Fashion Sale Hier klicken Fußball Fan-Artikel indie-bücher Cloud Drive Photos OLED TVs Learn More madamet designshop Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip Summer Sale 16
Profil für Rael Floyd > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Rael Floyd
Top-Rezensenten Rang: 129.213
Hilfreiche Bewertungen: 833

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Rael Floyd "Positron" (Genf)

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7
pixel
Live from Toronto
Live from Toronto
Wird angeboten von beaches_canada
Preis: EUR 11,66

9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Starkes Album mit einigen bislang unveröffentlichten Liveversionen, 13. August 2006
Rezension bezieht sich auf: Live from Toronto (Audio CD)
Das Konzert, welches The Who 1982 in Toronto vor 75 000 Zuschauern spielten, wurde 2006, also fast ein Vierteljahrhundert später, vom Label Immortal der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Zwar existiert von der 1982er Tour neben zahlreichen Bootlegs mit Who's Last" auch eine autorisierte Live-Veröffentlichung, jedoch enthält diese Material, das einige interessante Stücke wie z.B. It's Hard", Eminence Front", Sister Disco" etc. ausklammert. Genau diese finden sich auf Live from Toronto. Geht man davon, aus, dass es nach 1982 noch einige weitere exzellente Konzertmitschnitte heruasgegeben wurden, so denke ich, dass man, wenn man nicht gerade ein Die Hard-Fan von The Who ist. mit Erscheinen von Live From Toronto" auf den Kauf von Who's Last" verzichten kann. Zwei störende Punkte muss man allerdings anmerken. Des ersteren ist das Konzert nicht vollständig und zweitens stimmt die Reihenfolge nicht exakt mit der Originalsetlist überein, was hier und da äußerst störende Aus- und Einblendungen zur Folge hat. Dies ist besonders ärgerlich und auch schon dreist im Hinblick auf die Tatsache, dass der Plattenfirma hier offensichtlich ein vollständiger Konzertmitschnitt vorliegt. Ähnlich verhält es sich ja auch mit der Deluxe-Version von Live At Leeds", die, Experten dürfte diese Tatsache bekannt sein, leider immer noch nicht vollständig ist. Ungeachtet dessen sind die Songs auf Live from Toronto" selber jedoch wirklich toll umgesetzt, ergo kann man hier beruhigt zugreifen.


The Who - Quadrophenia & Tommy, Live [3 DVDs]
The Who - Quadrophenia & Tommy, Live [3 DVDs]
Preis: EUR 38,99

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Quadrophenia und Tommy live, 13. August 2006
Disc 1: Tommy Live

Was wir bereits von der Doppel-CD Join Together" kennen, erhalten wir nun als audiovisuelle Version des Spektakels: Eine bombastische Interpretation von Tommy", dem bekanntesten Album der Who, aufpoliert mit Chor und Bläsertruppe, wenngleich meiner persönlichen Ansicht nach Quadrophenia" und Who's next" weitaus besser waren, was aber weniger gegen Tommy, sondern eher für Pete Townshend's Genius spricht, der es geschafft hat, sich nach diesem Album noch zweimal zu steigern. Was dieses Konzert allerdings von Join Together unterscheidet, ist die Tatsache, dass man für den Konzertfilm eine Armada von Speciel Guests" aufbot, welche die Performance aber in keiner Weise aufwerteten, sondern in weiten Teilen leider versauten, sieht man von Billy Idol einmal ab. Was Phil Collins bei einem Auftritt von The Who zu suchen hat, entzieht sich ebenso mein Verständnis wie die Entscheidung, Patti LaBelle eine unsägliche, grauenhaft gruselige Version von The Acid Queen" singen zu lassen. Elton John hatte seinen Auftritt in der Rockoper Tommy bereits im daran adaptierten Spielfilm, ihn aber auch noch live den Song Pinball Wizard" singen zu lassen, kann Townshend nur in einem Zustand völluger geistiger Umnachtung eingefallen sein. Alle anderen Stücke sind hervorragend, aber die genannten Schwachpunkte stören erheblich. Anzumerken ist noch, dass es für Interessierte außerdem als Bonus einen beliebig zuschaltbaren audiovisuellen Kommentar von Pete Townshend und Roger Daltrey gibt, der u.a. wesentliche inhaltliche Aspekte dieser eigentlich genialen Rockoper näher beleuchtet.

