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Rezensionen verfasst von
Konrad Geyer "kommentarblog.wordpress.com" (Sidi Ifni)

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Drei Seiten für ein Exposé - Schreibratgeber
Drei Seiten für ein Exposé - Schreibratgeber
von Hans Peter Roentgen
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,90

13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Weder/Noch, 29. Mai 2011
Das Buch ist hilfreich, letztendlich steht aber wenig Neues drin. Der Autor behandelt das Exposé als Mikrokosmos des ganzen Textes und damit hat er recht. Hinter Problemen im Exposé vermutet er Probleme im Großtext und rät Autoren, dieses Potential zu nutzen.
Die Beispielexposés sind tatsächlich fast alle aus der Genre-Literatur, meiner Meinung nach aber hilfreich, auch wenn man keine Fantasy, Sience Fiction, Historienschmöker oder Liebesromane schreibt. Daher: Empfehlenswert, aber nicht zwingend.


Simon werner a disparu [FR Import]
Simon werner a disparu [FR Import]
DVD ~ Jules Pelissier

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Gus Van Sant-Rip-Off, 29. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: Simon werner a disparu [FR Import] (DVD)
Generell gehe ich davon aus, dass Projekte, an denen Sonic Youth oder Mitglieder der Band beteiligt sind, Qualität haben. In dieser Hinsicht enttäuscht dieser Film. Er ist nicht grottenschlecht, aber unnötig. Er portraitiert das Leben von ein paar französischen Teenagern Anfang der Neunziger, zwischen Schule und typischen Klassen-Partys, und wurde durch einen uninspirierten Mord aufgepeppt. Phasenweise ist das unterhaltsam, Phasenweise langweilig. Das würde jedoch nicht weiter stören, wenn der Regisseur sich in Bildsprache und Erzählweise nicht gar so dreist bei Gus Van Sants "Elephant" und "Paranoid Park" bedient hätte. So bleibt ein ranziger Geschmack und Lust, sich einmal wieder eines der Originale anzuschauen. Comme c'est dommage!


Verlass die Stadt
Verlass die Stadt
Preis: EUR 9,49

11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen unglaublich gegenwärtig!, 23. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Verlass die Stadt (Audio CD)
ehrlich, viel musik ist unterwegs, viel gute musik. aber nichts, das wirklich neu und besonders und zwingend wäre. dann aber gustav- die musik ist schwer zu greifen. einiges kommt zusammen, das so erst jetzt und heute möglich ist: vielschichtes lofi-homerecording, reife beebs & bloobs, trauermarsch und klassischer songwriterpop. die texte pendeln zwischen widerstand und poesie, geraten hier und da nah ans peinliche, aber bekommen immer noch die kurve.
ein stimmiger soundtrack der gegenwart. wenn es eine referenz zur orientierung geben sol, dann fällt mir der filmemacher michel gondry ein. kann man machen, oder?!


Taxi: Roman
Taxi: Roman
von Karen Duve
  Gebundene Ausgabe

6 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen 15 Jahre Taxifrust, 15. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Taxi: Roman (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch ist zeitgeschichtlich sicher interessant. Sozusagen als Ethnografie einer prekären Unternehmerkultur. Aber als Roman taugt es nur leidlich. Ich habe mich nur zugetextet gefühlt. Hier hat sich jemand 15 Jahre Taxifrust von der Seele geschrieben. Immer wenn man der Hauptprotagonistin sehr nahe kommt, kann man den Atem der Autorin hören. Das ist schade. So ist es nur eine Sammlung teilweise lesenswerter Fallbeispiele, um die angestrengt ein Roman konstruiert wurde.


Lydia Daher
Lydia Daher
Preis: EUR 12,99

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tapfere deutsche Fadotänzerin, 17. August 2008
Rezension bezieht sich auf: Lydia Daher (Audio CD)
Dahers Lieder könnten traditioneller nicht strukturiert sein: Vers, Refrain, Vers, Refrain. Basierend meist auf einer simplen Akkordfolge, die im Lagerfeuerrythmus auf einer Gitarre geschreddelt wird und einem Beat, der eher nach Dorftanzkapelle als Diskoteer klingt. Aber was am Ende herauskommt, ist groß, macht mal spaß und mal nachdenklich, und ist überraschend resistent gegen Abnutzung. Diese Songs sind überragend getextete Popsongs, die, von der Erinnerung abgespielt, schnell nach massivem Stadionpop klingen. Fast erschreckend, wenn man dann zum lo-fi-sound der tatsächlichen Aufnahmen zurückkehrt.
Funny van Dannen, ein anderer künstler vom Trikont-Label, wurde mittlerweile von den Toten Hosen abgeworben und versorgt die mit songs, weil dem gereiften Campino, potzblitz, keine albernen Texte mehr einfallen wollen. Bleibt zu hoffen, dass Lydia nicht das selbe Schicksal ereilt. Eine erschreckende Vorstellung, 70000 Fans mit Halbglatze und Waschbärbauch, die "Jenseits von richtig und falsch, gibt es einen Ort, komm wir treffen und dort" grölen.

