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Rezensionen verfasst von
Nick Demus "babcom" (Rheinberg)

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Kein Titel verfügbar

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Hände weg von diesem Produkt!, 17. Dezember 2013
Selten so eine freche Abzocke erlebt! Meine Frau hat dieses Produkt bestellt und es bitterlich bereut: Der Anbieter hat schlicht den für sehr viel weniger Geld von anderen Anbietern erhältlichen Seidendruck genommen und so auf den Rahmen gespannt, dass die Gesichter links und rechts stark beschnitten sind; hinzu kommt, dass der Druck auch noch leicht schief aufgespannt war!

Davon abgesehen ist der Druck selbst nicht nur extrem unscharf, sondern letztlich so dunkel, dass man nur an den hellsten Stellen überhaupt etwas erkennen kann - absolut kein Vergleich zu dem hier abgebildeten Produkt! Daran scheinen die ME-Seidendrucke allerdings generell zu leiden (siehe Rezis an anderen Stellen, wo auch bei anderen Motiven von Unschärfe u.ä. berichtet wird).

Jetzt kommt's aber: Ersucht man den Laden um Rückgabe, so wird diese zwar gewährt, es wird aber nicht der von Amazon übliche kostenfreie Rücksendeschein verfügbar gemacht, sondern man muss das Produkt auf eigene Kosten zurückschicken, was, wie sich auf dem Postamt herausstellt, aufgrund der Sperrgutgröße einen Aufpreis von schlappen 20 Euro verursacht, so dass man letztlich nur einen Bruchteil des investierten Geldes zurückbekäme.

Angesichts der ganzen Umstände bzgl. Qualität und Rücksendemodalitäten muss man sich zwangsläufig fragen, ob der Lizenzgeber von diesen ganzen Umständen überhaupt Kenntnis hat.

Jedenfalls empfehle ich, diese Drucke, egal in welcher Form, zu meiden.


Transformers: The Score
Transformers: The Score
Wird angeboten von Rock Pop
Preis: EUR 21,99

23 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Unsägliche Verkaufsstrategie, 15. September 2007
Rezension bezieht sich auf: Transformers: The Score (Audio CD)
Der Score zu Transformers kommt also doch noch... Da hat man echt den Griff in die Windel vollbracht: Erst traut man dem Score keinen Verkaufserfolg zu und schmeißt mal wieder nur mit einer unsäglichen Song-Compilation um sich, die aber keiner haben will. Nachdem sich dann wohl doch bis zu den Chef-Etagen herumgesprochen hat, dass sich ein Score wohl doch gut verkauft lässt, wirft man jetzt erstmal ein Probealbum auf den Markt; wird dieses ein Erfolg, soll ein zweites Score-Album mit dem kompletten Score kommen! Ganz ehrlich, das ist eine Unverschämtheit...

Für diesen wirklich genialen Score aus der Media Ventures-Schmiede hätte es von vorneherein einen guten release geben müssen, den ich sofort mit 5 Sternen bewertet hätte. So aber gibtŽs einen Stern Abzug für die Wartezeit, einen für das Probealbum, und einen für den unverschämten Preis, der z.Zt. angegeben wird. Verringert sich dieser, bleiben 3 Sterne. Die Musik ist top, aber diese Art von Kundenverhohnepiepelung muss man einfach abstrafen...
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 3, 2010 1:44 PM MEST


Harry Potter und der Orden des Phönix
Harry Potter und der Orden des Phönix
Preis: EUR 12,98

