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Rezensionen verfasst von
Wehrmann

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Ghost Reveries
Ghost Reveries
Preis: EUR 12,98

5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Death Metal vs Prog Rock, 21. Juli 2006
Rezension bezieht sich auf: Ghost Reveries (Audio CD)
Opeth versuchen mal wieder den unüberbrückbaren Gegensatz zwischen Death Metal Growls und stimmungsvollen ProgRock Parts zu überbrücken. Auf Ihrem letzten Longplayer wird das so deutlich wie nie zuvor. Meister Akerfeldt hat durch sein Damnation Projekt viele neue Fans hinzugewonnen, die nichts mit progressivem Death Metal anfangen können. Ghost reveries ist entweder ein Zugeständnis an diese neue Hörerschicht oder eine konsequente Weiterentwicklung der persönlichen Vorlieben im Musikgeschmack. Im Großteil der Stücke läßt Akerfeldt seine wirklich wunderbare Singstimme hören, es gibt eine Vielzahl herrlicher akustischer Gitarren Arrangements und auch die introvertierten Keyboard Klänge aus Damnation sind zu finden. Das läßt den Liebhaber progressiver Rockmusik überlegen sich das Werk trotz der metallenen Parts mit grunzender Todesstimme zuzulegen, denn eines ist klar : Diese Schönheit und Intelligenz der Kompositionen, diese Stimmigkeit und emotionale Tiefe läßt sich momentan bei kaum einer anderen Produktion finden. Doch die oben erwähnte Unüberbrückbarkeit bleibt bestehen, vielleicht gerade weil Opeth clean so gut sind. Man fragt sich intuitiv welche Stellung diese Platte in seinen persönlichen Best of ohne die sogenannten Growl Parts hätte. War Damnation ja noch sehr melancholisch und zu kurz fahren Opeth beim Nachfolger richtig auf, wie eine Achterbahnfahrt wirkt das Opus, eine Geschichte zwischen Traum, Realität, Verfolgung, Tod, Geborgenheit und Sehnsucht musikalisch eingefangen.

Großartig sowas miterleben zu dürfen, aber Opeth sollten sich überlegen welchen Weg Sie in Zukunft gehen wollen : Vielleicht ist eine Trennug zwischen den beiden Vorlieben wie bei Damnation und Deliverance doch die bessere Wahl.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 16, 2008 6:36 PM MEST


Islands
Islands

12 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Anfang vom Abstieg, 14. März 2006
Rezension bezieht sich auf: Islands (Audio CD)
Anfang der 80’er Jahre beherrschte das Wunderkind die Charts mit einer ganzen Reihe Pop-Perlen, u.a. die etwas vergessenen „Pictures in the dark“ oder „Tricks of the light“. Wurden schon die letzten Instrumental-Alben „Platinum“ und „QE2“ zum Dekadenwechsel gut verkauft, zahlte sich die Unterbringung einer Schallplattenseite Gesang auf der 82’er „Crisis“ voll aus : Oldfield wurde in Radio und Fernsehen rauf und runter gespielt. Und das nicht ganz zu Unrecht, standen die Kleinode vierminütiger Komponierkunst den Intrumental-Epen seiner Frühzeit doch in nichts nach. Bis „Islands“ 1987 blieb Oldfield dem Kompromiss der Mischung von Instrumental- und Gesangstiteln treu. Doch war der Vorgänger „Discovery“ noch ein wahres Pop-Wunder verließ dem Meister danach die Inspiration. Sicher war der Anspruch der Fans nach mehr als 10 Jahren überirdischer Musik zu hoch gesteckt, doch auch die Folgewerke werden zeigen : Der Multiinstrumentalist hatte sein Pulver verschossen.
„Islands“ wirkte behäbiger, einfallsloser und langweiliger als die Vorgänger. Die Gitarren weichen größeren Synthesizer-Flächen, viele Melodien scheinen nur oberflächlich variiert von früheren Themen. Es wird auch keine wirkliche Hitsingle von „Islands“ geben.
Obwohl „Islands“ keinen wirklichen Bruch im Oldfield’schen Schaffen darstellt, wird er nie wieder an seine früheren Erfolge anschließen können. Sowohl auf „Islands“, wie auch auf „Tubular Bells II“ schafft er immer noch magische Momente, es werden noch tolle Hits wie „Innocent“ oder „Man in the rain“ (vom Tubular Bells III – Album) folgen und doch spaltet Oldfield nach „Islands“ mehr und mehr seine Fangemeinde mit Experimenten wie „Amarok“ oder der X-ten „Tubular Bells“ – Auflage, welche die Authenzität des Orginals doch nie erreichen kann.
Heute produziert der einstige „Mozart des Pop“ belanglose Computermusik für Esoterik-Anhänger. Ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie Inspiration und Keativität verloren gehen können.