3 Sterne

Disc 2: Quadrophenia live

Anno 1996 gingen The Who wieder auf Tour und setzten das Album Quadrophenia" erstmals vollständig live um. Ursprünglich für das Bandarchiv vorgesehen, wurde das Konzert 2005 auf der vorliegenden DVD veröffentlicht und zeigt die Band in allerbester Spiellaune. Wie schon 1989 wurden The Who von einem Chor und einem Bläserorchester unterstützt, was angesichts der Tatsache, dass das Album zum Zeitpunkt des Erscheinens für die Band wegen der großzügigeren Instrumentierung live nicht umsetzbar war, verständlich wird. An den Songs gibt es natürlich nichts zu beanstanden, ebensowenig anderen Interpretation, wie sollte dies bei der besten Liveband der Welt auch anders sein, ein Prädikat, an dem bis heute keine andere Band auch nur ansatzweise zu kratzen vermochte. Einzig störend sind die bisweilen etwas überlangen Filmeinblendungen, was allerdings den musikalischen Genuss nicht wesentlich stört. Optional kann ein audiovisueller Kommentar von Townshend und Daltrey hinzugeschaltet werden, die einige interessante Punkte von Quadrophenia" erläutern.

5 Sterne

Disc 3: Live Hits

Die dritte DVD enthält die Zugaben zu Tommy" (ohne nervtötende Gaststars") und Quadrophenia" sowie 3 Aufnahmen aus dem Konzert im Giants Stadium in New Jersey von 1989. Es ist wohl müßig, schon wieder einen Lobgesang auf die Livequalitäten von The Who zu singen, worauf ich hiermit auch verzichte...

5 Sterne
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 9, 2015 11:56 AM MEST


On the Night
On the Night
Preis: EUR 7,99

9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Super Livemitschnitt, 11. August 2006
Rezension bezieht sich auf: On the Night (Audio CD)
Die Livecompilation "On The Night" von 1992 war das letzte auf Tonspur gepresste Lebenszeichen der Dire Straits. Passenderweise wurde ein Livealbum als Abschiedsgeschenk gewählt, denn gerade live pflegten die Dire-Straits-Songs ihre Wirkung erst voll zu entfalten, sowohl in soundtechnischer, als auch in künstlerischer Hinsicht, waren die Livefassungen doch viel verspielter und lebendiger als die manchmal etwas bieder anmutenden Studio-Aufnahmen. Das wird auch durch dieses Album eindrucksvoll belegt, wenngleich die Songauswahl unter Fans Kritik hervorruft, vor allem aufgrund des fehlenden Hits "Sultans Of Swing", doch auch Stücke wie "Tunnel Of Love" oder "Telegraph Road" wären schön zu hören gewesen. Allerdings waren all diese Songs bereits auf "Alchemy" vertreten, wenngleich die Live-Atmosphäre auf "On The Night" wesentlich besser transportiert wird und besagte Songs dadurch vielleicht noch an Atmosphäre gewonnen hätten.. So werden schwerpunktmäßig Tracks aus "Brothers In Arms" und "On Every Street" in ihrem Konzertgewand präsentiert, zusätzlich mit "Private Investigations" und "Romeo And Juliet" zwei Tracks, die bereits auf "Alchemy" zu hören waren. Vom letzten Album werden vier Songs gespielt, angefangen mit "Calling Elvis", das im Vergleich zur Studioversion viel satter klingt wie die sprichwörtliche Mutation vom hässlichen Entlein zum strahlenden Schwan. Die Band versprüht bereits in diesem auf 10 Minuten aufgepumpten Opener eine Energie und Spielfreude, die sich durch alle folgenden Stücke zieht. Besonders hervorzuheben sind Songs wie das atmosphärisch einzigartige "Private Investigations", "On Every Street" mit seiner großartigen, simplen und doch oder gerade deswegen genialen Gitarrenfigur, ein Allzeitklassiker wie "Romeo And Juliet" und, natürlich, man hätte Knopfler für das Fehlen dieses Meisterwerkes gesteinigt, "Brothers In Arms". Schon der Text, ohne die Musik, induziert eine Gänsehaut, mit der Musik und dem charakteristisch trockenen Gesang Knopfler's und natürlich dem krönenden Gitarrensolo wird er mit zum Besten, was die Musikgeschichte je hervorgebracht hat. Solche Songs sind dazu prädestiniert, live vorgetragen zu werden, sie als Studioversion ihr Dasein fristen zu lassen hingegen ist eine glatte Todsünde.

