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Rezensionen verfasst von
Gambit

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Yogi Tee, Schoko Mexican Spice, 17 Teebeutel, 30,6g
Yogi Tee, Schoko Mexican Spice, 17 Teebeutel, 30,6g

5.0 von 5 Sternen Meine neu Droge, dafür lass ich auch mal den Kaffee stehen., 30. August 2014
Ich war nie großer Teetrinker, abgesehen von einer gelegentlichen Tasse Earl Grey. Kaffee war immer mein Ultimo.

Durch Freunde bin ich auch Yogi Tee gestoßen. Der hat mich durch seine Würzung und seinen vollen, aber natürlichen Geschmack gleich begeistert. Dann bin ich auch Yogi Tee Schoko Mexican Spice gestoßen, der erste aromatisierte Tee, der mich richtig im Griff hat.

Die Schokoladennote ist leichtherb, rund und ergibt durch die Zimt-Note eine angenehme Schärfe. Der Tee ist dadurch anregender als der sehr entspannende Yogi Tee original. Ich trinke ihn immer mit einem Schuss Milch und etwas Kandis, richtig gut ist er aber auch mit einem Schuss Ahornsirup.


Der verführerische Charme der Durchschnittlichkeit: Roman
Der verführerische Charme der Durchschnittlichkeit: Roman
von Melissa Jacoby
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,13

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Junge, warum tust du das?, 14. März 2011
Ein blutjunges Mathematikgenie flüchtet wenige Tage vor dem Abschlussvortrag vom Campus der Chicago University zurück in seine seit der Kindheit so verhasste Heimat. Ab dem ersten Moment fragt man sich "Wieso?" und wird mit auf eine Reise genommen. In Zeitsprüngen nimmt uns Melissa Jacoby mit durch das Leben des Ausnahmetalents Mead, lernt Eltern, Frauen, Universität und eben jene Heimat kennen, in die er zurückkehrt. Bis kurz vorm Schluss bleibt offen, was genau passiert ist, was die Initialzündung ist. Aber immer mehr Puzzleteile setzen sich zu einem Mosaik zusammen, das uns wissen lässt: Erwachsenwerden ist schwer, Genie sein und eine Antwort auf die Fragen des Lebens finden erst Recht.

Spannend, tiefsinnig, warmherzig ist dieses Buch und die New York Times hat Recht damit, wenn sie schreibt, dass es einem vielleicht bis zum Ende nicht gelingt, Mead ganz ins Herz zu schließen, dennoch will man ihm applaudieren.

Ich habe ihn ins Herz geschlossen. Genau wie dieses Buch.


Rote Boje
Rote Boje
Wird angeboten von berlin-medien
Preis: EUR 24,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rote Boje nimmersatt, 23. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Rote Boje (Audio CD)
Ich habe mir die Rote Boje besorgt.
Für mich ist das Genre Elektro in zwei Feldern interessant.
1. Um am Abend lässig tanzen zu gehen
2. Um die Musik entspannt Sonntags im Hintergrund laufen zu lassen. Beim Träumen, Lesen, Arbeiten.

Die Rote Boje fällt in die 2. Kategorie, da leistet sie für mich aber beste Arbeit. Am Anfang heizt sie mich noch etwas an, bringt meinen Fuß zum Wippen und treibt meine Gedanken voran - aber dann, plötzlich, finde ich verträumte, schöne Elemente, die mir beim Ausspannen helfen.

Die Rote Boje hat sich den Platz in meiner Sammlung redlich verdient.


Du gehst da raus und alles wird zu Gold
Du gehst da raus und alles wird zu Gold
von Markus Freise
  Broschiert
Preis: EUR 13,90

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Du liest das Buch und alles..., 5. Januar 2010
"Du gehst da raus..." ist ein Kurzgeschichtenband, seine Stories sind weitesgehend Coming-Of-Age-Geschichten, die aber nicht zwingend in der Jugend spielen.
Ich gehe davon aus, dass nicht nur ich als Mensch Mitte 20 da sehr großes Identifikationspotential haben. Erinnerungen an Schulfreunde, an Musik, Mädchen, die Liebe... all diese Erinnerungen die man selber mit sich herumschleppt aber vielleicht nicht so auf den Punkt bringen kann.

