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Rezensionen verfasst von
J. Neft (Bruck i.d.Opf. , Bayern)
(REAL NAME)   

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Self-Made
Self-Made
Wird angeboten von hifi-max
Preis: EUR 10,31

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen The only thing on my mind is my money --- wäre ein treffender Albumtitel, 14. Juni 2008
Rezension bezieht sich auf: Self-Made (Audio CD)
Mit "Self Made" bringt ein weiterer Südstaatenrapper, Rocko aus Atlanta, sein Majordebütalbum unter das Volk und versucht mit auf der Erfolgswelle der neuen Stars aus dem Süden zu schwimmen. In den letzten Jahren sind viele Rapper aus diesen Staaten zu Topsellern in den Charts aufgestiegen. Da wären T.I., Paul Wall, Slim Thug und Chamillionaire, aber auch Young Jeezy und Rick Ross, denen Rockos Stil sehr ähnelt.
Dieser Vergleich dürfte klar machen, was den Hörer auf "Self Made" so im Großen und Ganzen erwartet, ein Album durch und durch geprägt von der ewigen Jagd nach dem Geld, der sog. Hustlermentalität und dem Streben nach weiteren materiellen Gütern. In bester Manier berichtet Rocko seinem Hörer, wieviel Geld er sich doch nicht schon ,,erhustlet" hat und dass deswegen auch die Frauen förmlich auf ihn fliegen. Nunja, kurz gesagt, textlich finden wir auf "Self Made" nichts, was wir nicht schon einmal bei Rockos Rapkollegen gehört hätten. Einziger lyrischer Lichtblick ist vielleicht ,,Snakes", ein Song, der davor warnt den Falschen zu vertrauen.
Doch jetzt mal erlich, welcher Anhänger des Südstaatenraps erwartet, wenn er beispielweise eine Lil Jon CD kauft schon intellektuelle Texte?
Natürlich stehen auch hier die eher schwach geratenen Lyrics nur an zweiter Stelle hinter den Beats und dem Klang des Textvortrages und tatsächlich sind ein Großteil der Instrumentals, wie man im Englischen sagen würde, ,,catchy" geworden. Producerstars wie Drumma Boy, Cool and Dre sowie The Runners haben eine musikalische Grundlage des Albums gezaubert, die die Inhalte vergessen macht und die sehr eingängigen Melodien gehen einem sofort in Fleisch und Blut über. Die Mehrzahl der Songs wirkt sehr rund, da Art und Weise der Beats gut mit Rockos Flow harmonieren. Dieser weist übrigens Parallelen zu Young Jeezy auf. Auch Rocko rappt langsam und zieht Wörter am Satzende gelegentlich in die Länge.
Leider gelingt es Rocko jedoch nicht so gut wie einem Young Jeezy oder einem Rick Ross durch einfache Raptechnik über die richtigen Beats eine stimmungsvolle Atmosphäre zur Hustlementalität aufzubauen. Gerade durch die Mitte der Platte zieht sich ein längerer Durchhänger, der nur noch durch den Druck der Skiptaste zu überwinden ist. Die stärkste Phase hat das Album gleich zu Beginn. Die ersten 5 Songs von ,,Dis Morning" über die Single ,,Umma Do Me" bis zum sehr cool pumpenden ,,Busy" und ,,Tomorrow" verfügen über die meiste Energie und machen mit, wie gesagt, fesselnden Rhythmus richtig Laune.
Als Fazit kann man sagen, dass Fans des belangloseren Raps, welche in erster Linie Beats betrachten, mit großer Sicherheit mehrere Titel auf ,,Self Made" mögen werden, Leute, die mit ,,BlingBling-Rap" jedoch nichts anfangen können, sollten von vorn herein besser die Hände von dieser LP lassen.
Das Album ist, wenn man seinen Stil mag, OK, was die künstlerische Zukunft Rockos betrifft bin ich jedoch mehr als skeptisch.