Ein wesentlicher Kritikpunkt an dem Album ist die Tatsache, dass es nur als Einzel-CD erschienen ist, die aufgrund ihrer limitierten Kapazität hier nur 10 Songs aufnehmen konnte. Daher wurden die drei Tracks "The Bug", "Solid Rock", beide vom Album On Every Street", und das "Wild Theme" vom Soundtrack Local Hero" auf eine Maxi-CD verbannt. Diese Songs finden sich auf der zugehörigen DVD in die CD-Trackliste eingestreut, wenngleich selbst die DVD kein vollständiges Konzert zeigt, sondern einen Zusammenschnitt der 92er Konzerte im Rotterdam und Nimes. Es wäre besser gewesen, die genannten drei Tracks und weitere, wie eben z.B. "Sultans Of Swing", mit in das Album zu integrieren und eine Doppel-CD zu veröffentlichen. Aufgrund der musikalischen Qualität gebe ich dem Album dennoch fünf Sterne, in der Hoffnung, irgendwann einmal eine vollständige Version von On The Night" in den Händen zu halten.


Pink Floyd - Pulse (2 DVDs)
Pink Floyd - Pulse (2 DVDs)
DVD ~ Pink Floyd

14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die größte Band aller Zeiten gibt sich die Ehre..., 23. Juni 2006
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Pink Floyd - Pulse (2 DVDs) (DVD)
im Earl's Court in London. Und wenn Pink Floyd auf Tour gehen, wird das zu einem logistischen (und finanziellen) Kraftakt, der sich im audiovisuellen Spaktakel, welches die Band bei ihren Konzerten bietet, widerspiegelt. Tatsächlich pulverisiert allein die Lightshow alles, was andere Bands bis dato und heute zustandegebracht haben, vom musikalischen Aspekt ganz zu schweigen. Zu den Höhepunkten zählt natürlich bereits der erste Track, Shine On You Crazy Diamond", die Hommage an den ersten Sänger und Gitarristen der Band, Syd Barrett, mit einer der schönsten Gitarrenphrasen der Musikgeschichte. Es folgen einige Tracks aus den Alben A Momentary Lapse Of Reason" und The Division Bell". Besonders Sorrow", das auf der Studio-CD eher schwach klingt, erstrahlt in seinem Konzertgewand völlig neu, High Hopes" mit Gilmour's gigantischem Lap-Steel-Solo bildet neben dem Opener den Höhepunkt der ersten Konzerthälfte.
Die zweite Konzerthälfte steht ganz im Zeichen von The Dark Side Of The Moon". Bemerkenswert ist die Tatsache, dass Gilmour mühelos die Waters-Parts singen kann, während dies umgekehrt nicht immer der Fall ist. Einige der Original-Screenfilme wurden gegen zeitgemäßere bzw. modernere Versionen ausgetauscht, u.a. der Hintergrundfilm zu Time". Ebenfalls ausgetauscht werden mussten die Filme zu Brain Damage / Eclipse", da die politischen Machthaber der 90er Jahre natürlich andere waren als jene zum Erscheinungszeitpunkt des Albums 1973. Als Zugaben folgen Wish You Were Here" und der Knaller des Konzertes, das unvergleichliche Comfortably Numb" mit einer verlängerten Variante des Gilmour-Solos, die zum besten zählt, was man je von den Floyds vernehmen durfte. Zum Finale folgt eine bombastische Ausgabe von Run Like Hell", wobei Guy Pratt den Gesangspart von Roger Waters übernimmt.
Natürlich bilden Gilmour's Gitarrenspiel und seine Gesangsparts den prägenden Mittelpunkt des Konzertes. Zusammen mit Wright, Mason und den anderen Musikern schaffen Pink Floyd (wieder einmal) etwas, was andere Bands bei ihren Konzerten nicht in dier Ausprägung zustande bringen: Sie spielen nicht nur exzellent, sondern versprühen einfach unglaubliche Magie pur. Alles klingt natürlich bombastischer als die Studioversionen, was nicht immer auf Gegenliebe stößt, allerdings auch verspielter als die Studio-Outputs. Hier muss jeder zu einem eigenen Urteil kommen, ob er sich mit den Live-Versionen anfreunden kann oder ob er die intimeren Studioversionen präferiert sich mit beidem anfreunden kann. Die Lightshow ist (natürlich) über jeden Zweifel erhaben und weckt den Verdacht, dass die Londoner Haushalte im näheren Umkreis des Earl's Court tagelang Abend für Abend jeweils etwa zweieinhalb Stunden ohne elektrischen Strom auskommen mussten... Einziger Wermutstropfen ist jener, dass Roger Waters nicht mehr mit dabei war, allerdings eher hinsichtlich seiner Bühnenpräsenz denn bezogen auf seine Fähigkeiten am Bass, da ist Guy Pratt doch einige Nummern besser als der gute alte Roger...
Zusätzlich zum Konzertfilm enthalten die DVD's üppiges Bonusmaterial, u.a. einige Leinwandfilme, Bootlegfilme, Musikvideos etc. etc., so dass das Preis-Leistungsverhältnis mehr als angemessen ist.
Bleibt zu hoffen, dass die Veröffentlich dieses Konzertfilmes nicht das letzte Lebenszeichen von Pink Floyd war...


