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Don Quichotte (Limburg)

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Taran Box 1-5: Hörspiel
Taran Box 1-5: Hörspiel
von Lloyd Alexander
  Audio CD

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Fantasy-Hörspiel-Reihe, gut produziert, inhaltlich schlicht, 21. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Taran Box 1-5: Hörspiel (Audio CD)
Lloyd Alexander hat sich die alten Sagen des Mabinogi (aus Wales) vorgenommen und in den 60er Jahren daraus eine Fantasy-Buch-Reihe gemacht. Es sind die Abenteuer des Hilfsschweinehirten Taran, der Prinzessin Eilonwy und ihrer Gefährten. Böse Zauberer und ihre Armeen gilt es zu besiegen und magische Gegenstände zu finden. Das alles ist ganz nett, aber inhaltlich wenig zwingend. Die Abenteuer sind nicht spannend, weil keines richtig ausgestaltet ist. Jedem Problem folgt auch recht bald die Lösung. Die einzelnen Abenteuer sind dabei einander sehr ähnlich. Es ist alles ganz nett, aber an Tolkiens Mittelerde-Abenteuer kommen die Werke Lloyd Alexanders bei Weitem nicht heran.

Die Hörspielreihe besteht nun aus fünf Folgen von jeweils gut 50 Minuten. Die Sprecher sind gut und die Produktion ist sehr solide. Die Musik ist deutlich von keltischer Musik beeinflusst und sehr eingängig. Man könnte beinahe sagen: Die Produktion ist besser als ihr Inhalt. Es wird oft gesagt, die Taran-Hörspiele seien eher für Kinder gemacht (und die Altersempfehlung lautet auch ab 8 Jahren). Ich finde aber, dass gute Kinderhörspiele auch in der Lage sind, Erwachsene "schmerzfrei" zu unterhalten. Das ist hier nur bedingt möglich, denn so manche Klischees und Abgedroschenheiten sind nur schwer auszuhalten. Auch wenn dies auf Lloyd Alexanders Ursprungswerke zurückzuführen ist, würde ich mir da manchmal von den Autoren, die aus literarischen Vorlagen Hörspieladaptionen machen, etwas mehr Mut wünschen, denn auch Kindern kann man durchaus etwas mehr Niveau zumuten.


Man on the Rocks (Deluxe Edition)
Man on the Rocks (Deluxe Edition)
Preis: EUR 13,99

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Solides Album, aber kein großer Wurf, 7. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Man on the Rocks (Deluxe Edition) (Audio CD)
Es wird ja oft als ungerecht empfunden, wenn man jedes neue Werk eines Künstlers wie Mike Oldfield mit seinen alten vergleicht. Das Problem: Mike Oldfield ist eben Mike Oldfield, und da kann man sein Gesamtwerk nicht vergessen, ehe man ein neues Album hört. Denn sonst müsste man ein neues Album unter der Fragestellung beurteilen, ob ein völlig unbekannter Künstler damit erfolgreich sein könnte.

Wie ist es nun mit "Man on the rocks"? Positiv könnte man sagen: Das Album plätschert angenehm vor sich hin, liefert solide Songs und hat die eine oder andere eingängige Melodie. Es gibt viel Gitarre, der Klang ist recht erdig und rockig, also nicht unbedingt dem heutigen Mainstream entsprechend. Negativ könnte man sagen: Sonderlich originell sind die Songs nicht. Sie tun nicht unbedingt weh, aber Inspiration klingt anders. Es sind leichte, unaufgeregte Rocksongs, wie man sie stilistisch an die ausklingenden 70er und an den Anfang der 80er Jahre erinnern.

Meine Meinung: Ein Newcomer hätte mit einem solchen Album wohl keine großen Chancen, und auch in Mike Oldfields Werk zählt "Man On The Rocks" nicht unbedingt zu den Klassikern. Aber: Es sind eben doch sehr solide Songs, in denen hin und wieder das unvergleichliche oldfieldsche Gitarrenspiel aufblitzt. Mir persönlich ging es so, dass ich vor Erscheinen des Albums die Videos zu "Sailing" und "Man On The Rocks" gesehen und als ziemlich schwach empfunden habe. Ohne die Videos funktioniert die Musik interessanter Weise besser. Das Album insgesamt macht durchaus Spaß, und ich werde es (anders als "Earth Moving" oder die "Heaven's Open"-Songs) wohl öfter hören. Also: Vier Sterne für ein gutes, wenn auch kein sensationelles Album, dem etwas mehr Originalität durchaus gut getan hätte.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 8, 2014 4:37 PM CET


