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pink154missing

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Indie Cindy
Indie Cindy
Preis: EUR 9,99

7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kann man sich schönhören, ist schön., 5. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Indie Cindy (Audio CD)
Also, zunächst mal: Kaufen. Ist nicht peinlich und die Enttäuschung ist nur von kurzer Dauer.

Zweitens: Auf diesem Album ist KEIN Song wie Debaser oder Wave Of Mutilation - die grossen klassischen Pixies-Momente sind da, auf What Goes Boom, Bagboy und Another Toe In The Ocean, aber die Platte kann keine Wunder vollbringen.

Drittens: Obwohl auf Frank Blacks ersten beiden Solo-Alben schon zwei Drittel der derzeitigen Bandbesetzung am Start waren, klingt Indie Cindy NICHT wie ein Frank Black Soloalbum - auf Teenager Of The Year war er ziemlich nah dran mit Ole Mulholland, Speedy Marie, Calistan, etc., aber kein Frank Black Song klingt so sehr nach Pixies wie die Songs auf Indie Cindy.

Viertens: Kim Deal fehlt nicht nur optisch. Egal, was geschrieben wird über die Frau am Bass als Maskottchen, Counterpart, chaotisches Element, egal, ob bei so gut wie allen Pixies-Songs Frank Black als alleiniger Songwriter gelistet ist, Fakt ist: Deal hat mit den Breeders zumindest zwei Hämmer hingelegt (Pod und Last Splash, Kaufen! Unbedingt!), die ausser den heftigen Ausbrüchen von Black a la Tame oder Rock Music all das, was die Pixies so grossartig macht genauso vereinen. Last Splash ist vom Feeling näher an Doolittle als Trompe Le Monde oder Indie Cindy, denke ich, und ein Bisschen mehr davon hätte der Neuen sicher gutgetan. Auch wenn keiner weiss, wie sie klingen würde, hätten sich all vier mal Mühe gegeben, das Album zusammen zu machen, irgendetwas fehlt.

Legt man Indie Cindy auf und What Goes Boom beginnt, wird man erst mal überrascht davon, wie gut sie klingen, und wie happy sie einen machen, und wie leicht sie es schaffen, einen mal eben um zwanzig Jahre in die Vergangenheit zu versetzen, vor allem, wenn man sich eigentlich nur bestätigen lassen wollte, dass die Platte einfach schlecht sein MUSS.

Dieses Feeling lässt dann fürs erste Song für Song nach. Nach ein Paar Durchläufen machen sich dann ein paar Hits bemerkbar, die man immer und immer wieder hören will, wie die oben genannten, oder Snakes, oder Magdalena.
Nach einer Weile hört sich dann das ganze Album richtig gut an und macht eine Menge Spass.
Aber bitte nicht das alte Klischee bemühen von der Platte, die "wächst" und bei der sich das Erweckungserlebnis erst mit der Zeit einstellt. Ich wette: Nichts wächst hier. Und nichts wird wachsen.
Blue Eyed Hexe wird mit seiner Offensichtlichkeit nerven, Ring The Bell mit seiner Eingängigkeit, Andro Queen mit seiner Belanglosigkeit, und immer wenn man Jaime Bravo (klasse Song übrigens!) hört, wird man sich denken, man könnte jetzt auch gleich eine alte Pixies-Scheibe auflegen, weil die Bands, die sich von Frank Black und co. inspirieren liessen hier nämlich selbst zur Inspiration geworden sind.

Aber eine Rezension bei Amazon sollte dazu dienen, jemandem, die/der die Platte noch nicht kennt, die Entscheidung zu erleichtern, ob sie/er sich das Ding zulegen soll. Daher fünf ehrliche Sterne.
Pixies-Fans: Kaufen. Breeders-Fans: Kaufen.
Weezer- und Nada Surf-Fans: Kaufen ;-)
Ende 80er/Anfang 90er Indie/Alternative-Fans: Kaufen.
Junge Leute mit Nirvana- und Foo Fighters-Tshirts: Kaufen.
Jeder, der sich überlegt, sich dieses Jahr nur eine Neuerscheinung zu kaufen: Bisher: Kaufen:
Oder anders: Doolittle acht Sterne, alles was derzeit im Alternative Rock-Sektor rauskommt: Drei Sterne. Also kaufen.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 19, 2014 8:51 PM MEST


The Machinists of Joy (Box)
The Machinists of Joy (Box)
Preis: EUR 28,99

11 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Volle Kraft zurück, 1. November 2013
Rezension bezieht sich auf: The Machinists of Joy (Box) (Audio CD)
Die Krupps sind also zurück - mal wieder.