Curtis
Curtis
Wird angeboten von Multi-Media-Trade GmbH - Alle Preisangaben inkl. MwSt.
Preis: EUR 5,63

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen ,,Curtis" - Mittelmaß und dennoch besser als erwartet, 23. März 2008
Rezension bezieht sich auf: Curtis (Audio CD)
Mit ,,Curtis" legt 50 Cent uns sein drittes Soloalbum nach seinem großen Durchbruch mit ,,Get Rich ..." vor und dass er sich durch den Erfolg in den letzten Jahren verändert hat, wissen wir nicht erst seit gestern. Sämtliche Tracks deuteten schon seine musikalische Tendenz in Richtung des im Mainstream üblichen ,,Rap-Pop-Stils" an und so waren meine Befürchtungen, was ,,Curtis" betrifft zunächst groß.
Doch Fiddy hat einmal mehr überrascht, denn er beweist, dass er durchaus noch die Klasse hat, gute Lieder in seinem älteren, in meinen Augen besserem Stil, aufzunehmen. So beginnt das Album zunächst überraschend stark. Mit den Songs ,,My Gun Go Off", ,,Man Down (Censored)" und ,,I'll Still Kill" zeigt er sich ganz von seiner roughen, kompromisslosen Seite als echter Gangster und Drogendealer. Er zeigt sich hier wirklich bemüht gut zu rappen und schildert in kühler, selbstbewusster Manier, wer der Boss in der Hood ist, wie in alten ,,Get Rich Or Die Tryin'"-Zeiten. Lediglich Akons Gekreische auf ,,I'll Still Kill" stellt in meinen Augen einen Kritikpunkt dar. Es folgt mit ,,I Got Money" der vielleicht beste Track auf ,,Curtis". Schon allein der von Apex produzierte Beat kann überzeugen und Fifty macht mit seinen Parts einen wahren Hit aus dem Song, den man sich problemlos als Banger auf den Tanzflächen vorstellen kann. Während dieser ersten fünf Lieder hat ,,Curtis" meiner Meinung nach seine stärkste Phase, dannach driftet der G-Unit Leader bis auf einige Ausnahmen mehr und mehr in die befürchtete R&B/Pop/Rap-Sparte ab. Positiv hervorzuheben wären noch die Singles "Ayo Technology", ein Lied, in dem Timbaland wieder einmal mit einem grandiosen Beat verzaubert, und ,,Straight To The Bank", auf dem 50 Cent kühl, aber relaxt seine Reime von sich gibt. Ebenfalls zu den besseren Tracks zählt für mich ,,Fully Loaded Clip". Der Rest ist, wie bereits erwähnt eher mittelmäßig bis schwach. ,,Amusement Park" klingt wie eine halbherzige Fortsetzung zu ,,Candy Shop" vom letzten Album und bei Songs wie ,,Follow My Lead", ,,Fire" und ,,All Of Me" sagen die Featuregäste Robin Thicke, Nicole Scherzinger und Mary J. Blige schon alles darüber aus, in welche Richtung diese laufen, nämlich in Richtung R&B.
Unterm Strich kann man also sagen, dass einem auf ,,Curtis" doch einige Überraschungen erwarten, doch auch mehrere Reinfälle, so dass man von einem durchwachsenen, mittelmäßigem Album sprechen kann.
Fans werden sicher Gefallen daran finden, doch ob sich die breite Masse mit ein paar guten Stücken begnügt, bleibt fraglich.
Ich jedenfalls werde mir in Zukunft den Kauf von 50 Cent Alben gut überlegen.