Die Artus-Sage - Was geschah auf Camelot?
Die Artus-Sage - Was geschah auf Camelot?
von Katharina Neuschaefer
  Audio CD
Preis: EUR 15,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Bleibt hinter den Erwartungen zurück, 21. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich bin ein großer Fan der Hörbücher von Igel-Records. Gerade die Dimiter Inkiow-Hörbücher sind großartig, aber auch die Nordischen Sagen. Die Artus-Sage ist leider überhaupt nicht gut umgesetzt, und das liegt meines Erachtens an der Erzählperspektive. Vier an der Geschichte beteiligte Personen erzählen die einzelnen Abenteuer im Rückblick. Diese Rückblicke sind jedoch gefärbt von Reflexionen und Bewertungen. Insbesondere die Figur der Morgaine le Fay fällt hier auf, die alles aus Sicht der Naturgottheiten erzählt. Es wird auf diese Weise zwar deutlich, wie das Christentum in England nach und nach die Naturgottheiten verdrängt hat, aber dieser Aspekt wird hier überbetont und hätte nicht explizit so herausgearbeitet werden müssen, weil er in den Geschichten auch so mitschwingen würde.

All diese Färbungen lenken zu sehr von den eigentlichen Inhalten ab und liefern zudem eine Ebene, die für Kinder von 7 Jahren (Altersempfehlung auf dem Cover) zu komplex, vor allem aber unnötig sind. Es wurde versucht, die Geschichte besonders künstlerisch zu gestalten, dabei herausgekommen ist die Anmutung einer traumatisierten Selbsthilfe-Gruppe, die gemeinsam auf die Ereignisse rund um die legändere Tafelrunde zurückblickt.

Dieses Hörbuch ist empfehlenswert für Hörer, die die Artus-Sage bereits kennen, und Interesse an einer Perspektiv-betonten Umsetzung haben.

Für Hörer, denen es vor allem um das Kennenlernen der Geschichte selbst geht, oder die eine klassisch gehaltene Hörbuch-Version suchen, ist diese CD leider überhaupt nicht empfehlenswert.


Die Artus-Sage. Die Ritter der Tafelrunde
Die Artus-Sage. Die Ritter der Tafelrunde
von Katharina Neuschaefer
  Audio CD
Preis: EUR 15,95

2.0 von 5 Sternen Schlechte Umsetzung großartiger Geschichten, 21. Februar 2014
Ich bin ein großer Fan der Hörbücher von Igel-Records. Gerade die Dimiter Inkiow-Hörbücher sind großartig, aber auch die Nordischen Sagen. Die Artus-Sage ist leider überhaupt nicht gut umgesetzt, und das liegt meines Erachtens an der Erzählperspektive. Vier an der Geschichte beteiligte Personen erzählen die einzelnen Abenteuer im Rückblick. Diese Rückblicke sind jedoch gefärbt von Reflexionen und Bewertungen. Insbesondere die Figur der Morgaine le Fay fällt hier auf, die alles aus Sicht der Naturgottheiten erzählt und z.B. eine Liebesbeziehung unter Geschwistern als etwas Positives bewertet. All diese Färbungen lenken zu sehr von den eigentlichen Geschichten ab und liefern zudem eine Ebene, die für Kinder von 7 Jahren (Altersempfehlung auf dem Cover) zu komplex, vor allem aber unnötig sind. Es wurde versucht, die Geschichte besonders künstlerisch zu gestalten. Auch Tempuswechsel werden verwendet, ständig geht es vom Präteritum ins Präsenz und wieder zurück. Dabei herausgekommen ist die Anmutung einer traumatisierten Selbsthilfe-Gruppe, die gemeinsam auf die Ereignisse rund um die legändere Tafelrunde zurückblickt. Gelungen ist für mich lediglich die Episode von Sir Gawain (erzählt von Peter Kaempfe in der Rolle des Merlin), weil da die persönlichen Färbungen keine so große Rolle spielt. Bei der Begegnung mit dem Grünen Ritter blitzt die alte Klasse auf, die auch die Griechischischen Sagen hatten.

Dieses Hörbuch ist empfehlenswert für Hörer, die die Artus-Sage bereits kennen, und Interesse an einer Perspektiv-betonten Umsetzung haben.

Für Hörer, denen es vor allem um das Kennenlernen der Geschichte selbst geht, oder die eine klassisch gehaltene Hörbuch-Version suchen, ist diese CD leider überhaupt nicht empfehlenswert.


