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Rezensionen verfasst von
Michael Wögerer (Wien)

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Das Joshua-Profil: Thriller
Das Joshua-Profil: Thriller
Preis: EUR 14,99

11 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Literarischer Hochfrequenzoutput und seine Folgen, 3. Dezember 2015
Rezension bezieht sich auf: Das Joshua-Profil: Thriller (Kindle Edition)
Herr Fitzek ist hochbegabt. Herr Fitzek hat das undefinierbare, aber unabdingbar notwendige Gespür für Themenlagen. Herr Fitzek weiss um die Bedürfnisse Leserschaft und sie zu bedienen.

ABER: Herr Fitzk ist wohl auch, es sei ihm zutiefst zu gönnen, das Liebkind und Cash Cow seines Verlages. Und hier setzt meine Kritik an: "Speed kills" mag in der Politik ein Begriff sein, wo die Dynamik, derer man sich eine Themas annimmt, deren Inhalt überlagert.
Für den Literaturbetrieb allerdings mag man es salopp eindeutschen mit: "Machmal ist weniger doch mehr".

Im Falle von "Das Josha Profil" lässt sich dies leider eindeutig nachvollziehen: Das Themensetting ist hochaktuell (Predcitive Policing) und von hoher gesellschaftlicher Brisanz (Pädophilie).
Die Mischung der handelnden Charaktere erscheint stimmig und schlüssig, die Umgebung wird spendiert von Berlin, es scheint also alles angerichtet für ein wertvolles Krimi Dinner.

So wie ein Koch aus hochqualitativen Zutaten manchmal eben nur ein Mensen-Menü hervorbringt, so scheitert Herr Fitzek hier leider auch:
Zutiefst mittelmässige Prosa, hölzerne Dialoge, seitenfüllende Nichtigkeiten (wie Ich annehme, um die Mindestseitenzahl des Verlages zu erfüllen), eingebettet in hoher Dichte literarischen Leerlaufes.
Ich bin mir sicher, hätte man Herrn Fitzek verlagsseitig mehr Zeit gegeben oder ein kritischeres Lektorat zur Seite gestellt, die Kür zum "Thriller des Jahres" (wenn auch dann eben 2016 oder 2017) wäre so sicher wie wohl der Meistertitel des FC Bayern München in diesem Jahr,
hätte aber die Verlagsformel: "2 mal Fitzek pro Jahr muss sein" nicht erfüllt.

Abschließend ein vorweihnachtlicher Wunsch meinerseits: Liebes Christkind, bitte sorge dafür, dass der Herr Fitzek wieder mehr Zeit für seine Bücher verwenden darf. Wir Leser wollen, ja wir brauchen ihn in Höchstform. Auch wenn diese nur 1 mal pro Jahr ist.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 4, 2015 8:56 AM CET


TAKEOVER. Und sie dankte den Göttern ...: Thriller
TAKEOVER. Und sie dankte den Göttern ...: Thriller
Preis: EUR 15,99

70 von 79 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Lese- und Kaufempfehlung unter folgenden Voraussetzungen:, 20. Oktober 2015
1) Sie wollten in Ihrer Schulzeit Schriftsteller werden, Ihr Deutschlehrer riet ihnen mangels Talent davon. Hier haben Sie ein 500 seitiges Argument, dass Sie Ihrem Ex-Lehrer beim Klassentreffen vorlegen können.

2) Sie vertreten unbeirrbar die Meinung, Handlungsstränge eines Buches sollten, zumindest im Groben, nachvollziehbar, konsistent und in sich schlüssig sein. Hier werden Sie widerlegt.

3) Sie zählen zu den Mitarbeitern des Verlages, welcher diesen Roman ungeschützt und ohne Vorwarnung auf die Leser losließ. Tun Sie Buße und kaufen Sie!

4) Sie stehen in Verwandtschaft mit Herren Adler-Olsen. Dann ist es löblich, dass Sie die Verwandtschaft finanziell unterstützen, beim nächsten finanziellen Notfall tut's aber auch ein privater Überbrückungskredit.

5) Sie unterrichten Deutsch und haben einst einem Schüler Talentlosigkeit attestiert. Halten Sie sich an den Ratschlag aus Punkt 3 und tun auch Sie Buße. Und meiden Sie das nächste Klassentreffen.