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Völlig unterschätzt..., 16. Juli 2007
Manchmal frage ich mich wirklich, von welchem Stern gewisse Rezensenten kommen... Es war doch vollkommen klar, dass Hoopers bisherige Erfahrungen nicht ausreichten, um einen so perfekt durchkomponierten Score zu schaffen wie es jemand mit WilliamsŽ Erfahrungsschatz vermag. Dennoch ist es zu begrüßen, dass das Studio das Risiko einging, Regisseur YatesŽ langjährigen Weggefährten auch für Potter zu akzeptieren, und das Ergebnis ist in meinen Augen erheblich besser ausgefallen, als manche Kritiker es darzustellen versuchen. Besser als Doyles stets gleich orchestrierter Klangteppich, der perfekt zu Shakespeare-Verfilmungen, nicht aber zu Potter passt, ist der fünfte Score allemal. Er bedient sich unterschiedlichster Stimmungen, schafft meisterhaft den Spagat zwischen Momenten süßlich-kitschiger Magie (Umbridge spoils a beautiful morning) und den finstersten Augenblicken des Films (Possession). Ferner begrüße ich die treibenden Rhythmen in den Action-Sequenzen, die mir um ein vielfaches besser gefallen als die Zwölfton-Massaker von Williams und Doyle. Keine Frage: In der Entwicklung voll durchkomponierter Themen zeigt Hooper Schwächen und übertrifft zu keiner Zeit WilliamsŽ Themen zu "Azkaban", aber "Phoenix" kann man wenigstens komplett durchhören, ohne dass ein Knight Bus die Nerven des Hörers überfährt. Und was Hooper an Themen erschafft, vermag er bestens zu nutzen. So ist die langsame und allmähliche Verwandlung des Umbridge-Themas in das DA-Thema (sehr schön zu hören im Ausschnitt zu "Room of Requirement) perfekt komponiert, und der Einsatz der E-Gitarre zum Auftritt der Weasley-Zwillinge genial (wenn auch im Film nicht zu hören). Hooper hat in meinen Augen einen für seine Verhältnisse großartigen Score geschaffen, und ich habe absolut keine Bedenken, was seinen Einsatz im "Halbblutprinz" angeht.


An Ancient Muse
An Ancient Muse
Preis: EUR 10,64

106 von 110 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tell me, o Muse..., 28. März 2007
Rezension bezieht sich auf: An Ancient Muse (Audio CD)
Zugegeben, das Album stand schon länger in unserem Regal. Getrieben von der Hektik unserer Zeit ergab sich keine Gelegenheit, sich inhaltlich genauer damit zu befassen, und so blieb "An Ancient Muse" lange Zeit das im Hintergrund laufende "neue Loreena-Album" mit typischen Klängen und netten Melodien. Im Prinzip hätte ich dem Tenor der Rezensenten zugestimmt, "nichts neues"; zumindest nichts, was einen als langjährigen Fan wirklich vom Hocker hätte hauen können... oder?

Letztes Wochenende fand ich endlich die Zeit und Muße, mich intensiver mit dem Album zu beschäftigen. Ich las in aller Ruhe vor jedem Stück die begleitenden Worte, die Lyrics, und machte mir Gedanken über Inhalt und tieferen Sinn.

Eine Stunde später war ich fertig mit den Nerven. Ernsthaft: Wer sich richtig auf dieses Album einlässt, sich bemüht, in dessen Atmosphäre einzutauchen, dem inhaltlichen Gesamtkonzept zu folgen und von der Stimmung und dem vermittelten Ambiente berieseln zu lassen, der kann nur zu dem Schluß kommen, dass "An Ancient Muse" Loreenas bislang bestes Album ist. Der Versuch, zwischen den Kulturen zu vermitteln, gemeinsame Ursprünge herauszuarbeiten, herauszufinden, was Reisen heute und in ferner Vergangenheit bedeutete, welche Schicksale damit verwoben waren und heute noch sind... jedes einzelne Stück trifft ins Mark. Die Einleitung verhilft uns in die Grundthematik: Kampf der Kulturen, mystische Vergangenheit, die uns erzählen möchte, welche Fehler gemacht wurden und werden. Dann geht es endlich los, zunächst ganz harmlos: In "Gates of Istanbul" feiern alle miteinander die ganze Nacht hindurch, alle sind vereint im Tanz, Gesang und mehr, unabhängig von ihrer Herkunft, ihren Gedanken und Problemen. Und am nächsten Morgen setzen sich die Reisenden in Bewegung, zur nächsten Karawanserei...

