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Rezensionen verfasst von
Jochen Reinke (Dannenberg)
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Optimales Hypertrophietraining
Optimales Hypertrophietraining
von Jan. C. Titz
  Taschenbuch

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hypertrophietraining nach Rezept? Funktioniert nicht!, 15. Februar 2016
Rezension bezieht sich auf: Optimales Hypertrophietraining (Taschenbuch)
Wer kennt so etwas nicht?:

Man hat im Sportverein vom Trainer gewisse Trainings-Vorschriften bekommen, hält dann darüber in Schule oder Uni ein Referat und bekommt vom Lehrer oder Dozenten das Ergebnis "Stimmt alles nicht! Dein Trainer hat keine Ahnung!" mitgeteilt.

Jan Titz hat für den speziellen Bereich des Hypertrophietrainings herausgefunden, warum das so ist:
Offenbar funktioniert Hypertrophietraining nach einem immer gleichen "Rezept" eben überhaupt nicht, obwohl es viele solcher Rezepte gibt, die erst einmal - jedes für sich gesehen - überzeugend klingen. Wissenschaftlich belegt ist aber kaum etwas daran.

Warum also dieses Buch kaufen, wenn man nur erfährt, wie man Hypertrophietraining NICHT macht?

Erst einmal, weil es - wie Titz eindrucksvoll belegt - keine besseres, "wahreres" Buch zu diesem Thema gibt.

Dann aber auch, um Frieden zwischen all den o.g. Pseudo-Trainingsexperten zu schaffen und denen und sich selbst klar zu machen, dass es verschiedene Konzepte gibt, die man allesamt nicht eindeutig mit "richtig" oder "falsch" beurteilen kann.

Und wenn man eine gewisse Sensibilität beim Lesen und bei der Wahrmehmung seines eigenen Körpers hat, dann wird man mit diesem Buch noch viel mehr erreichen. Man wird nicht nur erfahren, wie es NICHT geht. Man erhält die Möglichkeit, Konzepte zu überdenken, auszuprobieren, zu modifizieren und zu kombinieren, um ein Konzept zu finden, welches im Optimalfall für den eigenen individuellen Körper dann auch wirklich funktioniert.

Das wichtigste aber ist m.E., dass man durch dieses Buch eine wissenschaftlich fundierte "Erlaubnis" bekommt, SELBSTÄNDIG über sein Training nachzudenken.

Ich gestatte mir die Hypothese, dass diese Erkenntnis womöglich nicht nur für HYPERTROPHIE-Training gilt. Wissenschaftlich belegen kann ich das leider nicht, aber meine Erfahrungen zeigen, dass auch für andere Trainingsbereiche einander widersprechende Theorien existieren.

Lest dieses Buch über Hypertrophietraining und hört darauf, was euer eigener Körper euch rückmeldet, wenn ihr trainiert habt!


Schiefer eröffnet spanisch
Schiefer eröffnet spanisch
von Kai Weyand
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,90

2.0 von 5 Sternen Langweilig, 24. Januar 2012
Da ich mich sowohl für Schule und für Schach (auch für die spanische Eröffnung) als auch für skurrile Literatur interessiere, habe ich diesen Roman gelesen - immerhin bis zum Ende.

Über die Probleme des Schulsystems erfährt man keinerlei Details oder Zusammenhänge - zumindest nicht mehr als aus einer x-beliebigen Sensations-Talk-Show zum Thema.

