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Rezensionen verfasst von
Datenfeder (Baden Württemberg)

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Valiant Hearts: The Great War [PC Uplay Code]
Valiant Hearts: The Great War [PC Uplay Code]
Preis: EUR 10,97

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wackere Herzen in bewegten Zeiten, 29. Juni 2014
Valiant Hearts („Wackere Herzen“) ist ein 2D, Point and click/Rätsel-Adventure von Ubisoft.
Darin geht es um geschichtliche Vorfälle aus dem 1. Weltkrieg, die durch fünf spielbare Charaktere durchlebt werden. Jeder der Figur haben besondere Fähigkeiten, die sie zeitweise kooperativ einsetzten müssen um Aufgaben in verschiedenen Abschnitten zu lösen. So die Kurzfassung.

Atmosphäre/Sound/Story:

Das schöne an dem Spiel ist seine Darstellung der Figuren, Spielwelt und deren Hintergründe, welche aus einfachen Rätseln viele Emotionen herauslocken. Es geht um politische Konflikte, Freundschaft, Liebe, Leid, den Tod, der Gewinn, um moralische Bedenken, wie den Einsatz von Nervengas oder der bloße Wahnsinn dieser unruhigen Zeit. Der deutschsprechende Erzähler macht seine Arbeit sehr gut und auch vereinzelte Dialoge sind gekonnt umgesetzt worden. Meist aber wird viel mit Lautmalerei, Sprechblasen und vor allem Bildgewalt dargestellt. Mit dem zeitgenössisch, gezeichneten Stil des Spiels ist das gut vereint worden.
Eine klare Linie zwischen Trauer, Ernst und Witz ist aber nicht immer zu finden. Das ist zwar in Kriegszeiten verständlich, dennoch auch zeitweise nicht immer nachvollziehbar. Die Geschichte selbst ist erfrischend anders, bewegend und motiviert bis zum Ende.
Mit geschichtlichen Einblendungen und sammelbaren Objekten bleibt man zudem zu den Hintergründen auf dem Laufenden.

Die Musik im Spiel ist sehr gefühlvoll gestaltet und passt zu den jeweiligen Momenten. Sie ist sehr klavierlastig und gibt die emotionalen Befinden der Figuren treffend wieder.

Gameplay:

Die Steuerung geht meist gut von der Hand, ich selbst spielte mit Controller. Leider hatte ich zeitweise kleine Bugs/Aussetzer, in dem Spielfiguren hängen blieben oder vorgesehene Ereignisse nicht stattfanden. Auch wurden nicht immer alle Steuerbefehle richtig erkannt. Die Aufgaben im Spiel und die Levels sind aber abwechslungsreich gestaltet. Von Erstürmungen, bis hin zu Schleichpassagen ist alles vertreten. Vor allem die Fahrlevels und die Bosskämpfe haben mir gefallen. Der Schwierigkeitsgrad bleibt fair und lässt sich auch für Profis erschweren.

Technik:

Der Stil des Spiels ist seine stärke, die Kameraführung leider nicht immer. Manches wirkt kurzeitig grob „gezeichnet“, dass ist aber zu verschmerzen. Im Detail steckt viel Liebe drin und die Figuren, vor allem der spielbare Hund, wächst durch ihre Darstellung schnell ans Herz. Das Spiel läuft flüssig und hat mit Grafikpracht mancher Blender nichts am Hut.

Fazit:

Mutig, mutig. Das muss man sagen. Solch ein Thema als Spiel aufzugreifen und mal mit viel Emotion umzusetzen. Erzählerisch hat mich diese Spiel meist sehr bewegt und ergriffen. Die Geschichte der Personen, welche von echten Kriegsbriefen inspiriert wurden, geht ans Herz. Mehr Mut bei den Rätseln und dem Gameplay hätte aber noch drin sein können.

Story: 9 von 10
Atmosphäre: 10/10
Gameplay: 07/ 10
Sound: 09/10
Grafik und Technik: 07/10

Gesamt: 8,4 von 10 Punkten

Zusammengefasst ist dieses Spiel ein großartiger Beweis, das auch ein kleines, günstiges, mit eigenem Stil und mutig andersartiger Erzählweise/Thema Spiel, positiv und nachdenklich im Gedächtnis bleiben kann. Wer sich darauf einlässt, wird sich berühren lassen und die wackeren Herzen vielleicht am Ende dieser bitteren Zeit, auch in seiner Brust schlagen spüren.

Schlussendlich bietet Valiant Hearts für den niedrigen Preis, eine emotionale Reise für die Seele, mit solidem Gameplay.


Wolfenstein: The New Order - [PlayStation 4]
Wolfenstein: The New Order - [PlayStation 4]
Preis: EUR 49,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Wolf ohne Schafspelz, 31. Mai 2014
Der Wolf ohne Schafspelz

Wolfenstein: The New Order ist ein Nachfolger, den die Serie dringendst brauchte, gerade die letzten Teile waren mau und konnten nur noch durch Gewaltdarstellungen auffallen. W. spielt in einer fiktiven Zeit in dem das deutsche Regime die Weltherrschaft durch übermächtige Technologie erlangt hat. Dabei gilt es General Totenkopf und dessen Gefolge zu erledigen.

Story/Atmosphäre:

Die Geschichte ist für einen solchen Shooter kreativ und ausgefallen. Dennoch sollte man keine tiefen Charakterzeichnungen oder Wendungen erhoffen. Die Regie ist gut gewählt, auch wenn einzelne Story abschnitte wie angeheftet wirken, tragen sie sehr gut zur Atmosphäre bei. Die Slapstick -Einlagen hätte man aber passender einarbeiten können. Die Mischung zwischen ernst und witzig wird nicht jedem passen. Die Schauplätze sind abwechslungsreich, auch wenn die Levels größtenteils sehr schlauchig gehalten werden. Insgesamt hat mich die Story sehr motiviert immer weiter zu spielen und hebt sich angenehm vom Einerlei ab. Die Darstellung der Welt selbst bleibt meist grau und kühl (Beton gefolgt von Beton), dennoch sind die Schauplätze, soviel sei verraten, sehr abwechslungsreich.

Gameplay und Grafik:

Vorweg, das Spiel gehört nicht in Kinderhände!!! W. bietet keinen Multiplayer, der Einzelplayer ist aber sehr gelungen. Die Steuerung ist größtenteils sehr präzise. Gerade bei Minispielen, bei denen man Schlösser knackt, geht dies gut von der Hand. Das Deckung nehmen dagegen, klappt nicht immer genau, ist fummelig. Auch das manuelle aufnehmen von Munition und Rüstung kann nerven. Die Waffen sind Standards (Sturmgewehr, Pistole,usw.), bis auf eine Laserwaffe, die gleichzeitig auch als Schneidewerkzeug dient. Man kann die Waffen aufbessern in dem man Vorteile freischaltet oder Waffenstücke in Levels findet, das motiviert. Auch zweihändiges Waffentragen ist vorhanden und lässt sich ausgereift Händeln. Das besondere an W. ist sicherlich die Lebensanzeige, die noch mit medipacks funktioniert. Sie kann sich je nach Schwierigkeitsgrad aufladen lassen und durch freischaltbare Vorteile oder Rüstungen aufgebessert werden. Je nach Kampfstil, ist es also möglich individuell seine Fähigkeiten auszubauen. Die Schwierigkeitsgerade sind ebenfalls sehr fair und für jedermann sicher passend einzurichten. Später kann man noch weitere Schwierigkeitsgrade freischalten, das motiviert. Die Gegner-KI überbietet die Intelligenz der derzeitigen Shooter-Kollegen (suchen Deckung, Flankieren, sprechen sich ab,…), aber auch hier sind große Aussetzer an der Tagesordnung (Gegner schießen sich mit eigener Granate um oder reagieren nicht/unlogisch. In Schleichpassagen muss man Kommandanten erledigen, die per Funk sonst Verstärkung rufen. Das ist Mal was anderes und so gesehen eine gute Idee. Schade nur, dass tatsächlich bis zu ihrem Dahinscheiden, unendlich Gegner kommen. Sowas nervt und es ist dann einfach doch zu unrealistisch.
Die Technik überzeugt, auch wenn einzelne Texturen sehr verwaschen daherkommen. Dieses Spiel ist wie aus einem Guss gemacht und das Design überzeugt. Interessanter Weise ist mir aufgefallen, das manche Level wirklich sehr eng gestaltet wurden und dem Begriff Schlauchlevel alle Ehre machen.
Die Welt selbst wirkt authentisch. Die Architektur, sowie das Art-Design der Gegner ist mit viel Liebe im Detail gestaltet worden. Eine Mischung aus den 60ern und der Modernen. Einfach kantig, mechanisch, dreckig, gepaart mit Ordnungsverständnis des Regimes. Überall laufen Skripts ab, man findet Zeitungsartikel und Dokumente, hört Gespräche ab. All dies schafft einen lebendigen Hintergrund.

