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Rezensionen verfasst von
Günther Friedl

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'Schwierige' Kinder gibt es nicht
'Schwierige' Kinder gibt es nicht
von Henning Köhler
  Taschenbuch

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ich verneige mich vor diesem Meister, 11. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Gewiß, Ihre Bücher, lieber Herr Köhler, sind für viele wirklich nicht gerade einfach zu lesen. Ihre Sprache, so intelligent und zugleich poetisch, metaphorisch durchdrungen. Das packt nicht jeder. Das ist eigentlich etwas für sehr reife Menschen. Ich bin immer völlig von der Wahrheit, die sie beschreiben, mit Flügeln des Wissens, des Erkennens und des wirklichen Helfens ausgestattet. Ihre Sätze durchdringen mich manchmal so sehr, dass ich für einen Moment das Buch zur Seite legen muss, um noch atmen zu können..., bis ich wieder zugreifen muss und aus Wissensdurst weiterlesen muss. Mein Gott, ich habe ja so, so viele Pädagogikbücher verschlungen. Erst Ihre Bücher sagen mir, was wirklich ist. Wirklich!! Alle Autoren tragen etwas Wesentliches, etwas Erschütterndes bei, doch bei Ihnen bin ich bis ins Mark erfasst. Ihr Verstand ist wirklich messerscharf und durch keinen Schein zu beeindrucken. Ihre Beobachtung und ihr Herz leiten Sie und weisen Ihnen Ihre Sprache zu, ich bin überzeugt, Sie können nicht anders als die Dinge so zu beschreiben, sie wären anders nicht wahrhaftig genug.
Ach gingen doch viel mehr Menschen Ihren Weg und lauschten Ihren goldenen Worten.
Menschen, bitte, lest diese Bücher!!!
Vor ein paar Jahren lebte ich für ein Dreivierteljahr bei Freunden in Nürtingen und Sie saßen eines abends am Nachbartisch eines sehr beliebten Restaurants. Doch alleine Ihre Gestalt ist so beeindruckend und ich und meine Freunde wollten Sie nicht bei Ihrem schönen Essen mit Bekannten stören.
Wenn Sie diesen Lobpreis lesen sollten, und das wünsche ich Ihnen, denn Sie müssen doch auch mal all die Bestätigung hören und lesen - ich wünschte Ihnen eine riesige Leserschaft - dann bitte ich Sie, mir vielleicht kurz zu antworten. Seit über dreißig Jahren arbeite ich an einer Pädagogik im Bezug auf den Klavierunterricht, der oft genug noch so schrecklich fehlpädagogisch ist. Musik ist mein Fach. Vielleicht wäre ja sogar ein Gedankenaustausch auch für Sie interessant. Ich bin sicher, dass einem Menschen wie Ihnen Musik sehr viel bedeutet. Und, en passant sei es noch gesagt, Ihre kleines Kapitel: "War Beethoven ein Fehlschlag", ist ein Geniestreich.


Das Geschenk der Liebe: für Dualseelen und alle wahrhaft Liebenden
Das Geschenk der Liebe: für Dualseelen und alle wahrhaft Liebenden
von Eva-Maria Eleni
  Taschenbuch
Preis: EUR 16,90

