Profil für Don Quichotte > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Don Quichotte
Top-Rezensenten Rang: 1.725
Hilfreiche Bewertungen: 1262

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Don Quichotte (Limburg)

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-20
pixel
Familiengrab
Familiengrab
DVD ~ Bruce Dern
Wird angeboten von Celynox
Preis: EUR 9,08

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unterschätzt, 1. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Familiengrab (DVD)
"Familiengrab" ist Alfred Hitchcocks letzter Film und zählt eigentlich nicht unbedingt zu seinen Klassikern. Zur Story: Erzählt werden die Geschichten zweier Pärchen. Ein Juwelier und seine Freundin entführen gemeinsam bedeutende Persönlichkeiten, um wertvolle Edelsteine zu erpressen. Ein selbst ernanntes (und nicht ganz ehrliches) Medium und ihr Partner, ein arbeitsloser Schauspieler, der sein Geld als Taxisfahrer verdient, versuchen sich als Detektive, um für eine Kundin ein altes Familiengeheimnis zu lüften.

Die beiden Geschichten sind großartig miteinander verwoben. Die Figurenzeichnung ist stimmig und der Film ist dynamisch, spannend und interessant erzählt, was wohl auch auf die sehr ironischen Dialoge zurückzuführen ist. So wandelt "Familiengrab" treffsicher auf dem schmalen Grat zwischen Kriminalfilm und Parodie. Durch das 70er-Jahre-Kolorit und die Kulisse (Los Angeles und San Francisco) fühlte ich mich zwischendurch an "Inspector Columbo" erinnert, auch wenn die Serie produktionsästhetisch an "Familiengrab" nicht heranreicht.

Fazit: Eine spaßige Krimikomödie, interessant erzählt und sehr sehenswert!


Drive
Drive
DVD ~ Ryan Gosling
Preis: EUR 5,55

3.0 von 5 Sternen Geschmackssache, 1. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Drive (DVD)
In "Drive" wird die Geschichte eines Ausnahmefahrers (Ryan Gosling) erzählt, der sein Einkommen dadurch aufbessert, dass er sich Gangstern als Fluchtwagenfahrer anbietet. Hierbei gerät er in Konflikt mit einer Gangstervereinigung. ...

Der Film hat einige Stärken: intensive Schauspieler; Szenen von großartiger Atmospäre; zurückgenommene Dialoge; eine Liebesgeschichte, die von Andeutungen lebt; ...

Aber einiges hat mich persönlich sehr gestört: die Gangster sind sehr klischeehaft gezeichnet, vor allem (mal wieder) Ron Perlmans Figur; die Gewalt steht für mich im Kontrast zur Geschichte und wäre in dieser expliziten Form nicht nötig gewesen; Konflikte mit einzelnen Gegnern entwickeln sich nicht: es wird nicht spannend, sondern immer recht schnell und extrem blutig beendet, bis dann der nächste Gegner kommt - ein wenig wie im Computerspiel, wo man sich nach und nach bis zum Endgegner vorarbeiten muss; ...

Ich bin, gerade in Anbetracht der unglaublich positiven Kritiken, eher enttäuscht, kann aber im Fazit trotzdem festhalten, dass der Film kein billiger Hollywood-Action-Film, sondern in seiner Erzählweise sehr besonders ist. Ein stetiger Wechsel aus intensiv un druhig erzählten Szenen und sich im nächsten Moment wie ein Orkan entfesselnder Gewalt.

Ein paar Worte noch zur DVD: Bild und Ton waren für mich okay, die Specials aber lassen sehr zu wünschen übrig. Sie bestehen vor allem aus Interviews, in denen sich die Filmbeteiligten gegenseitig über den grünen Klee loben.


