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Rezensionen verfasst von
Urs Rauscher "UR" (Freiburg)
(REAL NAME)   

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Warum es die Welt nicht gibt
Warum es die Welt nicht gibt
von Markus Gabriel
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 18,00

68 von 92 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Warum es die Welt doch gibt, 25. Juni 2013
Der Titel sagt es: Die Welt soll es nicht mehr geben. Es soll sie nie gegeben haben. Der Jungphilosoph Markus Gabriel stellt eine gewagte These auf. Und spielt mit seinem flotten Stil und seinen weitreichenden Kenntnissen aus Kunst und Popkultur groß auf.
Und begeht dabei mindestens zwei schwerwiegende Denkfehler. Er versucht, wie er zunächst ankündigt, eine Synthese zwischen der Metaphysik und dem Konstruktivismus. Diese nennt er "Neuer Realismus". Diese Synthese ist logisch und notwendig,
denn es handelt sich dabei um den nächsten philosophischen Denkschritt. Weder gibt es die Welt an sich (eine wahre Welt hinter der Welt) und alle Wahrnehmungen sind Illusionen (Metaphysik), noch gibt es lediglich Beobachter, die die Welt durch ihre
Wahrnehmung konstruieren (Konstruktivismus). Laut Gabriel gibt es sowohl eine objektive natürliche Außenwelt, als auch die jeweiligen Subjektiven Perspektiven auf diese.

Die natürliche Außenwelt interessiert in in der Folge wenig, da er sie zu einem "Sinnfeld" macht, welches Gegenstand der Untersuchung durch die Naturwissenschaft ist. Sie ist keineswegs "Die Welt", wie es vielleicht jene Naturwissenschafler
behaupten mögen. Viel interessanter findet er die Untersuchung von gedanklichen und sozialen Räumen, in denen eine begrenzte Bezugnahme ein Sinnfeld bildet. Richtigerweise erklärt er Gedanken, Träume und das physische Universum gleichermaßen
zu Tatsachen, so dass das "Universum" ebenso ein Sinnfeld darstellt wie beispielsweise die "Philosophie". Diese Sinnfelder nennt er auch "Welten". Er behauptet, dass es zwar viele Welten gebe, nicht jedoch das eine Feld, in das sich alles fassen ließe.
Da Sinnfelder immer in anderen Sinnfeldern erscheinen, müsste es, wenn es die Welt gäbe, dieses eine Sinnfeld geben, in dem alles erscheint, dieses könnte jedoch nicht in einem weiteren Sinnfeld erscheinen. Aus diesem Grund könne es das Meta-Sinnfeld,
das man unter der "Welt" versteht, nicht geben. Ebenso bestreitet er, dass die vielen Welten (oder Sinnfelder) in einem Zusammenhang stehen. In beiden Punkten irrt er sich. Zunächst zum zweiten Punkt: Keineswegs stehen die einzelnen Welten nicht in
einem Zusammenhang. Ohne Zweifel beziehen sie sich oftmals nicht unmittelbar aufeinander; so untersucht die Philosophie etwas ganz anderes als die Naturwissenschaft und Fussball hat ziemlich wenig mit Häkeln zu tun. Dennoch hängen sie zusammen,
wenn auch nur mittelbar. Allein schon die Tatsache, dass wir auf alle uns bekannten Sinnfelder Bezug nehmen können, stellt diese in einen Raum, sie haben durch uns ihren Mittler. Mittelbar hängen also alle Welten zusammen, auch diejenigen, auf die
wir als Mensch nicht Bezug nehmen können. Letzteres liegt an der Tatsache, dass es wirkliche Trennung nicht gibt. Der viel gewichtigere Fehler jedoch unterläuft ihm bei der titelgebenden Verneinung der Welt. Richtig ist, dass jedes Sinnfeld in
einem anderen Sinnfeld erscheinen muss. Genau dies aber trifft auch auf die Welt, also das Meta-Sinnfeld, zu. Dieses erscheint nämlich im Kontext der Sinnfelder, die es selbst enthält. Diese Sinnfelder selbst bilden das Sinnfeld, in dem sie selbst
erscheinen, ergeben also das Sinnfeld, in dem das Sinnfeld erscheint, in welchem sie als Sinnfelder erscheinen. Ein Museum ist nicht nur das Sinnfeld, in dem Kunstwerke erscheinen, sondern diese bilden auch das Sinnfeld, in dem das Museum erscheint.
Ohne die Kunstwerke ist kein Museum mehr da, sondern nur noch ein Museumsgebäude. Ohne Museum wiederum ist das eine oder andere Kunstwerk kein Kunstwerk mehr, sondern nur ein Stuhl mit einem ranzigen Stück Butter darauf.

