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Rezensionen verfasst von
Juan "Rock 'n Rooolla'"

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Half-Life 2: The Orange Box
Half-Life 2: The Orange Box
Wird angeboten von Gameland GmbH
Preis: EUR 19,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wahrhaft bombastisches Paket, 17. Juni 2008
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Half-Life 2: The Orange Box (Videospiel)
Als frischer Besitzer einer XBox, der HL2 bisher aus finanziellen Gründen verpassen musste war die Orange Box für mich einer der ersten Pflichtkäufe als die Konsole aufgebaut war. Die deutsche Version, nachhaltig geschnitten oder eher zum Krüppel gemacht, habe ich tunlichst vermieden und mir die englische Version gekauft. Und zu der kann man nur eins sagen: Woaah!

5 Spiele und dazu auch noch wahnsinnig gute Spiele für gerade mal 40 Euro sollten jedem das Geld wert sein. Mein jahrelanges Warten hat sich wirklich gelohnt. Half Life 2 und die beiden zusätzlichen Episoden sind das Non Plus Ultra was First Person Shooter angeht. Story, Pacing, Art Design, innovative Ideen, super Charaktere,... Alles ist enthalten und mündet in einem wunderbaren Spielerlebnis. 1984, Krieg der Welten und moderne Science Fiction sind die Stichwörter die mir spontan in den Sinn kommen. Garniert mit einer subtilen Love Story, die zu keinem Zeitpunkt aufgesetzt wirkt, und klasse Dialogen. Die Mannen bei Valve wissen wirklich wie sie Videospiele als ein erzählerisches Mittel richtig einzusetzen haben.

Aber so sehr mich HL2 auch begeistert hat, so hat mich Portal buchstäblich von den Socken gehauen. Ein derart innovatives, stylisches und vor allem witziges Spiel ist mir seit... noch nie untergekommen. Die kuchensüchtige, neurotische und einfach herrliche KI GLaDOS ist bei jedem Wort für einen Lacher wert und gleichzeitig bringt sie eine ganz neue Seite in das Thema künstliche Intelligenz. Sie hat einen Charakter, aber einen definitiv unmenschlichen. Wenn der Abspann nach (meiner Meinung nach genau richtigen) zweieinhalb Stunden Spieldauer über den Bildschirm flackert und sie leise von Triumphen, Wissenschaft und Kuchen singt, weiß man dass man etwas ganz Besonderes gespielt hat. Und dem armen Companion Cube trauert man noch Tage später nach. Einfach unvergleichlich.

Diese Box lässt sich demnach (in der englischen Version) nur weiterempfehlen. Sowohl Rätsel als auch Shooter Fans werden gleichermaßen bedient und befriedigt. Hut ab, Valve.
Für mich hätte sich das Geld alleine schon für Portal gelohnt.


Metal Gear Solid 4: Guns of the Patriots
Metal Gear Solid 4: Guns of the Patriots
Wird angeboten von gamedealer online - Preise inkl. Mwst - Impressum und AGB finden Sie unter Verkäuferhilfe
Preis: EUR 26,90

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen War Has Changed... (Leichte Spoiler), 16. Juni 2008
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
...und damit auch Snake. Die Sichtweise des Spielers gleicht bei einem MGS für gewöhnlich der von Meryl: Für uns ist er eine Legende, egal wie oft er es verneint. Doch es fällt schwer diesen alten, permanent hustenden Mann noch als solche zu sehen. Doch nachdem der Abspann den Bildschirm hinunterläuft und wir nach ca. 14 Stunden diamantartiger Brillianz endlich wieder durchatmen können hat er uns defintiv bewiesen, dass er genau das ist: Ein verdammter Held!

Ich spiele Metal Gear nunmehr seit ich Teil 1 damals auf dem NES meines Vetters spielen durfte. Nicht weniger als knappe 18 Jahre durfte ich demnach auf das Ende dieser gigantischen Geschichte warten und als ich es endlich in meinen Händen halten durfte habe ich es von Anfang bis Ende fast ohne Pause gespielt. Selbstmörderisch, ich weiß, aber ich konnte nicht anders. Das alleine zeigt schon wie absolut grandios dieses "Spiel" ist. Es ist wie eine Kombination aus einem guten Buch und gutem Sex, so dämlich das auch klingen mag.