Mittelpunkt der Welt
Mittelpunkt der Welt
Preis: EUR 15,99

11 von 63 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Schlafen wir jetzt ein ?, 13. März 2006
Rezension bezieht sich auf: Mittelpunkt der Welt (Audio CD)
Soll das jetzt irgendwie romantisch oder schön sein was uns auf dem neuen Output der Mannen um Herrn Lehmann präsentiert wird ? Das ist es beileibe nicht, es ist schlichtweg langweilig. Da nützt auch kein DrumRumReden nach dem Motto : „Schön das Sie sich nicht verändert haben, so klangen Sie ja schon immer ...“. So klangen Element of crime eben nicht schon immer. Was uns hier allein musikalisch angeboten wird ist eine Frechheit. Wie aus dem Lehrbuch „Pop-Chansons für Anfänger“ werden hier Standard-Akkordfolgen runtergespult zu denen Regener seine mehr oder minder sinnvolle Lyrik rezitiert. Das Tempo ist durchgehend im „Schunkel-Modus“ angelegt und das einzig abwechslungsreiche sind die gewohnten E-Gitarren-Phrasierungen. Stimmungen, Emotionen, schöne Instrumentierungen wie noch auf den ersten drei bis vier deutschsprachigen Werken ? Fehlanzeige ! Die Platte klingt als hätte man Sie in einer Woche zusammengebastelt.
Überraschend ist das eigentlich nicht, war der Vorgänger „Romantik“ auch nicht gerade berauschend. Hier ist die Ideenlosigkeit und die Müdigkeit kreativ sein zu müssen aber förmlich greifbar. Es gibt keinen Grund eine solche CD zu hören.


But Seriously
But Seriously
Preis: EUR 6,99

8 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Abstieg in den Kommerz-Pop, 28. Februar 2006
Rezension bezieht sich auf: But Seriously (Audio CD)
Was sich auf dem "No jacket requiered" - Album bereits andeutete wurde mit "...but seriously" besiegelt : Nach fast 20 Jahren künstlerischem Schaffen Solo und mit seinen Genesis-Kumpanen vollzog Collins endgültig die Wende hin zum Radiotauglichen Mainstream-Pop.
Schon die Single-Auskopplung "One more night" des Vorgängers zeigte das zukünftige Format eines Collins-Hits : Ein Drumcomputer blubbert einen Loop, ein warmer Drei-Akkord-Keyboard-Teppich untermalt das Gesäusel über zerbrochenes Liebesglück und nach "geschmackvollen" 3 Minuten ist es zu Ende. Dieses Format wird der gute Phil auch auf folgenden Platten noch zur meisterhaften Vollendung führen.
Sicher hatte der symphatische Engländer erkannt, daß sich die Zeichen der Zeit geändert hatten und man mit Jazz- oder Artrock keinen Hahn mehr locken konnte. Das er sich aber nicht zutraute mit qualitativ hochwertiger Popmusik weiterhin großen Erfolg zu haben zeugt nicht gerade von großen Selbstbewußtsein.
"...but seriously" ist dabei als Wendepunkt zu sehen. Neben dem o.a. Format sind hier durchaus noch hochwertige Titel a la "Something happend on the way to heaven" zu finden.
Auch die Single-Auskopplung "Another day in paradise" weiß noch mit tollem Refrain, schöner Melodielinie und sozialkritischem Text aufzuwarten. Amsonsten aber ist das "Werk" vor allen Dingen Abschied von einem grandiosen Künstler, der sowohl bei Genesis als auch in der Frühphase seiner Solo-Karriere wunderbare Kompositionen mit erstklassigem Drumming und emotionsgeladenen Gesang verbinden konnte. Die nächsten Platten werden noch weitaus schlimmer werden ....