Special Occasion
Special Occasion
Preis: EUR 22,13

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Bobby Valentino - The Soul Of DTP, 19. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Special Occasion (Audio CD)
Bereits sein selbstbetiteltes Debüt hat vielen RnB-Hörern weltweit das Herz erwärmt, nun hat Bobby Valentino nachgelegt und läd uns zu der ,,besonderen Gelegenheit" ("Special Occasion") ein, wieder neue Musik von ihm zu genießen.
Genießen ist auch, wie ich finde, das richtige Verb, um die Tätigkeit zu beschreiben, in die einen dieses Album bei bewusstem Hören versetzt. Bobby V's Stimme ist wie gewohnt zart, aber doch sicher und stark, aber dennoch sanft. Kurz gesagt, der Hörer bekommt die Stücke in der einzigartigen und unverwechselbaren Bobby-Stimme präsentiert, Verwechslungen mit änderen Sängern ausgeschlossen! Auch die Produzenten haben wieder einmal tief in die Trickkiste gelangt und so manchen Hit hervorgezaubert. So hat "Special Occasion" gleich zu Beginn seine stärkste Phase, eingeleitet durch das RnB-Überbrett "Anonymous" von Superproducer Timbaland. Dieser eben angesprochene Track ist für mich der beste der CD und auch einer der (leider) wenigen Up-Tempo Nummern. Eine weitere solche Up-Tempo Nummer, ebenfalls zu den Highlights gehörend, hat uns Timbo außerdem noch mit "Rearview (Ridin')" gezimmert, einem Lied, bei dem ein cooler Timbo Beat, smarter Bobby V. Gesang und dazu noch ein paar lässige Ludacris Verse die Zutaten zu einem erfolgreichen Endprodukt darstellen. Große Teile des Albums wurden außerdem von namhaften Produzenten wie Darkchild und Tim and Bob, welche im auf der Platte überwiegenden Bereich der Balladen tätig waren, musikalisch ausgestaltet.
Tja, wie gesagt, dieses Mal nehmen einen deutlich größeren Teil der Scheibe, als es noch beim Debüt der Fall war, sog. Slow Jamz ein, was auch in meinen Augen etwas das kleine Manko der Platte ist. Bobby V-tino's Gesangskünste mögen sich noch so gut zu feinsten Rhythm&Blues-Instrumentals hinzufügen, bei dem einzigen großen Thema, welches das Album lyrisch fokusiert, Frauen und Liebe, nimmt das Ende des Albums dann doch einen etwas zu schnulzigen Verlauf. An dieser Stelle gibt es auch den einen Stern Abzug, weil eben das Debüt die bessere Mischung aus ruhigen und schnellen Tracks aufwies. Doch lässt man diesen einzigen Kritikpunkt aus den Augen kann man unterm Strich auch mit "Special Occasion" mehr als zufrieden sein, ich denke da nur an meine persönlichen Favoriten "Anonymous" und "Checkin' For Me" als schnellere Lieder und an "Only Human" und "Soon As I Get Home" als chilligere Stücke.
Bobby Valentino beherrscht einfach sein Handwerk, das Singen, und mit einem Label wie Disturbing Tha Peace im Rücken wird er auch in Zukunft tolle CDs an den Mann bzw. an die Frau bringen.
4 Sterne und Respekt für sein zweites Werk.


Good Girl Gone Bad
Good Girl Gone Bad
Wird angeboten von Multi-Media-Trade GmbH - Alle Preisangaben inkl. MwSt.
Preis: EUR 10,06