MGS4 besteht zu einem Großteil aus Videomaetrial, dem besten das man bislang in einem Videospiel bestaunen durfte, und aus komplexem und facettenreichem Gameplay. Wer nicht auf Storylastige Spiele steht sollte tunlichst die Finger von diesem hier lassen. Ohne die Geschichte hat man zwar ein astreines Stealth Action Spiel, aber selbst die Gameplay Sequenzen leben von den emotionalen und aufreibenden Geschehnissen der Geschichte. Es ist effektiv so: MGS4 ist eine interaktiver Film. Vollkommen linear aufgebaut steuert man Snake durch die Levels und wartet auf die nächste Filmsequenz, weil man endlich wissen will wie es weitergeht. Es ist ein buchstäblicher Rollercoaster, der in einer unglaublichen Sequenz von halsbrecherischen Loopings endet, die einem jedes bisschen an Atem rauben, den man noch in den Lungen hat.

Ich denke ich muss an dieser Stelle sagen, dass Metal Gear für mich schon immer genau das war, was ich oben beschrieben habe: Ein interaktiver Film. Während die meisten Leute das Gameplay loben und sich darüber aufregen, dass es meistens zu kurz kommt freue ich mich über jede Zwischensequenz; warte sogar sehnlichst auf die Nächste. Ein reines Metal Gear Phänomen. Andere Spiele spiele ich lieber statt sie mr anzuschauen.
Demnach kann ich voll und ganz nachvollziehen, dass viele Leute enttäuscht sind. Das Gameplay kommt sehr kurz. Nachdem ich jetzt zwei Mal durch bin würde ich definitiv sagen, dass die Länge der Sequenzen die des Spiels um ein gutes Stück übersteigt.
Jeder muss nun für sich selbst entscheiden ob er wirklich 60 Euro für einen CG Film mit einigen Spielsequenzen ausgeben will oder eben nicht. Man sollte nur wissen worauf man sich einlässt.

Wie dem auch sei, für mich persöhnlich ist Metal Gear Solid 4 ein wahres Fest, insbesondere als gigantischer Fan des ersten Teils, da sämtliche Charaktere aus dem PS1 Orginal zurückkehren und man sogar Shadow Moses und Rex wiedersehen darf. Ein absolut wunderbar nostalgischer Moment.

Kurz: Fans der Stroy, die sich nicht an der Tatsache stören, dass diese das Gameplay deutlich in den Hintergrund rücken, denen rate ich:
Kaufen. Jetzt!
Alle anderen sollten es vielleicht erstmal anspielen, bzw. ausleihen.


Das letzte Protokoll: Roman
Das letzte Protokoll: Roman
von Chuck Palahniuk
  Taschenbuch

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Neue Themen in altem Gewand, 12. Dezember 2007
Rezension bezieht sich auf: Das letzte Protokoll: Roman (Taschenbuch)
Wo Palahniuk draufsteht ist für gewöhnlich auch Palahniuk drin. "Diary" oder (mal wieder seltsam ins deutsche übersetzt) "Das letzte Protokoll" reiht sich nahtlos in das Gesamtwerk des Chucksters ein. Gesellschaftskritik, Nullpunkt Philosophie und seltsame Charaktere gibt es auch hier wieder zuhauf, alles zusammengehalten durch den allseits bekannten und beliebten Schreibstil. Im Prinzip also nicht wirklich was Neues.
Warum in aller Welt hat mich dieses Buch dann genau wie alle Anderen des Autores mal wieder für mehrere Stunden ans Cover gefesselt? Es sind dann doch die neuen Themen im alten Thema, die für mich den Unterschied machen. Gesellschaftssatiren sind Palahniuks Werke allesamt, aber während z.B. "Lullaby" unter anderem von der ewigen Lärmbeschallung gewisser Großstädte, "Invisible Monsters" von der Perversion des Modelgewerbes oder "Die Kolonie" von der allgegewärtigen Sensationsgeilheit unserer Gesellschaft erzählen stehen hier wieder andere Themen im Vordergrund. Wie weit würden Menschen einen anderen Menschen zu Grunde richten um ihr eigenes luxeriöses Leben zu sichern? Welche Gehemnisse könnten in den Köpfen unserer engsten Mitmenschen schlummern? Und wie zur Hölle definiert sich wahre Kunst?
Schon als ich die ersten Seiten dieses Romans hinter mir hatte war ich begeistert. Palahniuk beschreibt unser Gesicht. Jedes Detail. Muskeln, Haut, Zähne, jede kleinste Bewegung, nur um uns dann zu sagen: "Das ist ihr Gesicht. Was sie denken am besten zu kennen". Kurz: Wenn wir nicht einmal wissen was in uns selbst genau vorgeht, wie können wir überhaupt etwas wissen? Für mich war das Buch ein Rollercoaster durch die dunklen Seiten der menschlichen Psyche und ich habe es mit Wonne verschlungen.