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Dankbar für dieses Buch!, 11. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Derzeit ist dieses Buch mein liebstes. So klar und einfach und doch so direkt hat die Dinge noch kaum einer ausgesprochen. Frau Eleni nimmt uns einerseits alle ins Gebet und zugleich leuchtet aus allem ihr Verständnis und ihr Mitgefühl heraus. Sie ist sich ganz und gar klar darüber, dass alles Entwicklung ist und wir uns weder zu beeilen haben, noch was falsch machen können, noch etwas verpassen könnten. Wir sind richtig, wir sind einfach. Es ist gut so. Ihre Botschaft ist immer beseligend.
Mit oft wenigen Worten sagt sie alles Wichtige.
Das Kapitel "Herzebene" und die dazugehörige Meditation halte ich für außerordentlich bedeutsam. Das ist der Weg. Zugleich gehört dazu die Fähigkeit, offen zu sein und die damit einhergehende Bereitschaft, verletzt werden zu können. Ist das nicht herrlich? Wir dürfen verletzt sein, wir dürfen sagen, was uns stört, wir können Wege finden, wie wir uns darstellen, uns ausdrücken, uns äußern. Das beste Buch gegen den Perfektionismus, dem viele spirituell Suchende erliegen und damit eine Scheinliebe lernen, anstatt sich ganz anzunehmen als polare Wesen, die ganz Liebe sind, auch wenn sie sich irren.Welch eine Dichotomie! Ich sage, die Liebe und der Irrtum sind die beiden Dinge, die uns am meisten miteinander verbinden! Wir dürfen irren, dass ist ja der Weg! Wir sind Engel, indem wir lieben und irren, indem wir gehen. Einfach so. Ohne Hatz, ohne Hetze, ohne anderen etwas geben zu müssen, damit wir gut sind oder wir die Welt retten. Alles unnötig, geradezu schädlich, denn: Wer drängelt, der bremst. Dem Herzen folgen, wie bei Coelho.
Ich finde es bezaubernd, dass es so viele Rechtschreib- und andere Fehler in der schriftlichen Ausarbeitung gibt. Against den Perfektionismus, geradezu ein sympathischer Hinweis auf: Wir dürfen so sein, wie wir sind. Nichts ist wichtig, das dass wir sagen können: Ich bin ich selbst, ich bin ganz. Darin liegt die Christus-Botschaft.
Es gibt nur ein einziges Kapitel über Dualseelen, dennoch ist dieses für manch einen, der in einer Dualseelenverzweiflung steckt, gleichsam eine Rettung. Wenn man über sich denkt, wie mir das passiert ist, es ist doch total irre, jemanden zu lieben, den man zehn Jahre lang nicht gesehen hat! Alle um einen herum, denen man vorsichtig diese Wahrheit anvertraut hat, langen sich ans Hirn, bis man selber denkt, mit einem stimmte was nicht. Doch auch das ist Weg. Und ich durfte lernen, dass es unmöglich, impossible, impossibile ist, die Zwillingsseele loszulassen im herkömmlichen Sinn. Hier gilt: Was Gott einmal getrennt hat in der Absicht, dass es von von Beginn an und für immer eins ist und sich stets als solches erwirkt, ist von Menschen nicht zu trennen, zumindest nicht im Inneren. Dieses Wissen erlöst jeden, der von sich bisher gedacht hat, er müsse 'nen Knall haben. Dabei ist diese Liebe so unfassbar, so unmitteilbar, so heilig, so über alles hinausweisend, so gottnah, wie nichts, was man sich sonst erherzen kann. DANKE!!!
Es gibt trotzdem nur vier statt fünf Sterne, weil ich glaube, dass die Stadien, durch die Dualseelen gehen, nicht so festgelegt sind, wie es Frau Eleni beschreibt. Es ist bei mir nicht so, dass sich die Zwillingspartner finden, dann wieder trennen, wieder finden und trennen. Bei mir ist es eine Phase von fünf Jahren mit mit ihm an meiner Seite, ohne dass wir die Liebe leben konnten. Dann folgten zehn Jahre totaler Trennung. Und ich glaube, dass die Wiedervereinigung bald erfolgt. Frau Eleni beschreibt, dass man, wenn man wieder zusammen geführt wird, möglicherweise spürt und "weiß", dass dies bald geschehen wird. Und so wird es kommen. Allen Dualseelensuchenden, -erduldenden, -hoffenden, -findenden, sei Trost und Segen!
Das letzte Kapitel über weibliche und männliche Energien ist so unfassbar wichtig, allein dieses ist schon das Buch wert! Was man da lernt, was man da versteht, wie einem das Wege weist!


The Secret - Das Geheimnis
The Secret - Das Geheimnis
von Rhonda Byrne
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,99