Die nächsten Schritte sind herberer Natur: Die Ballade über die englische Lady und den schottischen Ritter thematisiert sinnlosen Hass, Liebe, Konsequenzen und den Grund für eine lange Reise... Daran schließt sich eine Komposition an, die das Leben zwischen zwei Kulturen beschreibt, und dann folgt schließlich in "PenelopeŽs Song" die stille, herzergreifende Hymne für alle Daheimgebliebenen, wenn der oder die Geliebte ausziehen in die Ferne und deren Rückkehr fraglich bleibt. Krieg ist der furchtbarste Grund, zu reisen.

Ein Lied über wahre Lebenskultur bildet den Übergang zum nächsten Höhepunkt: In "Under the Phrygian Sky" kulminieren Themen und Aussagen des Albums in einem mitreißenden Aufbruchsstimmungs-Song: Lasst uns diese unsinnigen Differenzen überwinden! Lasst uns darüber nachdenken, was Gott wirklich von uns wollte. Macht ein Ende damit, seinen Namen für eigene Ziele zu missbrauchen, wir haben größere Probleme als die kleinlichen Unterschiede zwischen den Kulturen. Das Album endet schließlich in einem klaren Epilog: Wir sind alle Reisende auf der gleichen Straße. Sie führt in die Zukunft, zur Liebe - gibt es einen wichtigeren Grund, um zu reisen?

"Tell me, o Muse, from those who travelled far an wide..." - Wahrlich ein Meisterwerk, das mich tief bewegt hat und noch lange nachwirken wird.
Kommentar Kommentare (12) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 8, 2010 10:11 PM CET


Der Schwarm: Roman
Der Schwarm: Roman
von Frank Schätzing
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,99