Dass manchen Leuten der Schreibstil, das ewig gleiche Hauptthema und die immer abstoßender werdenden Beschreibungen inzwischen auf die Nerven gehen kann ich irgendwo sehr gut verstehen, aber wer Palahniuk genauso gerne liest wie ich und bereit ist etwas tiefer zu graben dürfte nicht enttäuscht werden.


Somera Sol
Somera Sol

22 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen The Ultimate Kickback, 11. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: Somera Sol (Audio CD)
Brant Bjork und seine Bros sind zurück und grooven uns mal wieder gehörig in unser verwöhntes Tanzbein. Diesmal mit freundlicher Unterstützung von "Circus Leaves Town"-Kyuss-Schlagzeug-Kante Alfredo Hernandez (Yawning Man, Vic Du Monte's Idiot Prayer) oder Mario Lalli (Fatso Jetson, Yawning Man, Ten East). Nach der sehr ruhigen EP "Tres Dias" kommt diese Platte wieder rockiger daher und zeigt eins ganz deutlich: Brant löst sich langsam aber sicher von seinen simplen 4 Noten Riffs und schreibt jetzt weitaus besser strukturierte Songs, wie es bei einigen auf "Saved By Magic" noch der Fall war, das nur teilweise in diese Richtung deutete (wobei da allerdings auch weit mehr Songs drauf waren).

Beim ersten Song "Turn Yourself On" wird einem das sofort klar. Man legt die Platte ein und mit einem Ruck hat man einen Knick im Knie und die Beine beginnen unkontrolliert den guten alten Brant Blues zu tanzen. Beim zweiten Stück "Love Is Revolution" kommt man sich vor als würde man mit Sonnenbrille und coolem Outfit durch Palm Desert streifen, während einem die Sonne den Pelz von der Haut brennt. "Oblivion" errinert dann eher an eine schöne Frau in einem fetten Mustang, die auf geradem Wege ins Paradies düst. Niemand schafft es so gut gleichzeitig so cool zu klingen und einem solch ein Freiheitsgefühl zu verschaffen. Ganz im Sinne von Songs wie "Too Many Chiefs". Hier zeigt sich ausserdem auch Brants melancholische Seite ("Sweet dreams of oblivion, the sweetest place that you've never been/Sweet dreams of oblivion, a little sweeter than the world you and I are living in"). "Native Tongue" ist wieder so ein Fall. Groovy wie Sau und doch seltsam melancholisch. "Ultimate Kickback" ist ganz einfach genau das was der Name andeutet. Setzt euch auf eure Veranda, schaut euch den Sonnenuntergang an, zündet euch ne Lunte an und genießt den Vibe. Darauf folgt dann "Chinarosa", der einen wieder in eine andere Bahn lenkt. Der Song hat was Negatives an sich, was bei dem Thema aber auch seine Logik hat. Ein Song der mit den Worten "Dropping Bombs" anfängt, darf einfach nicht fröhlich klingen. Seltsamerweise passt aber auch das Stück sehr gut ins Konzept des Albums. Zum Abschluss haben wir die etwas "anderen" beiden Songs: "Lion Wings" und "Blood In The Gallery". Beide mit Blasintrumenten im Hintergrund bilden einen wunderbaren Abschluss des Albums. Ersteres ist ein Laid Back Song, die so richtig gut die Atmosphäre eines BB & The Bros Konzertes rüberbringt. Letzers passt so gar nicht in das Ganze und dann wieder doch. Eine Mischung aus Fatso Jetson, Brant Bjork und den Polka Dots. Perfekt um mit der Freundin zu tanzen.