Natürlich hat dieser Mann Humor und er versteht es, diesen pointiert einzusetzen, da es wirklich gerade passt oder im Leben passiert wäre. Aber da ist immer diese Melancholie, so ein träumender oder trauender Zwischenton, der aus den Texten mehr macht. Und das passt unheimlich ins Leben. Ich habe oft da gesessen und mich gefragt, ob das jetzt wirklich passiert ist. Das wiederum passiert mir nicht oft beim Lesen.

Das sind Texte auf der Grenze zwischen dem, was man glauben möchte, glauben kann und glauben muss. Beim zweiten Lesen hab ich mir gedacht, dass es keine Rolle spielt, was und ob etwas von den Geschichten wahr ist, denn in mir haben sie immer etwas bewegt.

Neben den Short-Stories enthält das Buch Comiczeichnungen. Dadurch hat man manchmal das Gefühl, man würde durch das Buch zappen, anstatt es zu lesen. Der Einfall gefällt mir gut, denn die Comics schaffen es, einen zweiten Eindruck von manchen Geschichten oder Stimmungen zu vermitteln. Teilweise verstärken sie das Gefühl, das man hatte. Oft sind sie das Augenzwinkern zwischen den Zeilen.

Technisch und von den Einfällen sind seine Comiczeichnungen so stark, dass ich mir wünsche, dass es vom Autoren bald einen reinrassigen Comic gibt.
Das nicht alle Stories gleich stark sind, ist ein Problem, mit dem jeder Kurzgeschichtenband zu leben hat, sei er von Markus Freise, Haruki Murakami oder Patrick Süßkind. Daher gibt es für mich dafür keinen Sternabzug, denn die Comics mit ihrem Mehrwert holen diesen sowieso wieder rein.

Ich habe Markus Freise schon bevor das Buch erschienen ist auf Lesebühnen und Slams gehört und ihn dafür geschätzt, dass seine Texte meist, emotionaler und intelligenter waren als die seiner Kollegen. Im Vergleich zu deren Büchern [mit Ausnahme von Mischa Sarim Verollets erstem Buch Phantomherz, das sein bestes ist]kann sein erstes Buch den Eindruck nur bestätigen.


Der Fänger im Roggen
Der Fänger im Roggen
von Jerome D. Salinger
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

13 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Geh hin, wo der Roggen wächst., 13. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Der Fänger im Roggen (Taschenbuch)
Nachdem ich dieses Buch halb gelesen habe, beschloss ich, es dabei zu belassen. Die Hauptfigur ist ein scheinbar völlig verzogener neureicher Jüngling, der über alles und jeden auf seinem weg herabfallend herzieht. Dabei lässt er selber jegliche Charakterzüge vermissen, die es ermöglichen würden, so etwas wie Sympathie für ihn zu entwickeln. Ich frage mich, wieso es mal ein so hervorragendes Buch einer Generation gewesen sein soll. Dies hätte nach allen, was ich las nur zu bedeuten, dass es eine Generation nörgelnder Halbstarker ohne Achtung für Irgendetwas gewesen sein kann.

Mit seinem narzistisch anmutendem Selbstmitleid, dass subtil in der Kritik an anderen mitschwingt bekommt man nach nicht allzulanger Zeit ein Jucken in der Faust...falls man diese Anspielung versteht.

Wer wirklich etwas frisches, rebellisches Lesen möchte, wäre heutzutage eher bei Rocko Schamoni oder Houllebeque aufgehoben.
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 18, 2008 9:10 PM CET


Sternstunden der Bedeutungslosigkeit
Sternstunden der Bedeutungslosigkeit
von Rocko Schamoni
  Broschiert
Preis: EUR 14,90

35 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Dorfpunk im Roggen, 13. Juli 2007
Ich fing an zu lesen und musste nach etwa vier bis fünf Minuten das erste Mal laut lachen, der halbe Zug guckte mich an. Jemand legte sein Glennkill zur Seite um neugierig nach meinem Buchtitel zu spicken. Das tat er noch öfter, als er merkte mit welch leuchtenden Augen ich weiterlas.