Auch die Bezüge zum Schach bleiben mehr als oberflächlich. Jawoll, irgendwie hat die spanische Eröffnung schon etwas von einem indirekten Angriff, aber der Roman kommt leider über den 2. Zug von Weiß Sf3 nicht hinaus (wobei jeder einigermaßen Schachkundige weiß, dass hier noch lange nicht die spanische Eröffnung erreicht ist, sondern Schwarz auch noch prima auf Russisch, Philidor o.ä. spielen kann). Somit erschienen mir die Bezüge zwischen Schach und dem Tun und Denken der Protagonisten oberflächlich bis trivial. Beispiel: Der König muss nicht nur auf sich selbst, sondern auch auf seine Bauern acht geben, aber er muss eben deshalb auch einige von ihnen opfern. Naja! Da hätte man wesentlich mehr rausholen können, wenn man auf das Für und Wider der verschiedenen spanischen Varianten im Schach eingegangen wäre. Vereinfachung anbieten mit 3. ...a6 oder entwickeln mit 3. ...Sf6, sich mit 3. ... d6 erst einmal schützen oder mutig (wenn auch nicht ganz korrekt) mit 3. ...Sd4 oder 3. ...f5 selbst angreifen? Man muss eigentlich kein Romanautor sein, um hier Bezüge zum Leben zu entwickeln!

Wer sich für das Seelenleben von insgesamt 5 Alkoholikern im Endstadium interessiert, dem sei das Buch empfohlen - kann ja durchaus auch interessant sein. Aber dann ist es halt auch egal, ob diese Alkoholiker wie in diesem Roman Lehrer, Schachspieler, Detektive, verlassenen Ehefrauen und Obdachlose sind, oder ob das Buch von anderen alkoholisierten "Menschengruppen" handeln würde, wenn es denn ein Roman über den Suff an sich werden sollte.

Ich finde nichts Interessantes oder Lustiges - weder über Schach noch über Schule. Aber vielleicht bin ich auch einfach nur zu dusselig, um diesen Roman in seinen Tiefen zu begreifen.


Elemente Chemie - Ausgabe Niedersachsen G8 / Schülerbuch 11./12. Klasse
Elemente Chemie - Ausgabe Niedersachsen G8 / Schülerbuch 11./12. Klasse
von Erhard Irmer
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 35,50

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Passend zum Curriculum Niedersachsen - und dennoch gut!, 19. Mai 2011
Da gab es eine Menge Innovatives seitens der Schulpolitik:

Der Lehrplan heißt nun Kerncurriculum und ist nun nicht mehr nach Themen, sondern nach Kompetenzen gegliedert. Der Stein der Weisen ist gefunden - hurra!
Als ob früher im CH-Unterricht NICHTS ANDERES gemacht wurde als Fachwissen zu pauken.

Im Alltagsunterricht bemerkt man schnell, dass man um eine gewisse Themenorientierung dennoch nicht herum kommt. So ordnet jeder CH-Lehrer, der das neue Curriculum in die Hände bekommt - bewusst oder unbewusst - erst einmal die zahllosen Kompetenzen wieder nach Themen. Denn im Zentralabitur müssen die Schüler u.a. eben auch die Themen verstanden haben - ob uns das nun passt oder nicht!

Allein dieses Ordnen der Kompetenzen nach Themen nahm an unserer Schule einen kompletten Arbeitstag in Anspruch. Diese Arbeitszeit hätte man als Lehrer durchaus sinnvoller verbringen können, wenn die Bildungs-Reformer nicht so ein unstillbares Bedürfnis danach gehabt hätten, dass jeder - egal ob er was von CH versteht oder nicht - jetzt sofort feststellen kann, dass alles GANZ ANDERS (und damit bestimmt viel besser!!! oder doch eher konfuser?) geworden ist! Ohne eine gewisse Themenorientierung (nach dem Motto: "Heute üben wir mal Diskutieren, egal über was!") ist es aber weder für Schüler noch für Lehrer möglich, sich einen sinnvollen Überblick über den zu unterrichtenden Lern- bzw. Lehrstoff zu verschaffen. Nicht, dass ich was gegen Diskussionen im CH-Unterricht hätte, aber wie gesagt: Das Zentral-Abi sitzt uns trotzdem im Nacken. Ansonsten KÖNNTE man vieles anders und moderner machen - KÖNNTE.

Nun wird man verstehen, dass ein Buch, welches damit wirbt, perfekt zum Curriculum zu passen, auf mich zunächst abstoßend wirkt!