Sound:

Nun ja, der Sound des Spiels ist grundlegend gut. Die deutsche Synchro ist soweit in Ordnung, vor allem der Hauptcharakter überzeugte. Die Übersetzungen sind ebenfalls OK, witzig wie deutsche Worte für Namen (General Strasse) und Firmen (MAPE) dabei herhalten müssen. Schade das es den Waffen an Wumms fehlt und Dialoge leide zu leise abgemischt wurden. Untertitel sind da schon Pflicht. Ich hatte sogar zeitweise Soundhänger/-Aussetzer.

FAZIT:

W. ist nicht DER Shooter, aber es ist ein tolles Wolfenstein- geworden. Das Entwicklerstudio hat viel Liebe ins Detail gesteckt. Das merkt man der Spielwelt, der Geschichte und der gebotenen Abwechslung an. Es vereint Altmodisches mit Neuem, viel Bewährtes, was bei anderen Shootern mich schon zeitweise nervt wurde hier gut in eine motivierende Story verpackt und überzeugt so wieder auf Neue. Die Steuerung geht größtenteils gut von der Hand. Der Sound könnte besser sein. Mehr Mut zu neuen Waffen und mehr Überlegungen bei den Levels mit den Kommandanten würde mir mehr zusagen. Ein guter Neustart der Serie, mit hohem Niveau und dennoch Luft nach oben.

Story: 9 von 10
Atmosphäre: 10/10
Gameplay: 08/ 10
Sound: 07/10
Grafik und Technik: 08/10

Gesamt: 8,4 von 10 Punkten


Wolfenstein : The New Order - [Xbox One]
Wolfenstein : The New Order - [Xbox One]
Preis: EUR 39,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Wolf ohne Schafspelz, 31. Mai 2014
Der Wolf ohne Schafspelz

Wolfenstein: The New Order ist ein Nachfolger, den die Serie dringendst brauchte, gerade die letzten Teile waren mau und konnten nur noch durch Gewaltdarstellungen auffallen. W. spielt in einer fiktiven Zeit in dem das deutsche Regime die Weltherrschaft durch übermächtige Technologie erlangt hat. Dabei gilt es General Totenkopf und dessen Gefolge zu erledigen.

Story/Atmosphäre:

Die Geschichte ist für einen solchen Shooter kreativ und ausgefallen. Dennoch sollte man keine tiefen Charakterzeichnungen oder Wendungen erhoffen. Die Regie ist gut gewählt, auch wenn einzelne Story abschnitte wie angeheftet wirken, tragen sie sehr gut zur Atmosphäre bei. Die Slapstick -Einlagen hätte man aber passender einarbeiten können. Die Mischung zwischen ernst und witzig wird nicht jedem passen. Die Schauplätze sind abwechslungsreich, auch wenn die Levels größtenteils sehr schlauchig gehalten werden. Insgesamt hat mich die Story sehr motiviert immer weiter zu spielen und hebt sich angenehm vom Einerlei ab. Die Darstellung der Welt selbst bleibt meist grau und kühl (Beton gefolgt von Beton), dennoch sind die Schauplätze, soviel sei verraten, sehr abwechslungsreich.

Gameplay und Grafik:

Vorweg, das Spiel gehört nicht in Kinderhände!!! W. bietet keinen Multiplayer, der Einzelplayer ist aber sehr gelungen. Die Steuerung ist größtenteils sehr präzise. Gerade bei Minispielen, bei denen man Schlösser knackt, geht dies gut von der Hand. Das Deckung nehmen dagegen, klappt nicht immer genau, ist fummelig. Auch das manuelle aufnehmen von Munition und Rüstung kann nerven. Die Waffen sind Standards (Sturmgewehr, Pistole,usw.), bis auf eine Laserwaffe, die gleichzeitig auch als Schneidewerkzeug dient. Man kann die Waffen aufbessern in dem man Vorteile freischaltet oder Waffenstücke in Levels findet, das motiviert. Auch zweihändiges Waffentragen ist vorhanden und lässt sich ausgereift Händeln. Das besondere an W. ist sicherlich die Lebensanzeige, die noch mit medipacks funktioniert. Sie kann sich je nach Schwierigkeitsgrad aufladen lassen und durch freischaltbare Vorteile oder Rüstungen aufgebessert werden. Je nach Kampfstil, ist es also möglich individuell seine Fähigkeiten auszubauen. Die Schwierigkeitsgerade sind ebenfalls sehr fair und für jedermann sicher passend einzurichten. Später kann man noch weitere Schwierigkeitsgrade freischalten, das motiviert. Die Gegner-KI überbietet die Intelligenz der derzeitigen Shooter-Kollegen (suchen Deckung, Flankieren, sprechen sich ab,…), aber auch hier sind große Aussetzer an der Tagesordnung (Gegner schießen sich mit eigener Granate um oder reagieren nicht/unlogisch. In Schleichpassagen muss man Kommandanten erledigen, die per Funk sonst Verstärkung rufen. Das ist Mal was anderes und so gesehen eine gute Idee. Schade nur, dass tatsächlich bis zu ihrem Dahinscheiden, unendlich Gegner kommen. Sowas nervt und es ist dann einfach doch zu unrealistisch.
Die Technik überzeugt, auch wenn einzelne Texturen sehr verwaschen daherkommen. Dieses Spiel ist wie aus einem Guss gemacht und das Design überzeugt. Interessanter Weise ist mir aufgefallen, das manche Level wirklich sehr eng gestaltet wurden und dem Begriff Schlauchlevel alle Ehre machen.
Die Welt selbst wirkt authentisch. Die Architektur, sowie das Art-Design der Gegner ist mit viel Liebe im Detail gestaltet worden. Eine Mischung aus den 60ern und der Modernen. Einfach kantig, mechanisch, dreckig, gepaart mit Ordnungsverständnis des Regimes. Überall laufen Skripts ab, man findet Zeitungsartikel und Dokumente, hört Gespräche ab. All dies schafft einen lebendigen Hintergrund.

Sound:

Nun ja, der Sound des Spiels ist grundlegend gut. Die deutsche Synchro ist soweit in Ordnung, vor allem der Hauptcharakter überzeugte. Die Übersetzungen sind ebenfalls OK, witzig wie deutsche Worte für Namen (General Strasse) und Firmen (MAPE) dabei herhalten müssen. Schade das es den Waffen an Wumms fehlt und Dialoge leide zu leise abgemischt wurden. Untertitel sind da schon Pflicht. Ich hatte sogar zeitweise Soundhänger/-Aussetzer.