VERHEISSUNG Der Grenzenlose: Der sechste Fall für Carl Mørck, Sonderdezernat Q Thriller
VERHEISSUNG Der Grenzenlose: Der sechste Fall für Carl Mørck, Sonderdezernat Q Thriller
von Jussi Adler-Olsen
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,90

63 von 75 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Was lange währt, läuft nun verkehrt, 12. April 2015
Sie hat uns ja alle gepackt, die Symbiose aus muffeligem, zwangsversetztem Ermittler, seinem syrischen Kollegen ohne Vergangenheit und der patenten Rose. Man füge dazu den wohl obligat-überforderten Chef, dunkle Punkte aus der Vergangenheit der Hauptfiguren und statte Rose mit ein paar Oberschwingungen Labilität aus. Dazu gewöhnungsbedürftiges Privatumfeld, ausreichend Cold Case Esprit, das ganze erfreulicherweise ohne überzogenen Anteil Sozialkritik , ohne den skandinavische Krimiautoren wohl keinen Buchvertrag erhalten. Fertig, es ist angerichtet – der Leser wird unterhalten.

Das funktionierte in der Vergangenheit einwandfrei - bis zu diesem Teil. Hier laufen die Komponenten, die gute Krimiunterhaltung garantieren, zu keinem Zeitpunkt synchron. Die Handlung uninspiriert, die Zeichnung der maßgeblichen Charaktere fast schon beleidigend eindimensional, die einen guten Krimi auszeichnenden Wendungen so absehbar wie der Meistertitel für den FC Bayern München, dafür sieht sich der Leser – unverständlicherweise- mit einer Leichendichte konfrontiert, als wolle man Herrn Tarantino in dieser Hinsicht den Fehdehandschuh hinwerfen.

Herr Adler Olsen, eine dringendes Flehens eines Lesers, den Sie zu verlieren drohen: Kehren Sie bitte wieder zu alter Form zurück, wechseln Sie Ihre Ghostwriter aus oder lassen Sie sich vom Verlag keine engen Terminvorgaben geben – Ihre immer noch breite Fanbase wird es Ihnen zu danken wissen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 12, 2016 9:59 AM MEST


Brennerova
Brennerova
von Wolf Haas
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 20,00

19 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Falscher Zeitpunkt für den Pensionsantritt, 25. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Brennerova (Gebundene Ausgabe)
Und damit meine Ich nicht den Protagonisten und Anti-Helden Simon Brenner, sondern dessen Auto Wolf Haas. Jeder seiner Romane erscheint bei uns in Österreich unter runüberhörbarer medialer Begleitmusik, gefolgt von Interviewserien und allem, verkaufssteigernd wirkt. Bei jedem der Brenner Romane der letzten Jahre versprach der Autor, dies würde wohl der letzte sein, da seine Ideenreichtum erschöpft, die Figur fertigentwickelt und man sich auch neuen Projekten widmen müsse.

Aber offenbar hat sein ihn Verlag überzeugt, sein Kontostand die Entscheidungsfindung gefördert, alles im Prinzip Spekulation, auch egal. Jedenfalls hat Herr Hass seinen nun achten Roman dieser Reihe verfasst, und der hätte gut daran getan, sich seiner Gelöbnisse der letzten Romanveröffentlichungen zu besinnen, nämlich die Reihe einzustellen.

Damit hätte er sich die Arbeit erspart, mir Geld das Produkt zu kaufen und ausserdem, diese Rezension zu verfassen:

Waren die bisherigen sieben Romane gekennzeichnet durch schier willkürliche Nebenstränge, die dann in ebenso überraschende wie plausible Auflösungen münden, besteht dieses Buch aus Nebensträngen, die nichts als willkürliche Nebenstränge sind.

War bisher die zweite tragende Säule der Reihe der scharfe Blick auf die bei uns in Österreich doch sehr dichten Verwebungen aus Wirtschaft, Kirche, Politik, so ist dieer hier nicht vorhanden.

Waren die Romane getragen von Schlagfertigkeit und etwas eigentümlichen Sprachkonstruktionen, die sich zwischen liebenswert skurril und bewundernswert kreativ bewegten, so wirken sie hier nur mehr deplatziert und phantasielos.

In einem Interview zu diesem Roman meinte er, es solle der letzte werden. Möge Herr Haas diesmal Wort halten.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 5, 2014 2:48 PM CET


Vergeltung: Thriller (suhrkamp taschenbuch)
Vergeltung: Thriller (suhrkamp taschenbuch)
von Don Winslow
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

95 von 106 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Eine Wette, 10. Februar 2014
Eine Wette. Nur so, komme Ich mit mir überein, kann dieser Roman entstanden. Alle anderen in Frage kommenden Erwägungen, also Bedrohung durch eine Waffe, einmonatiges Saufgelage, etc. habe Ich nach reiflicher Überlegung doch verworfen.