Schön, dass dieses Lehrbuch den fragwürdigen Innovationen der Curriculum-Entwicklung aber nur so weit Rechung trägt, wie es sinnvoll ist. Es ist im Gegensatz zum Kerncurriculum sehr übersichtlich und sinnvoll gegliedert nach Themen (nein, wie unmodern!).
Und trotzdem enthält es viele Alltagsbeispiele und Ideen / Aufgaben mit sinnvollem Kontextbezug, die weit über die reine Wissensvermittlung hinaus gehen. Richtig so!

Was nützt es bitte, wenn ich in einem tollen Experiment Acetylsalicylsäure im Unterricht herstelle, den Beipackzettel entsprechender Medikamente mitbringe und vorlesen lasse, ohne den Schülern fachsystematische Aspekte näher zu bringen? Auch die sind nämlich interesssant und ohne sie verkäme der CH-Unterricht zu reinem Auswendilernen, Texte-Lesen und ziellosem Herumexperimentieren.

Im Gegensatz zu einigen Konkurrenzwerken werden in diesem Buch fast durchweg sinnvolle und aufeinander abgestimmte Fachbegriffe verwendet. Einzige Ausnahmen mögen hier das kleine Kapitel über "formale Ladungen" in Molekülen oder komplexen Ionen sowie die etwas verwirrende Differenzirung zwischen den Begriffen "Reaktionswärme" und "Reaktionsenthalpie" sein, was im Vergleich zu anderen Büchern absolut harmlos ist und vom guten oder mittelmäßigen Lehrer leicht in eine verständlichere Form gebracht werden kann.

Das Buch enthält deutlich weniger Fehler als andere.

Die Informationstexte sind sinnvoll didaktisch reduziert und ermöglichen materialgebundene Aufgabenstellungen, so dass die Schüler auch methodisch gefordert und gefördert werden. Schülerorientierung ist dadurch möglich, ohne dass der Lehrer zuvor stundenlange Materialrecherche betreiben muss!

Wirklich nahezu ALLE Themen und thematischen Grundlagenbereiche des niedersächsischen Curriculums sind abgedeckt - absolut keine Selbstverständlichkeit. Nur im Bereich der mesomeren Effekte bei der elektrophilen Zweitsubstitution am Aromaten wird der Lehrer vielleicht etwas nachhelfen müssen.

By the way: den Ausführungen im Curriculum ist eigentlich gar nicht eindeutig zu entnehmen, ob das Thema "Orientierung bei der elektrophilen Zweitsubstitution" noch unterrichtet werden muss oder nicht. Im Zweifelsfall WIRD man es unterrichten. Kein Wunder, dass der Unterricht inhaltlich überfrachtet erscheint, wenn niemand weiß, was eigentlich später im Abi thematisch dran kommen könnte und was nicht. Jedes Jahr eine neue Überraschung!

Wir müssen jedenfalls mit diesem Buch weniger zeitaufwändige Tafelarbeit bzw. weniger umweltschädliche Kopierarbeit verrichten denn je!

Sicher: Man wird es kaum schaffen, das Buch im Unterricht von vorne bis hinten durchzuarbeiten, aber das dürfte auch kaum das Ziel sein. Auswählen muss der Lehrer schon noch selber! Ein Angebot bekommt er! Und niemand verbietet ihm, eigene Ideen in seinen Unterricht zu ergänzen und die im Buch zugegebenermaßen etwas isoliert dargestellten Themenbereiche durch eigene Ergänzungen miteinander zu verknüpfen. Eine solche Verknüpfung können Bücher m.E. ohnehin nur bedingt leisten, da Schüler keine Möglichkeit haben, Rückfragen an ein Buch zu stellen.

Ohne Lehrer wird es auch in Zukunft also nicht funktionieren!
In Büchern müssen die Fakten stimmen und widerspruchsfrei sein!

Achso: Die ersten Seiten enthalten eine Wiederholung des Mittelstufenstoffs. Und auch die ist richtig gut und sinnvoll reduziert!

4,9 Sterne!!