Dieses Buch ist das, was mich als vierundzwanzigjährigen Studenten mit leicht desillusionierter und zugleich verträumter Grundstimmung neben Selim Özdogans "Trinkgeld vom Schicksal" bislang am stärksten persönlich angesprochen hat. Die Sprache ist leichtfüßig und trotzdem liegt immer eine gewisse schöne Melancholie in den Worten. Man fühlt mit, treibt mit der Hauptfigur durch eine mal blinzelnde, mal hoffnungslose Weltansicht. Die Hauptfigur ist ein Kunststudent in Hamburg, der seinen Sinn im Sinnlosen sieht und versucht das Glück des Lebens zu erhaschen. Es werden in eine fortlaufende Erzählung einzelne Episoden eingebettet, die einem manchmal warm, manchmal schmerzlich genau an den eigenen Alltag erinnern. Immer wieder gibt es den Spagat zwischen unglaublichen und schmerzhaft bekannten Momenten, Gedanken, Träumen und Gefühlen.

Am Ende ist man dann traurig, dass es vorbei ist. Oder gerade erst beginnt.


Guck mal, 'n Eichhörnchen!
Guck mal, 'n Eichhörnchen!
von J. Strack
  Taschenbuch

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was das böse Eichhörnchen noch wusste, 13. November 2006
Rezension bezieht sich auf: Guck mal, 'n Eichhörnchen! (Taschenbuch)
Gut gemeint ist das Gegenteil von gut, so sagt man das im Allgemeinen.

„Guck mal, ’n Eichhörnchen“ ist Gegenteil von gut gemeint, es ist viel wahrscheinlicher ehrlich gemeint.

Wie soll man dieses Buch näher beschreiben? Es scheint, als wäre dieses Buch ein Angriff auf das höfliche Lächeln der Gesellschaft, hinter dem sich die wahre Falschheit verstecken. Mit einem literarischen Rundumschlag trifft Jan Gerrit Strack eben jenes falsche Lächeln am Kopf und wirft es furios in die nächste Straßenpfütze. Immer wieder taucht er in scheinbar alltägliche Situationen ein und löst sie auf mit der Kraft derbster Aktionen, unglaublicher Wendungen und stets im Widerstreit eines common sense des sozialen Miteinanders. Wo man die Respektlosigkeit vor dem Einzelnen hinter gesellschaftlichen Normen versteckt, dort schlägt er gnadenlos drauf oder zurück.

Dieses Buch ist ein kleiner Befreiungsschlag für alle, die ihr Gehirn mal offen durchatmen lassen und mit einem dreckigen Grinsen in der Frühstückspause denken wollen „So kann’s gehen“.


Böse Mutti - Gute Mutti!
Böse Mutti - Gute Mutti!
von Helga Neudeck
  Taschenbuch

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der alltägliche Wahnsinn, 10. November 2006
Rezension bezieht sich auf: Böse Mutti - Gute Mutti! (Taschenbuch)
Erfrischend ehrlich und ohne falsche Scham und Correctness schreibt Helga Neudeck ihre Geschichte, die Geschichte einer 38 Jahre alten Frau, die das vermeintlich späte "Glück" hat, Schwanger zu werden.

Mit jeder Menge Ironie und zynischem Zwinkern wird hier eine Fahrt durch den Alltag einer alleinerziehenden Frau in unserer Gesellschaft vollzogen und bei allen Lachern schafft es Helga Neudeck, immer wieder ehrliche Bekenntnisse zu ihrem Kind und gegen die Gesamtsituation miteinander zu vereinbaren.

Dieses Buch macht Mut, dass es auch in unserer schwierigen Gesellschaft möglich ist, widrige Zustände zu meistern ohne sich dabei selbst ganz aufgeben zu müssen.


Grundsteine im Gepäck
Grundsteine im Gepäck
von Matthias Kneip
  Gebundene Ausgabe

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gelebte Grenzbegehung, 10. November 2006
Rezension bezieht sich auf: Grundsteine im Gepäck (Gebundene Ausgabe)
Betrachtet man Deutschland und Polen, so betrachtet man Nachbarn mit einer langen gemeinsamen Vergangenheit. Die Grenze, die sich politisch und soziokulturell über die Jahrhunderte immer wieder verschoben hat, ist so markant, wie das fehlende Wissen um die verbindende Geschichte, den Charakter und die Menschen in diesem Nachbarland.