2 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Dummheit, die klug klingen will, 4. Oktober 2014
So, Ihr Lieben, ich bin selbst ein Medium und bin durch unzählige Lernphasen hindurchgegangen, ich weiß, wie Menschen sind, ich kann ihre guten und negativen Energien fühlen und ihnen ins Herz sehen. Der Schund, The Secret genannt, gehört zu den zwei dümmsten Büchern, die ich je gelesen habe. Das andere ist "Fordern statt Verwöhnen". Beide habe ich dem Mülleimer überantwortet, um mich nicht durch die manipulative Dummheitsenergie, die davon ausgeht, beeinträchtigen zu lassen. Man muss doch einfach sehen, dass Spiritualität, Logik und die vielen verschiedenen Schichten von Realität (bis hinein in die Urquelle) nicht in verrückten Widersprüchen stehen können. Das bedeutet unter anderem, dass jemand, der philosophiert, auch so einiges an tatsächlicher philosophischer Errungenschaft aufzuweisen haben sollte. Davon ist hier aber nichts zu erkennen. Es genügt nicht, sich als "philosophisch" zu bezeichnen. Das ist reine Oberflächlichkeit. Und der absolut blödeste Satz (tut mir sehr Leid, dass ich hier die Wahrheit mit drastischen Worten zu belegen mich aufgefordert sehe) ist: Alles ist möglich, denn dieser Zustand ist, hier genügt sehr einfaches logisches Denken, allenfalls vor der Schöpfung real gewesen, denn jede Form von Schöpfung bedeutet Fixierung, bedeutet Gesetz, bedeutet Ordnung, bedeutet damit Grenzen. "Alles" heißt nun mal alles. Oder können Sie sich in den Mond verwandeln? Ich möchte von ganzem Herzen jene bitten, die diesen Satz ernsthaft glauben, sich wirklich mal auf sich selbst zu verlassen, indem man sein Fühlen, sein Denken und die HÖHERE Stimme befragt und aktiviert und nicht alles, was irgendwie toll klingt, zu glauben. Glaube ist nicht etwas, worin man einfach so hineinhüpft. Glaube wird durch unzählige Prüfungen getestet, gefestigt und gestärkt.
Jedes wirklich ernstzunehmende spirituelle Buch muss die Wahrheit aussprechen, dass wir Lernende und Suchende sind, ein jeder mit ganz speziellen Aufgaben, die insgesamt dem Ganzen dienen. So wie man nicht einfach in die Liebe hineinhüpfen kann, kann man auch nicht schnell mal oder mit genügend Übung in den Reichtum oder dergleichen hineinhüpfen. So simpel ist die Schöpfung nicht, so simpel ist Gottes Intention nicht. So simpel glauben höchstens Menschen zu sein.
An unseren Seelenaufgaben kommen wir nicht vorbei. Das ist nicht vorgesehen! Wenn man sich Armut gewählt hat, bevor man auf den Planeten kam, um exakt damit Erfahrungen zu sammeln, dann kann man wie ein tibetischer Mönch von morgens bis ultimo Reichtum affirmieren, wie man will, man wird keinen bekommen. Nehmt also lieber Euch und Euere Seelenwahl an, als über postitive Affirmationen etwas erreichen zu wollen, was das Lernen verhinden würde. Das grenzt an mindestens weiße Magie bis Missbrauch der göttlichen Energie und ist alles andere als Einverstandensein mit Gottes Wille.
Ich mag gerne noch erwähnen, dass unser weltweites Geldsystem den Reichtum aller überhapt nicht ermöglichen kann. Das Geldsystem verlangt Verlierer. Nur aufgrund des Bankrotts anderer können wieder andere reich werden. Wollt Ihr das? Man lese bitte "Das Geld der Zukunft" von B. Lietaer. Für die kapitalistischen Gesetzlichkeiten scheint sich so gut wie kein spiritueller Mensch zu interessieren! Das ist träumerisch und illusorisch. Jeder hätte gern Geld und wäre über Reichtum gesichert, aber dazu ist es nicht möglich, den Kapitalismus als spirituell gegebenen Ausgangspunkt zu erträumen und zu sagen, so isses halt, doch jetzt komme ich mit meinen Zaubertricks! Denkt man dabei denn an die anderen Mitmenschen noch? Es gibt einen ausgesprochen hinterlistigen Spiro-Egoismus, der sich als Selbstliebe und Erleuchtung tarnt.
Reichtum kann bis jetzt nicht ohne Armut existieren. Es muss Arme geben. Nicht dass das meinem Wünschen entspräche, aber man lese dazu bitte Lietaer und ich empfehle ganz ausdrücklich Yoshi Freys "Die gläubigen Schuldner". Es ist eines der wichtigsten Bücher meines ganzen Lebens. Leute, da erwacht man, da wird einem gezeigt, was hier real ist und wie irre die Welt "funktioniert". Da steht alles Kopf und der Egoismus blüht! Will man da wirklich mitmachen? Entsetzen ist die eigentlich richtige emotionelle Antwort. Da graut einem!. Ich habe bei diesem Buch geweint! Mir war nicht klar gewesen, wie schlimm es tatsächlich ist.
Wir haben alle an der Veränderung des Geldsystems zu arbeiten, das würde zu unserer spirituellen Aufgabe zählen. Zwei Dinge sind auf vielleicht unsagbar lange Zeit wichtig: Die Erziehung unserer Kinder und die Abkopplung von wirtschaftlichen Zwängen, die Eltern Kinder zu angepassten Arbeitern erziehen lässt, wodurch sich das Geldsystem wieder nicht verändert (lest Henning Köhler, bitte, lest Henning Köhler, der Mann muss Gehör finden!!) - und die Verwandlung unseres finanziellen Systems, das vor allem zum Ziel hat, die Automatismen, welche Egoismen mit geradezu offensichtlicher Folgerichtigkeit und unter dem Einfluss großer Ängste erzeugt, aufrecht zu erhalten. Beim Geld hört die Spiritualität der meisten Spiros auf. Wer ist schon wie Franz von Assisi?
Natürlich werden solche und ähnliche Bücher von "namhaften" Autoren geschrieben. Wir mögen alles, was einfach ist und negative Gefühle irgendwie zu bannen vermag. Aber das ist nicht Akzeptanz unserer selbst, das ist Vermeidung höchsten Grades. Wirklich, nicht alles, was als Mediem und Halbgott daherkommt und irgendwie Wahnsinnserkenntnisse bereit zu halten scheint, hat dies auch wirklich errungen, erstritten, erlitten und erkannt. Wahrheit gibt es nicht einfach so zu kaufen und in Büchern zu lesen. Es gilt sogar, die Spiritualität mit der Zeit von ihren Ungeistern und Irrtümern zu befreien.
Ich empfehle Eva-Maria Elenis Buch: Das Geschenk der Liebe für Dualseelen und alle wahrhaft Liebenden.