FAZIT:

W. ist nicht DER Shooter, aber es ist ein tolles Wolfenstein- geworden. Das Entwicklerstudio hat viel Liebe ins Detail gesteckt. Das merkt man der Spielwelt, der Geschichte und der gebotenen Abwechslung an. Es vereint Altmodisches mit Neuem, viel Bewährtes, was bei anderen Shootern mich schon zeitweise nervt wurde hier gut in eine motivierende Story verpackt und überzeugt so wieder auf Neue. Die Steuerung geht größtenteils gut von der Hand. Der Sound könnte besser sein. Mehr Mut zu neuen Waffen und mehr Überlegungen bei den Levels mit den Kommandanten würde mir mehr zusagen. Ein guter Neustart der Serie, mit hohem Niveau und dennoch Luft nach oben.

Story: 9 von 10
Atmosphäre: 10/10
Gameplay: 08/ 10
Sound: 07/10
Grafik und Technik: 08/10

Gesamt: 8,4 von 10 Punkten


Call of Juarez: Gunslinger
Call of Juarez: Gunslinger
Wird angeboten von skgames
Preis: EUR 12,99

24 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen harte Eastwoodsprüche zwischen Comiclook und Punktejagt, 25. Mai 2013
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Call of Juarez: Gunslinger (Computerspiel)
Call of Juarez: Gunslinger ist der aktuelle Teil der Westernshooterreihe. Während der Vorgänger „The Cartel“ wenig erfolgreich in der Moderne angesiedelt wurde, ist man mit dem jetzigen wieder zurück zu alten Westerntugenden gelangt. Oder?

//Story//

Ja, CoJ ist ein Shooter, Storys sind bekannter maßen hier oft wenig bedeutend. Die Story selbst ist einfach und doch in einem Ideenpunkt eben …einfach… genial.
Ihr spielt einen scheinbaren Trunkenbold namens Greaves, der in einem Saloon von seinem Rachefeldzug erzählt. Die Zwischensequenzen werden meist in Zeichnungen abgebildet. Viel wichtiger sind die Dialoge der sehr guten Sprecher, die in den eigentlichen Missionen Einfluss auf deren Verlauf haben. So kann es sein, dass während einer Schusseinlage die Zeit anhält und im Hintergrund die Beteiligten diskutieren, so wird auch mal kurzerhand die Mission zurückspulen und auf andere Weise erzählen. Dabei werden geschickt viele Wiederholungen versteckt und einfache Levelaufbauten erklärbar gemacht. Gibt es z.B. grad keinen Ausweg, erzählt sich der Sprecher diesen zu Recht, wenn es eben so weit ist und man kann als Spieler im Level plötzlich weiter gehen.
Das ermöglicht einen fließenden Spielablauf, der trotz begrenzter Technik, durch seine unvorhersehbaren Wendungen motiviert. Klar sei hier aber auch gesagt: Ein Roman werdet ihr hier nicht finden, eher ein Westernfilm alter Schule, verpackt in arcadelastigen Shootereinlagen.
Will man zusätzlich etwas über geschichtliche Hintergründe herausfinden, empfiehlt es sich, versteckte Gegenstände zu finden, die zur Belohnung weitere Infos preisgeben.
Zwischendrin gibt es dann spannende Duelle mit großen Bösewichten, die sehr gut umgesetzt wurden.

//Atmosphäre//

CoJ hatte bisher eher einen streng, staubig, heißen Westernstyle. Der jetzige ist da deutlich bunter, schon durch den leichten shaderlook (matte, comicartige Texturen, Welt wirkt teils wie gezeichnet).
Ich konnte mich zunächst nur schwer damit anfreunden, sah es zunächst eher als Lösung für die Entwickler, ein technisch einfaches, kostengünstiges Spiel zu entwickeln, inzwischen stör ich mich weniger daran, da das Spiel an sich, auch mit der Story einen eigenen Stil vorweist.
Vieles wirkt für Fans der Reihe vertraut und doch für Neulinge einsteigerfreundlich. Einzig das Recyceln von vielen Objekten und die doch sehr statische Welt, mit wenigen Interaktionen haben mich teils gestört.
Was mich überrascht hat ist, dass dieser „kleine“ Nachfolger mich teils mehr motiviert hat als seine Vorgänger. Die Entwickler haben sich bemüht aus dem Wenigen was sie zur Verfügung hatten, viel rauszuholen. So kämpft man gegen Indianer, auf einer Eisenbahnbrücke, in einer Stadt, auf einem fahrenden Zug, läuft durch den Sumpf oder eine Geisterstadt. Trotz der Wiederholungen (schieß dich durch) und den immer gleichen Gegnern, merkt man es fast nicht.

Trotz allem bleibt ein kleiner Seufzer: CoJ war mal ein größeres Spiel, da hätte man bei mehr Mut und höherem Budget, seitens der Publisher wieder etwas wagen können. Gerade weil die Entwickler hier aus so wenig, so viel rausgeholt haben, wäre das doch zu überlegen gewesen, Schließlich sind Westernspiele wirklich selten geworden. ...Und spätestens wenn der Held anfängt über den Tod zu sinnieren, singt und man für einen Moment eine so ruhige Landschaft vor sich hat, lauscht man auch mal nur andächtig.
(Dieser Abschnitt fließt aber nicht in meine Wertung mit ein, sondern soll als Anmerkung dienen.)

//Gameplay//

Kurz CoJ funktioniert! Die Shootermechanik ist ausgereift und motivierend. Je nach Treffer bei den Gegnern bekommt man Erfahrungspunkte, die man dann in seine Fähigkeiten investieren kann (z.B. schnelleres Nachladen). Bewaffnung Revolver, Schrottflinte und Gewehre stehen in übersichtlicher Auswahl zur Verfügung. Das Verhalten der Waffen scheint an die damaligen angelehnt und umgesetzt. Hinzu kommt Dynamit, welches zu pädagogisch wertvollen „Diskussionen „ einlädt.
Die Schießeinlagen selbst sind spannend, Deckung suchen ist angesagt. Auf eine Lebensanzeige wurde verzichtet, stattdessen erholt sich der Held nach einer Weile. Mit einem Zeitlupenmodus (bekannt aus Vorgängern) kann man dazu gezielter Schaden verursachen. Es gibt auch Quick time events, bei denen man per Tastenkombination innerhalb einer Zeit viele Gegner erledigt.
Die Gegner selbst treffen gerade in den höheren Schwierigkeitsgraden gut, während ihre KI für einen Shooter auf solidem Niveau steht. Sie suchen Deckung, wechseln die Stellung, bleiben aber eher durch ihre Überzahl gefährlich und sprechen sich leider nicht ab.
Ein Highlight sind die Duelle, die spannend und gut umgesetzt wurden. Dabei muss man seinen Gegner beobachten, die Hände bereithalten und sein Ziel anvisieren. Das Verlangt Geschick, aber bleibt dabei für Anfänger nicht unfair.
All das ist trotz ständigen Wiederholungen von Abläufen und Zielvorgaben gut verpackt und macht Spaß.

//Sound://

Der ist wirklich gut, Waffen knallen wuchtig, die Dialoge sind professionell gesprochen, die Musik passt zur Situation.

//Grafik und Technik//

Tja, das Spiel ist kein Vollpreisspiel mehr, das zeigt auch die Technik. Der leichte shaderlook ist schlicht, aber bunt gehalten, manchmal wurden leider viele Objekte direkt nebeneinander reinkopiert oder wiederholen sich einfach zu oft und doch bleibt alles, vor allem wenn man auf den Preis sieht, auf gutem Niveau. Das Spiel ist keine Grafikwucht, muss sich aber auch mit seinem eigenen Stil nicht verstecken und erfüllt seinen Zweck.