12 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach irre!, 11. Juni 2004
Rezension bezieht sich auf: Der Schwarm: Roman (Gebundene Ausgabe)
Nachdem mich der Dauerstreß mehrere Wochen von jeglicher Lektüre fernhielt, hatte ich gestern nun endlich Gelegenheit die letzten dreihundert Seiten von
"Der Schwarm" von Frank Schätzing
zu lesen. Da hier mehrere Elemente aufeinadertrafen, die mich interessierten, griff ich irgendwann zu und versank in den Fluten dieses 1000 Seiten starken Wälzers...
Frank Schätzing, das muß man voranschicken, ist ein deutscher Autor. Auf die Aussicht, endlich mal wieder ein Original-deutsches Buch lesen zu können, freute ich mich sehr. Hinzu kam, daß der Autor zuvor u.a. durch den wohl sehr gelungenen Mittelalter-Thriller "Tod und Teufel" von sich reden machte, und jeder, der über's MA schreibt, ist mir von vorneherein schon mal sympathisch (nicht daß hier ein Mißverständnis aufkommt, "Der Schwarm" spielt in der Gegenwart). Das Buch wurde angepriesen als intelligenter Öko-Thriller mit SF-Elementen, und damit hatte mich das Ganze dann endgültig.
SPOILERFREIE ZONE
"Der Schwarm" liest sich trotz seiner 1000 Seiten sehr flüssig. Die erste Hälfte hatte ich schon nach einer Woche weg, weil das Buch einen enormen Suchtfaktor entwickelte, der mich sehr erfolgreich von jeglichen Verpflichtungen fernhielt. Als es dann aber wirklich nicht mehr anders ging, mußte ich ein paar Wochen pausieren, aber der Wiedereinstieg gelang gut, und gestern schließlich hatte ich endlich Zeit, ein längeres Stück weiterzulesen, was dann aber auch prompt dazu führte, daß ich die letzten dreihundert Seiten im tapferren Kampf gegen zufallende Augen gegen halb drei heute morgen beendete.
Was das heißen soll? Mich hat das Buch in der Tat süchtig gemacht, wobei ich nicht genau weiß, warum überhaupt.
Je weniger man über das Buch weiß, umso besser. Jedes Wort ist eigentlich zuviel, speziell, wenn man Vergleiche bemüht. Es fängt eigentlich ganz harmlos an, indem es einige seltsame Vorkommnisse in verschiedenen Regionen der Weltmeere beschreibt, um die sich dann auch verschiedene Handlungsträger mit verschiedenartiger Ambition bemühen. Wir wissen natürlich, daß das alles zusammenhängt, aber bis das die Protagonisten merken, stecken sie schon so tief im Schlammassel, daß eh alles zu spät ist.
Das Buch ist noch am ehesten mit den Werken von Michael Crichton und Tom Clancy vergleichbar. Ein sehr spannender Öko-Thriller, der behäbig anfängt und dann irgendwann zu einer Lawine wird, die den Leser überrollt. Dabei wirft Schätzing mit wissenschaftlichen Fakten um sich, daß es nur so kracht. Speziell für die Biologen hier im Forum dürfte der "Schwarm" einen exquisiten Lesestoff darstellen, wobei ich mal davon ausgehe, daß die Fakten des Buches stimmen (zumindest klang alles "stimmig"). Schätzing bemüht sich, auch die schwierigsten wissenschaftlichen Probleme einfach zu erklären, aber spätestens gegen Ende verläßt er die sicheren Pfade der Populärwissenschaftlichkeit und taucht u.a. ganz tief in die dunklen Geheimnisse der Genetik ein, die für den Laien vermutlich nicht mehr ganz so einfach nachzuvollziehen sind. Ich persönlich empfand aber gerade diese Detailfülle als wahnsinnig erfrischen. Ich hatte hier zwischenzeitlich das Gefühl, ein als Roman verpacktes Lehrbuch in die Hände zu bekommen, aber das hat mich in keinster Weise gestört, weil ich gleichzeitig wirklich das Gefühl hatte, daß sich mein Wissen (zumindest über die Ozeane) von Seite zu Seite exponentiell vervielfachte. Wer nun überhaupt nicht auf wissenschaftliche Ausführungen in Romanen steht, sollte tunlichst die Finger vom "Schwarm" lassen, wen das aber nicht abschreckt, läßt sich hier nicht nur auf eine Bildungsreise in die Tiefen des Meeres ein, sodnern auf eines der spannendsten Bücher, das ich je gelesen habe.
"Der Schwarm" bedient sich unverfroren bei den besten des Genres, und würdigt diese auch noch durch ständige Referenz. Das ist zwar dreist, funktioniert aber so eben noch. Vieles kommt einem schons ehr bekannt vor, Schätzing hat schlicht und ergreifend die besten Elementen aus einer Reihe wirklich guter Filme übernommen und zusammengewürfelt; das Ergebnis kann sich absolut sehen lassen.