Re-Introduction Etudes
Re-Introduction Etudes
Preis: EUR 24,99

12 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Moderne Mogelpackung, 2. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Re-Introduction Etudes (Audio CD)
Bis auf das letzte der 24 Stücke verdient kaum ein anderes den Namen Etüde. Selbstverständlich kann eine Etüde ungeheueren Spaß machen, siehe Chopin und Co. Oder Burgmüller, Cramer. Die hatten mindestens eine pianistische und inhaltliche Absicht. Hier aber kann ich davon nicht allzuviel entdecken. Bis auf das letzte Stück empfinde ich Langeweile, Anspruchslosigkeit und alles klingt gleich. Moderne Musik, meistens melancholisch. Absolut im Verdummungstrend der Pianistischen Pädagogik. Jetzt halt für alte Leute oder Wiedereinsteiger. Aber da gibt es weiß Gott Besseres!!
Da kommt ein Superpianist daher und glaubt, er könne mit der Veröffentlichung weiterer von den Myriaden auf dem Markt zu findenden Seichtheiten noch a paar Eurolein hinzuverdienen und sich den Namen vergrößern. Aber mit was? Damit? Wie viele ungezählte Halbgenies können sowas komponieren. Selbst meine Schüler improvisieren Ähnliches mit genügender Anleitung.
Ich wittere Unaufrichtigkeit oder Blauäugigkeit. Einfach unnötig.
Statt dessen empfehle ich die Hefte von Daniel Hellbach, im Acanthus-Verlag erschienen. Angefangen bei Easy Pop Band 1 ind 2. Da hat man das Gefühl, Hits zu spielen. So gut wie jedes Stück ist schön. Die linke Hand muss bei Hellbach nichts können. Kinder, Jugendliche, Erwachsene sind narrisch nach diesen Stücken. Sie eigenen sich zugleich als Konzert-, als Kamin-, als Geburtstagsstücke und sogar die leichtesten klingen wie richtige Musik!
Im Normalfall spielen Kids, Wiedereinsteiger und Alte das am Liebsten, was sie kennen. Und die Welt ist voll von Bänden mit Hits, Evergreens, mit erleichterten Fassungen klassischer Stücke.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 18, 2015 8:52 PM CET


Tastenforscher - Kreative Übungen zur Erlangung einer sicheren Klaviertechnik
Tastenforscher - Kreative Übungen zur Erlangung einer sicheren Klaviertechnik
von Martina Hussmann
  Musiknoten
Preis: EUR 16,80