Ich stelle es mir folgendermassen vor: Don Winslow kommt zu seinem Literaturagenten, und dieser spricht folgende, unheilvolle Sätze: „He, Donnie Boy, wir im Verlage wetten, Du traust Dich nicht einen Roman zu verfassen, der inhaltlich jeden Schwarzenegger/Stallone/Statham Movie wie ein komlexes und ausdifferenziertes Sozial- und Gesellschaftsdrame wirken lässt. Weil wir ausser wettsüchtig noch hochoriginell sind, soll der Bösewicht ein muslimscher Top-Terrorist sein, der einen Anschlage auf die heiligsten Werte Amerikas, nämlich die Familie, durchführt. Toll, Donnie, was, never scripted before, that theme. Da Du es ohenhin nicht wagst, das zu schreiben, noch eine paar benefits. Unser Redaktionsassistent hat aus dem Netz die Liste der 100 unnötigsten Militärakronyme runtergeladen, die musst Du alle verwenden. Ausnahmslos. Dagegen hat unsere Praktikantin, das wir auf Gleichberechtigung schauen, von der Homepage der Waffenlobby Betriebs- und Funktionsbeschreibungen von 20 Waffensystemen besorgt, vom Messer bis zum Schützenpanzer. Du rätst richtig, die musst Du auch alle einbauen. Dann hatten wir nach dem 5ten Feierabendscotch noch den Plan, dass Du die Spezialeinheiten aller Herren Länder glorifizierst, nie hinterfrägst und Elitesoldaten ganz allgemein als moralische Übermenschen ohne die geringste Zweifel an ihrem Handeln oder ihren Konsequenzen porträtierst. Irre, was, Don. Als Sahnehäubchen stellst Du die Politiker aus dem Weissen Haus nicht als strategische denkende Politprofis dar, sondern als einen Haufen weichgespülter, liberaler Hasenfüsse, und lässt unverholen durchblicken, dass nur ehemalige Militärs wissen, wie ein Land zu führen ist. So, das wärs, Ich habe Dir die Wette angeboten, aber nur so als Scherz. Gehen wir ein Bier trinken.“

Und dann geschah das Unfassbare: Don Winslow nahm die Wette an.
Kommentar Kommentare (13) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 8, 2014 6:40 AM MEST


Bußestunde: Kriminalroman (A-Team, Band 10)
Bußestunde: Kriminalroman (A-Team, Band 10)
von Arne Dahl
  Gebundene Ausgabe

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Literarische europäische Weltklasse, 16. Juni 2013
Arne Dahl ist mit seiner A-Gruppe eine litaraischer Meilenstein geglückt. Der Vesuch, verschiedende Persönlichkeiten und Typen zu einem Team zu kombinieren ist weder neu noch originell und grösstenteils zum Scheitern verurteilt. Das mag an unglaubwürdiger Konstellation, dünner und durchsichtiger Geschichte oder schlicht an fehlendem literarisch-handwerklichem Geschick (vulgo Unvermögen) des Autors liegen, Gründe zu Scheitern gibt’s genug.

Über 10 Teile und ebensoviele Jahre Figuren herauszuarbeiten, weiterzuentwickeln, seelisch zu sezieren und mit Eigenständigkeit zu lackieren.

Über 10 Jahre und 10 Teile komplexe, verwobene, lose, singuläre Handlungen zu konstruieren, diese dann gleitend ineinander übergehen zu lassen, um dann die inneren Verwobenheit erkennen zu lassen, die all diese Seile miteinander verknüpft.

Über 10 Jahre und 10 Teile den gesellschaftlichen Finger auf die Wunde zu legen, die am intensivsten blutet. Dies ohne erhobenen moralischen Zeigefinger oder das Übermass an Sozialkritik und gesellschaftlichen Verbesserungsvorschlägen, ohne die skandinavische Autoren offenbar keinen Buchvertrag erhalten.

Arne Dahl, haben Sie Dank für 10 anspruchsvolle, bildende, komlexe und brisante Bücher.