Alles in Allem: Wooow, yeah, rock 'n roll, Brant! You did it again!

Ich kann einfach nicht oft genug betonen wie sehr ich den Kerl liebe. Kauft euch die Platte und geht auf eins seiner Konzerte (wovon ich inzwischen 6 hinter mir habe) und schwingt, groovt und rockt einfach mit ihm mit.

5 von 5 Sternen mit einem dicken Sahnehäubchen oben drauf.


The Hives - Tussles in Brussels
The Hives - Tussles in Brussels
DVD ~ The Hives
Wird angeboten von skyvo-direct
Preis: EUR 13,57

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geniale DVD, 27. November 2005
Rezension bezieht sich auf: The Hives - Tussles in Brussels (DVD)
Was hab ich mich gewundert, als ich vor ein paar Wochen im Netz surfte und nach längerer Abstinenz in diversen Hives Foren auf die Information stieß, dass das Konzert auf dieser DVD genau das ist was ich vor ziemlich genau einem Jahr im Ancienne Belgique in Brüssel live mit erleben durfte und was mich einfach nur tief beeindruckt hat (ohne das ich irgendwelche Kameras bemerkt hätte).
Zack: Bestellt, begeistert.
Die DVD fängt perfekt die Stmmung ein, die wir auf diesem Konzert hatten. Schweisstreibend und mitten ins Gesicht.
Definitive Kaufempfehlung für jeden Hives Fan also, zumal die Zusatzfeatures ebenfalls sehr sehr interessant ausgefallen sind.


Paradisiac
Paradisiac
Preis: EUR 26,21

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wieder ins Schwarze, 27. August 2005
Rezension bezieht sich auf: Paradisiac (Audio CD)
Der Nachfolger zu Outside The Simian Flock kam verspätet aber dafür mit viel Power. Mehr Rock, weniger Elektronik und oftmals ein Hang zu Radiohead-typischen Melodien und Arrangements aber trotzdem eine kleine Welt für sich.
Produziert wurde dieses Meisterstück von Queens Of The Stone Age Frontmann Josh Homme, was wohl auch erklärt, dass das neue Album ein Stückchen härter und psychodelischer ausgefallen ist.
Zudem kann ich jedem nur raten sich Millionaire live anzusehen. Ein Erlebnis für sich.
Falls nichts besseres mehr erscheinen sollte im Jahre 2005 bleibt dieses Album mein klarer Favorit auf das beste Album des Jahres.


Outside the Simian Flock
Outside the Simian Flock
Wird angeboten von EliteDigital DE
Preis: EUR 16,98

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Timmy ist einfach der wahnsinn, 14. Juni 2005
Rezension bezieht sich auf: Outside the Simian Flock (Audio CD)
Als Belgier ist einem der Name Timmy Vanhamel normalerweise sehr gut bekannt. Als Millionaire Frontmann, sowie Gitarist in Josh Hommes Zweitband "Eagles Of Death Metal" ist er zu dem Liebling der Indie Szene in Belgien aufgestiegen und ich muss sagen: Zu recht!
Outside The Simian Flock ist ein Album das einem geradezu Elektrostöße durch die Hörmuschel jagt. Da gibts Songs wie das chillige Champagne, ruhige Sachen wie Blindfold oder total abgedrehte Sachen wie Petty Thug und Come With Me, die sich anhören wie eines der Lieder aus Super Mario oder wie ein Michael Jackson Revival. Nur eben, na ja... weit weit besser.
Kurz, wer Elektronik nicht total verabscheut und sich auf einen Groove der besonderen Art einlaßen will ist bei diesen durchgeknallten Typen genau an der richtigen Adresse.