Octavarium
Octavarium
Preis: EUR 5,00

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gewohnte Kost auf hohem Niveau, 8. September 2005
Rezension bezieht sich auf: Octavarium (Audio CD)
An eine Produktion der vier Herren „Ausnahmemusiker" werden ja immer höchste Ansprüche gestellt. Nach fünfmonatiger Studioproduktion ist ein solches Werk dann bereit sich der vor Erwartung berstenden Menge aus Musikern, Proggies, Metallern, Liebhabern anspruchvoller Musik bis hin zu Klassik-hörenden Grenzgängern zu präsentieren. Weil denn die Schar der Hörer aus so unterschiedlichen Genren entspringt und weil man mit einem bestimmten Konzept doch die lezten Jahre recht erfolgreich war, ist der neuste Output von Dream Theater ein Kompromiß aus harten Riff-Titeln, Pop-Stückchen und epischen Prog-Titel(n).
Neu ist hier eigentlich nichts. Der bewährte Aufbau eines DT - Stücks begegnet einem in gut jedem Titel und der geneigte Hörer mag denken : „Schön aber da könnte ich ja eigentlich auch nochmal die ‚Falling into infinity' hören". Letztgenannte war ein ähnlicher Kompromiß mit dem Versuch hier und da mal eine hitverdächtige Ballade einzustreuen . Gerade das gelingt DT bei „Octavarium" überhaupt nicht. Die zuckersüßen Liedchen „The answer lies within" und „I walk beside you" sind tatsächlich peinlich schlecht und einer Band wie DT nun wirklich nicht würdig. Dazwischen steht „These walls" als völlig unspektakuläre 08/15 Komposition und macht dem Probehörer nach dem recht guten DT-typischen Opener das Leben schwer. Oha, geht das jetzt so weiter ? Gott sei dank nicht, „Panic attack" und „Never enough" bieten dann wieder gewohnte Qualität mit vielen Breaks, Wechseln schönen Solos und zum ersten Mal wieder auch genialen kompositorischen Einfällen. Dann der Abschluß :
„Sachrificed sons" als eher ruhig gehaltener Titel sicherlich gewöhnungsbedürftig aber zumindest fern peinlicher Momente und vielleicht sogar mit ein wenig Erhabenheit ausgestattet.
Wirklich schön das abschließende 25-Minuten-Epos „Octavarium". Orchestrale Klänge, Flöten, ein ruhiger, langsamer Aufbau der stetig steigernd in ein (wie könnte es anders sein) brachiales Finale mündet. Eine Erinnerung an „Change of seasons" und für mich der Höhepunkt der CD.
Allen Kritikern muß man entgegenhalten : So klingt halt eine CD von Dream Theater und mal von den kurzen zwei Balladen abgesehen kann ich hier gegenüber früheren Produktion keinen großartigen Qualitätsverlust erkennen. Bruce Springsteen fängt nun auch nicht plötzlich an Free Jazz zu spielen. Trotzdem sollte man sich weiterentwickeln. Neue Sounds, Konzepte, hier und da mal ein musikalisches Experiment, mehr Mühe auf das Songwriting, auf die Ideen und weniger auf die Kunstfertigkeit der Ausführung. Früher standen DT mal für musikalische Innovation, heute ist das eher Stillstand. Trotzdem reden wir hier immer noch über eine Dream Theater - CD die zumindest wieder zur Hälfte ihrer 74 Minuten sehr gute und zur anderen Hälfte akzeptable Musik bietet. Für die peinlichen Balladen und den Mangel an Überraschungen einen Stern Abzug.


Merriwinkle
Merriwinkle
Preis: EUR 16,53

4 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Für Liebhaber und solche die es werden wollen ..., 28. Juli 2005
Rezension bezieht sich auf: Merriwinkle (Audio CD)
John Zorn ist für Sie Mainstream ? Stockhausen ein Spinner und Nono überholt ? Wollten Sie schon immer anders sein als andere ? Oder beschäftigen Sie sich hauptberuflich mit Esoterik, reisen zum Entspannen in die Sumpfgebiete der Mangroven Venezuelas und wären am liebsten als Bakterie geboren ? - Nun, dann könnte diese Platte genau der richtige Soundtrack für Ihr Leben sein. Oder finden Sie eine Frau die obskure Laute oder irgendwelche Sätze in diversen durchmischten Sprachen von sich gibt etwa nicht hochinteressant ? Macht nichts, denn als Draufgabe zirpt, blubbert oder quietscht noch manchmal ein Synthesizer dazu und diese Synthese erzeugt selbstverständlich eine „absurde, intime Atmosphäre" und erinnert uns an „Den Wahnsinn des KZ's", „Afrikanische Tänzer", „erbitterten Todeskampf" oder ein Glas Orangensaft. Sie können selbstverständlich auch noch jeden anderen beliebigen Mist in dieses irre Gefiepe hinein interpretieren. Was wollen uns die Künstler mit diesem Werk wohl sagen ? Das wir, rein musiktheoretisch gesehen, Ahnungslose vor dem Universum Ihrer Ideenwelt sind ? - Oder das man jeden Quark in die Welt setzen kann, irgend jemand wird es schon als Kunst interpretieren ? Tja, sollten sie auf jeden Fall einer der Menschen sein, die sich diese CD täglich anhören würde ich Sie sehr gern mal kennenlernen (oder doch lieber nicht ... ?)
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 5, 2009 9:05 AM MEST