Über die Geschichte und Bedeutung der Krupps gibt es unendlich viel zu schreiben - eine der ganz grossen Bands aus Deutschland, Legenden. Kraftwerk, DAF, Die Krupps. Hochgeschätzt im Ausland, live ewig jung, Erfinder eines eigenen Musikstils. Für Die Krupps gab es immer nur eine Richtung - vorwärts.

Nachdem die zweite Karriere der Band 1997 ziemlich unspektakulär mit Paradise Now zuende ging, blieb ein seltsames Gefühl zurück. Es gab ja seit Final Option immer schon die Rufe einiger Fans nach weniger Gitarren im Sound und man konnte das Bedürfnis von Engler/Dörper auch verstehen, Machineries Of Joy mal eine Pause zu geben und nicht immer ein rostiges Stahlrohr live bearbeiten zu müssen. Aber darüber haben sie meiner Meinung nach am Ende die Richtung verloren - egal, wohin sich ihr Sound über die Jahre entwickelt hat, man hatte immer das Gefühl, die Band biedert sich nicht an und geht konsequent und ehrlich ihren Weg. Das war am Ende nicht mehr so.

Über die Jahre gab es immer wieder Lebenszeichen, die Grosses hoffen liessen. Starke Neubearbeitungen auf Too Much History, grossartige neue Songs mit der Coverversion von 'Der Amboss' und vor allem '5 Millionen', starke Neuauflagen und Überarbeitungen der alten Alben, eine passable EP mit 'Als wären wir für immer', Split-Maxi-CD mit Nitzer Ebb und die Coverversion von Industrie-Mädchen. Im 'alten' Sound, was auch immer das für Die Krupps heissen mag, viel fühlte sich so an wie 1991, als sie aus dem Nichts zurückkamen und gezeigt haben, dass sie immer noch für eine Überraschung gut sind und den jüngeren Bands gezeigt haben, wo der Hammer hängt. Ich war heiss auf ein neues Krupps-Album.

Ja, und da sind sie nun, Die Krupps 2013...
Bemüht, in Texten und Musik genau das zu tun, was man von ihnen erwartet. Bemüht überhaupt. Und das passt für mich nicht zu dieser Band.
Die Krupps covern sich selbst. Old School EBM Sounds Marke Krupps, die Gitarren umsichtig platziert, aber langweilig und berechenbar.
Vorbei auch die Freude am Lärm, Soundtrack für Amphi-Festival und Sparten-Discos.
Peinlicher Höhepunkt: 'Im Schatten der Ringe'. Man kann das Album ja auf Soundcloud vorhören. Wobei die CD wesentlich besser klingt als Soundcloud es vermuten lässt.

Drei Sterne von mir für Die Krupps, weil es Die Krupps sind. Aber man hat nicht wirklich etwas verpasst, wenn man sich das Album nicht zulegt.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 22, 2013 6:13 AM CET


MMXII
MMXII
Preis: EUR 21,99

5 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Leider nicht bei Absolute Dissent weitergemacht, 10. April 2012
Rezension bezieht sich auf: MMXII (Audio CD)
Nachdem Killing Joke schon auf ihren Nostalgie-Konzerten 2008 mit Youth von der Originalbesetzung die neuen Songs Fresh Fever From The Skies und Timewave (welches leider dann doch nicht als Studioversion veröffentlicht wurde) mitgebracht hatten, waren die Erwartungen hoch. Und das folgende Album Absolute Dissent wurde meiner Meinung nach dann auch eines der besten ihrer Karriere. Gekonnt selbst gecovert hatten sie sich, die New Wave Killing Joke mit den Heavy Gitarren Killing Joke in Einklang gebracht. Da Youth wohl einiges dazu beigetragen hat beim Aufnahmeprozess, lag die Vermutung nahe, dass es jetzt in dieser Richtung weitergeht.