Sinnfeld und Inhalt hängen voneinander ab. Es gibt keine Einseitige Bedingung oder Kausalität. Weiß ist nicht die Ursache von schwarz und klein nicht die Ursache von groß, sondern beide bedingen sich gegenseitig. Trennung ist ohne Einheit nicht möglich
und Einheit ohne Trennung ebenso wenig (Weil das, was trennt, immer auch die beiden Getrennten verbindet, und das, was verbindet, immer eine Trennung voraussetzt). Diese Gegensätze bedingen sich nicht nur gegenseitig, sondern fallen in ihren Extremen
sogar zusammen. So ist man durch vollkommene Helligkeit gleichermaßen geblendet wie durch vollkommene Dunkelheit, das Größte und das Kleinste fallen ebenfalls zusammen, weil sie beide unendlich und damit nicht messbar sind. Dies ist die große Paradoxie
des Seins: Alles ist durch Gegensätze bestimmt und dennoch fallen diese in ihren Extremen zusammen. Nur in dem Zwischenraum ereignet sich das "Ereignis", eben das, was man Leben nennt. Deshalb gibt es letztlich keinen Unterschied zwischen Geist und Materie.
Aus demselben Grund kann im Übrigen auch das, was Gott sein soll, und das, was der Mensch ist, nicht getrennt werden.

Wenn Gabriel also eine einseitige Kausalität (Trennung der Welten ohne ihre Einheit; Sinnfeld bedingt nur in einer Richtung Sinnfelder) voraussetzt, tappt er in dieselbe Falle wie sämtliche Metaphysiker vor ihm. Die Welt ist nunmal Paradox und aus diesem
Paradoxen kann der Mensch keinen Ausgang finden, so sehr ihn sein Denken auch zu dem Versuch zwingt. Die Philosophie stößt nur immer wieder an dieselben Grenzen, wenn sie die Paradoxien der Gegensätze aufzuheben versucht. Immerhin ist dem Autoren ein
kluger und überaus lesbarer Text über die Kunst gelungen, in dem er aufzeigt, dass es sich bei Wissenschaft auch um Kunst und bei Kunst auch um Wissenschaft handelt, da in beiden Fällen Sinn gelesen wird. Auch hier sind die Gegensätze nur scheinbare.

Dass die Welt unendlich ist, heißt nicht, dass es sie nicht gibt. Interessanterweise führt er sie am Ende durch die Hintertür wieder ein und nennt sie "Unendlichkeit". Die Welt gibt es also doch, nur ist sie nicht das, was die Naturwissenschaften
oder Religionen oder Weltanschauungen sagen. Denn man kann diese Welt nicht anschauen. Dies zu betonen war wohl Gabriels Anliegen, leider ist er dabei etwas über das Ziel hinausgeschossen. Dennoch gibt es vier Punkte von mir, weil das Buch zum
Denken anregt und auf lockere Weise U- und E-Kunst zu verbinden vermag – ebenfalls eine Unterscheidung, die in weiten Bereichen der Kunst unschärfer ist, als sie immer gemacht wurde.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 1, 2014 10:46 AM MEST


Gemeinschaft mit Gott
Gemeinschaft mit Gott
von Neale Donald Walsch
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,95

5.0 von 5 Sternen Bewusste Gemeinschaft, 8. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Gemeinschaft mit Gott (Taschenbuch)
Die Gemeinschaft, die Walsch meint, ist keine körperliche, wie wir sie unter Menschen kennen. Sie ist eine geistige, die allein zwischen Gott und dem einzelnen Menschen bestehen kann. Sie wird vom Gegenüber, Gott, oder Allem-was-ist, niemals in Zweifel gezogen, sondern kann alleine vom jeweiligen Menschen verweigert werden, dann nämlich, wenn dieser sich von Gott als getrennt sieht. Es ist also eine Frage des Bewusstseins, nicht der Ist-Zustandes, denn die Gemeinschaft immer vorhanden.

Wie man diese Gemeinschaft erlangt, erklärt Neale Donald Walsch in diesem sehr interessanten Buch. Zehn falsche Annahmen trennen einen von Gott ab, denn sie führen dazu, dass man andere Menschen und sich selbst verurteilt, Gott aber verurteilt nichts und niemanden. Diese zehn „Illusionen“ sind Richten, Bedürftigkeit, Versagen, Unwissenheit , Spaltung, Mangel, Erfordernis, Verdammung, Bedingtheit und Überlegenheit. Walsch zeigt, wie diese sich gegenseitig bedingen, und also eigentlich nur eine einzige Illusion herrscht, auf der alle anderen schließlich aufbauen. Diese Illusionen machen den meisten Menschen das Leben so schwer, sie führen zu jenem „Human drama“, das jeder von uns auf die eine oder andere Weise aufführt. Stellt man eine davon ab, so hat man gute Chancen, auch die anderen abzustellen.