Die Flut an Charakteren, mit denen uns das Buch konfrontiert, hat Schätzing eigentlich ganz gut im Griff. Die kleineren Nebencharaktere bleiben alle relativ gesichtslos, aber mit seinen Hauptfiguren weiß er umzugehen. Die Dialoge sind knackig, auf den Punkt, witzig, philosophisch und manchmal schlicht genial. Ich kann nicht zählen, wie oft ich schmunzeln oder sogar laut auflachen mußte.
Ohne etwas über die Handlung zu verraten, kann man klar sagen: Das Buch thematisiert die Stellung des Menschen in der Natur. Sind wir wirklich die Krone der Schöpfung? Gibt uns die Bibel das Recht, die Natur zu zerstören? Können wir lernen, uns als unwichtigen Teil des Ganzen zu betrachten, bevor wir uns selbst vernichten?
Natürlich geht das Buch in seinen Fragestellungen noch viel weiter und ist nicht mit diesen simplen Formeln zu erfassen.
Ich kann die Lektüre von "Der Schwarm" bestens empfehlen.
SPOILER-STUFE 1:
Hier nun etwas mehr über den Inhalt:
Die Ozeane spielen verrückt, oder besser, das darin enthaltene Leben: Die Wale verhalten sich seltsam, gallertartige Massen werden angespült, Fischerboote verschwinden spurlos, Milliarden von Würmern bedecken die europäischen Kontinentalhänge. An verschiedenen Orten und Schauplätzen versuchen diverse Wissenschaftler und Naturfreaks zunächst, die Phänomene zu klären, müssen aber schon bald erkennen, daß die Anomalie Methode hat. Als man endlich erkennt, daß die Phänomene scheinbar eine zentrale Ursache haben, ist es längst zu spät. Der Mensch hat dem Meer den Krieg erklärt, indem er es mit Müll bewarf, seine Lebewesen abfischte und natürliche Vorgänge ins Ungleichgewicht brachte. Aber das Meer lebt, und es hat beschlossen, seinen größten Feind zu beseitigen. Die Jagd auf die gefährlichste Pest, die diesen Globus je bevölkerte, hat begonnen, die Jagd auf UNS.
SPOILER-STUFE 2:
"Der Schwarm" ist ein unglaublich spannendes Buch. Es mixt die besten Elemente aus Erstkontaktfilmen wie Abyss, Contact und Crichtons Andromeda (wobei es NICHT um Aliens geht!!!) mit dem Wahnsinn politischer, sprich, typisch amerikanischer Amokläufe, gönnt dem nordatlantischen Strom einen wesentlich glaubwürdigeren Auftritt als in Emmerichs neuestem Streifen, schafft dann völlig mühelos den Bogen zur alptraumhaften Spannung von Jurassic Park, vergißt die Prise Titanic nicht und weiß auch mit Deep-Impact ähnlicher Endzeitstimmung zu glänzen, bevor es erst richtig kritisch wird und versucht, 2001 zu toppen. Ob ihm das gelingt, überlasse ich der Meinung der Leser).
Das Buch ist wesentlich politischer, als die erste Hälfte vermuten läßt. Es ist spannend und dramatisch, aber sobald die Amerikaner mitmischen und versuchen, das ganze Theater unter der abgelutschten Terror-Sparte abzuheften, wird das Buch erst richtig gut, denn da fängt plötzlich das Philosophieren an, und der Wahnsinn, mit dem sich der Mensch, also der Amerikaner, als von Gott gesandter Herr über das Universum aufzuspielen hat, wird in seinem ganzen Ausmaß erkennbar.
Natürlich polemisiert Schätzing damit nicht weniger als Moore, dramatisch ist nur, daß beide ja recht haben und nichts den Weltfrieden derzeit so sehr gefährdet wie der von Gott befohlene Kreuzzug der Amerikaner gegen den ungläubigen Rest der Welt. Faszinierend, das Schätzing das so präzise auszuformulieren wagt, denn damit verwehrt er sich eines ganz sicher: Die Möglichkeit, daß dieses Buch von Hollywood verfilmt wird... aber letztlich ist das auch gut so. Zuviele der wirklich hervorragenden Dialoge würden unter den Tisch fallen, und ohne den wissenschaftlichen Background, der einem seitenweise um die Ohren gehauen wird, kapiert man hier eh nichts mehr. Aber auch das ist gottseidank gut so, denn es verdeutlicht nur, daß das Leben eben kompliziert ist und sich nicht in diesen simplen 3-Minuten Reportagen erklären ist, mit denen unsere Generation aufwächst.
"Der Schwarm" wirft Fragen auf, die uns alle angehen, und liefert m.E. auch zumindest einen Teil der Antworten. Es steht nur zu befürchten, daß dieses Buch nur von den Leuten gelesen wird, die eh schon längst begriffen haben, was rund um uns her passiert. Das Leben verdammt uns zu Zuschauern unseres eigenen Untergangs.