Aber der Blick auf die damaligen Setlists verriet schon, wo bei der Band anscheinend die Prioritäten lagen: Here Comes The Singularity, Endgame, Kali Yuga nicht im Set, In Excelsis mit Bass ganz weit hinten und mit Gitarren völlig überladen, und auf der jetzigen Tour gehts genauso weiter: Die Killing Joke Trademark Songs vom neuen Album wie Colony Collapse, Primobile und In Cythera nicht im Set, und von der Absolute Dissent langweilen wieder Depthcharge und The Great Cull. Und dazwischen immer die gleichen sechs sieben Songs, damit die Fans bei Laune gehalten werden, immer wieder Pssyche, Requiem, Wardance, The Wait, Bloodsport und Change.

Mit anderen Worten: Auf MMXII manifestiert sich, wofür Killing Joke zur Zeit stehen: Diffuses apokalyptisches Gitarrengewitter, das leider austauschbar und uninspiriert klingt. Die Killing Joke-typischen hypnotischen Refrains kommen mit dem Holzhammer daher, Keyboard-Teppich drauf, Hall auf die Stimme, fertig.
Weniger prägnante Basslines und mehr Gitarren hat doch schon auf Hosannas nicht geklappt.

Killing Joke-Interessierte, die nicht jedes Album haben müssen, sollten mal in Colony Collapse und Primobile reinhören, das sollte Fans der ersten Alben sowie vielleicht der Zeit um Night Time etwas sagen. Der Grossteil des Albums bleibt allerdings in dem beliebig austauschbaren Sound von Fema Camp und Rapture stecken. Drei Sterne, weils Killing Joke sind.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 15, 2012 10:37 PM MEST


Lulu
Lulu
Wird angeboten von hostedde (Preise inkl. Mehrwertsteuer)
Preis: EUR 7,49

8 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich! Wichtiges Album, Musik egal., 29. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Lulu (Audio CD)
Grossartig, endlich schaffts Onkel Lou mal wieder, ordentlich verrissen zu werden - es ging mir ja SO sehr auf die Nerven, dass er machen kann, was er will und alle findens grossartig! Auf dem Konzertticket seiner Metal Machine Trio Show, der ich beiwohnen durfte, war sogar abgedruckt, dass keine "Songs" gespielt werden, als wenn das nötig wäre!
Der Mann lässt 80 Minuten lang Verstärker wummern und alle stehen sie da mit Sektglas in der Hand und rufen "Grosse Kunst!" - ist es auch, nur einer von euch sein will ich nicht...
Aber gottseidank gibt es Metallica-Fans! Wenn all die Leute ohne jeden Musikgeschmack schon Lou Reed abfeiern müssen, nur weils Lou Reed ist, ist das schon schlimm genug. Aber wenn er es jetzt noch nicht mal mehr geschafft hätte, Metallica-Fans zu provozieren, dann wärs vorbeigewesen!
Ungehört fünf Sterne, ich geh jetzt los und kauf es!


Journal for Plague Lovers
Journal for Plague Lovers
Preis: EUR 7,57

10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zeitlos, 24. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: Journal for Plague Lovers (Audio CD)
Zuerst mal habe ich keine Ahnung, was die andauernden Vergleiche mit Holy Bible sollen - diese wird ja von der Band selbst als ihr Meisterwerk gepriesen und von Musiktheoretikern als innovativ gefeiert, aber das war es dann auch schon. Es hat den Anschein, als würde man mit Erwähnung dieses Albums kurz den Manics-Kenner geben müssen, um dann von der neuen Scheibe irgendwelche obskuren Innovationen zu erwarten. Und wenn Bloc Party und co. demnächst Stockhausen nachspielen wollen, na und?, die Manic Street Preachers müssen nichts mehr beweisen, und zum ersten Mal seit 15 Jahren klingen sie nun auch endlich so!