Mezmerize
Mezmerize
Preis: EUR 5,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spitzenplatz verteidigt !, 20. Mai 2005
Rezension bezieht sich auf: Mezmerize (Audio CD)
Einfach phantastisch wie es SOAD mit „Mezmerize" geschafft haben den hohen Erwartungsdruck gerecht zu werden. Statt dem Erfolgsalbum „Toxicity" weitere Schnellproduktionen nachzulegen, wurden über eine mittlerweile doch geraume Anzahl von Jahren Song-Kunstwerke geschaffen, welche die gesteckte Messlatte noch einmal übertreffen.
Inhaltlich bietet die neue CD alles was SOAD-Fans lieben : Harte und schnelle Songs wechseln sich mit hymnisch melodiösen Passagen. „Radio/Video" und „Old School Hollywood" stellen die typisch abgedrehten SOAD - Songs da, welche erst nach dem 4 bis 5 mal hören zünden, der Rest läßt sofort den Adrenalin-Spiegel in die Höhe schnellen.
„Mezmerize" ist die Speerspitze einer Heerschar progressiver Metalproduktionen der letzten Jahre, die Kompositionen Daron Malakian's bilden hier jedoch wohl das Beste was dieses Genre zu bieten hat. Konnte man beim Debut und „Toxicity" evtl. noch bemängeln daß die Titel in der zweiten Hälfte immer zwei, drei schwächere Momente hatten, scheint „Mezmerize" diesmal in dieser Hinsicht makellos.
Interessant zu beobachten, daß Daron Malakian jetzt doch deutlicher klar zu machen versucht, wer der kreative Kopf und Macher bei System of a down ist. Alle Titel sind von Ihm komponiert, er singt deutlich mehr als früher, ist Mitproduzent und taucht auch in jeder Namensliste als Erstes auf. Scheinbar ist er der alleinigen Rolle als klampfender Headbanger hinter „Showman" Serj Tankian ein wenig überdrüssig geworden.
Eigentlich kaum zu glauben, daß die Jungs bereits ein weiteres komplettes Album in der Schublade liegen haben. Nach diesem Lichtblick ist mir allerdings nicht bange, daß hier jetzt schon Vorfreude herrschen darf ...


An Evening with John Petrucci & Jordan Rudess
An Evening with John Petrucci & Jordan Rudess
Preis: EUR 18,51

39 von 68 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Viel Solo, wenig Inhalt, 27. April 2005
Auch wenn es nicht zur Aufstockung meiner Bewertungspunkte gereichen wird, muß ich leider zu den hier veröffentlichten Lobeshymnen einen Kontrapunkt setzen.
Ich möchte jeden, der hier Musik a la Dream Theater akustisch abgespeckt erwartet, vor dem Kauf dieser CD warnen. Die Titel sind auch keine genial komponierten Ausflüge in Flamenco, Klassik und Jazz-Genren. Im wesentlichen begegnen wir hier eher süßlichen und leider auch oft belanglos trivialen Melodien zwischen denen die Herren Ausnahmemusiker solieren bis die Finger glühen. Hervorragend selbstverständlich was hier solo-technisch geboten wird, bei Rudess selbst meint man ein ganzes Orchester ersetzt zu bekommen, deratig viele Töne erzeugt der Mann gleichzeitig auf dem Flügel.
Trotzdem wirkt das Ganze wie eine CD flüchtig zusammengebastelter Kompositionen, mit dessen Hilfe man mal wieder zeigt, was man auf seinem Instrument so drauf hat.
DT-Fans werden von den einfachen, schlagerartigen Melodien wohl eher schockiert sein, mit Jazz hat das Ganze nichts zu tun und irgendwann kann das X-te minutenlange Gitarrensolo auch ganz schön nervig werden ...
Die CD ist meiner Meinung nach nur für Liebhaber filigranen Solospiels auf Gitarre und Piano zu empfehlen, Käufer mit anderen Erwartungen sollten sich das Geld sparen.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 15, 2014 8:52 PM MEST