Tintenwelt 1: Tintenherz
Tintenwelt 1: Tintenherz
von Cornelia Funke
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,90

55 von 93 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Schade, schade..., 26. Februar 2004
Rezension bezieht sich auf: Tintenwelt 1: Tintenherz (Gebundene Ausgabe)
...die grundsätzliche Idee des Buches ist hammerhart und voller interessanter Möglichkeiten - leider hat die Autorin es nicht verstanden, mich mit dem, was sie daraus gemacht hat, zu begeistern. Zum einen wiederholt sich das Buch nach einer Weile auf das grausamste und hat im Prinzip nicht mehr als zwei interessante Settings zu bieten, von denen das eine irgendwann entzaubert bzw. zerstört wird und das andere mindestens zwei Drittel des Buches einnimmt, ohne jemals seinen Eindruck von langweiliger Trostlosigkeit zu verlieren. Das Buch ist ohne Ende vorhersehbar, da die Autorin immer schon allein durch die Dummheit ihrer Figuren irgendwie ankündigt, was geschehen wird. Das Prinzip der maximalen Kapazität wird hier Lügen gestraft, der größte Teil der Figuren handelt derart unlogisch und dumm, daß es kein Wunder ist, daß sie immer wieder in Gefangenschaft geraten. Selbst aus einem der interessanteren Plot-Twists, der Geschichte um die Mutter, macht die Autorin einen völlig emotionslosen Standardplot. Ich war bitter enttäuscht. Dennoch gibt es zwei Sterne. Warum? Zum einen enthält das Buch einige wundervolle Sätze über Bücher und die Liebe zu ihnen, die das Herz eines leidenschaftlichen Lesers höher schlagen lassen. Zum anderen ist Maggie eine der interessanteren Kinderfiguren in letzter Zeit, deren Liebe zu Büchern man seinen eigenen Kindern wünscht, und die als einzige Figur in dem Buch "relativ" glaubhaft bleibt. Werde ich die beiden restlichen Teile lesen? Ich weiß es nicht. Mich würde schon interessieren, was sich die Autorin tatsächlich bei der Sache gedacht hat, denn es ist nur zu offensichtlich, daß es sich hier um einen Prolog handelt. Dieser hätte aber gut und gerne um mindestens die Hälfte gekürzt werden können.


Atlantis - Das Geheimnis der verlorenen Stadt [Deluxe Edition] [2 DVDs]
Atlantis - Das Geheimnis der verlorenen Stadt [Deluxe Edition] [2 DVDs]
DVD ~ David Goetz

8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der mutigste Disney aller Zeiten, 15. Juli 2002
Es bleibt dabei - auch auf der kleinen Mattscheibe zuhause ist Atlantis der epischste, aufregendste, actiongeladenste, spannendste und faszinierendste Disney-Film aller Zeiten. Zwar verliert er etwas in der Wirkung gegenüber dem Kino-Besuch, aber nicht soweit, daß man nicht nach wie vor Bauklötze staunt über den Mut des Studios, einen Abenteuerfilm statt des üblichen Weichspülers zu zeichnen. Ein grandioses Abenteuer, sicherlich nicht für die kleinsten Zuschauer, dafür mit jeder Menge Goodies für die von Tomb Raider enttäuschten Abenteuerfans: Atlantis ist der bessere Film...
Ach ja, wer sich statt der abgespeckten Vollbild-Version NICHT die DeLuxe-Fassung besorgt, ist selber schuld. Beste Bild- und Ton-Qualität in Cinemascope, megastarke Extras; eine DVD, die in jedes Regal gehört!