//FAZIT://

Call of Juarez: Gunslinger ist ein kleiner Nachfolger, der ganz groß ist. Es ist kein Spiel, an das ich mich in ein paar Jahren noch erinnern werde, aber es hat mir seinen Reiz und Spaß für den Moment gegeben. Die Idee mit der Erzählweise der Geschichte ist genial und zusammen mit der guten Shootermechanik, den Punktesammeln für seine Fähigkeiten, bietete es bei mir für etwa 5 Stunden sehr gute Unterhaltung.
Wer also mal wieder für zwischendurch in den Wilden Westen ziehen will, dabei Comiclook, Punktejagt und coole Sprüche à la Clint Eastwood nicht scheut, wird hier sehr glücklich werden.

Story: 8 von 10
Atmosphäre: 07/10
Gameplay: 10/ 10
Sound: 09/10
Grafik und Technik: 07/10

Gesamt: 8,2 von 10 Punkten
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 26, 2013 3:55 PM MEST


Metro: Last Light - First Edition - 100% uncut - [Xbox 360]
Metro: Last Light - First Edition - 100% uncut - [Xbox 360]
Wird angeboten von gameware
Preis: EUR 19,99

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Im Düsteren heult es in der Ferne, es ist eng, kalt, ungemüdlich...herrlich, 21. Mai 2013
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Ich atme schwer, meine Uhr piept, gleich ist der letzte Luftfilter leer. Mein Blick geht zur Pistole, noch zwei Schuss und dort hinten im Tunnel wird es nur noch düsterer.
2010 erschien der Vorgänger, Metro 2033, für mich persönlich eine Überraschung, mit kleinen Fehlern. Eine Mischung aus Shooter, Schleichspiel und Survival-Horror. Mit Metro: Last Light folgt nun der 2. Teil vom ukrainischen Entwickler 4A Games, dessen Mitarbeiter auch mit dem Shooter Stalker in Verbindung zu bringen sind.

//Story//

Wer den Vorgänger nicht gespielt hat, sollte dies spätestens danach tun, die Einführung der Geschichte ist jedoch für jedermann gut gelöst worden und fesselt schnell. Man selbst spielt den Ranger Artjom, der schon im 1. Teil die Hauptfigur ist.
Metro spielt im vom Atomkrieg zerrütteten Russland, in dem die Menschen in Moskau unter der Erde nun versuchen zu überleben. Die Oberfläche ist unbewohnbar geworden, Mutationen jagen die Menschen und ein seltsames Volk, die Schwarzen genannt, gelten als Bedrohung für die Überlebenden. Alles wirkt unverbraucht und herrlich ungemütlich. Mehr verrate ich nicht.
//Atmosphäre//
Die Story selbst führt mit vielen Skript-Szenen (vorprogrammierte Vorgänge) und schlauchähnlichen Levels einen strengen roten Faden. Jedoch ist das Schlauchprinzip schon durch die Welt unter der Erde bedingt vorgegeben und gut umgesetzt. Manchmal geht man auch an die Oberfläche, dann aber mit der gut umgesetzten Enge einer Gasmaske um das Sichtfeld herum und begrenzten Filtern, die ausgewechselt werden müssen. Das Spiel bring viel Atmosphäre rüber, gerade in den Metrostationen wird ausgiebig Emotion und Überlebenskampf mit den Bewohnern dargestellt. Die Szenerie wirkt unverbraucht, man merkt dass die Entwickler viel Mühe in die Glaubhaftigkeit ihrer Welt legten und dabei auch Abwechslung bieten wollten. Thematisch wird viel angesprochen und gut umgesetzt: Rassismus, Trauer, Kommunismus, Sex, Freundschaft und Liebe, werden versucht in eine in sich stimmige Welt einzubringen. Nur störte mich persönlich, dass die Liebesgeschichte doch sehr aufgesetzt wirkte und manche Charaktere zu wenig Tiefe zeigen. Dessen ungeachtet sind die Atmosphäre und die Technik, die Stärken von Metro.

//Gameplay//

Metro ist anders, gar ungemütlich und kräftezehrend. Wenn ich mit der Gasmaske unterwegs bin zeigt mir eine Uhr die verbleibende Filterhaltbarkeit an, mein Atem wird schwerer ist dieser bald verbraucht, meine Uhr piept dann und zwischendurch will mein Visier abgewischt werden. Der Spieler ist selten schnell unterwegs, die Steuerung, bedingt durch Ausrüstungen wie Batterieladegerät, Taschenlampe, verschiedenen Munitionsarten, Filteranzeige, Feuerzeug usw. ist umfangreich, aber relativ gut gelöst. Die Anzeigen wurden im Vergleich zum Vorgänger verbessert. Die Grundmechaniken eines Shooters wurden solide umgesetzt. Im Kampf selbst sollte alles vorbereitet sein, da im Auswahlmenü die Zeit nur verlangsamt wird. Generell scheint man die Schwierigkeitsgrade allgemein vereinfacht zu haben, so dass ich den normalen Modus und aufwärts, für Kenner empfehle.
Die Schleichpassagen sind spannend aber durch die schlechte KI nicht immer ernstzunehmend gut gelöst. Die Wachen unterhalten sich untereinander, gehen ihrer Arbeit nach und man hat immer wieder die moralische Möglichkeit auf das Töten zu verzichten, was sich auch auf das Ende des Spiels auswirkt. Kommt es zu Schusswechsel ist gutes Zielen gefragt. Gegner tragen Schutzanzüge oder rufen Verstärkung. Die KI selbst wirkt aber teils überfordert und reagiert nicht immer klug. Auch Monster können hängen bleiben oder reagieren verspätet. Manchmal brauchte mann auch nur an einer Stelle warten und einen Gegner nach dem anderen zu erledigen. Anderseits bestand für mich die Herausforderung die Levels ungesehen zu durchqueren. Bei der KI hätte ich mir mehr erhoff, auch wenn sie trotz alledem solide wirkt.
Die Kämpfe mit den Monstern dagegen sind chaotisch und leider durch ungenaues Trefferfeedback nicht immer optimal. Bei manchem Bosskampf konnte das schon wirklich nervig sein und führte bei mir zu unmotiviert wirkendem Ballern.
Gegnertypen selbst, gibt es wenige. Aber für mich zählt Klasse, statt Masse und die stimmt.
Später bekommt man eine künstliche KI an die Seite, die ein wenig an Elisabeth aus Bioshock Infinite erinnert, zu der man ein bisschen Beziehung aufbaut, aber welche leider weniger eigenständig reagiert.
Das Speichern ist vorgegeben, es gibt Speicherpunkte, ein flexibles Speichern wäre mir gerade beim Schleichen lieber gewesen.

//Grafik und Technik//

Dieses Spiel sieht fantastisch aus. Klar ist das Spiel kein Crysis 3, gerade im Detail zeigen sich Schwächen, aber das Gesamtbild ist überaus stimmig. Gerade Wetter- und Lichteffekte geben dem Ganzen einen guten Gesamteindruck. Auf den Konsolen selbst ist trotz der runter geschraubten Optik, dennoch nichts groß zu kritisieren. Die Grafikoptionen sind naturgemäß ebenfalls stärker eingegrenzt.
Die Darstellung der Figuren ist detailliert und gut umgesetzt. Die Animationen und Mimik wirken dagegen nicht mehr auf dem neusten Stand.

//Sound://

Die musikalische Untermalung klingt oft melancholisch und der Situation meist dynamisch angepasst. Viel wurde vom Vorgänger übernommen. Schade das manche Geräusche etwas billig wirken, wie das Schleichen oder das Messer. Die deutschen Sprecher sind größtenteils überzeugend, aber nicht übermäßig gelungen. Die Abstimmung mancher Dialoge wirkte bei mir teils zu leise. Ansonsten ist das Gesamtpaket überzeugend.

