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Hilfreiche Bewertungen: 22

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Rezensionen verfasst von
"womenweb"

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Rosas Rückkehr
Rosas Rückkehr
von Barbara Krohn
  Gebundene Ausgabe

11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Hübsch mit kleinen Schwächen, 9. April 2002
Rezension bezieht sich auf: Rosas Rückkehr (Gebundene Ausgabe)
Ein gut recherchierter, lesbarer Krimi, den Barbara Krohn da geschrieben hat. Die Handlungsorte allein haben es schon in sich: Das flippige San Francisco kontrastiert mit dem spröden Scharbeutz an der Ostsee, das Meer als reinigende Kraft zieht sich durch den gesamten Roman.
Schwer zu sagen, was diesen spannenden Krimi so matt macht. Ist es die zaghafte Heldin, die die Geschehnisse immer wieder verzögert? Sind es die papierenen, ein wenig überzeichneten Geschwister? Auch die Dialoge kommen direkt aus der Schreibstube, nicht aus dem Mund der Figuren. Dem gesamten Buch fehlt eine Lebhaftigkeit, eine Leibhaftigkeit, die Ingrid Noll, Donna Leon und all die anderen modernen Krimi-Literatinnen so stark machen. Die Geschichte, die erzählt wird, ist allerdings tadellos. Bis zum Ende tappt der Leser im Dunkeln, flackert hie und da ein Verdacht auf, ohne sich zu konkretisieren, bis zum überraschenden, zweischneidigen, erfreulichen Ende. Bei allen kleinen Schwächen ist das ein hübscher Roman, den man unbedingt auf die nächste Ostsee-Reise mitnehmen sollte!


Metaphysik der Röhren
Metaphysik der Röhren
von Amélie Nothomb
  Gebundene Ausgabe

10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geniestreich, 9. April 2002
Rezension bezieht sich auf: Metaphysik der Röhren (Gebundene Ausgabe)
Das Leben beginnt als Röhre: Man nimmt auf, scheidet aus, kanalisiert Lebensmittel, Flüssigkeiten, Sauerstoff und Geräusche. Das jedenfalls glaubt die Protagonistin von Amélie Nothombs neuestem Geniestreich „Metaphysik der Röhren". Die Protagonistin ist ein einjähriges Baby, das glaubt, die Welt, das Leben und die Menschen bereits begriffen zu haben - bis es belgische Schokolade bekommt. Dies ist der Moment, da das Röhren-Wesen „Ich" denkt. Und „Ich" ist ein ausgesprochen exzentrisches Wesen. Es hält sich für Gott. Und zwar ganz einfach deswegen, weil es feststellt, dass die Umgebung bei jeder kleinen Reaktion in Freude ausbricht. Der Garten Eden, in dem dieses göttliche Kind lebt, befindet sich in Japan. Der Vater ist Konsul, passionierter No-Sänger und vermeintlicher Kanalarbeiter. Das japanische Kindermädchen ist der perfekte Untertan, betet das Kind an. Aber was wäre ein Garten Eden ohne die Vertreibung aus dem Paradies - die hier durch einen heiligen Karpfen ausgelöst wird.

Nothombs neuer Roman kreist um Existenz- und Transzendenz-Fragen, die das Dasein als Neugeborene und Kleinkind aufwirft. Damit nähert sie sich auf (für den Leser) amüsante Weise Problemen wie dem Ich-Welt-Konflikt, zersetzt Grenzen zwischen Erdachtem und Erlebtem und strickt die Gesamtheit kindlicher und menschlicher Nöte in Geflechte aus diffizilen Fragen, vagen Vermutungen und extraordinären Lösungen.


Bridgeport Bus
Bridgeport Bus
von Maureen Howard
  Taschenbuch
Preis: EUR 15,50

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Skurrile Frauen, hohe Literatur, 22. Januar 2002
Rezension bezieht sich auf: Bridgeport Bus (Taschenbuch)
Der Roman ist ein Kunststück: Hier geht es nicht nur um die Initiation einer Frau, die unsere Großmutter sein könnte. Das Werk ist voller sprachlicher und stilistischer Überraschungen. Das erste Kapitel hat einen verzweifelten Sog, den nur Elfriede Jelinek oder Thomas Bernhard besser beherrschen. Die folgenden Kapitel sind locker und unterhaltsam geschrieben und mitten im Roman befindet sich ein kleines Theaterstück: die ironisierte Form eines existenzialistischen Einakters. Das ist kennzeichnend für "Bridgeport Bus": Literarische Spielereien in unterhaltendem Kontext ohne, dass das eine das andere korrumpiert. Ein äußerst origineller und witziger Roman.


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