Harry Potter und der Stein der Weisen [2 DVDs]
Harry Potter und der Stein der Weisen [2 DVDs]
DVD ~ Daniel Radcliffe
Wird angeboten von Music-Shop
Preis: EUR 17,24

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geniales Special-Design, 14. Mai 2002
Von der DVD-Umsetzung bin ich restlos begeistert. Zunächst stellte sich gewisser Frust ein, als klar wurde, daß man sich die Specials erst noch frei"zaubern" mußte, aber die Motivation stieg recht schnell, und so saßen wir plötzlich mit der ganzen Familie vor dem Player und rätselten, welche Zaubersubstanzen zu mischen wären, tippten uns die Finger wund beim Versuch, den Schnatz zu fangen und suchten den ganzen Bildschirm nach dem verflixten Schlüssel mit dem gebrochenen Flügel ab, mit tollen Charakterstudien, Interviews und Vorskizzen als Belohnung. Wenn man dann als Höhepunkt vor dem Spiegel steht und den Stein der Weisen (sprich, die neuen Szenen) zu sehen bekommt, kommt tatsächlich so etwas wie ein Gänsehautfeeling auf. Die Zusatzszenen sind zwar kurz, aber toll, und entlohnen durchaus für die "ganze Mühe", die eine Menge Spaß gemacht hat. Man bedauert trotzdem, daß die Szenen nicht noch nachträglich in den Film hineingeschnitten wurden, aber vermutlich droht uns eh' noch ein Director's Cut. Alles andere wäre eine peinliche Unterlassung, wo man doch jede andere Möglichkeit der Vermarktung bereits ausgenutzt hat... ;-)
Fazit: Tolle DVD für Fans! Nur-Sammler werden vermutlich genervt sein, da man richtig arbeiten muß, um an die Zusatzszenen zu kommen, aber das finde ich in Ordnung und gerade für Kinder, die ja wohl den meisten Spaß an der Scheibe haben solten, klasse gemacht! Bravo, Warner (auch für das Outfit der Box)!


The Scorpion King
The Scorpion King
Wird angeboten von hifi-max
Preis: EUR 12,21

3 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Sowas nennt man heutzutage Soundtrack... Hrmpf, 30. April 2002
Rezension bezieht sich auf: The Scorpion King (Audio CD)
Was mich immer wieder kolossal stört, ist, eine simple Song-Sampler-CD als Soundtrack eines Films zu verkaufen. Das mag ja noch ok sein, wenn diese Songs wenigstens im Film vorkommen. Wenn ich aber schon das Wörtchen "inspired" höre, geht bei mir die Klappe runter. Da werden einfach irgendwelche Künstler dazu animiert, zu einer CD beizutragen, die möglichst attraktive Songs enthalten soll, damit das Album brav von der "Ich hör nur Pop"-Masse gekauft wird, überall rumsteht und den Film bewirbt.
Diejenigen, die tatsächlich an der Musik interessiert sind, die den Film untermalt - das halt, was man TATSÄCHLICH unter einem Soundtrack versteht - gucken (mal wieder) in die Röhre.
CDs wie diese werden von mir jedenfalls grundsätzlich boykottiert. Ich will den richtigen Orchester-Score von John Debney! Der hatte wenigstens _echte_ Power, und nicht nur laute Bassisten!!!
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 18, 2011 8:44 AM CET


Der Herr der Ringe: Die Gefährten / Die zwei Türme / Die Wiederkehr des Königs. 3 Bände.
Der Herr der Ringe: Die Gefährten / Die zwei Türme / Die Wiederkehr des Königs. 3 Bände.
von John R. R. Tolkien
  Taschenbuch