Jason und die Argonauten
Jason und die Argonauten
von Dimiter Inkiow
  Audio CD
Preis: EUR 15,95

4.0 von 5 Sternen Ein Klassiker in kindgerechter Bearbeitung: schönes Hörbuch!, 21. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Jason und die Argonauten (Audio CD)
Inkiows Bearbeitungen von Mythen und Sagen haben zurecht einen sehr guten Ruf. Es gelingt ihm, eine zeitgemäße Sprache für die Stoffe zu finden, und dennoch bleiben die Geschichten dem Original treu.

Jasons Reise und die Jagd nach dem goldenen Vlies ist eine großartige Geschichte aus der griechischen Mythologie. Es ist sehr abenteuerlich, viele "berühmte" Figuren spielen eine Rolle, aber, wie das bei griechischen Mythen eben auch der Fall ist, das Ganze ist schon etwas verzwickt. Die Rolle der Götter auf dem Olymp, und die verschiedenen Motive, die in die Geschichte hereinspielen, verlangt von Kindern schon ein hohes Maß an Aufmerksamkeit, zumal die griechischen Namen auch nicht so leicht sind.

Mit Peter Kaempfe wurde ein begnadeter Sprecher gewählt, der wie immer die feinen Nuancen der Geschichten vortrefflich rüberzubringen vermag.

Einziges Manko dieser CD-Ausgabe: Man merkt, dass es ursprünglich unterschiedliche CDs waren, die hier zu einer Doppel-CD zusammengefügt wurden. So gibt es bei den beiden CDs ein paar Überschneidungen, und man erfährt einige Hintergründe, die auch für die erste CD interessant gewesen wären, erst auf der zweiten. Das dürfte die sowieso schon recht komplexen griechischen Mythen für Kinder nicht leichter nachvollziehbar machen.

Ich empfehle diese CD trotz der kleinen Einschränkung gerne für Kinder (je nach Interesse und Literatur-Erfahrung der Kinder) ab neun Jahren. Die Kinder können die CDs ja mehrfach hören, und so teilen sich dann beim zweiten oder dritten Durchgang auch die zunächst schwer verständlichen Aspekte der Handlung mit.


Titania Special, Folge 8 - Die Schneekönigin
Titania Special, Folge 8 - Die Schneekönigin
Preis: EUR 9,04

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gutes, aber leider etwas überfrachtetes Märchenhörspiel, 24. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Eigentlich wurde bei diesem Hörspiel vieles richtig gemacht. Die Sprecher sind fantastisch, und selbst die Kinder machen ihre Sache besser als in der Titania-Version von Das Gespenst von Canterville. Wie immer bei Titania-Produktionen hat man großen Wert auf den Geräusch-Einsatz gelegt, und die Musik von Tschaikowsky scheint auch grundsätzlich passend gewählt. - Die einzelnen Bausteine sind also gut. - Der wichtigste Baustein ist wohl die literarische Vorlage, das wunderbare poetisch-gruselige Kunstmärchen von Hans Christian Andersen. Und auch hier habe ich das Gefühl, dass die Adaption durchaus gelungen ist.

Warum funktioniert das Hörspiel für mich persönlich trotz allen guten Zutaten nicht so richtig? - Mein Eindruck ist, dass Titania ein wenig zu viel des Guten versucht hat. Die Tschaikowsky-Musik ist nicht immer gut eingesetzt, denn die doch zum Teil recht komplexe Komposition stört die Dialoge, anstatt sie zu untermalen. Ich hatte sogar einmal den - wie sich herausstellte falschen - Eindruck, die Musik gehört gar nicht zum Hörspiel, sondern kommt aus der Nachbarschaft. Und zum Stichwort "Dialoge". Die einzelnen Szenen hätten hier und da etwas kürzer sein dürfen. Christian Wolff als zurückhaltend-sonorer Märchenerzähler gefällt mir ziemlich gut, und wenn er erzählt, kommt Märchenatmosphäre auf. Die Dialoge aber enthalten doch hätten stärker auf den Punkt kommen dürfen (und müssen), wenn zum Beispiel Kay und Gerda sich streiten oder Kay sich der Großmutter gegenüber unverschämt verhält. Die Szenen wirken dann beinahe etwas modern, wie ein Streit, bei dem im nächsten Moment die Supernanny um die Ecke kommt, um zu schlichten. Wenn das ganze dann auch noch von dramatischer Tschaikowsky-Musik untermalt wird, stört das die Atmosphäre, und so wirken einige Szenen beinahe wie atmosphärische Brüche im Märchen. Insgesamt habe ich den Eindruck, die Produktion ist etwas überfrachtet. So schließe ich mich Rumburaks Rezension an, in der auf die atmosphärisch bessere, wenn auch leider etwas kurz geratene CD Die Schneekönigin aus dem Hause Europa hingewiesen wird.