Walsch gelingt dabei das Erstaunliche, seine Leser geradezu zu erlösen, er bringt sie dazu, sich selbst zu vergeben und zu lieben, so wie er es selbst gelernt hat, bevor er auch noch diesen Illusionen unterlag. Auch meiner Sicht ist es das beste seiner Bücher, weil es am meisten von jenem Gottesfunken enthält, den er auch in den anderen Büchern entzündet. Wie auch Jesus und Buddha weist er auf die Illusionshaftigkeit der Wirklichkeit hin und weist gleichzeitig einen Ausweg aus ihr. Ähnlich den anderen New-Thought Autoren wie Jane Roberts und Esther Hicks, mit Seth und Abraham, aber auch Rhonda Byrne mit ihrem „Secret“ oder Semel mit seinem „Neuen Evangelium“, gelingt es ihm dabei, die Leser zu ihrem innersten Wesen zurückzuführen, das nichts als Liebe und Verständnis ist, und ihnen zu sagen, dass aller Mangel ein gedanklicher Mangel ist. Auch wenn er sich hier nicht explizit auf das Gesetz der Anziehung beruft, so wird zwischen den Zeilen doch klar, dass die Menschen durch ihre Gedanken all ihr Unglück erschaffen. Verbindet man sich jedoch gedanklich mit seinem Gott, so schenkt er einem auch alles Glück der Welt. Dann hat man endlich „Gemeinschaft mit Gott“.


Gespräche mit Gott: Vollständige Ausgabe
Gespräche mit Gott: Vollständige Ausgabe
von Neale Donald Walsch
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 28,00

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gottes Selbstgespräche, 8. Dezember 2012
Neale Donald Walschs "Gespräche" sind mittlerweile legendäres Gedankengut unter den Anhängern des New Thought. Auch wenn diesem großen Denker schon viele Denker vorausgegangen sind, so gelang es ihm doch, zum ersten Mal den Menschen in seinem Leser anzusprechen, der in einer Welt der falschen Glaubenssätze und irriger Annahmen lebt. Gerade für die Menschen, die von christlichen Glaubensrichtungen gebunden ein verkümmertes, ängstliches Leben führten, vermochte der bärtige Mann mit der sanftmütigen Ausstrahlung neue Wege des Denkens und Glaubens aufzuzeigen. Walsch litt selbst unter seiner christlichen Erziehung und musste sich aus den furchterrengenden Vorstellungen eines strafenden Gottes befreien. Dabei fielen ihm die Schriften des New Thought wie eines Napoleon Hill oder eines Charles Haanel in die Hände, aber auch die Werke von Jane Roberts, die SETH gechannelt hatte. All dieses Wissen kompilierte er auf großartige Weise in seinen drei "Gesprächen mit Gott" und den darauffolgenden Werken. Gleichzeitig ließ er sich bei vielen Stellen von einer inneren Stimme inspirieren.

Als erster wagte er, mit dem Begriff von Gott zu arbeiten. Er erklärte den Menschen, dass sie selbst Gott waren und nicht unter den Strafen eines Gottes zu leiden hätten. Auch befreite er sie von ihrer Angst vor dem Tod, die ihnen sowohl die Kirche als auch die Anhänger des radikalen Materialismus eingeredet hatten.

Im ersten Band behandelt er eher allgemeine Fragen zu Gott und der Religion. Im zweiten werden dann Sexualität und die Geschlechter einer näheren Besprechung unterzogen. Der dritte Band wiederum kümmert sich um die größeren, kosmischen Zusammenhänge der Realität. Zusammen ergeben sie ein stimmiges Bild von Walschs Weltsicht, ndie den Menschen und seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt einer neuen Religion rücken. Außerdem zeigte er auf, dass der Mensch sich seine Realität selbst erschafft, anstatt der Schöpfung eines allmächtigen Gottes oder der Willkür des Zufalls zu unterliegen. Dem Gedanken liegt die schöpferische Kraft inne und nicht der Tat alleine. Der Mensch sei auf der Erde, um sich schöpferisch auszudrücken, sich selbst immer wieder in der größten Version seiner selbst zu erschaffen. Damit ermächtigte Walsch die Menschen, die seine Worte lasen, zu verantwortlichen Göttern in einem Pantheon der Menschen.

Gleichzeitig bereitete er durch das Wegbrechen der alten Glaubensmuster den Weg für Lehrer, die das Gesetz der Anziehung, dass er nicht explizit so nannte, noch detaillierter und praxisnaher ihren Schülern brachten. So kommt es nicht von ungefähr, dass er das Vorwort zum ersten "Law of Attraction"-Buch von Esther und Jerry Hicks schrieb. ABRAHAM selbst nennen Walsch einen "Brückenbauer". So wie auch Armin Risi mit seinem "Radikalen Mittelweg" und Semel mit seinem "Neuen Evangelium" schlägt er die Brücke von der Religion zu einem neuen Denken, vom alten Glauben über den zeitgenössischen Materialismus zu einer Synthese des Verstehens, die den Menschen ein neues Bewusstsein verleiht. Auch er zeigt die Gemeinsamkeiten vieler Religionsstifter wie Jesus oder Buddha auf und nennt den wertvollen Kern vieler religiöser Weltsichten. Jetzt, in dieser "Zeit des Erwachens", ist er einer der Fackelträger auf dem Weg in eine bewusstere Zukunft.