How the West Was Won-Live
How the West Was Won-Live
Preis: EUR 14,28

83 von 90 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was für ein Meisterwerk!!, 4. Juni 2006
Rezension bezieht sich auf: How the West Was Won-Live (Audio CD)
Es gibt Alben, die lassen einen mit offenem Mund dasitzen, kopfschüttelnd immer wieder unglaublich, unfassbar" stammeln, reißen einen fast vom Hocker, ja, Alben mit soviel Feuer und Druck unter der Haube, dass es einem fast die Tränen in die Augen presst. Zu dieser Sorte gehört dieser Live-Mitschnitt von Led Zeppelin aus dem Jahre 1972. Die Studio-Alben in Ehren, aber alle Songs von Led Zeppelin entfalten ihre volle Kraft und Wirkung erst in der Live-Darbietung. Nichts, wirklich gar nichts geht über die hier versammelten Live-Versionen von Dazed And Confused, Stairway To Heaven, dem Immigrant Song, Black Dog, Rock And Roll usw., einfach allen, allen Klassikern, die hier zu finden sind. Die perfekte Symbiose von Jimmy Pages Gitarres und dem Gesang von Robert Plant, untermauert von der wuchtigen Rhythmusfraktion Jones/Bonham, wobei letzterer natürlich auch sein unnachahmliches, auf 19:20 Minuten aufgemöbeltes Monster-Solo Moby Dick" präsentiert, bei dem selbst in der Hölle die Wände gewackelt haben dürften. Dazu noch die Akustikstücke Going To California", That's The Way" und Bron-Yr-Aur Stomp", welche die Vielseitigkeit Led Zeppelin's dick unterstreichen. Dieses Topndokument wirkt im Vergleich zu dem Schrott, der heute auf den Markt geworfen wird, einfach surreal, galaktisch, göttlich und steht Auge in Auge auf einer Stufe mit The Who's Live At Leeds", Deep Purple's Made In Japan" Pink Floyd's PULSE und Genesis' Seconds Out". Schande, Schande über Oasis, Coldplay, Silbermond, Tokyo Hotel und den ganzen anderen massenkompatiblen musikalischen Müll, der sich derzeit wie stinkender Morast über die Charts ergießt. Bleibt zu hoffen, dass wir wieder ein solch goldenes Zeitalter der Rockmusik wie in den Siebziger Jahren erleben werden. Bis dahin bleiben uns Alben wie dieses, die uns über die derzeitige musikalische Misere hinweghelfen...
Kommentar Kommentare (6) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 11, 2013 8:22 PM MEST


Amused to Death
Amused to Death
Wird angeboten von DVD Overstocks
Preis: EUR 13,57