92 von 104 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Katastrophale Übersetzung - ein Schandwerk!!!, 8. November 2001
Der Verfasser dieser unsäglichen Übersetzung sollte unbezahlt in die Wüste geschickt werden; ich lese das Buch gerade im Original und hörte von der neuen Übersetzung. Nachdem ich mir die ausführliche und beispielhafte Leseprobe von der Klett-Kotta-Seite zu Gemüte geführt hatte, mußte ich erstmal meine Nerven beruhigen. Der Übersetzer war offenkundig nicht willens oder in der Lage, die getragene Atmosphäre des Werkes zu adaptieren, daher hat er sich für die Xena/Hercules-Variante entschieden. Es ist in letzter Zeit immer häufiger zu beobachten, daß sich Übersetzer offenbar für etwas Besseres halten und jedem Werk ihren eigenen Stempel aufzudrücken versuchen. Natürlich lassen sich manche Wortspiele oft nur schwer übersetzen, und es ist auch ok, wenn man dann ein passendes Äquivalent sucht, das vielleicht nicht dem Original entspricht, aber wenigstens der Absicht des Originals nahekommt. Es ist aber nicht Aufgabe eines Übersetzers, den ursprünglichen Sinn / die ursprüngliche Wortwahl des Autors zu verändern. Jeder, der etwas anderes behauptet (und man stelle sich vor - viele Übersetzer tun genau das!!!), hat nicht verstanden, was der Sinn einer Übersetzung sein sollte. Wenn ich ein Buch auf deutsch lese, dann nicht, weil mich die Interpretation des Übersetzers interessiert, sondern weil ich vielleicht nicht in der Lage bin, eine englische Fassung zu lesen. Der Übersetzer zwingt mir damit einen Text auf, den ich so nicht haben will, aber, wie schon gesagt, das ist heute schon fast üblich, weshalb sich immer mehr Leser lieber dem Original zuwenden, als eine deutsche Fassung zu riskieren, die nur der Selbstdarstellung des Übersetzers dient, der sich, wie in diesem Falle, als verkappter Autor versucht und als unfähiger Verstümmler endet. Er hat aus dem "Herrn der Ringe" einen "Boss der Klunker" gemacht. Das darf so nicht hingenommen werden. Zur Katastrophe kommt hinzu, daß sich der Verlag auch noch mit einer Rezi der FAZ brüstet, die dem Übersetzer "Mut zur Frische" bescheinigt. Tolkien wollte aber nicht frisch sein. Tolkien wollte ein tragendes, dramatisches Werk schreiben. Ich halte es für unverantwortlich, dem Werk eines fremden Autors derartig den eigenen Geschmack / das eigene Niveau aufzudrücken, ohne daß der Leser auch nur eine Chance bekommt, zu erfahren, welchen Sinn / welches Niveau das Buch ursprünglich hatte.
Ich kann nur hoffen, daß sich das Synchronstudio bei der Eindeutschung der Kinofilme an die alte Übersetzung hält (und dabei endlich auch den alten Patzer, "Elfen" mit "Elben" zu übersetzen, ein anderes Beispiel blödsinniger übersetzerischer "Eigeninitiative", ausräumt). Alles andere wäre der Untergang der anspruchsvollen Fantasy-Literatur, weil dann vor allem den Kritikern solcher "Fantasy-Schmöker" vorgeführt wird, wie dümmlich und trivial das Zeug wohl tatsächlich ist...
Der Übersetzer hat mit seiner Version niemandem einen Gefallen getan, im Gegenteil; er hat einen Klassiker der Fantasy-Literatur in voller Absicht demontiert, seine Atmosphäre zerstört und klopft sich jetzt auf die Schulter.
Wer schützt uns eigentlich vor solchen selbstherrlichen und unglaublich ignoranten Arschlöchern? Man sollte sich mal mit Tolkiens Familie in Verbindung setzen und denen schildern, was der Klett Kotta-Verlag da angerichtet hat. Ich bin davon überzeugt, daß man dem Verlag die Lizenz schneller entziehen wird, als man dort die neue Übersetzung vom Markt nehmen kann.
Hm, vielleicht mache ich das wirklich.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 4, 2008 3:25 PM MEST


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