6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Good artist gone a bit boring, 7. September 2007
Rezension bezieht sich auf: Good Girl Gone Bad (Audio CD)
Drittes Album im dritten Jahr nach dem Debüt und damit immer noch erfolgreich. Das muss der erst 19 Jahre jungen Sängerin Rihanna erst einmal jemand nachmachen. Doch überraschend sind nicht nur die von Rihanna benötigte kurze Zeit um eine neue Platte aufzunehmen oder gar ihre Erfolge, sondern vielmehr das Ergebnis ihrer neuesten LP.
Sie hat sich nämlich extrem (weiter-)entwickelt und zwar laut Albumtitel zum Bad Girl. Aber das ,,Bad Girl"-Image mit neuem Kurzhaarschnitt und diversen Possen in Videoclips ist ja nicht die einzige Veränderung, auch musikalisch hat sich einiges getan. Hat man früher bei einem Rihanna-Album Poplieder mit hier und da einem Hauch karibischer Klänge erwarten dürfen, bekommt der Hörer heute die ganze Palette an verschiedensten Stilen und Einflüssen in der Musik angeboten. Auf "Good Girl Gone Bad" finden wir alles von rockigen und elektronischen Elementen über Rap und R&B bis zu Pop und dem üblichen Karibikflair. Besonders gelungen sind in meinen Augen die beiden rockigen Nummern "Umbrella", auf dem gleichzeitig das Genre Rap mit Jay-Z seinen Platz findet, und "Shut Up And Drive". Besonders letzteres Lied ist optimal auf Rihanna zugeschnitten, da sie in rockigen, spritzigen Up-Tempo-Liedern besser eben als in Balladen ihre gesanglichen Defizite verstecken kann und ganz nebenbei spiegelt sich genau in diesem Sound auch die freche und gebieterische Seite des frischgebackenen Bad Girls wieder. Ganz allgemein würde ich die erste Hälfte des Albums als die bessere bezeichnen. Auch die anderen Lieder "Push Up On Me", "Don't Stop The Music" und "Breakin' Dishes", welche eher im elektronischen Musik-Terrain anzusiedeln sind und wohl alle gleich gut auf den Tanzflächen der Clubs funktionieren dürften, gehören für mich zu den Highlights der CD. Das Tolle an "Breakin' Dishes" ist die Power in den Lyrics, in denen Rihanna ihre Wut auf einen Mann schildert und darauf hin die Wohnung zerlegen will, bis sie Polizeisirenen hört. Dieses Selbstbewusstsein in den Texten steht Rihanna äußerst gut.
Leider flacht das Album in seiner zweiten Hälfte für meinen Geschmack total ab. Eingeläutet wird's durch den R&B-Track mit Ne-Yo "Hate That I Love You", vor allem weil Rihanna schon häufiger Schwachstellen bei Slow Jams gezeigt hat und da, meiner persönlichen Ansicht nach, der klassische R&B-Sound noch nie so wirklich zu ihr passte. Im Folgenden wird der Hörer nun mit der gewohnten Rihanna-Pop-Kost bedient, die traditionell, in diesem Fall mit "Lemme Get That", Rihannas karibische Wurzeln hindurchscheinen lässt. Doch das ganze plätschert irgendwie so vor sich hin, Lied um Lied und beginnt irgendwann einfach zu langweilen, wobei ich die Texte, wie zum Beispiel von "Rehab", in dem Rihanna in die Rolle einer ,,Liebeskranken" schlüpft oder von "Question Existing", in dem sie über die Wirkung der Schattenseiten des Showbizs auf sie reflektiert, eigentlich durchweg sehr interessant und ansprechend finde.
Leider war es aber tatsächlich so, dass das Album nicht allzu lange nach dem Kauf bei mir von der Playlist ins CD-Regal gewandert ist, denn obwohl die Platte unterm Strich musikalisch und textlich abwechslungsreicher und ausgetüfftelter sein mag als ihre Vorgängerwerke, geht der Scheibe schon in der Mitte die Puste aus und verdirbt mit Fillern die Freude an ihr.
An der Künstlerin Rihanna scheinen sich jedoch ohnehin, was aus vielen Bewertungen hier hervorgeht, die Geister zu scheiden, also sollte jeder selbst herausfinden, wie er oder sie zu diesem Produkt steht.
Von mir gibt's 3 Sterne.