Und für kein anderes der mir bekannten CH-Oberstufenbücher (egal wie alt oder neu es ist) würde ich mehr als 3 Sterne geben - geschweige denn, mir die Mühe machen, eine ausführliche Rezension zu schreiben!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 15, 2016 8:16 PM CET


Chemie heute SII - Allgemeine Ausgabe 2009: Schülerband SII
Chemie heute SII - Allgemeine Ausgabe 2009: Schülerband SII
von Wolfgang Asselborn
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 42,95

5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Vorschnell veröffentlicht!, 19. Mai 2011
Schulbuchverlage stehen unter enormem Zeitdruck, da Lehrplan-Änderungen oftmals direkt nach ihrem Bekanntwerden auch schon in Kraft treten!

Schroedel hat das Buch schon (schneller als manch Konkurrent) zu Beginn des Schuljahres 2010 / 11 zum Kauf freigegeben (laut Amazon anscheinend sogar noch früher!). Das ist löblich, da dieses Buch zum neuen Curriculum passt, welches in diesem Jahrgang bereits Unterrichtsgrundlage ist. Dennoch fehlte wohl die Zeit, um das Buch noch sorgfältiger zu überprüfen.

Das Buch ist nicht sooo übel, dennoch enthält es schlichtweg zu viele Fehler und Ungenauigkeiten sowie nicht immer sinnvoll miteinander verknüpfte Begriffs-Bezeichungen.


Wolf love
Wolf love

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ich finds nicht so übel!, 1. November 2010
Rezension bezieht sich auf: Wolf love (Audio CD)
Ich besitze zwar auch die "Alive" und durfte neulich ein sehr angenehmes Omnia-Konzert in Selb miterleben, bin aber kein eingefleischter Omnia-Fan.
Vielleicht störe ich mich daher im Gegensatz zu anderen Rezendenten auch nicht an den viel diskutierten Stilbrüchen auf dieser CD.

Das Pagan- und Naturverbundenheits-Gerede nehme ich Bands dieses Genres ohnehin nicht so ganz ab und ich habe auch keinerlei Interesse, selbst in einer vorchristlichen Gesellschaft zu leben (gelebt zu haben). Aber diese Musik kann dennoch interessant (oder in diesem Fall auch "schön") sein und in eine Traumwelt entführen, wenn diese auch sicher nicht viel mit den historischen und vielleicht auch historisch-musikalischen Gegebenheiten zu tun hat.

Und genau so eine kitschig-schön-tragische Traumwelt kann man bei Songs wie "Love in the Forest", "Toys in the Attic", "Wheel of Time", "Cornwall" und "Song for love" erleben. "Saltatio vita" und "Dance until we die" sind toll instrumentiert. Und bei "Love in the Forest" und "Dance until we die" finde ich die Hoffnung, dass Omnia sich selbst und ihr propagiertes Pagan-Natur-Weltbild nicht zu ernst nehmen.

Mir ist es jedenfalls relativ egal, dass Omnia hier viel Piano-Musik spielen, obwohl es zu keltischer Zeit selbiges Piano noch gar nicht gab. Wer das störend findet, bedenke, dass es damals auch noch keine Mischpulte und technische Grooves gab und dass zB auch der Text von "The Raven" auf der "Alive" vergleichsweise neuzeitlichen Ursprungs ist. Stört doch auch keinen!

Einige Songs dieser CD, die vielleicht eher den Ursprüngen der Band entsprechen könnten, wie "Shamaniac" und "Taranis Jupiter" finde ich textlich wie musikalisch langweilig.

Die DVD finde ich etwas belanglos, was wohl daran liegt, dass der mE mittelmäßige Song "Wolve Love" sehr stark im Vordergrung steht.

Fazit: Die Mehrzahl der Songs ist schön --> 4 Punkte für die CD!
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 1, 2011 11:45 PM MEST


Einer Nacht Gewesenes
Einer Nacht Gewesenes
Preis: EUR 14,99

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Düster-bombastisches Konzeptalbum!, 7. Juni 2008
Rezension bezieht sich auf: Einer Nacht Gewesenes (Audio CD)
Ich habe die CD schon vor einigen Monaten gekauft und brauchte viele Hördurchgänge, bis ich mir einigermaßen eine Meinung dazu bilden konnte. Allein diese Tatsache spricht meines Erachtens schon für Qualität.