Neue Offenbarungen: Ein Gespräch mit Gott
Neue Offenbarungen: Ein Gespräch mit Gott
von Neale Donald Walsch
  Taschenbuch

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Brückenbauen, 7. Dezember 2012
….ist die große Kunst des Neale Donald Walsch. Großartig ist, wie er den Menschen Alternativen zu den institutionalisierten Religionen anbietet und gleichzeitig Toleranz predigt. In diesem Band „Neue Offenbarungen“ bezieht er sich besonders auf globale Ereignisse und den Technologischen Fortschritt. Er weist darauf hin, dass das Leben niemals enden kann und sich deshalb andere Formen suchen muss, kommen die vorhandenen Formen in Gefahr. Man sollte die ersten Bände gelesen haben, damit diese Offenbarungen, die hier angeboten werden auch in Bezug auf die „alten“ Offenbarungen verstanden werden können. Obwohl noch vor der Finanzkrise geschrieben, wird in diesem Buch erklärt, wie die Menschheit solchen Herausforderungen begegnen kann, wie es zum Beispiel der starke Einfluss des technologischen Fortschritts auf die Umwelt ist.

Darüber hinaus befreit Walsch wie in seinen früheren Büchern seine Leser von den Vorstellungen eines rachsüchtigen, wollenden Gottes und zeigt ihnen auf, dass sie als ein Teil Gottes selbst Gott sind. Dabei geht er noch tiefer auf die Punkte ein, die schon in den früheren Büchern zur Sprache kamen, ohne etwa zu langweilen. Indem er mit der alten Gottessicht bricht und sich selbst als Gott darstellt, nähert er die Menschen Gott an, der sonst entrückt und fern auf seinem Thron im Himmel saß. Er verwirft auch die Idee von Sünde und ewiger Verdammnis. Stattdessen hat er viele tröstliche Dinge zu sagen. Hier ein Zitat: „Eines Tages, in diesem Leben oder in einem anderen, werdet ihr aufwachen , und ihr werdet erkennen, wer ihr seid und wer jedermann sonst ist, und ihr werdet jedermann sonst vergeben, und ihr werdet über die Vergebung hinausgehen in den Seinszustand, in dem euch klar ist, das Vergebung gar nicht nötig ist, und ihr werdet wissen, dass ihr Kinder des lebendigen Gottes seid, und ihr werdet zusammen tanzen und fröhlich sein.“

Sein Verdienst ist es, von der althergebrachten Religion in ein neues Zeitalter überzuleiten, wo sich die Menschen ihrer selbst und ihrer Schöpferkraft bewusst sind. Er ist ein wunderbarer Wegbereiter für die Bücher, die uns mehr über das Gesetz der Anziehung erzählen und darüber, wie wir es zu unseren Gunsten nutzen können. Er schlägt dabei in dieselbe Kerbe wie Semel mit seinem „Neuen Evangelium“, der ebenso wie Walsch auf die Tatsache eingeht, dass alle großen Lehrer wie Buddha, Jesus und viele andere von der Göttlichkeit des Menschen gewusst haben. Neben diesem Buch hier empfehle ich noch besonders „Zuhause in Gott“ und „Gemeinschaft mit Gott“. In letzterem werden die 10 grundlegenden Irrtümer des monotheistischen Gottesglaubens dargelegt und verdeutlicht, wie diese sich gegenseitig bedingen. Wenn man diese Bücher gelesen hat, kann man in den Zustand übergehen, indem einem klar ist, dass eine Befreiung von Religionen gar nicht nötig ist, weil man immer frei war, und man kann endlich das Leben als freier Schöpfer führen, das zu führen man auf die Erde gekommen ist.


Zuhause in Gott: Über das Leben nach dem Tode
Zuhause in Gott: Über das Leben nach dem Tode
von Neale Donald Walsch
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Walsch in Bestform, 7. Dezember 2012
„In Zuhause in Gott“ nähert sich Walsch dem schwierigen Thema des Todes.
Zwar hat er dieses Thema schon in früheren Büchern berührt, aber in keinem ging er so genau darauf ein.
Schon der Titel deutet die Schlussfolgerung an, die er am Ende des Buches macht: Da man Gott nie
verlassen hat, kann man auch im Tod nicht zu ihm zurückkehren. Stattdessen ist man immer in Gott zuhause,
egal ob man auf Erden wandelt, oder ob man sich im Übergang zu einer anderen Dimension befindet,
wenn man den menschlichen Körper verlassen hat. Nicht zu übersehen dabei ist,
dass er in diesem Buch auch auf die Forschungsergebnisse von Raymond Moody,
dem großen Erforscher der Nahtoderlebnisse, zurückgreift.
Auch das tibetische Totenbuch scheint Einlass in seinen Text gefunden zu haben.
Das tut der Wirkung aber keinen Abbruch.