From Nothin' to Somethin'
From Nothin' to Somethin'
Preis: EUR 10,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Fabolous - Von Nichts zu Etwas, 1. September 2007
Rezension bezieht sich auf: From Nothin' to Somethin' (Audio CD)
Ein ,,Etwas" bzw. ,,Jemand" ist Johnathan David Jackson, so Fabolous' bürgerlicher Name, ja nicht erst seit gestern. Er blickt auf bereits mehrere Jahre im Game zurück und "From Nothin' To Somethin'" ist sein inzwischen 4.Album.
Sein Einstandswerk für Def Jam beginnt stark, direkt nach dem Intro geht es mit "Yep, I'm Back" los, einem verdammt lässigen Track, auf dem Fab sein Können einmal mehr unter Beweis stellt. Bis dato mag der Hörer sich noch an der ausgezeichneten Raptechnik des jungen Künstlers erfreuen, die vor allem durch Fabolous' Gabe genauestens im Takt zu bleiben lebt, doch schon mit dem nächsten Lied "Change Up" bekommt die Platte einen bitteren Beigeschmack. Zu R'n'B-lastig! Es folgt ein poppiger Song dem nächsten. Die Featureliste mit Namen wie Akon, Ne-Yo, T-Pain, Lloyd, Rihanna und Lil'Mo sagt alles. Die Hälfte dieser R'n'B/Rap-Kollabos hätte mehr als genügt, aber so werden die Titel trotz Fabs zweifelsfrei guter Raps leider durch poppige Beats und zu viele Gesangseinlagen auf ein gerade durchschnittliches Niveau runtergezogen. Auch lyrisch darf man nicht mehr viel Abwechslung erwarten. Die R'n'B/Rap-Tracks berichten in klassischer Boygroup-Manier von Girls, Babys und Shorties in allen Variationen und Situationen. Zum Glück durchbrechen immer mal wieder non-R'n'B-Songs dieses Schema, wie z.Bsp. "Return Of The Hustle", welches jedoch auch nur mittelmäßige Lyrics über Geld anbietet oder "Gangsta Don't Play", das zwar ebenfalls poplastig wirkt, aber durch Featuregast Junior Reid Reggaeeinflüsse verliehen bekommt.
Zu seinem Höhepunkt gelangt "From Nothin' To Somethin'" dann aber im letzten Drittel seiner Spielzeit. Jetzt bekommen wir endlich wieder durchgehend Rap ohne Gesang zu hören, etwas schade finde ich jedoch, dass Fabolous keinen Track mehr ohne Feature auskommt.
Mit der gut bekannten Vorabsingle "Diamonds" und der Hymne "Brooklyn" mit den Toprappern Jay-Z und Uncle Murda beschert uns Fabolous die besten Lieder der Scheibe gleich hintereinander, bevor er seine Stellung als mächtiger Mann in "I'm The Man" behaupten will und in "Jokes On You" kräftig über untalentierte Rapper ablacht. Den in meinen Augen textlich besten Track findet man ganz am Ende der LP vor dem Bonustrack "This Is Family", welcher auch von guter Qualität ist. "What should I Do" heißt er und Fabolous rappt in ihm Fanbriefe (ob diese echt sind oder imaginär, weiß ich nicht) vor, in denen seine Fans ihm ihre Probleme und Nöte schildern.
Somit wird letzten Endes doch noch ein wenig Entschädigung für den hohen Pop-Rap-Anteil geleistet. Nichtsdestotrotz kommt die CD nicht über die durchschnittliche Qualtitätsebene hinaus und spiegelt die weit verbreitete Kommerzialsierung und Anpassung an den Mainstream des Ostküstensprechgesanges wieder.


Red Gone Wild: Thee Album
Red Gone Wild: Thee Album
Preis: EUR 10,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Redman - Eine Kultfigur, 6. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: Red Gone Wild: Thee Album (Audio CD)
Wer hätte damit noch gerechnet? Ich persönlich sicherlich nicht, dass Redmans Nachfolger zu ,,Malpractice" namens ,,Red Gone Wild", der bereits seit ca. 2 Jahren angekündigt war, tatsächlich noch erscheinen sollte.

Doch mögen wir alle froh sein darüber, denn Redman hat die Zeit genutzt, um ein äußerst erfreuliches Album zusammenzustellen.

Mit dem Opener "Fire" meldet sich Redman bereits stark und energievoll zurück und lässt auch bis zum letzten Lied ,,Suicide" nicht nach. Genau diese Konstanz verwundert und beeindruckt mich an diesem Album. Der Funk Doc unterhält einmal mehr prima mit seiner perfekt abgestimmten Mischung aus Representing-Tracks, der Vorstellung des Teams seines selbst gegründeten Gilla House Labels und seinen berühmt, berüchtigten, mit viel Humor versehenen ,,Kiff-Liedern" und Skits. Ebenso setzt Red auch die ,,Soopaman Luva"-Serie fort, die er allerdings voraussichtlich nach diesem Album beenden will. Mit den Texten hebt sich der Rapper aus New Jersey wie gewohnt wieder einmal vom Großteil der jungen Rap-Künstler ab, indem er sich statt des oft gewählten Ghetto-Images lieber auf witzige, manchmal fast komödiantische Lyrics, sowie dem gewissen (ironischen?) Hang und Liebe zu Drogen beschränkt. In Sachen Wortspiel, Vergleiche und Selbstbewusstsein, welches durch die Lieder hindurchscheint, ist Reggie Noble auch über die langen Jahre der Abstinenz hin fit geblieben.