Adversus entwerfen in ihrer Beschreibung des "Einer Nacht Gewesenes" zunächst ein düsteres Bild der Welt und beschreiben die Hoffnungslosigkeit und Wut derer, die sich in dieser Welt nicht zurechtfinden können oder wollen.

Doch eines Nachts treffen sich zwei Seelen, die füreinander bestimmt zu sein scheinen und die doch von vornherein wissen, dass das Glück nicht lange halten kann - weil sie schon zu viele Narben in sich tragen und sich nicht mehr füreinander öffnen können.

Und so wird dann auch schließlich der kurz aufblitzende Funke einer eigentlich nie wirklich existenten Hoffnung jäh wieder zerstört. Übrig bleibt eine bittersüße Erinnerung sowie der Wunsch, die nächste Chance besser zu nutzen und die nahezu sichere Erkenntnis, dass es keine weitere geben wird (so verstehe ich es zumindest).

Nur gut, dass man auf der Rückseite der CD-Hülle noch lesen kann, dass unsere Welt zwar nicht perfekt, aber das Leben in ihr eben doch möglich ist - ansonsten wäre diese CD ein potentieller Suizidauslöser.

Der Klangteppich ist breit, aber nicht überfrachtet. Neben "normalen" wieblichen und männlichen Stimmen gibt es eine Grunzstimme (wer so etwas generell ablehnt: Finger weg von der CD).
Die Musikbandbreite schwankt zwischen Elektronik, klassischen Elementen und leichten Metal-Einflüssen. Die jeweilige Stimmung wird musikalisch so intensiv untermalt, dass dem geneigten Hörer manches Mal kalte Schauer den Rücken herunterlaufen.

Also - gute Musik - gutes Konzept - so etwas findet man häufiger.

Meines Erachtens sind es aber die in Bezug auf Ausdruck und Satzbau besonders lyrisch-poetischen Texte, die hier in den Vordergrund treten. Ständig fragt sich der Hörer: "War da ein Grammatikfehler?", um beim neuerlichen Hören zu erkennen, dass die Textzeile in der vorliegenden Form um einiges tiefsinniger und bedeutsamer erscheint als die vom Hörer erwartete. Interessant, wie Inhalte und Emotionen mit sprachlichen Mitteln immer wieder so geschickt versteckt werden, dass man sich wirklich auf die Suche machen muss. Und am Ziel der Suche wird man womöglich feststellen, wie sehr einem das zum Ausdruck Gebrachte immer wieder aus der Seele spricht. Natürlich lassen solche Texte dem Hörer auch immer eigenen Interpretationsspielraum und die Möglichkeit, den Zusammenhang von Textbausteinen auch mehrdeutig zu interpretieren, ohne sich in vollkommener Beliebigkeit zu verlieren.

Man muss sich Zeit nehmen für diese CD. Schon weil mitunter zwei Textpassagen gleichzeitig vorgetragen werden, muss man beim Hören das Booklet unbedingt zur Hand nehmen.
Ich brauchte wie gesagt ein paar Monate. Aber es hat sich gelohnt!


Autumntales
Autumntales

8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Höhen und Tiefen, 11. Dezember 2006
Rezension bezieht sich auf: Autumntales (Audio CD)
Wie im Debut-Album PRISONWORLD wird auch hier hymnenhafter und melodioeser "New-Folk-Kitsch-Metal" zum Besten gegeben.

Lyriel hat sich hier im Vergleich zum Debut-Album insgesamt um einen "satteren", etwas haerteren und komplexeren Klang bemueht, weicht aber auch nicht vom allseits beliebten Strophe-Refrain-Schema ab. Dieses Bemuehen fuehrt zu vielen schoenen Musikerlebnissen fuer den Hoerer - eingie Stellen stoeren mich persoenlich aber auch.

