Whisky-Angebot vermitteln, als es ein Handbuch erreichen kann. Ein paar wichtige Internetadressen werden immerhin auch am Ende des Buches (S. 442) genannt - wobei allerdings auch hier die Auswahl sehr lückenhaft ist. Dieses Manko mindert den Nutzen dieses "Standardwerks" wiederum vor allem für all jene, die sich ohne große Vorkenntnisse in der Whiskyszene orientieren wollen. Und das ist ganz einfach schade.


Survivor
Survivor
DVD ~ Milla Jovovich
Preis: EUR 7,99

3.0 von 5 Sternen Spannender Thriller mit logischen Schlaglöchern, 2. Dezember 2015
Rezension bezieht sich auf: Survivor (DVD)
Ja, ein spannender Thriller ist das: Wir erleben, wie Kate Abbot (Mila Jovovich) Sicherheitsbeamtin der amerikanischen Botschaft in London nahezu im Alleingang, tödlich bedroht sowohl durch die bad guys als auch (irrtümlicherweise) durch die "Guten" (aber Blöden) von den amerikanischen und britischen Diensten, einen 9/11-ähnlichen Terroranschlag in New York verhindert. Spannend isses schon, deshalb 3 Sterne. Aber die logischen Schlaglöcher in der Geschichte sind doch sehr auffällig und stören den Gesamteindruck erheblich. Niemandem (außer der schönen Mila) fällt auf Seiten der Sicherheitsbehörden auf, dass mit einem Visa-Antragsteller, der in die USA einreisen will, etwas faul ist, dass er ein - von jedem Zuschauer sofort erkennbares - Motiv hat, den Terroristen mit seinem Wissen zur Seite zu stehen. Und niemandem fällt auch auf, weshalb ein Kollege der schönen Mila in der US-Botschaft leicht von den bad guys erpresst werden kann. Soviel Dusseligkeit, die sich bei allen anderen berufsmäßigen Sicherheitsexperten - wie gesagt, außer bei Kate Abbott/Mila Jovovich ! - anhäuft, ist wirklich kaum zu glauben. Sehenswert ist dabei allerdings - neben Mila - auch Pierce Brosnan als fieser Profi-Terrorist, der unserer Heldin ganz ordentlich zusetzt. Da ist es schon ein kleines Wunder, wie sie ihm immer wieder entwischt. So etwas muss den übelsten Kerl am Ende nachhaltig frustrieren. Und so siegt dann eben doch das Gute - wie es sich auch für einen ordentlichen Thriller ganz einfach gehört!


Wespennest: Ein Jack-Reacher-Roman (Die Jack-Reacher-Romane, Band 15)
Wespennest: Ein Jack-Reacher-Roman (Die Jack-Reacher-Romane, Band 15)
von Lee Child
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

4.0 von 5 Sternen Auch der x-te Reacher-Roman ist wieder ein Pageturner, 31. Oktober 2015
Mittlerweile habe ich bereits eine stolze Reihe von Jack-Reacher-Romanen gelesen, und das einzige, was ich gegen WESPENNEST sagen könnte, wäre: Das Grundmuster kommt mir inzwischen bereits ziemlich bekannt vor. Deshalb gebe ich diesem Titel auch einen Stern weniger, als er verdienen würde, falls dies mein erster, zweiter oder dritter Reacher-Roman gewesen wäre. Aber WESPENNEST ist so spannend und temporeich wie alle seine Vorgänger. Politisch korrekt sind all diese Bände natürlich keineswegs. Lee Child konstruiert wie immer eine Handlung, bei der gegen eine fiese Seilschaft übelster Kerle kein anderes Kraut gewachsen ist als der ex-Militärpolizist Jack Reacher mit seinen tödlichen, zerstörerischen Fähigkeiten. Um es ganz klar zu sagen: Dies ist mit absoluter Sicherheit kein Buch für Weicheier und Pastorentöchter.


London Undercover: Neal Careys erster Fall (Neal-Carey-Serie)
London Undercover: Neal Careys erster Fall (Neal-Carey-Serie)
von Don Winslow
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen Mit Recht 5 Sterne !, 31. Oktober 2015
Kurz gesagt: die 14 Rezensenten, die vor mir bereits 5 Sterne vergeben haben, haben dazu bereits alles Notwendige gesagt. Das Buch ist ein Kracher. Bereits der "frühe Winslow" erweist sich in jeder Hinsicht als ein Könner. LONDON UNDERCOVER gehört zum besten, was ich in diesem Jahr gelesen habe, und wir haben morgen bereits November !


