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Rael Floyd "Positron" (Genf)

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Die Päpstin
Die Päpstin
von Donna Woolfolk Cross
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,00

3.0 von 5 Sternen Unterhaltsam, 20. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Päpstin (Taschenbuch)
Mitte der 90er Jahre wurde der Roman „Die Päpstin“ von der amerikanischen Autorin Donna W. Cross veröffentlicht.

Die fiktive Biographie behandelt das Leben der Johanna von Ingelheim und ihren Aufstieg zur ersten und einzigen Päpstin im 9. Jahrhundert. Geboren 817 als Tochter des Dorfpriesters von Ingelheim, wird ihr Talent vom griechischen Gelehrten Aeskulapius entdeckt, der sie zwei Jahre lang trotz des anfänglichen Widerstandes ihres Vaters unterrichtet, wobei der Schwerpunkt vor allem auf griechischer Philosophie und Logik liegt, was die Denkweise Johanna’s entscheidend beeinflusst, die gleichzeitig im krassen Gegensatz zum dogmatischen Denken der kirchlichen Gelehrten ihrer Zeit steht. Durch die Fürsprache ihres Lehrers wird Johanna der Besuch der Domschule von Dorstad ermöglicht, die sie einige Jahre besucht. Auch hier trifft sie wieder auf einen hartnäckigen Widersacher, diesmal ihr Lehrer Odo, allerdings auch Fürsprecher, neben dem Bischof vor allem der Ritter und Gelehrte Gerold. Nach der Zerstörung Dorstads durch die Normannen beschließt Johanna, künftig als Mann zu leben und tritt als Mönch in das Kloster zu Fulda ein. Die Annahme einer männlichen Identität unter dem Namen Johannes ermöglicht ihr u.a. den Zugang zu einer weiteren umfassenden Ausbildung auf dem Gebiet der Heilkunde. Nach 12 Jahren verlässt sie das Kloster und gelangt nach Rom, wo der Schwerpunkt ihres Wirkens auf der Ausübung der Heilkunde liegt. Ihr Erfolg bleibt auch bei den kirchlichen Würdenträgern nicht unbemerkt, so dass sie eine Art Leibheilkundlerin der Päpste Sergius und Leo wird. Nach Leo’s Tod wird Johanna schließlich selber zum Papst gewählt und hat dieses Amt zwei Jahre bis zu ihrem Tod inne.

Ein besonderer Gegenstand des Romans ist die Diskriminierung von Frauen, welche insbesondere auch dazu führt, dass ihnen auch entgegen offensichtlichen Talentes wie im Fall der Protagonistin Intelligenz entweder dennoch abgesprochen oder als widernatürlich, gar von Teufel gegeben dargestellt wird. Obwohl das Buch im 9. Jahrhundert spielt, besitzt das Problem in vielen, insbesondere muslimischen Ländern auch heute noch Aktualität. Erst als Johanna die Identität eines Mannes annimmt, wird ihre Geistesgabe widerspruchs-, wenn auch natürlich nicht immer neidlos, anerkannt. Das Buch stellt aber auch zum Teil die unterschiedliche Herangehensweise der Philosophie und der Religion an ein Problem gegenüber, die eine (im Idealfall) streng objektiv basierend auf Vernunft und Logik, die andere dogmatisch.