Der SchlauerMacher: 365 x Bildung aus sieben Wissensgebieten
Der SchlauerMacher: 365 x Bildung aus sieben Wissensgebieten
von David S. Kidder
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Unstrukturierte Informationsflut statt "Bildung", 19. Mai 2013
Gegen die 365 einzelnen Bestandteil ist nichts zu sagen. Sie sind, wenn auch in beinahe lexikonartiger Kürze verfasst, gut ausgewählt und sprachlich sehr schön klar. - Was aber deutlich fehlt, ist ein roter Faden, der innerhalb der sieben Themenbereiche jeweils eine Struktur bietet. Die Informationen stehen nebeneinander. Das bedeutet praktisch, dass man zwar 365 nette Artikelchen hat, die jedoch haben mit "Bildung" wenig zu tun. Es sind reine Informationen. Aus den Neurowissenschaften weiß man ja mittlerweile, dass das Gehirn für wirkliche Bildungsprozesse die Möglichkeit braucht, zu verknüpfen und zu vertiefen. Insofern ist der Untertiel "Bildungs aus sieben Wissensbereichen" natürlich wenig ernst zu nehmen. Wahrscheinlich hat dieser Untertitel eher Verkaufsgründe, als dass er wirklich ernst gemeint ist. - Meiner Meinung nach ist dieses Buch ganz nett und hätte noch besser sein können, wenn es weniger Wissenshäppchen enthalten hätte, diese dafür aber etwas tiefschürfender dargestellt.


Michael Palin: Rund um den Pazifik [3 DVDs]
Michael Palin: Rund um den Pazifik [3 DVDs]
DVD ~ Michael Palin
Preis: EUR 15,99

5.0 von 5 Sternen Kein typischer Reisebericht, 15. Januar 2013
Michael Palin (bekannt vor allem durch Monty Python) hat sich schon spannende Reise-Projekte vorgenommen: "In 80 Tagen um die Welt" (nach Vorbild des Jules Verne-Romans), "Von Pol zu Pol", "Sahara", ... - Die Reise "rund um den Pazifik" hatte nun das Ziel, die Pazifik-Anrainerstaaten zu besuchen. Ein Riesenprojekt, und Michael Palin war ein knappes Jahr unterwegs.

Spannend bei seinen Reise-Berichten ist, dass er nicht den Anspruch hat, ein Land darzustellen oder vollständig zu erfassen, sondern dass er sich immer wieder auf einzelne Begegnungen beschränkt. So singt er gemeinsam mit einem sibirischen Chor, besucht ein javanisches Gamelan, schaut sich diverse Städte an, erklimmt so manchen Aussichtspunkt und ist vielen kulinarischen Herausforderungen ausgesetzt. So entsteht vielleicht kein Bild, das den einzelnen Ländern gerecht würde, aber viele faszinierende Einblicke kommen dabei heraus. Durch seine Offenheit und Sensibilität gelingt es Michael Palin mit den Menschen weltweit (wie man in seinen anderen Dokumentationen sieht) gut in Kontakt zu kommen, durch seine britisch-flapsige Art sind die Zwischenmoderationen nicht trocken, sondern sehr unterhaltsam. Besonderes Highlight ist natürlich, als Michael Palin in British Columbia einen Holzfäller-Contest besucht, der Erinnerungen an seinen berühmten "Lumberjack"-Song aus alten Monty Python-Tagen hervorruft.

Sicherlich kommen einzelne Regionen deutlich zu kurz, aber das ist bei einem derart gigantischen Reiseprojekt wohl kaum anders möglich. Wobei ich schon auch den Eindruck hatte, dass man am Ende (USA, Kanada) das Ganze im Schnitt etwas deutlicher gerafft hat als andernorts. Also: Eine oder zwei Folgen mehr wären durchaus noch denkbar gewesen.

Das Projekt lebt allerdings auch deutlich davon, dass Michael Palin ein interessanter Mensch ist, der sich auf vieles einlässt. Wenn man ihn als Mensch nicht so mag und einfach nur einen "seriösen" Reisebericht erwartet, wird man stellenweise vielleicht etwas enttäuscht sein.


Der mit dem Wolf tanzt (Special Steel Edition) [Blu-ray] [Special Edition]
Der mit dem Wolf tanzt (Special Steel Edition) [Blu-ray] [Special Edition]
DVD ~ Graham Greene
Wird angeboten von cvcler
Preis: EUR 14,99

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zeitloses Western-Epos in Liebhaber-Edition (Blu-ray, Special-Edition), 5. Januar 2013
Der Inhalt in aller Kürze: Wenn Kevin Costner als Lieutenant John J. Dunbar an einen Außenposten versetzt wird, sich dort in der Einsamkeit einrichten muss, schließlich die Indianer kennenlernt und seine kulturelle Identität aus den Angeln gehoben wird, dann ist so einiges garantiert: Spannung, Gefühl, herausragende Landschaftsaufnahmen, sehr gute Schauspieler und vieles mehr.