Bei aller Kritik möchte ich aber trotzdem festhalten, dass auch die Titania-Fassung der "Schneekönigin" durchaus hörenswert ist. Einige Dinge sind vielleicht auch Geschmackssache.


Die Abenteuer des Odysseus
Die Abenteuer des Odysseus
von Dimiter Inkiow
  Audio CD
Preis: EUR 15,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Odyssee als großartiges Hörbuch, 22. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Abenteuer des Odysseus (Audio CD)
"Die Odyssee" ist quasi eine Art Fortsetzung der "Ilias". Nach dem Trojanischen Krieg macht sich Odysseus auf den Heimweg. Da er jedoch den Zorn der Götter auf sich gezogen hat, wird der Heimweg zur zehnjährigen Irrfahrt. Odysseus bekommt es mit Zyklopen zu tun, mit Zirze, Calypso und den Sirenen und muss so manches Abenteuer bestehen. Der geniale bulgarisch-deutsche Kinderbuchautor Dimiter Inkiow hat die Geschichte wunderbar für Kinder erzählt. Kleines Manko: Er hat die Geschichte ein wenig zu sehr gekürzt, gerade das Ende, als Odysseus sich seine Heimat zurückerobern muss, ist viel zu knapp. Allerdings ist das Hörbuch insgesamt dennoch sehr gelungen, denn Dimiter Inkiows Sprache ist großartig, und mit Peter Kaempfe hat man den perfekten Sprecher für dieses großartige Werk gefunden, der alle Figuren wunderbar, aber nicht aufdringlich, zum Leben erweckt.

(Kleine Anmerkung noch: Die Umsetzung der Ilias ist leider nicht ganz so kindgerecht geraten und weniger gekürzt, obwohl sie Kürzungen sehr viel nötiger gehabt hätte. Dennoch: Perfekt ausgestattet ist man erst, wenn man beide Hörbücher hat.)


Ilias
Ilias
von Dimiter Inkiow
  Audio CD
Preis: EUR 29,95

3.0 von 5 Sternen Die Schlacht um Troja, 22. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ilias (Audio CD)
Der geniale bulgarisch-deutsche Kinderbuchautor Dimiter Inkiow (1932-2006) hat sich mit der Ilias ein wuchtiges Werk vorgenommen und für Kinder aufzuarbeiten versucht. Sprecher Peter Kaempfe interpretiert seinen Text auf wunderbare Weise und macht daraus ein gutes Hörbuch. So wird die Schlacht um Troja mit ihren Hintergründen, den vielen tragischen Helden und den Eitelkeiten der Götter auf dem Olymp auf gut nachvollziehbare Weise präsentiert. So weit, so wunderbar.

Es gibt dennoch Abstriche, die allerdings auch im Original liegen: Dimiter Inkiow hätte bei seinen Raffungen und Kürzungen noch viel konsequenter sein dürfen und vielleicht müssen. Zum einen sind diese endlosen Schlachten mit der Zeit ziemlich langweilig, vor allem wenn Namen von Kriegern aufgelistet werden, die (außer dass sie sterben) in dieser Fassung der Ilias nicht erwähnt werden. Zum anderen werden die Kämpfe sehr brutal geschildert. Da wird erwähnt, wer wem den Kopf abschlägt oder wie tief die Lanze oder das Schwert in den Körper drängen. Von Blutströmen und Leichtenteilen ist die Rede. - Klar, man muss dies nicht beschönigen. Die Frage aber, ob diese Details in einer Version für Kinder wirklich nötig sind, muss erlaubt sein. So ist ein Missverhältnis entstanden. Die Ilias hat einen Umfang von 4 CDs, wo vielleicht 2-3 CDs mit etwas weniger Kampfdetails auch genügt hätten. - Die wunderbaren Abenteuer des Odysseus. 2 CDs (Teil 2, wenn man so will) sind jedoch viel deutlicher auf 2 CDs gekürzt, obwohl sie inhaltlich, gerade für Kinder, viel mehr hergeben. Schade finde ich auch, dass das Schicksal des Achilleus quasi unter den Tisch fällt. Am Ende der "Ilias" wird es nur als Randbemerkung erwähnt, in Teil 2, der Odyssee, kommt es gar nicht mehr zur Sprache, obwohl Achilleus eine der ganz zentralen Figuren dieser Geschichte ist.