Inferno: Thriller (Robert Langdon 4)
Inferno: Thriller (Robert Langdon 4)
Preis: EUR 8,49

5 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen 0,1 mm hoch 50, 9. Juni 2013
ergibt laut Dan Brown eine Strecke, die der der Erde bis zum Mond entspricht. Meiner naturwissenschaftliche Ausbildung nach wäre dies zwar (0,1)*^50 [mm]^50, daher vermute Ich, was sämtlichen Lektoren und Übersetzern entging, ist damit (0,1mm)*2^50[mm] zu interpretieren, aber was solls. Sollte es bei einer befürchteten zweiten Auflage korrigiert werden, vezichte Ich auf eine Erwähnung im Vorwort, denn mit diesem Werke möchte Ich in meinem curriculum vitae nicht in Verbindung gebracht werden.

Zum Inhalt:

Robert Langon ist Ivy-Leage Professor, und dort verfügt man offenbar über ein rares Gut: Ein Übermass an Freizeit. Nur so lässt es sich erklären, dass der Mann alle einschlägigen Bücher, die gesammelten Werke der Weltliteratur, alle gängigen Kunstwerke, sämtliche Museen mitsamt den Direktoren und Kuratoren kennt, die ihn allesamt wie einen Heilsbringer behandeln. Dass Mr. Langdon natürlich hervorragend aussieht und bei seinen Studenten der beliebteste Prof. ist, rundet das Bild des modernen akademischen Supermannes gehaltvoll ab.

Jene Übererscheinung erwacht also in Florenz, das einem in diesem Buch bin ins letzte Detail nahegebracht wird. Sollten Sie Florenz nicht kennen, sparen Sie das Geld für einen Reiseführer, Dan Brown erledigt das in einem Aufwasch. Es folgen, wie immer in der Langdon-Reihe: Flucht, Verfolgung, Entkommen, Wiederaufspüren, Flucht,.........
Wenn nicht gerade eine der Attraktionen Florenz überdetailliert erläutert wird, folgt ein ebenso langer wie lanweilender Vortage über Dante Inferno. Offenbar gingen Dan Brown die Informationen über Florenz zu Hälfte des Buches aus, er selbst sah seinen volksbildnerischen Aufrtag aber noch nicht ganz abgeschlossen, also wird der Leser, der bis dahin noch durchgehalten hat, daraufhinauch noch mit Informationen über Vendig und Istanbul beschenkt. Das hört sich nicht nur langweilig und inspirationslos an, es liest sich auch ebenso.

Mr. Brown, falls Sie das hier lesen (wenn nicht fragen Sie Robert Langdon, der liest offenbar alles, ergo auch das hier): Sie haben nun genug Geld mit Ihren Büchern verdient, mit Sakrileg und Illuminati haben Sie auch bewiesen, das Sie brauchbare Spannungsliteratur zu produzieren im Stande sind. Nehmen Sie Ihr Geld, reisen Sie, spenden Sie, tun Sie irgendwas vernünftiges damit, dass Sie davon abhält zu Schreiben. Mein Dank dafür wäre zeitlos und unermesslich!

PS: Bitte vergessen Sie nicht, mich aus dem Vorwort fernzuhalten!
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 12, 2014 11:02 PM CET


Das Washington-Dekret: Thriller
Das Washington-Dekret: Thriller
von Jussi Adler-Olsen
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,90

17 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Das Gegenteil von gut ist gut gemeint, 13. Februar 2013
Ich habe keine Ahnung, was oder wer den Autor dazu brachte, mir 3 unwiederbringliche Nächte durch diesen Roman zu stehlen, Ich hoffe für ihn, es war finzanziell gut dotiert, sodass wenigstens einer aus dem Tandem Autor/Leser mit Gewinn aussteigt.
Jeder Plot der TV-Serie "24" hat wesentlich mehr Bezug zur Realität als diese inhaltiche Bankrotterklärung an denkende Menschen. Das wahrlich traurige ist aber, dass die zentralen Punkte, um die der Roman konstruiert wurde, den Plot für einen wunderbaren Roman abgeben würden.

Die Ausschaltung des Parlaments durch juristische Winkeklzüge (war alles schon da, siehe Österreich März 1933), Stärkung der Sicherheitskräfte, das sich Entwickeln des Widerstandes gäben alles Ansatzpunkte her, um einen kontroversiellen, spannungsgeladenen und aufrüttelnden Polit-Thriller der Güteklasse A abzuliefern.
An dieser Umsetzug ist der Autor aber gescheitert, und zwar in allen Belangen. Wüsste man nicht, dass Adler-Olsen durch die Krimi Reihe um Morck in der Lage ist, clever gestrickte Handlungsbögen, irreführende Fährten und verschiedenste Perspektiven kunstvoll umzusetzen, müsste man das zuständige Verlagshaus einer Tauglichkeitsprüfung unterziehen.
Man kann an einer guten Idee scheitern, stilvoll daran zugrunde gehen oder vollends versagen. Adler-Olsen hat nach dem ersten Drittel des Romans den direkten Weg zur dritten Variante genommen.