Gut geklappt hat auch die Zusammenarbeit mit den Produzenten und vor allem die Herren Timbaland, Erick Sermon, Rockwilder und Da Mascot haben Beats gezimmert, die einfach nur Spaß machen. Redman hat die Instrumentals außnahmslos lässig verarbeitet und der Longplayer ist in seiner vollen Länge angenehm relaxt anzuhören und macht zur selben Zeit auch Bock sich zu bewegen und zu rocken.

Das Herausstellen einzelner Titel oder auch Gastauftritte ist wegen der Einheitlichkeit von "Red Gone Wild" schwierig und soll an dieser Stelle einmal außer Acht gelassen werden.

Vielleicht nicht Redmans allerbestes Album (deswegen ,,nur" 4 Sterne), aber trotzdem ein mehr als beachtliches Werk. Das Warten hat sich definitiv gelohnt!


ABC
ABC
Wird angeboten von GEMusicFiendz
Preis: EUR 14,92

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Learn Chinese, 24. März 2007
Rezension bezieht sich auf: ABC (Audio CD)
US-Rapper Jin Au-Yeung, Sohn chinesischer Immigranten, wollte sich einmal ganz auf seine ethnischen Wurzeln konzentrieren und nahm vor kurzem ein Album in seiner Muttersprache auf. Früher uns nur durch englische Reime bekannt, versucht sich The Emcee nun im Rappen in der kantonesischen Sprache, auch Yue genannt, einem chinesischen Dialekt, der bevorzugt in Südchina oder auch in der Sonderverwaltungszone Hong Kong gesprochen wird.

Ich selbst, ohne jegliche Kenntnisse dieser Sprache, machte mich daran dieses Album aus reinem Interesse an einer für mich ungewohnten und exotischen (Rap-)musik aufmerksam durchzuhören und kann jetzt vermerken, dass ich äußerst positiv überrascht bin. Die Sprache reimt sich ganz gut und klingt beim Rappen stets flüssig. Manchmal sind vor allem in Refrains auch noch ein paar englische Brocken mit dabei, aber, sagen wir, 95% von ABC sind schon chinesisch und sind genau so angenehm anzuhören, wie Raplieder in unseren westlichen Sprachen. Zu den Texten kann ich leider nur so viel berichten, dass ich kein Wort verstehe. Doch wer Jin's vorherige Alben kennt und damit auch weis, dass er zu den friedlicheren Rappern im Biz gehört, kann sich, denke ich, in Etwa vorstellen, was Jins übliche Themenbereiche sind. Reden wir jetzt einmal über die Instrumentals, die mich persönlich leicht enttäuscht haben. Produziert haben The Far*east Movement und Bionik bei allen Tracks, jedoch haut mich kein einzelner Beat irgendwie vom Hocker, wie es doch bei einigen Golden Child Tracks auf Jins "The Emcee's Propaganda" der Fall war. Klar sind auch ein paar wirklich gute Beats dabei, allerdings sind es eher Jins gut mit den Instrumentals verschmelzende Raps, die bestimmten Songs den Status Ohrwurm verleihen. Persönliche Favourites wären der Opener "ABC", das darauf folgende "It's Hiphop" und das mit herlichen Klängen unterlegte "Wun Lern Chon" feat. Ken Oak.

Im großen und Ganzen kann ich das Album eigentlich nur empfehlen, besonders Leuten, die mit fernöstlichem Rapstuff ihre CD-Sammlung etwas aufpeppen wollen und neugierig auf Exotisches sind.

Jin ist immer eine gute Investition.