Dennoch ist Dimiter Inkiows "Ilias" empfehlenswert, wenn auch nicht (wie angegeben) für Kinder ab 7 Jahren. Im Einzelfall mag das gehen, ich würde die CD eher ab 10 Jahren (oder eben für Erwachsene) empfehlen.

PS: Die Geschichte des Trojanisches Pferdes kommt noch nicht in der Ilias, sondern erst in der Odyssee vor!


Head Up High
Head Up High
Preis: EUR 8,97

12 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht so überzeugend wie sonst, 13. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Head Up High (Audio CD)
Musik zu bewerten ist sehr schwierig, weil das Hören von Musik Empfindungen auslöst, und die sind eben bei jedem anders. Wenn es um Pop-Musik geht, werden häufig Stilrichtungen diskutiert. Bei Morcheeba scheiden sich seit Jahren die Geister. Gehören sie eher in die Trip-Hop-Ecke oder machen sie einfach "nur" Pop-Musik? - In der Regel tun Musiker gut daran, derlei Debatten nicht allzu ernst zu nehmen und sich selbst und ihrer eigenen Entwicklung treu zu bleiben, ganz gleich, in welche Schublade man sie daraufhin zu stecken versucht. Morcheeba gelingt dies seit Jahren sehr gut. Mal abgesehen von der Phase ohne Skye Edwards ist es ihnen immer wieder gelungen, ihrer eigenen Klanglinie treu zu bleiben und sich dennoch weiter zu entwickeln. Das Album Blood Like Lemonade war nicht nur die Wiedervereinigung mit Skye, sondern für mich auch ein echter Höhepunkt unter den Morcheeba-Platten. Ein Album wie aus einem Guss. Eingängige melancholische Melodien und angenehme Rhythmen, ohne dabei zu sehr in Richtung Mainstream-Pop oder belangloser Kaffeehaus-Musik zu kippen.

"Head Up High" knüpft nicht an seinem Vorgänger (und für mich auch nicht an der Eigenständigkeit Morcheebas) an. Mag der Opener "Gimme Your Love" noch funktionieren, wirkt das Album im Folgenden ein wenig sehr bemüht, ohne eine klare Richtung zu haben. Zwar ist Skye Edwards Stimme ein weiteres Mal großartig, doch wirken viele Melodien wie ein verzweifelter Versuch, eine hohe Chart-Position zu erreichen. Hinzu kommen immer wieder Hip-Hop-Einlagen, die für mich in dieser Form eine atmosphärische Störung darstellen. Aber da kann man sicherlich geteilter Meinung sein. Das Album rauscht so durch, und auch nach mehrmaligem Hören bleibt außer "Gimme Your Love" bei mir nichts hängen. Schade! - Aber die Geschmäcker sind eben verschieden, und auch dieses Album wird sicherlich viele ansprechen, nur mich eben nicht. Ich greife doch lieber auf "Blood Like Lemonade" oder Charango zurück.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 30, 2013 12:32 AM CET


Familiengrab
Familiengrab
DVD ~ Bruce Dern
Preis: EUR 11,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unterschätzt, 1. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Familiengrab (DVD)
"Familiengrab" ist Alfred Hitchcocks letzter Film und zählt eigentlich nicht unbedingt zu seinen Klassikern. Zur Story: Erzählt werden die Geschichten zweier Pärchen. Ein Juwelier und seine Freundin entführen gemeinsam bedeutende Persönlichkeiten, um wertvolle Edelsteine zu erpressen. Ein selbst ernanntes (und nicht ganz ehrliches) Medium und ihr Partner, ein arbeitsloser Schauspieler, der sein Geld als Taxisfahrer verdient, versuchen sich als Detektive, um für eine Kundin ein altes Familiengeheimnis zu lüften.

Die beiden Geschichten sind großartig miteinander verwoben. Die Figurenzeichnung ist stimmig und der Film ist dynamisch, spannend und interessant erzählt, was wohl auch auf die sehr ironischen Dialoge zurückzuführen ist. So wandelt "Familiengrab" treffsicher auf dem schmalen Grat zwischen Kriminalfilm und Parodie. Durch das 70er-Jahre-Kolorit und die Kulisse (Los Angeles und San Francisco) fühlte ich mich zwischendurch an "Inspector Columbo" erinnert, auch wenn die Serie produktionsästhetisch an "Familiengrab" nicht heranreicht.

Fazit: Eine spaßige Krimikomödie, interessant erzählt und sehr sehenswert!


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