Wer wäre besser geeignet, eine Grenzbegehung zu beschreiben, als ein Mensch, der aus seiner eigenen Familiengeschichte heraus in besonderer Weise mit beiden Ländern vebunden ist.

Matthias Kneip ist der Sohn polnischer Einwanderer, selber in Deutschland aufgewachsen, und in erster Linie durch diese Verwandschaftsbeziehung in seiner Identität bereits eine Grenzüberschreitung.

Mit einfühlsamen Beobachtungen in Form von Gedichten und kurzen Texten beschreibt Kneip sein Erlebnis ‚Polen’ als Teil seiner eigenen Identität, die er erst kennenlernen muss. Die Grundsteine, die er dabei im Gepäck hat, sind die natürlich vorhandenen Bilder, Erwartungen und Gewohnheiten, die er aus seiner Heimat, Deutschland, in die vermeintlich andere Heimat, Polen mitnimmt.

Somit stellt das Buch schon vom Titel aus ein Prinzip heraus, das Landesgrenzen spürbar macht. Kneip versucht nicht, Polen zu assimilieren, er will es kennenlernen und erleben, mit all den Reizen, Ungewohnten und auch fremdartigen Seiten. Genau das ist es, was meiner Meinung nach den guten Anfang einer Grenzerfahrung und Völkerfreundschaft ermöglicht.

Grundsteine im Gepäck ist ein Buch, mit dem der Leser eine gelungene erste Grenzbegehung miterleben kann, und sich eingeladen fühlt, diesen Schritt auch selber zu gehen.


Phantomherz
Phantomherz
von Mischaël-Sarim Vérollet
  Broschiert
Preis: EUR 12,00

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen PopLiteratur - EmoLiteratur, 10. November 2006
Rezension bezieht sich auf: Phantomherz (Broschiert)
Nicht unauffällig hat sich seit den späten Neunzigern auch in der deutschen Pop-Musik (= populäre Musik) eine Richtung herauskristallisiert, die der Suche nach Empfindsamkeit, Orientierung, Geborgenheit und Stabilität einen Sound verschafft. Es waren und sind Bands wie Tomte, Kettcar oder Tocotronic, die vor allem in den letzten Jahren immer mehr Zuhörer gewinnen. Ich würde diese Strömung als den Deutschen Emo bezeichnen.

Wenn Mischa Vérollet sich auf sie bezieht, so wundert es mich kein bisschen. Denn so, wie diese Bands es mit Text und Sound schaffen, die emotionale Verlorenheit und Sinnsuche der Teens und Twens an der Schwelle des 21. Jahrhunderts zu artikulieren, so stellt Mischaël mit Phantomherz einen geglückten Versuch dar, diesen Sound auf ein Buch zu übertragen.

Wir lesen von den Kämpfen einer inneren Stimme mit den nervigen Fragen des Alltags, die immer wieder Herz und Verstand aus dem Gleichgewicht bringen. Ob es nun um Frauen geht, den schlechten DJ einer Großraumdisco oder andere alltägliche Konfrontationen, stets steht hinter der Situation ein Prinzip, dass sich durch das Buch und das Leben unserer Generation zieht: Was will ich eigentlich? Was soll ich tun?

Die Romantik und Melachoncholie des Moments, der Gedanken ist dabei stets präsent, schwebt im Verlgeich zur Musik der genannten Bands aber eher wie ein Ohrwurm in der Luft des Geschehens, und hält sich atembar im Hintergrund.

Insgesamt wirkt Vérollet weitaus authentischer als Stuckrad-Barre, der weitaus mehr um den Unterhaltungsfaktor und den Lacher bemüht wirkt. Bei Vérollet ist das Lachen einprogrammiert als Ergebnis des hohen Wiedererkennungswert aus dem eigenen Leben. Man denkt „Ja, genau so ist es bei mir auch immer“. Das macht den besonderen Reiz aus.

Ich finde, „Phantomherz“ kann als ein Beitrag zu einer deutschen Emo-Literatur gesehen werden. Ich hoffe, man wird noch mehr von Michaël Vérollet lesen können, denn sein Potential hat er hiermit mehr als bewiesen.


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