Nur der Fadotanz in "Im Fadenkreuz des Fado" will mir nicht runter. Aber das ist wohl Pedanterie. Ich nehme es als künstlerische Freiheit hin, Prinzip Pumuckl, "denn was sich reimt, ist gut". Stimmt schon, Diskofox und Fadenkreuz machen zusammen nicht halb so viel her. Dann ist Brigitte eben die erste, die den traurigsten aller Gesänge tanzt. Vielleicht werden sich ja alle, die das Album hören, Brigitte anschließen und in einigen Jahren wird in Wikipedia zu lesen sein, "Fado- Modetanz - Seine Ursprünge liegen in Augsburg"...


Lichte Stoffe: Roman
Lichte Stoffe: Roman
von Larissa Boehning
  Gebundene Ausgabe

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Viel Lärm um weniges, 15. August 2008
Rezension bezieht sich auf: Lichte Stoffe: Roman (Gebundene Ausgabe)
"Lichte Stoffe" wird hier und in der Presse abgefeiert und mit Preisen behängt. Ich will mich dem nicht anschließen. Selbstverständlich, das Buch packt den Leser und zerrt ihn zu seinem Ende und das ist einiges, aber macht es schon einen guten Roman?
Ich fand den Text blendend im eigentlichen Sinne des Wortes. Er macht etwas vor, das er nicht ist, von der ersten bis zur letzten Zeile. Schon der Anfang wirkt, als hätte die Autorin versucht, ihrem Studium der Kunstgeschichte doch noch etwas Positives abzugewinnen und ein Referat über die Verwendung des Lichts bei Turner einem Pappgesellen in grauem Tweed in den Mund geschoben, der den Leser mit kunsthistorischen Eckdaten versorgt. Das hätte es bestimmt elegantere Möglichkeiten gegeben, aber ich wäre stillschweigend darüber hinweg gegangen, hätte daran nicht diese unterirdische Arbeitslosenschmonzette angeschlossen: Der brave deutsche Angestellte, den keiner mehr braucht und den die Brust schmerzt, "wie sie es bei einem Abschied tut, den man mit aller Kraft hatte verhindern wollen". "Ach so" denke ich. "So also schmerzt ihn die Brust" und lese schnell weiter. Es wird aber kaum besser. Sätze, die zunächst einen poetischen Eindruck erwecken, aber hohl nachklingen, wenn man dagegen klopft. Auf den ersten Blick machen die lichten Stoffe Eindruck, aber sie tragen sich nicht angenehm.
Einen Laptop macht Boehning zum barocken Fetisch: "Eine mattglänzende Oberfläche gefrorenen Eises, in der ein angebissener Apfel lag"'- Ist das ein sprachmächtiges Bild oder gequirlte Scheiße? Es folgen ein Nikestore in Las Vegas, ein Trip in die Wüste, eine Liebelei auf Mallorca, alte Männer beim Kriegsspiel, ein Hipsterkünstler in Berlin, alles angestrengt miteinander verflochten. "Sie wollte in keiner Vorahnung gleich zurückkehrender Verlorenheit an der Bettkante lehnen'" schreibt Boehning und ich frage mich, wer will das schon, bzw.: Was hat das zu bedeuten?
Ich habe nichts gegen ambitionierte Literatur, folge gerne Fäden, die vermeintlich unverwandte Themen verknüpfen, aber ich will keine Sätze lesen, die sich um sich selber drehen. Ich halte Larissa Boehning für eine gute Autorin. Es könnte zauberhaft sein, wie die einzelnen Episoden den schönen Titel umkreisen und mit immer neuem Material füllen. Aber warum hat hier keiner die Baugerüste abgebaut und dem Konstrukt selbst vertraut? Die Darlings aus dem Weg geräumt? Warum so viel Lärm um so weniges?


Album No.1
Album No.1

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nach oben offen..., 15. August 2008
Rezension bezieht sich auf: Album No.1 (Audio CD)
Ohne Frage ist Johanna eine der eigenwilligsten und talentiertesten Musikerinnen, die auf deutschen Bühnen unterwegs ist. Den Groove, den sie mit ihrer Stimme und ihrer Gitarre zaubert, bekommen andere mit einer ganzen Armee von Percussionisten nicht zustande. Ihre besten Lieder sind simpel und klar, reduziert auf Weite und Tiefe, große Kunst.
Schade ist, dass die Texte manchmal absacken. Die Konsumkritik im Opener, oder "Hallo Leben, was kannst du mir geben" brechen mit der vorherrschenden Doppelbödigkeit und Feinsinnigkeit, erinnern an silbermondsche Befindlichkeitslyrik, klingen so infantil, wie es die schreckliche Coverillustration befürchten lässt. Aber trotzdem bleibt unterm Strich großer POP und die Hoffnung auf großartige Songs und Alben in der Zukunft. Kaufen.