The Inspiration
The Inspiration
Preis: EUR 18,99

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen You Can't Ban The Snowman - He's back!, 23. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: The Inspiration (Audio CD)
Wer kennt sie nicht? Die Geschichte des 29-jährigen Jay Jenkins, der unter dem Pseudonym Young Jeezy praktisch über Nacht Platinstatus mit seinem Debütalbum erreichte.

Nun hat er das Nachfolgewerk dazu, "The Inspiration", auf den Markt geworfen und damit, wie ich finde, einmal mehr die Berechtigtkeit seines enormen Erfolges unterstrichen.

Im großen und ganzen ist das Album in dem für Young Jeezy genau typischen Stil gehalten. Wieder bekommen wir seine rauhe, gelegentlich mit einem Reibeisen verglichene Stimme, im eher simplen Reimstil auf pumpenden South-Beats zu hören. Auch die langezogenen "Ey"- und "Yeah"-Rufe sind wieder mit von der Partie. Was dieses Album jedoch vom letzten unterscheidet, sind Lieder wie "3 A.M.", ein wahres Brett, das von Starproduzent Timbaland gebastelt wurde. Durch den Erfolg haben sich für den Snowman nämlich Türen geöffnet, die die Zusammenarbeit mit großen Namen, wie eben zum Beispiel Timbo persönlich, ermöglicht haben. So dürfen wir uns über ultimative Banger, wie z.Bsp. "Go Getta" mit R.Kelly, "I Got Money" mit T.I. oder dem angesprochenen "3 A.M." freuen. Auch textlich hat sich Jeezy weiterentwickelt, hier allerdings eher zu seinem Nachteil. Während er früher für die sog. ,,Hustler-Mentalität" stand, berichtet er heute vermehrt über seine Fahrten in Luxuskarossen, die Designerschuhe, welche seine Füße zieren und seine Juweliereinkäufe. Kurzum, auf "The Inspiration" nimmt "Bling-Bling-Rap" auch einen gehörigen Anteil ein. Trotzdem denke ich, dass dieser Fakt die Qualität der Platte nicht mindert, da Young Jeezy bekanntlich noch nie für allzu große lyrische Stärke stand und wohl jeder weis, worauf er sich beim Kauf dessen CDs einlässt. Ein deutlicher Pluspunkt für Jeezy's Reime und Texte hingegen ist ja die aus deren Einfachheit resultierende leichte Verständlichkeit, die es auch Englisch-Fremdsprachlern ermöglicht, einigermaßen gut bei den Lyrics mitzukommen.

So wurden unterm Strich meine Erwartungen als Young Jeezy Fan in dieses Album voll und ganz erfüllt. Er ist vom Sound her der Alte geblieben und die Hitdichte der Scheibe entspricht ungefähr der des Vorgängers.

Ob nun letzten Endes "Let's Get It: ..." oder "The Inspiration" besser ist, will ich an dieser Stelle offen lassen.

Am besten beide kaufen. ;-)


Port of Miami
Port of Miami
Preis: EUR 10,98

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rick Ross - im wahrsten Sinne des Wortes ,,dope" !, 1. Januar 2007
Rezension bezieht sich auf: Port of Miami (Audio CD)
William Roberts aka Rick Ross, der seinen Künstlernamen von einem Drogenkönig aus LA namens Ricky Ross bezieht, ist in der amerikanischen Rap-Szene der Mann der Stunde. Mit Hilfe seiner Markenzeichen, nämlich der ,,Hustler-Mentalität" und den unzähligen Anspielungen auf den Drogenhandel (z.Bsp. Albumtitel : Port of Miami), sowie durch seinen Smash-Hit ,,Hustlin'" erarbeitete er sich einen internationalen Ruf.