Wer sie zur Zeit von Generation Terrorists und Gold Against The Soul live gesehen hat, dem dürfte aufgefallen sein, wie verkrampft sie seither musikalisch zu Werke gingen. Zuerst, als sie mit Holy Bible gegen den von ihnen selbst tatkräftig unterstützten Hype angekämpft haben, später, als sie mit Everything Must Go und This Is My Truth versuchten, den Verlust von Richey zu verarbeiten und ihren Stil als Trio zu finden, danach ging es doch nur noch darum, irgendwie "relevant" zu bleiben. Bezeichnend, dass Lifeblood, das noch am ehesten so klang, als würden sie sich auf ihr Gefühl verlassen anstatt Erwartungen zu bedienen, der grösste kommerzielle Flop und danach schnellstens zum Fehler erklärt wurde, mit dem man ja nie richtig zufrieden gewesen sei. So ging Send Away The Tigers danach auch bis zur Schmerzgrenze auf "Nummer sicher".

Und jetzt kommt dieses Journal For Plague Lovers, klingt von Anfang bis Ende nach Manic Street Preachers, klingt nach Generation Terrorists, Gold Against The Soul und Holy Bible, ohne von diesen zu kopieren, hat tolle Melodien, ohne in den Pathos a la If You Tolerate This und A Design For Life abzudriften, gibt bis auf das Lou Reed-artige William's Last Words dreizehn Tracks lang souverän genau das, was die Manics am besten können, und es soll musikalisch kein Höhepunkt ihrer Karriere sein?

Für mich ist Journal For Plague Lovers ein Highlight, das mit allen bisherigen Manics-Alben mithalten kann und die neuesten Veröffentlichungen von Künstlern mit ähnlich langer Diskographie, z.B. Morrissey, Therapy?, Depeche Mode (die ich alle sehr verehre) übertrifft.

Auf der Scheibe finden sich überwiegend Uptempo-Stücke, die poppig, melancholisch und hymnenartig daherkommen, es wird an keinem Punkt doof gehardrockt oder zu poppig und seicht, und überall finden sich sekundenlang kleine Referenzen, die manchmal an eigene Songs zu Generation Terrorists-Zeiten (Me And Stephen Hawking) oder Gold Against The Soul-Zeiten erinnern (Bag Lady), manchmal an TV-Themes wie Magnum (Peeled Apples), a Stephan Eicher (This Joke Sport Severed) oder Cure (Journal For Plague Lovers).

Lieblingsplatte 2009!
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 25, 2009 10:47 AM MEST


Klang
Klang
Preis: EUR 17,78

0 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Klingen jetzt "angesagt", 3. April 2009
Rezension bezieht sich auf: Klang (Audio CD)
Franz Ferdinand-Fans sei dieses Album als 4-Sterne-Album ans Herz gelegt. Wer allerdings den Vorgänger mochte, wird sich wundern, warum man keine wavelastigen Basslines mehr hört und der Sänger sich anstrengt, hektischer zu klingen. Die Stimme, die man z.B. auf "The World Was A Mess" hört, wird man auf "Klang" nicht wiederfinden. Die Musikpresse schreibt, sie seien kantiger geworden, besser tanzen könne man zur neuen als zur "Ten New Messages". Ja, eher "bemüht" als "kantig" würde ich sagen, und ob der Style von Franz Ferdinand, der hier durchgehend nachgeahmt wird, jetzt als "tanzbar" durchgeht, weiss ich nicht... Für die Stimmung des Albums hätten sie nicht in Berlin aufnehmen müssen, ich finde, das Album ist weitgehend identitätslos geraten. Acht der zehn Songs könnte man im Radio hören, ohne unterscheiden zu können, ob das nun der hundertste Myspace-Hype ist oder die Rakes. Es ist nicht mehr dieselbe Band, so abgedroschen es klingen mag. Ich suche immer noch weiter nach etwas, das die Platte zu etwas Besonderem macht, so dass man sie vielleicht in zehn Jahren noch mal gerne hört, irgendwas, das die Platte wachsen lässt, aber ich fürchte, da ist nix...
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 5, 2009 3:31 PM MEST


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