//FAZIT://

Metro ist auf den ersten Blick mutig, anders. Die Geschichte wirkt dicht und gelungen erzählt, die Atmosphäre reizt ihre technischen Möglichkeiten und Erzählmetoden in vollen Zügen aus. Der Shooterabschnitt selbst, bleibt leider nur solide, unteranderem bedingt durch die schlechte KI. Die Kämpfe mit den Monstern sind weiterhin schön chaotisch, aber leider mit Feedbackproblemen behaftet. Ein wirkliches Highlight ist die Welt selbst. Die Mischung aus Survival-Horror, Schleicheinlagen und Shooter sind zusammen genommen dennoch einen Zacken besser als beim Vorgänger und der Umfang kann sich mit ca. 10 Stunden bei mir sehen lassen. Nur in den grafischen Einstellungen und im Gesamtbild muss die Konsole zurückstecken, dies aber in völlig akzeptabler Form.

Story: 10 von 10
Atmosphäre: 10/10
Gameplay: 08/ 10
Grafik und Technik: 07/10
Sound: 08/10

Gesamt: 8,2 von 10 Punkten


Metro: Last Light - First Edition - 100% uncut - [PlayStation 3]
Metro: Last Light - First Edition - 100% uncut - [PlayStation 3]
Wird angeboten von gameware
Preis: EUR 19,99

22 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Von weitem jault etwas auf, es ist eng und ungemütlich.... herrlich!, 21. Mai 2013
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Ich atme schwer, meine Uhr piept, gleich ist der letzte Luftfilter leer. Mein Blick geht zur Pistole, noch zwei Schuss und dort hinten im Tunnel wird es nur noch düsterer.
2010 erschien der Vorgänger, Metro 2033, für mich persönlich eine Überraschung, mit kleinen Fehlern. Eine Mischung aus Shooter, Schleichspiel und Survival-Horror. Mit Metro: Last Light folgt nun der 2. Teil vom ukrainischen Entwickler 4A Games, dessen Mitarbeiter auch mit dem Shooter Stalker in Verbindung zu bringen sind.

//Story//

Wer den Vorgänger nicht gespielt hat, sollte dies spätestens danach tun, die Einführung der Geschichte ist jedoch für jedermann gut gelöst worden und fesselt schnell. Man selbst spielt den Ranger Artjom, der schon im 1. Teil die Hauptfigur ist.
Metro spielt im vom Atomkrieg zerrütteten Russland, in dem die Menschen in Moskau unter der Erde nun versuchen zu überleben. Die Oberfläche ist unbewohnbar geworden, Mutationen jagen die Menschen und ein seltsames Volk, die Schwarzen genannt, gelten als Bedrohung für die Überlebenden. Alles wirkt unverbraucht und herrlich ungemütlich. Mehr verrate ich nicht.

//Atmosphäre//

Die Story selbst führt mit vielen Skript-Szenen (vorprogrammierte Vorgänge) und schlauchähnlichen Levels einen strengen roten Faden. Jedoch ist das Schlauchprinzip schon durch die Welt unter der Erde bedingt vorgegeben und gut umgesetzt. Manchmal geht man auch an die Oberfläche, dann aber mit der gut umgesetzten Enge einer Gasmaske um das Sichtfeld herum und begrenzten Filtern, die ausgewechselt werden müssen. Das Spiel bring viel Atmosphäre rüber, gerade in den Metrostationen wird ausgiebig Emotion und Überlebenskampf mit den Bewohnern dargestellt. Die Szenerie wirkt unverbraucht, man merkt dass die Entwickler viel Mühe in die Glaubhaftigkeit ihrer Welt legten und dabei auch Abwechslung bieten wollten. Thematisch wird viel angesprochen und gut umgesetzt: Rassismus, Trauer, Kommunismus, Sex, Freundschaft und Liebe, werden versucht in eine in sich stimmige Welt einzubringen. Nur störte mich persönlich, dass die Liebesgeschichte doch sehr aufgesetzt wirkte und manche Charaktere zu wenig Tiefe zeigen. Dessen ungeachtet sind die Atmosphäre und die Technik, die Stärken von Metro.

//Gameplay//

Metro ist anders, gar ungemütlich und kräftezehrend. Wenn ich mit der Gasmaske unterwegs bin zeigt mir eine Uhr die verbleibende Filterhaltbarkeit an, mein Atem wird schwerer ist dieser bald verbraucht, meine Uhr piept dann und zwischendurch will mein Visier abgewischt werden. Der Spieler ist selten schnell unterwegs, die Steuerung, bedingt durch Ausrüstungen wie Batterieladegerät, Taschenlampe, verschiedenen Munitionsarten, Filteranzeige, Feuerzeug usw. ist umfangreich, aber relativ gut gelöst. Die Anzeigen wurden im Vergleich zum Vorgänger verbessert. Die Grundmechaniken eines Shooters wurden solide umgesetzt. Im Kampf selbst sollte alles vorbereitet sein, da im Auswahlmenü die Zeit nur verlangsamt wird. Generell scheint man die Schwierigkeitsgrade allgemein vereinfacht zu haben, so dass ich den normalen Modus und aufwärts, für Kenner empfehle.
Die Schleichpassagen sind spannend aber durch die schlechte KI nicht immer ernstzunehmend gut gelöst. Die Wachen unterhalten sich untereinander, gehen ihrer Arbeit nach und man hat immer wieder die moralische Möglichkeit auf das Töten zu verzichten, was sich auch auf das Ende des Spiels auswirkt. Kommt es zu Schusswechsel ist gutes Zielen gefragt. Gegner tragen Schutzanzüge oder rufen Verstärkung. Die KI selbst wirkt aber teils überfordert und reagiert nicht immer klug. Auch Monster können hängen bleiben oder reagieren verspätet. Manchmal brauchte mann auch nur an einer Stelle warten und einen Gegner nach dem anderen zu erledigen. Anderseits bestand für mich die Herausforderung die Levels ungesehen zu durchqueren. Bei der KI hätte ich mir mehr erhoff, auch wenn sie trotz alledem solide wirkt.
Die Kämpfe mit den Monstern dagegen sind chaotisch und leider durch ungenaues Trefferfeedback nicht immer optimal. Bei manchem Bosskampf konnte das schon wirklich nervig sein und führte bei mir zu unmotiviert wirkendem Ballern.
Gegnertypen selbst, gibt es wenige. Aber für mich zählt Klasse, statt Masse und die stimmt.
Später bekommt man eine künstliche KI an die Seite, die ein wenig an Elisabeth aus Bioshock Infinite erinnert, zu der man ein bisschen Beziehung aufbaut, aber welche leider weniger eigenständig reagiert.
Das Speichern ist vorgegeben, es gibt Speicherpunkte, ein flexibles Speichern wäre mir gerade beim Schleichen lieber gewesen.

//Grafik und Technik//

Dieses Spiel sieht fantastisch aus. Klar ist das Spiel kein Crysis 3, gerade im Detail zeigen sich Schwächen, aber das Gesamtbild ist überaus stimmig. Gerade Wetter- und Lichteffekte geben dem Ganzen einen guten Gesamteindruck. Auf den Konsolen selbst ist trotz der runter geschraubten Optik, dennoch nichts groß zu kritisieren. Die Grafikoptionen sind naturgemäß ebenfalls stärker eingegrenzt.
Die Darstellung der Figuren ist detailliert und gut umgesetzt. Die Animationen und Mimik wirken dagegen nicht mehr auf dem neusten Stand.