Lullabies to Paralyze (Limited Deluxe Edition) (CD+DVD)
Lullabies to Paralyze (Limited Deluxe Edition) (CD+DVD)
Wird angeboten von VECOSELL
Preis: EUR 28,67

9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Durchgeknallte Wiegenlieder, 22. März 2005
Knappe drei Jahre sinds nun, seit "Songs For The Deaf" die halbe Musikbranche auf den Kopf gestellt hat und weltweit als eines der besten Rockalben seit der Grunge Zeit betitelt wurde. Jetzt ist das neue Album da, leider ganz ohne Ex-Basser Nick Oliveri und nur wenig Mark Lanegan, der mit seinem, übrigens ebenfalls genialen, Album "Bubblegum" beschäftigt war. Tut aber alles nichts zur Sache. "Lullabies To Paralyze" rockt ebenso wie die drei anderen Queens Alben und doppelt so sehr wie alle anderen Rock Platten auf dem Planeten. Es fängt an mit "This Lullaby", welches sich ähnlich anhört wie typische Lanegan Solo Songs wie z.B. "Bombed". Wer also Lanegans Solo Alben kennt, wird den Sound wiedererkennen. Dann gehts weiter mit "Medication", ein guter alter QOTSA Kracher, der für den Pogo wie geschaffen ist. Wie schon oft erwähnt: In dem Lied ist alles drin, was an den Queens so gut ist. Nach diesem hammerharten Intro, wird dann wieder etwas runtergeschraubt und es folgt "Everybody Knows That You're Insane" und "Tangled Up In Plaid". Ersteres fängt ruhig und psychedelisch an, wird im Refrain wieder schnell und hält dann sein Tempo. Letzteres ist die Lullabies Version von "No One Knows", nur wiederum ein gutes Stück psychedelischer. "Burn The Witch" errinerte mich aufgrund des Gesangs sofort an die Kinks. Das Lied klingt nach einem Hexengesang mit Drogeneinfluss, wenn ihr wisst, was ich meine. "In My Head" dürften viele schon kennen, da es auf den "Desert Sessions 9&10" schon vertreten war. Ein wenig abgeändert und auf die Queens angepasst, ist und bleibt es ein geiles Lied, das man aber auch in seiner Ursprungsform hätte lassen können. "Little Sister" dürften inzwischen auch die meisten kennen, da es die erste Single des Albums ist. Das Lied ist einfach nur klasse, nicht mehr und nicht weniger. Das Solo, das so gut wie jeder Anfänger nachspielen könnte, passt perfekt in den Charme des Liedes. "I Never Came" ist eine grandiose Rock-Ballade mit wunderschönem Gitarrensolo, bestimmendem Schlagzeug und einem Text, der so melancholisch ist, dass es wehtut.
Dann, wuuuusch! Hier ist der berühmt berüchtigte Wechsel: Von einem "halbwegs" normalen QOTSA Album ändert sich der ganze Ton des Albums mit einem Schlag. Experimentierfreudig zeigt sich Josh Homme wie selten zuvor. "Someone's In The Wolf" ist eine 7 minütige Brachial-Orgie die so rasant gespielt ist und gleichzeitig so seltsam gesungen, das es kaum erklärbar ist. In dem Moment in dem die ersten Takte begannen wusste ich, dass der Song für immer in meinem Gedächtnis bleiben wird. Für mich einer der besten Songs überhaupt. "The Blood Is Love" setzt den Rythmus fort: Mit einem seltsamen Zirkus ähnlichen Anfang setzt sich der Song mit einem sich ständig wiederholenden Riff und scheinbar zusammenhanglosem Gesang fort. Am besten bei seeehr mieser Laune hören und niemals wenn einem schlecht ist. "Skin On Skin" ist der wohl ungewöhnlichste Track überhaupt. Hier wird wieder mal klar, dass Josh Homme so einiges von Sex hält. Das Lied klingt wirklich nur dreckig und einfach gut. "Broken Box" hat einen kleinen Funk Einschlag, inklusive Klatschen im Hintergrund und typischem Rock N' Roll Piano. Der vorletzte Track nennt sich "You've Got A Killer Scene There, Man" und ist die perfekte Untermalung für einen versoffenen Abend unter Freunden. Ich glaube beim Schreiben dieses Songs wurden viele viele Zigaretten geraucht. Der Abschluss ist "Long Slow Goodbye". Wiederum eine Ballade mit wunderschönem melancholischen Text, die aber niemals hoffnungslos klingt. Das Blasorchester gibt den Rest. Spätestens an dieser Stelle wird man effektiv in den Schlaf gewiegt. Der Bonustrack "Like A Drug" war ebenfalls schon auf den "Desert Sessions" vertreten (5&6) und wie hier schon gesagt: Er hört sich an, als käme er aus den Sechzigern.
Hach, ich schwelge in diesem Album. Allen Skeptikern kann ich nur raten: Achtet nicht auf den Einband und nicht auf das "Queens Of The Stone Age" auf dem Cover. Schaltet einfach das Licht aus und lasst euch in den Schlaf wiegen.