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fantastisch!, 2. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Endlich! Endlich jemand, der sich der Technik des Klavierspiels, die nun wirklich hochkomplex ist, in einer Weise angenommen hat, die nur Bewunderung verdient. Im Jahre 2014 muss man sagen: Pionierarbeit!! Für halb bis ganz ausgebildete Pianisten gibt es seit Jahzehnten und Jahrhunderten Kompendien, die aber für Kinder und Jugendliche im Spaßzeitalter ungeeignet sind.
Erfahrungsgemäß (ich bin selbst seit drei Jahrzehnten Pianist, Komponist und Klavierpädagoge) wissen die meisten Klavierlehrer nicht, wie sie Schülern zugleich Freude und Liebe an der Musik, technisches Können und gestalterische Fertigkeiten beibringen sollen. Viele Lehrer favorisieren "lass sie machen, die sollen doch nur Spaß haben". Sie wissen nicht, was sie tun, weder die Lehrer noch die Schüler. Da kommt kein Spaß raus, da kommt Grauen dabei raus, solche Schüler hören meistens auf, wenn sie die Fähigkeit zum Neinsagen erlangt haben und sich endlich gegen die Verkrampfung, die Langeweile und die Anspruchslosigkeit mehr oder weniger bewusst wehren können.
Andere Lehrer versuchen es mit einer akribischen Strenge und Konsequenz, haben dennoch oft keine Ahnung von echter pianistischer Technik und Ausdrucksfähigkeit und quälen ihre Schüler, damit die auch ja irgendwann für eine klasse Reputation des Lehrers sorgen können, indem sie schön brav ihre Preischen bei "Jugend musiziert" nach Hause bringen.
Ohne Technik kann nicht auf gesunde Weise gestaltet werden. Je früher die Bewegungsmöglichkeiten bestehen, die untrennbar mit Klangschönheit und Ausdruckskraft zusammenhnängen, desto eher kann mit der Gestaltung begonnen werden. Ja letzlich sind Technik und Gestaltung auf immer und ewig eins. Man betrachtet Musizieren lediglich aus zwei unterschiedlichen Perspektiven.
Die assoziative Art und Weise, mit der Martina Hussmann und Guido Klaus den Adressaten Technik nahebringen, ist schlichtweg ein Geniestreich und basiert zugleich auf neurowissenschaftlichen Erkenntnissen. Vernetztes Denken, Zusammenhänge, die bildhaft geschaffen werden, altersentsprechend, kongruent mit der Entwicklungspsychologie, liegen eindeutig in der Absicht der Autoren.
Da hat sich jemand aus Liebe große Mühe gegeben, Lehrern und Schülern etwas zu schenken, womit sie es endlich leicht haben.
Kinder lieben schöne Hefte! Der "Tastenforscher" wirkt nicht überladen und vermittelt über konkrete, gut umsetzbare Erklärungen wertvolle Information. Die Basis bilden der Schwere Arm, symbolisiert über den Anker, und der leichte Arm, verbildlicht durch die Feder. Ja kann man das noch besser, klarer, offensichtlicher machen? Jetzt wird die Sache einfach. Schwerer und leichter Arm sind die Grundlage einer guten Klaviertechnik. Es gibt immer noch Lehrer, die entweder die Gewichtstechnik oder die Fingertechnik für das einzig Wahre halten. Selbstredend ist beides notwendig. Eine Chopinmelodie ohne Gewicht klingt wie ein Hungertuch. Gnade den unzählig scheußlich gespielten Nocturne... Ein Leggiero bei Mozart ist nicht ohne leichten Arm zu verwirklichen. Bei "Jugend musiziert" hört man Mozart oft so derart konkret, dirkekt und gehämmert, dass man Ekelanfälle bekommt. Die erhalten Preise! Für mich spielen die nicht Mozart...
Die Bilder sind zauberhaft, laden zum gemeinsamen Geschichtenersinnen ein und die Schüler springen darauf ganz besonders an. Eine meiner kleinen Süßen hat neulich mit blitzenden Augen gerufen: "Ich will gleich unbedingt das Chinesische Gartenfest spielen!"
Bewegungstechnik ist das A und O! Ich sage immer: "Die Bewegung macht den Klang."
Liebe Autoren, jetzt brauchen wir nur noch Bände für Fortgeschrittenere, eine Art Schule zur Gestaltung - da traut sich ja überhaupt keiner bisher ran, als wüsste das jeder! An nichts habe ich indessen stärkere Zweifel! Über Gestaltung wird meiner Erfahrung nach der größte Unsinn verzapft.
Wir brauchen lustige, spritzige Etüden, die Schüler wirklich befeuern und so Spaß machen, dass man die Technik unbedingt lernen will, statt der endlos heruntergelatschten skelettierenden Bearbeitungen (was würden die Komponisten wohl dazu sagen??) und neuer einlullender Stücke von Pädagogenkomponistchen, durch die man sich der großen Literatur nicht zu stellen braucht, weder als Lehrer noch als Schüler. Wollen wir Niveau? Niveauvolle Musik ist erstens unglaublich beglückend!!! und zweitens fördert sie auch das innere Niveau von Menschen und damit der Gesellschaft. Das können wir Klavierlehrer against Doofheit und das Angekotzsein Jugendlicher tun! Alles andere ist pädagogische und musikalische Kapitulation!
Bitte, und jetzt noch eine neue Instrumentalpädagogik, die Freude, Können, Anspruch und Liebe miteinander vereint. Wer erschafft dieses Wunder!?