//Sound//

Die musikalische Untermalung klingt oft melancholisch und der Situation meist dynamisch angepasst. Viel wurde vom Vorgänger übernommen. Schade das manche Geräusche etwas billig wirken, wie das Schleichen oder das Messer. Die deutschen Sprecher sind größtenteils überzeugend, aber nicht übermäßig gelungen. Die Abstimmung mancher Dialoge wirkte bei mir teils zu leise. Ansonsten ist das Gesamtpaket überzeugend.

//FAZIT://

Metro ist auf den ersten Blick mutig, anders. Die Geschichte wirkt dicht und gelungen erzählt, die Atmosphäre reizt ihre technischen Möglichkeiten und Erzählmetoden in vollen Zügen aus. Der Shooterabschnitt selbst, bleibt leider nur solide, unteranderem bedingt durch die schlechte KI. Die Kämpfe mit den Monstern sind weiterhin schön chaotisch, aber leider mit Feedbackproblemen behaftet. Ein wirkliches Highlight ist die Welt selbst. Die Mischung aus Survival-Horror, Schleicheinlagen und Shooter sind zusammen genommen dennoch einen Zacken besser als beim Vorgänger und der Umfang kann sich mit ca. 10 Stunden bei mir sehen lassen. Nur in den grafischen Einstellungen und im Gesamtbild muss die Konsole zurückstecken, dies aber in völlig akzeptabler Form.

Story: 10 von 10
Atmosphäre: 10/10
Gameplay: 08/ 10
Grafik und Technik: 07/10
Sound: 08/10

Gesamt: 8,6 von 10 Punkten
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 16, 2013 11:42 AM MEST


Metro: Last Light - First Edition - 100% uncut - [PC]
Metro: Last Light - First Edition - 100% uncut - [PC]
Wird angeboten von gameware
Preis: EUR 17,90

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Geigerzähler schlägt aus, es ist eng und ungemütlich.... herrlich!, 21. Mai 2013
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Ich atme schwer, meine Uhr piept, gleich ist der letzte Luftfilter leer. Mein Blick geht zur Pistole, noch zwei Schuss und dort hinten im Tunnel wird es nur noch düsterer.
2010 erschien der Vorgänger, Metro 2033, für mich persönlich eine Überraschung, mit kleinen Fehlern. Eine Mischung aus Shooter, Schleichspiel und Survival-Horror. Mit Metro: Last Light folgt nun der 2. Teil vom ukrainischen Entwickler 4A Games, dessen Mitarbeiter auch mit dem Shooter Stalker in Verbindung zu bringen sind.

//Story//

Wer den Vorgänger nicht gespielt hat, sollte dies spätestens danach tun, die Einführung der Geschichte ist jedoch für jedermann gut gelöst worden und fesselt schnell. Man selbst spielt den Ranger Artjom, der schon im 1. Teil die Hauptfigur ist.
Metro spielt im vom Atomkrieg zerrütteten Russland, in dem die Menschen in Moskau unter der Erde nun versuchen zu überleben. Die Oberfläche ist unbewohnbar geworden, Mutationen jagen die Menschen und ein seltsames Volk, die Schwarzen genannt, gelten als Bedrohung für die Überlebenden. Alles wirkt unverbraucht und herrlich ungemütlich. Mehr verrate ich nicht.

//Atmosphäre//

Die Story selbst führt mit vielen Skript-Szenen (vorprogrammierte Vorgänge) und schlauchähnlichen Levels einen strengen roten Faden. Jedoch ist das Schlauchprinzip schon durch die Welt unter der Erde bedingt vorgegeben und gut umgesetzt. Manchmal geht man auch an die Oberfläche, dann aber mit der gut umgesetzten Enge einer Gasmaske um das Sichtfeld herum und begrenzten Filtern, die ausgewechselt werden müssen. Das Spiel bring viel Atmosphäre rüber, gerade in den Metrostationen wird ausgiebig Emotion und Überlebenskampf mit den Bewohnern dargestellt. Die Szenerie wirkt unverbraucht, man merkt dass die Entwickler viel Mühe in die Glaubhaftigkeit ihrer Welt legten und dabei auch Abwechslung bieten wollten. Thematisch wird viel angesprochen und gut umgesetzt: Rassismus, Trauer, Kommunismus, Sex, Freundschaft und Liebe, werden versucht in eine in sich stimmige Welt einzubringen. Nur störte mich persönlich, dass die Liebesgeschichte doch sehr aufgesetzt wirkte und manche Charaktere zu wenig Tiefe zeigen. Dessen ungeachtet sind die Atmosphäre und die Technik, die Stärken von Metro.

//Gameplay//

Metro ist anders, gar ungemütlich und kräftezehrend. Wenn ich mit der Gasmaske unterwegs bin zeigt mir eine Uhr die verbleibende Filterhaltbarkeit an, mein Atem wird schwerer ist dieser bald verbraucht, meine Uhr piept dann und zwischendurch will mein Visier abgewischt werden. Der Spieler ist selten schnell unterwegs, die Steuerung, bedingt durch Ausrüstungen wie Batterieladegerät, Taschenlampe, verschiedenen Munitionsarten, Filteranzeige, Feuerzeug usw. ist umfangreich, aber relativ gut gelöst. Die Anzeigen wurden im Vergleich zum Vorgänger verbessert. Die Grundmechaniken eines Shooters wurden solide umgesetzt. Im Kampf selbst sollte alles vorbereitet sein, da im Auswahlmenü die Zeit nur verlangsamt wird. Generell scheint man die Schwierigkeitsgrade allgemein vereinfacht zu haben, so dass ich den normalen Modus und aufwärts, für Kenner empfehle.
Die Schleichpassagen sind spannend aber durch die schlechte KI nicht immer ernstzunehmend gut gelöst. Die Wachen unterhalten sich untereinander, gehen ihrer Arbeit nach und man hat immer wieder die moralische Möglichkeit auf das Töten zu verzichten, was sich auch auf das Ende des Spiels auswirkt. Kommt es zu Schusswechsel ist gutes Zielen gefragt. Gegner tragen Schutzanzüge oder rufen Verstärkung. Die KI selbst wirkt aber teils überfordert und reagiert nicht immer klug. Auch Monster können hängen bleiben oder reagieren verspätet. Manchmal brauchte mann auch nur an einer Stelle warten und einen Gegner nach dem anderen zu erledigen. Anderseits bestand für mich die Herausforderung die Levels ungesehen zu durchqueren. Bei der KI hätte ich mir mehr erhoff, auch wenn sie trotz alledem solide wirkt.
Die Kämpfe mit den Monstern dagegen sind chaotisch und leider durch ungenaues Trefferfeedback nicht immer optimal. Bei manchem Bosskampf konnte das schon wirklich nervig sein und führte bei mir zu unmotiviert wirkendem Ballern.
Gegnertypen selbst, gibt es wenige. Aber für mich zählt Klasse, statt Masse und die stimmt.
Später bekommt man eine künstliche KI an die Seite, die ein wenig an Elisabeth aus Bioshock Infinite erinnert, zu der man ein bisschen Beziehung aufbaut, aber welche leider weniger eigenständig reagiert.
Das Speichern ist vorgegeben, es gibt Speicherpunkte, ein flexibles Speichern wäre mir gerade beim Schleichen lieber gewesen.

//Grafik und Technik//

Dieses Spiel sieht fantastisch aus. Besonderes Lob geht an die Enrwickler für die tolle Optik, auch bei niedrigen Einstellungen. Wer einen potenten Rechner hat und eine moderne Grafikkarte sein eigen nennt, der wird hier viele zusätzliche Filter Co. Dazu schalten können. Klar ist das Spiel kein Crysis 3, gerade im Detail zeigen sich Schwächen, aber das Gesamtbild ist überaus stimmig. Gerade Wettereffekte und die Filter geben dem Ganzen einen sehr guten Gesamteindruck.
Die Darstellung der Figuren ist detailliert und gut umgesetzt. Die Animationen und Mimik wirken dagegen nicht mehr auf dem neusten Stand.
Leider läuft das Spiel auf meiner AMD-Grafikkarte immer noch eingeschränkt gut, ein Patch folgte via steam. Nun ist es schon besser. Klar ist, wer das Spiel in mit allem Drum und Dran spielen will, sollte einen potenten Rechner haben.