Field Songs
Field Songs

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lanegan ist göttlich, 15. Januar 2005
Rezension bezieht sich auf: Field Songs (Audio CD)
Field Songs ist ein Album, das mich vom ersten Moment an in seinen Bann gezogen hat. Schon bei den ersten Takten von "One Way Street", dem ersten und meiner Meinung nach besten Song des Albums, war ich begeistert. Solch ein bluesiges, folkiges und zugleich rockiges Album habe ich selten gehört. Mit seiner "Leonard Cohen gemischt mit Kurt Cobain" Stimme schafft er es bei jedem Song eine perfekte Stimmung aufzubauen, die durch die genialen Lyrics verstärkt wird ("Love, I'll come to ride/high on that seasick, rollin' wave/ and you know that I am just trying to get out/Oh, that glorious sound/Oh, the one way street/but you can't get it down without crying").
Wunderschön, mitreißend und emotional.
Anspieltipps: One Way Street, Miracle, Don't Forget Me, Blues For D


With the Lights Out (Limited Edition)
With the Lights Out (Limited Edition)
Wird angeboten von thebookcommunity
Preis: EUR 91,89

13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die ultimative Offenbarung, 28. November 2004
Was habe ich auf diese Box gewartet?
Nach dem Erwerb unzäliger Bootlegs und jeder noch so unbedeutender Live Version eines bekannten Songs kam dann endlich noch mal was Neues. Als ich dann jedoch die Tracklist sah machte sich erst mal Enttäuschung breit. Als ich dann aber in die CDs reinhörte war ich im Himmel. Die meisten Songs sind bekannt, ja, aber die sind meist in neuen genialen Versionen vorhanden. "Heart Shaped Box" oder "Sliver" haben hier beispielsweise einen veränderten Text und "Where Did You Sleep Last Night" wird mit einem leicht veränderten Riff gespielt, der dem ganzen einen noch melancholischeren Touch verleiht, als der Song von Haus aus schon hat.
Dazu sind ein paar der Live Bootlegs endlich in einer anhörbaren Version vorhanden. "Old Age" beispielsweise, oder das geniale "In His Hands", das hier den Titel "Verse Chorus Verse" trägt, mit dem Kurt Cobain bekannterweise mehere Lieder versah. Auch der "Token Eastern Songs (Born In A Junkyard)", das Velvet Undergroud Cover "Here She Comes Now" oder "Oh, The Guilt" liegen nun in guter Qualität vor.
Die paar neuen Songs, die auf die CD gepresst wurden, sind alleine schon den Kauf wert. Unter anderem zwei neue Leadbelly Cover und ein paar Acoustic Stücke sind darunter. "Mrs. Butterworth" macht da den Anfang, gefolgt von "They Hung Him On A Cross", "Grey Goose" und dem verdammt fetzigen "Ain't It A Shame", bei dem Kurt sich schon fast zum Rock n' Roll oder Ryhtm and Blues bekennt. Dann folgt noch "The Other Improv" und das wunderbar deprimierende "Do Re Mi"
Garniert wird das ganze mit leicht veränderten Abmischungen von "Breed" und "Smells Like Teen Spirit", die Nevermind ein klein wenig rauher wirken lassen. "Moist Vagina" in anderer Form, "Milk It" in anderer Form, etc...
Insgesamt eine absolut grandiose Box, die allerdings nur die zu schätzen wissen dürften, die sämtliche Alben und Bootlegs bereits bis zum Hörsturz gehört haben.


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