Beethoven Sonate c-moll op.111 & Mozart Sonate A-dur KV331 gespielt von Elly Ney
Beethoven Sonate c-moll op.111 & Mozart Sonate A-dur KV331 gespielt von Elly Ney
Wird angeboten von apesound
Preis: EUR 49,99

5.0 von 5 Sternen Überirdisch, 8. September 2013
Seit Jahrzehnten hüte ich diese Aufnahme, die ich als Europa-Cassette für 5 Mark bei Neckermann auf dem Wühltisch erstanden habe als kleiner Junge. Die 111 hat mich bis heute nicht mehr losgelassen. Für mich sind diese Aufnahmen ein unbezahlbarer Schatz, und ich meine sowohl Beethoven wie auch Mozart. Mozart spielte ich u.a. zur Abschlussprüfung. Die 111er erarbeite ich mir jetzt, da ich in dem Alter bin, in welchem Beethoven sie etwa schrieb. Keine Aufnahme beeindruckt mich so von der 111er wie diese. Da mögen Brendel und Pollini, Arrau und wie sie alle heißen kommen, die Klangmagie, die sich aus der alten Aufnahme und dieser erregenden Interpretation ergibt (alte Technik und Spiel verschmelzen zu einer Art göttlichem, unwiderholbarem Phänomen)ist einzigartig. Jeder, der die 111 liebt, sollte diese Aufnahme kennen.


Dein kompetentes Kind: Auf dem Weg zu einer neuen Wertgrundlage für die ganze Familie
Dein kompetentes Kind: Auf dem Weg zu einer neuen Wertgrundlage für die ganze Familie
von Jesper Juul
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