Japan Inc.: Thriller
Japan Inc.: Thriller
von Karl Pilny
  Taschenbuch

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Sehr zäh, 31. Oktober 2015
Rezension bezieht sich auf: Japan Inc.: Thriller (Taschenbuch)
Auf Seite 200 angelangt, habe ich dieses Buch aus der Hand gelegt. Kurz zusammengefasst: Eigentlich hat mich nur das interessante Thema veranlasst, überhaupt so lange durchzuhalten. Der Schmöker hat fast 750 Seiten, und die hätte ich nie und nimmer geschafft. Dazu ist dieses Buch einfach zu dröge, umschweifig und wenig packend geschrieben. Die beiden Stücke, die ich vorher gelesen hatte, boten dagegen Tempo, Witz, Spannung und einen guten Schreibstil (Don Winslow, London Undercover; - Lee Child, Wespennest) - also all das, was ich bei diesem "Thriller" (so steht's tatsächlich auf dem Einband!) immer schmerzlicher vermisst habe. Deshalb haben am Ende auch nicht mehr das Interesse an dem viele Jahrzehnte in die Vergangenheit zurückreichenden chinesisch-japanischen Konflikt und die vom Autor vermittelten Einblicke in die Verbindungen zwischen Yakuza, Wirtschaft, Politik und Militär in Japan geholfen, um bis zum bitteren Ende durchhalten zu können. Es gibt einfach zu viele gute Bücher, als dass man sich an einem klar unterdurchschnittlichen Wälzer zu lange festhalten sollte.


Boardwalk Empire - Die komplette fünfte Staffel [3 DVDs]
Boardwalk Empire - Die komplette fünfte Staffel [3 DVDs]
DVD ~ Steve Buscemi
Preis: EUR 17,85

18 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein würdiges Finale, 29. August 2015
In der 5. Staffel schaffen es die Serien-Väter und -Mütter, den Spannungsbogen bis zum Schluss aufrechtzuhalten. Wie gewohnt sehen wir bis in die Nebenrollen hinein hervorragende Schauspieler. Viele Rückblenden erhellen den Werdegang von Nucky Thompson und anderer Figuren der Serie, die zum Teil bereits viel früher aus der Geschichte "verschwunden" sind. Der historische Hintergrund macht die Sache weiter interessant: Das sich anbahnende Ende von Al Capone als Boss der Mafia von Chicago, der Aufstieg von Lucky Luciano an die Spitze der New Yorker Mafia, das bevorstehende Ende der Prohibition, die Weltwirtschaftskrise und ihre Auswirkungen auf die Menschen in den USA. Als neue Figur erleben wir Joe Kennedy, den Vater des späteren Präsidenten der USA. Und wir erfahren, wie es mit Nuckys Imperium in Atlantic City weitergeht - und mit ihm persönlich. Eine der Stärken der Serie, die vielschichtige Zeichnung vieler Figuren, prägt auch die 5. Staffel und macht zu einem guten Teil ihre Qualität aus - etwa, wenn Al Capone sowohl als unberechenbarer, jähzorniger Killer wie auch als liebevoller Vater in Erscheinung tritt. Ich meine, dies ist ein würdiges Finale von "Boardwalk Empire", das ebenso wie die früheren Staffeln fünf Sterne verdient.


Live at the Blue Note
Live at the Blue Note
Preis: EUR 11,12

5.0 von 5 Sternen Musikalische Zauberkunst, 6. April 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Live at the Blue Note (Audio CD)
Was Stephane Grappelli hier - im Alter von 87 Jahren! - mit seiner Geige im Zusammenspiel mit seinen Musikerkollegen (Gitarre, Bass) vorführt, ist pure musikalische Zauberkunst. Klassiker von Gershwin, Duke Ellington, Cole Porter und Django Reinhardt, Titel wie "Night and Day", "Lady Be Good" und "Sweet Georgia Brown" sind auf dieser Scheibe zu finden, eine CD, die zu den Platten zählt, die ich mir am häufigsten anhöre, und die ich bereits mehrfach verschenkt habe. "Live at the Blue Note" verdient fünf Sterne und eigentlich dazu noch einen Extra-Stern. Das ist ganz großer Jazz, den meiner Ansicht auch jene, die keine hundertprozentigen Jazz-Enthusiasten sind, gerne hören werden, Musik, die emotional und frisch wirkt wie vor langer Zeit, als sie gerade komponiert worden war. Diese CD ist selber ein Klassiker! - Auch technisch ist die Scheibe von TELARC ausgezeichnet!