Der schwarze Stern der Tupamaros
Der schwarze Stern der Tupamaros
von Gerhard Seyfried
  Gebundene Ausgabe

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Hennahaar und Kuschelsex, 15. August 2008
Gerhard Seyfried verfügt über beachtliches Erinnerungsvolumen und hat einen Roman über die wilden Siebziger in der BRD geschrieben... "München- Schwabing, Ende Januar 1974... der Demonstrationszug zieht durch die Theresienstraße... zieht durch die Amalienstraße auf die Theresienstraße zu... Ludwigstraße... eine der Hauptverkehrsadern aus der Innenstadt nach Norden... beim Siegestor wird aus ihr die Leopoldstraße... über den Oskar-von-Miller-Ring... die Demo ergießt sich in die Ludwigstraße..." … damit geht es los. Der Autor beugt sich tief über seinen Falkplan und verbalisiert ihn pedantisch, vermischt den Text, den er so generiert mit Diskursen über politische Zusammenhänge und ethnografischen Beschreibungen der Protagonisten – abgewetzte Lederjacken, schulterlange Hennahaare, lila Halstücher... so weit, so durchwachsen. Aber trotzdem ist es dem Autor gelungen, mich ins Geschehen zu zerren. Ich erlebte die beschriebene Zeit nur über den Rand meines Kinderwagens, noch dazu in der Provinz, vieles war neu für mich, anderes unangenehm vertraut aus meiner eigenen Adoleszenz.

"Schön und gut Seyfried" höre ich den Lektor von hinter den Zeilen dem Autor zurufen, "Deine Erinnerungen sind nahezu lückenlos. Du warst dabei, das hat Authenzität, das gefällt, aber, die Leser da draußen, Seyfried, die bräuchten da noch was mehr. Irgendetwas. Kannst du nicht eine Liebesgeschichte einbauen? So was kommt immer gut!"
Seyfried schickt Jenny ins Rennen. Sie beschert dem Protagonisten auf Anhieb "ein leichtes Kribbeln in der Nackengegend". Später trifft sie sich mit ihm. Die Beiden diskutieren, trinken Tee, löffeln und kuscheln. Miteinander, getrennt voneinander, durcheinander. Jenny hat mysteriöse Kontakte, Fred ahnt hier und da was. Jenny lädt ihre Kanone, Fred baut sich einen Joint. Seyfried sagt, sie lernen sich "Lieben". Mit der emotionalen Tiefe eines Pornofilmes. Fred ist neurotisch und verklemmt, weit entfernt von sexueller Befreiung, bis es, auf Seite 269, endlich so weit ist: "Sie lieben sich in hellem Mondschein" (immerhin nicht "Mondenschein"!)

Wäre da etwas mehr Distanz, weniger Siebzigermief, hätte der Autor die Liebesgeschichte als solche ernst genommen, das Buch wäre gut. So ist es aber nicht mehr, als ein unausgegorenes, stellenweise durchaus interessantes Erinnerungsbuch. Schade!


Zwischen den Zeiten
Zwischen den Zeiten
von Kate Thompson
  Gebundene Ausgabe

13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Sparen sie sich ihre Zeit für etwas anderes!, 13. August 2008
Rezension bezieht sich auf: Zwischen den Zeiten (Gebundene Ausgabe)
Kate Thompson nimmt traditionelle irische Erzählungen und transformiert sie zu einer gegenwärtigen Geschichte, einer Analogie über die Kunst des Müßiggangs und die Hast der Gegenwart. So weit nicht schlecht. Leider krankt der Roman aber selbst an dem Thema, das er anprangert: Von der ersten bis zur letzten Seite hastet er zu einer Auflösung. Aufdringlich drückt die Autorin Hinweise und Zeichen, die auf das Ende deuten, in die Geschichte, Dialoge und kleine Szenen sind lieblos aneinander geflickt, es fehlen Raum und Ruhe, in denen sich Atmosphäre und Tiefe entwickeln können. Das ist schade. Das Grundkonzept wäre nicht schlecht. Die Geschichte könnte Spaß machen und inspirieren, sich zurückzulehnen. In ihrer angestrengten Kurzatmigkeit ist sie aber nicht mehr, als ein Loch, durch das die Zeit des Lesers davonläuft. Ich empfehle zum Thema Zeit lieber Fritz Mühlenwegs "In geheimer Mission" zu lesen. Das ist zwar anders und dicker, aber "in der Eile liegen die Fehler" '


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