//Sound://

Die musikalische Untermalung klingt oft melancholisch und der Situation meist dynamisch angepasst. Viel wurde vom Vorgänger übernommen. Schade das manche Geräusche etwas billig wirken, wie das Schleichen oder das Messer. Die deutschen Sprecher sind größtenteils überzeugend, aber nicht übermäßig gelungen. Die Abstimmung mancher Dialoge wirkte bei mir teils zu leise. Ansonsten ist das Gesamtpaket überzeugend.

//FAZIT://

Metro ist auf den ersten Blick mutig, anders. Die Geschichte wirkt dicht und gelungen erzählt, die Atmosphäre reizt ihre technischen Möglichkeiten und Erzählmetoden in vollen Zügen aus. Der Shooterabschnitt selbst, bleibt leider nur solide, unteranderem bedingt durch die schlechte KI. Die Kämpfe mit den Monstern sind weiterhin schön chaotisch, aber leider mit Feedbackproblemen behaftet. Ein wirkliches Highlight ist die Welt selbst. Die Mischung aus Survival-Horror, Schleicheinlagen und Shooter sind zusammen genommen dennoch noch einen Zacken besser gelungen als beim Vorgänger und der Umfang kann sich mit ca. 10 Stunden bei mir sehen lassen.

Story: 10 von 10
Atmosphäre: 10/10
Gameplay: 07/ 10
Grafik und Technik: 09/10
Sound: 08/10

Gesamt: 8,8 von 10 Punkten


BioShock: Infinite (uncut) - [PC]
BioShock: Infinite (uncut) - [PC]
Preis: EUR 9,99

2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wenn Wolken durch die Gassen ziehen..., 30. März 2013
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Es gibt Spiele die uns in einen Flow ziehen, von denen wir am Ende sagen: Ein gutes Spiel welches bedacht an den Interessen der Spieler abgestimmt wurde.

UND es gibt Spiele wie Bioshock Infinite, die nicht nur angedacht sind für die breite Masse sondern auch tiefer gehen… wenn wir uns darauf einlassen.

::Story::
In Bioshock 1 erwartete den Spieler ein Twist, im zweiten Teil führte man die Story mit leichtem Verschleiß an anderer Stelle ähnlich fort. Bioshock 3 wagt wieder mehr, ohne sich an alten Merkmalen der Serie zu sehr zu klammern.
In der Rolle von Booker DeWitt, dessen Beweggründe so facettenreich scheinen wie die Story selbst, begibt sich der Spieler in die fliegende Stadt Columbia um das Mädchen Elizabeth herauszuholen. In dieser Stadt herrschen eigene politische, sowie philosophische Parolen, welche dem einen Vorteile und dem anderen Nachteile verschaffen. Themen wie Rassismus, Glaube und Wissenschaft. Das Spiel benutzt viele Erzählformen, die sich dem Spieler nicht immer gleich offenbaren. Wer die Welt durchsucht wird aber auch dafür mit mehr Informationen (z.B. in Form von Tonaufnahmen der Bewohner) belohnt. Wer leichte Kost erwartet wird bitter enttäuscht, hier muss man mitdenken, forschen, sich darauf einlassen können. Die Spielzeit selbst lag bei mir bei etwa 13 Stunden. Die deutsche Lokalisierung, also die Synchro ist vorbildlich, die Texte im Spiel sind größtenteils mit deutschem Untertitel zuschaltbar. Die Atmosphäre des Spiels ist fantastisch, die Regie der Erzählweisen hat mich durch ihre bedachten Aussagen und Methoden begeistert.

::Grafik und Technik::
Das Spiel baut auf der Unreal Engine 3 auf, die nicht mehr auf dem neusten Stand der Technik ist. Texturen können verwaschen sein oder Objekte werden vereinfacht in der Ferne angezeigt. Die Grafik ist auf dem PC am besten, schade nur, dass die Grafikeinstellungen sehr eingeschränkt werden. Der Grafikstil ist über jeden Zweifel erhaben, außer man mag ihn schlicht nicht. Die Welt führt den Spieler glaubhaft ein. Leider sind bei den Gegnern und Bewohnern oft Klone aufzufinden. Auch die KI könnte besser sein, da Gegner bei mir deutliche Aussetzer zeigten. Die Sounduntermalung ist dynamisch und passt zur Atmosphäre

::Gameplay::
Bioshock hat eine umfassende Steuerung, die im Ganzen gesehen gut umgesetzt wurde. Shooter-Fans werden dennoch die schwammige Steuerung und Doppelbelegung von Tasten nicht immer gut heißen. Was überzeugt ist das Zusammenspiel zwischen Kräfte und den Handfeuerwaffen. Man kann seine Waffen und Kräfte durch Geld aufbessern. Das alles funktioniert grundsätzlich gut. Die Schwierigkeitsgrade sind anpassbar, von sehr leicht bis fordernd.
Neu ist ein Greifhacken, mit dem man sich schnell an Schienen hängen kann und von A nach B kommt. Generell verlangen die Kämpfe mehr Geschwindigkeit und Positionswechsel.
Was mich besonders begeistert hat ist das Mädchen Elisabeth, welche im Zusammenspiel mit toller KI, Animation und Mimik mich als Spieler authentisch begleitete und durch die Geschichte führte. Sie unterstützt den Spieler mit Munition, Geld, Dialogen und ihrer Fähigkeit Risse in der Zeit zu nutzen.

::FAZIT::
Bioshock Infinite hat mich wieder neu überrascht und das als dritter Teil der Serie. Die Liebe zum Detail ist spürbar. Sei es bei der Darstellung der Welt oder der Geschichte. Auf dem PC sieht das Spiel grafisch am besten aus, die Shootermechanik und die Gegner KI könnte besser sein. Bioshock hat sich bei mir von all den Spielen der letzten Jahren positiv hervogehoben und sogar den ersten Teil in vielem übertrumpfen können. Wer sich Zeit nehmen wird und mehr als einen Shooter erwartet für den gibt es hier eine klare Kaufempfehlung!

-Grafik-
09/10
-Sound-
10/10
-Spielmechanik-
09/10
-Atmosphäre-
10/10


BioShock: Infinite (uncut) - [Xbox 360]
BioShock: Infinite (uncut) - [Xbox 360]
Wird angeboten von Preferito, Preise inkl. MwSt.
Preis: EUR 17,55

12 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wenn Wolken durch die Gassen wehen und Zeit Risse bekommt., 30. März 2013
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Es gibt Spiele die uns in einen Flow ziehen, von denen wir am Ende sagen: Ein gutes Spiel welches bedacht an den Interessen der Spieler abgestimmt wurde.

UND es gibt Spiele wie Bioshock Infinite, die nicht nur angedacht sind für die breite Masse sondern auch tiefer gehen… wenn wir uns darauf einlassen.