Er beschreibt die verschiedenen Bewusstseinszustände nach dem physischen Tod und erklärt,
dass es keine Hölle gibt, wie sie sich viele Religionen ausgedacht haben.
Wenn jemand jedoch die Erwartung von einer Hölle hat, so wird er solch eine kurzzeitig
erleben, und zwar in einem Zwischenstadium, bevor auch dieses Bewusstsein hinter sich
gelassen wird. Er beschreibt drei Phasen, die nach dem Tod des Körpers hintereinander eintreten,
bevor man in eine nicht-physische Dimension eingeht. Walsch lehrt uns, den Tod als etwas
Natürliches anzunehmen, vor dem man keine Angst zu haben braucht. Jedes Lebewesen durchläuft
diese Veränderung seiner Form. Wäre dem nicht so, könnte sich das Bewusstsein nicht weiterentwickeln.
Indem er über den Tod wie über eine natürliche Begebenheit spricht, nimmt er vielen Menschen die
Angst vor diesem Ereignis, über das wir hier, auf Erden kaum ein Bewusstsein haben. Trotzdem
sagt man sich nach der Lektüre, dass man dies alles immer schon gewusst hat. Alle großen
spirituellen Lehrer haben davon gewusst, sie alle sprechen vom ewigen Leben,
ob dies Jesus, Buddha, Sokrates oder andere Propheten sind. Wie auch das physische Leben,
erschaffen wir den Tod und alles, was wir dort erfahren, durch unsere eigenen Gedanken.
Das Gesetz der Anziehung bestimmt auch, wann wir sterben, und somit ist jeder Tod eine Art Selbstmord,
weil er auf einer bestimmten Ebene des Bewusstseins gewählt wird. Sind die gedanklichen Widerstände zu groß,
müssen wir sterben, denn das Bewusstsein sucht sich immer den Weg des geringsten Widerstands.
So jedenfalls beschreiben ABRAHAM in den Büchern von Esther Hicks den Tod und so beschreibt
ihn auch Semel in seinem „Neuen Evangelium“ und viele andere Lehrer des New Thought,
zu denen man auch Neale Donald Walsch zählen muss.

Am Tod ist nichts Schlimmes, denn ihm folgt immer neues Leben.
Auch wenn man gedanklich eine Situation, wie schwere Krankheit oder Gewalt, erschaffen hat,
so wird man nie lange in dieser Abtrennung verweilen, sondern notfalls den Ausgang des Todes nehmen.
Das Gleiche gilt, wenn man den Zyklus eines physischen Lebens abgeschlossen hat, dann ist es Zeit,
neue Dimensionen zu betreten., denn es sind nicht mehr genügend Reize da,
um einen in der physischen Umgebung zu halten. Immer aber ist man „Zuhause in Gott“.


Der multidimensionale Kosmos / Gott und die Götter: Das Mysterienwissen der vedischen Hochkultur
Der multidimensionale Kosmos / Gott und die Götter: Das Mysterienwissen der vedischen Hochkultur
von Armin Risi
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,00

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Armin Risis Verdienst, 6. Dezember 2012
ist es, zwei unversöhnliche Seiten aufeinander zu bewegt zu haben, die der Gottgläubigen
Monotheisten und die der Materialisten/Evolutionisten. Interessant dabei ist zu sehen
(vor allem in den Rezensionen), dass dabei jede Seite Risi zur anderen Seite rechnet,
weil er nicht so radikal ihre Meinung teilt. Dies erinnert an die Erfahrung, dass
gemäßigte Kapitalisten/Kommunisten, von Kommunisten als Kapitalisten und von Kapitalisten
als Kommunisten beschimpft wurden. Will man es allen recht machen, macht man es bekanntlich
keinem recht. Trotzdem gibt es wohl mittlerweile eine Reihe von Lesern, die sich in vielen
Punkten Risis gemäßigter Sicht anschließen würden. In dieser Reihe nähert er sich dieser
Zusammenführung der beiden Extreme an, indem er die Veden übersetzt und interpretiert, bevor
er schließlich in seinem Buch "Der Radikale Mittelweg" endgültig die beiden Positionen vereint.