2 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Musikalisch und textlich gelungen, jedoch..., 13. März 2006
Rezension bezieht sich auf: Amused to Death (Audio CD)
Zunächst sei ein wesentlicher Punkt vorangeschickt: Ich zähle mich weder zur Waters-, noch zur Gilmour-Fraktion, sondern schätze beide als hervorragende Musiker und Künstler, die vor allem zusammen die besten Stücke der Floyd produziert haben, wenn auch, wie immer mehr bekannt, wird, Gilmour oftmals hinsichtlich der Credits benachteiligt wurde, u.a. angeblich beim Song „Sheep“. Pink Floyd waren vor allem die Summe ihrer Einzelteile. So konnten „The Division Bell“, das mit persönlich gut gefällt, oder On An Island“ von Gilmour, welches ja nicht als Floyd-Album konzipiert wurde, an die Band der alten Tage heranreichen. So auch Waters’ letztes Rock-Studioalbum „Amused To Death“. Auffällig sind natürlich zunächst einmal die langen Lyrics, die mal wieder von Waters’ Lieblingsthemen wie geprägt sind (s. Vorrezensenten), jedoch auch der musikalische Oberbau ist sehr ansprechend, gäbe es da nicht ein großes Problem, das mich bisher jedesmal genervt hat, wenn ich mir das Album angehört habe: Die Backgroundsängerinnen sind ein Charakteristikum im Stil des Roger Waters, mit dem ich einfach nicht warmwerden kann. Was nicht bedeutet, dass sie überall unpassend sind. In „What God Wants“, „Perfect Sense, part 1 (nicht part 2, jedoch ist dieser Teil auf der „In The Flesh-Live“-Version sehr gut interpretiert)“ und „It’s A Miracle“ (sehr gutes Stück, allerdings ebenfalls in der Live-Version um Klassen besser) beispielsweise fügen sie sich gut in das Gesamtkonzept der Songs ein, was man aber beispielsweise hinsichtlich der Tracks „The Bravery Of Being Out Range“ und „Three Wishes“ nicht behaupten kann. Hier hätte vielleicht eine bluesige Stimme besser gepasst oder gleich das Waters’sche Organ. Musikalisch allerdings ist das Album recht anspruchsvoll, wenn man aber, wie bei Gilmours „On An island“ bemerkt: Beide Alben wären unter den Kunstgriffen des jeweiligen Gegenparts exzellente Floyd-Alben geworden. Da wir hier aber kein Pink Floyd-, sondern ein Waters-Album beurteilen wollen, sehen wir natürlich von diesem Punkt ab. Auffällig ist, dass Waters mit Jeff Beck einen Gitarristen engagiert hat, der vielen Songs bezüglich der Lead Guitar-Parts eine fast Gilmour’sche Note verleiht, wenn dieser auch in klanglicher Hinsicht unerreichbar ist. Wer sich nicht an den hier und da doch manchmal sehr störenden und auf den künftigen Waters-Alben hoffentlich nicht mehr vorhandenen Damenstimmen stört, kann diesem Album durchaus 5 Sterne geben, von mir aber gibt es „nur“ 4 Sterne.


On An Island
On An Island
Wird angeboten von BestSellerRecordshop
Preis: EUR 5,84

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Atemberaubend, 5. März 2006
Rezension bezieht sich auf: On An Island (Audio CD)
Nach fast einem Vierteljahrhundert Jahren hat der Meister nun sein neues Solowerk herausgebracht. „On An Island“ stellt ohne ohne Zweifel das beste Werk der Solokarriere Gilmour’s dar. Stellenweise an „The Division Bell“ erinnernd, wenn auch etwas einfacher gehalten, manchmal auch großzügig die Stilrichtungen des Soundtracks „Obscured By Clouds“ und des DSOTM-Vorgängers Meddle tangierend und hier und da auch mal Erinnerungen an bisherige, wenn auch rare, Soloaktivitäten weckend, kann man von einem der stärksten Studioalben des neuen Jahrtausends sprechen. Die Stücke variieren stilistisch schon etwas, fügen sich aber sehr gut zu einem musikalischen Gesamtkonzept zusammen. Gilmour zeigt sich kompositorisch von seiner besten Seite, bei den Texten hat seine Frau Polly Samson zur Feder gegriffen. Manch einem Vorrezensenten scheint das Werk aber etwas schwer verdaulich im Magen zu liegen. Derart musikalisch schlichten Gemütern sei die derzeitige Nummer 1 der deutschen Charts, die überaus scheußliche DSDS-Lovesongs-Compilation, ans Herz gelegt, doch mögen sie bitte von unqualifizierten Kommentaren wie z.B. solchen, dass Komponieren zu den eher schwachen Seiten Gilmours gehöre, absehen. Im Vergleich zu Pink Floyd-Songs der Waters-Zeit sind die Texte sicher nicht die große Erleuchtung, doch reflektieren sie das Innenleben eines Mannes, der mit sich und seinem Leben im reinen ist, auf sehr ansprechende Weise, wenn auch bei weitem nicht so herausragend, wie der große Worteschmied Roger Waters dies vermocht hätte. Einen Favoriten aus der Platte heruaszugreifen, fällt aufgrund der qualitativen Homogenität des Werks nicht leicht und dürfte daher stark vom individuellen Geschmack abhängen. Mein persönlicher Favorit ist das eher rockige „Take A Breath“, wobei aber „A Pocketful Of Stones“ sicher die schönsten 6 Minuten des Albums enthält. Die Orchesterbegleitung ist über alla überflüssigen Diskussion erhaben, ebenso die exzellenten Darbietungen der Gastmusiker wie Phil Manzanera, Rick Wright und, eine große Überraschung, Rado Klose, einer der ersten PF-Mitglieder, als Pink Floyd noch gar nicht Pink Floyd hießen, und über allem schwebt natürlich der Gesang und ganz besonders das magische, schier unbegreiflich schöne und, der Herr verzeihe mir diese Anmaßung, schlichtweg göttliche Gitarrenspiel David’s.
Bleibt nur noch die Frage, wie es nach „On An Island“ weitergeht. Dass Gilmour jetzt zunächst auf eine Mini-Tour durch ausgewählte Konzerthallen in Europa und den USA gehen wird, ist bekannt. Hinischtlich der Frage nach einer Konzert-DVD dürfte es eine große Überraschung sein, wenn eine solche nicht geplant wäre.
Hoffen wir abschließend, dass „On An Island“ nicht der endgültige Abschied Gilmour’s von seinen Fans ist und sehen wir mit Spannung auch der Tour von Roger Waters und seinen geplanten Albumveröffentlichungen, es sollen ja tatsächlich zwei an der Zahl in diesem Jahr sein, entgegen!