Die Schilderung der Biographie der Johanna von Ingelheim ist durchaus unterhaltsam mit einer steigenden Spannungskurve bis zum Schluss des Buches. Es darf allerdings nicht vergessen werden, dass es sich um einen historischen Roman handelt, nicht um die Darstellung gültiger bzw. anerkannter historischer Fakten, wenn auch einige Ereignisse und Personen, insbesondere natürlich die Päpste, der damaligen Zeit mit in den Roman eingeflochten werden. Am Schluss des Buches gibt es interessante wie aufschlussreiche Anmerkungen der Autorin zur Frage, ob die Geschichte der Johanna von Ingelheim und mithin die Existenz einer Päpstin einem historischen Faktum entspricht. Die Geschichte wird mittlerweile von Historikern als nicht konsistent belegt angesehen, auch und vor allem deshalb, weil Unterlagen aus der Zeit ihres angeblichen Pontifikates fehlen. Dies führt Cross auf die absichtliche Beseitigung von Dokumenten in dieser Zeit zurück. Letztlich bleibt es Fakt, dass erste Hinweise auf ihr Pontifikat erst Jahrhunderte später auftauchen. Es ist allerdings deutlich ersichtlich, dass Cross vor allem nach Argumenten sucht, die den Wahrheitsgehalt der Legende und ihre eigene Meinung in dieser Hinsicht stützen, allerdings gibt es fast keine harten Fakten, sondern fast nur indirekte Hinweise und Vermutungen. Man hat den Eindruck, dass Cross die Geschichte selber unbedingt glauben will, andererseits kann natürlich auch vermutet werden, dass sie durch ihre Ausführungen den Wahrheitsgehalt der Geschichte aus Marketinggründen untermauern wollte. Beides ist unwissenschaftlich Sie hätte deutlich machen müssen, dass es keinen stichhaltigen Beleg für den Wahrheitsgehalt der Geschichte gibt, so zum Beispiel sind zwischen den Pontifikaten von Leo IV und Benedikt III gerade einmal zwei Monate vergangen und hierfür sind zeitgenössische Belege vorhanden. Natürlich können auch diese Belege falsch sein oder noch besser das Produkt einer Dokumentenfälschung, um die Existenz der Päpstin zu verschleiern, wie Verschwörungstheoretiker sofort einwerfen würden? Dem Leser des Romanes sei dringend angeraten, sich kurz mal im Internet hinsichtlich der Geschichte um Johanna von Ingelheim kundig zu machen, u.a. gibt es bei Wikipedia einen guten Artikel hierzu, und auch auf der Internetseite der Zeitung „Die Welt“ findet sich eine informative Darstellung datierend von 09.12.2007.

Zusammenfassend ist Donna W. Cross ein unterhaltsamer, leicht lesbarer Roman gelungen, jedoch ist es nach derzeitigem Stand historischer Forschung sehr wahrscheinlich, dass es sich bei der Geschichte nicht um eine historische Tatsache handelt.


Sono Grundkurs: Ein Arbeitsbuch für den Einstieg
Sono Grundkurs: Ein Arbeitsbuch für den Einstieg
von Matthias Hofer
  Broschiert

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Super, 6. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Buch “Sono Grundkurs” von Matthias Hofer beinhaltet eine kurze Einführung in die Sonographie, deren Qualität und Aussagekraft wie kein anderes Bildgebungsverfahren an die Fähigkeiten und Erfahrung des Untersuchenden gekoppelt ist und gerade auch deshalb für den Anfänger zunächst schwierig zu handhaben sein kann.

In diesem Buch werden die technischen Grundlagen, Bildartefakte, Anatomie und die wichtigsten bzw. häufigsten Pathologien in den Bereichen Hals, Lymphknoten, Abdomen, Geschlechtsorgane und auszugsweise der Pädiatrie (Schädel, Harnblase, Nieren, Hüftgelenke) kurz und prägnant erläutert sowie durch anschauliches Bildmaterial in Form von Original und Schema illustriert. Am Ende jeder Lerneinheit stehen Aufgaben zur Überprüfung des angeeigneten Wissens und des Verständnisses zur Verfügung. Der Schreibstil ist locker, den Leser oft direkt ansprechend. Mit 128 Seiten ist das Buch kurz gehalten, so dass man schnell einen guten Überblick über das Thema gewinnt, auf dem man mit weiterer Literatur problemlos aufbauen kann. Am Ende des Werkes findet man nützliche Tabellen zu Organ- und Gefäßnormwerten sowohl beim Erwachsenen als auch in der Pränataldiagnostik. Ein Highlight stellt außerdem die DVD dar, vor allem die Filme zu Schallkopfhaltung bzw. –führung und resultierendem Bild sind wirklich exzellent.