28 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen anselm, 8. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Derzeit befasse ich mich aufgrund meines Berufes als Klavierlehrer mit der Pädagogik in umfassender Weise (wie eigentlich schon seit über dreißig Jahren). In den letzten Wochen habe ich hierzu an die vierzig Bücher gewälzt, welche ich teils früher schon mal gelesen, teils heute neu kennen gelernt habe. Es befinden sich darunter Bücher von Hartmut von Hentig, die ich sehr schätze und von Wolfgang Bergmann, der mir die inneren Probleme der heutigen Erziehungskultur erklärt hat wie kaum eine anderer. Die Themen reichen aber auch bis zur Entwicklungspsychologie und der Psychologie des Geistes, namentlich verfasst von Ken Wilber.
Die Kinder haben nach meiner Erkenntnis alle irgendeinen Schmerz, der mich bewegt und nicht losläßt. Sie sind nicht glücklich, sind nicht traurig, sie sind stumpf, manchmal aggressiv, ablehnend eingestellt. Selbst jene, die eigentlich gesund wirken, schleppen etwas mit sich herum. Dieser latente Schmerz ist in meinem Beruf natürlich schwer dingfest zu machen, weil man im Unterricht die Kinder nur für kurze Zeit in der Woche betreut. Aber er steht den Kindern auf unterschiedlichste Weise ins Gesicht geschrieben. Darüber hinaus haben sie natürlich Probleme mit dem Üben. Eine schwarze Pädagogik, wie sie Alice Miller seinerzeit entlarvte, ist auch für den Instrumentalunterricht katastrophal. "Fordern statt verwöhnen" ist aber ebenso eine hilflose, oberflächliche Maxime. Von den regressiven Methoden eines Bueb ("Lob der Disziplin"), die bar jeder Seelenkenntnis daher kommen, ganz zu schweigen.
Mir ist eines sehr klar geworden, nämlich dass es einen ungeheuren Mangel an Liebe gibt. An echter, wirklicher Liebe. Würden wir Liebe verwirklicht haben, wir benötigten nicht eine derartige Flut an Erziehungsratgebern. Andererseits ist sie ein lebendiges und hoffnungfrohes Zeugnis unserer Suche nach Liebe.
Jesper Juul benutzt zwar nicht mein in diesen kurzen Sätzen anklingendes Vokababular, zeigt aber die Tatsache in recht einfacher Weise, dafür aber anschaulich und prägnant, welche spezielle Art von Mangel an Selbstliebe - Juul nennt es "Selbstgefühl" - in Erwachsenen unserer Zeit vorherrscht. Man kann nur geben, was man hat. Wenn es Liebe ist, wird Liebe in anderen mitgeboren. Wenn es etwas anderes ist, erhält man das entsprechende Ergebnis. Diese Dinge gehen von den Erwachsenen aus. Von einer Gesellschaft, die nach wie vor einem Bewertungswahnsinn frönt, der Leistung und Effizienz als Bewertungsgrundlage fixiert. Kein Platz für Liebe. Wohl aber für aufgeblähte Egos.
Förderung von Eigenschaften, von Begabungen ersetzt Liebe (Förderwahn). Natürlich kann Liebe durch nichts ersetzt werden. Wer nur "geliebt" wird, weil er brav, weil er hervorragend ist, weil er was kann, wird nicht in seiner Eigentlichkeit wahrgenommen, in dessen Sein erkannt.
Davon handelt - in anderen Worten - Jesper Juuls Buch. Wer sich öffnet und in sich hinein zu schauen vermag, wird die Wahrheit darin erkennen, wird aufatmen über den Ausweg. Ja, es gibt diesen!
In "Dein kompetentes Kind" habe ich ihn gefunden. Wenn ich von meinen vielen, vielen gelesenen Büchern Eltern und Lehrern eines als erstes empfehlen würde, dann wäre es dieses, weil es auf seinen unter dreihundert Seiten alles wirklich Wichtige ausdrückt. Man muss allerdings in der Lage sein, einen Auszug davon zu erstellen (so wie das bei jedem Buch ist, das was bringen soll), um sich eine Art Leitlinie zu erstellen, die einem hilft, sich selbst zu verwandeln.
In der Spiritualität ist es wie in der gesamten Psychologie eine unangefochtene Wahrheit, dass wir andere nicht ändern können, sondern bei uns beginnen müssen. Wie gesagt, wer nicht lieben kann, wird es andere spüren lassen, auch wenn er sich noch so sehr bemüht... Er wird die Phänomene kaum selbst erkennen können (Platons Höhlengleichnis). Dazu braucht es dann gereifte "Freunde", die sich einem in den Weg stellen. Z.B. Bücher oder etwa - die eigenen Kinder, die einem spiegeln, was da abläuft. Der Vorgang des Spiegelns (und der Projektion) ist in der Psychologie altbekannt. In dieser Hinsicht sind Kinder also hochkompetent. Das ist es, was Juul eigentlich meint. Aber er beschreibt dies ohne meine hochgeschraubten Psycho-Begriffe und deshalb ist das Buch einfach für jedermann geeignet.
Ich meine, der beschriebene Weg ist auch jener, der nicht nur Kindern hilft, sie selbst zu sein, zu bleiben oder vielleicht auch wieder zu werden, sondern wird über die Kinder und die geläuterten Erwachsenen in die Gesellschaft getragen, wodurch sich diese und auch das Wirtschaftsleben möglicherweise menschlicher, liebender gestalten läßt. Mag hochgegriffen wirken oder auch ironisch als 2012-Getue diskreditiert werden, aber mit diesen Anfängen kann eine elysäischere Welt aus dem Bereich der Utopie in jenen der Vision und der greifbaren, der "verwirklichbaren Wirklichkeit" gehoben werden. Danke, Herr Juul! So einfach ist das.
Es geht um Erziehung, um Pädagogik. Das weist uns die Grenze des Buches. Denn nach meinem Dafürhalten kann man Liebe nicht einfach lernen, nach dem Motto, lies mal das Buch und folge seiner Rosenspur. Nur wer in sich wirksam etwas verwandelt und heilt, was verdrängt wurde und ein stilles bis kränkendes oder gar zerstörerisches, unerkanntes oder unbegreifliches Eigenleben führt, wird wirklich er selbst sein. Das ist die einzig wirkliche Lösung. Nur Sein kann Sein lieben. Das ist die edelste und wichtigste Aufgabe für jeden einzelnen Menschen. Dafür gibt es unzählige Wege. So schwierig ist das.
Auf diese Zusammenhänge verweist der Autor durchaus am Ende des Buches, bleibt aber im Rahmen seines Themas, was ja auch völlig korrekt ist.
Liebe ist immer die Lösung. Deshalb wäre vielleicht das zweite Buch, das ich anderen weitergeben würde, Wolfgang Bergmanns "Geheimnisvoll wie der Himmel sind Kinder", für das man keine ideologische oder religiöse Vorbildung benötigt.
Aber auf Selbstheilung kann man nicht warten. Das muss man selbst tun. Und einstweilen lese man Juul und bewirke etwas damit!