The Division Bell
The Division Bell
Wird angeboten von DVD Overstocks
Preis: EUR 14,27

117 von 126 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einer der Peaks unter den Floyd-Alben, 3. November 2005
Rezension bezieht sich auf: The Division Bell (Audio CD)
1994 brachten Pink Floyd mit „The Division Bell“ ihr letztes Studio-Album heraus und leider sieht es nicht so aus, als ob sich dies noch einmal ändern würde. Vielfach kritisiert, fußen die Vorbehalte gegenüber diesem Album meiner Meinung nach eigentlich nicht auf dessen musikalischer Qualität, sondern auf der Tatsache, dass es von vielen durch die leidig-nervende „Waters-ist-nicht-mehr-dabei“-Brille gesehen wird und daher von vornherein nicht vorurteilsfrei bewertet wird. „The Division Bell“ zeigt jedoch keine besonderen Schwächen. Im Gegenteil verleihen die Synthesizer, Gilmours prägnante Gitarre und seine charakteristische Stimme den Stücken eine warme, entspannende und stellenweise melancholische Atmosphäre. Natürlich waren Alben wie Dark Side Of The Moon (mein persönlicher Floyd-Favorit) oder Wish You Were Here und Animals progressiver. Und natürlich ist dieses Album auf den Massengeschmack zugeschnitten, Mainstream eben. Aber, liebe Kritiker, verdammt guter Mainstream! Selbst Take It Back, welches als Erkennungsmelodie eines VW-Werbespots missbraucht wurde, reiht sich nahtlos ein in ein starkes Album. Einzelne Favoriten zu nennen fällt mir persönlich schwer, da dies wiederum die anderen Stücke als mittelmäßig stigmatisieren würde. Jedes Stück ist wunderbar. Wright sorgt für berückende, berauschende Klangteppiche, Gilmour glänzt an der Gitarre, vor allem während seiner Soli und über allem schwebt dessen warme Stimme, derer wir, einer meiner Vorrezensenten erwähnte es bereits, auf vergangenen Alben viel zu selten lauschen durften. Der Höhepunkt ist aber das Lap-Steel-Solo am Ende von High Hopes, das mit zum besten zählt, was Gilmour je für Pink Floyd geschrieben hat. Es wäre auch Quatsch gewesen, krampfhaft progressiv zu sein oder sich gar wieder zu den psychedelischen Wurzeln des ersten Albums zurückzubegeben und, um einen vielgenannten Kritikpunkt an diesem Album aufzugreifen, sich damit wirklich in die Gefahr zu begeben, sich selbst zu kopieren,. Und auch wenn die thematische und textliche Schärfe früherer Tage mit Waters verlorenging, die wunderbaren psychedelischen Charakteristika von früher fehlen, so meine ich dennoch, dass The Division Bell sicher nicht das beste, aber auf jeden Fall das schönste Werk der Floyd darstellt.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 20, 2016 7:15 PM CET


Live
Live
Preis: EUR 5,99

25 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hervorragendes Live-Album aus der früheren Genesis-Phase, 2. August 2005
Rezension bezieht sich auf: Live (Audio CD)
Die Live-Shows der damals noch recht jungen Band galten schon lange als Geheimtipp, als dieser Live-Zusammenschnitt 1973 veröffentlicht wurde.