Die Philosophin. Roman
Die Philosophin. Roman
von Peter Prange
  Taschenbuch

16 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Rührselige Schmonzette, 31. Januar 2005
Rezension bezieht sich auf: Die Philosophin. Roman (Taschenbuch)
Peter Prange hat ein anregendes und spannendes Thema für sein neues Buch gefunden: Die Erschaffung der ersten wirklichen Enzyklopädie durch den französischen Philosophen Denis Diderot als Herausgeber und Mitautor aus dem Blickfeld der Sophie Volland, seiner langjährigen Geliebten. Die Bedeutung dieser Unternehmung im Spannungsfeld der Interessen des Hofes, der konservativen Kirche und der beginnenden Aufklärung im Europa des 18. Jahrhunderts im vor-revolutionären Frankreich. Genug Stoff für einen adäquaten, historischen Bildungsroman.
Peter Prange entwift jedoch rund um die historischen Fakten derartig lächerliche, rührselige und leider zum Teil auch dümmliche Geschichten, daß das Beenden der Lektüre fast unmöglich erscheint. Ob Prange dabei bewußt ein rein belletristisch interessiertes Publikum ansprechen will bleibt verborgen. Die Darstellung Sophie Vollands als völlig unbedarfte, gläubig-naive Naturschönheit mit verborgenem Zug zur Emanze, die kitschig-rührselige Liebesgeschichte zischen Ihr und Diderot, die comic-haft dargestellten Figuren und die im völligen Gegensatz dazu martialisch beschriebenen Folterungszenen lassen einen bspw. immer wieder den Kopf schütteln. Was hat sich der Autor bloß dabei gedacht ein derart interessantes Thema auf so alberne Weise abzuarbeiten ?
Der Rest wirkt dann wie aus dem Baukasten des Historienromans zusammengebaut. Leid und Freud' wechseln sich im fünfzig-seiten-Takt ab, wobei man auch mal getrost fünfzig Seiten auslassen kann ohne viel zu verpassen. Sicher einer der schlechtesten historischen Roman, die ich bisher gelesen habe.


Kool & The Gang - Live From House of Blues
Kool & The Gang - Live From House of Blues
DVD ~ Kool & The Gang
Wird angeboten von Film_&_Music
Preis: EUR 18,30

12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kurz aber gut ..., 15. Dezember 2004
Kool and the Gang existieren bereits seit 30 Jahren und können auf eine Fan-Schar aus mehreren Generationen zurückgreifen. Waren die 70'er noch von zumeist instrumentalen Jazz-Funk-Titeln geprägt, produzierte man in den 80'ern auch einige Chartbreaker gesanglicher Art („Ladies' Night", „Celebration"). Auch der Neuzeit dürfte noch der „Jungle Boogie" aus „Pulp Fiction" im Ohr liegen. Das Beste vom Besten bietet dieser Zusammenschnitt eines Konzerts in Chicago 2002. Dabei tummeln sich auf der Bühne so runde 20 Personen denen man ein fortgeschrittenes Alter nun wirklich nicht ansieht oder anmerkt. Dafür merkt man das perfekte Zusammenspiel einer Band, die wohl live den Olymp im Jazz-Funk-Bereich darstellt. Die Weltklasse-Kompositionen wie „Open Sesame" oder „Summer Madness" werden taufrisch, knackig und in allerbester Laune dargeboten. Der Sound der bis zu acht Bläser ist einfach atemberaubend. Selbstverständlich ist auch jeder der Herren ein perfekter Sänger, so daß mehrstimmige Bläsersätze, Solo- und Backgroundgesang mit Tanzeinlagen zum normalen Ablauf eines Kool and the Gang - Konzerts gehören. Die hervorragende Laune aller Beteiligten schwappt dabei wie selbstverständlich auf das wild tanzende und singende Publikum über. Schön auch die Zweiteilung des Konzerts. Neben den Funk-Krachern kommen auch immer wieder die eher ruhigen, jazz-betonten Titel zum Zuge, bei denen die Instrumentalisten ihr Können in spannenden Solo-Einlagen beweisen können. Als Gimmick werden im Mittelteil des „Jungle Boogie" noch zwei Rapper auf die Bühne geholt, welche eher bereichernd als störend wirken. Trotz einer relativ kurzen Konzertlänge (85 min) und nur einem Interview als Extra möchte ich die DVD vorbehaltlos empfehlen, da es in dieser Musiksparte das Beste ist, was ich bis jetzt gesehen habe. Die 90 min sind hier restlos mit hervorragender Musik ohne irgendwelche „Füller" ausgenutzt. Darum geht es letztendlich bei einer guten Konzert-DVD, von daher auch kein Stern Abzug.


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