Tatsächlich haben wir es mit ,,Port of Miami" mit einem der besseren US-Rap Alben des Jahres 2006 zu tun. Ross hat es geschafft einen herrlichen Mix aus verschiedensten sommerlichen Rythmen zu kreieren, in dem für jeden etwas dabei sein sollte. So beginnt das Album schon einmal bärenstark mit dem Banger "Push It", der Samples von dem Track "Push It To The Limit" aus dem legendären Scarface Film enthält. Gefolgt wird diese zweite Singleauskopplung sowohl von härteren, stampfenden Miami-Bässen, als auch von etwas smootheren, auflockernderen RnB-Kollaborationen. Lieblingsthema für Ross' rauhe, dunkle und tiefe Raps bleibt natürlich hierbei der Drogenhandel, wobei er es jedoch auch sehr liebt seinen persönlichen Status als ,,Dealer-Schwergewicht", sowie seinen Besitz hervorzukehren. Einen etwas tieferen Einblick in die Person Rick Ross bekommt der Hörer lediglich im abschließenden Lied der Platte ,,Prayer", einer Art gerappten Gebets, in dem Bitten und Dank an den Herrn ausgesprochen werden. Alles in allem ist es schwierig sonst noch einzelne Lieder herauszufiltern, da sich das komplette Album auf einem konstant abwechslungsreichen und erfrischendem Niveau bewegt, sei es die Warnung bestimmte Grenzen im täglichen Straßenfight nicht zu überschreiten ,,Cross That Line" mit Akon, sei es die Bitte an alle Girls "Let Me Hit U From The Back", der Bericht über Ross' Übernahme der Regierung in "White House" oder ein simpler ,,Gangster-Track" wie "I'm A G". Große Namen wie Jay-Z, Young Jeezy und Lil Wayne, gleichsam wie die Sänger Akon, Mario Winans, Lyfe Jennings und Lloyd tragen zusätzlich mit ihren Auftritten bestens zur musikalischen Verköstigung der Platte bei.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass man mit "Port of Miami" von einen vollauf gelungenen Debüt sprechen kann, das kaum Schwächen zeigt und durch dessen Tracklist sich beständig ein roter Faden, was Themen und Level der Lieder betrifft, zieht.

Pure Dope , 5 Sterne!


New Joc City
New Joc City
Preis: EUR 18,26

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Lässige Clubscheibe vom Newcomer aus Atlanta, 31. Dezember 2006
Rezension bezieht sich auf: New Joc City (Audio CD)
Nachdem das in Atlanta ansässige Indie-Label Block Entertainment einen sog. Joint Venture Deal mit Diddy's Bad Boy Records unterzeichnet und bereits die Supercrew Boyz N Da Hood ins ,,Game" geschickt hatte, war nun 2006 auch der Zeitpunkt für den ersten Release des jungen Rappers Yung Joc gekommen.

Bekannt geworden durch die Single "It's Going Down" ließ auch der kommerzielle Erfolg nicht lange auf sich warten.

Und dieser kommt nicht von ungefähr, denn nach reichlichem Hören kann ich nur sagen, dass Yung Joc mit "New Joc City" ein ansprechendes Down South Rap Album gelungen ist.

Für Südstaatenverhältnisse typisch, zielt diese CD in erster Linie auf die Clubs ab und jeder Clubgänger wird mit Sicherheit schon einmal einen der Tracks gehört haben. Die Instrumentals der einzelnen Tracks klingen sehr erfrischend, erinnern vielleicht sogar etwas an den im Süden populären Crunk-Style. Ähnliches kann man auch über J.O.C.'s Rap-Stil sagen, obwohl er wirklich nie ins Mic brüllt. Was aber dennoch ,,crunkig" wirkt, ist die Einfachheit der Reime und vor allem der Refrains, so dass sie jeder sofort nach einmal Hören mitgröllen kann. Die Texte spielen hierbei nur zweitrangig eine Rolle und sollten deshalb nicht zu ernst genommen werden. Besonders hervorzuheben ist eigentlich kein einzelner Titel, da sich bei allen Liedern bemüht wurde, eine interssante und neue Melodie zu finden. So bleibt das Album von "It's Going Down" zu "Don't Play Wit It" und "Flip Flop" über "Hear Me Coming", "I Know You See It" und schließlich "Picture Perfect" stets auf dem selben Niveau lässiger Clubmusik.

Somit kann man im Grunde ganz einfach sagen, wem "It's Going Down" gefiel, dem wird auch der Rest der Scheibe zusagen und derjenige, den die Single enttäuschte, sollte sich den Kauf des Albums gut überlegen.


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