Mit seinen Beschreibungen des Kosmos mit seinem einen Gott, der aus vielen Göttern besteht
und diese wiederum aus Einzelpersönlichkeiten, wie wir Menschen wir sind, nähert er sich
dabei immer mehr den Lehren des "New Thought" an, die, allerdings nicht aus der Warte
alter Überlieferungen, im Grunde dieselbe Botschaft haben: Der Mensch ist selber der
Schöpfer seiner Wirklichkeit, alles ist geistigen Ursprungs, das Leben ist ewig,
alle Dinge sind eins, auch wenn sie nicht gleich sind. Er leistet hier die nicht
hoch genug zu würdigende Arbeit, den Menschen des Westens die östlichen Weisheiten nahezubringen,
nicht jedoch, ohne sie unreflektiert zu lassen. Die Tatsache, dass er dabei den einen oder
anderen Materialisten oder Monotheisten für sich zu gewinnen vermag wiegt schwerer als die
Tatsache, dass sich viele von ihnen von ihm vor den Kopf gestoßen fühlen mögen.
Auch der Theodizee-Frage nach der Notwendigkeit von Leiden stellt er sich und argumentiert
dabei schlüssig, und er zeigt auf, wie nah sich westliche Philosophie und östliche Weisheit
oftmals sind. Auch die Wahrnehmung Indiens in der Bibel sowie die Missionierung durch
die europäischen Kolonisatoren kommen hier zur Sprache. Somit spannt er den Bogen von
der Religion über Philosophie und Geschichte bis zur modernen Wissenschaft und zeigt,
dass diese sich gegenseitig nicht ausschließen müssen. Die Karma-Idee wird in ihrem
ganzen und radikalen Ausmaß erfasst und dem Leser erläutert. Auch zur besonderen Bedeutung der
indischen Sprache äußert er sich in sehr anregender Weise. Man merkt ebenso, dass sich
der Autor tiefer mit der Theistischen Bewegung des 19.Jhds auseinandergesetzt hat.

Alles in allem macht er so den Weg für den Leser frei, sich den Neugeist-Büchern
zuzuwenden, die all dies in noch vielfältigerer Form und mit praktischen Ansätzen
behandeln. Ich empfehle also jedem Leser nach der Lektüre von Risis Werken auch diejenige
von Büchern über das Gesetz der Anziehung, wie es die Bücher von Seth oder Abraham, solcher
von Risi als "Götter" bezeichneten nicht-physischen Wesen, aber auch von Neale Donald Walsch sind.
Einen ähnlichen Ansatz wie Risi verfolgt auch ein Autor, der sich Semel nennt, und der die Lehren
von Jesus oder Buddha in den Kontext der Weisheiten stellt, die die Neugeist-Bewegung der
Menschheit zu offenbaren versucht ("Das Neue Evangelium"). Selbst das Buch "The Secret",
das das Thema populär gemacht hat, kann zum Einstieg gelesen werden.

Auch bei Risi wird klar, dass letztlich alle großen Lehrer und Lehren auf eine universelle
Wahrheit zurückgreifen, jeder und jede jedoch auf eine andere Weise. Denn der Kern ihrer
Aussagen bleibt bei allen Unterschieden derselbe: Alles ist eins, und alles ist ewig. Geist
und Materie sind ebenso dasselbe wie Leben und der Tod. Diese eine Wahrheit ist so umfassend,
dass sie sogar viele Wahrheiten zulassen kann, so auch Materialismus und Spiritualismus.


Der Prophet
Der Prophet
von Khalil Gibran
  Taschenbuch

5.0 von 5 Sternen Verblüffend, 6. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Prophet (Taschenbuch)
...Wie doch der Kern von Gibrans Aussagen den Lehren des heutigen New Thought entspricht: Ewiges Leben und Wiedergeburt; die Seelenverwandschaft aller Menschen; die Quelle von allem, was ist, die nichts verneint und niemanden verurteilt; das Leben, das auf Freiheit basiert, Freude zum Zweck hat und Wachstum als Resultat; der Wert aller Dinge, wenn sie mit Liebe und Verbundenheit getan werden; die Natur, die für andere Bewusstseinsformen steht, und dennoch ein Spiegel für den menschlichen Geist darstellt. Auch wenn Gibran in einer poetischen Sprache spricht und in Gleichnissen redet, so kann doch jeder, der mit den Lehren von Nicht-Physischen Wesen wie ABRAHAM und SETH vertraut ist, vieles von deren Aussagen darin wiederfinden. Auch der Jesus aus den unterdrückten oder verfäschten Evangelien scheint durch, der den Menschen die Liebe zum Leben und der Welt schenkt. Der Himmel ist hier nicht im Jenseits, sondern dort, wo die Menschen ihre Wirklichkeit zu einer voller Liebe, Verständnis und Bewusstsein machen. Der Prophet wünscht sich eine menschliche Gemeinschaft, die aus ihren alten Gewohnheiten herauswächst und eine Welt erschafft, die alle zur größtmöglichen Entfaltung kommen lässt. In solch einer Welt sind Besitztum, Gesetze, Neid und Eifersucht überflüssig, weil jeder seine wahre Herkunft und Bestimmung kennt.

Ich habe das Buch schon vor einiger Zeit gelesen, noch vor meiner Bekanntschaft mit dem New Thougt und dem Gesetz der Anziehung, und bin nun, nach der Lektüre von vielen spirituellen Büchern, auf das Buch "Der Weg des Propheten" von Semel gestoßen, weshalb ich dieses Buch hier nochmals lesen musste. Erst jetzt habe ich es aus
völlig neuer Warte verstanden. Ich empfehle jedem die Lektüre dieses poetischen kleinen Meisterwerks von Khalil Gibran.

Der "Prophet" von Khalil Gibran gehört zweifellos zur Weltliteratur und ist nicht umsonst von Millionen Menschen in aller Welt und aller Religionszugehörigkeiten gelesen und geliebt worden. Das Evangelium, das Gibran darin erschaffen hat, kann sich durchaus mit dem des Jesus messen lassen.