Vom gleichen Autor ist auch noch der “FKDS-Trainer” zur farbkodierten Duplexsonographie erschienen, der ebenfalls sehr empfehlenswert ist.

Zur Vertiefung sowie zum Nachschlagen bzw. als Atlas ist folgendes Buch super:

Schmidt, Greiner, Nürnberg: Sonografische Differenzialdiagnose: Lehratlas zur systematischen Bildanalyse mit über 2800 Befundbeispielen.


Wildhoney
Wildhoney
Wird angeboten von renditeplus
Preis: EUR 14,90

5.0 von 5 Sternen Phantastische Melange aus Metal und Pink Floyd, 4. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Wildhoney (Audio CD)
Mir ist nicht mehr erinnerlich, wie ich 1994 zu diesem Album gekommen bin, aber ich weiß noch genau, dass mich diese Scheibe damals umgehauen hat, und das tut sie heute noch. Tiamat haben diesen epochalen Hammerschlag just in einer Phase veröffentlicht, als ich Pink Floyd, bis heute meine Lieblingsband, entdeckte, und Death Metal hörte. Tiamat verweben auf 'Wildhoney' Elemente der Floyds und eben Death Metal: schwere, dunkle Metalphrasen mit schwebenden, sphärischen Sounds, mal neben- und mal sogar miteinander. Wen der Begriff Death Metal eher von einem Kauf abschrecken sollte, sei an dieser Stelle 'beruhigt': Edlund röhrt zwar manchmal ziemlich los, aber durchaus an passenden Stellen, und Geschwindigkeitsrekorde werden hier auch nicht gebrochen ;). Pink Floyd-Fans sollten, da kann ich mich Vorrezensenten nur anschließen, durchaus mal beide Ohren riskieren. Erste Anspieltipps sind 'Gaia', 'Do You Dream Of Me' und 'A Pocket Size Sun'.


Med Sud I Eyrum Vid Spilum Endalust
Med Sud I Eyrum Vid Spilum Endalust
Wird angeboten von hardliner-music
Preis: EUR 10,29

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Licht und Schatten, 16. Mai 2011
Nun hat auch Island eine international bekannte Band, wenn auch niemand außer den Eingeborenenen in der Lage sein dürfte, die Texte zu verstehen. Sei es drum, das Album "Med Sud I Eyrum Vid Spilum Endalust" (2008) weist eine sehr starke erste Hälfte auf, bis einschließlich "Met sut i eyrum" haben wir es mit einer abwechslungsreichen Scheibe zu tun. Sphärische, akustische und auflockernde Uptempopassagen geben sich gegenseitig die Klinke in die Hand, wobei immer ein gewisses melancholisches Fundament vorhanden ist. Ab Track 7 wird es allerdings entschieden zu entspannt und ruhig, die Stücke plätschern die meiste Zeit so vor sich hin, ohne sich recht aufdrängen zu wollen. Das eignet sich noch nicht mal zum Einschlafen, weil es einfach nur nervt.

Beurteilung

Leider legt die Platte bei den letzten fünf Songs eine satte Bodenlandung hin, enttäuschend nach den vorherigen sehr gelungenen Tracks. Und schade, dass es deswegen nur zu drei Sternen reicht.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 18, 2012 3:03 PM CET


Kopf-Hals-Sonographie: Eine Anleitung zur praxisbezogenen Ultraschalluntersuchung
Kopf-Hals-Sonographie: Eine Anleitung zur praxisbezogenen Ultraschalluntersuchung
von Heinrich Iro
  Gebundene Ausgabe

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kurze und prägnante Einführung, 15. Mai 2011
Wer hat schon Zeit, sich in dicke Sonoschwarte über Kopf und Hals einzuarbeiten? Das müssen sich die Autoren unter anderem gedacht haben, als sie dieses Werk schrieben.

