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Rezensionen verfasst von
Robert Blanket

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Meine Bar in Sansibar: Durch Ostafrika zu den Quellen des Nil
Meine Bar in Sansibar: Durch Ostafrika zu den Quellen des Nil
von Richard Grant
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Sinn und Zweck nie ganz klar, 22. Dezember 2013
Vorwort: Ich liebe Sansibar. Der Buchtitel hat mich also sofort angesprochen. Laut Eigenwerbung befand T.C. Boyle, dass es das beste Buch über Afrika seit 'Dark Star Safari' von Paul Theroux sei. Wow. Mali-Bücher stehen in fast jeder Buchhandlung. Also hin und gekauft.

Inhalt: Richard Grant will den kaum kartografierten Malagarasi-Fluss in Tansania bereisen. Als Hommage an die großen Afrika-Entdecker beginnt er seine Reise auf Sansibar. Richard Burton und John Hanning Speke haben es ihm besonders angetan, er will ihrer Route folgen, erzählt zudem viel von deren Erlebnissen. Drei Monate verfolgt er in Afrika seinen Weg.

Nutzen: Wer sich für Einblicke in das Leben auf Sansibar interessiert, braucht nur das 1. Drittel des Buchs zu kaufen. Wer gern etwas über eine Autofahrt durch Tansania liest, kauft das 2. Drittel. Das restliche Drittel ist irgendwie auch lesbar. Die eingestreuten Informationen rund um Burton und Speke sind faszinierend, in großen Teilen aber schon längst erzählt.

Fazit: 'Sinn und Zweck der Reise waren mir nie ganz klar...' - diese Überlegung auf Seite 12 begleitete mich durch das gesamte Buch. Der Autor verliert den Malagarasi-Fluss zwar nie wirklich aus den Augen, ist über den Verlauf seines Buchs aber nur ein Drittel wirklich darauf fixiert. Die restlichen Seiten werden mit vielen Erzählungen zugetextet, nett, aber leider Thema verfehlt. Und hier das größte Manko: Der Titel. Aus der Marketingperspektive ganz clever, ich bin selbst drauf reingefallen. Aber erstens gibt es irgendwie nicht so richtig diese 'meine' Bar auf Sansibar, wie angekündigt, und zweitens geht es dem Autoren ja eben nicht um Sansibar. Malik schadet hier dem Autor sicher mehr als gewollt. Enttäuschung macht sich breit. Doch selbst wenn wir den Titel außer Acht lassen, das Buch erreicht ganz sicher nicht die Höhen von 'Dark Star Safari'. Schade.


Von GOETZEN bis LIEMBA: Auf Reisen mit einem Jahrhundertschiff
Von GOETZEN bis LIEMBA: Auf Reisen mit einem Jahrhundertschiff
von Sarah Paulus
  Broschiert
Preis: EUR 14,50

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Informativ und humorvoll, 22. Juli 2013
Vorwort: Vor ca. zwei Wochen habe ich bei Spiegel Online von dem Buch erfahren und wurde neugierig. Ich musste einige Tage auf meine Bestellung warten, das Amazon-Lager war scheinbar leergekauft.

Inhalt: Die Autoren beschreiben eine Schiffsreise mit der Liemba von Sambia nach Tansania. Das Schiff selbst wurde vor genau einhundert Jahren in Deutschland gebaut und dann, man glaubt es kaum, in Einzelteilen in die damalige Kolonie Deutsch-Ostafrika verfrachtet, um dort wieder zusammengebaut zu werden und heute noch zu verkehren. Zwei Erzählstränge wurden in dem Buch vereint: Einer berichtet über die aktuellen Reiseerlebnisse der Autoren (Gegenwart), der zweite geht parallel auf die lange, wahnwitzige Geschichte des Schiffs ein (Historie). Das Vorwort von Alex Capus stimmt den Leser auf den Buchinhalt ein. Zwei Einschübe mit Farbfotos runden den Reisebericht ab.

Nutzen: Vor langer Zeit hatte ich den exzellenten Roman 'Eine Frage der Zeit' von Alex Capus gelesen, der sich der Schiffsgeschichte im Rahmen eines historischen Romans mit Fokus auf die Zeit vor Ausbruch des 1. Weltkriegs annimmt. Dieses neue Buch ergänzt hier nicht einfach nicht nur, sondern geht um einiges weiter. Gut recherchiert werden die mittlerweile einhundert Lebensjahre der Liemba umfänglich abgehandelt, ebenso die Situation des täglichen Überlebenskampfs der mitreisenden Einheimischen im Hier und Jetzt. Die Autoren befinden sich permanent mittendrin und berichten in einem wunderbar ironischen Stil hautnah über die eigenen Erlebnisse während der Reise. Dabei kommen persönliche Reflextionen zu Entwicklungen im Kongo, in Tansania, Sambia, bei den NGOs etc. nicht zu kurz - geben Afrikakennern wie auch Neulingen interessante Ansätze für eigene Überlegungen.