Die 2 Sterne, welche Ich vergebe, sind einzig Lohn dafür, sich die Kernpunkte einer an sich vielversprechenden Geschichte grob durchskizziert zu haben. Bitte verschonen Sie uns in Hinkunft mit dieser Form des Literaturdilletantismus und investieren Sie Ihre Zeit nutzbringender in das Gespann Carl Morck & Hafez el-Assad.


Er ist wieder da: Der Roman
Er ist wieder da: Der Roman
von Timur Vermes
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,33

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Machtmechanismen ändern sich nicht, 4. Februar 2013
Die Satire von Timur Vermes ist ein literarischer Geniestreich. Demagogen verlernen ihr Handwerk nicht, sie wissen auch im 21 Jahrhundert ihre Bühne zu nutzen und für ihre Zwecke zu missbrauchen. Die Funktionen von einst finden sich auch heute wieder, nur in anderer sprachlicher Ummantelung. Der Reichsprogagandaminister (Goebbels) wird hier zur TV Produzentin, der "persönliche Sekretär (Bormann)" tritt als Assistent des Managments auf. Mit scharfem Blick für die Probleme der heutigen Zeit ausgestattet, gewinnt der wiedererwachte Hitler Sympathien und Wohlwollen aller Bevölkerungsschichten, von den Bauarbeitern bis zu den Ärzten.

Man schmunzelt bei Stellen, bei denen Betroffenheit angesagt wäre und ertappt sich bei zustimmendem Nicken, wo tiefe Abneigung angesagt wäre. Abschliessend eine flehentliche Bitte an der Autor: Bitte schenken Sie uns ehebaldigst einen Fortsetzungsroman!


Pakt des Bösen (Edition Totengräber)
Pakt des Bösen (Edition Totengräber)
von V. S. Gerling
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 12,00

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Grösserer Unfug ward selten verfasst, 26. Januar 2013
Sie haben Verwandte, mit denen sie über Kreuz liegen? Sie hegen tiefen Groll gegen Arbeitskollegen? Sie kommen mit Ihrem Nachbar nicht klar? Und vor allem: Sie gedenken nicht daran, diesen Zustand zu ändern? Ihnen sei geholfen, schenken Sie einfach dieses Buch. Tradiotionellerweise wird der schreibenden Zunft je gerne ein Übermass an Toleranz und Verständins entgegengebracht, welches sich in dem unscharfen Sammelbegriff "Künsterlischer Freiheit" fokussiert. Diesen an den Haaren herbeigezogenen Unfug, der uns hier präsentiert wurde, kann man aber nicht mal damit entschuldigen.

Kurz zusammengefasst: Der deutsche Bundeskanzler ist eine Mischung Verständnins, Hilfsbereitschaft, Wahrhaftigkeit und Ehrlichkeit, dass sogar dem bisherige Rekordhalter in dieser Disipln, Jesus, wohl ein Übermass an Unzulänglichkeitsgefühlen beschleichen muss. Sei bester Freund, mit dem er öfter telefoniert als 2 frischverliebte Teenager das je zustandebringen würden, ist der Präsident der USA, der Jesus auch gefährlich nahe kommt. Zusammen decken sie kapitelweise eine an Absurdidät grenzende Verschwörung nach der anderen auf und setzen Projekte um, deren Highlights in beliebiger Reihenfolge wären :(I) Friedliche Lösung Palästina-Frage (II) Zerschlagung Al-Quaid (III) Rettung des Papstes (IIII) Befriedung der arabischen Welt. Zwischen (I), (II), (III) und (IIII) wird natürlich ausgiebig telefoniert.

Zwischen Telefonieren, gut sein und die Welt besser machen quält uns der Autor noch mit Informationen über geostrategische und historische Zusammenhänge, die jeden Wikipedia-Artikel als lockig-unterhaltsame Prosa erscheinen lassen.

Der wahre Schrecken des Buches erschliesst sich aber erst im Nachwort: Dort wurde ein Nachfolgeroman anekündigt.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 9, 2013 8:10 PM CET


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