1. First Autumn Days:

Schoener ruhiger Einstieg - weniger bombastisch als der Opener von "Prisonworld"

2. Surrender in Dance:

Melodioeses Lied mit schoenen, eher schnellen, Folklore-Einfluessen

3. Memoria:

Wirklich eine gute Idee und ein sehr komplexes Stueck in Bezug auf die Instrumentalisierung. Ich haette nie gedacht, dass ausgerechnet ich das Folgende mal sagen wuerde, aber hier klingen stellenweise einfach zu viele Instrumente und Stimmen zu schnell und unharmonisch zu durcheinander, was mich eben stoert. Daraus haette man mit etwas weniger Durcheinander einen absolut ueberragenden Song komponieren KOENNEN.

4. My favourite Dream:

Wieder einmal Kitsch as Kitsch can - was ich nicht grundsaetzlich negativ finde. Aber dieser Text um eine Frau, die einen Prinzen anhimmelt und gleichzeitig ihre "stupid sisters" - stellenweise auch "bad sisters" ausstechen will - das geht mir schon etwas ueber die Hutschnur.

Wohl die letzte veroeffentliche Studioaufnahme von der leider verstorbenen Sabine Duenser von ELIS, die hier als Gastsaengerin auftritt.

5. The promised Land:

Gut, recht schnell - nicht so vielschichtig wie die Nr. 3, aber eben auch nicht ueberladen.

6. Days of Yore:

Etwas ruhiger - nicht besonders aufregend aber auch nicht schlecht.

7. Fairyland:

wie 5.

8. Autumntales:

Ruhiges Liebeslied ueber den Abschied - natuerlich kitschig aber auch sehr schoen und harmonisch.

9. Wild Birds:

Auch ein wenig ueberladen, aber nicht so stark wie Song 3. Insgesamt schnell und gefaellig.

10. Hijo de la Luna

Coverversion des bekannten Songs, dessen Original-Interpretin mir gerade nicht einfaellt (hieÃY sie einfach LUNA?). Ruhig, aber natuerlich mit E-Gitarren-Einfluessen im Refrain, wie auch in fast allen anderen Songs dieser CD. Gefaellt mir.

11. Enchanted Moonlight

Melodioes und teilweise recht pompoes. Trotzdem harmonisch. Gut!

12.Regen

Deutsche Sprache, die wohl lyrisch wirken soll. Das kommt aber nicht so ganz zur Geltung - wegen des doch relativ schnellen Gesangs. Somit wirkt der Text auf mich doch eher uebertrieben kitschig als lyrisch.

Musikalisch gute Ansaetze, ueberzeugt mich aber nicht ganz. Beim Refrain denke ich immer, dass den auch Schlager-Sternchen MICHELLE gesungen haben koennte - vielleicht also doch etwas zu nasal.

13. Last Autumn Days

Kurzes leises, sehr schoenes Instrumental

14. My Favourite Dreams - Bonus Version

Viel ruhiger als die Version des Songs auf Track 4 und ausnahmsweise mal recht minimalistisch instrumentiert. Die hohe, etwas kindliche, etwas opernhafte Stimme von Sabine Duenser kommt hier deutlicher zur Geltung als in Track 4 - manchem wird sie gefallen, manchem nicht. Musikalisch nicht uebel - der Text ist jedoch der gleiche wie bei Track 4.

Insgesamt eine nette CD, an der man sich stellenweise etwas reiben kann, wenn es denn mal nicht so harmoniert. Diese Reibungen finde ich bei vielen anderen CDs positiv und sie sind sicher oft auch gewollt - bei Autumntales kann ich mich aber auch nach mehrmaligem Hoeren mit einigen dieser Disharmonien nicht recht anfreunden.


Nichts bereuen, Film-Tie-In
Nichts bereuen, Film-Tie-In
von Benjamin Quabeck
  Taschenbuch

5.0 von 5 Sternen Alles direkt zum Nachfühlen!, 16. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Nichts bereuen, Film-Tie-In (Taschenbuch)
Zum Inhalt des Buchs wurde hier bereits genug gesagt. Das Thema ist nicht neu und deshalb hat das Buch auch aufgrund meiner niedrigen Vorerwartungen 2 Jahre lang in meinem Schrank gestanden, bevor ich reinschaute - und das Ganze an einem einzigen Nachmittag verschlang.