Operation Red Sparrow: Thriller
Operation Red Sparrow: Thriller
von Jason Matthews
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

5 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Reaktionärer Bockmist, 6. April 2015
Rezension bezieht sich auf: Operation Red Sparrow: Thriller (Taschenbuch)
Dieses Buch ist so spannend wie ein ausgeleiertes Gummiband. Außerdem ist es durchtränkt von einem amerikanischen Tea-Party-Hurra-Patriotismus, wie er reaktionärer kaum sein könnte, und es strotzt geradezu von Klischees. Seine Helden sind die tollen Hechte von der CIA, die trotz aller Behinderungen durch inkompetente oder korrupte Politiker aus dem eigenen Land mit Erfolg gegen die bösen Russen vorgehen und sich obendrein auch noch alle sonstigen üblichen Verdächtigen vorknöpfen. So wird dem Helden des Buches, CIA-Jungspund Nathaniel Nash, in Helsinki, wohin er gerade aus Russland strafversetzt wurde, durch einen kumpfelhaften Vorgesetzten klar gemacht, wen er sich nun vors Brett nehmen soll: "Die üblichen Araber - Hisbollah, Hamas, Palästinenser - haben allesamt diplomatische Vertretungen in der Stadt. Könnte schwierig sein, nahe an sie heranzukommen, man müsste also an Informanten mit Zugangsmöglichkeiten denken" (S.114). - Der Chef der CIA-Station in Helsinki war vorher passenderweise selber aus Rom nach Finnland strafversetzt worden, weil er der besserwisserischen Mitarbeiterin eines US-Senators (einer 23-jährigen Absolventin der Elite-Uni Yale) gesagt hatte, sie solle den Mund halten. - Im Zuge der heldenhaften CIA-Aktionen, die das Buch schildert, wird dann auch eine kalifornische US-Senatorin als russische Agentin enttarnt. (Zufälligerweise ist im realen Leben kürzlich die Veröffentlichung illegaler Foltermethoden der US-Dienste durch eine demokratische Senatorin aus Kalifornien durchgesetzt worden ...).
Der Hintermann aller üblen russischen Machenschaften, mit denen es unsere Helden von der CIA zu tun bekommen, ist in diesem Buch kein anderer als Präsident Wladimir Putin. Wir erleben ihn zum Beispiel, wie er beim Bodybuilding vor sich hin schwitzend seinem Geheimdienstboss Anweisungen erteilt und dieser sich seinen Teil dabei denkt ("Mit anderen Worten, er wird sie begraben, dachte Egorow, sofort nachdem er mit mir fertig ist", - S. 617). - Auch wenn man den derzeitigen russischen Präsidenten nicht gerade sympathisch findet: Die Art und Weise, wie er hier dargestellt wird, ist wirklich starker Tobak.
Absolut irre sind auch die Passagen über die "Spatzenschule" (S. 132ff.). Um einen Maulwurf im eigenen Dienst zu enttarnen bzw. dessen amerikanische Verbindungsleute ausforschen zu können, schickt Egorow, der russische Ober-Spion, seine Nichte Dominika dorthin zu einer Spezialausbildung. In der auch als "Kurtisanen-College" bezeichneten Einrichtung werden junge Agentinnen und Agenten unterrichtet, wie sie Zielpersonen verführen und sexuell gefügig machen können. Diese "Ausbildung" bzw. deren Darstellung ist derart monströs, dass vermutlich nur ein total verklemmter Provinz-Ami aus dem "Bibelgürtel" auf die Idee kommen kann, die solchermaßen trainierten jungen Leute könnten auch nur annähernd in der Lage sein, ihren Auftrag zu erfüllen.
Zu allem Übel ist das Buch auch noch grottenschlecht geschrieben. Der im Umschlagtext als "Insider" angepriesene Autor ist z.B. bemüht, seine Sachkenntnis zu demonstrieren, indem er fortlaufend russische Wörter einfügt, die dann teils in Übersetzung wiederholt werden, teils aber auch unübersetzt bleiben. Aus Platzgründen nur zwei Beispiele: Auf Seite 603 werden die Gedanken des russischen Ober-Spions Egorow geschildert: "Spasenie, Rettung, war möglich". (Das ist so, als ob einem Amerikaner die Gedanken zugeschrieben werden: "Rescue, Rettung, war möglich".) - Unübersetzt bleibt dagegen z.B. auf S. 87 die russische Bezeichnung für "Hundesohn" (Sukin syn), unglücklicherweise allerdings in der englisch-amerikanischen - phonetischen - Transkription "Sookin syn" (was die Sache für Leser, die Russisch verstehen, unfreiwillig komisch erscheinen lässt, während alle anderen Leser hier nur Bahnhof verstehen). - Abschließende Anmerkung: In seiner "Danksagung" schreibt der Autor (auf S. 669) über einen besonders geschätzten "Ratgeber und Mentor", dieser sei in einem früheren Leben sicher "ein siegreicher byzantinischer Sultan" gewesen. So stapft dieser wackere amerikanische "Agententhriller" (Umschlagtext) auch noch auf den letzten Zeilen in einen dicken Kuhfladen aus gediegener Unbildung.


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