Persönliche Bemerkung: Da man selbst sich ja auch verändert, ist der Blick auf einen Film, wenn man ihn nach fünfzehn Jahren erstmals wieder sieht, natürlich auch ein anderer. Was wir diesmal sehr positiv auffiel: Der Film erzählt auf wunderbare Weise die Geschichte eine interkulturellen Begegnung. Man nähert sich an, mal etwas vorschnell, mal sehr vorsichtig. Es entstehen verbindende Momente, aber auch Missverständnisse, und dadurch, dass man sich Aspekte der fremden Kultur zueigen macht, gerät man durchaus auch ins Zweifeln über die sogenannte "eigene Kultur". Dunbar vertritt erst seine Armee und muss später darüber nachdenken, mit welchem Recht sich diese überhaupt in den Westen aufmacht und Anspruch auf das Indianer-Land erhebt. Aber auch persönlich macht er spannende Erfahrungen. Wie lassen sich Werte wie Freundschaft, Treue und Loyalität interkulturell einordnen? Wem fühle ich mich verpflichtet? - Durch diese sich aus dem Film ergebenden Fragen, verlässt die Geschichte die Western-Ebene und eignet sich auch, um über Parallelen mit anderen interkulturellen Begegnungen nachzudenken.

Über die BluRay-SpecialEdition: Den Film hatte ich Anfang der 90er Jahre einige Male gesehen und schon damals beide Fassungen kennengelernt. Das Schöne bei dieser Blu-Ray-Edition ist, dass man sich nicht mehr zwischen den Versionen entscheiden muss, sondern beide erhält. Und beide haben etwas für sich: Die dreistündige Originalversion ist etwas dichter, und der Erzähl-Kommentar von John J. Dunbar ist deutlich gelungener. Die vierstündige Langfassung wirkt vollständiger. Leider jedoch hat man versucht, den Erzähltext zu kürzen. Die Stelle, wenn Dunbar den Wolf "Socke" taufen möchte, hat man dabei herausgenommen, dafür andere Stellen doppelt verwendet. So genial und atemberaubend die Langfassung auch ist, beim Dunbar-Erzähltext war man im Schnitt schlampig. - Bild- und Tonqualität der BluRay sind fantastisch, und es gibt einige nette Specials, z.B. ein ausführliches Making Of. Für Fans von "Der mit dem Wolf tanzt" bleibt bei dieser Edition kaum ein Wunsch unerfüllt.

Kleine Bemerkung noch zu den beiden Filmversionen: Der Begriff "Director's Cut" ist sehr missverständlich, da der Verleih schon beide Versionen so bezeichnet hat. Früher war die später erschienene Langfassung der "Director's Cut", heute wird scheinbar die Kurzfassung so bezeichnet. Um die Verwirrung komplett zu machen, sind bei den BluRays die Aufdrucke falsch. Die Kurzfassung (Originalkinofassung) ist auf der BluRay mit der Bezeichnung "Director's Cut" zu finden. Daneben steht 134 Minuten, was natürlich falsch ist, die Fassung läuft drei Stunden. Die zweite BluRay hat den Aufdruck "Kinolangfassung", 181 Minuten. Langfassung stimmt, aber die dauert 234 Minuten.


Das kleine Leben geht weiter: Episodenroman
Das kleine Leben geht weiter: Episodenroman
von Swen Artmann
  Taschenbuch
Preis: EUR 13,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der König der Fettnäpfchentreter, 30. Dezember 2012
Swen Artmanns "Das kleine Leben geht weiter" bildet den würdigen Abschluss der dreiteiligen Buchreihe, die Episoden aus dem Leben von Karl Bauer erzählt. Es ist Artmann gelungen, einen eigenen Mikrokosmos zu erschaffen, runde um die Figur des Mittvierzigers, der als Finanzbeamter arbeitet, im beschaulichen Billerbeck (Münsterland) lebt, aber eigentlich davon träumt, mehr zu sein und zu erleben.