Mit Buddha das Leben meistern: Buddhismus für Praktiker
Mit Buddha das Leben meistern: Buddhismus für Praktiker
von Volker Zotz
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

5 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Buddha war zwar ein Praktiker, aber..., 6. Dezember 2012
... er lehrte, das leben durch die Praxis der Meditation zu überwinden, nicht zum Zwecke eines glücklichen Daseins zu meistern. Ohne Zweifel beruft sich der Autor dieses Buches auf den Lehren, die heute im östlichen Buddhismus, sowohl im Theravada als auch im Mahayana vorherrschen. Denn der Buddhismus ist eine Alltagsreligion geworden und muss sich dort auf die Lebenspraktiken den Menschen ausrichten. Auch die Form des Buddhismus, die in den Westen gekommen ist, tut dies, muss sie doch den Menschen etwas anbieten, das mit der lebensbejahenden Mentalität des materialistischen, post-christlichen Kulturraumes nicht vollkommen kollidiert.
Zu begrüßen ist daher der Versuch des Autoren, seinen Lesern diesen praktischen Zugang nahezubringen, ohne dabei den Ritualen und religiösen Praktiken zuviel Bedeutung zu schenken. Auch folgt sein Verzicht auf die metaphysischen, dogmatischen Prinzipien des Buddhismus einer weisen Wahl. Auch die Philosophie des Buddhismus kommt weniger zur Sprache als die Geschichte, die hierzulande auch mehr Leser interessieren dürfte. Das Thema "Karma" wird auf eine verständliche, wenn auch für westliche Leser schwer fassbare, Weise dargelegt
Dafür kommt leider die Meditation selber etwas zu kurz.

Von vielen Menschen, übrigens auch von vielen seiner unmittelbaren Anhänger, wird jedoch vergessen, dass Buddha nicht die Verbesserung des Lebens im Sinn hatte, sondern die Überwindung des Lebens. Die Gesetze und Regeln, die später in den verschiedenen Richtungen des Buddhismus entstanden sind, rühren von der Unfähigkeit her, den Weg zu gehen, den der Buddha nach eigener Aussage gegangen ist. Es ist der Weg aus der Welt. Dieser ist alleine durch Meditation zu erlangen, alle anderen Praktiken führen nur zur Meditation hin. Durch die Meditation wird das Nirwana, ein Zustand zwischen Glück und Nichtglück, zwischen Nichts und Nicht-Nichts erreicht.

Verständlicherweise wollen viele Menschen, die meditieren, diesen Weg nicht in voller Konsequenz gehen. Auch ist zu bezweifeln, ob es überhaupt einen "endgültigen" Ausstieg aus der Welt geben kann. Dennoch sind Meditations- und Aufmerksamkeitsübungen wichtig, und sie führen automatisch zu und Ruhe und Zufriedenheit, denn sie helfen, den inneren Frieden zuzulassen, oder das, was in den Lehren des "New Thought" die Quelle oder das innere Selbst heisst. Wie Meditation (und damit der Kernpunkt des Buddhismus) überdies im Hinblick auf ganz konkrete Ziele dem einzelnen Menschen in der Welt mit Hilfe des Gesetzes der Anziehung nützlich sein kann, zeigt z. B. Semel in seinem Buch "Die Ruhe des Zulassens".

Zotz nimmt in diesem Buch eine moderate Position ein, weder weist er den endgültigen Ausstieg aus der Welt,
noch beschäftigt er sich mit der Ausrichtung auf Ziele und Wünsche des einzelnen Menschen,die durch Meditation ebenfalls erreicht werden könnten. Der Titel wird damit dem Geiste Buddhas nicht gerecht, zudem bleibt er ein wenig irreführend, da er im Buch nicht konsequent zuende gedacht wird. Ich denke jedoch, dass er die Erwartungen eines europäischen Publikums mit dieser Themenmischung zu erfüllen weiss.


Buddhas Anleitung zum Glücklichsein: Fünf Weisheiten, die Ihren Alltag verändern
Buddhas Anleitung zum Glücklichsein: Fünf Weisheiten, die Ihren Alltag verändern
von Marie Mannschatz
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,90

10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht ganz im Sinne des Buddha, 6. Dezember 2012
Sicherlich beruht dieses Buch auf den Lehren, die heute im östlichen Buddhismus, sowohl im Theravada
als auch im Mahayana vorherrschen. Denn der Buddhismus ist eine Alltagsreligion geworden und muss sich dort
auf die Lebenspraktiken den Menschen ausrichten. Auch die Form des Buddhismus, die in den Westen gekommen ist,
tut dies, muss sie doch den Menschen etwas anbieten, das mit der lebensbejahenden Mentalität des materialistischen,post-christlichen Kulturraumes nicht vollkommen kollidiert. In dieser Hinsicht
macht die Autorin mit ihren vielfältigen Antworten auf die 5 Übel des menschlichen Lebens eine sinnvolle und nützliche Arbeit.