Fazit: Ein informatives, humorvolles Buch mit schönen Fotos. Selten habe ich bei einem Afrika-Reisebuch gleichzeitig so viel Geschichte erfahren und herzhaft lachen können wie bei diesem. Ich kann das Buch daher wirklich empfehlen.


Long Way Round: Der wilde Ritt um die Welt
Long Way Round: Der wilde Ritt um die Welt
von Ewan McGregor
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Enttäuschend, 11. April 2013
Vorwort: Seit Trainspotting hat Ewan McGregor bei mir einen Stein im Brett. Nun wollte ich endlich wissen, was uns der Schauspieler schriftlich mitzuteilen hat und wie er sich beim dem Medium Buch so macht.

Inhalt: Ein Traum seit Menschengedenken. Rund um den Globus in einem wilden Ritt. Der Moviestar fährt mit seinem Kumpel Charley Boorman nebst schweren Motorrädern und Kameramann und bezahlten Führern von England nach Osten. Bis er 115 Tage später wieder am Ausgangsort eintrifft. Sein Werk beschreibt Stationen, Erlebnnisse, Freud und Leid. So wie es alle Reisebücher tun.

Nutzen: Tja, hier wird es wirklich schwierig. Auf der einen Seite kann ein Fan mit diesem Buch mehr über sein Idol erfahren sowie nebenbei noch das ein oder andere Mal etwas über die ach so weite Welt lernen. Auf der anderen Seite ist das Buch ein echter Witz. Da versucht uns ein weltbekannter Mensch weiszumachen, er wolle unerkannt, wie ein Normalbürger, durch diverse Staaten fahren. Mehr noch, ein großes Team setzt seine Idee, schnell mal das Motorrad zu schnappen und bis Sibirien und weiter zu fahren, um. Er philisophiert dennoch bei jeder Möglichkeit über Freiheit, Unabhängigkeit und Spontanität. Fragen, wo allein schon die vielen Unterlagen für die einzelnen Grenzübergänge herkommen, scheinen ihn nicht dolle zu belasten. Dafür gibt es allerlei Banalitäten über Freundschaft mit fremden Völkern und ähnliches Zeug im Rahmen des 'wilden Ritts um die Welt'.

Fazit: Das Buch war leider eine Enttäuschung für mich. Ich hätte nicht den Mut dazu, es zu verschenken.


Dark Star Safari: Overland from Cairo to Capetown
Dark Star Safari: Overland from Cairo to Capetown
von Paul Theroux
  Taschenbuch

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Exzellent, 17. März 2013
Vorwort: Obwohl auch ich Dark Star Safari in der englischen Version gelesen habe, schreibe meine Rezension bewußt in deutsch, da ich bislang keine anderen Kommentare in dieser Spache gefunden habe.

Inhalt: Wie der Untertitel das Buchs verrät, beschreibt Paul Theroux seine Reise vom ägyptischen Kairo ins südafrikanische Kapstadt. Die Route führt ihn weitgehend durch den Osten Afrikas, durch Länder wie Ägypten, den Sudan, Äthiopien, Kenia, Uganda, Sambia, Tansania, Simbabwe und Südafrika. Der Autor beschreibt Erlebnisse und Eindrücke sehr persönlich. Dabei kommt die lange Afrikaerfahrung des Schriftstellers nicht zu kurz und wird genutzt, um zeitliche Vergleiche sowie einzelne Entwicklungstrends aus individueller Brille zu diskutieren.

Nutzen: Der Leser lernt das reale Afrika kennen, muss keine geschönten Marketingtexte über süße Zebras, teure Lodges und Luxussafaris lesen. Diejenigen, die bereits selbst in den beschriebenen Ländern auf ähnliche Weise gereist sind, können perfekt die eigenen Erfahrungen und Ansichten mit denen des Autors vergleichen. Neulinge, die Afrika noch nicht individuell, sondern eher all-in bereist haben, werden in eine komplett andere, raue Welt geführt. Nach der Buchlektüre stellt sich jedem die Frage, welches Gesicht Afrika nun eigentlich hat, welches wahr bzw. falsch ist. Hervorragend sind aus meiner Sicht u.a. die konsequenten Überlegungen zu afrikanischen Entwicklungstendenzen, den unerträglichen NGOs sowie die vielen kleinen Detailgeschichten. Da ich selbst den Kontinent auf vergleichbare Weise kennengelernt habe, kenne ich einen Teil der Schauplätze des Buchs aus eigener Hand und kann die für einige Leser durchaus harten Schlussfolgerungen in beinahe jedem Fall bestätigen.

Fazit: Für mich ist Dark Star Safari ein exzellentes, engagiertes Buch, ohne Wenn und Aber. Jeder Afrikareisende sollte es gelesen haben, vor oder spätestens nach einer Reise auf den dunklen Kontinent.


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