In Karl Bauers Umfeld wird wenig zimperlich miteinander umgegangen, es herrscht ein derber, aber herzlicher Ton. Einzige Ausnahme ist Karls Frau Marianne, die versucht, ihm zur Seite zu stehen und immer wieder als Korrektiv in Erscheinung tritt. Wobei ihre Versuche Sisyphosarbeit sind: sehr anstrengend und auf Dauer wenig erfolgreich.

Dem Autor Swen Artmann gelingt es, immer wieder neue Fettnäpfchen aufzustellen, in die er seinen Helden mit traumwandlerischer Sicherheit treten lässt, allerdings nie so, wie man es erwartet. Und so gibt es bei einem Schönheitswettbewerb für Hunde, einer Teilnahme an einer Doku-Soap und einem Mosel-Urlaub immer wieder originelle Wendungen.

Fazit: Ein Mensch wie Karl Bauer wäre im Freundeskreis unerträglich, sein Leben aber in drei Episodenromanen verfolgen zu dürfen, kommt dem Genuss nahe, den die Fernsehfigur "Stromberg" dem Zuschauer beschert: Fremdschäm-Humor, immer mal wieder mit einer nachdenklichen Note versehen.


Karl Konrads heimliches Afrika: 4 CDs
Karl Konrads heimliches Afrika: 4 CDs
von Florian Beckerhoff
  Audio CD
Preis: EUR 18,55

3.0 von 5 Sternen Schräger Roman, der mit einigen Abstrichen solide unterhält, 7. Dezember 2012
ZUM BUCH
Inhalt: In einem winzigen Dorf, in dem jeder jeden kennt, lebt Karl Konrad, der seine kranke Mutter pflegt, und der darüber traurig ist, dass sein Vater und sein Bruder nach Afrika ausgewandert sind. Eine Postkarte seines Bruders führt auf merkwürdigen Wegen dazu, dass er an einer (den anderen unbekannten) abgelegenen Stelle an einem Waldsee sein eigenes Afrika aufbaut.

Kritik: Florian Beckerhoff beweist in diesem Roman ein Händchen für skurrile Situationen. Auch sprachlich bietet das Buch viele Höhepunkte. Da gibt es Formulierungen, die ganz automatisch ein Lächeln im Gesicht des Lesenden (oder Hörbuch hörenden) hervorzaubern. ABER: Die Geschichte ist insgesamt nicht sonderlich zwingend und an vielen Stellen sogar unglaubwürdig, gerade, was die Handlungsweisen der Figuren angeht. Sicherlich gehört die Schräglage zum Konzept des Romans, aber alles in allem genügen die Überzeichnungen nicht, um die Geschichte zum Comic werden zu lassen, bei dem Unglaubwürdigkeit nicht mehr stört, sondern vielleicht gerade den Reiz ausmacht. Zudem störte mich die Figurenzeichnung: Die meisten der Figuren sind Varianten des stupiden Dorftrottels. Das ist an sich nicht schlimm, nur finde ich persönlich es mittlerweile ermüdend, mich mit Romanen auseinanderzusetzen, die intelligente Figuren aussparen. Die Figur-Leser-Beziehung ist für mich dadurch gekennzeichnet, dass sich der Leser über die Eingeschränktheiten der Figuren amüsieren kann. Im letzten Fünftel des Buches hatte ich zudem as Gefühl, dass der Autor den Faden verloren hat. -- Dennoch finde ich den Roman durchaus empfehlenswert. Bei allen Kritikpunkten überwog die insgesamt solide Unterhaltung.

ZUM HÖRBUCH
Ich schätze Bjarne Mädel sehr als Schauspieler und auch als Hörspielsprecher. In Herr Lehmann (Das Hörspiel) beispielsweise ist er als Karl eine Traumbesetzung. Als Hörbuchsprecher fand ich ihn gewöhnsbedürftig. Er bemüht sich, die Figuren unterschiedlich klingen zu lassen, überzeichnet aber meines Erachtens zu viel und bekommt dies nicht trennscharf hin. Wenn zum Beispiel Karl Konrad sehr durstig in die Kneipe kommt und röchelnd eine Cola bestellt, dann klingt er genauso wie der Dorfopa. Die Lesung ist nicht schlecht, aber ähnlich wie beim Roman wäre noch mehr möglich gewesen.