Aufgrund der für mich neuartigen Art und Weise, wie dieser Roman erzählt wird, konnte ich die Gefühle des Ich-Erzählers aber ideal nachempfinden.

Der Text wirkt manchmal etwas chaotisch - einige Male muss man zurückblättern, bevor man für sich persönlich entscheiden kann, ob man einen bestimmten Abschnitt dem "realen" Teil im Leben der Hauptfigur zurechnet, oder ob es sich nur um einen Gedankengang handelt. Das Buch ist eben in der "Sprache" geschrieben, in der viele Menschen - ich zumindest - "denken". Konfus, oft mit kurzen Sätzen / Kapiteln und mitunter sehr sprunghaft. Es lässt jederzeit Raum für eigene Interpretationen und Reflexionen.

Eine desillusionierende Entlarvung der Spaßgesellschaft, die immer gut drauf ist und ein mitunter düsterer Blick in die verschiedenen Phasen menschlichen Lebens in einer Zivilisation, in der es doch eigentlich materiell keinen Mangel gibt.


Interim Works Compendium
Interim Works Compendium
Wird angeboten von echolot-records
Preis: EUR 46,90

7 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schön! Leicht Düster! Melodiös! Lustig!?, 23. September 2006
Rezension bezieht sich auf: Interim Works Compendium (Audio CD)
Dies ist meine erste und bisher einzige CD von Asp, die ich zufällig mal live auf dem Castle Rock Festival in Mülheim / Ruhr kennengelernt habe. Bei dem Live Auftritt wusste ich nicht so recht, ob die dabei gezeigte Komik unfreiwillig oder absichtlich aufgeführt wurde: Ein blass-düsterer Hauptakteur fegte und wand sich mit finsterem Blick halb sterbend über die Bühne, begleitet von einigen brav aussehenden Musikern und - ja - von ebensolchen männlichen (!) Background-Sängern, die dabei noch sehr unbeholfen "tanzten", indem sie je einen Fuß vorstellten und ihn dann wieder zurückzogen, so als sähe sich ein 13-jähriger zum ersten Mal gezwungen, in einer Pop-Disco der späten Siebziger zu tanzen.

Ich entschied mich zugunsten der Band dafür, diesen Auftritt einfach erst mal lustig zu finden. Die Trostlosigkeit, die auf allen "Düster"-Events der frühen Neunziger an der Tagesordnung war, ist dank Bands wie unter anderem Asp zum Glück dahin.

Der Sound erschien mir sehr gefällig, obwohl ich eigentlich kein Fan von technisch bzw. leicht industrialmäßig klingender Musik bin - war ich doch eigentlich wegen der überragenden handgemachten Musik des "Orchesters" HAGGARD zum Konzert gekommen.

Herausragend beim Auftritt von Asp war sicherlich der sehr emotionale Titel "Ich will brennen". Die anderen Titel waren mir weniger im Gedächtnis geblieben. Nun, trotzdem hab ich mir mal diese CD besorgt und ich muss sagen, dass auch viele andere Songs zwar recht einfach gestrickt, aber wirklich sehr eingängig sind.

Eine nette Zusammenstellung für den Liebhaber des leicht Düsteren aber dennoch Melodiösen.

Mal schaun, ob ich mir auch noch ein paar neuere CDs von Asp zulegen werde!


Conflict of Interest
Conflict of Interest
Wird angeboten von Music-CD-Connect-recordStore_Germany
Preis: EUR 22,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zuerst begeistert, dann naja!, 31. Januar 2006
Rezension bezieht sich auf: Conflict of Interest (Audio CD)
Anfangs fand ich diese CD durchaus ansprechend und antreibend - auf Dauer erscheint sie mir aber etwas eintönig, denn man hört beim dritten oder vierten Hören keine neuen Nuancen mehr heraus. Die Art und Weise, mit der die Drums gespielt werden, ist irgendwie immer gleich und die Stimme der Sängerin ist auf Dauer doch etwas piepsig.
Insgesamt mittelmäßig!


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