Denkfehler: Das Dilemma der Hirnforschung
Denkfehler: Das Dilemma der Hirnforschung
von Thomas Hardtmuth
  Broschiert
Preis: EUR 19,80

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gegen ein populäres wissenschaftliches Denken, das auch ganz falsch sein kann., 28. August 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Heute denkt nicht mehr der Mensch, sondern das Gehirn denkt für einen, was ja kompletter Unsinn ist. Das geht soweit, dass man die Wahrheit über Geist und Seele völlig verkennt und in bloßen Materialismus verfällt, als wäre das der Abschlussstein unseres möglichen Weltbildes. Nicht wir lernen etwas, es ist nur unser Gehirn. Ist das alles, das soll alles sein? Eine Maschine, die für uns alles übernimmt? Haben Sie den Widerspruch in meinen Aussagen bemerkt? Wer ist denn das, wenn es heißt, das Gehirn lernt für uns? Für uns. Wer ist das? Wer oder was ist denn dann dieses Ich?
Schon Ken Wilber hat uns erklärt, dass man mit naturwissenschaftlichen Methoden den Geist niemals verifizieren kann, weil die Methode dazu nicht geeignet ist. Geist liegt nunmal außerhalb der naturwissenschaftlichen Zone.
In einem Zeitalter, in welchem immer noch sowas wie die schlimme Esosterik (sie denkt sich gern viel Irrsinn aus), Geisteswissenschaft und Wissenschaft unvereinbar nebeneinanderstehen, räumt einer mal ein wenig auf mit so manchem haarsträubenden Unsinn, der derzeit die Welt beherrscht. Aber das wird schon sein Gutes haben. Mit der Zeit wird man schon zur Wirklichkeit durchringen. Die Suche vereint uns alle, die Ergebnisse trennen uns nach wie vor.
Das Buch begnügt sich nicht damit, den Phrasen von Wissenschaftlern oder Psychologen Glauben zu schenken, damit man eine Antwort hat. Und wenn es nun die falsche wäre? Die Menschen sind schnell zufrieden, damit es ihnen einigermaßen wohl ergehe, aber Wahrheit halten sie nicht so gerne aus... vor allem, wenn man ein wenig Grips dafür benötigt. Aber der Grips kann ja auch so sehr irren...
Jene, die einzig der Wissenschaft vertrauen können, leben zwar gut mit dem durchschnittlichen Gegenwartsdenken (ein guter Schutzraum), haben aber daher häufig Angst vor so etwas wie Geist und Seele, oder gar Gott! Ja, aber wenn da nun die Wahrheit wäre? Die anderen glauben mehr zu wissen... Parapsychologische Phänomene sind heute (es gibt zuverlässige wissenschaftliche Untersuchungen des Parapsychologischen Instituts in Freiburg, die die meisten ja auch nicht wahrhaben wollen) bewiesen.
Mit diesem Buch geht man vielleicht einen kleinen Schritt vorwärts und versteht so manches besser. Verschmähen sie esoterischen Trash von Leuten, die keine philosophische und psychologische Bildung vorweisen können, aber trotzdem philosophieren und ihre Gedanken, die ja schon vor Jahrtausenden von den großen Weisen gesagt wurden, als die letzte Wahrheit ausgeben und bei näherem Hinsehen (da darf man halt nicht blind sein)eine Unlogik nach der anderen als Gesetz hinstellen und sich für ganz toll halten. (Das Widerlichste an der Esoterik ist die Eitelkeit der Autoren.) Interessieren Sie sich ruhig fürs Gehirn, aber bleiben Sie nicht dabei stehen.
Als Manko ist zu verzeichnen, dass der Autor auf den etwa ersten hundert Seiten sehr klar und thematreu alles erklärt, was notwendig ist, um besser zu verstehen, aber sich dann in Analogien erschöpft, die eindeutig der Antroposophie entstammen und nicht mehr viel zum Thema beitragen können. Sie sind allenfalls interessant. Das schwächt das Buch nach meiner Meinung sehr.


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