Die technisch-physikalischen Grundlagen des Ultraschalls werden im ersten Kapitel umrissen. Wem diese Einführung nicht verständlich genug ist, sei in dieser Hinsicht auf das Werk "Sonographie" aus der Dualen Reihe verwiesen.

Der A-Scan wird anhand seines Hauptanwendungsgebietes, der Nasennebenhöhlensonographie, prägnant und anschaulich erklärt.

Zu Kopfspeicheldrüsen, Hals und Schilddrüse, Mundboden, Oropharynx etc. werden nach kurzen einführenden Erläuterungen zur Anatomie und Vorgehensweise bei der Untersuchung kurz und prägnant die häufigen pathologischen Befunde u.a. anhand qualitativ guter und ausreichend beschrifteter Bilder beschrieben.

Kapitel zur Doppler-Sono, Ultraschall der Haut, Punktionstechniken, funktioneller Diagnostik und Ausblicken runden das Werk ab.

Beurteilung

Anhand einer Vielzahl von Bildern und kurzer, griffiger Texte wird schnell anzueignendes sonographisches Grundlagenwissen zur Kopf- und Halsregion vermittelt. Um das anatomische Wissen wieder aufzufrischen, kann ich die Atlanten "Prometheus" und "Pernkopff" sehr empfehlen. Die Zielgruppe des Buches bilden zunächst in der HNO tätige Kollegen, aber auch für Nuklearmediziner, die Untersuchungen bei Patienten mit benignen und malignen Schilddrüsenerkrankungen durchführen und infolgedessen auch einen Überblick über Normalbefunde und Pathologien der gesamten Kopf-Hals-Region besitzen sollten, ist dieses Buch ein wertvoller Begleiter.


Marbles
Marbles
Preis: EUR 18,54

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unbedingt empfehlenswert, 15. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: Marbles (Audio CD)
Die Band Marillion ist seit dem Einstieg des "neuen" Sängers Steve Hogarth bekannt für eine sehr von Höhen und Tiefen durchzogene Diskographie, aber wenn ihnen etwas gelingt, dann richtig. Und so verhält es sich auch mit dem 2004 erschienenen Album Marbles. Wichtig ist zu wissen, dass von diesem zwei Versionen existieren, eine Einzel-CD und eine Doppel-CD, die insbesondere das Stück Ocean Cloud enthält (s.u.). Letztere war lange Zeit nur über den Marillion-Shop erhältlich, mittlerweile gibt es sie auch im Einzelhandel.

"Invisible Man" ist als Opener nicht die beste Wahl, denn handelt sich um ein Stück, das Zeit braucht, um zu zünden und so etwas ist für den Einstieg in ein Album keine gute Wahl, obwohl das Stück insgesamt sehr gelungen ist. Aber hartgesottene Progger sehen das sicher ganz anders ;). Die Platte wird von einem schwermütigen Grundtonus durchzogen, zwischenzeitlich erklingt die für den NeoProg typische Floyd-Gitarre (auf Invisible Man beispielsweise im Bereich der 10. - 11. min), Keyboardflächen gibt es auch, auf Tempo- und Melodienwechsel freue man sich. Doch fügen sich die Passagen zu einem harmonischen Gesamtbild. Am leichtesten zu hören sind die Stücke "Fantastic Place", "Don't Hurt Yourself" und "You're Gone", sie bleiben schon nach dem ersten Hördurchgang aufgrund ihrer prägnanten Refrains hängen. Aber die Höhepunkte bilden jeweils die Abschlusssongs beider CDs, "Ocean Cloud" und "Neverland". "Ocean Cloud" ist nur auf der Doppel-CD zu hören, weshalb die Einzel-CD getrost geschreddert werden kann. Dieses Stück muss als Peak der Hogarth-Ära Marillions bezeichnet werden. Schönheit und Bombast vermengen sich zu einem gnadenlos unwiderstehlichen Klanggemälde, schwebend und gewaltig, einer der besten Longtracks, die je geschrieben wurden, weiß der Himmel, was dazu geführt hat, dass Marillion sich auf so unglaubliche Weise selbst übertreffen konnten.