::Story::
In Bioshock 1 erwartete den Spieler ein Twist, im zweiten Teil führte man die Story mit leichtem Verschleiß an anderer Stelle ähnlich fort. Bioshock 3 wagt wieder mehr, ohne sich an alten Merkmalen der Serie zu sehr zu klammern.
In der Rolle von Booker DeWitt, dessen Beweggründe so facettenreich scheinen wie die Story selbst, begibt sich der Spieler in die fliegende Stadt Columbia um das Mädchen Elizabeth herauszuholen. In dieser Stadt herrschen eigene politische, sowie philosophische Parolen, welche dem einen Vorteile und dem anderen Nachteile verschaffen. Themen wie Rassismus, Glaube und Wissenschaft. Das Spiel benutzt viele Erzählformen, die sich dem Spieler nicht immer gleich offenbaren. Wer die Welt durchsucht wird aber auch dafür mit mehr Informationen (z.B. in Form von Tonaufnahmen der Bewohner) belohnt. Wer leichte Kost erwartet wird bitter enttäuscht, hier muss man mitdenken, forschen, sich darauf einlassen können. Die Spielzeit selbst lag bei mir bei etwa 13 Stunden. Die deutsche Lokalisierung, also die Synchro ist vorbildlich, die Texte im Spiel sind größtenteils mit deutschem Untertitel zuschaltbar. Die Atmosphäre des Spiels ist fantastisch, die Regie der Erzählweisen hat mich durch ihre bedachten Aussagen und Methoden begeistert.

::Grafik und Technik::
Das Spiel baut auf der Unreal Engine 3 auf, die nicht mehr auf dem neusten Stand der Technik ist. Texturen können verwaschen sein oder Objekte werden vereinfacht in der Ferne angezeigt. Die Grafik auf den Konsolen ist schwächer als auf dem PC. Der Grafikstil ist über jeden Zweifel erhaben, außer man mag ihn schlicht nicht. Die Welt führt den Spieler glaubhaft ein. Leider sind bei den Gegnern und Bewohnern oft Klone aufzufinden. Auch die KI könnte besser sein, da Gegner bei mir deutliche Aussetzer zeigten. Die Sounduntermalung ist dynamisch und passt zur Atmosphäre

::Gameplay::
Bioshock hat eine umfassende Steuerung, die im Ganzen gesehen gut umgesetzt wurde. Shooter-Fans werden dennoch die schwammige Steuerung und Doppelbelegung von Tasten nicht immer gut heißen. Was überzeugt ist das Zusammenspiel zwischen Kräfte und den Handfeuerwaffen. Man kann seine Waffen und Kräfte durch Geld aufbessern. Das alles funktioniert grundsätzlich gut. Die Schwierigkeitsgrade sind anpassbar, von sehr leicht bis fordernd.
Neu ist ein Greifhacken, mit dem man sich schnell an Schienen hängen kann und von A nach B kommt. Generell verlangen die Kämpfe mehr Geschwindigkeit und Positionswechsel.
Was mich besonders begeistert hat ist das Mädchen Elisabeth, welche im Zusammenspiel mit toller KI, Animation und Mimik mich als Spieler authentisch begleitete und durch die Geschichte führte. Sie unterstützt den Spieler mit Munition, Geld, Dialogen und ihrer Fähigkeit Risse in der Zeit zu nutzen.

::FAZIT::
Bioshock Infinite hat mich wieder neu überrascht und das als dritter Teil der Serie. Die Liebe zum Detail ist spürbar. Sei es bei der Darstellung der Welt oder der Geschichte. Die Shootermechanik und die Gegner KI könnte besser sein. Bioshock hat sich bei mir von all den Spielen der letzten Jahren positiv hervogehoben und sogar den ersten Teil in vielem übertrumpfen können. Klare Kaufempfehlung!

-Grafik-
09/10
-Sound-
10/10
-Spielmechanik-
09/10
-Atmosphäre-
10/10


BioShock: Infinite (uncut) - [PlayStation 3]
BioShock: Infinite (uncut) - [PlayStation 3]
Preis: EUR 15,10

5 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wenn Wolken durch die Straßen ziehen und die Zeit Risse bekommt, 30. März 2013
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Es gibt Spiele die uns in einen Flow ziehen, von denen wir am Ende sagen: Ein gutes Spiel welches bedacht an den Interessen der Spieler abgestimmt wurde.

UND es gibt Spiele wie Bioshock Infinite, die nicht nur angedacht sind für die breite Masse sondern auch tiefer gehen… wenn wir uns darauf einlassen.

::Story::
In Bioshock 1 erwartete den Spieler ein Twist, im zweiten Teil führte man die Story mit leichtem Verschleiß an anderer Stelle ähnlich fort. Bioshock 3 wagt wieder mehr, ohne sich an alten Merkmalen der Serie zu sehr zu klammern.
In der Rolle von Booker DeWitt, dessen Beweggründe so facettenreich scheinen wie die Story selbst, begibt sich der Spieler in die fliegende Stadt Columbia um das Mädchen Elizabeth herauszuholen. In dieser Stadt herrschen eigene politische, sowie philosophische Parolen, welche dem einen Vorteile und dem anderen Nachteile verschaffen. Themen wie Rassismus, Glaube und Wissenschaft. Das Spiel benutzt viele Erzählformen, die sich dem Spieler nicht immer gleich offenbaren. Wer die Welt durchsucht wird aber auch dafür mit mehr Informationen (z.B. in Form von Tonaufnahmen der Bewohner) belohnt. Wer leichte Kost erwartet wird bitter enttäuscht, hier muss man mitdenken, forschen, sich darauf einlassen können. Die Spielzeit selbst lag bei mir bei etwa 13 Stunden. Die deutsche Lokalisierung, also die Synchro ist vorbildlich, die Texte im Spiel sind größtenteils mit deutschem Untertitel zuschaltbar. Die Atmosphäre des Spiels ist fantastisch, die Regie der Erzählweisen hat mich durch ihre bedachten Aussagen und Methoden begeistert.

::Grafik und Technik::
Das Spiel baut auf der Unreal Engine 3 auf, die nicht mehr auf dem neusten Stand der Technik ist. Texturen können verwaschen sein oder Objekte werden vereinfacht in der Ferne angezeigt. Die Grafik auf den Konsolen ist schwächer als auf dem PC. Der Grafikstil ist über jeden Zweifel erhaben, außer man mag ihn schlicht nicht. Die Welt führt den Spieler glaubhaft ein. Leider sind bei den Gegnern und Bewohnern oft Klone aufzufinden. Auch die KI könnte besser sein, da Gegner bei mir deutliche Aussetzer zeigten. Die Sounduntermalung ist dynamisch und passt zur Atmosphäre

::Gameplay::
Bioshock hat eine umfassende Steuerung, die im Ganzen gesehen gut umgesetzt wurde. Shooter-Fans werden dennoch die schwammige Steuerung und Doppelbelegung von Tasten nicht immer gut heißen. Was überzeugt ist das Zusammenspiel zwischen Kräfte und den Handfeuerwaffen. Man kann seine Waffen und Kräfte durch Geld aufbessern. Das alles funktioniert grundsätzlich gut. Die Schwierigkeitsgrade sind anpassbar, von sehr leicht bis fordernd.
Neu ist ein Greifhacken, mit dem man sich schnell an Schienen hängen kann und von A nach B kommt. Generell verlangen die Kämpfe mehr Geschwindigkeit und Positionswechsel.
Was mich besonders begeistert hat ist das Mädchen Elisabeth, welche im Zusammenspiel mit toller KI, Animation und Mimik mich als Spieler authentisch begleitete und durch die Geschichte führte. Sie unterstützt den Spieler mit Munition, Geld, Dialogen und ihrer Fähigkeit Risse in der Zeit zu nutzen.

::FAZIT::
Bioshock Infinite hat mich wieder neu überrascht und das als dritter Teil der Serie. Die Liebe zum Detail ist spürbar. Sei es bei der Darstellung der Welt oder der Geschichte. Die Shootermechanik und die Gegner KI könnte besser sein. Bioshock hat sich bei mir von all den Spielen der letzten Jahren positiv hervogehoben und sogar den ersten Teil in vielem übertrumpfen können. Klare Kaufempfehlung!

-Grafik-
09/10
-Sound-
10/10
-Spielmechanik-
09/10
-Atmosphäre-
10/10


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