"Live" enthält 5 Einspielungen aus den Alben "Trespass", "Nursery Cryme" und "Foxtrot", und jeder einzelne Track demonstriert eindrucksvoll, wie exzellent die Live-Shows von Genesis zu jenem Zeitpunkt allein in musikalischer Hinsicht bereits waren. Die Stücke gewinnen gegenüber den Studio-Originalen durchgehend an Intensität und, wo notwenig, an Aggressivität. Bedenkt man, wie komplex die Songs in weiten Teilen sind, erhält man eine ungefähre Imagination von der Tatsache, wie schwierig diese umzusetzen waren und was für eine Leistung Gabriel, Hackett, Banks, Collins und Rutherford erbrachten, nicht nur im Hinblick auf ihre Einzeldarbietungen, sondern vor allem auch mit Fokus auf das Zusammenspiel.
Einzelne Tracks besonders hervorzuheben erscheint nicht notwendig, da jeder Song einen Höhepunkt für sich darstellt, niemals ins Langweilige abgleitend, so dass das Album auch insgesamt als stimmig und kurzweilig anzusehen ist.
Nach dem unschlagbaren, monumentalen Meilenstein "Seconds Out" ist "Live" sicher das zweitbeste Livewerk der Band. Fünf Sterne sind daher auf jeden Fall gerechtfertigt.

Anm.: Um die Sammlung des Live-Repertoires der Gabriel-Ära zu erweitern, empfehle ich zusätzlich den Kauf der "Archive 1", auf welcher eine Live-Interpretation des Konzeptalbums "The Lamb Lies Down On Broadway" sowie weitere Live-Stücke aus dieser Zeit enthalten sind, so z.B. "Supper's Ready" oder "Dancing With The Moonlit Knight".


Live - The Way We Walk, Volume Two: The Longs
Live - The Way We Walk, Volume Two: The Longs
Preis: EUR 7,99

9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lohnt sich schon aufgrund des "Old Medleys", 31. Juli 2005
Nachdem Genesis mit „Live", „Seconds Out" und „Three Sides Live" bereits drei Live-Alben veröffentlicht hatten, folgte 1993 kurz nach veroeffentlichung von "The Way We Walk Volume One - The Shorts" das Album „The Way We Walk Volume Two: The Longs". Der vorliegende Zusammenschnitt wurde während der "We Can't Dance-Tour 1991/92" aufgenommen.
Ich darf vorwegnehmen, dass dieser zweite Teil des „The Way We Walk"-Duos für die Schwächen des ersten Teils voll entschädigt. Die CD startet mit dem fast 20-minütigen Old-Medley, welches sich mit Fug und Recht rühmen darf, der beste Track des Albums zu sein. Das Medley enthält Auszüge aus den Klassikern „Dance On A Volcano", „The Lamb Lies Down On Broadway", „The Musical Box (Closing Section)", „Firth Of Fifth", „I Know What I Like (In Your Wardrobe)", „That's All", „Illagal Alien" und „Follow You, Follow Me", die flüssig aufeinanderfolgen und mit begeisternder Intensität gepielt werden. Es folgt der beste Song des „We Can't Dance"-Albums, „Driving The Last Spike". Das anschließende „Domino, parts I & II" wird ebenfalls exzellent präsentiert, wohingegen „Fading Lights" keinen wirklichen Schwachpunkt darstellt, aber besser durch „Dreaming While You Sleep" ersetzt worden wäre. „Home By The Sea" in seiner kraftvollen Einspielung ist nach dem atemberaubenden „Old Medley" meine persönliche Nummer zwei auf diesem Album. Abgeschlossen wird das Album durch das obligatorische, furiose „Drum Duet".
Fünf Sterne erscheinen hier angemessen, allein schon aufgrund des berauschenden „Old Medley"s und der Tatsache, dass das Album zu keinem Zeitpunkt langweilig wird.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 6, 2012 5:12 PM CET


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7