Zusammenfassende Beurteilung

Neben "Brave" bildet "Marbles" den absoluten Höhepunkt der Hogarth-Ära bei Marillion. Wer bislang nur die Einzel-CD besitzt, sollte diese umgehend schreddern und sich die Doppel-CD zulegen, allein schon, um seine Gehörgänge mit dem unvergleichlichen "Ocean Cloud" zu verwöhnen.


Swing When You're Winning
Swing When You're Winning
Preis: EUR 6,99

5.0 von 5 Sternen Well-done, Mr. Williams!, 20. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Swing When You're Winning (Audio CD)
Über RW wurden schon tonnenweise Häme und Schimpftiraden ausgekübelt, und zum Teil auch berechtigt, betrachtet man vor allem seine üblen künstlerischen Verrenkungen mit der Teenie-Band Take That. Aber mit diesem Album, auf dem er einige der berühmtesten Swing-Nummern covert, hat er eine große Leistung abgeliefert. Sicher, er hat keinen der Songs selber geschrieben, aber das behauptet man auch von einem großen Teil des Materials seiner Soloplatten. Auf 'Swing When You're Winning' interpretiert er die Stücke sicher nicht neu, aber so etwas hat auch nicht immer einen großen künstlerischen Mehrwert, wie man, manche werden mich steinigen, auf Peter Gabriel's 'Scratch My Back' hört. Williams singt das Material mit viel Herzblut und das London Session Orchestra war mit hörbar viel Elan und Spaß bei der Sache. So wird aus dem Werk ein kleiner musikalischer Halbedelstein, den ich mir immer wieder mal gerne anhöre. Ein kleines Bonbon ist übrigens das Stück 'When I Was Seventeen', auf dem der Originalgesang Frank Sinatra's mit Erlaubnis seiner Familie für die letzten beiden Strophen eingemischt wurde. Mein persönlicher Anspieltip aber ist 'Things', eine witzige Uptempo-Nummer mit Jane Horrocks, die hier so süßlich singt, dass man fast Zahnschmerzen bekommen könnte ;).


Scenes from the Southside
Scenes from the Southside
Preis: EUR 12,91

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Perfekt, 20. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Scenes from the Southside (Audio CD)
Soll sich keiner beschweren, es gebe heute keine anständige Musik mehr. Man stöbere einfach in den Archiven der Musikgeschichte und stößt auf massenweise zeitlose Klassiker, so z.B. Bruce Hornsby's Scenes From The Southside. Perfekter Pop, angemischt mit leichtem Jazz, wenn letzteres auch nicht so ausgeprägt vorhanden ist wie etwa auf "Harbor Lights" (auch zum Niederknien!). Selten hat man Gelegenheit, einem Album lauschen zu dürfen, auf dem man das Gefühl hat, dass jeder Drumtakt, jeder Klavierplinker und so weiter und so fort so gnadenlos stimmig und punktgenau platziert ist wie hier. Aber von Langeweile keine Spur, auch nach dem 50. Durchhören wirkt dieses Album auf mich frisch wie beim 1. Antesten.

Wer dieses Album und überhaupt das Werk Hornsbys nicht kennen gelernt hat, bevor er sich von dem öden Harfengeklimper der himmlischen Heerscharen foltern lassen muss, ist selber Schuld.