Erzählungen und Märchen, 5 Audio-CDs + 1 MP3-CD
Erzählungen und Märchen, 5 Audio-CDs + 1 MP3-CD
von RADIOROPA Hörbuch - eine Division der TechniSat Digital GmbH
  Audio CD

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schlechte Aufmachung, 1. Dezember 2012
Oscar Wilde pflegte in seinen Märchen einen faszinierenden Stil, der sich zwischen Melancholie und Ironie bewegte. Seine Märchen sind sicherlich nicht so leicht zugänglich wie die aus der Feder Hans-Christian Andersens. Dieses Hörbuch ist sicherlich nett gemacht, Uta Krömer liest zwar nicht außergewöhnlich, aber sehr sauber, und sie hat eine angenehme, warme Stimme. Ein echter Nachteil dieser CD-Sammlung ist allerdings, dass es nirgendwo eine Übersicht der enthaltenen Märchen gibt. Jede CD hat mehrere Tracks, und mal geht ein Märchen über fünf Tracks, mal über drei. Das gezielte Ansteuern der einzelnen Märchen ist nur Möglich, wenn man die fünf CDs einmal durchgehört und sich ein eigenenes Inhaltsverzeichnis angelegt hat. Wenn man (wie ich) Hörbücher vor allem im Auto hört, ist das jedoch schwierig.


Die Prinzessin auf der Erbse: Däumelinchen
Die Prinzessin auf der Erbse: Däumelinchen

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Schlechte Umsetzungen genialer Märchen, 1. Dezember 2012
Diese Hörspiel-Fassung zu Andersens genialer Märchen-Satire "Die Prinzessin auf der Erbse" hat mit dem Original nichts mehr zu tun. Es ist eine eigene Geschichte, die sogar das Kunststück fertig bringt, das Original und seine Aussage komplett zu verdrehen. So wählt hier der Prinz die Prinzessin am Ende nicht, weil sie prinzessinnenhaft ist, sondern weil sie es nicht ist. Im Original Andersen-Märchen musste sie durch 20 Matratzen die Erbse spüren. Und in diesem Hörspiel verliebt sich der Prinz in sie, weil sie sich als Gärtnerin ausgibt und im Garten arbeitet. Was sich die "Autoren" dabei gedacht haben, weiß man nicht. Vielleicht sollte es etwas Emanzipiertes sein. Dann darf man aber nicht mehr "Hans-Christian Andersen" drüberschreiben. Wer daheim ein Kuriositätenkabinett hat oder schlechte Beispiele sammelt, wird bestens bedient. Für alle anderen gilt: Finger weg!!!


Die Geschichte von der Schüssel und dem Löffel. ( Ab 6 J.)
Die Geschichte von der Schüssel und dem Löffel. ( Ab 6 J.)
von Michael Ende
  Gebundene Ausgabe

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schräg und märchenhaft, 1. Dezember 2012
Michael Endes Bücher haben für mich immer eine eigene Magie und Faszination. Dieses kleine, eher unbekannte Märchen ist eine wunderschöne Dornröschen-Variante. Es gibt zwei Königreiche, im einen wird eine Prinzessin geboren, im anderen ein Prinz, und beide Königshäuser vergessen bei ihren Einladungen die dreizehnte Fee. Diese rächt sich auf besondere Weise. Sie schenkt dem einen Königreich eine Schüssel, dem anderen ein Löffel. Beide Teile zusammen sind magisch. Mit einem alleine kann man nicht viel machen. Nun versuchen beide Königreiche, möglichst beide Teile für sich zu bekommen, und es kommt zu schwierigen (für Leser und Zuhörer ziemlich witzigen) diplomatischen Verwicklungen zwischen den beiden Königshäusern. Das Buch ist toll: zauberhaft, augenzwinkernd und für Kinder und Eltern ein wunderbares (Vor-)Lesevergnügen.


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-20