Von vielen Menschen, übrigens auch von vielen seiner unmittelbaren Anhänger, wird jedoch vergessen, dass Buddha nicht die Verbesserung des Lebens im Sinn hatte, sondern die Überwindung des Lebens. Die Gesetze und Regeln, die später in den verschiedenen Richtungen des Buddhismus entstanden sind, rühren von der Unfähigkeit her, den Weg zu gehen, den der Buddha nach eigener Aussage gegangen ist. Es ist der Weg aus der Welt. Dieser ist alleine durch Meditation zu erlangen, alle anderen Praktiken führen nur zur Meditation hin. Durch die Meditation wird das Nirwana, ein Zustand zwischen Glück und Nichtglück, zwischen Nichts und Nicht-Nichts erreicht.

Verständlicherweise wollen viele Menschen, die meditieren, diesen Weg nicht in voller Konsequenz gehen. Auch ist zu bezweifeln, ob es überhaupt einen "endgültigen" Ausstieg aus der Welt geben kann. Dennoch sind
Meditations- und Aufmerksamkeitsübungen wichtig, und sie führen automatisch zu und Ruhe und Zufriedenheit, denn sie helfen, den inneren Frieden zuzulassen, oder das, was in den Lehren des "New Thought" die Quelle oder das innere Selbst heisst. Wie Meditation überdies im Hinblick auf ganz konkrete Ziele des Menschen in der Welt mit Hilfe des Gesetzes der Anziehung nützlich sein kann, zeigt z. B. Semel in seinem Buch "Die Ruhe des Zulassens".

Die Autorin dieses Buches nimmt eine Position in der Mitte ein, weder soll der vollständige Ausstieg aus der Welt erlangt werden, noch unmittelbar Resultate bezüglich der Ziele und Wünsche des Menschen erbracht werden.
Man muss ihr jedoch zugute halten, den Erwartungen, die die meisten Menschen hierzulande and Buddhismus und Meditation haben, in zufriedenstellender Weise entgegen gekommen zu sein.


Das Thomasevangelium
Das Thomasevangelium
von Christoph Greiner
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 12,80

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Thomasevangelium bedarf einer Interpretation, 5. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Das Thomasevangelium (Gebundene Ausgabe)
Ohne Zweifel darf man sich das Thomasevangelium als die Logienquelle (Sprüchequelle)
für die biblischen Evangelien vorstellen. Hier kommt also der unzensierte Jesus
zu Wort, der die Menschen selbst zu Schöpfern ihrer Wirklichkeit ermächtigt und
nicht zu Sklaven eines Gottes macht. Der Himmel ist im Äußeren wie im Inneren
der Menschen, so sagt er zu seinen Jüngern, nicht in einem Jenseits und nur durch
Hingebung an einen Gott zu erreichen. Gut verständlich, warum die Machtversessenen
Kirchenoberhäupter dieses Evangelium haben verschwinden lassen, bzw. die Sprüche
daraus so haben umformen lassen, dass sie in ihr hierarchisches Weltbild hineinpassten.

Nichtsdestotrotz bleibt die Frage nach der Übersetzung: Wie sind die Sprüche zu übersetzen,
damit sie ihren ursprünglichen Gehalt bewahren? Darüber hinaus bedarf es bei den Allegorien
und Gleichnissen auch einer Deutung, denn nichts, was Jesus hier sagt, ist wirklich explizit.
Der Leser deutet sich also die Worte so, dass es seinem eigenen Verständnis von der Wahrheit
entspricht. Viele mögen intuitiv Wahrheiten darin erkennen, aber letztlich wird nur
das verstanden werden, was man schon in seinem eigenen Glauben wiederfindet.
Viele Sprüche bleiben vielleicht immer rätselhaft und unverständlich, andere erzählen
von bedingungsloser Liebe, dem ewigen Leben und dem geistigen Ursprung der materiellen Welt.
Sie rufen die Weisheiten über die universellen Gesetze und die Unsterblichkeit des Bewusstseins
in einem hoch, die zur Zeit, der "Zeit des Erwachens" über die Erde verbreitet werden.
Der Kern ihrer Aussage ist: Jesus war ein Mensch, aber er war damit auch Gott, denn
er hatte höchstes Bewusstsein erlangt und sich damit seiner Gotteschaft erkannt.
Wenn sich ein Mensch dessen bewusst wird, dann kann er seine persönliche Wirklichkeit
wie Gott erschaffen. oder, wie Jesus es gesagt hat: "Habe ich euch nicht gesagt, dass ihr Götter seid?"

Deshalb schließe ich mich größtenteils der Deutung von Semel in seiner "Lust am Geben" an,
der viele Sprüche aus diesem Evangelium in den Kontext der Lehren der nicht-physischen Wesen
ABRAHAM oder SETH über das Gesetz der Anziehung und das göttliche Schöpfertum eines jeden Menschen stellt.


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