Kein Titel verfügbar

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Miserable Bildqualität, 5. Juni 2008
Das Genesis-Konzert im Lyceum-Ballroom von 1980 ist mittlerweile legendär. Die Setlist war sehr gut, die Stimmung ebenfalls und die Band in Hochform, wenngleich leider besonders ,Deep In The Motherlode' meiner Ansicht nach miserabel interpretiert wurde. Sei es drum, die ,Duke-Suite', die gleichzeitig die besten und einzig guten Songs des gleichnamigen Albums, Turn It On Again' einmal ausgenommen, kommt bombig rüber, dasselbe gilt für die großen Klassiker, in etwa ,In The Cage/Slippermen-Medley', ,Afterglow', ,Dance On A Volcano', ,Los Endos' etc. Leider ist die optische Qualität der Aufnahme miserabel, bei spärlicher Beleuchtung sind manchmal nur kleine, verschwommene Farbtupfer auf dem Bild zu erkennen. Der Vergleich mit der Zusammenfassung des Konzertes, die in der Old Grey Whistle Show" zu sehen war und nun auf der Bonus-DVD des ,Duke'-Albums offiziell erhältlich ist, zeigt, dass aus dem Bildmaterial einiges herauszuholen ist, dasselbe gilt für die Tonqualität, Es handelt sich allerdings bei der angebotetenen DVD nicht um eine offizielle Veröffentlichung, sondern lediglich um ein schlechtes Bootleg, das vielleicht für Fans aufgrund seines dokumentarischen Charakters interessant ist, jedoch illegal ist, was vollkommen zu Recht verfolgt wird. Ich hoffe, gerade aufgrund der guten Setlist, dass das gesamte Konzert irgendwann einmal audiovisuell remastered verfügbar sein wird.


Porcupine Tree - Arriving Somewhere [2 DVDs]
Porcupine Tree - Arriving Somewhere [2 DVDs]
DVD ~ Porcupine Tree

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Referenz der aktuellen Band-Phase, 20. Februar 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Am 11. und 12. Oktober 2005 gastierten Porcupine Tree im Rahmen ihrer Tour zum Album 'Deadwing' im Park West in Chicago, wo die vorliegende DVD aufgenommen wurde.

Wer die Band kennt, weiß, dass sie sich im Verlaufe ihrer Karriere musikalisch sehr verändert hat. Drängte sich zu Beginn der Vergleich mit Pink Floyd noch förmlich auf, so ist der Sound der Band deutlich härter geworden und greift auch des öfteren Stilelemente des Hardrock und Heavy Metal auf. Live wird dieser Stilwechsel äußerst konsequent umgesetzt, so finden sich auf dieser DVD ausschließlich Songs von ''In Absentia'' und 'Deadwing', lediglich 'Even Less' und 'Don't Hate Me' vom Album 'Stupid Dream', sowie 'Hatesong', welches der Platte 'Lightbulb Sun' entstammt, wurden zusätzlich in die Setlist mit aufgenommen.

Freunde anspruchsvoller, harter Musik werden an dieser DVD sicher ihre Freude haben. Die Musik wird von knackigen Riffs geprägt, die sich mit Keyboard-Elementen abwechseln, zwischen schwebender Melancholie und erdiger Rockmusik hin- und herpendelnd, zeigt sich die meist unterschätzte Band dieses Planeten von ihrer besten Seite und sticht jede einzelne Combo, die sich in den Charts befindet, sowieso locker aus. Dennoch, es wäre schön gewesen, wenn auch Material früherer Alben stärkere Berücksichtigung gefunden hätten, in vorliegender Form ist die Setlist bisweilen etwas 'anstrengend'. Ein weiterer Kritikpunkt ist leider das Bildmaterial, das des öfteren etwas farbverfremdet und mit artifiziellen Elementen wie Kratzspuren etc. versehen wurde, was oft den Eindruck erweckt, ein langes Musikvideo statt eines Konzertmitschnittes zu sehen.

Auf der zweiten DVD finden sich die Tracks 'Futile' und mit 'Radioactive Toy', sowie der Promo-Clip zum Song 'Lazarus'. Des weiteren sind die Live-Filme zu drei Songs zu sehen.

Insgesamt bietet die DVD also einen sehr guten Querschnitt durch das Schaffen der 'neuen' Porcupine Tree. Wer an Livematerial der ebenfalls großartigen früheren Phasen der Band interessiert ist, dem sei zu den Alben 'Coma Divine - Live In Rome' und 'Warszawa' geraten.


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